Ayurveda Stress Management – Welche Methoden Ayurveda gegen Stress bietet

Stress ist ein allgegenwärtiges Thema in unserer modernen Welt, und es scheint, als ob wir alle ständig auf der Suche nach Wegen sind, ihn zu reduzieren. In diesem Artikel erfährst Du, was Ayurveda über Stress sagt und welche Methoden Ayurveda gegen Stress bereithält.

» Stress und Ursachen von Stress aus Ayurveda Sicht
» Wie Ayurveda die individuelle Auswirkung von Stress erklärt
» Psychische Faktoren bei Stress
» Warum Stress vor allem Vata erhöht
» Warum die Pitta Grundkonstitution anfälliger ist für Burnout
» Ayurveda gegen Stress – Methoden zum Ausgleich
» Ayurveda Mentaltest


Stress aus Ayurveda Sicht

Stress spüren wir dann, wenn wir Schwierigkeiten haben uns zu entspannen und wohlzufühlen mit dem was, grade rundherum los ist.

Aus ayurvedischer Sicht wird Stress als ein Zustand verstanden, in dem das innere Gleichgewicht des Körpers und des Geistes gestört ist.

Ursachen von Stress nach Ayurveda:

Ernährung: Unpassende oder unausgewogene Ernährung kann zu körperlichem Stress führen. Beispiele: zu wenig Flüssigkeit, unregelmäßige Essenszeiten, Überessen, Überbetonung von bestimmten Qualitäten in der Nahrung wie Trockenes (z.B. Cracker, Rohkost), Süßes, Scharfes

Lebensstil: Eine Überbelastung unserer Sinne führt ebenfalls zu Stress und seinen Folgeerscheinungen. Beispiele: zu wenig Schlaf, Überarbeitung, spät arbeiten, übermäßiger Medienkonsum und/oder Handyzeit, übermäßig Sport treiben, sehr viel Sprechen, andauernd laute Musik, Lärmbelastung, etc.

Eine Unterbelastung führt ebenfalls zu Stress. Beispiele: zu wenig Bewegung, geistige Langeweile, keine Aufgabe im Leben, nicht gebraucht werden

Emotionale Belastung: Lang anhaltende emotionale Belastung wie Trauer, Wut oder Angst zehren an unserer Substanz. Belastende Lebensphasen und/oder negative Gedankenmuster rauben uns auf Dauer Energie. Wir fühlen uns ausgelaugt und spüren weniger Vitalität und Freude. Ayurveda betrachtet dies als körperliche und mentale Erschöpfung gleichermaßen.

Übergeordnete Faktoren / Umwelt & Gesellschaft: Dinge, die wir normalerweise nicht in Betracht ziehen, sind ebenso belastend für unser System und können zu Stress führen. Beispiele:

Der Wechsel zwischen den Jahreszeiten ist eine Zeit, in der die Doshas leicht aus der Balance geraten. Wetterumschwünge, wie plötzliche Kälteeinbrüche im Frühjahr oder ungewohnte und übermäßige Hitze.

Unser Lebensraum – hektische Stadt oder ruhiges Landleben. Umweltgifte, Elektrosmog uvm.

Die schulmedizinische Sicht auf Stress

Auch in der modernen Wissenschaft wird Stress als wesentlicher Faktor anerkannt, der sowohl die psychische als auch die physische Gesundheit beeinträchtigen kann. Chronischer Stress wird mit einer Vielzahl von Gesundheitsproblemen in Verbindung gebracht, einschließlich Herzkrankheiten, Angststörungen und Immunstörungen. Die Faktoren, die zu einer invidivuellen Auswirkung von Stress führen sind jedoch kaum erforscht. Ayurveda betrachtet den Menschen als Ganzheit und behandelt so auch Stress-Symptome individuell an ihrer Wurzel.

Wie Ayurveda die individuelle Auswirkung von Stress erklärt

Jeder Mensch besteht aus einer einzigartigen Mischung aus drei Energien oder Doshas: Vata, Pitta und Kapha. Ein Ungleichgewicht der Doshas kann zu Stress führen und zeigt sich je nach Dosha-Verteilung anders.

Vata-Stress:

Vata ist das Prinzip der Bewegung und Veränderung. Wenn Vata aus dem Gleichgewicht gerät, können Symptome wie Ängstlichkeit, Schlaflosigkeit und Verdauungsstörungen auftreten. Um Vata zu beruhigen, ist es hilfreich, regelmäßige Routinen zu etablieren und entspannende Aktivitäten wie Yoga zu praktizieren. Nahrhafte, warme Mahlzeiten sind ebenfalls vorteilhaft.

Pitta-Stress:

Pitta steuert die Verdauung und den Stoffwechsel. Ein Ungleichgewicht kann sich in Form von Reizbarkeit, Wut und entzündlichen Zuständen äußern. Kühlende Aktivitäten und Lebensmittel, Meditation und ausreichend Zeit zur Entspannung können helfen, Pitta auszugleichen.

Kapha-Stress:

Kapha ist das Prinzip der Stabilität und Struktur. Übermäßiges Kapha führt Trägheit und Schwere führen. Aktiv zu bleiben, zum Beispiel durch regelmäßiges Joggen oder Aerobic, kann Kapha ausgleichen und die Energie wieder in Fluss bringen.

Hier findest Du einen Überblick, welche Stress-Symptome auf eine Erhöhung welcher Doshas hinweisen:

Vata Dosha

Gedankenkarussell
Durchschlafprobleme
innere Unruhe
Verstopfung, Blähungen
Erschöpfung
Sorgen, Ängste
Konzentrationsprobleme

Das kann sich so anfühlen:

Pitta Dosha

Ungeduld, Gereiztheit, Hitze
Einschlafprobleme
Rastlosigkeit, Workaholic
ungeformter, saurer Stuhl
Sodbrennen, Magendrücken
Frustration
Schwierigkeiten abzuschalten

Das macht sich so bemerkbar:

Kapha Dosha

Kapha sorgt für Stabilität und erdet bei Stress.

Im Übermaß führt es zu:
Mangel an Motivation
düstere Gedanken, Depression
hoher Schlafbedarf, Müdigkeit
verlangsamter Stoffwechsel

Das könnte so aussehen:

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Psychische Faktoren bei Stress:
Die Rolle der drei großen mentalen Qualitäten – Sattva, Rajas und Tamas

Die ayurvedische Philosophie spricht auch von den drei Mahagunas – Rajas, Tamas und Sattva – die unsere psychologischen und emotionalen Zustände beeinflussen.

Rajas (Antrieb, Leidenschaft)

Rajas steht für Aktivität, Leidenschaft und Unruhe. Ein Übermaß an Rajas kann zu erhöhtem Stress führen, da es Unzufriedenheit und ständigen Wandel fördert. Wir sind dann impulsiv, überehrgeizig, ungeduldig, gereizt, schnell zornig, intolerant und instabil.

Was Rajas erhöht:

Übermäßige Aktivität:
Ständige Aktivität ohne angemessene Pausen oder Ruhezeiten

Ständige Erregung und Stimulation: Übermäßige Stimulation durch äußere Reize wie laute Geräusche, grelles Licht, Bildschirme, Medienkonsum, etc.

Unausgewogene Ernährung: Eine Ernährung, die reich an stimulierenden oder aufputschenden Substanzen wie Koffein, Zucker oder stark gewürzten Speisen ist

Starker Wettbewerbsgeist: Ein übermäßiger Drang nach Wettbewerb und Erfolg kann dazu führen, dass der Geist ständig aufgeregt und rastlos ist, was Rajas fördert.

Stress: Stress und Druck, sei es durch Arbeit, Beziehungen oder andere Lebensumstände

Emotionale Unruhe: Ständige emotionale Turbulenzen, wie z. B. intensive Ängste, Wutausbrüche oder übermäßige Sorgen

Tipps zum Ausgleich:

  • Entspannungstechniken
    wie Meditation, Progressive Muskel-entspannung, Atemübungen oder Yoga
  • Regelmäßige Pausen einlegen
  • Achtsamkeit praktizieren
  • Zeit in der Natur verbringen
  • Regelmäßige Bewegung
  • Gesunde Ernährung
  • Prioritäten setzen
    Überdenke die eigenen Prioritäten und stelle sicher, dass Du Dich auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben konzentrierst.

Tamas (Trägheit, Schwere)

Tamas repräsentiert Dunkelheit, Trägheit und Ignoranz. Ein Übermaß an Tamas führt zu Lethargie, Ziellosigkeit, Unbeweglichkeit, Depression, Hoffnungslosigkeit, Feigheit, Gier und Hinterhältigkeit.

Was Tamas erhöht:

Inaktivität: Mangel an körperlicher Bewegung und Aktivität kann dazu führen

Schlafstörungen: Übermäßiger Schlaf oder ein gestörter Schlafzyklus

Übermäßiger Konsum von schwerem oder verarbeitetem Essen: Eine Ernährung, die reich an schwer verdaulichen, fettigen oder verarbeiteten Lebensmitteln ist

Übermäßiger Gebrauch von Betäubungsmitteln: Der übermäßige Konsum von Alkohol, Drogen oder anderen Betäubungsmitteln

Isolation und Rückzug: Sich zurückzuziehen und sich von sozialen Interaktionen und Aktivitäten zu isolieren

Negative Denkmuster: Sich in negativen Denkmustern, Selbstzweifeln und einem Mangel an Selbstwertgefühl zu verfangen

Tipps zum Ausgleich:

  • Regelmäßige körperliche Aktivität
  • Gesunde Ernährung
  • Regelmäßiger und erholsamer Schlaf
    (ideal ab 22 Uhr)      
  • Tageslicht und frische Luft
  • Geistige Stimulation
  • Soziale Interaktion, Zeit mit Freunden und Familie
  • Achtsamkeitspraktiken wie Meditation, Atemübungen oder Yoga

Sattva (Harmonie, Klarheit)

Sattva ist das Ideal, es repräsentiert Balance, Reinheit und geistige Klarheit. Ein sattvischer Lebensstil macht uns resilient im Umgang mit Stress. Sattva fördert Gesundheit, Zufriedenheit, Weisheit.

Sattvische Ernährung

  • frische, saisonale Bio-Lebensmittel
  • unverarbeitete Lebensmittel
  • warme und bekömmlich zubereitete Speisen (durch Gewürze und Kochweise)
  • mit Liebe gekochte Speisen
  • Lebensmittel, die dem Zustand der eigenen Verdauungskraft angepasst sind
  • Mahlzeit beenden, wenn der Magen zu 80% gefüllt ist

Sattvische Emotionen

  • Liebe
  • Dankbarkeit
  • Freude / Mitfreude

Sattvische Aktivitäten

  • Lachen, Lieben, Spaß haben          
  • Erholsamer Schlaf in angemessenem Ausmaß und Uhrzeit      
  • in der Natur sein
  • Meditieren
  • Innehalten, Pause machen
  • für andere da sein / etwas tun
  • Selbstfürsorge (z.B. sich selbst bekochen, Ölmassage, Zeit für Rückzug, Journaling, Zeit in der Natur, Achtsamkeitsübungen)
  • erfüllende menschliche Begegnungen

Warum Stress vor allem Vata erhöht

Vata Dosha, das durch die Elemente Luft und Äther repräsentiert wird, ist besonders anfällig für Stress aufgrund seiner beweglichen und subtilen Qualitäten und seiner Rolle im Körper. Hier sind einige Gründe, warum Vata am meisten durch Stress beeinflusst wird:

Natur von Vata: Vata ist das Prinzip der Bewegung und Veränderung. Es ist von Natur aus schnell, leicht, kalt, rau und trocken. Diese Eigenschaften bedeuten, dass Vata leicht aus dem Gleichgewicht geraten kann, besonders in Zeiten hoher Anforderungen, Veränderungen oder Unsicherheit – all das sind typische Stressoren.

Vata reguliert das Nervensystem: Vata reagiert besonders empfindlich auf Stress, weil es das Nervensystem und die Prozesse des Denkens und der Bewegung steuert. Stress kann daher direkt die für Vata typischen Bereiche beeinträchtigen, wie Schlafmuster, Verdauung und emotionale Stabilität. Das führt oft zu typischen Stresssymptomen wie Angst, Schlafstörungen und unregelmäßiger Verdauung.

Vata ist mobil und instabil: Aufgrund seiner mobilen und veränderlichen Natur neigt Vata dazu, schnell zu „wandern“. Unter Stress kann diese Tendenz zu Überstimulation und Nervosität führen, was das Dosha weiter destabilisiert. Personen mit einem vorherrschenden Vata können sich unter Stress „zerstreut“ oder „aufgelöst“ fühlen.

Körperliche Zusammenhänge: Vata reguliert auch wichtige Funktionen wie die Atmung, die Herzschlagfrequenz und die Muskelbewegungen. Stress kann diese Systeme beeinträchtigen, was zu Symptomen wie erhöhter Herzschlagfrequenz, unregelmäßiger Atmung und muskulärer Verspannung führt – alles Anzeichen einer Vata-Imbalance.

Jahreszeitliche und tägliche Einflüsse: Vata wird auch durch klimatische Einflüsse verstärkt, insbesondere in den windigen, kühlen Jahreszeiten (Herbst und früher Winter) und während der Vata-Zeiten des Tages (früher Morgen und späten Abend). Stressfaktoren, die in diesen Zeiten auftreten, können Vata besonders beeinflussen, was das Risiko einer Dysbalance erhöht.

Maßnahmen zur Stabilisierung von Vata

Um Vata unter Kontrolle zu halten, empfiehlt Ayurveda warme, nahrhafte und leicht verdauliche Mahlzeiten, einen regelmäßigen Tagesablauf und Schlaf, ausreichend Ruhe und Vermeiden von übermäßiger körperlicher oder mentaler Anstrengung. Praktiken wie Yoga, Meditation und Abhyanga (ayurvedische Ölmassage) können ebenfalls sehr hilfreich sein, um Vata zu beruhigen und das Nervensystem zu stabilisieren.

Warum die Pitta Grundkonstitution anfälliger ist für Burnout

Menschen mit einem hohen Pitta-Anteil haben eine starke, zielgerichtete und leidenschaftliche Natur, die sie oft dazu treibt, hart zu arbeiten und hohe Standards anzustreben. Diese Eigenschaften machen sie tendenziell anfälliger für ein Burnout.

Pitta-Personen setzen sich oft hohe Ziele und erwarten viel von sich selbst. Sie streben nach Erfolg und Perfektion in allem, was sie tun. Dieser Drang nach Exzellenz kann zu einem ständigen Druck führen, der es schwierig macht, sich zu entspannen oder Auszeiten zu nehmen.

Darüber hinaus haben Pitta-Menschen oft eine starke Arbeitsethik und sind bereit, hart zu arbeiten, um ihre Ziele zu erreichen. Sie neigen dazu, sich stark in ihre Arbeit zu vertiefen und können Schwierigkeiten haben, Grenzen zu setzen oder Pausen einzulegen, um sich zu regenerieren.

Pitta wird von den Elementen Feuer und Wasser dominiert, was dazu führt, dass Pitta-Personen dazu neigen, sich leicht zu überhitzen, sowohl physisch als auch emotional. Überarbeitung, lange Arbeitszeiten und der Mangel an Ausgleich können zu einem Anstieg der inneren Hitze führen, was zu Erschöpfung, Reizbarkeit und emotionaler Instabilität führen kann. Dieses innere „Ausbrennen“ kann auf Dauer zu Burnout führen.

Vor allem von ihrer Arbeit können Menschen mit hoem Pitta-Anteil schwer abschalten. Sie haben oft Schwierigkeiten loszulassen und sich zu entspannen, insbesondere wenn sie sich stark mit ihrer Arbeit identifizieren. Sie können dazu neigen, sich in einem ständigen Zustand der Aktivität und des Engagements zu befinden, was es schwierig macht, sich zu erholen und zu regenerieren.

Aufgrund dieser Faktoren sind Pitta-Personen anfälliger für ein Burnout, insbesondere wenn sie nicht lernen, ihre Grenzen zu erkennen, Selbstfürsorge zu praktizieren und ein Gleichgewicht zwischen Arbeit und Erholung herzustellen.

Ayurveda gegen Stress – Methoden zum Ausgleich

Ayurvedische Methoden zur Stressbewältigung: Mehr Harmonie und Ruhe im Leben

Hier sind einige der effektivsten ayurvedischen Methoden zum Umgang mit Stress:

Die Verbindung von Körper und Geist stärken

Wenn der Körper unter Stress steht, reagiert er mit einer Reihe von physiologischen Veränderungen, wie erhöhtem Herzschlag, erhöhtem Blutdruck und einem Anstieg des Stresshormons Cortisol. Diese körperlichen Reaktionen beeinflussen auch den Geist und können zu Angst, Unruhe und Reizbarkeit führen.

Umgekehrt können negative emotionale Zustände wie Angst, Wut oder Traurigkeit auch physische Symptome auslösen, wie Muskelverspannungen, Magenbeschwerden oder Kopfschmerzen. Eine starke Verbindung von Körper und Geist ermöglicht es, diese Wechselwirkungen zu erkennen und darauf zu reagieren.

Eine starke Verbindung von Körper und Geist

… lässt uns bewusster und achtsamer werden, was hilft, Stressreaktionen frühzeitig zu erkennen und effektiv darauf zu reagieren.

… ermöglicht es dem Körper, sich selbst zu regulieren und zu heilen. Dies geschieht durch die Aktivierung des parasympathischen Nervensystems, das für Entspannung und Regeneration verantwortlich ist, sowie durch die Freisetzung von Endorphinen und anderen körpereigenen Substanzen, die Stress reduzieren und das Wohlbefinden fördern.

… lässt ein tieferes Verständnis für sich selbst entstehen, womit wir besser in der Lage sind liebevoll auf uns zu achten.

Dosha-Balance verstehen

Jedes Dosha reagiert unterschidlich auf Stress und zeigt spezifische Symptome. Eine wichtige Maßnahme zur Stressbewältigung ist es daher, die Dosha-Balance wieder herzustellen. Dies kann durch Selbstbeobachtung und dem Wissen des Ausgleichens, oder eine ayurvedische Beratung geschehen.

  • Vata-Stress: Vata aus dem Gleichgewicht zeigt sich oft als Nervosität, Angst und Schlaflosigkeit. Um Vata zu beruhigen, sind regelmäßige Routinen, warme Mahlzeiten und entspannende Aktivitäten wie Yoga und Meditation hilfreich.
  • Pitta-Stress: Pitta-Überschuss äußert sich oft als Reizbarkeit, Wut und Magenbeschwerden. Kühlende Aktivitäten, Zeit in der Natur und eine ausgewogene Ernährung können helfen, Pitta zu beruhigen.
  • Kapha-Stress: Kapha-Ungleichgewicht zeigt sich oft als Trägheit, Gewichtszunahme und emotionale Blockaden. Aktive Bewegung, leichte Ernährung und geistige Stimulation können helfen, Kapha zu aktivieren und Stress abzubauen.

Sattva fördern: Für inneren Frieden und Klarheit

Sattva ist die Qualität des Gleichgewichts, der Reinheit und der Klarheit im Ayurveda. Durch die Förderung von Sattva im täglichen Leben können wir inneren Frieden und Gelassenheit erreichen, selbst in stressigen Zeiten. Tipps zum Stärken von Sattva findest Du oben.

Kräutermedizin: Die Kraft der Natur nutzen

Ayurvedische Kräutermedizin bietet eine Vielzahl von Kräutern und Pflanzen, die zur Stressbewältigung eingesetzt werden können. Suche hier Rücksprache mit einem Ayurveda Arzt / Ärztin oder Therapeut:in.

Lebensstil-Anpassungen: Den Alltag stressfrei gestalten

Schaffe Rahmenbedingungen, die in stressreichen Phasen Unterstützung für Körper und Geist sind. Das kann beispielsweise das Einführen regelmäßiger Schlaf- und Essenszeiten sein, das bewußte Reduzieren von belastenden Eindrücken, denen wir uns freiwillig aussetzen, z.B. Medienkonsum oder belastende Gespräche, Reduzierung von Stimulanzien wie Koffein und Alkohol, oder die Pflege von unterstützenden, harmonischen Beziehungen.

Welcher Stress Typ bist Du?

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Dein Umgang mit Herausforderungen und Stress gibt Hinweise auf Deine Konstitution. Mit dem Testergebnis erhältst Du individuelle Empfehlungen für Deinen individuellen Umgang mit Stress und Herausforderungen im Alltag. 

Warum uns die Zeit zwischen Sommer und Herbst fordert – Ayurveda Herbst-Reset für die Übergangszeit

» Der ayurvedische Jahreskreis
» Der Übergang vom Sommer zum Herbst fordert uns
» Was bringt eine Ayurveda Reset-Woche im Herbst?
» Tipps für Deinen Herbst-Reset zuhause
» Lass Dich begleiten – online Herbst-Reset
» Reset, Detox, Detox mit Ausleitung – wo ist der Unterschied?

Jedes Jahr um den 20. September hält die Natur mit der Tag-Nacht-Gleiche kurz inne – Tag und Nacht sind an diesem Tag exakt gleich lang. Nach diesem besonderen Moment werden die Nächte wieder länger und die Strahlkraft der Sonne wird mit jedem Tag spürbar schwächer.

Die Tag-Nacht-Gleiche markiert die Mitte zwischen dem längstem und dem kürzesten Tag des Jahres. An diesem Tag ist der Einfluss der drei Doshas im Tagesverlauf exakt in Balance. Die ayurvedische Dosha-Uhr ist dann tatsächlich so wie im Lehrbuch – jedes Dosha ist jeweils 4 Stunden lang vorherrschend und wird dann vom nächsten abgelöst. 

Mit dem Übergang in die kalte Jahreszeit ändern sich die äußeren Einflüsse und somit auch der Einfluss der Doshas in uns. Tatsächlich beginnt der Einfluss von Vata bereits im August, wenn die Erde durch die andauernde Hitze trockener wird und wir Tropennächte im Freien genießen. Die feucht schwüle Hitze geht dann in eine trockene, raue Hitze über. Zu Trockenheit und Rauheit kommen dann innerhalb weniger Wochen weitere Eigenschaften hinzu, die Vata in uns erhöhen – draußen wird es windig, veränderlich und kalt.

Der ayurvedische Jahreskreis wird grob in drei Hauptjahreszeiten eingeteilt

Im Frühling löst sich das schwere und kühle Kapha des Winters langsam auf und macht Platz für das leichtere, erwachende Pitta. Im Herbst hingegen nimmt das heiße, intensive Pitta des Sommers ab, während das leichte, bewegliche Vata zunimmt. Diese Wechselphasen erfordern besondere Achtsamkeit, da unser System leicht aus dem Gleichgewicht geraten kann.

  • Im Frühling: Das Schwere und Kühle von Kapha kann zu Stagnation und Trägheit führen, weshalb Reinigungsrituale und anregende Praktiken empfohlen werden.
  • Im Herbst: Das aufsteigende Vata kann Unruhe und Trockenheit fördern, sodass Beruhigung und Erdung wichtig sind.

Der Übergang vom Sommer zum Herbst fordert uns

Mit der Tag-Nacht-Gleiche im Herbst ist da nimmt die Kraft der Sonne merklich ab. Die Erde kühlt immer mehr aus und die ersten Frühnebel kündigen den Herbst an. Die Zeit, in der sich die Tage langsam zurückziehen und die Pflanzen aufhören zu wachsen, bringt auch für uns Veränderung. Die Umstellungsphase von warm auf kalt belastet auch unsere innere Natur, in der Anpassungsphase ist unser Verdauungsfeuer vorübergehend geschwächt, wir beginnen zu frieren und auch unser Körper zieht sich zusammen. In dieser Phase sind wir besonders empfindlich für äußere Einflüsse. 

Übergänge schenken uns die Chance wieder in Balance zu kommen

Im Zeitraum der Tag-Nacht-Gleiche ist unser System besonders empfänglich für äußere Einflüsse. Der Körper kann in dieser Zeit empfindlicher auf Stress, Wetterveränderungen und Änderungen in der Ernährung reagieren.

Die Übergangszeiten im Frühling und Herbst werden im Ayurveda als optimale Zeiten für sanfte Reinigungsphasen und eine Anpassung der Ernährungs- und Lebensgewohnheiten an die neue Jahreszeit genutzt. 

Ein sanfter Reset zu Beginn des Herbstes hilft uns, den Übergang in die kalte Jahreszeit harmonisch zu gestalten und uns auf die kommenden Monate vorzubereiten. Eine Woche bewusster Entgiftung und Selbstfürsorge wirkt erdend, beruhigend und bringt gleichzeitig Energie und Vitalität zurück.

Was bringt eine Ayurveda Reset-Woche im Herbst?

Eine Reset-Woche nach Ayurveda ist mehr als nur eine Entgiftung. Sie hilft uns wieder körperlich und mental in Balance zu kommen und uns dabei ein Stück besser kennen zu lernen. 

  1. Innere Balance wiederherstellen: Wir fühlen uns wieder zentriert, geerdet und klar im Geist.
  2. Sanfte Reinigung: Durch die richtige Ernährung und einfache Lebensstil-Anpassungen wie tägliche leichte Bewegung, Spaziergänge an der frischen Luft und ausreichend Schlaf vor Mitternacht, wird die natürliche Entgiftung unseres Körpers unterstützt. 
  3. Stärkung von Stoffwechsel und Immunsystem: Die Reset Woche stärkt das Verdauungsfeuer und somit auch Stoffwechsel und Abwehrkräfte. Ein starkes Agni versetzt uns aber auch in die Lage emotionale Eindrücke und Stress besser zu verdauen. 
  4. Neue Energie tanken: Eine Woche der Selbstfürsorge hilft uns dabei, Kraft für die kommende kalte Jahreszeit zu sammeln und uns vital und ausgeglichen zu fühlen.
  5. Gesunde Gewohnheiten aufbauen: Durch das bewusste Einführen gesunder Routinen in der Reset-Woche lernen wir, auf unseren Körper zu hören und uns besser zu verstehen. Das macht es leichter, gesunde Routinen beizubehalten. 

Tipps für Deinen Herbst-Reset zuhause

Der Ablauf einer sanften Reset-Woche ist einfach und lässt sich gut in den Alltag integrieren. Hier sind einige Tipps, die Du einfach zuhause umsetzen kannst:

Reinigungs-Rituale am Morgen

Erweitere Deine morgendliche Hygiene kann um drei einfache Schritte, die Deinem Körper helfen die nächtlich freigesetzten Abfallprodukte loszuwerden.

  1. Zunge schaben
  2. Öl ziehen
  3. Ein Glas heißes Wasser trinken (mit Zitrone und/oder Ingwer)
Morgenritual – Zeit für mich

Starte Deinen Tag mit ein paar Minuten Achtsamkeit – dies kann eine Meditation sein oder eine sanfte Yoga-Routine. Diese Minuten des Tages helfen Dir dabei, Achtsamkeit über die Vorgänge in Deinen Körper und Geist zu bringen – dieser Effekt dehnt sich nach und nach auch auf den restlichen Tag aus. Meditation und Yoga sind ein Geschenk an Dich selbst, das Dir dabei hilft auch im Alltag präsent und resilient zu bleiben.

Selbstmassage mit Öl

Eine Massage mit erwärmten Öl (z.B. Mandelöl oder Jojoba-Öl) wird in der Reset-Woche idealerweise täglich vor dem Duschen durchgeführt. Man sollte sich mindestens 20 Minuten dafür nehmen und das Öl 10 Minuten oder länger einwirken lassen. Anschließend wird am besten heiß gebadet, duschen ist allerdings auch möglich. Das heiße Wasser hilft das Öl noch besser in die Poren eindringen zu lassen.

Vorteile der Selbstmassage mit Öl:
Trägt dazu bei, Giftstoffe aus dem Körper zu entfernen. Verbessert den Blutkreislauf. Hilft Verspannungen zu lösen und die Haut zu pflegen. Wirkt beruhigend auf das Nervensystem. Fördert einen erholsamen Schlaf.

Kitchari - das Ayurveda Detox Essen fürs ganze Jahr
Entlastende Ernährung

Achte auf eine warme, beruhigende Ernährung. Wähle leicht verdauliche, gekochte Speisen wie Suppen, Eintöpfe, gedünstetes Gemüse und Dal-Gerichte oder Kitchari. Achte dabei auf eine bekömmliche Zubereitung und verwende Gewürze wie z.B. Ingwer, Zimt und Kurkuma, die Vata beruhigen und den Körper wärmen.

Verzichte in Deiner Reset-Woche auf Milchprodukte, Kaffee, Alkohol und Zucker und nimm Deine Hauptmahlzeit zu Mittag zu Dir.

Verzichte auf Zwischenmahlzeiten und nimm die letzte Mahlzeit abends nicht später als 18 Uhr zu Dir.

Ingwer-Zitronen-Getränk
Warmes Wasser / Ingwerwasser und Detox-Tee

Trinke über den Tag verteilt abgekochtes Wasser, Ingwerwasser (mit oder ohne Zitrone) und/oder täglich 1 Liter Detox-Tee. Das Rezept findest Du hier.

Verdauungssamen
Verdauungsfördernde Maßnahmen vor und nach dem Essen

Um die Verdauung vor dem Essen anzuregen nimm ein paar dünne Scheiben Ingwer mit dem von 1/8 Zitrone zu Dir.
Nach dem Essen hilft 1TL der verdauungsfördernde Samenmischung, um die Mahlzeit leichter zu verdauen. Das Rezept findest Du hier.

Tägliche Bewegung

Sanfte Bewegung, wie Yoga oder Spaziergänge in der Natur, unterstützt den Reset-Prozess. Sie hilft, Vata in Balance zu halten und fördert gleichzeitig die Durchblutung und den Energiefluss.

Achtsame Pausen

Reduziere den Konsum von digitalen Medien. Plane feste Zeiten ein, in denen du bildschirmfrei bist. Nutze diese Momente, um spazieren zu gehen, zu lesen oder einfach nur die Stille zu genießen.

Lass Dich begleiten: Online Herbst-Reset mit Andrea Geir

Ayurveda Herbst-Detox mit Andrea Geir

Lass Dich durch die fordernde Übergangszeit von uns begleiten – unseren Herbst-Reset kannst Du jederzeit online starten!

Die sanfte Detox-Woche wirkt entschlackend und sorgt so für neue Energie und Leichtigkeit im Alltag. Der Stoffwechsel wird angeregt und unterstützt so eine sanfte Entgiftung. Dies kräftigt das Immunsystem für die bevorstehende kalte Jahreszeit. Ein weiterer Fokus für den Detox im Herbst ist traditionell das Nervensystem, gesunder Schlaf, Erdung und Klarheit. Du lernst dabei gesunde Routinen nach Ayurveda für das ganze Jahr.

Im Kurs inkludiert:

Umfangreiche Skripten // Rezepte für jeden Tag // Yoga-Videos // Ayurveda Routinen für den Herbst und das ganze Jahr // Community Zugang für Fragen und Austausch // Vertiefung Nervensystem stärken – Ayurveda Empfehlungen für die kalte Jahreszeit // tägliche Anregungen und Begleitung über die Kurs-App (am Computer und Handy) // Zugriff bis 31.12.2025

Kosten: €125

Wo liegt der Unterschied zwischen einem Reset, einem Detox und einem Detox mit Ausleitung?

Der in diesem Artikel besprochene „Reset bzw. Detox“ kommt dem ayurvedischen Shamana-Ritual gleich. Es eignet sich, um die Dosha-Balance wieder herzustellen, die Verdauung anzuregen und Giftstoffe sanft abzubauen. Es ist für jedermann anwendbar und kann zweimal jährlich als vorbeugende Maßnahme gegen Krankheit durchgeführt werden.

Der Unterschied zu einem klassischen Ayurveda Detox mit Ausleitung ist, dass die Umsetzung alltagstauglicher und weniger Kräfte raubend ist. Ausleitung bedeutet, dass Giftstoffe am Höhepunkt der Kur mithilfe von Kräutern, einem abführenden Cocktail und/oder einem Einlauf ausgeleitet werden.

Hintergrundwissen Reinigungsverfahren im Ayurveda

In der Ayurveda-Medizin gibt es zwei Hauptansätze zur Reinigung und Heilung des Körpers: Shodana und Shamana. Beide Methoden haben das Ziel, das Gleichgewicht der Doshas (Vata, Pitta, Kapha) wiederherzustellen, unterscheiden sich jedoch in ihrer Intensität und Anwendung.

1. Shodana (Reinigungsverfahren)

Shodana bedeutet „Reinigung“ oder „Entgiftung“ und bezieht sich auf intensive Reinigungs- und Ausleitungsverfahren, die darauf abzielen, tiefsitzende Toxine (Ama) aus dem Körper zu entfernen. Zu Shodana zählen die fünf medizinischen Ausleitungsverfahren des Ayurveda (Panchacarma). Diese Methode wird in der Regel eingesetzt, wenn die Toxine im Körper sehr stark angestiegen sind und eine grundlegende Reinigung erforderlich ist.

2. Shamana (Linderungsverfahren)

Shamana bedeutet „Linderung“ oder „Beruhigung“ und bezieht sich auf milde, schonende Methoden zur Wiederherstellung des Dosha-Gleichgewichts. Shamana ist weniger intensiv als Shodana und wird eingesetzt, wenn die Ungleichgewichte weniger ausgeprägt sind oder wenn eine sanftere, alltagstaugliche Methode bevorzugt wird.

Shamana wird bei leichten bis mäßigen Ungleichgewichten angewendet und kann oft selbstständig durchgeführt werden. Es eignet sich auch zur Vorbeugung von Krankheiten und zur Unterstützung des allgemeinen Wohlbefindens.

Podcast Interview: Im Einklang mit den Gesetzen der Natur – gesund alt werden mit Dr. Johannes Neuhofer

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Mein Interview Gast Dr. Johannes Neuhofer ist Dermatologe mit Praxis in Linz, seit 2013 Bundesfachgruppenvorsitzender für Dermatologie, Experte für indonesische Pflanzenheilkunde, Honorarkonsul für Indonesien und Buchautor (u.a. Patienten brauchen mehr als nur ein Rezept, Die Jamu Therapie – das indonesische Geheimnis für Heilung und Gesundheit, Die Kosmetikrevolution – Schönheit kommt von Innen). Der vierfache Vater und Visionär hat 2012 den Johannesweg, ein Pilgerweg im Mühlviertel, gegründet.

Im Interview sprechen wir unter anderem über psychisch bedingte Hautprobleme, die Rolle der Arzt-Patienten-Beziehung bei der Heilung und wie unsere Einstellung und Lebensweise unsere Gesundheit beeinflussen. Dr. Neuhofer erzählt, warum er sich selbst auf die Suche nach dem Subtilen gemacht hat, aus Frustration darüber, dass er mit rein schulmedizinischen Methoden oft nicht weiterhelfen konnte. Wir sprechen über die heilbringende Natur, die 12 Lebensweisheiten seines Johanneswegs und wie wir Gesundheit selbst in die Hand nehmen können.

Mehr über Dr. Johannes Neuhofer:

WebSite: www.dr-neuhofer.com
Johannesweg: www.johannesweg.at

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Podcast Interview: Die Magie der Ayurveda Ernährung – Detox als natürlicher Prozess mit Dag Weinmann

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Mein Interview Gast ist Dag Weinmann, freiberuflicher Ayurveda Koch und Autor von den zwei Ayurveda Kochbüchern „Mit Liebe schmeckts besser“. Dag ist Ausbildner für Ayurveda Ernährung und Chefkoch an der Europäischen Akademie für Ayurveda in Birstein. Er hat über 100 Kochkurse im In- und Ausland geleitet und für Kuren gekocht.

Im Interview sprechen wir über Die Magie der Ayurveda Ernährung und wie diese den täglichen Prozess der Entgiftung unterstützt. Ich wünsche Dir viel Freude beim Hören!

Das hörst Du im Interview:

  • Tipps für die tägliche Entgiftung im Alltag
  • Was die natürlichen Reinigungsprozesse blockiert
  • Warum wir Haushaltszucker meiden sollten
  • Heimische Kräuter, die beim Entgiften helfen
  • Welche Rolle Mindset und Liebe beim Kochen und Essen spielen
  • Wie man die Küche zum Tempel macht
  • Nahrung als Abbild der kosmischen Harmonien

Mehr über Dag Weinmann:

WebSite: www.pure-sattva.de
Kochbücher „Mit Liebe schmeckts besser“

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Podcast Interview: Volker Mehl über heimische Kräuter und Heilpflanzen – die Ayurveda Sicht auf unsere Wurzeln und Heilung

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Volker Mehl ist Deutschlands angesagtester Ayurveda-Koch, Yogalehrer, Visionär, Küchenphilosoph, 15-facher Buchautor, Spiegel Bestseller Autor und zweifacher Gewinner des Gourmand World Cookbook Award.

Im Interview sprechen wir über sein Buch „Koch Dich gesund – Ayurveda meets Klosterheilkunde“. Dabei kommen nicht nur die heimischen Heilkräuter zur Sprache, wir sprechen auch über Volkers eigene spirituelle Weltsicht und seine Einsichten, die er im Zuge der Buchrecherche im Benediktiner Kloster erlangt hat.

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Mehr über Volker Mehl:

WebSite: www.volkermehl.com/
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Podcast Interview: Idealgewicht ohne Diät – Ayurveda Tipps für den Wohlfühlkörper mit Daniela Wolff

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Zu Gast ist Daniela Wolff, Ernährungsberaterin mit jahrzehntelanger und passionierter Spezialisierung auf Ayurveda. Im Interview erfährst Du, wie Ayurveda auf das Thema Gewichtszunahme und Abnehmen schaut, welche Rolle die Verdauung für das Körpergewicht spielt und wie unsere individuelle Konstitution dazu beiträgt. Du erhältst außerdem viele praktische Ayurveda Tipps für Ernährung und Lebensstil, mit denen Du schlank und vor allem gesund alt werden kannst.

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Onlinekurs mit Daniela Wolff:
Leben im Flow – Ayurveda und Chronobiologie

Chronobiologie ist das Wissen um biologische Rhythmen im Innen und Außen. Ayurveda erklärt, wie unsere innere Uhr mit den natürlichen Rhythmen der Natur schwingt. Unser Körper ist Teil der Natur und reagiert ebenso wie Pflanzen und Tiere auf Einflüsse wie Tageszeit, Jahreszeit, Klima, Lebensumstände usw. Das Wissen, wie uns diese Faktoren beeinflussen, bringt uns in unsere Kraft und lässt uns die Energie jeden Moments bestmöglich nutzen.
Die Rhythmuslehre des Ayurveda bringt uns nicht nur in Einklang mit den Rhythmen der Natur, sondern auch in Einklang mit uns selbst. Die Anwendung dieser Empfehlungen bringt uns zurück in ein natürliches Gleichgewicht mit oft erstaunlichen Effekten.

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Ayurveda Detox im Frühling – neue Energie durch sanftes Entschlacken [+ online Test: Anzeichen für Ama]

Inhalt dieses Artikels:

» Verdauungsfeuer stärken – der Fokus jeder Ayurvedakur
» Wie sich ein ayurvedischer Detox von anderen Entschlackungskuren unterscheidet
» Woran Du erkennst, dass Dein Körper einen Detox braucht
» ONLINE TEST: ANZEICHEN FÜR AMA
» Warum Ayurveda Detox?
» Ayurveda Detox Methoden
» Ayurveda Detox Kur im Frühling
» Ernährung für den Frühjahrsputz
» Fazit – 5 gute Gründe für eine Ayurvedakur
» Lust auf Detox? Ayurveda Frühjahrskur für zuhause

Das Wichtigste in Kürze

  • Ayurveda Detox im Frühling unterstützt den Körper bei der natürlichen Entgiftung, stärkt das Immunsystem und verbessert die Energielevel.
  • Die Ernährung spielt eine zentrale Rolle, wobei der Fokus auf frischen, saisonalen und leicht verdaulichen Lebensmitteln liegt, die entgiftende Eigenschaften besitzen.
  • Eine Frühjahrskur nach Ayurveda-Prinzipien fördert nicht nur die körperliche Reinigung, sondern hilft Dir auch gesunde Lebensgewohnheiten zu entwickeln und der Entstehung von Krankheiten vorzubeugen.
  • Zum Online-Test: Anzeichen für Ama

Was ist ein Ayurveda Detox?

Ein Detox nach Ayurveda hilft dem Körper dabei, angesammelte Schlacken und Giftstoffe loszuwerden. Es wird dabei unterschieden, ob es sich um eine sanfte Reinigung zuhause handelt oder eine medizinische Ausleitungskur (Panchakarma Kur), die mit Begleitung eines erfahrenen Ayurveda Arztes / Ärztin durchgeführt wird.

In diesem Artikel sprechen wir über eine Detoxkur für zuhause, die dabei hilft Altlasten, angesammelte Schlacken und zu viele Kilos loszuwerden.

Verdauungsfeuer stärken – der Fokus jeder Ayurvedakur

Der Zweck jeder Ayurveda Kur ist die Stärkung unseres Verdauungsfeuers, Agni. Eine geschwächte Verdauung ist laut Ayurveda der Grund für Krankheit und somit der Schlüssel zu Gesundheit.

Ingwertee stärkt die Verdauungskraft

Verdauung zeigt sich auf vielen Ebenen

Eine geschwächte Verdauung muss sich nicht immer in Form klassischer Verdauungsprobleme wie Blähungen, Bauchkrämpfe, Magenschmerzen oder Nahrungsunverträglichkeiten äußern. Das Konzept des Verdauungsfeuers im Ayurveda ist nicht auf den Verdauungstrakt beschränkt, es reicht von der Aufspaltung der Nahrung, bis hin zur Energieversorgung in den Zellen und Transformation der Nahrung in neues, gesundes Gewebe.

Die Rolle von Agni (Verdauungsfeuer) bei einer Ayurvedakur

Unser Verdauungsfeuer ist auch für das Aussortieren und Abtransportieren von Giftstoffen und unbrauchbaren Stoffwechsel-Nebenprodukten zuständig. Deshalb spielt das Verdauungsfeuer auch eine Schlüsselrolle in jeder Ayurveda Detox Kur. Erst mit einem starken Agni ist der Abbau von Altlasten möglich.

Wie sich ein ayurvedischer Detox von anderen Entschlackungskuren unterscheidet

Eine ayurvedische Detox Kur ist an die jeweilige Jahreszeit angepasst und berücksichtigt den Menschen in seiner Ganzheit. Neben der körperlichen Reinigung steht auch das emotionale Wohlbefinden im Mittelpunkt und wird durch begleitende Lebensstil-Maßnahmen zur Stressreduktion, wie z.B. Yoga, Bewegung in der Natur und Meditation, gefördert.

Jedes Ayurveda Heilfasten verläuft in drei Phasen und beinhaltet neben einer Ernährungsumstellung auch Lebensstil Empfehlungen, um den Prozess zu unterstützen.

Phase 1 – Vorbereitung bzw. Entlastung

In der Zeit der Vorbereitung bereitest Du Dich und Deinen Körper auf die kommende Reinigungsphase vor. Du stärkst Dein Verdauungssystem und bringst Deinen Stoffwechsel durch entlastende Ernährung und Bewegung für die kommende Phase der Reinigung in Schwung.

In dieser Phase verzichtest Du auf alles, das Deinen Organismus belastet und neue Stoffwechselschlacken bildet. Du lässt also alle Störfaktoren für das Verdauungsfeuer weg wie z.B. Kaffee, Alkohol, Zucker, Softdrinks, Fertignahrung, etc.

Phase 2 – Sanfte Reinigung

Die Reinigungsphase ist im Ayurveda geprägt von einer sehr einfachen Ernährung, die Deinen Darm entlastet und beim Abbau von Stoffwechselschlacken und unverdauten Rückständen (Ama) hilft. Die Basis Nahrung für die Reinigungsphase ist Kitchari, eine ayurvedische Heilnahrung, die bei Fastenkuren zum Einsatz kommt. Kitchari, ein Eintopf-Gericht aus Basmati Reis und Mung Dal, entlastet die Verdauung und unterstütz Dich so beim Entgiften. Kitchari besitzt eine beruhigende Wirkung auf Körper und Geist.
Du musst also auch in der Reinigungsphase nicht hungern und kannst diese Phase durch verschiedene Gemüsesorten und Zubereitungsarten bzw. frische Kräuter genussreich gestalten.

Kitchari – klassische Ayurveda Heilnahrung

Phase 3 – Wiedereinführung bzw. Aufbau

Nach der Reinigung ist ein langsames Wiedereinführung in Richtung normales Essen essenziell für das Ergebnis Deiner Ayurveda Kur. Um Dein Verdauungsfeuer nach der Schonzeit nicht zu überfordern, trägt die langsame Wiedereinführung maßgeblich zum nachhaltigen Erfolg bei.

Woran Du erkennst, dass Dein Körper einen Detox braucht

Eine Detoxkur kann als Teil der regelmäßigen Jahresroutine idealerweise im Frühjahr oder Herbst gemacht werden. Vor allem, wenn Du merkst, dass Dein Verdauungsfeuer geschwächt ist oder Du Schlacken und Toxine angesammelt hast, ist ein guter Zeitpunkt für einen sanften Detox. 

Zeit für Detox – das sind die Zeichen für vermehrtes Ama im Körper (Ama = unverdaute Rückstände, Schlacken, Toxine)

  • Verdauungsbeschwerden
  • Erhöhte Infektanfälligkeit
  • Appetitlosigkeit, wenig Hunger oder ständiges Essen-müssen
  • Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Antriebslosigkeit
  • Depressive Verstimmungen
  • Schweregefühl im Körper (aber auch Geist)
  • Dicker Zungenbelag
  • Körpergeruch (Mundgeruch, Schweiß, stinkende Blähungen oder Stuhl)
  • Klebriger Speichel, Mundtrockenheit, Durstgefühl

ONLINE TEST:
Anzeichen für Ama

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Das Testergebnis wird Dir sofort angezeigt.


Warum Ayurveda Detox?

Entgiften für Körper und Geist

Eine Ayurveda Detox Kur entlastet und stärkt die Verdauung gleichermaßen. Dein gesamter Organismus kann so Nährstoffe und Energie wieder besser aufnehmen und gleichzeitig Schadstoffe effizienter ausscheiden. Die Reinigungskur bringt den Stoffwechsel in Gang, wirkt entschlackend und sorgt so für neue Energie und Leichtigkeit. 
Da beim Entgiften auch emotionale Themen hochkommen können, wird während der Zeit des Detox auch ein Rückzug von der Hektik des Alltag empfohlen. Mit Phasen der Ruhe wird der Detox leichter bewältigt und kann bewusst für die Auseinandersetzung mit dem eigenen Leben, der Gesundheit und als Reset für Körper und Geist genutzt werden.

Neue Routinen für Gesundheit bis ins hohe Alter

Ayurveda kennt eine Vielzahl Tagesroutinen, die uns in Einklang mit uns selbst und den Rhythmen der Natur bringen. In einer Ayurveda Detox Kur lernst Du beispielsweise eine Ayurveda Morgenroutine für Dich, mit der Du täglich Deine Verdauung stärkst und eine sanfte tägliche Reinigung, auch nach der Kur, unterstützt.

Immunsystem stärken und Entstehung von Krankheit vorbeugen

Eine starke Verdauung und regelmäßige Reinigung, z.B. in Form einer Frühjahrskur, sorgen für ein starkes Immunsystem. Der Entstehung von Krankheit wird dabei vorgebeugt, indem Altlasten abgebaut und gesunde Gewohnheiten aufgebaut werden.

Ayurveda Detox Methoden

Panchakarma: Die ultimative ayurvedische Entgiftungskur

Eine Panchakarma-Kur ist eine traditionelle ayurvedische Entgiftungs- und Reinigungsbehandlung, die tiefgreifend auf Körper, Geist und Seele wirkt. Sie ist vor allem dann geeignet, wenn Lebensstil- und Ernährungsempfehlungen, sowie Kräuterpräparate nicht mehr zur Linderung von Beschwerden beitragen können.
Panchakarma wird meist stationär und auf jeden Fall unter Aufsicht eines Ayurveda Arzt/Ärztin durchgeführt. Es umfasst eine Reihe von Reinigungsverfahren, darunter Ölmassagen, Dampfbäder, Kräuterbehandlungen, Einläufe und Nasenspülungen, die darauf abzielen, Toxine aus den Geweben zu lösen und zu beseitigen. Diese ganzheitliche Kur wird auf individuelle Bedürfnisse abgestimmt und zielt darauf ab, das Gleichgewicht der Doshas wiederherzustellen, die Verdauung zu stärken und das allgemeine Wohlbefinden zu fördern.

Tägliche Reinigung als vorbeugende Maßnahme für Gesundheit bis ins hohe Alter

Ayurveda ist die Wissenschaft vom langen, gesunden Leben. Ayurveda Ernährung und Lifestyle Tipps sind daher darauf ausgelegt, dass wir unser Verdauungsfeuer pflegen und möglichst wenig Ama, also Stoffwechselschlacken und Giftstoffe ansammeln. Dies erreicht man mit täglichen Reinigungstechniken wie zum Beispiel dem Zungenschaben, Trinken von warmem Wasser mit Zitrone am Morgen oder das Einnehmen von verdauungsfördernden Gewürzen.

Regelmäßiges Heilfasten

Eine regelmäßige Reinigungskur, z.B. ein oder zweimal jährlich wirkt entlastet, schenkt neue Energie und ist wie ein regelmäßiger „Reset“ für die Verdauung. Heilfasten kann aber auch einmal pro Monat stattfinden oder einmal pro Woche. Je nach Dosha Typ und Konstitution werden unterschiedliche Abstände und Längen für eine Fastenkur empfohlen.

Wie man die richtige Entgiftungsmethode nach Doshas wählt

Beim Fasten wird Kapha, also Materie, Übergewicht und Stoffwechselrückstände (Ama) abgebaut. Menschen mit einem hohen Kapha-Anteil können daher meist problemlos fasten. 
Vata-betonten Typen wird das Fasten jedoch oft nicht empfohlen. Generell und vor allem in einer Reinigungskur ist warme und nahrhafte Nahrung für sie besonders wichtig, um Vata zu beruhigen und den Körper zu unterstützen. Pitta-Typen haben meist einen guten Stoffwechsel und halten Hunger schlecht aus. Sie sollten daher nicht allzu lange Zeitfenster ohne Nahrung sein. Beim Heilfasten profitieren sie vom kühlenden und beruhigenden Effekt für die Verdauung, um Hitze und Entzündungen im Körper zu reduzieren.

Ayurveda Detox Kur im Frühling

Im Ayurveda leben wir im Einklang mit unserer Umgebung und unserer Natur und folglich auch den verschieden Jahreszeiten. Anhand der Jahreszeiten und den jeweils vorherrschenden Elemente, können wir Rückschlüsse auf unsere Verdauungskraft, auf empfehlenswerte Nahrung, sowie auf geeignete Zeiten für Fasten- und Detox-Kuren ziehen. 

Im Frühling herrschen vor allem die Elemente Erde und Wasser in der Natur vor und so eignet sich besonders der Frühling zum Fasten und Reinigen, um das erhöhte Kapha bzw. angesammelte Ama wieder loszuwerden.

Ein Ayurveda Detox im Frühling ist optimal aus mehreren Gründen:

Der Frühling ist eine Zeit des Übergangs, in der sich die Natur erneuert und regeneriert. Unser Körper folgt diesem natürlichen Rhythmus und sehnt sich ebenfalls nach Erneuerung und Reinigung nach den Wintermonaten.

Winterspeck und Schlacken loswerden
Während des Winters können sich im Körper Giftstoffe und Schlacken ansammeln, die durch eine Ayurveda Detox im Frühling effektiv entfernt werden können. Dies hilft dabei, den Körper zu reinigen und von den Winterlasten zu befreien.
Hör Dir dazu auch das Podcast Interview an „Idealgewicht ohne Diät – Ayurveda Tipps für den Wohlfühlkörper“ – mit Daniela Wolff.

Stärkung des Immunsystems
Der Übergang vom Winter zum Frühling ist oft von saisonalen Erkältungen und Allergien begleitet. Eine Ayurveda Detox kann das Immunsystem stärken, indem sie die Doshas ausgleicht und die Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten erhöht.

Mehr Energie
Durch die Entgiftung und Reinigung des Körpers im Frühling steigt Dein Energielevel und Du fühlst Dich leichter und vitaler. 

Saisonal angepasste Ernährung 
Die ayurvedische Ernährung richtet sich nach den Jahreszeiten und betont die Verwendung von frischen, saisonalen Lebensmitteln. Im Frühling gibt es eine Vielzahl von leicht verdaulichen und entgiftenden Lebensmitteln, die ideal für ein Heilfasten nach Ayurveda sind.

Kitchari für die Ayurveda Frühjahrskur
Kitchari für die Ayurveda Frühjahrskur

Ernährung für den Frühjahrsputz

Start einer jeden ayurvedischen Ausleitung und wohl bei jeder Form von Reinigungsphasen ist es erstmal auf nicht zuträgliche Lebensmittel, Speisen und Getränke zu verzichten. Ebenso auf andere Formen von Genussmittel und am besten auch auf zu viel TV, Handy und ähnlichem. Die Reinigungsphase kann auch eine Form von Rückzug vom Alltag sein – ganz für sich sein und sich dem körperlichen und mentalen Prozessen hingeben. Denn Reinigen heißt immer natürlich auch ein stückweit loslassen, von (nicht-guten) Gewohnheiten, von alten (Essens-)Mustern, aber auch Glaubensmustern.

Nicht zuträgliche Lebensmittel weglassen

  • Alkohol, Kaffee und Nikotin
  • Softdrinks
  • Fast Food
  • Fertignahrung, tiefgekühlte Speise und hochverarbeitete Nahrungsmittel
  • Altes, (mehrfach) aufgewärmtes, abgestandenes Essen
  • Industrieller Zucker sowie alle künstlichen Süßstoffe
  • Überreifes Obst & Gemüse

Ernährungstipps für den Frühlings-Detox

  • Scharf, bitter und adstringierende Lebensmittel bevorzugen.
  • Alles Grüne im Frühjahr bevorzugen. Unsere grünen Kräuter enthalten Bitterstoffe, stärken die Leber und helfen dem Körper beim Detox. Baue daher Bärlauch, Brunnenkresse, Spinat, Brennnessel, Rucola in Hülle und Fülle in den Speiseplan ein.
  • Greife bei den Gewürzen zu: Ingwer, Pfeffer, Zimt, Chili, Pippali, Fenchel, Koriander, Anis, Asafoetida, Bockshornklee oder verwende Gewürzmischungen wie z.B. Panch Puren: Fenchel, Schwarzkümmel, Kreuzkümmel, Senfsamen, Bockshornkleesamen
  • frisches, saisonales Gemüse und Obst, besonders Spargel und grüne Blattgemüse, Wildkräuter
  • Hülsenfrüchte wie Linsen, Mungbohnen, Kichererbsen
  • Getreide: Quinoa, Hirse, Buchweizen (glutenfrei), Basmati Reis, Gerste, Mais
  • Start in den Tag: heißes (Ingwer)Wasser mit etwas Zitrone / über den Tag verteilt Ingwerwasser
  • Unterstütze Dein Agni mit Ingwertee nach jeder Mahlzeit

Unpassende Lebensmittel während dem Entgiften:

  • Fleisch- und Milchprodukte
  • Kalte oder kohlensäurehaltige Getränke
  • schwere und ölige Speisen
  • schwere und sehr süße Obstsorten wie: Datteln, Bananen, Avocado, Feigen, Trauben
  • Zucker und andere Süßmittel (außer Honig – nur in lauwarme Getränke einrühren und nicht mitkochen)
  • Nüsse: alles außer Sonnenblumenkerne und Kürbiskerne
  • Hülsenfrüchte: Sojabohnen und Urad-Dal
  • Getreide: Weizen und Hafer, glutenhaltiges Getreide wie Roggen oder Gerste nur in kleinen Mengen, Brot
  • Gemüse: Kürbis, Süßkartoffeln, Nachtschattengewächse (Kartoffeln, Paprika, Auberginen, Tomaten)
  • Bevorzugte Geschmacksrichtungen für den Frühlingsdetox: scharf, bitter, herb (zusammenziehend)

Fazit – 5 gute Gründe für eine Ayurvedakur

Sanfte Reinigung – Altlasten loswerden

Die Frühjahrskur ist darauf ausgelegt den Körper zu entlasten und das Verdauungssystem zu stärken. So wird eine sanfte Reinigung herbeigeführt – der Körper wird beim Abbau von Altlasten in Form von zu vielen Kilos und Giftstoffen unterstützt. Hör Dir dazu auch das Podcast Interview an „Idealgewicht ohne Diät – Ayurveda Tipps für den Wohlfühlkörper“ – mit Daniela Wolff.

Stärkung Deines Verdauungssystems 

Eine gesundes Verdauungsfeuer ist der Schlüssel zu Gesundheit. Die Frühjahrskur entlastet und stärkt die Verdauung gleichermaßen. Dein Körper kann so Nährstoffe und Energie wieder besser aufnehmen und gleichzeitig Schadstoffe effizienter ausscheiden.

Mehr Energie und Vitalität 

Die Frühjahrskur bringt den Stoffwechsel in Gang, wirkt entschlackend und sorgt so für neue Energie und Leichtigkeit im Alltag.

Gesunde Gewohnheiten entwickeln

Du lernst gesunde Routinen nach Ayurveda für das ganze Jahr. Mit der Anwendung in der Zeit der Frühjahrskur spürst Du die positiven Effekte unmittelbar und kannst Dein restliches Leben auf diese Erfahrung zurückgreifen.

Immunsystem stärken und Entstehung von Krankheit vorbeugen

Eine starke Verdauung und regelmäßige Reinigung, z.B. in Form einer Frühjahrskur, sorgen für ein starkes Immunsystem. Der Entstehung von Krankheit wird dabei vorgebeugt, indem Altlasten abgebaut und gesunde Gewohnheiten aufgebaut werden.

Lust auf Detox? Ayurveda Frühjahrskur für zuhause

Starte noch heute mit unserer 14-Tage online Kur für zuhause:

  • 14-Tage Kur in drei Phasen nach Ayurveda Prinzipien
  • Begleitvideos mit wertvollen Tipps und Motivation für Deine Frühjahrskur
  • Rezepte für jede Phase, Gesundheitstagebuch, Downloads für die Küche
  • Ayurveda Wissen zum Thema Entschlacken und dauerhafte Energie
  • Begleitende Routinen nach Ayurveda
  • Tägliche Tipps und Motivation
  • Yoga-Videos für jede Tageszeit sowie speziell für die Frühjahrskur
  • Kurs-App für Computer und Handy

Podcast Interview: Die Macht der Gewohnheit mit Theresa Wolf – wie man gesunde Routinen nachhaltig integriert

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Im Podcast Interview mit Theresa Wolf von Körpergut erfährst Du, wie Du positive Routinen bewusst zur Gewohnheit werden lässt und wie Du das anfängliche Feuer der Motivation aufrecht erhältst.

Das hörst Du im Interview:

  • Wie kleine bewusste Alltagsrituale dazu beitragen, dass Du für den Rest Deines Tages stabiler und resilienter bist.
  • Warum es schwer ist neue Gewohnheiten aufzubauen.
  • Wie man gesunde Gewohnheiten erfolgreich aufbaut und integriert.
  • Wie Du Dein Körpergedächtnis mit wenig Aufwand auf positive Gewohnheiten hin trainierst.
  • Warum nur 10 Minuten Bewegung pro Tag den Unterschied machen.

Theresa Wolf setzt sich als Psychologin und Sportwissenschafterin für mehr Gesundheit auf dieser Welt ein. Ihr Wissen rund um ganzheitliche Gesundheit und die nachhaltige Integration von gesunden Gewohnheiten gibt sie im Rahmen der Körpergut Akademie in Form von Ausbildungen weiter.

Mehr über Körpergut und Theresa Wolf:

Zur Körpergut Akademie: www.koerpergut.at
Körpergut Summit von 20.-22. Feb. 2024: www.koerpergut.at/koerpergut-summit-2024/
Instagram: www.instagram.com/koerpergut_official
Kostenlose 10-Minuten Videos: www.koerpergut.at/10-minuten-videos/
Kostenlose Anleitung zur Energielevel-Methode: www.koerpergut.at/anleitung-energielevel-methode/

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Intuitiv essen – was sagt Ayurveda dazu?

Intuitiv essen – was sagt Ayurveda dazu?

Einfach essen, worauf Du Lust hast und spontan das wählen, das Dir und Deinem Körper gut tut. Das wär’s doch, oder? 


Intuitives Essen Vorgehen erfordert Wissen

Freiheit beim Essen und dabei gesund, schlank und voller Energie bleiben. Was utopisch klingt, ist im Ayurveda ganz normal. Wie kommt man in die glückliche Lage des intuitiv (richtig) Essens?

Ein Ziel zu erreichen, ohne den Weg dorthin zu kennen, dauert lange und macht die Reise mitunter frustrierend. Wenn wir uns auf den Weg machen ohne Navigation und Vorbereitung, dann ist das Ergebnis der Reise ein Zufallsprodukt und wir sind nicht in der Lage, den Weg ein zweites Mal zu finden und zu reproduzieren.

Beim Essen ist es nicht anders – ist Dein Ziel, ab jetzt intuitiv das Richtige zu essen beginnt ein Ratespiel. Das Wissen um Ernährung ist größer und besser erforscht als je zuvor, und gleichzeitig herrscht große Verwirrung um das, was Richtig ist.

Wenn Du schneller zum Ergebnis kommen möchtest und wissen, was Dir eigentlich wirklich guttut, brauchst Du Methoden, die einfach sind. Du brauchst Methoden und Wissen, die alltagstauglich und unkompliziert ist. Nur wenn Du die Ergebnisse Deiner täglichen Entscheidungen erkennst, kannst Du auch die richtigen Rückschlüsse ziehen.

Ayurveda Wissen für intuitive Ernährung

Der Ayurveda gibt detaillierte Informationen, welche Lebensmittel wie wirken, wie uns Geschmacksrichtungen und Konsistenz beeinflussen und welche Ernährung für welche Art von Mensch gut ist. Es gibt dafür eine Reihe von Kriterien und Empfehlungen, die jeder lernen und am eigenen Körper nachvollziehen kann.


Kriterien, nach denen Ayurveda Lebensmittel und Ernährung einteilt:

  • Geschmacksrichtung
  • Eigenschaften
  • Thermische Wirkung 
  • Wirkung auf die Doshas
  • WIE wir essen! 
    Menge, Tageszeit, Rahmen (Zeitdruck, unterwegs, …) 

Was braucht es, um sich intuitiv ernähren zu können:

Basiswissen, was gesunde Ernährung ist (z.B. unverarbeitet, frisch und biologisch, saisonal, etc.).

Wissen, welche Signale des Körpers auf ein Unwohlsein hinweisen
Vieles von dem, was wir als „normal“ betrachten (z.B. Müdigkeit nach dem Essen) ist ein Zeichen des Körpers, das etwas nicht stimmt.

Körper-Erfahrung, wie es sich anfühlt, wenn der Körper sagt „Ja, bitte mehr davon.“ Oder „Oh, ich brauche Unterstützung“.

Achtsamkeit gegenüber den eigenen Empfindungen.
Das beginnt bei der Auswahl „was esse ich heute?“ und endet beim Hineinspüren in den Körper „Wie geht’s mir nach dem Essen?“.

Geduld – Ursache und Auswirkung sind oft nicht sofort sichtbar
Die Ergebnisse unserer Ernährungsauswahl sind oft nicht unmittelbar nach dem Essen zu beobachten. Oft braucht es einige Zeit, bis sich Zustände akkumulieren und es zu Symptomen kommt. 
Während der eine Mensch krank wird, wenn er mit einem Krankheitserreger in Berührung kommt, bleibt der andere gesund. Genauso verhält es sich mit der Ernährung – wie der Körper auf bestimmte Nahrungsmittel reagiert, liegt immer an unserem generellen Gesundheitszustand und vor allem am Zustand unseres Verdauungsfeuers, Agni. 
Umgekehrt macht sich auch eine gesunde Umstellung beim Essen nicht sofort bemerkbar. Es hat Zeit gebraucht, um eine Dysbalance herzustellen und es braucht Zeit, um wieder in den Zustand von Balance zurückzukehren.

Einen Zustand von Balance, der uns die richtige „Spürnase“ schenkt 
Ayurveda arbeitet mit dem Grundsatz: Gleiches zieht Gleiches an und das Gegenteil bringt Balance. Das bedeutet, dass uns z.B. ein Zustand von überhöhtem Vata nach Lebensmitteln greifen lässt, wie z.B. Cracker, Salat und Kaffee, die den Zustand weiter verschlimmern. Das Gegenteil bringt Balance. Bei einer Vata Erhöhung wäre das warmes, gekochtes, breiiges und suppiges Essen.

Vertrauen in den eigenen Körper
Unser gelerntes Wissen über Ernährung sitzt tief. Hier etwas Neues auszuprobieren, das mitunter widersprüchlich ist nicht einfach. Glaubenssätze rund um „gesundes Essen“ sind z.B. rohes Obst und Gemüse ist besser als gekochtes, Getreide führt zu Leakey Gut, Kohlenhydrate führen zu Übergewicht und Diabetes, uvm.
Hier ist den alten Pfad zu verlassen und einen neuen Pfad des Bei-sich-seins und Spürens zu gehen, erfordert etwas Mut.

Ein gesundes Verdauungsfeuer, Agni
Je besser das eigene Verdauungsfeuer brennt, desto besser kann unsere Nahrung in Lebensenergie umgewandelt werden. Ein gesundes Agni heißt auch, dass wir wenige Schlacken und Giftstoffe im Körper haben, die unsere intuitive Auswahl beeinflussen.

Intuitiv essen ist Freiheit beim Essen

Essen heißt für Manche eingesperrt sein in strikte Verhaltensregeln, die entweder selbst auferlegt sind oder von Ernährungstrends geprägt sind. Für andere heißt Essen ständiges Bereuen, weil es zu viel, zu wenig oder das Falsche war. Wenige sind mit dem Essen im Reinen. In jegliches Essverhalten sind Körper und Geist gleichermaßen involviert. Das Schöne ist – emotionales Essen kann auch über den Körper geheilt werden und ein gesunder Geisteszustand wiederum fördert einen gesunden Körper und positives Essverhalten. Egal aus welcher Ecke Du kommst, jede Zuwendung bringt Dich weiter. Essen ist nichts anderes als Selbstfürsorge.

Freiheit beim Essen heißt also nicht, dass wir unseren Körper dazu bringen, dass Schokoriegel und Tiefkühlpizza täglich auf dem Speiseplan stehen könnten. Freiheit beim Essen heißt, dass wir nicht nur intellektuell wissen, was uns gut tut. Es ist vor allem zur gelernten Erfahrung geworden, auf die wir gerne zurück greifen, weil wir die positiven Auswirkungen der passenden Ernährung erfahren und integriert haben. 

Intuitiv essen lernen in unseren Akademie-Kursen

In unseren 12-wöchigen Akademie Kursen lernst Du die richtige Ernährung für Deine individuelle Konstitution, Deinen Alltag und Deine Tagesverfassung. Mit dem Integrieren des Ayurveda in Dein Leben kommt Freiheit ins Essen.

Die Akademie-Kurse finden in kleinen Kursgruppen statt, in denen jede Teilnehmer:in persönlich in Einzelberatungen begleitet wird. Hier gehts zu unserem Ayurveda Kursangebot.


Weitere Blogartikel zum Thema Ayurveda Ernährung:

» Was die Ayurveda Küche besonders macht
» Überessen aus ayurvedischer Sicht
» Ayurveda und Essstörungen
» Online-Test: 17 Faktoren der Gesundheit / Zustand meines Agni

Podcast Interviews zum Thema Ernährung / Verdauungsfeuer:

» Agni und Ama als zentrale Säulen für körperliche Gesundheit, mit Dr. Wolfgang Schachinger
» Verdauungsfeuer im Ayurveda, mit Ursula Melchhammer
» Kochen ohne Dosha Wissen – die Grundprinzipien der Ayurveda Küche, mit Daniela Wolff

Authentisch leben mit Ayurveda / Podcast Interview mit Bernadette Fuschlberger-Pühringer

Im Interview ist Bernadette Fuschlberger-Pühringer, diplomierte Ayurveda Praktikerin in Salzburg und Lehrende an der Jadeflower Academy. Wir sprechen über unsere ureigenen Anlagen und Qualitäten, die wir mitbringen und warum wir diese oft nicht leben. Bernadette erzählt aus ihrer Sicht als Ayurveda-Therapeutin, wie es sich auch körperlich auswirken kann, wenn wir nicht authentisch leben und wie Ayurveda dabei helfen kann unser Potenzial zu entfalten.

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Das erfährst Du im Interview:

  • Die Ayurveda Sicht auf unsere Einzigartigkeit
  • Qualitäten, in denen sich unsere Urkonstitution zeigt
  • Wie die Konstitution als Ayurveda Praktikerin erkennbar ist
  • Wie sich ein emotionales Ungleichgewicht auf körperlicher Ebene zeigt
  • Was dazu führt, dass wir unser ureignes Wesen verlassen
  • Wie es sich zeigt, wenn wir nicht authentisch leben

Mehr über Bernadette Fuschlberger-Pühringer:

WebSite: www.ayurveda4you.at
Infos zu Bernadette als Lehrende an der Jadeflower Academy

Zur Podcast Folge:

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Ayurveda Wissen für Eltern – wie ein entspannter Umgang mit Ernährung, Handy & Co gelingt / Podcast Interview mit Sina Kunz

Zu Gast bei mir ist diesmal Sina Kunz, die Familien als ganzheitlicher Gesundheitscoach mit Spezialisierung auf Ayurveda begleitet. Wir sprechen im Interview über das oft leidige Thema gesunde Ernährung bei Kindern, den Balanceakt zwischen elterlicher Führung und kindlicher Selbstverantwortung und warum es nur funktioniert, wenn jeder in der Familie er selbst sein darf.

Sina ist selbst zweifache Mutter und ayurvedischer Kindergesundheitscoach, Ayurveda Koch Practicioner, Ayurveda Lifestyle Coach, Vastu-Beraterin, Kinder-Yogalehrerin, Innere-Kind-Mentorin und Human Design Coach.

Das Interview mit ihr ist vollgepackt mit praktischen Beispielen aus dem Familienalltag. Ich wünsch Dir viel Spaß beim Hören!

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Das erfährst Du im Interview:

  • Warum es nur funktioniert, wenn in der Familie jeder er selbst sein darf.
  • Ernährung als Problemthema mit Kindern.
  • Wie man Selbstverantwortung bei Kindern fördert.
  • Kompensationsmechanismen bei Kindern aufdecken.
  • Der Balanceakt zwischen Führung und Selbstverantwortung.
  • Was Eltern lernen dürfen, damit sie ihren Kindern Gutes tun können.

Mehr über Sina Kunz:

WebSite: https://sinakunz.com
Instagram: https://www.instagram.com/sina__kunz/

Zur Podcast Folge:

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Jyotish – die vedische Astrologie: Interview mit Daria Aichinger

Daria Aichinger ist Praktizierende der vedischen Astrologie, einer Schwesterwissenschaft des Ayurveda. Erfahre im Interview, wie Jyotish uns helfen kann, unsere inneren und äußeren Potenziale zu entwickeln und zu unserem Wesenskern zurückzukehren.

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Das erfährst Du im Interview (auf Englisch):

  • Die Wurzeln von Jyotish und der Zusammenhang mit Ayurveda.
  • Warum und wie Planeten Einfluss auf uns haben.
  • Wie sich Karma in unserem astrologischen Horoskop widerspiegelt.
  • Warum es bei der Arbeit mit der vedischen Astrologie nicht um Glauben oder Schicksal geht.
  • Warum das richtige Timing entscheidend ist.
  • Wie die Jyotish-Perspektive uns hilft, unsere Qualitäten zu entwickeln und die richtigen Dinge zur richtigen Zeit zu tun.

Mehr über Daria Aichinger:

Homepage: www.jyotish.coach
Lehrerin in der Jadeflower Academy

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Überessen aus ayurvedischer Sicht

Was Ayurveda zum Thema Überessen sagt

Das erfährst Du in diesem Artikel:

» DIE MENGE ALS EINES DER WICHTIGSTEN PRINZIPIEN
FÜR GESUNDE ERNÄHRUNG
» Was passiert, wenn wir überessen?
» So erkennst Du, dass zu viel gegessen hast
» Was ist die optimale Menge?
» GRÜNDE FÜR ÜBERESSEN
» So erkennst Du, wann Du satt bist
» Wann sind wir bereit für die nächste Mahlzeit?
» SO KANNST DU ÜBERESSEN VERMEIDEN

Die Menge als eines der wichtigsten Prinzipien für gesunde Ernährung 

Ayurveda gibt Empfehlungen zur Ernährung, die sehr individuell sind. Die Empfehlungen reichen von Geschmacksrichtungen über die Wahl der spezifischen Lebensmittel, bis hin zu Konsistenz und Kochweise. 

Bevor es jedoch individuell wird, gibt es Grundprinzipien, die für jedermann gelten.

Die zwei wichtigsten Prinzipien einer gesunden Ernährung nach Ayurveda lauten:

  1. Menge / Ausmaß: 
    die richtige Menge zu sich nehmen
  2. Tageszeit:
    zur richtigen Zeit essen
  3. Die weiteren Grundprinzipien des ayurvedischen Kochens kannst Du hier hören: Podcast Interview mit Daniela Wolff an „Ayurvedisch kochen ohne Dosha Wissen“

Was passiert, wenn wir überessen?

Essen über unsere Verdauungskapazität hinaus, bleiben unverdaute Rückstände. 

Diese unverdauten Rückstände nennt der Ayurveda Ama. Das Prinzip von Ama kann beim ersten Betrachten mit Schlacken, Toxinen oder Stoffwechselrückständen verglichen werden. Beim genaueren Betrachten ist Ama jedoch weit mehr. Ama bedeutet wörtlich übersetzt „das, was nicht zu mir gehört“. Wo Ama ist, kann Krankheit entstehen. 

Überessen schwächt unser Verdauungsfeuer und somit Kapazität zu unterscheiden, was uns guttut, und was nicht. Beim Verdauungsprozess zerkleinert unser Körper alles Grobstoffliche bis ins Kleinste, spaltet auf, transformiert, nimmt Mikronährstoffe auf, bekämpft unerwünschte Keime und scheidet das aus, was uns nicht nützt. Unser Verdauungsfeuer beschränkt diese Fähigkeit zu unterscheiden jedoch nicht nur auf Nahrung, sie findet mit allem statt, das wir durch unsere fünf Sinne in unser „System“ eintreten lassen.

„… wenn Agni geschwächt ist, dann heißt es, dass ich das, was ich zu mir nehme, durch das Essen oder durch andere Sinneswahrnehmungen, nicht richtig verarbeite. Das heißt es sind unverarbeitete Dinge in mir, ich sage jetzt einfach mal Komplexe in mir, sowohl auf der psychischen als auch der körperlichen Ebene.

Das nennt man im Ayurveda Ama und wenn Ama da ist, dann verändert sich natürlich unsere Persönlichkeit. Da wird unsere Persönlichkeit von diesen unverarbeiteten Dingen überschattet und kann sich nicht so ausdrücken, wie sie eigentlich ist. Das führt dann zu Müdigkeit und auf emotionaler Ebene auch zu Entgleisungen.“

Dr. Wolfgang Schachinger – Auszug aus seinem Podcast Interview zum Thema Agni und Ama

So erkennst Du, dass zu viel gegessen hast:

  • Schweregefühl und Unwohlsein nach dem Essen
  • Müdigkeit nach dem Essen
  • Magendrücken oder Magenschmerzen
  • Das Essen bleibt länger als gewöhnlich im Magen, wir fühlen uns ungewöhnlich lange „voll“
  • Wiederkehrendes Aufstoßen mit dem Geruch / Geschmack Deiner letzten Mahlzeit

Du solltest Dich auch nach dem Essen leicht fühlen und frische Energie verspüren.

Was ist die optimale Menge?

Unser Körper liefert auch hier eine individuelle Antwort. Forme Deine beiden Hände zu einer Schüssel – die Menge an Essen, die hier Platz findet ist Deine optimale Menge.

Unser Magen soll beim Essen zu 2/3 gefüllt werden. Lass ein Drittel frei, damit Dein Magen seine Arbeit – Vermengen des Speisebreis und Vorverdauen – problemlos durchführen kann. 

Gründe für Überessen

1. AMA – unverdaute Rückstände / Toxine im Körper

Ama – unverdaute Rückstände – können dazu führen, dass wir Überessen. Warum? Ama verstopft die groben und feinen Körperkanäle, die für den Transport von Nährstoffen, der Reinigung des Körpers, der Energiegewinnung uvm. zuständig sind. 

Sind wir nicht mehr in der Lage die Nährstoffe aus unserer Nahrung aufzunehmen, fallen wir in ein Defizit und unser Körper verlangt automatisch nach mehr Nahrung. 

Auch der Geschmackssinn stumpft ab, was dazu führt, dass wir uns extreme Geschmäcker oder einfach „Mehr“ wünschen.

2. EMOTIONALES UNGLEICHGEWICHT

Essen wirkt erdend, beruhigend, stabilisierend. Wenn wir phasenweise oder generell zu Überessen neigen, dann ist die Ursache oft auf emotionaler Ebene zu finden.

Fragen, die Du Dir stellen kannst, wenn Überessen Dein Thema ist:

  • Bin ich liebevoll im Umgang mit mir selbst?
    Habe ich abwertende Gedanken über mich?
    Übergehe ich meine Grenzen, körperlich und/oder emotional?
  • Bin ich glücklich und erfüllt mit dem, was ich täglich tue? (beruflich und privat)
  • Wie laufen Tage, an denen ich überesse? 
    Wie ist das Stresslevel an Tagen wie diesen? 
    Habe ich mir Pausen gegönnt? Konnte ich zwischendurch für mich sorgen (körperlich und emotional)? Hatte ich Ärger, Streit oder Sorgen?
  • Was wünsche ich mir eigentlich an Tagen, an denen ich überesse?
    Eine Pause vom Arbeiten, eine Pause vom Leben, geistiges Abschalten, eine Umarmung, dass mir jemand zuhört, etc.

3. GEWOHNHEIT

Essen ist großteils Gewohnheit. Das, was wir täglich tun, formt uns am Meisten. Unsere Gewohnheiten machen uns zu dem, was wir heute sind.

Alles, was wir aus Gewohnheit tun, erfordert keine Anstrengung. Die gute Nachricht ist daher – wir können neue Gewohnheiten entwickeln, die Gesundheit und Wohlbefinden fördern.

Überessen an sich kann zur Gewohnheit werden. Wenn wir gewohnt sind zwei Teller, statt einem zu essen, verändert auch der Magen sein Fassungsvermögen und wir werden dauerhaft zu viel essen wollen. Auch das Gefühl von einem schweren Magen und einer gewissen Lethargie durch das Essen kann zur geliebten Gewohnheit werden. 

4. UNGLEICHGEWICHT DER DOSHAS

Sind die Doshas nicht im Gleichgewicht, kann auch das zu Überessen führen. 

Vata im Übermaß beispielsweise kann einerseits dazu führen, dass man im hektischen Alltag auf Essen vergisst und schließlich das Gefühl von Hunger verliert und immer weniger isst. Andererseits kann ein Vata Überschuss auch zu Überessen führen. Wenn wir die Bodenhaftung verlieren und uns in einem Strom von nicht-enden-wollenden Gedankenspiralen, Sorgen und Überforderung wiederfinden, ist (Über)Essen oft der unbewusste Versuch, die fehlende Erdung wiederherzustellen.

Pitta im Übermaß kann dazu führen, dass wir zu schnell verdauen – wir neigen zu Durchfällen oder ungeformten Stuhl. Es können sich auch Nahrungsmittelreste im Stuhl befinden. Dies alles sind Anzeichen dafür, dass wir die Nährstoffe und Energie aus unserer Nahrung nicht aufnehmen. Dies führt zu vermehrtem Hunger und Durst.

So erkennst Du, wann Du satt bist

1. Höre auf Deinen Magen
Unser Magen gibt ein eindeutiges Zeichen, wenn er genug hat: Du musst aufstoßen, Luft entweicht. Wenn Du achtsam isst, wirst Du das Aufstoßen bemerken. Je nachdem, was Du zuvor gegessen hast, wie lange die Essenspause war und wie der Zustand Deiner Verdauung ist, wird das Aufstoßen früher oder später kommen.

Beende Dein Essen mit oder vor dem ersten Aufstoßen, um Dein Essen optimal verdauen zu können und so auch alle Nährstoffe optimal aufnehmen zu können.

2. Höre auf Deine Sinne
Wenn wir hungrig sind, schmeckt und riecht das Essen besser und intensiver. Wenn wir bereits gesättigt sind, ist auch unser Geschmacks- und Geruchssinn gedämpft. Das ist ein natürlicher Schutz vor Überessen. Ist unser Essen jedoch extrem gewürzt, mit chemischen Konservierungsstoffen angereichert oder übermäßig süß, versagt dieser Mechanismus (denk z.B. an Chips oder Fertigessen). Teste Deine Sinne mit milden Speisen, um herauszufinden wie sie sich im Laufe einer Mahlzeit verhalten. 

3. Geistiges Unwohlsein, das während dem Essen auftritt
Wenn wir über das Sättigungsgefühl hinaus essen, ist das Stress und Überforderung für unseren Körper. Diese Überforderung kannst Du mitunter auch emotional spüren, indem Dich z.B. die Tischsituation plötzlich (subtil) stresst und Du nicht mehr geistig entspannt und zufrieden bist beim Essen.

Wann sind wir bereit für die nächste Mahlzeit?

1. Je nachdem, was wir gegessen haben, sollte ein Abstand von vier bis sechs Stunden zwischen unseren Mahlzeiten liegen.

2. Prüfe, welches Nasenloch blockierter ist als das andere

Es gibt eine einfache Methode, um zu prüfen, ob Dein Körper noch mit dem Verdauen der letzten Mahlzeit beschäftigt ist. Prüfe, welches Nasenloch mehr Luftstrom durchlässt und freier ist. Den ganzen Tag über ist jeweils eines der beiden unserer Nasenlöser mehr blockiert als das andere. Die rechte Körperhälfte steht für die männliche Sonnenenergie, die aktiviert wird, wenn wir verdauen. Die linke Körperhälfte steht für die kühlende, weibliche Energie.

Wenn Du Hunger spürst und Dein rechtes Nasenloch freier als das Linke, solltest Du bereit für die nächste Mahlzeit sein.

3. Lerne Hunger und Appetit zu unterscheiden.
Hast Du häufig Lust auf Zwischenmahlzeiten oder Süßes, können sich dahinter andere Themen verbergen. Bei einem körperlichen Energietief beispielsweise liegt der Griff zu Süßem oder Kaffee nahe, bei emotionalen Themen allerdings ebenso. Frag Dich, was Du wirklich brauchst. Gönn Dir eine Pause und sei für kurze Zeit nur für Dich da.
Trink ein Glas warmes Wasser oder Tee, setz Dich in Ruhe hin, schließ die Augen und nimm ein paar tiefe Atemzüge. Versuch die Gedanken für ein paar Atemzüge oder Minuten vorbeiziehen zu lassen, wie Wolken am Himmel. Spür Deinen Körper und sei einfach nur da. Eine kurze Zuwendung in einer Form wie dieser lässt die Lust auf Essen häufig versiegen.

So kannst Du Überessen vermeiden:

Gründlich kauen
Der Mund ist die erste Station der Verdauung. Je gründlicher kauen, desto leichter haben es Magen und Darm, um das Essen in Energie zu verwandeln und vollständig zu verwerten.
Kaue jeden Bissen so lange, bis es zu Speisebrei geworden ist. Jeder Bissen, den Du schluckst sollte vollständig mit Speichel bedeckt sein. Du entschleunigst Dein Essen dadurch und gibst Deinem Körper Zeit die richtigen Verdauungsenzyme zu produzieren.

Besteck nach jedem Bissen weglegen
Auch das hilft Dir beim Entschleunigen Deiner Mahlzeit und dem bewußten Essen. Es braucht an die 20 Minuten, bis sich ein bewußtes Gefühl von Sattsein einstellt. Wenn wir zu hastig essen, ist in dieser Zeit schnell mal das Doppelte von dem Gegessen, was uns gut tut.

Mengenkontrolle beim Kochen
Koche bewusst nur so viel, wie Du essen kannst. Wenn Du so großgeworden bist wie ich, ist „Aufessen müssen“ ein tief eingeprägtes Muster. Essen wegzuschmeißen ist nie wünschenswert, aber wenn es mal passiert, dass Du zu viel gekocht hast mach Dir bewußt, dass Dein Magen kein Ersatz-Biomülleimer ist. Wenn Du das Essen nicht für später aufheben kannst oder möchtest, ist es auch gut, es über den Biomüll wieder in den Kreislauf zurück zu schicken. Ein übervoller Magen schadet Deiner Gesundheit und Du hilfst damit Niemandem.

Verwende kleinere Teller / Schüsseln
Im Restaurant sind halb leere Teller schick. Das Essen lässt sich wunderschön anrichten und kommt besonders zur Geltung. Unser Gehirn ist aber auf volle Teller programmiert. Ein halb leeres Teller hinterlässt uns mit dem Gefühl, dass wir nicht genug bekommen. Das verleitet dazu, die Teller zu voll zu packen.
Verwende stattdessen kleines Geschirr und hol Dir lieber einen kleinen Nachschlag, um das Gefühl zu haben, dass Du nichts entbehren musst.

Zelebriere Dein Essen
Mach aus jedem Essen eine bewußte Pause für Dich. Setz Dich zu einem hübsch gedeckten Tisch, zünde eine Kerze an oder finde ein anderes Ritual rund um Dein Essen. Bevor Du isst, nimm ein paar tiefe, ruhige Atemzüge. Mach Dir bewusst, dass das Essen auf Deinem Teller ein Geschenk der ganzen Welt ist und Dich und Deinem Körper mit Lebensenergie versorgt. Denk vor dem ersten Bissen an das Verdauungsfeuer in der Mitte Deines Körpers und stell Dir vor, wie es das Essen gleich in Energie umwandeln wird. Wende Dich Deinem Essen zu – nimm die Farben, Gerüche und den Geschmack wahr. Versuche die verschiedenen Geschmacksrichtungen heraus zu schmecken und nimm die unterschiedlichen Texturen wahr.

Beende Dein Essen bewußt
Bleib nach dem Essen sitzen und beende bewußt den Prozess des Essens. Stell Dir vor wie das, was Du grade gegessen hast Dich nun mit Energie versorgt. Freu dich bewußt und mit Dankbarkeit darüber, dass du in der kostbaren Lage bist, ein warmes und nahrhaftes Essen zu genießen.

Keine Ablenkung beim Essen
Lass Dich beim Essen nicht ablenken von Handy, Fernsehen oder Arbeit. Führe auch keine schwierigen Gespräche beim Essen. Wende Dich bewusst dem Prozess des Essens zu. Damit erleichterst Du Deinem Verdauungsfeuer die Arbeit.

Frag Dich – was brauche ich grade?
Wenn Du nach dem Beenden Deiner Mahlzeit noch weiter essen möchtest, frag Dich – was brauche ich gerade?
Wonach suchst Du eigentlich, was tut Dir in dem Moment gut?

Lenk Dich mitunter ein paar Minuten ab, indem Du beginnst die Küche aufzuräumen, oder ein paar Minuten nach draußen an die frische Luft gehst. Du kannst auch Zähne putzen, um den Geschmack im Mund und die Lust nach Mehr zu neutralisieren. Der Appetit auf mehr Essen vergeht meist von alleine. Und erinnere Dich daran – Du hast Deinem Körper gerade alles gegeben, was er braucht. Du bist gut genährt. Freu Dich bewusst auf Deine nächste Mahlzeit.

Wetten, dass Du schon ganz viel Ayurveda im Alltag lebst?! / Podcast Interview mit Anke Pachauer

Ayurveda-Expertin und Autorin Anke Pachauer erzählt, warum Ayurveda nicht exotisch ist. Im Interview erzählt sie, wie Retreat-Momente im Alltag und gelebte Selbstfürsorge auch ohne viel Aufwand funktionieren. Sie gibt exklusive Tipps aus ihrem neu erschienenen Buch, das sie gemeinsam mit ihrem Mann Volker Mehl geschrieben hat: „Unser Ayurveda Kitchen Retreat“ (erschienen bei GU)

Podcast Episode anhören:

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Das hörst Du im Interview:

  • Warum Ayurveda Wissen nicht exotisch ist.
  • Der wichtigste Aspekt für mehr Energie im Alltag.
  • Warum Ayurveda nur dauerhaft funktioniert, wenn wir brutal ehrlich zu uns sind.
  • Das richtige Essen zur falschen Tageszeit – was viele nicht wissen.
  • Wie man seine Intuition schult und lernt zu erkennen, was man braucht.
  • Wie Ayurveda zu einer gelungenen Paarbeziehung beitragen kann.

Mehr erfahren:

http://kitchen-retreat.com
https://ankepachauer.de
https://volkermehl.com

Zum Buch bei GU (inklusive Leseprobe)

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Geht’s auch ohne Disziplin? / Podcast Interview mit Eva Karel

Eva Karel ist Yogalehrerin, Unilektorin und Malerin. Die zweifache Mama lebt in Wien und ist Autorin der beiden Yoga-Bücher „Om, Oida! – Yoga ohne Maskerade“ und „Om, Oida! 2 – Yoga lehren ohne Maskerade“. Ihr Anliegen ist eine Welt mit weniger zähneknirschender Disziplin, weniger Dogmen und So-tun-als-ob. Dafür plädiert sie für mehr Humor und Menschlichkeit, vor allem im Umgang mit sich selbst.

Im Interview heute erzählt sie uns, wie sie sich selbst aus Leistungsdenken und der Disziplinierung befreit hat und dadurch nicht nur ihre Essstörung los werden konnte, sondern sich auch sonst alles in ihrem Leben ins Positive verändert hat. Ihre Lebenserfahrung und Erkenntnisse hat sie in zwei Büchern nachvollziehbar und nachlebbar weitergegeben.

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Das erfährst Du im Interview:

  • Evas persönlicher Reißaus von Disziplin, Essstörung und als angehende buddhistische Nonne.
  • Warum es für jeden das richtige Yoga gibt und was die alten Schriften dazu sagen.
  • Wie wir zwischen unserem Wesenskern und unserem Ego unterscheiden lernen.
  • Tipps für den Umgang mit dem ständig aktiven Monkeymind.
  • Yoga in den Alltag integrieren.
  • Wie wir unsere innere Schweinehunde unter die Fittiche nehmen.
  • Freudvolle Disziplinlosigkeit im Alltag und dabei trotzdem die richtigen Entscheidungen treffen.

Mit Eva Karel connecten

Facebook: https://www.facebook.com/eva.karel.1
Instagram: https://www.instagram.com/eva_karel_om_oida/
Homepage: www.evakarel.at

Hier gibts die Bücher von Eva Karel:
Om, Oida! – Yoga ohne Maskerade
https://verlag-punktgenau.at/produkt/om-oida-yoga-ohne-maskerade/

Om, Oida! 2 – Yoga lehren ohne Maskerade
https://verlag-punktgenau.at/produkt/om-oida-2-yoga-lehren-ohne-maskerade/

Zur Podcast Folge:

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Ayurveda im Familienalltag

Wie lässt sich der eigene Ayurveda Weg mit dem Familienalltag verbinden und wie können wir unsere Kinder mit Ayurveda stärken?

Inhalte:

» Den eigenen Ayurveda Weg mit dem Familienalltag verbinden
Umgang mit Unverständnis aus der Familie für Ayurveda & Co
Unser inneres Strahlen erwacht – ein Geschenk für uns selbst und unser Umfeld
Essensgewohnheiten aufeinander abstimmen – geht das?

» Was Ayurveda für unsere Kinder zu bieten hat
Was ist wichtig für die Gesundheit unserer Kinder?
Was können wir von unseren Kindern lernen

» Ayurveda lernen mit Familie

Den eigenen Ayurveda Weg mit dem Familienalltag verbinden

Das Leben als Familie ist eines der größten Lernfelder. Die Vorstellungen zu Tagesabläufen und Ernährung gehen bei den Kindern spätestens in der Teenie-Phase auseinander, wenn man Glück hat, isst der Partner gerne ähnlich wie man selbst. Da wird viel gefordert an Geduld, Einfühlungsvermögen und Geschick was den Umgang miteinander und das aufeinander achten angeht.

Umgang mit Unverständnis aus der Familie für Ayurveda & Co

Mit Ayurveda entdeckt man erstmal viel über sich selbst. Was tut mir eigentlich gut, wie möchte ich meinen Alltag und meine Beziehungen führen, welches Essen tut mir gut?
Das mag zu einigen Veränderungen im Alltag führen, die im Umfeld mitunter erstmal Unverständnis auslösen. Wenn Du Dir z.B. mehr Auszeiten gönnst für Yoga, Meditation oder in die Natur gehen, oder bewusste Pausen machst, wenn Du anders isst, als die Familie es gewohnt ist oder klarer aussprechen kannst, was in Dir vorgeht und was Du Dir wünschst.

Manches Familienmitglied mag diesen Weg vielleicht sogar mit ein Argwohn betrachten und als egoistisch auslegen. Die Tatsache, dass das Umfeld reagiert, zeigt uns, dass wir uns verändern. Dies ist auch eine Chance für uns klar zu werden über die eigenen Werte und Potenziale. 

Unser inneres Strahlen erwacht – ein Geschenk für uns selbst und unser Umfeld 

Mit Ayurveda und Yoga lernen wir uns erstmal selber besser verstehen. Wir werden achtsamer und sind verbundener mit uns. Wir hören auf gegen uns selbst anzukämpfen.

Was ist die natürliche Folge davon? Das Verständnis und der liebevollere Umgang, den wir uns selbst entgegenbringen, können wir im nächsten Schritt auch unserer Familie, unseren Freunden und unserem Umfeld schenken. Wir lernen nicht nur uns selbst besser verstehen, wir verstehen mit der Zeit auch andere immer besser. Das macht uns zu geduldigeren und liebevolleren Mitmenschen. Je mehr wir selbst in Balance kommen, desto ruhiger, geduldiger und klarer können wir unseren Alltag leben. Mit mehr Energie steigt auch die Lebensfreude. All dies strahlt auch positiv auf andere und unser Umfeld wird es uns danken. 

Essensgewohnheiten aufeinander abstimmen – geht das?

Ayurvedisch essen ist in seinen Grundprinzipien gar nicht schwierig. Es lässt sich sogar sehr gut mit den Bedürfnissen der ganzen Familie verbinden. Es braucht kein Dosha-Wissen, um ayurvedisch zu kochen. Einiges können wir sehr einfach als „Familien-Gewohnheit“ einführen, z.B. keine kalten Getränke vor oder zum Essen zu trinken, das Mittagessen zur Hauptmahlzeit des Tages zu machen und abends früher und leichter zu essen, essen zu geregelten Tageszeiten, kein Snacken abends nach dem Abendessen, etc.

Was zu den gemeinsamen Mahlzeiten auf den Tisch kommt, erfordert vielleicht etwas mehr Geschick und Flexibilität. Kinder gewöhnen sich jedoch auch an neue Gerichte, wenn man sie nur immer wieder anbietet. Besteht das Essen aus mehreren Komponenten wie z.B. Getreide, Gemüse, etwas Rohes und etwas Proteinreiches wie Linsen, Eier oder Fleisch, so lassen sich die Einzelbestandteile oft gut kombinieren, sodass für jeden etwas dabei ist. So einigt man sich z.B. auf Gemüse, das allen schmeckt, Reis und Salat. Dazu gibt es je nach Bedürfnis und Laune für die einen Fleisch oder Ei, für die anderen ein leckeres Linsen-Dhal. 

Wenn das eigene Verdauungsfeuer funktioniert kann man auch mal ein Stück der selbst gemachten Pizza, die die Tochter gemacht hat, mitessen. 

Im Podcast Interview mit Daniela Wolff kannst Du mehr über die wichtigsten Grundprinzipien der Ayurveda Ernährung lernen.

Was Ayurveda für unsere Kinder zu bieten hat

Wer kennt das nicht – Kinder essen am liebsten Süßes, Schnitzel und Pommes, möchten nie früh ins Bett gehen und fordern ihren Körper gern bis an die Belastungsgrenze. Später kommen dann Handy- und Medienkonsum dazu, mitsamt seinen unangenehmen Begleiterscheinungen.

Als Eltern wollen wir das Beste für unsere Kinder. Wer Ayurveda liebt, der möchte die wunderbaren Prinzipien auch für seine Kinder anwenden. Doch die haben ihren eigenen Kopf und eigene Vorstellungen zu Tagesablauf und Essen.

Ayurveda mit Kindern ist ein gemeinsamer Tanz, der nie perfekt sein wird und sehr lehrreich (für die Erwachsenen) sein kann. 

Unterscheiden lernen – was ist wichtig, was ist weniger wichtig

Die Kinder tun und essen nicht das, was wir wollen. Es müssen Kompromisse her – aber welche? Kindern haben von Hause aus noch ein sehr starkes Verdauungsfeuer, Agni. Sie können meist viel und gut verdauen (Nahrung sowie Sinneseindrücke und Lebenserfahrungen). Das bringt mit sich, dass die Auswirkungen von ungesunden Entscheidungen nicht sofort spürbar sind. Die Empfehlungen oder Vorgaben von Elternseite sind dann für die Kinder nicht nachvollziehbar, scheinbar ohne Nutzen und werden vielleicht als sinnlose Schikane empfunden. Die Diskussion ums Essen oder den Handykonsum bringt oft sogar Konflikte mit sich, die Kinder öffnen sich den gut gemeinten Weisheiten von uns Eltern noch weniger.

Wenn wir wissen, was Wichtig ist, braucht es weniger Kämpfe um Details.

Was ist das Wichtigste für die Gesundheit unserer Kinder?

Vata in Balance halten

Vata ist das Dosha der Bewegung. Unsere Kinder haben von Hause aus viel Bewegungsdrang und Durst nach Aktivität. Wenn wir dem Drang nach Abwechslung, Bewegung und Aktivität jedoch zu viel Raum geben, erhöht sich Vata Dosha in uns und die Kinder verlieren an Stabilität und Erdung.

Wie erkennt man zu viel Vata bei den Kindern?

Rastlosigkeit (Bewegungsdrang oder -zwang), Ängstlichkeit, Sorgen, Schlafprobleme, Verdauungsprobleme (z.B. Verstopfung, Unverträglichkeiten), innere Unruhe, Überforderung, Aggressivität

Was ist zu tun bei zu viel Vata:

  • Regelmäßigkeit im Tagesablauf (Aufsteh- und Zubettgehzeiten, Essenszeiten, Aktivitäten und Ruhephasen planen)
  • Ernährung: warme, leicht verdauliche Speisen / rohes Essen reduzieren / breiige Speisen bevorzugen / Luftiges, Knuspriges und Kaltes weglassen (z.B. Popcorn, Reiswaffeln, Cracker, Nüsse, Eiscreme, kalte Getränke)
  • Freizeitaktivitäten und Medienkonsum reduzieren, damit wieder Ruhe ins System kommen kann
  • Frühes Zubettgehen (viel qualitativ hochwertiger Nachtschlaf vor Mitternacht)
  • Unterstützende Maßnahmen, z.B. vor dem Schlafengehen eine Fußmassage mit Öl, eine beruhigende Gedankenreise, Yoga Entspannungsposen, Entspannungsmusik oder Naturgeräusche im Hintergrund

Bewusstsein für den eigenen Körper und die eigenen Gedanken
(das macht Kinder eigenständig)

Den Körper von Innen spüren
Unsere (kleineren) Kinder haben noch nicht verlernt, ihren Körper natürlich von innen zu spüren. Sie sind noch nicht voller Ideen, Regeln und Konzepte, was gesund ist und was zu tun sei. Sie sind noch nicht fest gefahren in gelernten Mustern und nachgelebten Routinen.

Kinder sind nicht angewiesen auf äußere Tools wie Body-Uhr, Waage oder Laborwerte, um zu erfühlen, was sie grade brauchen. Kinder, die in guter Balance sind, machen intuitiv das Richtige. Sie schlafen, wenn sie müde sind. Sie hören auf zu essen, wenn sie satt sind. Sie zeigen ihre Emotionen und schleppen diese nicht länger als nötig als Ballast mit sich herum. Sie sind nicht nachtragend und streben immer so schnell es geht zurück in einen Zustand von Harmonie.

Der Blick von Außen –  Korrekturstift und Regeln für den eigenen Körper
– den eigenen Körper „manipulieren“, damit er so aussieht und funktioniert, wie wir das möchten.

Unsere Kinder werden sehr früh mit dem Thema Aussehen konfrontiert. Die Selbst-Darstellung ist ab dem Besitzen eines Handys und dem Benutzen von Chat-Diensten ein Thema. Dank Selfie-Filtern ist das eigene Gesicht bald langweilig und der Einfluss von TikTok, Insta und Youtube geben ihr Übriges zum „Soll-Bild“ unserer Youngster.

Was passiert mit unseren Kindern, wenn die Außenorientierung mehr wird?

Auch der eigene Körper wird immer mehr von außen betrachtet. Während kleinere Kinder nach dem eigenen Körpergefühl gehen (was fühle ich in meinem Körper, fühle ich mich wohl), wird bei älteren Kindern das Außenbild wichtiger. Wie sehe ich aus, wie möchte ich aussehen. Der Vergleich mit anderen wird wichtiger und damit einhergehend der Versuch, den eigenen Körper zu manipulieren. Und das unabhängig davon, ob das „interne Körper-wohl-gefühl“ gut ist oder nicht. 

Wir können unsere Kinder unterstützen, indem wir sie immer wieder anregen hinzuhören, wie sie sich fühlen. Was ist im eigenen Körper los? fühle ich mich leicht, flexibel, gesättigt, hungrig, schmerzt es irgendwo, ist ein Körperteil unruhig, …

Wie geht es mir geistig emotional? Mag ich die Gedanken, die in dem Moment da sind? Habe ich Sorgen, bin ich froh, bin ich vorfreudig, wo spüre ich das im Körper?

Mit nur fünf Minuten Achtsamkeit pro Tag wird automatisch mehr Bewusstsein kreiert für die eigene Ganzheit. Die Kinder lernen automatisch mehr bei sich zu sein und werden so Widerstandsfähiger gegen Außeneinflüsse. 

Begeisterung für frische Lebensmittel und Selbstkochen
(das macht Kinder eigenständig)

Wenn es um Ernährung geht, sind frische Lebensmittel eines der wichtigsten Dinge, die wir unseren Kindern geben können. Also unverarbeitete Lebensmittel, die nicht aus der Tüte oder Dose sind, keine Fertiggerichte oder Tiefkühl-Essen, kein schnelles, kaltes Essen aus dem Kühlschrank.

Was sollte es sein?

Lebensmittel, die so aussehen wie sie in der Natur gewachsen sind. 

Mit dem Zeitpunkt der Verarbeitung verlieren Lebensmittel an Prana (Lebensenergie). Prana ist die kosmische Intelligenz, die durch das Sonnenlicht auch in die Pflanzen gelangt und die wir durch Lebensmittel aufnehmen. Pranareiche Ernährung hilft uns dabei, gesunde Zellen aufzubauen und die eigene Lebensenergie und die Energien im Körper im Fluss zu halten.

Mit Nahrung, die keine Lebensenergie mehr enthält, ist unser Körper nicht vollständig genährt. Wir fühlen uns dann nicht gesättigt und haben Hunger nach mehr. Der Einfluss unserer Nahrung ist auch geistig spürbar, wer viel Fertigessen zu sich nimmt oder extreme Geschmäcker liebt, wird geistig träge, vielleicht sogar traurig oder wird rastlos und zornig.

Ideen zur Motivation der Kinder in Richtung Frisches und Selbstgekochtes: 

  • Kräutertöpfe im Garten oder auf der Fensterbank, die die Kinder selbst pflegen.
  • Gemüse selbst ziehen.
  • Frisches Gemüse am Markt aussuchen lassen.
  • Die Kinder kochen lassen. Kinderkochbücher, in denen man stöbern kann, sind eine tolle Motivation. 

Gemeinsam Essen zu geregelten Tageszeiten 

Mit einem geregelten Tagesablauf und Essen zu den gleichen Tageszeiten fühlt sich unser Körper „sicher“. Unser Körper lernt außerdem zu welchen Zeiten er mit Nahrung rechnen darf und unser Verdauungsfeuer stellt sich darauf ein. Das wiederum hilft uns beim Aufnehmen von Energie und Nährstoffen aus unserer Nahrung.

Beim gemeinsamen Essen kann man außerdem die achtsame Zuwendung zum Essen kultivieren (z.B. ganz bewusst Geschmacksrichtungen oder Zutaten raus schmecken, vor Augen führen, dass die Zutaten und Gewürze auf dem Teller aus der ganzen Welt und durch die Mithilfe vieler Hände zu uns gefunden haben, keine Ablenkung beim Essen wie Handy, leichte und freudvolle Gespräche).

Dies alles hilft uns beim Verdauen der Nahrung. Unser Körper kann sich dann ganz seiner Verdauungsaufgabe widmen und wir fühlen uns nach dem Essen leicht und energiegeladen. 

Frühes und leichtes Abendessen 

Gegen Abend und mit dem Sonnenuntergang wird auch unser Verdauungsfeuer deutlich schwächer. Ein optimales Abendessen ist leicht und früh, je nach Jahreszeit zwischen 17:30 und 19:00 Uhr. Es sollten jedenfalls mindestens 2 Stunden Verdauungszeit vor dem Schlafengehen eingeplant werden. Damit ist der Schlaf um vieles erholsamer.

Dosha Wissen integrieren
(das macht Kinder eigenständig)

Den Kindern ein Bewusstsein für die Doshas und ihre Qualitäten zu schenken, macht sie selbstständig.

Gleiches zieht Gleiches an und das Gegenteil schafft Balance. Das ist alles, was wir wissen müssen, um unseren Körper gesund zu halten.

Wie kommen wir in die Lage, diesen einen Satz leben zu können?
(unten am Beispiel von erhöhtem Kapha Dosha)

1. Wissen, welche Qualitäten es gibt und wie sie zustande kommen.
(z.B. Schwere, verursacht durch zu viel Essen mit vorwiegend süßem Geschmack)
2. Die Zeichen im eigenen Körper wahrnehmen (z.B. morgens schwer aus dem Bett kommen)
3. Wissen, welche Qualitäten Ausgleich schaffen (z.B. schwer / träge – leicht / mobil)

Die Kinder haben Spaß am spielerischen Lernen und erraten und erkunden gerne, was sie umgibt. Beispiele für Dosha-Ratespielchen mit Kindern:

  • Tierarten: Welches Dosha ist vorherrschend und warum? (z.B. Katze: Vata weil sie ihre Freiheit liebt und Kapha weil sie viel und gerne schläft)
  • Welches Dosha ist aus der Balance, wenn wir verschleimt sind?
  • Welche Geschmäcker sind gut wenn wir zu viel Hitze in uns haben (z.B. bei Durchfall, Hautreizungen, Perfektionismus, Wettbewerbsdenken, Zorn)?
  • Was machen Süßigkeiten im Körper und wie merke ich das?
  • Mit welchem Gewürz kann ich Käse besser verdauen? 
  • usw.

Das können wir von unseren Kindern lernen

Flexibilität 

Als Eltern möchten wir unsere Kinder schützen. Besonders Mütter haben meist das ganze Familiensystem im Blick und wissen oft genau, was bei jedem einzelnen Familienmitglied los ist – was heute bei jedem ansteht, wer wann was gegessen hat, wer Verdauungsthemen oder andere Wehwehchen hat und wie die momentane Gefühlslage ist. 

Dennoch sind wir oft überrascht, wenn sich etwas Neues zeigt – Traurigkeit, Wut, Zerstreutheit, Unruhe. Unsere Kinder sind die besten Lehrmeister, wenn es darum geht flexibel mit dem Hier und Jetzt zu werden, Pläne über Bord zu werfen und das zu tun, was grade ansteht. Manchmal heißt das, unsere „Gesundheitsideen“ für die Kinder loszulassen, ein anderes Mal unsere eigenen Bedürfnisse kurz warten zu lassen oder aber den Kindern zu zeigen, was Selbstfürsorge heißt und ihnen liebevoll zu erklären, warum manches nicht möglich ist, weil man sich als Elternteil damit in Überforderung oder einen Konflikt bringt.

Verstehen lernen 

Unsere Kinder verbringen oft schon früh einen Großteil ihres Tages außer Haus. Wir wissen nicht im Detail, was sie den ganzen Tag erleben und wie die Eindrücke auf sie wirken. Da mag ein Streit mit der Freundin oder ein böser Blick genügen, um etwas bei den Kleinen ins Wanken zu bringen. Genau wie wir unser Essen mal besser und mal schlechter verdauen können, so können wir auch soziale und emotionale Eindrücke mal besser, mal schlechter verdauen. 

Für all das ist übrigens unser Verdauungsfeuer (Agni) zuständig. 

Als Eltern sind wir dann gefordert die Gefühlslagen unserer Kinder anzunehmen und konstruktiv damit umzugehen. Dabei können wir gut beobachten, wo wir selber stehen und wie wir reagieren, wenn das Kind zornig wird, wenn es traurig wird oder über andere lästert.

Mit Ayurveda können wir als Eltern besser verstehen lernen, warum unsere Sprösslinge so ticken, wie sie ticken. Warum das eine Kind schneller zornig wird und das andere mit Ängsten zu kämpfen hat, warum ein Kind morgens nicht aus dem Bett mag, während das andere mit Sonnenaufgang alle in der Familie aufweckt, weil nicht mehr schlafen kann.

Häufige Symptome unserer Kinder lassen sich aus ayurvedischer Sicht sehr gut erklären und behandeln, wie zum Beispiel:

  • Verschleimung
  • Gereiztheit (Überforderung)
  • Unruhe (hibbelig, nicht zur Ruhe kommen)
  • Unausgewogener Geschmack (möchte nur Süßes)
  • Überempfindlichkeit (Geräusche, Schmerzempfinden, Gerüche und Geschmäcker, – Sachen sind schnell eklig)
  • Häufige Infekte
  • Probleme beim Ein- oder Durchschlafen
  • Morgens keinen Appetit
  • Zwischendurch immer Hunger
  • nervöse Bauchschmerzen
  • unregelmäßige Verdauung

Ayurveda lernen mit Familie

In unseren Akademie-Kursen lernst Du Ayurveda für Dich und Deinen Alltag anzuwenden. Dazu gehört, dass das Gelernte zu Deinem Leben passt – egal, ob mit kleinen oder großen Kindern, mit einem vollen Arbeitsalltag, mit herausfordernden Beziehungen oder anderen herausfordernden Lebenslagen.

Lernen bei uns heißt, Zeit für Dich und Deinen Alltag haben. Das Gelernte lässt sich fließend in Dein Leben integrieren und geht weit über intellektuelles Lernen hinaus. Du lernst Dich selbst besser verstehen und kannst über 12 Kurswochen hinweg die Auswirkungen von Ayurveda auf Deine Gesundheit, Dein Wohlbefinden und Dein Energielevel spüren. Du wirst erkennen, wie Deine vielen kleinen Alltagsentscheidungen zu Balance oder Unwohlsein führen. Der Kurs ist so aufgebaut, dass Du Deinen Alltag weiterführst und dabei lernst, diesen geschmeidiger und entspannter zu gestalten. Hier gehts zu unseren Kursen.

Weiterlesen zum Thema

» Ayurveda aus Kinderaugen betrachtet – Interview mit der 11-jährigen Hannah
» Dinacharya – den Tag meistern. Wie unsere Gewohnheiten uns zu dem machen, was wir sind.


Ayurveda Rezepte für die ganze Familie

Dinacharya – den Tag meistern. Wie unsere Gewohnheiten uns zu dem machen, was wir sind.

Ayurveda heißt im Einklang zu leben – im Einklang mit unserem inneren Universum und mit der Welt um uns herum. Unser Körper ist ein Teil der Natur und unweigerlich mit den Tagesrhythmen, den Jahreszeiten, dem Wetter und allem, was uns umgibt verbunden.

Genau wie die Natur wiederkehrende Rhythmen zeigt wie Sonnenaufgang, Mondphasen, Jahreszeiten, so funktioniert auch unser Körper in wiederkehrenden Rhythmen …

Geburt – Leben – Tod / Essen – Verdauen – Ausscheiden / Schlaf – Wach sein / Einatmen – Ausatmen / Herzschlag / Lidschlag / Menstruationszyklus etc.

Unsere innere Körperuhr ist mit der Natur verbunden. Ayurveda lehrt seit Jahrtausenden die Prinzipien der Chronobiologie, der Kunst unsere biologische Uhr mit der chronologischen Uhr der Natur in Einklang zu bringen. Dinacharya ist die ayurvedische Art den Tag zu meistern.

Inhalt dieses Artikels

» Was ist Dinacharya?
» Das Ziel von Dinacharya
» Gewohnheiten machen uns zu dem, was wir sind
» Fragen zum Erkennen / Entlarven Deiner Routinen
» Dinacharya – die ayurvedische Art den Tag zu meistern
» Vorteile von Dinacharya
» Einführen von Routinen – so gelingts
» Umgang mit Widerständen
» Die wichtigsten Routinen für den Start

Was ist Dinacharya?

Unter Dinacharya versteht man im Ayurveda Empfehlungen für die Gestaltung des Tages. Die Wurzel des Sanskrit-Wortes setzt sich so zusammen: Din ist Tag. Acharya bedeutet Lehrer. Chara bedeutet etwas in Bewegung bringen. Charya heißt Verhalten, Antwort, Reaktion, Ausdruck.

Dinachary bedeutet also lernen, den Tag zu meistern, uns bestmöglich durch den Tag zu bewegen.

Das Ziel von Dinacharya

Jeder Tag ist einzigartig und wird nie wieder zurückkommen. Das Ziel von Dinacharya ist in Harmonie mit jedem Moment und jedem Tag zu leben. Das Beste aus den Möglichkeiten des Moments zu machen.

Dinacharya bringt Achtsamkeit in die Dinge, die wir tun und Bewusstsein für das, was ist.

Gewohnheiten machen uns zu dem, was wir sind

Wir alle haben unsere Routinen – ob wir uns dessen bewusst sind, oder nicht. Unser Körper liebt gewohnte Abläufe. Dabei ist es völlig egal, ob diese Abläufe dienlich oder schädlich sind. Alles, was gewohnt ist, gibt Sicherheit.

Dabei leben wir oft unbewusste Abläufe und Routinen, die uns nicht guttun. Ohne es zu merken, führen sie im Laufe der Zeit zu Problemen und Symptomen, die wir nicht mit unserem Alltag verbinden können. Wir machen doch alles so wie immer? Warum geht es mir plötzlich nicht gut?

Der Grund ist, dass einem Zustand von Unwohlsein oder Krankheit eine längere Zeit von Akkumulation vorausgeht. Ayurveda kennt sechs Phasen der Krankheit. Schulmedizinisch wird Krankheit erst im fünften Stadion als solche entdeckt. Mit Ayurveda kann jeder lernen frühe Stadien von Krankheit zu erkennen und so schwerwiegenden Problemen vorbeugen – Dinacharya ist ein Werkzeug dazu.

Fragen zum Erkennen / Entlarven Deiner Routinen

Jeder lebt in Routinen – selbst dann, wenn Du von Dir sagst, dass Du Routinen nicht leiden kannst und am liebsten Abwechslung suchst.

In vielen kleinen Alltagssituationen wiederholen wir uns – in Gedanken, Worten oder im Handeln. Hier ein paar Denkanstöße zum Entlarven Deiner persönlichen Tagesroutinen.

  1. Wie starte ich den Tag?
    Was denkst Du als erstes morgens, wenn Du aufwachst?
    Bist Du müde und drückst den Wecker mehrfach auf Schlummern?
    Checkst Du Dein Handy?
  2. Wann esse ich?
    Hast Du geregelte Essenszeiten?
    Isst Du gerne auch zwischendurch, wenn Dir etwas Leckeres „in die Quere kommt“?
    Vergisst Du, dass es Zeit zu essen ist und lässt Mahlzeiten aus?
  3. Was machst Du, während Du isst?
  4. Was machst Du unmittelbar nach dem Essen?
    Aufstehen und Weitermachen? Das Essen fortsetzen mit etwas Süßem? Kaffee trinken? Einen Moment Pause machen? Einen Spaziergang machen?
  5. Was machst Du, wenn Du an der Ampel stehst?
  6. Wie nutzt Du Deine Zeit, bevor Du morgens außer Haus gehst?
  7. Wann bewegst Du Deinen Körper? Was ist Deine Motivation dafür?
  8. Nimmst Du Dir gern zu viel vor?
  9. Gibt es Zeiten für Spaß, Freizeit, Freude in Deinem Leben?
  10. Gibt es Zeiten für Erholung in Deinem Leben?
  11. Welche Gedanken hast Du vor dem Einschlafen?
  12. Was machst Du, wenn Du unter Tags müde bist?
  13. Wie gehst Du mit schlechter Laune um?
    Wie gehst Du mit schlechter Laune anderer Menschen um?
  14. Was ist Dein erster Gedanke, wenn etwas schiefläuft?

Dinacharya – die ayurvedische Art den Tag zu meistern

Die ayurvedischen Empfehlungen für Tagesabläufe richten sich nach den Rhythmen der Natur. Wir fühlen uns wach und energiegeladen, wenn wir im Einklang mit den Rhythmen der Natur leben. Dinacharya ist die Kunst Kapha in der Kapha-Zeit im Gleichgewicht zu halten, Pitta in der Pitta-Zeit und Vata in der Vata-Zeit zu balancieren.

Vata-Zeit

Wann: 2-6 Uhr / 14-18 Uhr
Prinzip: Bewegung
Elemente: Raum, Luft
Eigenschaften: rau, trocken, kalt, schnell, leicht, beweglich, feinstofflich
Balancieren: durch das Gegenteil der oben genannten Eigenschaften, z.B. Meditation, Ölmassage

Pitta-Zeit

Wann: 10-14 Uhr / 22-2 Uhr
Prinzip: Energie, Transformation
Elemente: Feuer, Wasser
Eigenschaften: heiß, scharf, leicht, flüssig, durchdringend, sauer, ölig
Balancieren: durch das Gegenteil der oben genannten Eigenschaften, z.B. spielerische Aktivitäten, erdende kühlende Mahlzeiten (mittags die Hauptmahlzeit)

Kapha-Zeit

Wann: 6-10 Uhr / 18-22 Uhr
Prinzip: Stabilität, Struktur
Elemente: Wasser, Erde
Eigenschaften: kalt, feucht, schwer, langsam / träge, dicht, weich, stabil
Balancieren: durch das Gegenteil der oben genannten Eigenschaften, z.B. leichtes Essen, Bewegung

Vorteile von Dinacharya

  • Geistige und körperliche Stabilität
  • Krankheiten werden früh erkannt und vorgebeugt:
    Durch bewusste Zuwendung und Interesse an unserem Körper lernen wir ihn zu lesen. Das kann zum Beispiel beim Zungenschaben morgens sein, beim Betrachten unserer Ausscheidungen, beim Beobachten unserer Energie im Tagesverlauf oder durch Erkennen, auf welche Aktivitäten oder Nahrungsmittel wir Lust haben.
  • Agieren statt reagieren:
    Mit dem Einführen bewusster Gewohnheiten werden unbewusste Gewohnheiten ersetzt oder treten ans Licht. Das versetzt uns immer mehr in die Lage bewusst zu entscheiden, wie wir den Moment leben wollen.
  • Unsere Bewusstheit für Körper und Geist steigt.
    Indem wir Aufmerksamkeit auf etwas lenken, fließt Energie dorthin. Das bringt Bewusstsein in unsere Handlungen und wir sind in der Lage die Ergebnisse unseres Handelns zu erkennen.

Einführen von Routinen – so gelingt es

Gute Gewohnheiten können uns zu Wohlbefinden und Gesundheit tragen, während Gewohnheiten, die uns nicht dienen, über längere Zeit das Gegenteil bewirken.

Mit alten Verhaltensmustern zu brechen, die nicht dienlich sind und dafür Neue einzuführen kann zu Widerständen führen. Es erfordert Aufmerksamkeit und bewusste Zuwendung in Form von extra Energie. Das empfinden wir als anstrengend.

Die gute Nachricht ist – Gewohnheiten können wir ganz schnell entwickeln und dann braucht es keinen extra Aufwand mehr. So wie Autofahren lernen – anfangs ist es schwierig und erfordert viel Aufmerksamkeit und Denkleistung. Später haben wir die Prozesse so weit verinnerlicht, dass wir ohne großes Nachdenken Autofahren können.

Gute Gewohnheiten sind Gewohnheiten, die wir unser restliches Leben fortsetzen können. Es geht dabei nicht um schnelle Erfolge. Vielmehr geht es darum, dem Körper ein liebevolles Angebot zu machen und nach 4-8 Wochen zu sehen, wie er drauf reagiert. Es ist nichts, was wir im Sprint schaffen. Es ist besser weniger zu machen und konstant bei einer Sache zu bleiben, damit sie zur Gewohnheit werden kann. So wird daraus eine tatsächliche ERFAHRUNG. Intuitives Wissen kann entstehen, ob diese Gewohnheit dienlich ist oder nicht. Es ist eine andere Erfahrung, als intellektuell etwas einzuführen und Regeln zu befolgen. Das braucht Zeit.

Es ist ein liebevolles Experiment und liebevolles Lenken der eigenen Energie. Positive Tagesroutinen beruhigen Vata und ermöglichen einen guten Energiefluss, der uns unterstützt. Gewohnheiten und Routinen haben außerdem den Vorteil, dass wir unsere Energie bewusst kanalisieren und so auch immer besser in der Lage sind, die Antwort unseres Körpers wahrzunehmen.

Also im ersten Schritt – bewusst machen von Gewohnheiten, die uns nicht nützen und diese langsam durch positive Gewohnheiten ersetzen. Dranbleiben, ohne Stress und mit Nachsicht. Beobachten und Evaluieren.

Jede Kleinigkeit, für die wir heute nur 10 Minuten aufwenden, ergibt im Monat 5 Stunden. Jeder kleine Schritt ist ein Schritt in die richtige Richtung.

Weniger ist mehr

Für optimale Ergebnisse versuche nicht, alles auf einmal umsetzen zu wollen. Nimm Dir kleine Änderungen vor, setze sie um und bleib dabei. Halte inne, reflektiere und bauen auf dem auf, was Du erreicht hast. Nutze die Ergebnisse Deiner eingeführten Routine, um Kraft und Ausdauer für das Einführen einer nächsten, neuen Praxis zu haben.

Richte Deine Aufmerksamkeit auf die Gewohnheiten, nicht auf das Ergebnis

Wenn Du neue Gewohnheiten einführst und dabei nur das Ziel im Auge hast, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Du diese nicht dauerhaft in Dein Leben integrierst oder aufhörst, bevor Ergebnisse sichtbar sind.

Warum ist das so?
Möchtest Du z.B. Abnehmen hast Du ein klares Ziel vor Augen.
Du bist so lange motiviert etwas zu ändern, bis Du das Ziel erreicht hast. Danach kannst Du endlich wieder Dein „normales Leben“ weiterführen.
Dein „normales Leben“ hat Dich allerdings an den Punkt geführt, an den Du nicht mehr kommen möchtest.

Für dauerhafte Ergebnisse richte Deine Aufmerksamkeit daher ausschließlich auf die tägliche Gewohnheit, die Dir dabei hilft Deine Ziele zu erreichen. Freue Dich jeden Tag, an dem Du die Gewohnheit gelebt hast, die Dich langfristig gesund und froh macht und bleiben lässt. So kannst Du jeden Tag feiern.

Wenn wir gute Gewohnheiten leben, werden sich Ergebnisse unweigerlich einstellen.

Umgang mit Widerständen

Die Art und Weise wie wir neue Gewohnheiten in unser Leben bringen möchten, zeigt uns viel über uns selbst. Vielleicht erkennst Du Dich in einem oder mehreren dieser drei Muster wieder?

  • A) Du gehst bedacht vor und führst die Dinge schrittweise ein, wartest Ergebnisse ab und tastest Dich dann weiter vor.
    Folge: Du lernst nicht nur intellektuell, sondern auch physiologisch. Du gibst Deinem Körper Zeit, um sich mit der neuen Gewohnheit anzufreunden und kommst in ein intuitives Spüren, was das Richtige für Dich ist.
  • B) Du möchtest alles auf einmal einführen und richtig machen.
    Folge: Da es Dir zu viel wird brichst Du vielleicht vorzeitig ab und/oder kommst nicht in ein tieferes Spüren der Ergebnisse. Die Gewohnheiten können nicht zu Erfahrungen werden. Du kommst nicht ins Spüren und in Deine Intuition, um Ergebnisse richtig beurteilen zu können.
  • C) Du fühlst Dich überfordert und lässt es daher lieber gleich bleiben.
    Folge: Du kommst schwer ins Tun. Du wartest auf einen äußeren Anstoß, wie z.B. eine Aufforderung durch den Arzt, um etwas in Bewegung zu setzen. Du bist verwirrt ob der vielen Möglichkeiten und hast innere Widerstände Dich damit zu befassen.

Die Vorgehensweisen oben entsprechen unseren geistigen Doshas – den Mahagunas.
A = Sattva / B = Rajas / C = Tamas

Mehr zu den Mahagunas erfährst Du hier.

Erkenne Dein Verhalten und lächle drüber. Nimm an was ist und vergib Dir, wenn Du Dich dafür verurteilst.

Das Erkennen Deines Verhaltens ist der erste Schritt zur Lösung. Erkennen und Annehmen hilft Dir, künftig weniger verbissen, frustriert oder lustlos an die Sachen heranzugehen.

Die wichtigsten Routinen für den Start

Egal wo Du im Leben stehst, mit diesen Routinen bringst du Stabilität und Wohlbefinden in Geist und Körper.

  • Zur gleichen Zeit essen (zwischen 7 und 8:30 Frühstück, zwischen 12:00 und 14 Uhr Mittagessen, vor 19 Uhr Abendessen).
  • Um 22 Uhr ins Bett gehen.
  • Tägliche Bewegung in einem für Dich passenden Ausmaß.

Weitere Ayurveda Routinen für Deinen Alltag

frühes Aufstehen
Nasenspülung
Zungenschaben
Ölziehen
Ölmassage
Yoga / Bewegung am Morgen
Meditation
Achtsamkeitsrituale / Ausrichten für den Tag
Dankbarkeits-/ Achtsamkeitsritual vor dem Schlafen gehen

Podcast Episode – Ungelebte Qualitäten leben mit Ayurveda

Authentisch sprechen und handeln erfordert Mut. Ayurveda hilft uns zu erkennen, wo wir uns zurückhalten, wo unsere Grenzen sind und welche ungelebten Qualitäten noch in uns stecken. In dieser Folge mit Ursula Feuerherdt geht es um die Ayurveda Sicht auf ungelebte Potenziale und Erfahrungen aus ihrem eigenen Ayurveda Weg.

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Ghee – geklärte Butter als tägliche Medizin des Ayurveda

Ghee wird im Ayurveda als flüssiges Gold bezeichnet und kommt nicht nur in der Küche zum Einsatz, sondern wird auch für therapeutische und kosmetische Zwecke verwendet.

In diesem Artikel erfährst Du, was Ghee ist und warum es so viele gesundheitliche Vorteile mit sich bringt.

Inhalt dieses Artikels

» Ghee aus Ayurveda Sicht
» Ghee wissenschaftlich betrachtet
» Die Vorteile im Überblick
» Ghee selber machen

Ghee aus Ayurveda Sicht

Ghee ist ist verdauungsfördernd und hilft den Transport und die Aufnahme von Nährstoffen zu verbessern.
Es gilt im Ayurveda als Verjüngungsmittel, Rasayana, da es unsere Vitalität und Immunität nährt. Ghee erhöht die Gedächtnisleistung und schärft den Verstand. Es ist nährend, macht den Körper flexibel, schmiert die Gelenke und sorgt für elastisches Bindegewebe.

Ghee ist in seinen Eigenschaften schwer, ölig und süß. Es beruhigt daher Vata und Pitta. Obwohl die genannten Eigenschaften Kapha reizen, wird Ghee aufgrund seiner zahlreichen positiven Eigenschaften in Maßen auch für Kapha empfohlen.

Einsatz von Ghee im Ayurveda

Für die tägliche Ernährung:
In der täglichen Ayurveda Küche ist Ghee nicht wegzudenken. Es regt Agni an und ist trotz seiner schweren und öligen Qualität leicht zu verdauen. Ghee ist kühlend und unterstützt die Verwertung und Absorption der Nahrung.
Ghee ist außerdem ein sattvisches Lebensmittel, fördert also auch die geistige Klarheit.

Therapeutisch:
Ghee wird bei ayurvedischen Reinigungskuren (Panchakarma Kuren) äußerlich und innerlich verwendet, da es die Körperkanäle reinigt und hilft fettlösliche Toxine aus den Geweben zu spülen. Es hilft überschüssige Doshas abzutransportieren.

Kosmetisch:
Die Ayurveda Devise lautet – verwende für die Haut nur das, was Du auch essen würdest. Ghee ist ein wunderbares Mittel zur Hautpflege. Es ist ideal für trockene oder entzündete Haut, es entfernt Talg und sorgt für ein ebenes Hautbild. Es eignet sich daher z.B. optimal als Abschminkmittel für die empfindliche Augenpartie. Ghee ist kühlend und kann zur Wundheilung, bei Verbrennungen, Sonnenbrand, und bei Narben verwendet werden.

Sonstiges Einsatzmöglichkeiten:
Im Ayurveda ist die Nasendusche mit einem Nasenspülkännchen Teil der regelmäßigen Reinigung und Körperpflege. Die Nasenspülung mit Salzwasser hilft dabei, Schleim aus den oberen Nebenhöhlen zu lösen, sie beseitigt Schmutz, Staub, Pollen, Bakterien und Viren und sorgt für geistige Klarheit. Um die Nasenschleimhäute nicht auszutrocknen, sollte nach der Nasendusche ein bisschen Ghee oder ein paar Tropfen Nasenöl hochgeschnupft werden.

Ghee kommt auch bei Schnupfen zum Einsatz. Ein paar Tropfen flüssiges Ghee in jedes Nasenloch beruhigt die irritierte Nasenschleimhaut und hilft Schleim abzutransportieren.


Ghee wissenschaftlich betrachtet

Ghee – auch als geklärte Butter, Butterreinfett oder Butterfett bezeichnet – wird auch wissenschaftlich betrachtet als eines der gesündesten Fette besprochen.

Bei der Herstellung werden der Butter Milchweiß und Milchzucker entzogen, weshalb Ghee auch bei Laktoseunverträglichkeit verzehrt werden kann.

Ghee kann bedenkenlos zum Braten verwendet werden, da sein Rauchpunkt erst bei 260° liegt.

Ghee ist reich an Omega-3 Fettsäuren, die entzündungshemmend wirken. Es enthält außerdem einen hohen Anteil Vitamin A, sowie die Vitamine D, E und K.

Ghee fördert das gute HDL-Cholesterin, das vor Arterienverkalkung und Herzerkrankungen schützt.

Das schlechte LDL-Cholesterin hingegen fördert das Risiko von Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall. Der schädliche LDL-Cholesterinspiegel erhöht sich vor allem durch Essen von Transfetten, die beim Erhitzen von Pflanzenölen über 130°C entstehen. Diese Temperatur wird beim Braten in der Pfanne oder beim Grillen überschritten. Transfette finden sich außerdem in großen Mengen in Fertignahrung, Fast Food, Margarine, Frittiertem, Chips etc.

Dr. Marianne Teitelbaum über Cholesterin und Ghee als Unterstützung zum Abnehmen und zum Muskelaufbau:

Viele Patienten sind schockiert, als sie herausfinden, dass ihr Cholesterin tatsächlich sinkt, wenn sie Ghee essen! Dies liegt daran, dass Ghee hohe Konzentrationen an einfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren enthält. Diese nützlichen Fette halten auch die Arterien sauber und beugen Herzinfarkten vor. Tatsächlich verhindern die Nährstoffe in Ghee tatsächlich, dass sich klebrige Plaques an den Wänden der Arterien festsetzen.

Und Sie haben vielleicht gehört, dass Ghee konjugierte Linolsäure oder CLA enthält. CLA hilft, Fett zu verbrennen und Muskelmasse aufzubauen, weshalb viele Menschen abnehmen, wenn sie Ghee in ihre Ernährung aufnehmen. Dies ist auch der Grund, warum Bodybuilder CLA-Tabletten einnehmen, aber CLA-Ergänzungen bieten nicht die gleichen Vorteile wie CLA aus Lebensmitteln, da sie die synthetische Version sind, die in einem Labor hergestellt wird, und daher die heilende Schwingung der Natur, bekannt als Prana, fehlt. Sogar die moderne Medizin hat diesen Punkt bewiesen: Studien zeigen, dass die synthetische Version von CLA eine andere Mischung von Isomeren aufweist als das, was natürlich vorkommt, wenn das Original aus der Nahrung gewonnen wird, und daher einen geringeren Nutzen bietet. Und stellen Sie sicher, dass Ihr Ghee von grasgefütterten Kühen stammt, da dieses höhere Mengen an CLA sowie andere nützliche Fette enthält.
CLA verhindert auch Entzündungen in den Arterienwänden und Verhärtung der Arterien, die beide Herzinfarkte verursachen können.

Dr. Marianne Teitelbaum (https://drmteitelbaum.com/ghee-the-ultimate-superfood/)

Die Vorteile von Ghee im Überblick

  • verdauungsfördernd
  • entzündungshemmend
  • gesund für Arterien und Herz
  • hilft Nährstoffe aufzunehmen
  • reich an Omega 3 und Vitaminen
  • auch bei Laktoseintoleranz verträglich
  • hilft Fett zu verbrennen und Muskeln aufzubauen
  • fördert Langlebigkeit und Gedächtnisleistung
  • als Hautpflegemittel und Augen-Makeup Entferner geeignet
  • hilft äußerlich bei leichten Verbrennungen und Rötungen und zur Behandlung von Narben
  • zum Braten geeignet
  • lange Haltbarkeit ohne Kühlung

Ghee selber machen

Ghee kann mit geringem Aufwand in weniger als einer Stunde selbst hergestellt werden. Die meiste Zeit davon ist Kochzeit, bei der Du nur warten muss.

Mit selbst gemachtem Ghee hast Du die Herkunft der Butter und den Kochprozess in der Hand. Gekauftes Ghee bringt außerdem manchmal einen starken Eigengeruch mit sich, der bei der zuhause gemachten Variante nicht zustande kommt. Du solltest zur Herstellung von Ghee biologische Butter verwenden, die von grasgefütterten Weidekühen stammt.

Ghee selber machen ist ganz einfach – hier gehts zum Rezept.

Menstruation aus ayurvedischer Sicht

Ayurveda betrachtet die Zeit der Menstruation als eine besondere Zeit im weiblichen Zyklus. Frauen, die während dieser Tage achtsam mit sich umgehen, können unerwünschte Symptome wie Regelschmerzen, Bauchkrämpfe oder PMS los werden und darüber hinaus späteren gynäkologischen Problemen vorbeugen.

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Mein Interview Gast ist Dr. Upasana Sharma, Ayurveda Ärztin mit Spezialisierung auf Gynäkologie und Geburtshilfe. Einer ihrer Schwerpunkte ist Dysmenorrhö, Probleme rund um die Regelblutung. Die heute in Dresden lebende Inderin hat bereits mehrere wissenschaftliche Artikel zu gynäkologischen Themen veröffentlicht und war zuletzt als Ayurveda Ärztin am Government Ayurveda Hospital in Jaipur, Indien tätig und unterrichtete Ayurveda Medizin am Government Ayurveda and Yoga College. Sie ist Garbhsamskar Therapeutin, eine alte ayurvedische Methode, um den Fötus im Mutterleib beim Entwickeln seines Intellekts zu unterstützen. Dr. Upassana ist außerdem zertifizierte Yogalehrerin und Gutachterin des Yoga Certification Board, Ministry of Ayush, Neu-Delhi, Indien.

Konsultationen bei Dr. Upasana Sharma sind online oder vor Ort in Dresden möglich:
Anmeldung per Email: upasana22sharma@gmail.com
Oder via WhatsApp: +49 176 67829141

Das erfährst Du im Interview:

  • Die besondere Sicht des Ayurveda auf die Zeit der Menstruation.
  • Empfehlungen für die Zeit der Menstruation für Ernährung, Lebensführung und Psyche.
  • Menstruationszyklus und die Doshas
  • Einflüsse auf den Menstruationszyklus
  • Wie sieht eine normale Periode aus?

Zur Podcast Folge:

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Rezept-Empfehlungen aus dem Interview:


Was die Ayurveda Küche besonders macht – Verdauungsfeuer und Nahrung für den Geist

Kochen nach Ayurveda beinhaltet Aspekte, die wir aus unserer westlichen Sichtweise nicht oder nur wenig kennen. Die Ayurveda Küche nährt nicht nur den Körper, sie blickt auch auf unseren Geist und unsere Emotionen. Sie berücksichtigt Konsistenz und Geschmacksrichtungen und hat keine allgemeingültigen Empfehlungen, die zu jeder Zeit gleich sind. Und obwohl es sehr klare Prinzipien und Empfehlungen gibt, ist dennoch das eigene Befinden und Empfinden das Maß der Dinge.

Inhalte dieses Artikels

» Verdauungsfeuer als Essenz der Ayurveda Ernährungsprinzipien
» Der gelernte (westliche) Blick auf Ernährung
» Was macht die moderne Betrachtungsweise mit uns?
» Nahrung für Geist und Körper
» Die geistigen Qualitäten im Ayurveda – die Mahagunas
» Was nährt uns und was kostet Energie?
» Resumez: Ayurveda Ernährung nährt Lebensenergie und Lebensfreude


Worum geht es bei der ayurvedischen Ernährung?
Ursula Melchhammer, zertifzierte Ayurveda Köchin


Wie immer schaut Ayurveda auch beim Kochen auf den Menschen und sein Lebensumfeld als Ganzheit. So gibt es z.B. Empfehlungen für das Essen auf Reisen, während der Menstruation, nach Tages- und Jahreszeit und zur jeweiligen individuellen körperlichen und geistigen Verfassung passend.


Verdauungsfeuer (Agni) als Essenz der Ayurveda Ernährungsprinzipien

Was die Ayurveda Ernährungslehre grundlegend von modernen Ernährungslehren und -Trends unterscheidet ist die Erwägung, dass wir alle ein unterschiedlich starkes Verdauungsfeuer haben. Wir können gleiche Lebensmittel daher besser oder schlechter verstoffwechseln und transformieren. Das bedeutet, dass wir bei der Zufuhr identer Lebensmittel unterschiedliche, individuelle Ergebnisse erfahren werden.

Du bist, was Du isst.
Du bist, was Du verdaust.

Ayurvedisches Sprichwort

Es ist sogar so, dass die gesündesten Lebensmittel bei einem schwachen Verdauungsfeuer zu unverdaubaren Rückständen (Ama) im Körper führen können, die dann wiederum Krankheit verursachen.


Der gelernte (westliche) Blick auf Ernährung

Wir legen den Fokus bei Ernährung heute stark auf Mikronährstoffe. Im Labor wird gemessen, wie groß der Gehalt bestimmter Inhaltsstoffen in unseren Lebensmitteln ist. Der schnelle Trugschluss ist, dass die Säule Ernährung durch eine ausreichende Zufuhr von Vitaminen, Spurenelementen, Eiweißen, Mineralstoffen, Aminosäuren, Fettsäuren usw. „abgehakt“ ist.

Seit einiger Zeit spricht man auch vermehrt von Anti-Nährstoffen wie z.B. Lektine, Gluten, Saponine, Phytinsäure oder Goitrogene. Durch Vermeidung dieser Antinährstoffe soll Krankheit verhindert werden. Wertvolle Lebensmittel werden nicht selten aufgrund dieser Inhaltstoffe auf die „No Go“ Liste gesetzt und komplett vermieden. Und das, obwohl Anti-Nährstoffe z.B. durch die richtige Kochweise unschädlich werden.

Ein weiterer Zugang ist die evidenzbasierte Forschung anhand derer Trends erkennbar sind, die auf einen Großteil der Menschen unter gegebenen Bedingungen zutreffen, für den Einzelnen aber in seiner individuellen Situation unpassend sein mögen.


Was macht die moderne Betrachtungsweise mit uns?

Wir sind es von Kindesbeinen an gewohnt nach äußeren Vorgaben zu handeln. In der Schule lernen wir die Ernährungspyramide und welche Nährstoffe ein menschlicher Körper braucht. Wir lernen, was wir zuführen und vermeiden sollen. Wir lernen aber nicht, wie eine gesunde Verdauung aussieht und wie sich unser gesunder Körper von innen „anfühlen“ soll.

Wir lassen damit innere Weisheit auf der Strecke und praktisches Wissen, wie wir unseren Körper selbst lesen und handhaben können. Wir bauen keine „Erfahrungsweisheit“ mit unserem Körper auf.


Nahrung für Geist und Körper

Unser Essen kann uns dabei helfen liebevolle Gedanken hervorzubringen oder uns in Unruhe zu versetzen. Es kann dazu führen, dass wir schneller zornig, träge und antriebslos werden oder rücksichtsvoll und hilfsbereit.

Warum ist das so?

Jedes Lebensmittel besteht aus den fünf Elementen (Erde, Wasser, Feuer, Luft, Äther) und bringt Qualitäten mit, die uns beeinflussen. Was wir zu uns führen, wird ein Teil von uns. Unser Körper ist in der Lage das zugeführte Essen und Trinken in kleinste Moleküle aufzuspalten und zu verwerten, bis aus sichtbarer Materie Energie geworden ist.

Die Qualität dieser Energie wird von dem bestimmt, was wir durch unsere fünf Sinne zu uns nehmen. Ayurveda spricht von drei geistigen Eigenschaften, die wir alle in uns tragen – den drei Mahagunas (Sattva, Rajas, Tamas).


Die geistigen Qualitäten im Ayurveda – die Mahagunas

Ayurveda spricht von drei geistigen Qualitäten, die sich durch bestimmte Eigenschaften ausdrücken. Wir können diese geistigen Qualitäten durch Ernährung, Aktivität und unsere eigene Denkweise beeinflussen.

SATTVARAJASTAMAS
steht für Klarheit, Weisheit und Harmoniesteht für Antrieb und Leidenschaftsteht für Trägheit und Dumpfheit
drückt sich aus durch Empathie, Intelligenz, Liebe, Dankbarkeit, Reinheit, Toleranz, Frieden, Intuitiondrückt sich aus durch Mut, Tatkraft, Entschlossenheit, Euphoriedrückt sich aus durch Ruhe, Erdung, Stabilität
Es gibt keine negativen Aspekte von Sattva.
Es kann nie zu viel Sattva sein.
Zu viel Rajas führt zu Reizbarkeit, Unruhe, Zorn, exzessivem Verhalten, Perfektionismus etc.Zu viel Tamas führt zu Trägheit, Traurigkeit, Abhängigkeit, Unwissenheit

Praktisches Wissen
– so spürst Du die drei geistigen Eigenschaften, die Mahagunas, in Dir

Die Mahagunas, unsere geistigen Eigenschaften zeigen sich ständig. Wir können durch einfaches Beobachten erkennen, welche vorherrschend ist und wie diese in uns tanzen.

Hast Du Dich schon mal gefragt:

  • … warum Du Dich mit vollem Magen nicht satt fühlst? (R/T)
  • … warum Du nach einem Tag voller Aktivität nicht zur Ruhe kommen magst, sondern die nächste Aktivität suchst? (R)
  • … warum schöne menschliche Begegnungen „erfüllend“ sind? (S)
  • … warum Du von bestimmten Aktivitäten oder Substanzen immer mehr möchtest und trotzdem kein Gefühl der Sättigung eintritt? (R)
  • … warum Dich Schlaf bis in die Mittagszeit noch müder macht? (T)
  • … warum uns der Anblick vom weiten Meer oder dem Sonnenaufgang ruhig und glücklich macht? (S)


Was nährt uns und was kostet Energie?

Wir können lernen zu fühlen, was uns nährt und glücklich macht.
Nährend und sattvisch ist dabei in vielen Fällen deckungsgleich.

Hier ein grober Überblick zur Inspiration für Dich:

NÄHRENDE ERNÄHRUNGEnergieräuber
frische, saisonale Bio-Lebensmittelabgepacktes lange haltbares Essen (enthält keine Lebensenergie mehr)
unverarbeitete LebensmittelStimulanzien wie Kaffee, Alkohol, Nikotin
warm und bekömmlich zubereitet (durch Gewürze und Kochweise)extreme Geschmäcker
mit Liebe gekochte SpeisenFertigessen / altes bzw. wieder aufgewärmtes Essen
Lebensmittel, die dem Zustand der eigenen Verdauungskraft angepasst sindLebensmittel essen, auf die der Körper mit Unwohlsein reagiert (z.B. mit Müdigkeit, Verdauungsprobleme, Gaumenjucken, häufiges Räuspern nach dem Essen, Hitzewallungen, etc.)
Mahlzeit beenden, wenn der Magen zu 80% gefüllt istÜberessen (Überforderung der eigenen Verdauungskapazität – führt zu Ansammlung von Ama, unverdauten Stoffwechselprodukten, welche die Ursache von Krankheit sind)

NÄHRENDE GEDANKEN / EMOTIONENEnergieräuber
Liebenegative Gedanken über sich selbst
Dankbarkeitnegative Gedanken über andere
Freude und MitfreudeBereuen etwas getan, gesagt oder gedacht zu haben

NÄHRENDE AKTIVITÄTENEnergieräuber
Lachen, Lieben, Spaß habenÜberaktivität / Übermäßige Nutzung unserer Sinne
Erholsamer Schlaf in angemessenem Ausmaß und UhrzeitSchlechte Schlafqualität (Uhrzeit, Dauer, Tiefe)
in der Natur seinunruhiges, lautes oder hektisches Umfeld
MeditierenAblenkung im Außen suchen / keine Verbindung zu sich selbst finden
Innehalten, Pause machenzu viel Medienkonsum / Aktivität am Handy
für andere da sein / etwas tunnicht sinnstiftend für andere da sein können
Selbstfürsorge (z.B. sich selbst bekochen, Ölmassage, Zeit für Rückzug, Journaling, Zeit in der Natur, Achtsamkeitsübungen)Bedürfnisse des eigenen Körpers ignorieren (z.B. Harndrang, Weinen, Müdigkeit)
erfüllende menschliche BegegnungenKonflikte

Resumez: Ayurveda Ernährung nährt Lebensenergie und Lebensfreude

Wenn wir genährt sind, dann sind wir satt. Das gilt für den Magen und fürs Leben. Was uns nährt ist nur bedingt von nachweisbaren Inhaltsstoffen abhängig. Mit dem was wir täglich konsumieren können wir Lebensenergie und Lebensfreude tanken.

Mit Ayurveda können wir lernen in den natürlichen Fluss der Dinge zu kommen. Wir lernen uns besser zu spüren, intuitiver mit unserem Körper umzugehen und uns die Dinge zu geben, die uns jetzt und heute gut tun.

Kochen und Ernährung nach Ayurveda bringt uns näher zu uns selbst.


Und was nährt Dich?
Was wünschst Du Dir? Jetzt und in diesem Moment?

Danke fürs Lesen dieses Artikels!




Weitere Artikel zum Thema Ayurveda Ernährung

Ayurveda aus Kinderaugen betrachtet – Interview mit der 11-jährigen Hannah

Wie Ayurveda die Selbstkompetenz unserer Kinder stärkt.

Im Interview ist meine 11-jährige Tochter Hannah, die uns erzählt, wie sie Ayurveda erlebt und welche Rolle es in ihrem Alltag spielt. Die Idee das Interview zu geben, kam von Hannah selbst und entstand aus meiner Frage an sie, welche Inhalte für kommende Interviews spannend wären.

Sie erzählt, wie sie selbst merkt, dass sie aus der Balance ist und was Bauchweh mit Stress zu tun hat. Spannende Einblicke, wie ein Kind die ganzheitliche Sichtweise des Ayurveda ganz natürlich integrieren kann.

Wir hatten beide viel Spaß beim Aufnehmen dieser Folge. Danke Hannah. ❤️

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Erschöpfung und Müdigkeit mit Ayurveda überwinden / Podcast Interview mit Miriam Söthe

Im Interview begrüße ich Miriam Söthe, Fachärztin für Anästhesie und Ayurveda Expertin in Berlin. Sie ist spezialisiert auf die Themen Migräne, Depression und Long/Post Covid bzw. chronischen Erkrankungen. Sie hilft Menschen mit cleverem und nachhaltigem Energiemanagement wieder ein gutes Leben zu führen, das zu ihnen passt.

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Das erfährst Du im Interview:

  • Wie es aus ayurvedischer Sicht zu Müdigkeit und Erschöpfungszuständen kommt.
  • Was wir tun können, um dauerhaft Energie zu haben.
  • Der Unterschied zwischen der medizinischen und ayurvedischen Sicht auf das Thema Erschöpfung.
  • Warum Ayurveda uns erste leise Vorzeichen schon lange vor einer möglichen schulmedizinischen Diagnose erkennen lässt.
  • Der Vorteil vom „Pause-machen“ und warum Pausen normaler Bestandteil jedes Tagesablaufs sein sollten.
  • Praktische Tipps für Deinen Alltag und Dein Energiemanagement.

Mehr erfahren zu Miriam Söthe:
miriamsoethe.de

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Reisezeit ist Vata-Zeit – Ayurveda Tipps auf Reisen 

Wenn wir unseren Körper aus seiner gewohnten Umgebung an einen anderen Ort bewegen, der weiter weg ist als die üblichen Tagesdistanzen, verändert sich etwas in uns.

Was verändert das Reisen in uns?

Auf Reisen und in Bewegung zu sein verändert die Elemente in uns. Die Aktivität der Bewegung und der (positive) Stress erhöhen die Elemente Luft und Raum (Äther) und somit Vata-Dosha in uns. Vata ist das Prinzip von Bewegung – Reisen ist somit eine „Vata Aktivität“. 

Vata-erhöhende Eigenschaften, die uns auf Reisen begegnen 

  • Schnelligkeit / Mobilität (schnelle Fortbewegung)
  • Raues (z.B. holprige Straßen, Turbulenzen im Flugzeug, raues Auf und Ab im Schiff)
  • Kaltes (z.B. kalte Getränke und Speisen unterwegs, Frieren beim Reisen in der Nacht)
  • Unregelmäßigkeit (z.B. andere Essens- und Schlafenszeiten)
  • Antrieb (z.B. wenig Pausen, erhöhtes Aktivitätslevel im Urlaub, permanente Fortbewegung auf dem Weg zum Reiseziel)
  • Wind (z.B. am Strand, am Berg oder beim Segeln)
  • Trockenheit (z.B. durch Klimaanlagen oder beim Urlaub in trockenen Regionen)

Wie macht sich erhöhtes Vata im Urlaub oder danach bemerkbar?

Erhöhtes Vata bringt Unregelmäßigkeit, Trockenheit und Unruhe in unser System. Das zeigt sich zum Beispiel durch unruhigen Schlaf, Verdauungsprobleme (Verstopfung oder Durchfall, oder abwechselnd), trockene Haut, Rastlosigkeit oder Kopfschmerzen (am Hinterkopf).

Vata, das uns die Kreativität und den Antrieb für das Reisen schenkt, ist dann aus der Balance geraten. 

Vata wieder in Balance bringen

Vata bringt Anregung und Aktivität. Auf Reisen sind diese beiden Aspekte im Übermaß vorhanden. Schlaf und Essen finden nicht mehr zu den gewohnten Zeiten statt, eine neue Umgebung verursacht subtil oder weniger subtil Stress und das Verdauen der vielen neuen Eindrücke kostet Kraft. Das kann dazu führen, dass sich unser Körper nicht mehr „sicher“ fühlt, das Nervensystem ist übermäßig aktiviert und unser System startet mitunter einen Modus von erhöhter Alarmbereitschaft „Achtung, wir befinden uns eventuell in einem Notfall.“.

Ausgleichend sind Ruhe und liebevolle Fürsorge – alles, das weich, ruhig, warm und regelmäßig ist. 


ERNÄHRUNG

Bevorzuge weiches, breiiges, öliges Essen wie Curry, Eintöpfe, Sushi, Reis, Wurzelgemüse. Greife zu gekochten und warmen Speisen und verzichte auf Eis und kalte Getränke. Nimm statt trockenen und knusprigen Speisen (Cracker, Knäckebrot, Popcorn) etwas weiches und nährendes wie Dattel-Cashew-Creme oder blanchierte Mandeln.


TRINKEN

Mit Zufuhr von Feuchtigkeit können wir den austrocknenden Eigenschaften von Vata entgegenwirken. Trinke ausreichend (warmes) Wasser, beruhigende Kräutertees oder Wasser mit einem Spritzer Limettensaft.
Verzichte möglichst auf koffeinhaltige oder zuckerhaltige Getränke, die Vata noch weiter verstärken.


ÖL-MASSAGE


Es gibt wenige Dinge, die erdender sind als eine Ganzkörpermassage mit Öl. Dafür brauchst Du nur etwas Öl (kühlendes Kokosöl oder wärmendes Sesamöl, je nach Jahreszeit). Erwärme das Öl und massiere damit Deinen Körper ein. Lass das Öl mindestens 10 Minuten einwirken, bevor Du es abduschst.
Als Minimalvariante kannst Du vor dem Schlafen einen Tropfen Öl auf Deine Scheitelkrone einmassieren und die Fußsohlen einölen.

Auch eine Massage ohne Öl ist beruhigend und erdend. Achte dabei auf lange, ausstreichende und ruhige Bewegungen.


REGELMÄßIGKEIT UND PAUSEN


Routinen und Regelmäßigkeit geben uns Sicherheit und reduzieren Vata. Gestalte Deinen Tagesablauf auch im Urlaub bewusst mit Zeiten für Schlafen, Essen, Pausen und Aktivität.

So kannst Du auch bewusster mit Deiner Energie umgehen, die Dir momentan zur Verfügung steht.


ERDUNG UND GEISTIGE BALANCE


Erde und verbinde Dich mit dem Ort, an dem Du Dich befindest. Laufe zum Beispiel barfuß durch das Gras oder am Strand und spüre die Erde unter Dir.

Such Dir einen ruhigen Ort und gönn Dir eine kurze Meditation, um Deinen Geist zu entspannen und wieder in Deine Mitte zu finden. Hier gehts zum Podcast Interview zum Thema Meditation.

Gönn Dir eine ruhige Yoga-Einheit mit langem Halten der Posen, langem Ausatmen, sanften Dehnungen im unteren Rücken, und einer langen Savasana Einheit.

Meditation – Blick hinter Deine eigenen Kulissen / Podcast Interview mit Eva Kim Schitter-Heu

In dieser Podcast-Folge begrüße ich Yoga Lehrerin Eva Kim Schitter-Heu aus Graz. Sie unterrichtet Yoga und Meditation an der Jadeflower Academy. Eine sehr frühe Krankheitsgeschichte ließ sie viele Zusammenhänge zwischen Geist und Körper erkennen. Nichts zuletzt deshalb ist die zweifache Mama heute im Gesundheitsbereich mit Yoga und Shiatsu zuhause und meditiert täglich als praktizierende Buddhistin.

Im Interview erzählt sie uns, warum Meditation spannend und erkenntnisreich ist, wie Meditation wirkt und wie wir im Alltag davon profitieren. Sie gibt Tipps und Inspiration für Deine Meditation oder den Start damit.

Viel Spaß beim Hören und Ausprobieren!

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Ayurveda Tipps für die heißen Monate – Pitta Dosha beruhigen

Die heiße Jahreszeit verändert auch die Elemente in unserem Körper. Das Feuer-Element, das dem Pitta-Dosha zugeordnet ist, steigt und beeinflusst uns körperlich und geistig. 

Was Du im Sommer beobachten kannst – die natürliche Intelligenz Deines Körpers! 

In den heißen Sommermonaten haben wir automatisch weniger Appetit. Unser Verdauungsfeuer ist im Sommer weniger stark – die innere Hitze brennt also weniger stark. als Ausgleich zur erhöhten Temperatur im Außen. 

Wir haben außerdem mehr Lust auf kühlende und leichte Mahlzeiten. Alles schwere und schwer verdaubare würde uns zusätzlich erhitzen.

Was macht zu viel Hitze und zu viel Pitta mit uns? 

Körperlich:

  • Hautunreinheiten oder Irritationen 
  • Ungeformten Stuhl (damit werden Nährstoffe nicht mehr ausreichend aufgenommen, zusätzlich bildet sich Ama)
  • Gefühl von Brennen beim Stuhlgang
  • Sodbrennen
  • Übelkeit oder übermäßiger Hunger
  • Übermäßiges Hitzeempfinden
  • Rote, irritierte oder lichtempfindliche Augen

Geistig: 

  • Intoleranz und kritisches Denken
  • Vermehrtes Wettbewerbsdenken 
  • Gefühle von Frust, Ungeduld und Zorn
  • Perfektionismus 

Die Qualitäten von Pitta hervorbringen

Pitta Dosha ist für Verdauung und Transformation zuständig. Ist Pitta in Balance, zeigt sich das in Durchhaltevermögen, Ausstrahlung und Klarheit. Wir sind dann gut organisiert, entschlossen und mutig. Menschen mit hohem Pitta sind oft gute Führungspersönlichkeiten und gute Redner, sie überzeugen mit ihrem Charisma und ihrer Intelligenz. 

Ausgleichende Maßnahmen für den Sommer oder bei hohem Pitta

1. ERNÄHRUNG

Geschmacksrichtungen:
Die Geschmäcker süß, bitter und zusammenziehend (herb) wirken kühlend.

Gemüse:
Greife vor allem zu süßem oder bitterem Gemüse (abends in gekochter Form).
z.B. Spargel, Brokkoli, Gurke, Artischocken, Fenchel, gekochte rote Beete, grüne Bohnen, grünes Blattgemüse, Kürbis, Zucchini

Obst:
Wähle bevorzugt süße Früchte und vermeide Saure.
z.B. süße Äpfel, Aprikosen (Marillen), Granatäpfel (Geschmacksrichtung zusammenziehend), Kokosnuss, Pflaumen, Rosinen, Datteln, Wassermelone, Avocado, Birnen

Ausgleichende Gewürze:
Fenchel, Kardamom, Koriander, Kurkuma, Korianderblätter, Zitronengras, Dill, Safran, Vanille, Minze

Kühlende Tees:
Rosenblüten, Minze, Hibiskusblüten, Zitronengras, Jasmin

Milchprodukte:
Ghee, Buttermilch, Frischkäse / nicht gereifter Käse, Joghurt (frisch zubereitet oder verdünnt, es sollte mild im Geschmack sein und nicht sauer)

Tierische Produkte:
Fisch (Süßwasser), Eier (nur Eißweiß), Huhn, Pute, Kaninchen, Garnelen, Kaninchen, Wild

Das solltest Du vermeiden:
Saures oder unreifes Obst, scharfe Gewürze (z.B. Chilli, Knoblauch, Zwiebeln), Lebensmittel mit überwiegend salzigem Geschmack wie z.B. Sojasauce, Essig (verwende stattdessen Limettensaft), fermentiertes Essen und Getränke, Alkohol, Kaffee, frittiertes Essen

2. LIFESTYLE

Aktivitäten und Freizeit:
Gönn Dir spielerische, kreative Aktivitäten, die Dir vor allem Spaß machen. Damit wirkst Du Gefühlen wie Verbissenheit und Ungeduld entgegen.
Umgib Dich mit Menschen, mit denen Du Dich wohl und entspannt fühlst.
Schenk Dir genug Zeit ohne To-Dos und Screentime, vor allem abends zum Abschalten.
Höre beruhigende Musik.
Mache Ausflüge in die Natur. Genieße den Anblick von Wasser oder schwimme darin.
Schütze Deine Augen mit einer Sonnenbrille und trage eine Kopfbedeckung.

Farben:
Umgib Dich mit den Farben blau und grün.

Sport und Bewegung:
Mach vor allem Sport, der Dir Spaß macht und geh nicht bis an Deine Grenzen. Vermeide Überlastung und Auspowern.
Vermeide Sport in der heißen Mittagssonne. Optimal sind z.B. Schwimmen, Yoga, Radfahren, Wandern.

Yoga:
Körperhaltungen (Asanas) mit Drehungen und Vorbeugen wirken kühlend. Halte die Posen kurz und ohne Anstrengung. Gib nur 70% Deiner Kraft und bleib spielerisch im Geist.

Meditation:
Meditation beruhigt und kühlt Deinen Geist.

Ölmassage:
Gönn Dir eine Ölmassage mit warmem Kokosöl.

Ayurveda und Heilung – Podcast Interview mit Dr. Lisa Mandl

Dr. Lisa Mandl ist Ärztin für Allgemeinmedizin und ganzheitliche Medizin in Salzburg mit Schwerpunkt auf Ayurveda.
Bei der Arbeit mit ihren PatientInnen ist ihr Blick ganzheitlich – hinter körperlichen Symptomen und Gesundheitsbeschwerden verstecken sich oft emotionale Themen, die Heilung verzögern oder verhindern können. Sie bezieht daher in vielen Fällen auch die Seelenebene als natürlichen Teil des Heilungsprozesses mit ein.

Im Interview erzählt sie uns, wie emotionale Themen Heilung beeinflussen. Sie erklärt, warum das Verstehen unseres Selbst auch aus ihrer Sicht als Ärztin von entscheidender Bedeutung ist und wie uns Ayurveda dabei helfen kann uns selbst immer besser zu verstehen. Sie gibt praktische Beispiele aus dem Alltag und erklärt, wie wir erste leise Vorboten von Krankheit erkennen können.

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Ayurveda und Essstörungen

Eine Essstörung ist Ausdruck einer gestörten Balance von Körper und Geist. Erfahre hier, wie Dir Ayurveda dabei helfen kann, diese Balance wieder herzustellen und zu einem natürlichen Essverhalten zurück zu finden.

Entdecke Deine Urnatur: Ayurveda und Identität / Podcast Interview mit Anke Pachauer

Anke Pachauer ist als Beraterin, Coach und Dozentin auf das Thema Ayurveda und Identität spezialisiert. Sie unterstützt Menschen und Unternehmen gleichermaßen bei der Findung ihrer ureigenen Persönlichkeit. Das Thema Identität bietet Anke auch in Form von Farb- und Stilberatung an – wobei auch hier Ayurveda die Basis bildet. Anke Pachauer unterrichtet Ayurveda Psychologie an der Volker Mehl Akademie für Ayurveda und ist zertifizierte Yin Yoga Lehrerin. Im Herbst 2023 und Frühjahr 2024 erscheinen zwei Bücher von ihr zu verschiedenen Aspekten des Ayurveda. 

Mehr erfahren zu Anke Pachauer auf Ihrer WebSite ankepachauer.de

Inhalte des Interviews

Im Interview erzählt sie, was unseren Wesenskern ausmacht und wie wir mit Ayurveda an unsere Urnatur und die damit verbundene Kraft und Lebensfreude kommen. Sie gibt praktische Beispiele, wie sich unsere Qualitäten äußerlich und innerlich zeigen und wie wir uns selber besser kennen lernen können. Das Interview macht neugierig auf die Entdeckungsreise zum eigenen Wesenskern, um die dort verborgenen und vergessenen Schätze zu heben.

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[Online Test] 17 Faktoren der Gesundheit – Zustand meines Agni

Mit diesem einfachen Test kannst Du selbst regelmäßig den Zustand Deiner Gesundheit überprüfen. Finde heraus, ob Du die 17 Faktoren der Gesundheit erfüllst und ob Dein Verdauungsfeuer (Agni) in einem guten Zustand ist.