Gesund durchs neue Schuljahr mit Dr. Susheel Saini

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Du hörst in dieser Episode die Aufnahme eines NewmoonTalks zum Thema „Gesund durchs neue Schuljahr“. Gast-Redner ist Dr. med. univ. Susheel Saini, ausgebildeter Facharzt für Kinder- und Jugendheilkunde, Allgemeinmediziner, Ayurveda Arzt und Buchautor.

Zum Interview mit Video auf Youtube

Das erfährst Du im Interview:

  • Wie man bei Kindern die individuelle Konstitution unterstützen kann, um Krankheiten vorbeugen und mentale Gesundheit zu unterstützen.
  • Warum Essen das Nummer 1 Thema ist, um gesund zu bleiben.
  • Dr. Sainis Ayurveda Geheimtipp für Erkältungen.
  • Praktische Tipps für die Erkältungs- und Grippewelle.
  • Eine einfache Atemübung für Kinder.
  • Mentale Gesundheit und den Umgang mit sozialen Medien.
  • Einblicke in die Kindheit von Dr. Saini – wie seine Familie Ayurveda im Alltag gelebt hat und warum er heute dankbar ist, dass er Meditation als Impuls mitbekommen hat.

Ein wirklich vielseitiges Interview mit einem sehr sympathischer Arzt, für den Menschlichkeit an erster Stelle steht. Ich wünsch Dir viel Freude beim Hören!

Mehr über Dr. Susheel Saini:

Website: www.ayurvedadoc.com
Buch „Die Anarchie der Gedanken“: www.dieanarchiedergedanken.at
Instagram: instagram.com/ayurveda.doc
Facebook: facebook.com/TheAyurvedaDoc
Linkedin: linkedin.com/company/ayurvedadoc
Youtube: youtube.com/@ayurvedadoc5797


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Interview Transkript (automatisch erstellt)

„… diese Routinen, diese Stressverarbeitungstools mitgeben. Und nicht erst, wenn man dann 30, 40 ist, in den ersten Monaten, dass man es lernt. Diese Sachen können schon in der Kindheit mitgegeben werden.

Und dann, werden sie auch den Unterschied merken, Kinder sind sehr, sehr intelligent. Die merken das viel mehr als wir Erwachsene.

Also, ohne Meditation hätte ich selbst wahrscheinlich schon einen Burnout bei den ganzen Sachen, die ich mache.“

Herzlich willkommen bei Folge 34 von Verstehe Ayurveda, Verstehe Dich.

Mein Name ist Ursula Feuerherdt und du hörst in dieser Episode die Aufnahme eines Newmoon Talks zum Thema „Gesund durchs neue Schuljahr“. Gastredner ist Dr. Susheel Saini, ausgebildeter Facharzt für Kinder- und Jugendheilkunde, Allgemeinmediziner, Ayurveda-Arzt und Buchautor. Im Interview erfährst du, wie man bei Kindern die individuelle Konstitution unterstützen kann und so Krankheiten vorbeugen. Warum Essen für ihn das Nummer-eins-Thema ist, um gesund zu bleiben. Du bekommst seinen Ayurveda-Geheimtipp für Erkältungen und viele andere praktische Tipps aus seinem Praxisalltag. Dr. Saini verrät uns außerdem eine einfache Atemübung für Kinder und wir sprechen über mentale Gesundheit und den Umgang mit sozialen Medien. Schließlich gibt er noch Einblicke in seine eigene Kindheit, wie Ayurveda dort als normales Alltagswissen integriert war und warum er heute dankbar ist, dass er Meditation als Impuls mitbekommen hat. Ein wirklich vielseitiges Interview mit einem sehr sympathischen Arzt, für den die Menschlichkeit an erster Stelle steht. Ich wünsche dir viel Freude beim Hören.

Herzlich willkommen zu unserem NewmoonTalk zum Thema Gesund durchs neue Schuljahr!
Mit Dr. Susheel Saini, dem Ayurveda-Doc, herzlich willkommen.

Vielen, vielen Dank für die Einladung und schönen guten Abend an alle, die heute dabei sind.
Also ich bin, wenn ich mich gleich vorstellen kann, bin in Wien geboren und aufgewachsen.
Meine Eltern stammen aus Indien. Ich habe in Wien Medizin studiert, habe meinen Allgemeinmediziner dann auch in Österreich gemacht, bin dann nach Deutschland gemacht und habe den Facharzt für Kinderheilkunde dort gemacht.

Ich bin jetzt im AKH in diversen großen Krankenhäusern tätig, als Kinderfacharzt, auch bei einer Notaufnahme und mache nebenbei noch Ayurveda. Da versuche ich, beide Welten zu kombinieren und das Beste von jedem anzuwenden.

Danke für die Vorstellung!
Wir haben uns in Wien kennengelernt auf den Ayurveda-Days. Da hast du auch einen Vortrag gehalten und warst auch als Aussteller dabei. Ich folge dir auf Instagram und ich muss sagen, das kann man nur sehr empfehlen, weil du bist anscheinend ein Multitalent, also mit Schauspielfähigkeiten, du hast so tolle, inspirierende Kurzfilme sogar und auch kleine Aufnahmen aus dem Krankenhaus mit den Kolleginnen. Da geht es nicht nur um Ayurveda-Themen, da gibt es auch viele Kurzfilme von dir, aber auch viel Menschliches.

Ja, für mich als Arzt ist es auch wichtig, das Menschliche rüberzubringen.
Mittlerweile gibt es ja viele Experten, Gott sei Dank viele Experten für Ayurveda und ich bin ja auch Schulmediziner, deshalb ist es mir auch wichtig, was die Ayurveda auch sagt, ganzheitlich rüberzubringen.
Also nicht nur über Kräuter oder irgendwelche Empfehlungen zu reden, sondern auch über den Alltag.

Und da ich meistens arbeite oder das, was ich liebe, meistens mache, sieben Tage die Woche fast, machen wir dann mit Studenten und Medizinstudenten, das war eine Idee, dass wir das dann zusammen machen, diese Videos und so weiter.

Und es ist immer ganz angenehm, am Schluss des Tages, also wir machen das auf jeden Fall nicht während der Arbeit, das ist eine ganz strenge Regel, nicht während der Arbeit, das dauert meistens fünf oder zehn Minuten und die jungen Kollegen, die können das dann eh nicht schnell machen.

Und dann, damit man auch einen Alltag sieht, also nicht nur ernst mit Krankheit sich beschäftigt, sondern auch ein bisschen weitergeht und auch viele Facetten dazu bringt.

Und weil gerade bei Ayurveda ist es ja auch wichtig, dass viele Aspekte oder Eigenschaften mit einbezogen werden, um dann eine Heilung oder eine Therapie anzuwenden, damit man aus verschiedenen Richtungen angeht.

Und so sehe ich das auch in meinem Kanal.

Es geht nicht nur um Ayurveda, dann habe ich auch einen Roman veröffentlicht, es geht um verschiedene Sachen, die eigentlich immer um das Thema Mensch und Gesundheit handeln.

Genau, über dein Buch, die Anarchie der Gedanken, da wollte man zum Schluss noch einmal drüber sprechen oder darauf eingehen.

Also das Schuljahr steht jetzt kurz bevor, wir haben jetzt den Fokus halt auf Kindergesundheit, aber bevor wir da einsteigen, die Frage, ist das eigentlich so ein Unterschied, also die Tipps, die wir heute hören von dir und die Einsichten, sind die auch für Erwachsene gleichgültig?

Ja, im Prinzip schon.

Man muss halt immer wieder, und das muss der Therapeut dann selber entscheiden, bei Kräutern, bei den Dosierungen und so weiter, da muss man Arzt sein.

Und da ist es wichtig, einen erfahrenen Therapeuten zu haben, genauso wie Kinderheilkunde ist schon ein eigenes Fach, auch in der westlichen Medizin.

Und vieles ist ähnlich, aber trotzdem, die Dosierung macht das Gift.

Und deshalb ist es immer wichtig, zu wissen, wie weit kann ich bei Kindern gehen, umso mehr als bei Erwachsenen.

Und das macht schon einen Unterschied.

Und vor allem bei Kindern ist es so, dass am Anfang, wenn die auf die Welt kommen, sie sich sowieso in einer Kafferphase befinden, im Aufbau.

Da zeigen sie noch nicht die Dosiers, so wie bei Erwachsenen.

Bei Erwachsenen, wenn man einen sieht, oder wenn man eine Erfahrung hat, bei Kindern zeigt sich das noch nicht, weil sie wachsen müssen.

Sie müssen wachsen, sie müssen sich entwickeln.

Und das zeigt sich dann eher, würde ich sagen, da gibt es unterschiedliche Meinungen, auch im Rio wieder.

Manche sagen 2, 3, ich würde sagen, so ab 4, 5 zeigt sich das, diese Neigung in den Dosiers.

Die sich dann wirklich auch manifestieren, im Charakter, aber auch im Körperlichen.

Also die Grundkonstitution, die kann man tatsächlich erst so mit 4, 5…

Ja, das ist schwer.

Bei Säuglingen sind ja alles, und bei Säuglingen ist es schwer, eine Grundkonstitution.

Weil erstens mal sind relativ alle Babys gleich.

Natürlich gibt es da Unterschiede.

Aber es geht darum, in der Entwicklungsphase, am Anfang, dass sie zunehmen, dass sie gedeihen.

Und daher ist die Dominanz des Kaffers eindeutig.

Später, wenn sie sich entwickelt haben, kann man sagen, da gibt es diese Neigung und das andere.

Aber am Anfang kann man da jetzt nicht sagen, das ist ein Peter-Kaffer-Typ, weil das ist ganz schwer.

Und das sagt auch das Ayurveda selbst, das sollte man nicht machen, weil einfach da das dominante Dosier-Kaffer ist.

Bevor wir jetzt auf Krankheiten eingehen, vielleicht kannst du uns erklären, wie überhaupt die Sicht auf Gesundheit ist.

Also was ist denn Gesundheit aus Ayurveda-Sicht und wie zeigt sich das bei Kindern?

Also genauso wie bei den Erwachsenen ist die Sicht von Ayurveda auf Kinder, dass man ab einem gewissen Alter auch auf Individualität achtet.

Bei einem gewissen Alter, das kann ich auch als Kinderarzt bestätigen, jeder Mensch hat so Neigungen.

Und das fängt schon im Kindesalter an.

Und wenn man in dieser frühen Phase schon darauf achtet und achtgibt, was braucht mein Kind, was bedarf es, dass mein Kind ausgeglichen ist, umso besser geht es natürlich auch im Erwachsenenalter.

Das heißt, hier zeigen sich dann ab, ich würde sagen, so fünf, sechs Jahren, zeigen sich schon erste Tendenzen.

Manche Kinder haben Verstopfung, manche haben Entzündungserkrankungen, manche haben Atemwegserkrankungen.

Also das zeigt sich schon, und das ist auch wie bei den Erwachsenen.

Also ich arbeite auch mit Erwachsenenleuten, das heißt, es kommen auch in die Notaufnahme Erwachsene und Kinder.

Das zeigt sich schon.

Das ist wie bei den Erwachsenen, dass Kinder eher dann zur Verstopfung, oder dann haben sie Durchfall oder Verstopfung.

Also da gibt es Neigungen.

Und da ist es wirklich wichtig, dass man vorher schon als Vorbereitung, auch da werde ich dann ja auch dazukommen, Morgenroutine, Tagesroutine, aber vor allem die Ernährung, die Nahrung darauf anpasst.

Und da spielt natürlich die Individualität eine sehr große Rolle.

Und da kann natürlich Ayurveda sehr, sehr viel helfen.

Bevor ich jetzt auf die nächste Frage eingehe, ist von den Teilnehmerinnen eine Frage, ab welchem Alter man dann mit Pulsdiagnose arbeiten kann.

Also Pulsdiagnostik, bei welchem Alter, wie ich schon gesagt habe, also die Pulsdiagnose macht dann, glaube ich, also wenn ich jetzt die Schulmedizin und Ayurveda mit dem Wissen, das ich gelernt habe und das im Studium zusammenfasse, glaube ich eher so Pubertätsalter 7-8.

Weil in diesem Alter alle dasselbe Frequenz haben.

Natürlich kommt es auch darauf an, wenn die schon bestimmte Neigungen zeigen, kann man das probieren.

Aber ich glaube nicht, dass es so aussagekräftig ist, als wenn man schon im Alter ist, wenn man schon die Tendenzen zu etwas hat und die durchschaut sich offenbar.

Man kann es natürlich als Arzt, also ich mache es ja auch, wenn in der Schulmedizin, man tut den Puls und dann kann man schauen, ob der Puls erhöht ist oder niedrig ist.

Das kann man tasten.

Natürlich kann man von dem auch vieles ableiten.

Aber diese ganzen Qualitäten und Eigenschaften finde ich halt bei Kindern schwieriger als bei Erwachsenen.

Magst du uns das bitte erklären, also wie sich das dann so mit 5-6 zeigen kann?

Wie ich schon gesagt habe, anfangs war es diese Kapha-Phase.

Also Kapha ist diese Masse, die man zunehmen muss.

Also die Kinder müssen zunehmen.

Deshalb ist Kapha, es ist auch logisch, wenn man sich mit der Juveda beschäftigt, weil Kapha auch für die Masse ist, für die Erde, dass man zunimmt, dass man wächst.

Und je älter das Kind wird, dann zeigen sich auch Tendenzen zu verschiedenen Sachen.

Zum Beispiel, ich habe Kinder, die haben immer wieder eine Bronchitis.

Bronchitis, Schleimauswurf, oberer Atemwegsinfekt.

Die Kinder sagen eher Kapha-Dominanz.

Manche, oder viele leider, haben dann Mandelentzündungen.

Angina, Mittellohrentzündungen.

Da ist natürlich, wenn man es aus einer ayurvedischen Sicht sieht, das bitter vorherrschen.

Und dann gibt es auch wieder Kinder, die haben immer wieder Bauchschmerzen, immer wieder Kopfschmerzen.

Gott sei Dank findet man bei 80% oder mehr als 80% bei solchen Symptomen nicht.

Die sind meistens idiopathisch, also man hat keinen Grund, warum diese Beschwerden vorherrschen.

Sollten aber trotzdem durch den Kinderarzt abgeklärt werden.

Und da ist es weiter vorherrschend.

Das Schöne an der Ajuveda ist, man kann sich viele Sachen in der Schulmedizin, also ich erkläre mir das, und das hilft mir auch, bei der Schulmedizin die Kinder zu behandeln.

Und wie kommt es bei diesen, jetzt haben wir die drei Typen angesprochen, wie sie da Ungleichgewicht zeigen können oder welche Krankheiten dann zum Ausbruch kommen.

Wie kommt es denn zu dem Stadion?

Ist der Auslöser dann bei allen gleich oder brauchen alle drei einen anderen Auslöser?

Also wenn ich zum Beispiel einen schleimigen Wusten habe, wenn ich die Tendenzen habe, dann ist natürlich das KV hoch.

Jetzt fange ich mal mit der Schulmedizin an.

Schleimauswurf, Krankenbronchitis, also die Lunge ist, die Bronchitiden sind verengt, die Alveolen, das heißt, Luft kann nicht gut rauskommen, das heißt, man hat so ein paffendes Geräusch, und laut der Ajuveda ist es dann auch ein schleimiger Wusten, kann KV-Vorherschnitt sein.

Was kann es natürlich dann verschlechtern?

Wenn Kinder viel Süßigkeiten essen, viel Süßes essen, kalte Milch, weil es alles schleimproduziert ist, kann das natürlich dann auch fördern sein für solche Erkrankungen.

Und deshalb, nach Ajuveda, bei süßlich schleimigem Auswurf oder bei KV-Dominanz sollte man bei diesen Sachen aufpassen.

Und das kann natürlich der Lebensstil, die Ernährung, kann natürlich die Beschwerden verschlechtern, aber auch dann zu einer starken Tendenz kommen, dass die Kinder immer wieder daran erkranken.

Zum Beispiel auch Milch, kalte Milch, oder schleimproduzierende Sachen.

Und gerade da kann man mit Ajuveda oder erklären, kann man den Eltern sagen, bitte sollte man darauf achten.

Wenn jetzt zum Beispiel jemand im Jugendalter viele Anginas hat, immer wieder Entzündungen hat, und da wird viel salziges, saures konsumiert oder scharfes, Chips, pikante Sachen und so weiter, dann kann man da auch sagen, kann da auch das fördern sein für solche Ursachen.

Oder vor allem bei Kopfschmerzen, ein unregelmäßiger Lebensstil, zu wenig Schlaf, vielleicht geht man als Jugendliche zu viel fort.

Also das zeigt sich dann da schon.

Und gerade da, gerade deshalb ist auch im Kindesalter Ajuveda wichtig, kann man schon sagen, aha, diese Tendenz gibt es, das kann man nun zur Vorbeugung machen, da sollte man da auf die Ernährung achten.

Und da kann man die Morgenroutine oder die Tagesroutine anpassen.

Das heißt, wenn ich so eine Tendenz bei meinem Kind erkenne, und das sollte ja auf der Grundschule der Fall sein, dann weiß ich, okay, bei meinem Kind kann ich speziell darauf achten, weil es auf das schneller reagiert.

Genau, zum Beispiel sehr oft jetzt auch im Herbst, auch wenn der Winter geht, sind Kopfschmerzen.

Viele Kinder haben Kopfschmerzen, und vielleicht gibt es halt viele Therapien und so weiter, nicht immer hilft das, aber das kann man nun aus ajuvedischer Sicht machen, zum Beispiel auch sich vor dem Wind schützen, auf kalte Speisen, also Salat und so, ajuvedischer Hose, tut das Watter in die Höhe tun, das heißt, Rohkost, kalte Getränke und so weiter sollten dann bei dieser Person oder bei diesem Kind gemieden werden, wenn er schon an Migräne oder chronischen Kopfschmerzen leidet.

Du hast gerade angesprochen, dass jetzt in der Herbstzeit, dass da viele auch Kopfschmerzen kriegen.

Genau, wenn der Wind zieht, das Wetter, der Umschwung von der Hitze, vom Pitta, kommt im Herbst diese Wetterzeit, diese Wetterphase, und dann ist es jetzt wirklich ganz wichtig, auch sich zu schützen, weil jetzt kommen wieder die ganzen Viren, also auch jetzt nicht nur aus der Sicht der Natur, aber auch Schulferien waren, die Kinder kommen wieder zusammen, stecken alle wieder an, und dann kommt es wieder zu diesen Nebenwirkserkrankungen, und vor allem aktuell ist wieder Corona ein Anstieg, also das heißt, es gibt jetzt mehr Fälle aktuell, und dann kann man sich natürlich, also man muss eins schon sagen, man wird keine Infektionen verhindern können, das ist ein Teil des Lebens, das ist der Kreislauf des Lebens.

Man kann darauf achten, wie der Körper oder wir Menschen, wie wir darauf reagieren, oder wie wir das verarbeiten, und dazu ist diese Vorbeuge wichtig.

Ich möchte noch mal, bevor wir auf Erkältungskrankheiten eingehen, vielleicht auf das Thema Kopfschmerzen, weil das ist bei Kindern, glaube ich, umso, ja, also es ist ja für Erwachsene genauso unangenehm, aber bei Kindern, kannst du da sagen, wie da schulmedizinisch vorgegangen wird, und auch aus Ayurveda-Sicht?

Schulmedizinisch ist wichtig, es ist wirklich ganz, ganz wichtig, irgendetwas anderes, also andere Sachen, gefährliche Sachen auszuschließen, darunter auch Tumore, ja, also Gehirntumore auszuschließen, oder Entzündungen, bei chronischen Sachen werden sie eher keine Entzündungen sein, aber zum Beispiel Tumore, ja, dann, also als Schulmediziner gehe ich so, man macht eine Anamnese, also auch wie bei Ayurveda ein Fragebogen, schaut sich an, wann sind die Kopfschmerzen am stärksten, ist es an der Früh, oder ist es am Abend, hat man Übelkeit oder nicht, weil Kopfschmerzen, die oft in der Früh entstehen, und dazu auch noch die Übelkeit dazukommt, kann ein erster Hinweis für Tumore sein, ja, aber das ist immer, das sollte immer, ich will jetzt da nicht, das sollte immer der Arzt entscheiden, ja, das kann ein Anzeichen sein, ja, aus schulmedizinischer Sicht, deshalb gehört das immer abgeklärt, das heißt, das kann, dann kann man auch eine EEG machen, Elektrogen, Elektrogenwellen, die dann messen, ist da irgendetwas jetzt schlecht zu schreiben, meistens, über 80%, fast 90% oder vielleicht ein bisschen mehr, kommt da nichts raus, das heißt, da gibt es jetzt keine schulmedizinische Ursache, und wenn man das herauskommt, kann man sich dann an die Nahrung, an den Lebensstil ranmachen und da Empfehlungen geben, also so macht man es, also da ist es ganz wichtig, mal auszuschließen, dass da nichts Gröberes ist.

Und aus Ayurveda-Sicht, würdest du dann mit Ernährung im ersten Schritt?

Also Ernährung ist das A und O überall eigentlich, darauf kommt auch immer mehr die Schulmedizin.

Jeder, der sich mit Gesundheit beschäftigt, wird schon das Wort Mikrobiome gehört haben, die irgendwie überall in Verbindung ist, in der Chirurgie, überall, und immer mehr erkennt die Schulmedizin, dass Ernährung, die Nahrung selbst, ein sehr wichtiger oder nicht der wichtigste Bestandteil unserer Gesundheit ist, denn wir nehmen es tagtäglich in uns auf und das sind die Bausteine auch für unseren Körper und darüber hinausgehend auch für unseren Geist.

Welche Empfehlungen hast du da generell für Kinder und es ist schon eine Frage von einer Teilnehmerin gekommen, die ist sehr spannend, hast du Tipps, wie man Kinder in gesunde Ernährung schmackhaft machen kann?

Das ist das große Thema, das ist wirklich das große Thema, natürlich ist Pasta und das ist ja so ein Kreislauf, warum essen die Kinder gerne Chips und diese ganzen Ungesunde?

Weil da viel Fett ist, weil viel Zucker ist, weil es viel besser schmeckt.

Das ist einfach, das macht sich auch die Industrie zu nutzen.

Wichtig ist es, dass die Eltern das vorleben, da fängt es schon mal an.

Dass das vorgelebt wird, also wenn man selber das nicht macht, dann kann man es bei den Kindern vergessen, das macht keinen Sinn, dass es ungesund ist und sagt, nein, da fängt es schon an.

Dann muss man jetzt nicht gleich mit Ayurveda, viele bringen immer indische Küche, es muss nicht immer gleich die indische Küche, ich kann auch nicht jeden Tag indisch essen, am dritten Tag kann ich nicht mehr.

Das heißt, man kann mit verschiedenen Kräutern arbeiten, man kann mal Kurkuma oder man kann einfach variieren.

Man kann natürlich Nudeln machen, so kann es variieren und man muss es irgendwie näher bringen.

Ich weiß, viele Eltern kommen zu mir und sind verzweifelt und sagen, sie wissen nicht, wie soll ihr Kind gesund essen?

Und dann sage ich ihnen, geht ihr Kind in die Schule?

Ja.

Will es oft nicht in die Schule gehen?

Ja.

Aber sie schicken es trotzdem in die Schule?

Ja.

Ich wollte auch oft nicht als Kind in die Volksschule gehen.

Und ich bin trotzdem gegangen.

Man muss es trotzdem, gerade da muss man es näher bringen.

Die Geschmacksrezeptionen müssen sich daran gewöhnen.

Das ist dasselbe, wenn ich jetzt irgendwo in ein Land gehe, vielleicht in Afrika, wo ich nicht gewohnt bin, das zu essen, weil ich das auch nicht essen kann, weil ich das nicht gewohnt bin.

Man muss es halt geschmackvoll machen und man muss auch variieren können.

Trotzdem ist das einfach essentiell.

Für mich ist es sogar wichtiger als die Schule die Nahrung, weil die Nahrung die Gesundheit des Menschen ausmacht.

Und ohne Gesundheit können sie nicht in die Schule gehen.

Deshalb sage ich, ich kann sie verstehen und ich weiß, dass es anstrengend ist.

Aber dann vergleiche ich das mit den anderen.

Die Wichtigkeit.

Und wenn ich dann die Wichtigkeit erläutere mit solchen Beispielen, dann verstehen sie es auch.

Aber ich weiß es ja selber.

Ich bin als Kinderarzt.

Ich kenne ja, dass die Kinder nur einseitig sind in der Ernährung und das nicht wollen und schon früh ihre Vorlieben entwickeln.

Aber daraus kann man eine Stärke machen.

Dann kann man sich einen schon nachmachen.

Das mag ich, das mag ich nicht.

Und dann kann man in diese Richtung gehen.

Ja, ich bin auch Mama von Kindern und es ist das Thema.

Aber gerade, weil du auch die Gewürze angesprochen hast, reicht es auch schon, wenn man dann so ein normales Essen wie Pasta und in der Soße, dass man das dann mit Gewürzen anreichert, dass es schon leichter zum Verdauen ist und zu anderen Geschmacksrichtungen.

Natürlich.

Man kann ja so viel reingeben, dass die Kinder das gar nicht merken.

Es kommt immer auf die Dosis, wie viel man da reingebt.

Also das kann man auf jeden Fall machen.

Und wichtig ist auch, gerade Ayurveda sagt ja, man sollte ja verschiedene Geschmacksrichtungen ansprechen, weil die eine Wirkung auf unseren Körper haben.

Das Süße gehört einfach auch dazu.

Also im indischen Tali, wenn man eine Nahrung zu sich nimmt, ist es immer dazu.

Die Frage ist, wie viel ist das und was ist das?

Also wenn man so einen süßen Milchreis nimmt, anstatt von Gummibärli, macht das schon einen Unterschied aus.

Natürlich auch die Menge immer.

Wenn wir jetzt auf das Thema Infekte schauen.

Bevor wir online waren, haben wir schon kurz unterhalten und da hast du gesagt, jetzt geht ja auch wieder die Herbstsaison los und es ist offensichtlich ein Peak.

Magst du da ein bisschen was erzählen?

Also erstens, weil ich war von Familie, mein Papa ist heute an Corona erkrankt.

Es kommen ja verschiedene neuen Viren und da ist die Welle jetzt gerade hoch.

Viele, viele Leute sind momentan auch in Bekanntenkreisen, ich weiß nicht, wie es bei euch ist, sind momentan erkrankt.

Das habe ich auch schon vorher gesagt und das ist auch ein wichtiger Ansatz, also ein Punkt für mich.

Infektionen kann man nicht verhindern.

Die sind unser Teil des Lebens.

Wir können nur schauen, wie wir damit umgehen.

Kinder natürlich auch aus zeitlicher Sicht, weil jetzt die Schulen wieder beginnen, sie waren auf Urlaub, waren auf Reisen, jetzt kommen sie wieder zusammen, enges Umfeld.

Da kommt jetzt die Infektionswelle.

Das ist ganz klar, die Herbstzeit, wenn die Schulen beginnen, haben wir Kinder wieder Wärme zu tun.

Sie haben wieder zusammengekommen, irgendwas von da und da mitgenommen und dann fliegt es an.

Und dann natürlich gehen wir in Richtung Winter und da begünstigen wir einfach die Kälte, begünstigt ein paar Viren, die dann hochaktiv sind.

Dann haben wir auch die Grippewelle, die wird dann auch irgendwann mal im November anfangen.

Dagegen kann man sich schützen, wer mag.

Und dann natürlich für uns Kinderärzte ganz, ganz wichtig und leider auch für die Kinder unter einem Jahr sehr gefährlich ist der RSV-Virus.

Respiratory Sensitive Virus, der natürlich vor allem bei Säuglingen sehr viele Symptome machen kann, aber leider auch lebensbedrohliche Symptome.

Auch der Keuchhusten, der jetzt auch kurz hier fliegt.

Das ist was anderes.

Der Keuchhusten ist auch aktuell.

Ich muss ehrlich sagen, vor ein paar Jahren haben wir gar keinen Keuchhusten gesehen.

Das war sehr selten.

Das war etwas Exotisches.

Und dieses Jahr haben wir so viele gehabt, das ist so wie normal.

Einer der Gründe, sagt man, ist auch die Durchimpfungsrate, dass es runtergegangen ist.

Man kann sich dagegen schützen.

Das selbe hat zehn Jahre.

Aber auch, vor allem bei älteren oder jungen Menschen kann es zu gefährlichen Erstickungsgefahren führen, weil das hat, wie der Name schon sagt, man keucht, man bekommt so Anfälle und vor allem erbrechen dann viele Leute dabei.

Und der RSV-Virus, da habe ich dich jetzt unterbrochen.

Genau, das ist halt von uns.

Das ist der, der uns Sorgen macht im Winter.

Das ist der Virus, der bei kleinen Säuglingen sehr schwierige Symptome machen kann.

Sein Atemwegsinfekt mit Husten.

Und da sind wir immer schon letztes Jahr, nach Corona-Pandemie hat es schon früher angefangen.

Weil die Kinder auch dann in Quarantäne waren, haben die Symptome leider schon sehr früh angefangen.

Und laut Statistik werden müssen 80% der Säuglinge, die das bekommen, leider auch ins Krankenhaus.

Deshalb ist es für uns halt immer im Hintergrund spielt dieser Virus eine sehr wichtige Rolle.

Und woran liegt es jetzt, wenn diese Infektwelle kommt?

Das trifft auf die Kinder und manche Kinder, die haben gar nichts davon und andere, die werden super krank oder viel schneller krank und andere, die berührt es nicht mehr.

Wir sind ja alle Menschen, sind Individuen.

Das heißt, ein Kind ist nicht wie das andere.

Das heißt, manche können manche Symptome besser verkraften, andere nicht.

Und deshalb ist es so, wie auch bei erwachsenen Menschen, bei Kindern umso mehr, dass wir unterschiedlich das Immunsystem, der ganze Körper mit Krankheiten umgeht, wie andere.

Manche haben nur Fieber, haben 39 Fieber und spielen herum und haben nichts.

Andere haben 38 Grad und sind dann wirklich sehr schlapp, müde.

Das kommt eben auch auf das Kind an und auch auf die Verfassung.

Und da kann natürlich dann späterer, also ab 5, 6, finde ich, dann auch die Doshas eine Hilfe sein, wie man mit diesen Krankheiten umgeht oder was man machen kann.

Wie man dann die Nahrung anpassen kann, wie man den Lebensstil anpassen kann.

Was würdest du denn als generelle Empfehlung aussprechen, um das Immunsystem stark zu halten?

Um das Immunsystem eindeutig und das wird auch die Schulmedizin jetzt demnächst auch wieder forschen, ist die Nahrung, das Essen.

Das ist die tagtägliche Medizin, die wir zu uns einnehmen, ist das Essen.

Und das muss mehr propagiert werden.

Das muss endlich in die Köpfe geben.

Es ist nicht wichtig, ein Instrument zu lernen.

Es ist nicht wichtig, irgendwas zu lernen.

Es ist wichtig, zu kochen.

Es ist wichtig, für sich selbst zu sorgen.

Es ist so, das habe ich früher auch nicht gewusst, aber umso älter ich werde, umso mehr ich mich mit den Patienten beschäftige, umso mehr Patienten ich habe, umso mehr wird mir das klar.

Das wird am wenigsten Beachtung geschenkt.

Wenn ich ein Auto fahre, wenn es ein Diesel ist, kann ich nicht Benzin tanken.

Das wird irgendwann mal stehenbleiben, das wird nicht weit fahren und so ist es auch, wir müssen endlich anfangen auf unser Essen.

Und wir können nicht Urlaube planen, aber nicht in der Lage sein, am Abend ein Essen für uns zuzubereiten, wenn wir gestresst sind.

Das ist eigentlich pervers, wenn man darüber nachdenkt, weil das Essen ja uns gesund hält.

Ich rede jetzt nicht von genetischen Erkrankungen oder anderen, aber jetzt ein durchschnittlicher Mensch, der jetzt nicht irgendwelche schweren Erkrankungen hat, da ist das Essen essentiell, weil wir nehmen es auch.

Daraus entstehen unsere Haare, unsere Haut.

Dadurch wird unser ganzer Körper genährt.

Und warum schenken wir dieser Sache so wenig Aufmerksamkeit?

Jetzt durch die Schulmedizin, durch die Mikrobiome kommt es immer mehr in den Vordergrund.

Es ist noch, finde ich, meiner Ansicht nach, dafür, dass man so viel schon weiß, ist es noch wenig.

Aber man kann noch nichts damit anfangen.

Man weiß, dass die Nahrung, die man zu uns nimmt, unterschiedliche Wirkungen auf unserem Darm hat.

Dadurch entstehen verschiedene Mikrobiome, die Bakterien, und die sind verantwortlich für unsere Gesundheit.

Jeder von uns, der jetzt hat, hat auf der Haut irgendwelche Mikrobiome, hat im Darm, hat im Mund.

Und man hat bei manchen Sachen schon gesunde, also bei gesunden Menschen die Sachen transplantiert.

Man hat gesehen, aha, die Krankheit wurde plötzlich geheilt.

Man hat gesehen, aha, natürlich kann man jetzt nicht sagen, aber jetzt muss man gar nicht mehr so tief in die Materie gehen.

Und das Zweite ist die Morgenroutine, das Dritte ist die Tagesroutine.

Nahrung, Morgen, Tagesroutine.

Diese drei Sachen sind essentiell für die Gesundheit des Menschen.

Das sollte auch mehr von uns Ärzten propagiert werden, weil das ist ganz wichtig.

Das ist ein banales Beispiel, Zähneputzen.

Wir tun ja jeden Tag Zähneputzen.

Hoffentlich.

Wenn wir das nicht machen, was passiert?

Wir entwickeln Karies, wir bekommen faule Zähne.

Und so ist es eigentlich auch.

Und somit ist es mit anderen Teilen des Körpers auch, vor allem mit dem Geist.

Und das kann man schon im frühen Alter schon beibringen.

Das kann man schon bei Kindern ansetzen.

Was empfiehlst du da bei Kindern schon für Morgen- und Tagesroutine?

Also genauso wie beim Erwachsenen.

In der Früh aufstehen, man kann auch schon in der Früh die Zunge schaben, man kann die Nasendusche machen, man kann die Nase ölen.

Das hat mir der Professor Gupta, wo ich studiert habe, gesagt, dass es ein Geheimtipp für Erkältungen ist.

Also ein bisschen Öl oder Ghee nehmen und wirklich mit den Fingern dann reingeben.

Also reingeben und das wirkt als Schutz, als Barriere.

Kann das sein für Viren und Bakterien.

Und Tagesroutinen?

Tagesroutinen ist natürlich, jetzt habe ich ja gesagt von den Psychologen, dass jeder so eine Neigung hat.

Bei Kindern, die halt wirklich dann leicht gestresst sind, Bauchschmerzen, vor Angst oder Stress bekommen oder Kopfschmerzen, bei denen ist es wichtig, dass sie einen geregelten Tagesablauf haben.

Bei Kindern, die viel Energie haben, die ein großes Bitter haben, die wirklich auch immer wieder Entzündungen, da ist es wichtig, dass sie ausgelastet sind.

Dass sie dann nachher noch irgendwelche Aktivitäten haben und nicht eingedämmt werden.

Das kommt irgendwann mal raus.

Oder Kinder, die eher vielleicht faul sind oder sich nicht bewegen wollen und so weiter, denen man ein Helfen geben kann, machen wir jetzt einen Spaziergang.

Das wird dir jetzt guttun.

Und das ist wichtig und da kann man viel ansetzen.

Und da ist jetzt wirklich jedes Kind individuell.

Und Kinder sind durchaus schon sehr lernfähig in dem Alter, auch mit der Ernährung.

Wenn man sich nur darauf aufmerksam macht, meine Töchter, die checken mittlerweile, die eine hat mehr Watt, also wenn sie viel unterwegs ist, dass sie Pausen braucht und macht das dann auch schon selber und sagt, heute geht es nicht, heute brauche ich Pause.

Und die andere mit der Ernährung.

Wenn die ein paar Tage bei der Oma bitte weghört und mehr Quatsch isst, dann hat die gleich Entzündungen wieder und ist sehr anfällig.

Und das Klassische ist ja nach Weihnachten.

Viele Kinder kommen dann mit Magendarm, mit Verstopfung und so weiter, weil sie dann viele Kekse haben.

Ja, genau.

Kannst du uns ein paar Hausmittel, also Ayurveda-Hausmittel, die man bei so einer Erkältung, wenn die jetzt akut ist, anwenden kann?

Also erstens, das habe ich schon vorher erwähnt, ist wirklich, bevor man vielleicht auch außer Haus geht, mal ein bisschen Ghee oder Innenöl nehmen und mal die Nasenhöhlen damit einreiben, damit man so eine gesunde Barriere einen Schutz hat.

Das ist mal ein Mittel.

Dann natürlich auch auf lauwarmes Getränke.

Ich weiß, das ist jetzt immer der Klassiker-Tipp im Ayurveda, aber der ist doch wichtig.

Ja, also das ist doch wichtig, weil es einfach für unsere Verdauung ganz wichtig ist, dass man nicht, wenn man isst, irgendwas aus dem Kühlschrank, ein kaltes Getränk draufschüttet, weil unser Körper hat eine Kerntemperatur von 36 bis 37 Grad.

Das heißt, da macht das auch, wenn es jetzt nicht von der Schulmedizin ganz so untersucht ist, das macht so keinen Sinn.

Das heißt, da wird laut Ayurveda die Ernährung da nicht so effizient verdaut und da kann es zu Krankheiten kommen.

Dann ein sehr gutes Mittel, auch für Kinder, für die Tuchblutung, aber auch für die Abwehr, sind Ölmassagen, dass man die beim Schlafen gehen, wenn die Kopfschmerzen haben, Bauchschmerzen haben, dass man die Füße vielleicht mit Ghee einschmiert, das ist ein altes Ayurveda-Mittel oder mit einem anderen Öl.

Da werden auch Oxytocine freigesetzt, aber andererseits wird auch da ein Körperbewusstsein erschaffen, aber auch eine Nähe zu den Eltern und der massiert, aber auch laut Ayurveda auch eine Barriere für Viren und Bakterien.

Und in Krankheitsfall, wenn man jetzt Fieber hat und verschleimt ist und zurückschwimmt?

Genau, das kommt dann immer, das ist ganz eine gute Frage, da kommt es immer auf die Symptome an.

Das heißt, wenn ich jetzt Fieber habe oder einen schleimigen Husten, wie ich vorher schon gesagt habe, eine Pochitis habe, da würde ich ja abraten von Müsli mit Milch oder so etwas, weil Milch schleimbildend ist, also so schleimbildende Sachen, so wie Joghurt oder Milch würde ich ja weglassen.

Wenn ich jetzt eine Entzündung habe, würde ich über alles, was erzeugt, so Sachen vermeiden, so salzige, saure, scharfe Sachen würde ich vermeiden.

Tomaten.

Und wir sind in Ayurveda so kontrovers, ein bisschen das Thema, dass viel Säure bildet, auch so heizend ist in unserem Körper.

Und dann bei Kaffer zum Beispiel, die so viel Kaffer haben, da kann man natürlich auch mal mit Ingwer schauen.

Ingwer, Wasser und so weiter.

Aber da, wie gesagt, da gibt es nicht eine pauschale Empfehlung, sondern da ist wirklich, dass man individuell wieder macht.

Und das macht das auch für mich, das Ayurveda besonders, dass man dann wirklich individuelle Tipps geben kann und nicht sagen, ja, trink mal Ingwer.

Das kann für den einen gut sein, für den anderen kann es schlecht sein.

Wenn ich eine Mandelentzündung habe und Ingwer, das ist scharf, dann kann das egal effekt sein.

Ich möchte nur ein Thema ansprechen, und zwar die mentale Gesundheit bei Kindern.

Was ist denn da deine Erfahrung als Kinderarzt?

Als Kinderarzt kann ich da eindeutig sagen, dass es zunehmend Kinder sind zunehmend gestresst.

Also man sieht auch, es gibt eindeutige Studien, die sagen, dass der Stresslevel der Kinder auch die mentale Gesundheit schon ein großes Thema schon ist und leider auch durch die Sozialen Medien gefördert wird.

Es gibt verschiedene Studien, es gibt sehr, sehr viele Studien und Service arbeiten, die sagen auch, dass das Gehirn sich verändert.

Durch diese kurzen Informationen, die wir auf TikTok oder Instagram bekommen.

Früher ist man ja in eine Bücherei gegangen und hat aktiv gelernt.

Das heißt, Gehirnzellen sind dann entstanden, Synapsen sind entstanden.

Und da ist eher, leider zeigt das, dass da eher die Gehirnmasse dann zu den jeweiligen dafür Verantwortlichen abnimmt.

Und das zeigt sich schon bei ein paar Kindern anhand eines EEGs, an so Gehirnwellen, die gemessen werden.

Also diese Zahlen sind schon alarmierend und es wird in Zukunft auch darüber viel mehr Studien geben.

Aber unabhängig, auch wenn man keine Art Wissenschaftler oder Pädagoge ist, weiß man, dass das einfach nicht gut tun kann.

So viel Wissen und so viel Informationen in so einer kurzen Zeit zu konsumieren, das kann einfach nicht.

Das ist nicht mehr für uns Erwachsene.

Da gibt es genauso Studien für uns Erwachsene.

Das heißt, da sollte man wirklich achten, als Elternteil, was konsumiert mein Kind?

Wie lange ist die Bildschirmzeit?

Weil die korreliert auch mit der mentalen Gesundheit.

Da gibt es eindeutige wissenschaftliche Studien.

Dann gibt es natürlich auch Mittel, also im Ayurveda, dass man sich mit dem Kind beschäftigt, sich auseinander setzt, mit seinen Interessen.

Individuell kann man auch die Doshas mit einbeziehen.

Was gefällt dem Kind?

Wohin geht die Neigung?

Dass man da ein bisschen Hilfestellung bekommt.

Aber andererseits, ich bin halt ein sehr, sehr großer Fan von Meditation.

Man muss jetzt kleine Kinder nicht meditieren lassen, gleich und schützen, aber man kann Atemübungen machen, damit sich Kinder konzentrieren können.

Weil ich glaube, auch bei dieser Welt und mit dieser Geschwindigkeit, wie alles läuft, die Konzentration, die Achtsamkeit, das im Jetzt-Sein immer, immer, immer schwieriger.

Nicht nur für Kinder, sondern für uns auch.

Weil es momentan so viele Angebote gibt.

Alles ist schnell erhältlich.

Und damit muss ein Kind auch klarkommen.

Ich finde den Aspekt, ich habe noch nie gehört, dass die Gehirnzellen, also der Unterschied, wenn man was aktiv lernt oder was liest, dass sich Gehirnzellen bilden und durch diesen passiven Einstrom von Sinnes eindrücken, dass es da eher rückläufig ist.

Das ist sehr spannend.

Und das ist das eine.

Und das andere ist, damit zusammenhängende Gefühle oder Emotionen, die dadurch entstehen, da ist ein Gedanke, aber ein Gedanke erzeugt auch Emotionen und Gefühle.

Und was machen die mit uns?

Da gibt es leider auch in der Kinderpsychiatrie die Zahlen steigend.

Das heißt, das ist ein sehr großes Thema und wird leider in der Zukunft auch sein.

Kann man da so allgemeine Empfehlungen in punkto Bildschirmzeit abgeben oder ist das auch wieder typisch?

Man wird das nicht verhindern können.

Das ist der Lauf der Zeit.

Damals kam das Handy, dann kam das Telefon.

Es gibt immer wieder Videospiele.

Aber es wird halt immer, immer konzentrierter und extremer.

Ein Unterführungszeichen.

Weil man heutzutage ja alles machen kann.

Das heißt, wie ich das zum Beispiel schon vorher erwähnt habe, man braucht eigentlich nicht mehr rauszugehen.

Man kann zu Hause sitzen und kann eine virtuelle Brille haben und das muss man versuchen, diese Passivität wegzubekommen, gerade bei Kindern.

Dass sie trotzdem aktiv lernen und aktiv das Leben genießen und auch erkennen, dass die Online-Welt nicht die reale Welt ist.

Dass das nicht real ist, dass es nicht real ist.

Das real ist im Hier und Jetzt und das kriegen sie, nicht jemand anderer.

Und das wird, glaube ich, diese Grenze wird immer schwieriger.

Immer schwieriger.

Also ich beneide die Kinder heutzutage nicht.

Was in punkto Atemübungen, ab wann kann man denn das machen und was würdest du da sagen?

Also die Atemübungen sind ja jetzt auch, sobald das Kind so ein Bewusstsein hat und den Angaben befolgen kann, kann das jederzeit machen.

Also das ist, da gibt es kein…

Bei Meditationen natürlich, da muss man aufpassen.

Also was macht man?

Natürlich muss man da immer aufpassen, dass das jetzt nicht missbraucht wird für Manipulation und so weiter.

Aber andererseits ist das andere Social Media auch eine Art Meditation.

Man bekommt immer dasselbe, in einer Bubble immer dieselben Informationen und das ist ja dasselbe.

Es geht eigentlich in der Meditation und der Achtsamkeit darüber, dass man sich selbst hinterfragt und auch hinterfragt, was nehme ich da, konsumiere ich da.

Wenn ich jetzt Bilder mit Gewalt sehe und die ja natürlich zerscheuchen, dass man auch dann, und das geht ja, dass es diesen Feedback an sich selber gibt auch.

Gibt es irgendeine einfache Atemübung, die du uns mitgeben kannst für die Kinder?

Es gibt eine ganz plausible Atemübung, ist wirklich die Augen zu schließen und dann wirklich sich konzentrieren, das Einatmen und das Ausatmen.

Also wirklich die Augen zu schließen, einatmen, bis der Bauch sich hebt und ausatmen.

Und viele werden sich denken, das ist ein wenig banal, aber belegt euch mal in stressigen Situationen, wie oft wir flach atmen.

Ich weiß selber, wenn es eine Notsituation ist, also dann atme ich, und da ist ein großer Unterschied zu sehen, das Atmen, das ist unsere Energie, das ist der Sauerstoff, das ist noch Bewusstsein, immer zu atmen.

Das klingt immer so, ja, das sind schon wieder Atemübungen, aber nein, schaut euch mal, beobachtet das mal in eurer Umgebung, wie die Menschen atmen, wie sie sich aufbringen, wie flach die Atmung ist.

Also die tiefe Atmung ist ganz selten, weil wir halt oft, umso mehr wir unter Strom sind, umso flächer wird die Atmung.

Deshalb auch die Athleten, wenn die vom Langlauf zum Schießstand kommen und dann sind, bringen sie die Herzfrequenz runter, indem sie lange Atemzüge machen, sonst würden sie gar nicht schießen können, sonst würden sie zittern.

Und das kann man sich, diese Technik kann man sich auch aneignen.

Das kann man auch gegen Lampenfieber, das kann man auch den Schülern dann beibringen, wenn sie zum Beispiel eine Prüfung haben, eine Prüfung haben, wie wird damit umgegangen?

Also da kann man schon früh anfangen und nicht die Kinder bitte alleine lassen und sagen, jeder muss eine Prüfung machen.

Nein, da fängt es an, weil da entsteht schon das ganze Gerüst für die Zukunft.

Wie viele Atemzüge braucht es da oder kann man da auch von einem Kind?

Also ich würde da bei Kindern gar nicht so jetzt machen, einfach einatmen und sich darauf konzentrieren und immer darauf sagen, Kraft jedoch im Bauch, schau, hebt sich der Bauch oder hebt sich der nicht?

Und dann beim Ausatmen loslassen.

Und dann immer den Kindern sagen, fühlst du dich so rein, wie fühlt sich das an?

Atme jetzt normal.

Und dann wenn sie auch den Unterschied merken, Kinder sind sehr, sehr intelligent.

Das ist viel mehr als wir Erwachsene.

Super.

Ich möchte auch noch kurz hinweisen auf unsere nächsten Veranstaltungen.

Wir haben natürlich die nächsten Monate auch wieder kostenfreie Jugendtalks.

Der nächste ist zum Thema Brustgesundheit und im November haben wir dann deutlich wieder als Thema die Vietnische Astrologie.

Und bei uns starten jetzt auch wieder Herbstkurse.

Und da fängt am Sonntag der nächste an mit der Dr. Helene Attaller.

Da geht es um zeitlose Prinzipien für nachhaltige Gesundheit.

Das ist wirklich ein Ayurveda- Grundlagenkurs mit Vertiefung auf Vata-Dosha, was wir schon gehört haben, was jetzt im Herbst mehr Thema ist bei uns allen.

Und in der Woche drauf ist dann die Bernadette Fuschlberger-Püringer, alteingesessene Ayurveda-Praktikerin in Salzburg.

Und da geht es um Dosha-Wissen vertiefen und wie man die eigene Konstitution besser versteht und die Doshas wirklich erkennt im Alltag und in seinem Tun und wie man so ist und was man gerne mag.

Also ich habe einen Roman geschrieben, der wurde vor drei Monaten veröffentlicht.

Also es ist eine fiktive Geschichte.

Also da ich habe als Student Sterbe- und Traubegleitung gemacht und habe auch einen Querschnitt Geliebten damals begleitet und daraus ist eine Idee entstanden mit dem Thema Tod, Sterben aber auch Gesundheit.

Und daraus ist eine Geschichte entstanden und ja, da habe ich das Buch veröffentlicht.

Das war auch alles spannend für mich.

Das erste Mal in meinem Leben.

Und ja, es ist bis jetzt gut angekommen und dann, wer Lust hat, kann natürlich mal im Internet, gibt es auch Leseproben darüber und kann mal reinschauen.

Okay.

Das gibt es in jedem Buchhandel?

Also man kann es online, also man kann es auf der Marie-Hilfer-Straße in Wien online vor Ort kaufen, aber auch in der Buchhandlung analog.

Das ist eine sehr süße kleine Buchhandlung in der Otto-Bauer-Gasse.

Ansonsten kann man das im Amazon und überall kann man das online bestellen.

Die Anarchie der Gedanken.

Die Anarchie der Gedanken, ich habe es in der E-Mail, die dann um 8 Uhr rausgeht, auch verlinkt auf Thalia.

Ihr könnt es natürlich auch, wie gesagt, auf Amazon oder in anderen Buchhandlungen.

Wie ist es zu dem Titel gekommen?

Gerade auch, weil wir das Thema, das kann man auch damit verbinden, die Anarchie der Gedanken.

Es herrscht immer Gedanken und wir werden uns das nicht bewusst.

Das heißt, immer verschiedene Emotionen, Gedanken und so weiter und oft denken wir, warum bin ich jetzt schlecht gelaunt oder ich habe dies und das.

Wie ich vorher schon gesagt habe, Morgenroutine, Tagesroutine.

Es ist wichtig, auch artsam gegenüber seinen Gedanken zu sein, was man aufnimmt.

Zähneputzen, wir tun zweimal hoffentlich am Tag Zähneputzen.

Das Angesammelte muss weg.

Genauso ist es in unserem Kopf.

Da kommen viele ungefilterte Sachen und wie wir auch schon gesagt haben, bei Kindern heutzutage noch mehr durch diese Informationsflut, die sie haben, ist es umso mehr wichtig.

Und da geht es auch um die Hauptprotagonisten, die auch mit diesem Thema zu kämpfen haben.

Also mit Gedanken und Emotionen, die oft nicht mit Medizin zu tun haben, sondern durch die Umwelt verursacht wurden, aber die doch für Arbeit gehören.

Ich habe Meditation zu deiner persönlichen Morgenroutine.

Also ohne Meditation hätte ich selbst wahrscheinlich schon einen Burnout bei den ganzen Sachen, die ich mache.

Meditation kann ich Ihnen nur empfehlen und es gibt mittlerweile so viele Studien, auch von der Schulmedizin, die besagen, dass Gehirnstrukturen sich verändern.

Es ist nicht religiös oder esoterisch, es ist so wie eine Übung, so wie wenn man Sport geht, das Herz-Kreislauf trainiert, ist Meditation eine Art Übung oder eine Art Medizin für den Geist.

Ja, danke für die Inspiration.

Das kann man anhand von MRT schon sehen.

Da tut sich vieles.

Das ist schon sehr gut erforscht.

Und sieht man das während dem Meditieren, dass sich da im Gehirn was verändert oder dass wirklich auch nachhaltig das Gehirn sich verändert?

Also, die Amygdala, ein Zentrum für Angst im Gehirn zum Beispiel, nimmt ab.

Das ist bewiesen wissenschaftlich.

Das ist das Beptilien-Gehirn.

Genau, das nimmt ab.

Und auch andere Strukturen können sich verändern.

Es kommt immer darauf an, wie tief die Meditation ist, aber da ist es schon bewiesen, dass es abnimmt.

Und es ist auch eine Art Feedback.

Man beruhigt sich, man ist achtsamer.

Es hat auch auf vielen Ebenen einen Einfluss.

Was sind denn erste Warnzeichen, die uns darauf hinweisen, dass die Kinder mental überfordert sind?

Wesensveränderung.

Wir fragen immer, ist das Kind anders als sonst?

Das merken ja Eltern.

Manche sagen dann, es zieht sich immer mehr zurück.

Bei manchen ist das Gegenteil.

Es ist mit mehr Aufmerksamkeit.

Es ist dann ganz so, ich kenne mein Kind nicht mehr.

Als erstes wird immer an ADHS gedacht.

Aber ADHS, das kann man alles.

Da gibt es halt Diagnosen, die man stellen kann.

Aber das ist der erste Hinweis, es zieht sich zurück.

Oder ist es immer so gereizt?

Das muss jetzt nichts Großes bedeuten.

Aber es kann ein Anzeichen für Unruhe sein.

Wenn die Eltern so ein Bauchgefühl haben, da höre ich immer auf die Eltern, auch bei Krankheiten, wenn sie sagen, da stimmt etwas nicht und ich fühle das.

Dann bringen sie meine Antennen auch schon ganz hoch.

Das ist auch eine Frage bei mir, wenn Kinder in die Notaufnahme kommen.

Da frage ich auch oft, haben sie das Gefühl, dass das Kind anders ist als sonst?

Ist das Wesen verändert?

Das kann sein.

Wesen verändert, vom Verhalten ist es unterschiedlich als sonst.

Ansonsten können natürlich manche Sachen schleichend kommen.

Schleichend, dass es sich entwickelt, wenn man zunehmende Prüfungsangst hat, z.B. Klassiker bei Kindern.

Dass es immer so ist, dass man gar nicht mehr in die Schule geht.

Aber da muss man ansetzen.

Da gibt es verschiedene therapeutische Ansätze.

Daniela sagt, vielen Dank für diesen wunderbaren Talk.

Sie liebt die Idee, dass Kinder kochen lernen sollen.

Das Wichtigste im Leben ist die Ernährung.

Das ist lustig.

Man kann ohne Mathematik überleben.

Aber kann man ohne Essen überleben?

Nein.

Was wird uns in der Schule gelehrt?

Mathematik ist gut.

Aber man muss die Prioritäten sehen.

Jeder von uns hat gekocht.

Obwohl meine Eltern Restaurants hatten.

Aber wenn man zum ersten Mal von zu Hause aus sieht, dann merkt man, wie wichtig das eigentlich ist.

Da wollte ich dich auch noch fragen.

Hast du noch, es sind auch andere Pädagoginnen dabei, die mit Kindern arbeiten.

Hast du da noch Tipps?

Auch für mentale Gesundheit, was man in einem Klassenverband oder in einem Gruppensetting einbringen kann?

Von meiner Kinderambulanz, wo ich arbeite, haben wir ein multipunktionelles Team.

Da haben wir Therapeuten, Ergotherapeuten, die tun wir ganzheitliches.

Und da muss jeder ansetzen.

Das heißt, da ist nicht nur einer, sondern nicht nur die Eltern oder der Arzt.

Da gibt es viele Möglichkeiten, wo dem Kind geholfen werden kann.

Und da ist es wichtig, natürlich, meine Aufgabe ist es auch als Arzt, das zu reagieren.

Zu finden, wohin passt das.

Aber da ist zum Beispiel manchmal, wenn Kinder kommen und die Eltern sagen, da kann man eine Entwicklungstiergnostik machen, da schaut man sich an, wie es ist.

Hat es Ernährungsprobleme oder wir wissen nicht weiter, was es ist.

Wir haben Blutabnahmen gemacht, alles ist in Ordnung.

Dann haben wir auch Ernährungsberater.

Also wir fangen, wir arbeiten sehr eng und ich finde auch, dass es in Österreich ganz gut funktioniert.

Auch was Sprachentwicklung ist und das andere.

Natürlich, wo überall, gibt es viele Kinder und wenige Therapeuten.

Und das ist ein großes Problem.

Auch die langen Wartezeiten.

Also du sagst, im Team arbeiten.

Im Team miteinander helfen.

Es hat nicht nur einer, die weiß, dass es viele Weisheiten gibt.

Auch im Ayurveda gibt es nicht nur einen Ansatzpunkt, sondern im Ayurveda gerade gibt es viele Ansatzpunkte.

Da fängt man ja schon an mit der Temperatur, mit dem Land, wo man geboren ist.

Mit dem Zeitpunkt der Erzeugung.

Es gibt viele Faktoren und die muss man dann und dann gibt es auch natürlich dadurch viel mehr Ansatzpunkte.

Viel mehr Möglichkeiten.

Da gibt es nicht nur eine Tablette, sondern viel mehr, wo man etwas machen kann.

Was sagst du aus deiner Erfahrung?

Was würdest du allen Eltern und Pädagogen und Großeltern mitgeben als Tipp?

Was ist wichtig für unsere Kinder heute?

Für die Kinder ist es wichtig, wirklich die Individualität zu erkennen und zu sehen, welche Neigungen entwickelt das.

Man kann vier Kinder haben und eine kann zum Beispiel da ein Talent haben, das andere da.

Drei Kinder können super lernen, das andere nicht.

Nicht mitgehen lassen, sondern wirklich diesen Dingen Aufmerksamkeit geben und dann auch die richtige Richtung wählen.

Also fördern.

Nicht als selbstverständlich, nur weil es sieben Kinder so machen, ist es so.

Keine Pauschalisierung, das schadet Kindern.

Das sind schon junge Erwachsene, die wissen ganz genau, was sie wollen.

Und wissen auch, was sie wollen und nicht wollen.

Und das kann man früh schon fördern.

Damit meine ich jetzt nicht falschen Ehrgeiz der Eltern, sondern es geht wirklich um die Gesundheit, achtsam zu sein.

Und wie ich schon vorher gesagt habe, diese Routinen, diese Morgenroutinen, diese Stressverarbeitungstools mitgeben.

Und nicht erst, wenn man dann 30, 40 ist, dann den ersten Tag, dann wird man es lernen.

Diese Sachen können schon in der Kindheit mitgegeben.

Genauso wie die anderen, genauso wie wenn man zum Fußballverein geht oder Instrument spielt, ist das glaube ich schon sehr wichtig.

Und da ist wichtig, da wird zu wenig gemacht.

Da wird einfach angenommen, dass sie das können.

Genauso wie beim Lernen, das Thema Lernen.

Gibt es da Hilfen, dass man lernt?

Gibt es eine Schule, wo man lernt, wie man lernt?

Nein.

Man steckt das Kind in die Schule und erwartet, dass es dann je nachdem lernen kann.

Die einen bekommen Nachhilfe, die anderen nicht.

Aber es gibt nicht mal, wo es gelehrt wird, wie lernst du?

Nein, das gibt es nicht.

Und da fängt es schon an.

Und da sollte viel mehr Achtsamkeit in diesen Dingen gegeben werden, damit man dann Vorbeugung für die Zukunft hat.

Jetzt nicht nur in Bezug aufs Lernen an sich fürs Leben, sondern dass man nicht in eine Überforderung kommt oder wie darf ich das verstehen?

Genau.

In einer Überforderung, dass man Tools hat, dass man als Kind schon weiß, aha, wenn das zu viel ist, kann ich jetzt mich zurückziehen, kann ich atmen.

Genauso wie Kinder sind so intelligent, man lernt ja auch, man gibt sie in andere Kurse.

Man kann auch, du, wenn es dir nicht gut geht, dann solltest du das weniger essen.

Dann kannst du vielleicht das machen.

Gleich einbeziehen.

Wenn es ein Elf-, Zwölfjähriger schon lernt oder so ein Siebenjähriger, wird es dann mit 18, 20, 35, 40, 45 wieder dankbar sein, dass er das schon gemacht hat und das nicht mit 45 lernt.

Also das sind Sachen, die essentiell sind.

Das sind nicht irgendwelche Hobbys, sondern das sind für mich lebensnotwendige Sachen.

Ich merke auch bei meinen Kindern, die sind jetzt am Sprung in die Pubertät und die gehen dann, also wenn ich meine Kommentare abgebe zu ihrem Lebenswandel oder was jetzt gut wäre, ich habe ja immer bessere Ideen für die Kinder als sie selber, dann gehen die zwar da oft in die Gegenwehr, aber ich merke, dass es trotzdem ankommt.

Dass sie das mitintegrieren.

Es ist super.

Ich kann nur von mir das Beispiel nennen, mein Papa hat mich damals immer zu den Meditationskursen mitgenommen.

Und es war so langweilig.

Es war für mich am Anfang, ich war mit meinem Bruder und meinen Geschwistern, wir sind immer rausgegangen, weil wir immer Lachkrämpfe bekommen haben.

Für uns war es total langweilig.

Aber er hat das immer dann gemacht.

Er hat uns nicht frustriert, er hat immer uns mitgenommen.

Und dann mit 2021 habe ich dann irgendwann mal selber angefangen zu meditieren.

Das heißt, er hat uns nicht gezwungen, aber er hat uns immer das Interesse gezeigt und hat uns immer mitgenommen.

Irgendwann mal hat er es irgendwie übergeschnappt.

Ich liebe ohne Meditation, könnte ich es mir nicht vorstellen.

Ich weiß noch ganz genau, wie ich mir gedacht habe, das ist so langweilig.

Ich konnte nicht mal fünf Minuten, und wenn die die Augen dann zugemacht haben, dann war es das langweiligste von allem für uns.

Aber so sind wir dann reingekommen, bin ich persönlich reingekommen und habe daraus gelernt.

Man kann ja die Kinder mitnehmen.

Die Eltern sind Vorbilder.

Man muss sie gar nicht sagen, sie sollen es machen.

Wenn sie es sehen und denken, das ist richtig für sie, machen sie es automatisch.

Ja, das stimmt.

Bist du als Kind auch schon mit Ayurveda-Wissen groß geworden?

Da meine Eltern aus Indien kommen, es wird dort nicht gesagt, wir machen jetzt Ayurveda.

Es ist ein Bestandteil von der Kultur, von der Tradition.

Natürlich nicht immer alles ayurvedisch, aber schon viel.

Zum Beispiel kann ich mich noch erinnern, diese Ölmassagen.

Wenn wir krank waren, haben wir immer Massagen, Fußmassagen, Kopfmassagen bekommen.

Das war immer sehr traditionell.

Das haben wir immer bekommen.

Dann habe ich verstanden, warum wir das gemacht haben.

Schön.

Was ich noch sagen will, weil jetzt auch der Winter da ist, man muss sich nicht viele Sorgen machen.

Eine ist auch, sich ständig über Krankheiten Sorgen zu machen.

Das ist mir wichtig.

Das ist ein Teil des Lebens und wir müssen damit umgehen lernen.

Vor allem bei solchen Zeiten, wo es immer weniger Ärzte gibt können wir sehr viel selber tun.

Vor allem auch, das habe ich schon öfters erwähnt, das Kind als Individuum betrachten.

Also nicht sagen, das ist ein Kind und das pauschalisieren.

Ein Kind ist ein kleiner, erwachsener Mensch.

Die wissen oft sehr genau und wissen auch immer, was sie wollen.

Und auch diesen Neigungen langsam nachgehen.

Und auch den Kindern neben den Hobbys und anderen Förderungen, die man dann will, dass die Kinder das lernen, auch die Nahrung nahe bringen.

Also sagen, heute kochen wir das.

Sich damit auseinandersetzen.

Das ist, finde ich, das Guthaben.

Das ist das Erbe, was man mitgeben kann.

Das ist gar nicht so wichtig als das Geld, das man vielleicht irgendwann mal mitgibt.

Was man den Kindern vererbt, ist diese Nahrung, dieses Wissen, das sie früh schon bekommen, früh schon agieren können und früh schon vorbeugen können.

Das ist unglaublich, wenn ich dann 50, 60-Jährige sehe, die das nie gelernt haben, leider.

Die unter Bluthochdruck leiden.

Und die dann in der Früh ihr Käsebrot mit Schinken und so weiter nehmen und ihre Tabletten.

Nichts gegen Schinkenbrot und Käsebrot, aber wenn man diese Symptome hat, dann ist das nicht gut.

Man sollte nicht anders wissen, weil sie das ganze Leben schon so gemacht haben.

Dann wird es schwer, mit 65 oder 70 denen noch das beizubringen.

Die Frage ist, wie weit das Stressige ist.

Und dann ist es wichtig, schon früh anzufangen.

Vielen Dank.

Das waren schöne, abschließende Worte.

Die Stunde ist verflogen.

Vielen Dank für deine Zeit.

Ich bedanke mich und vielen Dank für die Einladung, liebe Ursula.

Vielen Dank, du machst das super.

Schaut in die zukünftigen Podcasts rein.

Alles Liebe, alles Gute und bleibt gesund.

Danke.

Schönen Abend euch.

Danke.

Übergänge im Leben mit Ayurveda meistern

Unser Leben verläuft in Rhythmen und Wandlungsphasen – die Übergänge zwischen den Phasen des Lebens sind meist fordernd und machen uns empfindlicher für äußere Einflüsse. Mit Ayurveda lernen wir die richtigen Dinge zur richtigen Zeit zu tun und Achtsamkeit in die Gestaltung unseres Tages bringen. Mit den richtigen Routinen zur richtigen Zeit haben wir die Zügel in der Hand, um auch schwierige Wandlungsphasen zu meistern.

In dieser Podcast Solofolge mit Ursula Feuerherdt hörst Du, wie wir die rhythmischen Übergänge im Leben nutzen können und wie Ayurveda helfen kann, das Leben so zu führen, dass wir die Energie des Moments nutzen, anstatt gegen den Strom zu schwimmen.

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Das erfährst Du im Interview:

  • Warum es hilfreich ist, Phasen der Veränderung bewusst zu gestalten.
  • Wie das richtige Timing dabei helfen kann, den gegenwärtigen Moment bestmöglich zu nutzen.
  • Wie wir mit Ayurveda lernen mit dem Strom zu schwimmen und mit Energie durchs Leben zu gehen, anstatt Kräfte raubend gegen den Strom zu scheimmen.
  • Wie Ayurveda auf die unterschiedlichen Tages- und Jahreszeiten schaut.
  • Wie wir die Übergänge zwischen den Jahreszeiten meistern können.
  • Anregungen für gelungene Übergänge im Alltag.

Zur Podcast Folge:

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Audio-Transkript der Podcast Folge „Übergänge im Leben mit Ayurveda meistern“ (automatisch erstellt)

„Und so verstreichen ganz viele Augenblicke, die uns eigentlich dabei helfen würden, dass wir ein ganz spannendes Leben führen, indem wir einfach mitkriegen, was rundherum passiert und nicht nur mit dem beschäftigt sind, was wir eh schon kennen, weil es unser Gehirn quasi in Dauerschleife reproduziert.“

Herzlich Willkommen bei Folge 33 von Verstehe Ayurveda, Verstehe Dich.

Heute gibt es eine Solo-Folge mit mir, Ursula Feuerherdt, und Du hörst den Podcast der Jadeflower Academy.

Heute geht es um das Meistern von Wandelphasen mit Ayurveda.

Wir alle kennen Phasen des Wandels aus unserem eigenen Leben oder Phasen des Übergangs.

Ich denke da jetzt zum Beispiel, unsere größte Wandlungsphase oder Übergangsphase, die wir alle schon gemeistert haben, war unsere eigene Geburt.

Und die Herausforderung an solchen Phasen ist, dass da zieht schon eine Energie in die neue Richtung, aber gleichzeitig sind wir auch noch nicht fertig mit dem Alten und uns hält noch etwas fest.

Eine andere Situation, die mir einfällt, ist zum Beispiel ein Umzug, Übersiedeln, wie man in Österreich sagt. Und da ist es auch so, diese Übergangsphase, wo sich dann schon die Schachteln zu Hause stapeln und man ist noch nicht dort und auch noch nicht so richtig, also man ist noch nicht am neuen Ort angekommen und das alte Zuhause ist auch nicht mehr wirklich gemütlich.

Diese Phasen sind unangenehm.

Und im Ayurveda, da geht es ganz viel um Rhythmus und Balance.

Also Ayurveda wird auch als Balancelehre bezeichnet, aber auch als Rhythmuslehre und es ist auf jeden Fall eine Naturwissenschaft, die sich an die Natur orientiert.

Es gibt ja ganz viele natürliche Rhythmen, denen wir unterlegen sind und die wir einfach so hinnehmen, ohne groß darüber nachzudenken.

Da gibt es zum Beispiel im Großen eben wie gesagt Geburt und Tod, also das bleibt uns alle nicht erspart.

Dann gibt es große Lebensphasen, das Babyalter, Kleinkindalter, Jugendliche, junge Erwachsene und so weiter.

Und wenn wir dann ins Kleinere schauen, dann verändern wir uns auch im Laufe eines Jahres, also es passiert ja was mit uns, je nachdem wie die Jahreszeit draußen ist, unser Körper ist im Sommer anders als im Winter, wir mögen andere Sachen, wir tun andere Sachen und wenn wir dann nur mehr herunterbrechen auf die Ebene von einem Tag, dann ist es da genauso, dass wir morgens anders drauf sind wie abends und untertags, wir tun andere Sachen, wir spüren andere Energien und wenn wir dann noch mehr ins Detail gehen, dann bricht sich das noch runter auf Rhythmen wie Einatmen und Ausatmen oder unser Herzschlag oder alles was unseren Körper so steuert, also die Verdauung, das sind Dinge die passieren ganz automatisch und rhythmisch und wenn wir unser Leben gut führen und gut essen, dann ist das auch sehr regelmäßig und wir fühlen uns einfach gut.

Warum ist es überhaupt wichtig, dass man Übergänge bewusst gestaltet oder warum gibt es diesen Podcast überhaupt zu dem Thema?

Es ist ja so, dass wir viele Situationen im Leben tagtäglich gar nicht mitkriegen, also wir sind beschäftigt mit dem was vor uns liegt oder im besten Fall mit dem was vor der Nase liegt und ansonsten denken wir an das was noch war oder was wir tun sollen und was in der Zukunft liegt und in diesem ewigen Gedankenstrom der nie aufhört, da fallen uns ganz viele Sachen gar nicht auf, also das Leben zieht quasi an uns vorbei und wir sind in unserer eigenen Gedankenglocke gefangen und kriegen gar nicht mit was rundherum passiert und so verstreichen ganz viele Augenblicke, die uns eigentlich dabei helfen würden, dass wir ein ganz spannendes Leben führen, indem wir einfach mitkriegen was rundherum passiert und nicht nur mit dem beschäftigt sind, was wir eh schon kennen, weil es unser Gehirn quasi in Dauerschleife reproduziert, wir machen ja alle immer die gleichen Gedankenschleifen und so weiter und da kann ich nur empfehlen, Meditation ist da ein Weg, um da ein bisschen breiter zu werden und achtsamer im Tag oder ihr könnt es auch für diejenigen, die Yoga machen, da gibt es ja auch einen Grund, warum man am Anfang und am Ende der Yoga Praxis erst einmal in sich geht und schaut, was ist jetzt gerade los bei mir, wie geht es meinem Körper, was passiert mit meinen Gedanken, wo ist mein Geist und dann versucht man auch bei der Yoga Praxis so anwesend wie möglich zu bleiben und das wirklich zu genießen und das ist auch das, was dann die Yoga Praxis, warum die so viel Energie bringt, weil damit auch Körper und Geist wieder in Einklang kommen und das schenkt uns wahnsinnig viel Energie.

Wenn wir das machen, dann sind wir quasi im Energiesparmodus unterwegs und nicht immer dagegen oder quasi Gas geben mit Handbremse eingezogen.

Und am Ende der Yoga Praxis, da fragen wir uns dann wieder, ok, wie geht es mir jetzt, was möchte ich mitnehmen davon und einfach nochmal so ein Moment der Achtsamkeit und genau diese Achtsamkeit, um die soll es heute gehen, die uns bei den Übergängen hilft.

Wenn wir was erlebt haben und wir wollen das integrieren, wir haben da was, was wir gelernt haben, was uns hilft, dann ist es gut, wenn man kurz innehält und dann sich auch nochmal fragt, ok, was ist jetzt gerade passiert und ganz bewusst weiß, ok, das liegt hinter mir, ich habe das abgeschlossen und jetzt setze ich ganz bewusst den Schritt hinaus in die nächste Tätigkeit.

Ich muss mir das selber immer sehr ermahnen, zum Beispiel beim Arbeiten, also liebevoll daran erinnern, sagen wir es mal so, wenn ich was geschafft habe, also es ist eine Sache abgeschlossen und ich denke mir, cool, oder ich denke mir es eben auch nicht und mache dann einfach weiter.

Mein eigener Wunsch an mich ist, da kurz Pause zu machen und mich auch innerlich zu loben, super, das hast du jetzt geschafft und dann vielleicht kurze Pause machen, aufstehen, frische Luft schnappen, kurz bewegen, was trinken und nicht sofort in die nächste Aktivität reingehen, sondern ganz bewusst, ok, das ist abgeschlossen und mich auch freuen drüber, weil die Arbeit, die hört sowieso nie auf, also meine Tendenz ist viel zu arbeiten und ich liebe das, aber es gibt dann auch die Tendenz, dass es einfach nie genug ist und wenn man sich dann bewusst sagt, toll, das hast du heute gemacht und das hast du geschafft oder sich am Abend dann nochmal herholt, was alles passiert ist, dann ist das wahnsinnig hilfreich, weil das Mindset, mit dem man dann auf den eigenen Tag schaut, ist ein anderes, man kann dankbar sein für das, was man geschafft hat, man kann vielleicht nochmal reflektieren, einfach dankbar sein für das, was passiert ist und was gut gelaufen ist.

Jetzt schauen wir aber mal auf die Ayurveda Sicht zum Thema Übergänge.

Es gibt ja das Dhinacharya, die ayurvedische Morgen- bzw.

Tagesroutinen und übersetzt heißt es den Tag meistern und den Tag zu meistern heißt, dass ich so präsent bin, dass ich die Energien, die im jeweiligen Moment präsent sind, bestmöglich nutzen kann.

Das ist so wie vorhin erwähnt, dann ist man im Energiesparmodus unterwegs oder noch viel besser, man hat quasi ständig den Finger in der Steckdose und kriegt ganz viel Energie, wenn man die richtigen Sachen zur richtigen Zeit macht, während wir aber oft unser Leben so führen, dass wir wie mit angezogener Handbremse Gas geben.

Ein Beispiel, wenn ich jeden Abend mir die Nächte um die Ohren schlage und bis nach Mitternacht arbeite, dann raubt mir das auf Dauer ganz viel Energie.

Die meisten von euch wissen ja, ab 22 Uhr sind wir dann wieder in der Pitta-Zeit und die Pitta-Zeit, die schenkt uns Energie.

Und diese Energie, die wird aber so vorgesehen, dass wir schlafen und dass in dieser Schlafenszeit die Transformation innerlich passiert, d.h. unser Körper macht Aufräumarbeiten, sowohl körperlich als auch mental, da werden die Eindrücke vom Tag verdaut, es wird alles, was wir über unsere 5 Sinne zu uns genommen haben, verdaut und es werden einfach, wie gesagt, Aufräumarbeiten gemacht.

Wenn wir diese Energie nutzen zum Arbeiten, dann fehlt uns die Aufräumarbeit im Körper und wir werden das merken, also es wird am nächsten Tag vielleicht noch nicht gleich merkbar sein, aber wenn das unser Lebensstil ist, dann betreiben wir auf Dauer Raubbau.

Und im Ayurveda, da geht es ganz viel darum, welche Tageszeiten haben welche Qualität und was kann ich da am besten machen.

Diese Rhythmen der Natur, das ist ja in den Faktor Zeit eingebunden und der Faktor Zeit, der gibt uns Struktur und der gibt auch unserem Körper und unserem Geist die Möglichkeit, sich fallen zu lassen und wenn wir diese Strukturen gut gestalten, dann hat unser Körper immer das Gefühl von Sicherheit und wenn sich unser Körper sicher fühlt, dann kann sich auch unser Geist wohler darin fühlen.

Da spreche ich zum Beispiel von regelmäßigen Aufsteh- und Schlafenszeiten, von regelmäßigen Essenszeiten, von einem halbwegs geregelten Lebensstil, der nicht jede Woche anders ist.

Ich möchte jetzt ein paar konkrete Beispiele bringen für Zeitpunkte des Tages, die ganz besonders sind.

Wenn wir mal in der Früh anfangen, im Ayurveda wird ja empfohlen, vor Sonnenaufgang aufzustehen, also vor 6 Uhr auf jeden Fall und in dieser Zeit, da herrscht eine ganz besondere Qualität.

Da sind wir noch in der Vata-Phase des Tages, da sind wir noch nicht in diesem erdigen Element von Kapha, sondern da sind wir noch in so einer luftigen Qualität, wo die Erde erwacht.

Da ist eine ganz besondere Energie und laut Ayurveda ist da die meiste Prana-Energie auch zu spüren im Universum und wir haben auch mit diesem vorherrschenden Vata in uns eine sehr gute Möglichkeit, uns damit zu verbinden, weil wir eben diese Elemente Luft und Äther noch mehr in uns haben und das unterstützt sehr zum Beispiel das Meditieren.

Dieser Übergang von Tag, Nacht und Nacht, Tag, das ist ja schon der Aufwach-Moment und der Einschlaf-Moment sind ganz besondere Momente, wo sich beim Einschlafen das Bewusstsein zurückzieht in unterbewusste Ebenen und beim Aufwachen erwachen wir einfach wieder und das sind so besondere Momente, die wir gar nicht greifen können, aber wir können lernen ein Ritual daraus zu machen, zum Beispiel, dass man das Aufwachen eben bewusst gestaltet, dass man die Uhrzeit, wenn man aufwacht, bewusst gestaltet und da gibt es im Ayurveda eben diesen besonderen Moment, also diese besondere Zeitspanne, die wird Brahma-Muhurta genannt.

Muhurta können all diejenigen, die mit vedischer Astrologie vertraut sind, das ist ein glücksverheißender Moment und das ist 48 bis 96 Minuten vor Sonnenaufgang, wenn man es ganz traditionell betrachtet.

Das ist quasi die sattwische Stunde des Tages, das ist die Schwingung des Raums am reinsten und am erfülltesten von Prana, wie schon erwähnt und wenn wir unsere Aufstehzeit bewusst so gestalten, dann nehmen wir schon mal beim Aufstehen die beste Energie mit und so kann man nach ayurvedischen Prinzipien seinen Tagesablauf so gestalten, dass der restliche Tag auch die meiste Energie nutzt, die gerade da ist, also die Qualität der Tageszeit immer nutzen und dann schauen, dass man damit so bewusst wie möglich umgeht.

Wenn die das interessiert, haben wir dazu auch einen Online-Kurs, Leben im Flow, Ayurveda und Chronobiologie mit der Daniela Wolf und da erfährt man dann mehr, welche Qualität des Tages, zu welcher Uhrzeit herrscht und wie man das am besten nutzen kann, der startet am 20.

Oktober, findest du auf unserer Website.

Wenn wir jetzt wieder ein bisschen größer schauen auf die Jahreszeiten, dann ist ganz klar, dass die schon immer einen großen Einfluss auf unsere Gesundheit gehabt haben, deswegen kennen wir am Ayurveda auch jahreszeitliche Routinen, das sogenannte Rutajarya und das ist angepasst eben an die jeweilige Klimazonen, Lebensbedingungen, aber je nachdem wie das Jahr voranschreitet, verhält man sich anders, also es kann sein, dass sich dann unser Schlafrhythmus anpasst, dass wir unsere Ernährung anpassen, unsere Bewegung und was wir sonst als ausgleichende Maßnahme setzen.

Es gibt im Ayurveda grob drei Jahreszeiten, das ist der Spätwinter, Frühling, der dauert von Februar bis Juni und da ist das Kapha Dosha vorherrschend, da haben wir so diese Schneeschmelze, also das heißt draußen ist es nass, kalt, feucht und der Frühling, der ist auch vom Kapha Dosha beherrscht, das ist ja die Elemente Erde und Wasser und das ist die Jahreszeit Spätwinter Frühling, dann geht es über in den Sommer, Früh, Herbst, der dauert von Juni bis Oktober und da ist das heiße Pitta Dosha vorherrschend, das Feuerelement und wenn es dann in den Herbst, Früh, Winter geht, da ist Vata Dosha vorherrschend, also die Elemente Luft und Äther, also Raum und in dieser Zeit, da geht es auch darum, dass wir unser Nervensystem stärken.

Die Herbstzeit, die ist besonders fordernd, weil da viel Bewegung ist, also es ist nicht nur die Bewegung in unserem Leben, es ist die Bewegung im Außen, diese windige, raue, trockene und sehr unstete Bewegung des Wetters, die hat einen Einfluss auf uns und so wie sich draußen die Natur zurückzieht, die Pflanzen hören auf zu wachsen, man sieht den Vergänglichkeitssterbeprozess an den Pflanzen und so geht auch unser Körper in einen Rückzug.

Jetzt wo ich den Podcast aufnehme, haben wir noch August, aber die Übergangszeit zur Vataphase des Jahres, die steht uns kurz bevor und tatsächlich spüren wir jetzt schon die ersten Einflüsse dieser Übergangszeit.

Klassischerweise betrachtet man die astrologisch und zwar ist die Tag-Nacht-Gleiche, die ist jeweils genau in der Mitte zwischen dem längsten und dem kürzesten Tag des Jahres, die sind nicht immer am 20.

März, sondern am 20.

September und in der Zeit ist so der klassische Übergang und der geht natürlich nicht von einem Tag auf den anderen, aber unser System ist damit beschäftigt, also um die Übergangszeiten, da kann es sein, dass wir feinfühliger sind auf das Wetter, auf äußere Umstände, auf Stress oder dass unsere Verdauung vielleicht nicht so toll funktioniert, also wir merken einfach, unser System ist beschäftigt und das ist bekannt im Ayurveda, dass es uns da ein bisschen durchrüttelt, da sind wir wieder bei diesen Übergangsphasen, die unangenehm sind.

Und auch da gibt es eine Empfehlung vom Ayurveda, wie man damit umgehen kann und zwar, dass man genau in diesen Übergangsphasen in einen Detox geht, das heißt man oder in einen Retreat, also Reset, wie auch immer du es nennen magst, da geht es darum, dass wir unserem Verdauungsfeuer erstmal weniger zumuten, das geht nicht nur um die Ernährung, es geht auch um Sinneseindrücke, also man stärkt ganz bewusst die Verdauung, indem man erstmal reduziert und so gibt man dem Körper auch die Möglichkeit, Schlacken und Giftstoffe abzubauen, das kann man dann unterstützen mit Kräutern oder mit Bewegung natürlich und man kann diese Zeit ganz bewusst nutzen, um in Reduktion zu gehen und wieder ins Spüren zu kommen.

Und das Schöne an solchen Detox oder Reset Phasen ist, dass man dann wieder merkt, dass man mit mehr Leichtigkeit durchs Leben geht, dass man mehr geistige Klarheit hat, dass der Geschmackssinn wieder geschärft ist, für mich persönlich auch zu merken, dass ich nach ein paar Tagen in so einem Reset keine Probleme mehr habe, auf Süßes nach dem Essen zu verzichten und auch, dass ich jedes Mal überschüssige Kilos verliere, die sie jetzt so angesammelt haben im Laufe des Sommers und Urlaub fahren und Freunde treffen und so weiter, einfach ein schönes Leben führen und dann geht man wieder bewusst in die Reduktion und schenkt seinem Körper diesen Reset.

Im Ayurveda wird da unterschieden zwischen der Intensität, wie man das durchführt, da gibt es die klassische Reinigung, wo auch eine Ausleitung damit verbunden ist, die Toxine werden ausgeleitet, das kann man nicht alleine zu Hause machen, da braucht man medizinische Begleitung und das ist ein sehr intensives Verfahren, das auch körperlich und emotional mitunter fordernd ist und die andere, weniger intensive Umsetzungsmöglichkeit ist das Shamana-Ritual, das ist ein Linderungsverfahren, also das eine ist wirklich intensive Reinigung und das Shamana-Ritual geht um eine Linderung, beide Verfahren unterstützen, dass die Doshas wieder in Gleichgewicht kommen, dass das Akne gestärkt wird, unser Verdauungsfeuer, dass man Giftstoffe ausscheiden und abbauen und das Shamana-Ritual ist einfach alltagstauglicher, man kann es für sich alleine zu Hause machen und es ist ein sehr sanftes Verfahren und etwas das man auch sehr gut in den normalen Alltag integrieren kann, also man kann sich viele Teile davon mitnehmen und auch im restlichen Jahr immer wieder mal durchführen, zum Beispiel einmal in der Woche oder einmal im Monat, einfach um so eine Gewohnheit der Reinigung und der Reduktion mit ins Leben zu nehmen.

Wenn du da Begleitung möchtest in dieser Übergangsphase jetzt im September oder auch im Frühling, kannst du auf unserer Webseite im Kursangebot schauen, wir haben jetzt wieder einen Ayurveda Herbst Reset, der startet am 22.

September, das ist genau diese Tag-Nacht-Gleiche und da machen wir gemeinsam eine Woche Detox bzw.

Reset und da geht es nicht nur um Körperliches, sondern da geht es auch um das Nervensystem, also du lernst auch ayurvedische Methoden um das Nervensystem zu beruhigen und das funktioniert auch über die Ernährung, aber auch über die Yoga-Übungen, die da geboten werden.

Wir begleiten dich da eine Woche, damit du eine schöne Zeit haben kannst, die auf dich besinnen und deinem Körper wieder mehr Leichtigkeit schenken und dann frisch gestärkt für die kalte Jahreszeit da raus kommst.

Also wir starten da am 22.9. und bis 22.8. gibt es einen Frühbucher-Rabatt, den du da nutzen kannst.

Abschließend möchte ich da noch ein Beispiel nennen, das mir persönlich sehr wichtig ist und das mein Zugang war zum Ayurveda und zwar das war das Essen und auch hier sind Übergänge damit verbunden, also Essen und Ernährung ist für mich ein wichtiges Thema und ich liebe es und auch beim Essen kann man so ganz bewusst reingehen und rausgehen, so wie beim Yoga und abgesehen davon, dass regelmäßige Essenszeiten uns helfen, unser Essen besser zu verdauen, weil unser Körper stellt sich auf die Zeiten ein, das kennt jeder, der regelmäßig isst, also wenn die Essenszeit ist, dann sagt der Körper, hallo Hunger, wo ist das Essen, jetzt ist doch Essenszeit und wenn man unregelmäßig isst, dann kennt man das nicht und der Nachteil davon ist, dass sie unser Verdauungsfeuer nicht drauf einstellen kann.

Auch wenn man regelmäßig isst, kann sich unser Verdauungsfeuer umso besser darauf einstellen, was jetzt kommt, wenn wir uns vorher einen Moment nehmen und nicht sofort, also hinsetzen, essen, vielleicht abgelenkt sein, in ein Gespräch gehen, am Handy schauen, würde ich sowieso nicht empfehlen, aber wenn wir uns hinsetzen und zum Beispiel bewusst drei Atemzüge nehmen, vor dem Essen, vor dem wunderbaren Teller, das vor uns steht und wo uns der Geruch schon in die Nase steigt, man kann dann mal dran riechen und sich an dem Geruch und den Farben erfreuen und vielleicht, wenn man selber gekocht hat, weiß man, was drinnen ist, ansonsten kann man sich die Frage stellen, welche Gewürze kann ich erschnuppern und Allah bereitet unseren Körper auf das vor, was gerade passiert, man merkt es dann, dass einem vielleicht das Wasser im Mund zusammenläuft, man freut sich drauf und der Körper stellt sich darauf ein.

Und dann kann man sich aber auch noch einen Moment der Dankbarkeit nehmen und drei Atemzüge, indem man zum Beispiel beim ersten Atemzug sich bewusst macht, welches Wunder das ist, dass auf diesem Teller Zutaten aus der ganzen Welt zu uns gefunden haben, also welcher Reichtum und welches Glück ist uns beschert, dass wir sowas haben dürfen.

Dieses Privileg haben nicht alle auf der Welt.

Dann beim zweiten Atemzug können wir daran denken, wie viele Menschen da beteiligt waren, wie viele Hände haben geholfen, dass uns dieses Essen da beschert wurde.

Und am dritten Atemzug können wir an unser eigenes Verdauungsfeuer denken, an unsere Agni und da auch Richtung Solarplexus fokussieren und auch unserem Körper danken für dieses Wunder, dass aus einem Körper Fremdes, dass er das uns zu eigen machen kann und Lebensenergie daraus kreiert wird.

Und dann kann man beim Essen natürlich auch wieder ganz bewusst und langsam und wer gerne schnell isst, der kann vielleicht üben langsamer zu essen oder auszuprobieren, weil dieses gründliche Kauen, das ist eines der wichtigsten Dinge für eine gute Verdauung.

Und wer gewohnt ist schnell zu essen, der könnte zum Beispiel nach jedem Bissen das Besteck kurz ablegen, dann ein bisschen kauen und dann das Besteck wieder aufnehmen.

Und beim Essen ist auch gut, wenn man keine belastenden Gespräche führt, keine Streitereien, keine Nachrichten liest, weil man muss sich vorstellen, dass unser Verdauungsfeuer alles verdauen muss, was über unsere fünf Sinne auf uns einströmt.

Und wenn wir dann beim Essen zum Beispiel Streitgespräch führen, dann verdauen wir, dann müssen wir das mit verdauen.

Mit dem Streitthema macht es unserer Verdauungskraft einfach schwer, dieses gute Essen zu verdauen.

Und wenn wir dann fertig gegessen haben, dann können wir es wieder so machen wie beim Yoga, kurz sitzen bleiben und einen Moment nehmen.

Also es ist wirklich gut, nach dem Essen eine Pause zu machen, vielleicht nicht sofort aufzustehen und das Geschirr weg bringen oder gleich wieder an den Schreibtisch setzen und weiterarbeiten, sondern vielleicht nur ein paar Minuten sogar am Platz sitzen zu bleiben, einfach noch den Zustand genießen, in dem man gerade ist und dann ganz bewusst den Vorgang des Essens beenden und sich bewusst machen, dass der Körper jetzt alles bekommen hat, was er braucht und dass du ihm gerade das Bestmögliche gegeben hast.

Und wenn man dann aufsteht und man hat Zeit, dann ist es auch gut, wenn man sich noch ein paar Minuten auf die linke Seite legt.

Das hilft dann die Verdauungshälfte zu aktivieren.

Also ich merke den Effekt sehr, sehr stark, wenn ich mir die Zeit nehme und es kurz mache.

Tut mir wahnsinnig gut und dann kann man natürlich auch noch einen kurzen Verdauungsspaziergang machen.

Was nicht empfohlen wird, ist ein Verdauungsschlaf, weil das auch unseren Stoffwechsel runterfährt.

Also es fährt das ganze System runter und nach dem Essen braucht man ja einen aktiven Stoffwechsel, damit das Essen eben verstoffwechselt wird.

Und wenn wir uns dann hinlegen, dann ist das eigentlich kontraproduktiv.

Da baut man einerseits Kaffee auf, das heißt, wir schüren die Trägheit in uns und das Element der Schwere und Trägheitsstabilität wird mehr.

Und durch das, dass wir da so träge sind, ist auch unsere Verdauung träge in dem Moment und das Essen will verdaut werden und kann aber dann nicht optimal verdaut werden, wenn wir schlafen.

Und somit bauen wir auch Giftstoffe auf, also Arma bildet sich, es werden unverdaute Rückstände bleiben, die nicht ordentlich verdaut sind und die belasten auf Dauer das System und gelten immer wieder als Grundursache für Krankheit.

Und so gibt es jeden Tag ganz viele kleine Begebenheiten, wo es ein Anfang und ein Ende gibt und einen Übergang.

Und ich hoffe, ich konnte dir ein bisschen inspirieren, diese Übergänge ganz bewusst zu gestalten oder überhaupt erstmal wahrzunehmen.

Und diese Tage, die wir so gestalten, das heißt der Morgen, der Mittag, der Abend, die Zeit dazwischen, all das ist ja ein Mikrokosmos für den Makrokosmos, der unser Leben ist.

Das heißt, wenn ich gut in den Tag starte, dann habe ich einen guten Tag.

Und wenn ich einen guten Tag habe, dann habe ich eine gute Woche.

Und wenn ich eine gute Woche habe, dann habe ich einen guten Monat.

Und so kann ich mir den Grundstein setzen für ein gutes Leben, wo es nicht nur mir selber gut geht, sondern wo ich auch umso besser für andere da sein kann und wirklich auch bemerke, was überhaupt rund um mich passiert.

Danke, dass du zugehört hast und ich wünsche dir viele schöne Stunden und bewusste Übergänge in deinem Tag und in deinem Leben.

Bis zum nächsten Mal.

Deine Ursula

Das Vata-Syndrom – Dr. Helene Atalla im Podcast Interview

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Dieses Interview ist aus einem Newmoon Talk mit Dr. Helene Atalla, Fachärztin für Innere Medizin, Allgemeinmedizin und Ayurveda-Expertin.

Die feinstoffliche Bewegungsenergie von Vata ist heute bei den meisten von uns erhöht und bringt vielschichtige Probleme mit sich, die schulmedizinisch oft nicht an der Wurzel behandelt werden können.

Zum Interview mit Video auf Youtube

Das erfährst Du im Interview:

  • Das Vata-Syndrom – was ist das?
  • Was macht Vata mit uns und was passiert bei einer Erhöhung?
  • Psychosomatische Krankheitsbilder aus ayurvedischer Sicht
  • Familienalltag heute, was ist Vata erhöhend?
  • Erste Anzeichen einer Vata Erhöhung erkennen
  • Tipps, um Vata in Balance zu halten

Mehr über Dr. Helene Atalla:

Website: www.drheleneatalla.at
Instagram: www.instagram.com/dr_med_helene_atalla/
Facebook: www.facebook.com/dr.med.helene.atalla

Kurse mit Dr. Helene Atalla:

Zeitlose Prinzipien für nachhaltige Gesundheit / Ayurveda Grundlagen mit Vertiefung Nervensystem
Onlinekurs mit online-Live-Seminar, Start am 8. September 2024 (Recording bis 31.12.2024)


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Interview Transkript (automatisch erstellt)

Das Interview, das du gleich hören wirst, ist eine Aufnahme von einem Newmoon Talk mit Dr. Helene Atalla. Sie ist Fachärztin für Innere Medizin, Allgemeinmedizin und Ayurveda-Expertin.

Sie hat eine eigene Leidensgeschichte, die sie zum Ayurveda gebracht hat. Sie hat während ihrem Medizinstudium an einer schweren Migräne gelitten und hat das selber nur mehr mit permanenten Medikamenten in den Griff bekommen.

Worüber sie im Interview spricht, ist ein Thema, das ihr sehr am Herzen liegt und was auch damals ein Auslöser war für ihren Zustand mit der Migräne.

Sie sagt, das ist ein Zeitgeistphänomen und sie spricht deswegen so gerne darüber, weil viele psychosomatische Erkrankungen eben genau auf eine Ursache zurückzuführen sind und oft aus schulmedizinischer Sicht nicht festgemacht werden können.

Das Interview ist wirklich spannend zu hören.

Sie erzählt viele Zusammenhänge und auch in den Fragen dann im zweiten Teil des Interviews, da waren Hörerfragen, da gibt es ganz viele praktische Tipps für den Alltag.

Ich wünsche sie ganz viel Freude beim Hören.

Also erstmal herzlich willkommen Helene, danke, dass du da bist.

Danke, dass ich da sprechen darf.

Helene ist Fachärztin für Innere Medizin, sie ist Ärztin für Allgemeinmedizin und Spezialistin für Ayurveda-Medizin und sie unterrichtet bei uns an der Jadeflower Academy den Bereich Ayurveda-Gesundheit.

Helene hat selber den Weg zum Ayurveda während ihres Medizinstudiums gefunden, sie hat auch jahrelang schwere Migräne gehabt und die hat sie dann den Ayurveda finden lassen.

Helene, zum Thema das Vata-Syndrom, magst du da mal für uns erklären, was ist denn überhaupt Vata?

Vata ist sozusagen eines der drei Doshas beziehungsweise Energien oder biophysikalischen Wirkprinzipien im Körper laut Ayurveda, neben dem Pitta und dem Kapha.

Jeweils ein Dosha besteht aus zwei Elementen, insgesamt werden sozusagen fünf Elemente, die in der Natur vorkommen, beschrieben.

Das sind Erde, Wasser, Feuer, Luft und Raum.

Das Vata-Dosha besteht aus Luft und Raum.

Das lässt einen schon erahnen, dass es ein sehr subtiles und feines Dosha ist, das ja auch aus feinen Elementen besteht.

Es ist im Körper verantwortlich für sämtliche geistigen Funktionen, das heißt für das Denken, für Emotionen, für Sprechen, für sämtliche Sinneswahrnehmungen, mit Ausnahme dem Sehsinn, der ist dem Pitta-Dosha zugeordnet und für sämtliche Transportvorgänge im Körper, das heißt für den Transport der Atemluft, einatmen, ausatmen, für den Transport des Blutes, also für den Blutkreislauf, für die Zirkulation, für den Transport der Nahrung, das heißt für das Schlucken und auch natürlich für die Ausscheidungsprozesse, das heißt Ausscheidung von Stuhl und Haaren und natürlich bei den Frauen auch die Menstruationsblutung.

Den Hauptsitz hat sozusagen dieses Vata im Dickdarm und auch im Lendenbereich.

Ich möchte gleich vorweg sagen, es sind alle drei Doshas im Körper vorhanden, alle drei Energien.

Ohne den wäre das Leben nicht möglich, es ist nur eine unterschiedliche Ausprägung, die man einerseits schon von Geburt mitbekommt, das könnte man sagen, das entspricht der Genetik eines Menschen, der Konstitutionstyp.

Andererseits, wenn irgendwelche Störungen, Symptome oder gar Krankheiten vorliegen, dann redet man von einer Störung, das heißt dann kann es sein, dass ein Dosha erhöht ist.

Ayurveda möchte ein Gleichgewicht schaffen, ist eine ausgleichende Medizin und dementsprechend kommt es zu Störungen, wenn ein Ungleichgewicht da ist und die Therapie ist dann sozusagen wieder ein Gleichgewicht herzustellen.

Das heißt der Ungleichgewicht kommt einer Erhöhung gleich?

Genau.

Was macht jetzt dieses Vata in uns und was passiert, wenn das erhöht ist?

Also es ist erhöht, die Transportfunktionen und die Ausscheidung und die Geisteswahrnehmung, das habe ich schon erwähnt.

Wichtig, damit man Vata versteht, sind nur die Eigenschaften von Vata, sind aber Adjektive, was ich gerne merken darf, weil man dadurch das Vata Dosha sehr gut versteht.

Das ist einerseits fein oder feinstofflich, leicht, also wirklich auch was das Gewicht betrifft leicht.

Es ist beweglich.

Trocken ist auch eine sehr wichtige Eigenschaft, die sieht man dann zum Beispiel am Stuhl, trockener Stuhl oder auch trockene Haut, ganz klassisch Vata Rao.

Das sind eben sozusagen wichtige Eigenschaften und wenn man die im Körper bemerkt, dann wirkt man genau mit gegenteiligen Eigenschaften in der Ernährung und auch in der Lebensweise entgegen, um eine Erhöhung wieder auszugleichen.

Das heißt, Leitsatz habe ich schon öfter erwähnt, Gleiches erhöht Gleiches und dementsprechend sozusagen mit der gegenteiligen Eigenschaft, kann man sozusagen Störungen ausgleichen.

Ein extremes Beispiel wäre, wenn jemand sehr viel Vata hat und eine Vata Störung hat.

Das heißt, es ist eine sehr dünne Person, vielleicht auch mit innerer Unruhe, die wenig geerdet ist, wenig Substanz auch hat und wenig psychische Stabilität.

Wenn diese Person dann eine Lebensweise hört, die Vata erhöht, das heißt, die auch noch leicht und trocken ist, das heißt, in der Ernährung wäre das, wenn die Person dann, weil sie auf die Figur schauen will, vielleicht Knäckebrot und Salat vorwiegend isst.

Das sind alles leichte und trockene Sachen, also das ist für jeden verständlich, da muss man keinen Hintergrund wissen, das ist das herrliche Mitbringen, dass man das versteht.

Wenn diese Person auch wenig Bodenhaftung hat, das heißt, wenn die sehr viel auf Reisendes, sehr unregelmäßigen Lebensstil kriegt, dann wird das erhöht.

Ich glaube, als Basis, so damit man das noch besser versteht, kannst du uns auch den Vergleich bringen, also das Vata Dosha hast du gerade erwähnt, das sind die drei grundlegenden Prinzipien im Ayurveda, diese drei Doshas, die es gibt.

Vata, Pitta und Kapha.

Kannst du uns von den anderen zwei noch so auch das Bild so in aller Kürze aufzeichnen, damit man so ein bisschen das besser einordnen kann, was Vata eigentlich macht im Gegensatz zu den anderen?

Ja, gerne.

Also das Pitta Dosha, das besteht aus Feuer, also den Elementen Feuer und Wasser.

Das ist ein thermisches Prinzip, das macht Wärme und die Körpertemperatur und ist auch für die Verdauung zuständig.

Das heißt, Vata, haben wir vorher erwähnt, ist für den Transport der Nahrung zuständig, aber Pitta für die Verdauung.

Und auch natürlich ganz wichtig, nicht nur die Verdauung der Nahrung, sondern auch die Verdauung von Emotionen und von Sinneseindrücken.

Das ist auch sehr wichtig.

Und da würde man sagen, Hitze und scharfe Dinge würden das Pitta Dosha, das Feuer sozusagen, anheizen und Gegenteiliges, wenn man Störung hat, wieder reduzieren.

Das Kapha Dosha besteht sozusagen aus der Erde und dem Wasser und das ist sozusagen ein Stabilitäts- und Schmierungsprinzip.

Das heißt, es ist für die Gelenkschmierung zuständig, überall im Körper, wo wir sozusagen Schmierung brauchen.

Das heißt auch für die Haut, dass die Haut geschmeidig ist.

Auch die Schleimhäute sozusagen geschmeidig sind.

Das heißt, häufig ist auch, wenn man Störungen im Magen-Darm-Bereich hat, das ein Problem.

Sehr häufig eine Austrocknung, nicht nur der äußeren Haut, sondern der inneren Haut.

Sehr häufig Gastritisbeschwerden, also Magenentzündungen, die sich sehr schwer behandeln lassen, nach der klassischen Therapie des Magenschutzes dann immer wiederkehren, ist das häufig auch eine Austrocknung der Schleimhäute.

Das war jetzt ein kurzer Exkurs wieder zum Vata, weil es einfach Watt überwiegt.

Kapha ist einfach ein Stabilitätsprinzip und die Immunität ist auch noch ein ganz wichtiger Faktor von Kapha.

Danke.

Ich finde es immer wieder spannend.

Es sind ja viele dabei, die wissen schon viel über Ayurveda, aber ich höre selber immer wieder gern, wie unterschiedlich die Doshas beschrieben werden.

Also das ist immer wieder gut zu hören.

Du hast ja selber auch erzählt, dass du in deinem Studium, dass einer der Faktoren, die dich auch zum Ayurveda gebracht haben, ist eine gewisse Frustration diesen psychosomatischen Themen gegenüber oder die in der Schulmedizin quasi als psychosomatisch abgestempelt werden und dann schulmedizinisch werden die dann nicht behandelt.

Kannst du das nochmal aus deiner Sicht erklären?

Ich finde das ganz spannend, als Ärztin das zu hören von dir.

Also es war für mich im Turnus, also zu Beginn der ärztlichen Tätigkeit, wo ich sozusagen das meiste oder den häufigsten Patientenkontakt gehabt habe, war das für mich frustrierend, dass sehr viele Patienten mit Beschwerden gekommen sind, die sich schulmedizinisch nicht objektivieren lassen.

Das heißt, die Patienten sagen, ich habe gewisse Beschwerden, sei es jetzt, ich spüre Herzstolpern oder Herzrasen und man macht Untersuchungen vom Herz, Blutentnahme, Herzultraschall, EKG, vielleicht noch auch ein Langzeit-EKG und das ist alles normal und die Patienten haben aber trotzdem subjektiv diese Beschwerden.

Oder Verdauungsbeschwerden, die Patienten sagen, ich habe aber Bauchschmerzen und man macht Nahrungsmittelallergietest, Unverträglichkeitstest, man macht eine Magenspiegelung, Darmspiegelung, Bluttest, Bauchultraschall und man sagt den Patienten klassischerweise mit den psychosomatischen Erkrankungen, dass sie nichts haben.

Tinnitus lässt sich auch nicht objektivieren, das heißt aber nicht, dass die Patienten Tinnitus nicht haben, nur weil wir ihn nicht messen können.

Und das sind so ganz klassische Dinge, die mich frustriert haben, weil ich mir immer gedacht habe, die Menschen bilden sich das nicht ein und das war immer sehr frustrierend, den Patienten zu sagen, es ist super, also im Herzfall, sie haben kein Herzinfarkt, sie haben keine lebensbedrohliche Herzrhythmusstörung, was für das Erste eine gute Nachricht für die Patienten ist, aber man lässt sie trotzdem hilflos und irgendwie frustriert auch zurück, weil sie sagen, das ist schön und gut, es freut mich.

Aber was habe ich?

Und da ist dann die Brücke zum Ayurveda entstanden.

Genau und das erklärt sozusagen, diese Dinge werden durch Ayurveda sehr gut erklärt, das heißt, ich nenne es deswegen Vata-Syndrom, weil sämtliche psychosomatischen Erkrankungen sich meiner Meinung nach mit Vata und mit einer Vata-Erhöhung erklären lassen und auch therapieren lassen.

Das heißt nicht, dass man es immer ganz wegbekommt, aber man kann auf jeden Fall eine Besserung erreichen.

Dann würde ich gerne zwei Sachen unterscheiden.

Das eine, du hast ja gerade ein paar Krankheitsbilder genannt, die dann schon als Krankheitsbild sich auch manifestiert haben.

Und das andere ist aber, wie ich es vorhin schon erwähnt habe, dass wir alle, dass das Vata-Thema und du auch schon gesagt hast, das ist ein Thema der Zeit auch, in der wir jetzt leben, in dieser schnelllebigen Zeit.

Und im Ayurveda ist ja eines der wunderbaren Sachen, dass da eine Krankheit gar nicht erst entstehen muss, sondern man in einem viel früheren Stadium bereits aufmerksam gemacht wird oder das erkennen kann, selber sogar.

Magst du uns da vielleicht diese Schritte von den ersten leisen Vorzeichen bis hin zu einer Erkrankung kurz mal so mit einem Vata-Thema erklären oder mit Beispielen?

Also klassischerweise wäre es bei Panikattacken oder Angststörungen, die sehr häufig beginnen mit zuerst einer Nervosität, mit einer inneren Unruhe, in weiterer Folge mit Schlafstörungen und noch in weiterer Folge wirklich mit Panikattacken bis hin zur generalisierten Angststörung.

Und das ist sicher ein ganz klassisches Vata-Thema und sehr präsent in unserer Zeit.

Das ist auch sehr häufig, insbesondere auch Schlafstörungen.

Das höre ich sehr häufig, nicht nur jetzt in meiner Praxis, sondern auch vorher schon im Krankenhaus, die zehn Jahre, die ich im Krankenhaus gearbeitet habe.

Und mein Zugang ist einfach, und das möchte ich noch sehr gern erwähnen, dass sozusagen unser moderner westlicher Lebensstil ist vatererhöhend.

Also wenn man sich den anschaut, dann ist es ganz klar, warum wir so viele solcher Erkrankungen jetzt haben, warum das alles zunimmt.

Das heißt, wir haben vorher schon eine Eigenschaft des Vata-Doshas, das ist die Kälte.

Das heißt, das ist ein ganz wichtiges Thema auch.

Das heißt, kalt, die kalte Eigenschaft, die Kälte der Getränke, Kälte der Nahrungsmittel, die ich zunehme, das hat einen Einfluss auf uns.

Aber dann auch die Jahreszeit natürlich.

Das heißt, das ist eine wunderbare Erklärung für die saisonalen Depressionen im Herbst und im Winter.

Vielleicht muss es keine Depression sein, auch eine Melancholie, dass Menschen sagen, entweder bin ich nicht so gut drauf, entweder geht es mir nicht so gut.

Das lässt sich durch Ayurveda einfach erklären.

Das ist mit der Kälte.

Dann unsere Zeit.

Ich möchte auch erwähnen, die Kälte, das heißt auch sozial oder im Familienverband.

Da hat sich einfach vieles verändert, wenn man das über die Jahre und Jahrzehnte anschaut.

Es ist einfach jetzt nicht mehr so, dass immer die Familie gemeinsam wohnt, vielleicht mehrere Generationen, dass so viele Abend- oder Essensmahlzeiten gemeinsam stattfinden.

Es passiert viel alleine.

Es ist wenig Regelmäßigkeit drin.

Das ist einfach unsere schnelllebige Zeit.

Das ist der Stress, den wir ausgesetzt sind.

Nicht zuletzt auch die Oberflächlichkeit unserer Zeit, wo einfach ganz andere Werte gelten, die uns sozusagen zusätzlich noch unter Druck setzen.

Was muss ich haben?

Was muss ich machen?

Was muss ich können?

Was muss ich leisten?

Das ist alles Stress, der weiter erhöht.

Dann natürlich ganz ein wichtiges Thema, die Reizüberflutung und die Überforderung durch die Digitalisierung und auch durch die sozialen Medien, durch Computer, Fernsehen.

Das ist ein ganz ein zentrales Thema.

Das betrifft sämtliche Generationen.

Das kann man von Erwachsenen bis zu Jugendlichen, bis zu Kindern sogar schon, wo man vielleicht sieht, da ist zuerst eine gewisse innere Unruhe da.

Die können vielleicht schwer abschalten, die können sich schwer konzentrieren, kommen am Abend schwer zur Ruhe.

Das ist auch eine eine Form der Vatastörung, weil da auch natürlich viel unser Lebensstil in diese Richtung geht.

Was wären noch Sachen, wo man so Vataerhöhung, so erste leise Anzeichen, die man dann erkennt?

Du hast jetzt gerade ein paar Sachen aufgezählt, die dazu führen.

Die Veränderung des Stuhlverhaltens.

Also wir haben vorher schon gesprochen, dass Eigenschaft, also dieses trockene, trockene Eigenschaft des Vata, das heißt ein trockener Stuhl, auch wenn der täglich ist und man offiziell nicht von Verstopfung spricht, ist es schon ein erstes Anzeichen für eine Vataerhöhung.

Ganz klassischerweise auch erste Anzeichen eine Durchschlafstörung.

Personen, die häufig in der Nacht wach werden, zwischen drei und vier Uhr morgens, das ist eine klassische Vata-Zeit und ganz typisch für eine Vata-Erhöhung.

Dann Muskelverspannungen.

Das ganz klassische Zervikalsyndrom.

Ich bin überzeugt davon, dass noch nie ein Zervikalsyndrom mit Medikamenten, Physiotherapie und Massagen geheilt worden ist.

Was ist das, Helene?

Das ist eine Verspannung des Nackens, der Nackenmuskulatur, die teilweise einfach zu Schmerzen im Nackenbereich und manchmal auch zu Kopfschmerzen führt.

Das ist eine ganz, ganz häufige Diagnose.

Das ist auch ein Vata Thema?

Das ist auch ein Vata Syndrom.

Trockene Haut ist ein Vata Syndrom.

Man kann auch die trockene Haut, man kann auch die besten Lotionen und Cremes verwenden, die man sich im teuren Geld kaufen kann.

Man kann eine trockene Haut nicht von außen therapieren.

Die kommt klassischerweise und ich denke, da wird mir jeder zustimmen im Herbst und im Winter, weil das wieder die Vata Zeit ist.

Da kommt auch noch die Trockenheit von der Heizungsluft dazu.

Das lässt sich auch ayurvedisch erklären.

Deshalb müssen wir da auch mit der Ernährung entgegenwirken.

Und in dieser Zeit, wenn man da noch zusätzlich trockene Lebensmittel konsumieren, dann werden wir das noch verstärken.

Hingegen, wenn man dann Eintöpfe mit gut geöltem Salat mit Dressing isst, dann kann man das von innen auch therapieren.

Was gibt es denn auf emotionale Komponenten, die auf eine Vata Erhöhung hinzeigen?

Also die Unruhe habe ich schon gesagt und die Panikattacken, die Unsicherheit, auch die Ängste.

ADHS, ganz klassisch eine Vata Störung.

ADHS möchte ich vielleicht noch erklären.

Das wird häufig heutzutage, das ist ja auch eine Diagnose, die hat es früher nicht gegeben.

Das Aufmerksamkeitsdefizit Syndrom und wenn man das noch ausweitet auch mit H, mit dem Hyperaktivitätssyndrom, das heißt, es ist alles auch eine Vata Störung.

Das wie gesagt sehr häufig heutzutage Kinder haben und das ist auf diesen Lebensstil, das ich vorher schon erwähnt habe und auch auf die Ernährung zurückzuführen.

Wir haben da auch viele Mamas dabei, bitte auch selber Mutter, kannst du uns vielleicht so ein bisschen Praktisches aus dem Familienalltag sagen, wie man heute so klassisch, wie wir so leben und was daran Vata erhöhend ist, damit wir da einfach noch mal das so ganz plakativ vor Augen haben.

Also sicher der Zeitdruck, den wir ausgesetzt sind, die vielen Termine, die heutzutage Kinder natürlich haben, also der schulische Stress, der Leistungsdruck und die außerschulischen Aktivitäten, die noch vorhanden sind.

Häufig Mahlzeiten alleine, die die Kinder sozusagen einnehmen müssen, weil die Eltern jetzt entweder nicht zu Hause sind oder mit anderen Dingen beschäftigt sind, weil der Terminplan der Eltern ist ja mindestens genauso voll.

Dann auch die Rituale, die vielleicht nicht vorhanden sind, die aber sehr förderlich wären.

Das heißt auch zum Beispiel, was das Zu-Bett-Gehen betrifft, das Klassische und ich bin über diese Dinge nicht erhaben.

Ich kenne das alles selber.

Ich hatte selber zwei Kinder und natürlich gelingt es mir auch wirklich oft nicht, obwohl ich das Hintergrundwissen habe.

Aber man versucht natürlich das Beste zu geben und wenn man das hat, das sind oft einfache Dinge, wenn man schon merkt, ich habe es vorher schon kurz angesprochen, ein Kind ist unruhig, kann sich schwer konzentrieren, kann am Abend nicht zur Ruhe kommen oder kann auch nicht still sitzen beim Essen, dass man dann einfach merkt, da braucht es Rituale, da braucht es Wärme, da braucht es Geborgenheit.

Das heißt, dass man sich kuschelt, dass man sich dazulegt am Abend, dass man ein Buch vorliest.

Ich kenne es ja selber auch bei den Kindern, da gibt es das Tiptoe, da gibt es die Tonebox, das ist super.

Da sagt man den Kindern, jetzt hör dir das noch an.

Weil man natürlich selber auch total fertig ist, oft auch von einem Tag und gestresst und dann oft auch nicht die Nerven dazu hat.

Das ist mir schon ganz wichtig zu sagen, ich versuche es auch so gut wie möglich umzusetzen.

Das ist einfach, das ist unsere Zeit.

Wir können die Grundprinzipien unserer Zeit auch nicht ändern, wir können jetzt auch nicht das Einzelleben, aber einfach, dass man das Wissen hat im Hintergrund und sagt, okay, ich kann vielleicht gewisse Zeichen bei mir schon sehen oder bei meinem Kind sehen und kann dann mit einfachen Dingen entgegenwirken.

Oder auch, dass man sagt, na du isst jetzt nicht das Butterbrot am Abend zu Hause, sondern du bekommst jetzt eine Gemüsesuppe.

Ich weiß, das ist nicht so beliebt bei den Kindern, die grüne Suppe, Hulk-Suppe zu nennen, seitdem funktioniert es besser.

Man muss da irgendwie auch mit Tricks arbeiten.

Ein Tipp von meiner Schwester, die Cinderella-Kürbiskremsuppe.

Nur, das macht Cinderella schon essbar.

Stichwort Routinen, die Regelmäßigkeit ist ja fürs Vata Dosha auch ein Faktor, oder?

Genau, absolut.

Das heißt, auch regelmäßige Mahlzeiten einzunehmen ist ganz wichtig.

Es ist auch für Leute, die schon sozusagen eine Vata Erhöhung bei sich merken, das Fasten jetzt auch nicht empfohlen, weil das auch einfach das Vata erhöht.

Es ist wichtig, auch warme, gekochte Mahlzeiten zu essen.

Zu den definierten Zeiträumen, weil das sozusagen auch dem Vata sehr zuträglich ist.

Die Getränke nicht kalt konsumieren, am besten warm.

Das fällt natürlich im Winter leichter.

Also das sind ganz wichtige Faktoren, die Regelmäßigkeit.

Auch die Regelmäßigkeit des Tagesablaufs.

Aber das ist auch unsere Zeit.

Früher war es vermutlich auch leichter umzusetzen, als jetzt in unserer Schnelllebenszeit, wo oft sehr viel Spontanität auch gefragt ist und Flexibilität.

Aber das ist auch was, was Vata Erhöhung wirkt.

Das heißt, es kann man nicht schaffen in der heutigen Zeit, aber zumindest eine gewisse Regelmäßigkeit.

Sei es entweder bei den Mahlzeiten oder, dass man gewisse Rituale hat.

Sei es für sich selber auch, dass man einfach sagt, ich setze mich mal zehn Minuten hin und mache nichts.

In Ruhe.

Sicher kann ich meditieren, das ist natürlich auch eine Sache.

Ist ja nicht jedermanns Sache, wenn man sich einfach hinsetzt und einen Waldspaziergang macht oder einen Spaziergang, wo es ruhig ist.

Wenn ich jetzt durch die wärmende Stadt laufe, wird das nicht unbedingt Vata reduzierend wirken.

Aber es ist die Ruhe natürlich auch ganz wichtig.

Als Erwachsene würdest du gerne von den ersten Vorzeichen, kannst du uns da nochmal ganz für uns so als Liste im Geist, dass wir da jetzt wirklich ein paar Stichpunkte haben.

Wie merke ich emotional, ich habe erhöhtes Vata?

Die ersten leisen Vorzeichen.

Die innere Unruhe, habe ich schon gesagt.

Das heißt, Stress, den man verspürt.

Auch Chaos, Überforderung und die Nervosität.

Das sind die ersten Anzeichen, was das Fühlen oder die Emotionen betrifft.

Die Schlafstörungen, das heißt, wach werden.

Je früher man das sozusagen ausgleicht und therapiert, desto leichter geht es.

Es gibt einfach viele Menschen, die werden seit Jahren um genau diese Uhrzeit wach.

Je länger das natürlich dauert, desto schwieriger ist es dann auch, das wieder rückzumachen.

Aber das sind wirklich erste Anzeichen, wenn man merkt, es tritt öfter auf.

Albträume, genauso.

Auch Vata.

Und die Verdauung, also die träge Verdauung, spielt eine große Rolle.

Und dann ist auch noch wichtig, die trockene Haut, wie ich gesagt habe.

Muskelverspannungen.

Wie lange dauert es dann, wenn man so einen Zustand erreicht hat, oder man ist in den ersten leisen Vorboten.

Wie lange würdest du generell sagen, aus Ayurveda-Sicht oder auch aus medizinischer Sicht, dass man so etwas wieder in Balance bringt und wieder in den Zustand der Normalität zurückkommt?

In der Regel sagt man, zwei bis drei Minuten.

Die Menschen gehen nicht, wenn sie das erste Mal eine trockene Haut sehen oder das erste Mal um drei Uhr wach werden, dass sie da gleich reagieren.

Meistens dauert es etwas, das ist dann die Verzögerung und dementsprechend sagt man, diese Zeit muss man auch in Anspruch nehmen.

Man muss auch immer bedenken, dass es eine Zeit dauert, bis sich das Ganze entwickelt.

Das heißt, wenn eine Schlafstörung vorliegt oder wenn ich mich innerlich unruhig oder nervös fühle, dann sind das schon Symptome.

Da war vorher schon etwas, das sich entwickelt hat.

Es dauert einfach auch eine Zeit, bis man das wieder ausgleichen kann.

Wie merkt man denn, ob etwas chronisch bereits da ist oder nicht, weil es schleicht sich dann so ein und es wird irgendwann nicht mehr merkbar und es ist Normalität geworden.

Wie kann ich denn da selber hinschauen und schauen, was ist bei mir los?

Also, wenn jetzt jemand über mehrere Wochen Beschwerden hat, das ist das Minimum und natürlich auf jeden Fall, wenn es mehrere Monate sind, dann kann man schon von Corona sprechen.

Egal um welches, es muss nicht dauerhaft vorhanden sein, das ist auch wichtig.

Sondern auch, wenn gewisse Beschwerden immer wieder auftreten innerhalb dieses Zeitraums, dann kann man auch schon von Corona sprechen.

Und du hast vorhin schon ein paar Hinweise gegeben, wie man Vata wieder ausgleicht oder reduzieren kann, also über Ernährung, Routinen, Wärme, sowohl mit dem, was ich zuführe, als auch die menschliche Wärme, Ruhe, Natur.

Was von diesen Komponenten ist denn da am wichtigsten oder was wirkt am schnellsten?

Oder ist es was Individuelles und das ist bei jedem anders?

Die Nahrung und die Getränke.

Einfach auch aufgrund dessen, ich arbeite natürlich auch mit Kräuterpräparaten, die sozusagen dann Vata oder welches Dosha auch gestört ist, wieder ausgleichen, zusätzlich zu den Ernährungsempfehlungen.

Aber es ist schon von der Ernährung her, man hat seine fixen Mahlzeiten, das heißt einfach die Menge, die ich zu mir führe, wirkt natürlich.

Ich sage jetzt klassischerweise drei Mahlzeiten pro Tag und optimalerweise zwei Liter Getränke, das wirkt.

Also wenn ich jetzt anstelle von drei kalten Jausen-Mahlzeiten drei vollwertige, selbstgekochte, warme Mahlzeiten zu mir führe, dann hat das einen Rieseneffekt.

Wenn ich dann die zwei Liter, die ich trinke, nicht kalt trinke, oder vielleicht am schlimmsten noch mit Eiswürfel dazu, sondern warm trinke, vielleicht noch auch mit wärmenden Kräutern, dann hat das einen Riesen-Effekt, weil das natürlich in der Summe eines Tages einfach sehr viel ausmacht.

Man kann auch einen gewissen Stress, wo man gewisse Regelmäßigkeit nicht einhalten kann, das damit ausgleichen.

Und ganz wichtig ist, es wäre eine große Empfehlung auch jeder, der diese Unruhe spürt, dass ich kann nicht abschalten, man hat am Abend einfach nur viele Gedanken.

Entweder man liegt im Bett und kann nicht abschalten oder hat auch sogar die Schlafstörungen, die Abendgestaltung einfach anders zu machen.

Das heißt Handy weglegen, mindestens vier Stunden vorm Bett gehen und auch keine Computerspiele oder Computerarbeiten oder sonstige Fernsehen.

Es wird unterschätzt, es hat sich, wenn man es sich einfach mit Ayurvedisch betrachtet und mit Vatterwissen betrachtet, ist es relativ klar.

Es ist einfach, es hat sich in unserer Zeit schon so eingeschlichen und ist schon so zur neuen Normalität geworden, die man mit dem Wissen gerne hinterfragen darf.

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Im Interview mit Helene geht es jetzt weiter mit Hörerfragen.

Ich wünsche dir viel Spaß beim weiteren Zuhören.

Also die Frage ist, hallo ich bin ein Vata-Typ und habe meine Lebensweise vor einem Monat schon gut angepasst.

Während meiner Periode bin ich aber wieder stark im Ungleichgewicht.

Kann ich in dieser Zeit zusätzlich etwas tun, um mein Vata zu regulieren?

Danke und liebe Grüße.

Ja, danke für die Frage.

Ganz wichtig, möchte ich zuerst erwähnen, ist, was man sozusagen in der Zeit der Regelblutung als Hygieneartikel verwendet.

Das heißt, Tampons sind aus ayurvedischer Sicht nicht empfohlen, weil sie den natürlichen Ausscheidungsprozess und den natürlichen Fluss behindern.

Das heißt, da werden dann entweder Cups oder klassische Binden empfohlen.

Die wirken sozusagen bei einer Vata-Störung in diesem Bereich auch sehr gut.

Wärme in dieser Zeit, das heißt auch sonst lokal, Wärme, Massagen, das ist sozusagen lokal nur an Anwendungen natürlich wichtig.

Und wenn das sozusagen auch noch nicht ausreicht, dann gibt es da noch Kräuterpräparate, die man verwenden kann, weil manchmal Ernährung, Lebensstil und solche Maßnahmen nicht ausreichen.

Liebe Helene, ist denn dann Wurzelgemüse gut als Ausgleich für Vatatypen?

Danke und liebe Grüße.

Ja, absolut.

Vor allem gekocht als Eintopf oder als Suppe.

Nächste Frage.

Ich habe ein absolutes Vatakind, zwei Jahre, mit allen klassischen Anzeichen wie trockene Haut, Verstopfung, kleiner als andere.

Ich habe schon einiges ausprobiert.

Warmes Wasser, warme Speisen, keine Hülsenfrüchte etc.

Fixe Essenszeiten funktionieren nicht gut, nur jeden zweiten Tag unterwegs am Nachmittag etc.

Hast du noch Tipps für die ganz Kleinen?

Also die Rituale, die wären noch ganz wichtig für so Kleine, also die Geborgenheits- und Wärmerituale, das heißt die brauchen dann einfach ganz viel Erdung noch zum Ausgleich.

Das heißt, natürlich ist die Ernährung auch gut, aber da kann man da auch noch arbeiten.

Und natürlich auch in diesem Fall, weil da muss man natürlich auch sagen, das eine ist eine Störung, die sich vielleicht durch Ernährung und Lebensstil entwickelt hat und das andere, und das ist häufig bei wirklich kleinen Kindern auch der Fall, die genetische Komponente.

Das heißt, da wird sicher Vater oder Mutter auch eine ausgeprägte Vata Komponente haben und das ist dann auch Genetik und die neigen natürlich mehr dazu.

Und da wird man auch gewisse Dinge nicht wegbringen.

Also wer wird sozusagen jemand, der eine Vata Konstitution hat.

Man kann vieles ausgleichen und verbessern, aber man wird gewisse Dinge dann nicht einfach, die Genetik, also gegen die kann man auch dann letztlich nichts machen.

Aber auch hier zur Unterstützung bei solchen Kindern kann man schon Kräuterpräparate anwenden.

Die verwende ich auch bei meinen Kindern.

Die kann man dann mit Honig anrühren.

Das ist dann süß, die merken das dann gar nicht, dass das Kräuter sind.

Das ist so eine dunkle Paste und ich gebe die immer gern und habe auch einen Sohn, der viel Vater hat und das ist dann immer die gute Medizin, wenn ich wieder merke, dass Vater wieder überhandnimmt und dann bekommt er da wieder was.

Zusätzlich natürlich zu den anderen Maßnahmen, das möchte ich auch mal wegschicken, dass das natürlich zuerst angewendet werden soll.

Aber das ist dann noch zusätzlich sozusagen eine Maßnahme, die schon auch sehr effektiv ist.

Das heißt, wenn man jetzt so ein Kind hat, dann muss man auch, kann das sein, dass man einfach immer bei gewissen Sachen ein bisschen mehr aufpassen muss oder einfach anders tun?

Absolut.

Ist jetzt keine typische Vaterfrage, aber was hat Ayurveda für Leberflecken parat?

Das ist Pitta.

Eine Pitta-Störung, aber Leberflecken an sich, dass man sagt, die bringt man ayurvedisch weg.

Also nein, das ist auch, falls die Therapie jetzt die Frage ist, dann ist das auch was, was man ayurvedisch nicht wegtherapieren kann.

Da kann man nur als Erklärung sagen, da ist viel Pitta in der Konstitution da, die sich einerseits vermutlich genetisch beträchtliche Komponente und vielleicht auch im Laufe des Lebens, der Lebensstil so entwickelt hat.

Okay, ein Pitta-Geschenk.

Danke für die interessanten Infos.

Bin auch ein Vatertyp und habe seit einiger Zeit Schlafstörungen.

Esse bei Hitze gerne Salat.

Wie kann ich seine kühlenden Eigenschaften gut ausgleichen?

Welche Kräuter wären da zum Beispiel geeignet?

Danke.

Also als erstes kann man es ausgleichen, indem man die trockene, die leichte Eigenschaft des Salates ausgleicht.

Das heißt, man kann gerne da üppiges Dressing verwenden.

Man sollte, wenn man Salat konsumiert, das auch, wenn wirklich Vata ein Thema ist oder man ein Vata Typ ist, eher zu Mittag konsumieren und nicht am Abend.

Da ist einfach die Verdauungskraft, die bei Vata ohnehin nicht die beste ist, noch mal geschwächt.

Das heißt, Vata kann natürlich auch im Sommer das konsumieren, aber dann gern mit üppigem Dressing und mit wärmenden Kräutern.

Mit Salatgewürzen gibt es jetzt Koriander, wenn man das will.

Das hat eine wärmende Eigenschaft.

Das hat Ingwer eine wärmende Eigenschaft.

Aber ob man das jetzt den Ingwer unbedingt zum Salat geben will, man kann das als Getränk dazu trinken zum Beispiel.

Oder Mahlzeit trinken.

Eine Frage.

Partner ist Kaffee, ich Vata.

Wie bekommen wir das Essen unter einen Hut?

Ja, das lässt sich natürlich oft nicht so einfach erklären.

Aber was man sagen kann, ist, Vata sowie auch Kaffee haben die kalte Eigenschaft gemeinsam.

Das heißt, da lässt sich auf den gemeinsamen Nenner bringen, dass sozusagen warme und gekochte Speisen bevorzugt werden sollen.

Aber der Kaffee braucht es natürlich nicht so üppig, wie der Vata.

Okay, üppig im Sinne von ölig, schwer, dichter.

Ja, soßen, ölig, Öl, Dressing, genau.

Stimmt es, dass Vata Menschen lieber nicht einen Job machen sollten, wo sie viel laufen?

Ich arbeite als Gesundheits- und Krankenpflegerin.

Und wie sieht es mit Kaffee aus als übermäßiger Vata Mensch?

Kaffee ist Vata erhöhend.

Ich glaube, das merkt man schon, wenn man den Kaffee trinkt, den trockenen Mund, den man bekommt.

Das ist die trockene Eigenschaft.

Die innere Unruhe und Nervosität, die gewisse Typen auch schneller merken als andere, meistens Vata Typen.

Das heißt, es ist wirklich für Vata Typen nicht wirklich zu empfehlen.

Das heißt, ich würde sagen, maximal zwei Tassen am Tag.

Anders wirkt es wirklich stark Vata erhöhend.

Was man machen kann, um die Vata erhöhende Eigenschaft vom Kaffee zu reduzieren, sind Gewürze in den Kaffee zu geben, die die trockenen Eigenschaften und die Vata erhöhenden Eigenschaften generell reduzieren.

Da gibt es klassischerweise von gewissen bestimmten Firmen auch Kaffeegewürze.

Da ist Zimt drin, Kardamom drin und noch viele andere Gewürze, die dann das ein bisschen ausgleichen.

Und natürlich zur zweiten Frage, was den Beruf betrifft.

Ja, das stimmt.

Es heißt, viel Laufen, viel Bewegen, viel Reisen, auch wenn ich viel mit dem Auto fahre oder auch gehe.

Ja, und Laufen als Sport an sich auch ist Vata erhöhend.

Das heißt, ich sage jetzt nicht unbedingt, dass man dann den Job wechseln muss, aber man kann dann schauen, wo kann man das ausgleichen.

Das heißt, mit gewissen Ritualen, mit Regelmäßigkeit, mit Wärme, dass ich, wenn ich das sozusagen nach meinem Job gemacht habe, dass ich mich dann nicht unbedingt vom Fernseher setze oder noch in ein Lokal gehe, mich mit Freunden treffe, wo ich dann noch viel spreche.

Sprechen ist auch Vata erhöhend.

Sondern, dass ich dann vielleicht sage, ich setze mich eben in Ruhe hin, lese ein Buch, lege mich in die Badewanne oder mache vielleicht sogar Meditation oder Yoga.

Helene, wie spielt das eigentlich zusammen, diese Doshas, die wir in uns haben, sowohl von unserer Grundkonstitution als auch vielleicht als momentane Erhöhung, nach den Dingen, die wir dann greifen oder die wir dann lieber machen?

Zum Beispiel, dass ich dann genau den Job wähle oder diese Aktivität, wie kommt das?

Das ist diese Kraft in uns.

Das heißt, Vata greift häufig zu Vata erhöhenden Dingen, sei es zu Ernährung oder auch zu Hobbys oder auch Berufswahl, also gerade die kreativen, künstlerischen Bereiche.

Da sind sehr viele Vata-Menschen, das erhöht auch Vata.

Peter macht dasselbe.

Peter sind sehr leistungsorientierte Typen, Menschen in Leistungspositionen, Chefs, Unternehmer haben immer eine beträchtliche Peter-Komponente.

Die neigen natürlich dann auch dazu.

Das ist die Natur in uns, dass wir sozusagen zu dem tendieren.

Es ist auch bis zu einem gewissen Maß in Ordnung, weil der Körper vieles auch selbst ausgleichen kann.

Wenn es dann zu viel wird, dann hilft das Wissen um Ayurveda, das ist sozusagen nicht nur Gesundheitswissen, sondern auch eine Lebenslehre ist, diese Dinge auszugleichen oder vielleicht auch ganz bewusst andere Entscheidungen zu treffen, damit man weiß, was bin ich für ein Typ und wie sollten vielleicht meine Entscheidungen für mein Wohl letztlich auch in gewissen Bereichen ausfallen.

Dass man auch verstehen lernt, warum treffe ich manche Entscheidungen so wie ich sie treffe.

Genau.

Fällt dir noch was ein zum Kapha-Dosha, damit wir die Runde dann noch fertig machen, was da beliebte Aktivitäten oder Jobs sind?

Also Kapha-Typen sind eher gemütliche Typen und geerdete Typen.

Das heißt, das sind häufig die, die gar nicht so gerne irgendeinen Sport machen, sondern die müssen sich eher zwingen dazu.

Das sind auch die Menschen, die Jahre oder Jahrzehnte lang denselben Job machen.

Sind dann auch zufrieden, das ist auch in Ordnung.

Die haben da auch nicht so viel Wechsel drin, das wäre so ganz klassisch der Kapha-Typ.

Danke.

Jetzt haben wir noch eine Frage.

Wie kann Ayurveda mir helfen, mein System wieder zu balancieren nach Nachtdiensten?

Danke nochmals.

Ja, gute Frage.

Ja, das ist einfach was, was man sich auch nicht aussuchen kann häufig.

Das heißt, da ist es auch so.

Natürlich ist der Tagesschlaf dann auch wichtig, auch wenn er per se jetzt im Ayurveda nicht empfohlen wird.

Aber wenn ich natürlich in der Nacht den Schlaf nicht habe, dann soll ich den schon nachholen.

Und Ruhe, das heißt, da würde ich wirklich empfehlen, dann nicht noch den Tag viel zu planen oder mich vielleicht noch irgendwie zum Frühstück mit einer Freundin zu treffen und dann viel zu plaudern oder laufen zu gehen.

Also alle Dinge, die, oder fernzusehen oder am Handy, auf Social Media zu verbringen, weil das einfach alles auch Dinge sind, die Vata erhöhend wirken.

Das heißt, ganz bewusst die Rückzug und die Ruhe wählen.

Und was Essen und Getränke betrifft, auch das Warme und das Selbstgekochte.

Und natürlich auch gerne Massagen, warmes Bad, solche Dinge.

Liebe Lene, ich reise einmal im Monat und gebe dreitägige Seminare, in denen ich sehr viel spreche.

Wie kann ich mich als Vata Typ wieder ausgleichen?

Warmes Wasser trinke ich ohnehin.

Vielen Dank.

Am besten wäre es, wenn man sagt, da habe ich jetzt ein paar Tage so viel gesprochen, genau das Gegenteil zu machen, um das auszugleichen.

Optimalerweise etwas schweigen für eine gewisse Zeit.

Das wäre, das klingt jetzt vielleicht total banal, aber das wäre in dem Sinn sicher das Beste.

Das heißt, auch bewusst den Rückzug zu wählen und mal sagen, ich treffe mich jetzt mit niemandem.

Mach bewusst in diesen Tagen danach keine Termine aus oder auch nicht Freizeittermine.

Dann sag bewusst, jetzt spreche ich mal nicht und bleib mal für mich allein.

Die Ruhe wird unterschätzt, vor allem, wenn es um Warte geht.

Gibt es was fürs Reisen generell, weil jetzt ist ja auch gerade die Reisezeit, um da in Balance zu bleiben, weil du ja auch erwähnt hast, Reisen erhöht auch Warte.

Ist auch wieder sozusagen, was die Ernährung betrifft, wie wir vorhin schon gesprochen haben und auch dann nicht die Zeit so voll zu packen.

Man tendiert ja auch dazu, wenn man sagt, jetzt habe ich mal Urlaub und jetzt bin ich da hingefahren und jetzt will ich so viel wie möglich unternehmen und mir so viel wie möglich anschauen, da auch ganz bewusst Ruhephasen und Ruhepausen einzuplanen.

Das Wetter wieder erholen, sich erholen zu lassen oder am besten Fall, wer dem Meditieren aufgeschlossen ist, natürlich meditieren.

Und ich möchte auch sagen, wir müssen da jetzt nicht unbedingt die fernöstlichen Methoden verwenden.

Es gilt fürs Beten dasselbe.

In religiöser Hinsicht, sondern als Effekt.

Jetzt möchte ich nochmal das mit den Nachtdiensten aufgreifen.

Inwieweit kann sich denn unser System adaptieren an so Lebensumstände?

Adaptiert sie das oder bleiben wir immer im Rhythmus der Natur und es bleibt immer so ein bisschen der Tanz hin und her?

Ja, zweitens, leider ist es so.

Das merkt man auch bei Menschen, die über Jahrzehnte Nachtdienste gemacht haben oder im Schichtdienst gearbeitet haben, dass die massive Schlafstörungen entwickeln.

Das heißt, das erholt sich häufig gar nicht oder bei vielen dann erst in der Pension nach einer gewissen Zeit.

Das heißt, immer gut auszugleichen in so Lebenslagen ist da wichtig.

Ja und in gewissen Dingen muss man auch sagen, wenn die Beschwerden, also wenn es jetzt einfach ist, dass man sagt, ich bin irgendwie innerlich unruhig und habe gewisse Symptome, dann genügt es, das auszugleichen und zu sagen, okay, wie viele Nachtdienste, wie kann ich das so wenig wie möglich sozusagen gestalten und in gewissen Dingen, wenn es dann wirklich zu Vata bedingten Krankheiten kommt, dann ist es leider auch so, dass wenn man die Ursache der Vata Erhöhung und den Sinn dieser Nachtdienste nicht behebt, dann wird sich das auch nicht nachhaltig beheben lassen.

Das war bei mir sicher bei meiner Migräne ein ganz ein großes Problem.

Jetzt kommt ja noch mal eine Rückfrage, sind da drei, vier Nachtdienste pro Monat schon zu viel?

Numerisch kann man das jetzt insofern nicht beantworten, weil es kommt natürlich ganz darauf an, was das für Dienste sind.

Das heißt, wenn es eher ruhig ist und ich keinen Stress empfinde oder auch keine schlimmen Situationen habe oder Stresssituationen oder vielleicht wo ich mit Emotionen konfrontiert bin oder von anderen, von Patienten, weil irgendwas passiert oder weil wer stirbt oder weil es einen Notfall gibt oder es Konflikte gibt, dann ist das natürlich ganz was anderes oder ich durchrenne die ganze Nacht, ist ganz was anderes, als ob ich einen Nachtdienst habe, wo ich einfach mal hinsetzen kann oder meine Ruhe habe und den normalen Dienst machen kann.

Insofern kann man das so nicht beantworten.

Es ist weniger der Ansatz als die Art der Dienste.

Du hast vorhin erwähnt, du wolltest nochmal auf deine eigene Nachtdiensterfahrung, wo du ja auch mit Migräne durchgekämpft hast.

Das ist auch Kopfschmerzen, Migräne ist auch ein Vata bedingtes Thema.

Also wenn es sich schon wirklich tonifiziert hat und über Jahre geht, dann sind viele Beschwerden sozusagen.

TriDosha Störungen, das heißt, da sind dann auch an alle Doshas gestört, aber primär natürlich der Schmerz, die Muskelverspannungen, also so wie es bei mir war, das war primär Vata-bedingt.

Da haben die Nachtdienste eine große Rolle gespielt.

Bei weitem war es natürlich nicht die einzige Ursache und es hat sich auch schon tonifiziert.

Das heißt, wenn ich Urlaub gehabt habe, über Wochen habe ich genauso Migräne gehabt, habe ich keine Nachtdienste gemacht.

Das meine ich mit, es wirkt nach.

Ja, noch eine Frage.

Wie schaut es mit Schokolade aus?

Wie bei allen Dingen ist primär die Menge entscheidend.

Das ist, glaube ich, das ganz Wichtige.

Prinzipiell kann man sich auf jeden Fall darauf einigen, dass Schokolade ein ungesundes Lebensmittel ist.

Und wenn man jetzt sagt, man isst einmal ein Stück Schokolade, dann ist es okay, oder vielleicht alle paar Tage mal ein paar Stück Schokolade ist auch in Ordnung, aber natürlich, das ist Vata erhöhend.

Neben den ganzen anderen ungesunden Effekten auf Blutzucker, auf die Blutfette, auf das Gewicht ist natürlich auch eine Vata Erhöhung durch Zucker und auch durch Weizen.

Zucker und Weizen erhöhen Vata und Kaffee, haben wir jetzt gelernt.

Vielen Dank, Helene.

Die Stunde ist verflogen mit dir.

Sehr, sehr gerne und ich bedanke mich auch an alle, die mir Interesse gehabt haben, an denen, wo sie sich erzählen und die mir zugehört haben.

Sexualität in der Menopause mit Petra Wolfinger

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Petra Wolfinger erzählt im Interview, wie Ayurveda auf Sexualität schaut und wie sich Lust und Erleben von Sexualität in der Menopause verändern. Dieses Interview ist keineswegs nur für Frauen spannend … Petra gibt auch Einblicke in die tiefgründige Ayurveda Sichtweise auf weibliche und männliche Energien, die in uns spielen und, dass sich Frauen und Männer gegenseitig von einem „zu viel“ der eigenen Energie erlösen und uns so ganz werden lässt. Ein Thema, das sich nicht von einmal hören intellektuell verstehen und integrieren lässt.

Dieses Interview deckt viele spannende Facetten des Frau-Seins und der Polarität im weiblich-männlichen (Miteinander-)Seins ab und wird durch Petras Beobachtungen und Erfahrung aus über 20 Jahren Ayurveda lebendig und lebensnahe.

Petra Wolfinger ist Frau, Mutter von 2 erwachsenen Töchtern und begeisterte Ayurveda Praktizierende seit über 22 Jahren, Lehrende an der Rosenberg Akademie Schwerpunkt Frauengesundheit und Massage, Rasayana Kurleitung im Kurzentrum Birstein, Yogalehrerin, Co-Autorin des Buches Ayurveda in den Wechseljahren, Podcasterin.

Das erfährst Du im Interview:

  • Was der Ayurveda zu Weiblichkeit und Männlichkeit zu sagen hat
  • Petras Sicht auf das Thema Weiblichkeit
  • Warum wir Frauen mit der Menopause in unsere Kraft kommen
  • Was braucht es, dass man als Paar Lust aufeinander hat?
  • Wie sich Lust und Erleben von Sexualität in der Menopause verändert
  • Wie Sexualität in der Menopause eine neue Tiefe bekommen kann

Mehr über Petra Wolfinger:

WebSite: www.petra-wolfinger.com
Instagram: www.instagram.com/ayurveda_petra/
Podcast „Spirelli & Lifestyle“: auf Spotify
Buch: Mit Ayurveda durch die Wechseljahre (Kerstin Rosenberg, Petra Wolfinger)


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Interview Transkript (automatisch erstellt)

„Und wenn man Paare beobachtet und das ist auch so eine schöne Feldstudie, die man machen kann, wenn man eben einkaufen geht oder so und so Paaren zuschaut, wer so den Ton angibt und wer so in seiner männlichen oder weiblichen Kraft ist, da kann man dann schon ungefähr sehen, wer noch miteinander sich sexuell austauscht oder nicht.“

Herzlich willkommen bei Folge 31 von Verstehe Ayurveda, Verstehe dich.

Mein Name ist Ursula Feuerherdt und du hörst den Podcast der Jadeflower Academy.

Sexualität in der Menopause ist das Thema dieser Episode mit Petra Wolfinger.

Und gleich vorneweg, liebe Männer, bitte nicht weghören, das ist auch für euch spannend.

Im Interview sprechen wir darüber, was es braucht, um überhaupt Lust aufeinander zu haben und wie sich Lust und Erleben von Sexualität in der Menopause verändern.

Petra Wolfinger ist Frau, Mutter von zwei erwachsenen Töchtern und begeisterte Ayurveda-Praktizierende seit über 22 Jahren. Sie ist Lehrende an der Rosenberg Akademie mit Schwerpunkt auf Frauengesundheit und Massage. Sie ist für die Rasayana Kurleitung im Kurzentrum Birstein verantwortlich. Petra ist außerdem Yoga-Lehrerin, Co-Auteurin des Buches Ayurveda in den Wechseljahren und Podcasterin.

Im Interview erzählt Petra darüber, wie die Sexualität in der Menopause eine neue Tiefe bekommen kann, weil wir Frauen dann umso mehr in unsere Kraft kommen und dass beim Sex das Erleben und die Qualität umso mehr in den Vordergrund gelangen. Dieses Interview wird auch beim zweiten Mal hören nicht langweilig versprochen. Ich wünsche dir viel Freude beim Hören.

Herzlich willkommen, liebe Petra Wolfinger.

Ich freue mich sehr, dass du heute bei mir im Podcast bist.

Ich freue mich auch, dass wir uns kennengelernt haben, vor allen Dingen persönlich, und dass das gar nicht mehr so eine unpersönliche Entfernung oder so ist, sondern dass wir uns sprechen konnten an den Ayurveda Days und freue mich sehr, dass du mich eingeladen hast.

Genau, wir haben uns in Wien kennengelernt und jetzt sitzt du in deinem Zuhause in Malaga in Spanien und in Salzburg funktioniert alles wunderbar, auch über die Entfernung.

Das ist schön, dass wir heutzutage so gut connected sein können.

Petra, wir sprechen heute über das Thema Sexualität in der Menopause.

Du hast gemeinsam mit der Kerstin Rosenberg das Thema herausgebracht mit Ayurveda durch die Wechseljahre.

Warum ist dieses Thema überhaupt so wichtig für dich, bevor wir jetzt einsteigen in die Verbindung mit der Sexualität?

Ja, das ist eine spannende Frage.

Ich hatte immer das Gefühl, dass das mein Thema ist.

Also schon, wie ich jünger war, mit 30 oder auch mit Ende 30, nach der ersten Schwangerschaft, hatte ich immer das Gefühl, das Thema Menopause sollte ich nicht vernachlässigen, warum auch immer.

Das war wie so eine innere Eingebung.

Für mich waren die Frauen Thema, immer Thema.

Es ist auch witzig, ich habe ja im OP gearbeitet, als OP-Schwester, und meine Schwerpunkte waren tatsächlich die Gynäkologie und die Urologie.

Also das Thema Frauenheilkunde und alles rund um die Frauengesundheit war bei mir immer da.

Und aus unerfindlichen Gründen hatte ich immer einen sehr guten Zugang sowohl zu meinem Menstruationszyklus, als auch, wie ich dann schwanger war, bis hin, dass ich sehr, sehr früh in die Wechseljahre gekommen bin.

Also ich habe die Prämenopausale-Phase schon erlebt, da war ich mit meiner jüngsten Tochter gerade schwanger.

So ungefähr hatte ich das Gefühl, das geht nicht mehr lange mit meinem Zyklus.

Ja, also das war so ein inneres Gefühl.

Und ich weiß noch, wie ich beim Frauenarzt war.

Und der sagte dann auch ganz klar, ja, wie ich nachfragte, ob er die Hormone mal nachschauen kann.

Sagt der klar, wieso?

Sie haben doch letzten Monat noch geblutet.

Und ich sage, nein, aber ich weiß, da ist jetzt was.

Und das wollte er mit mir wirklich nicht diskutieren.

Und dann habe ich gesagt, okay, wir können wetten.

Und dann rief er mich tatsächlich zwei Wochen später an und sagt, ja, Sie sind tatsächlich drin.

Es kommt nicht mehr.

Also ich hatte wirklich so einen inneren Zugang zu mir.

Und ich bin da sehr dankbar dafür, weil ich, ich meine, es hat mich natürlich trotzdem gecatcht.

Ich war gerade 46.

Also ich war irgendwie so gefühlt noch mittendrin, zwei kleine Kinder zu Hause.

Also ich hatte alle Zeichen, dass es noch nicht so weit ist.

Und trotzdem war es so weit.

Und das war einfach ein inneres, so ein innerer Kompass.

Und ich habe mich einfach mit Ayurveda entsprechend entwickelt und habe schon die ersten Konzepte auch für so Retreats und so herausgeschrieben. Für Birstein und alleine und so.

Aber damals, das ist ja nun bei mir auch schon ein bisschen her, war das so, dass sich da noch keine Frau mit beschäftigen wollte.

Heute sehe ich das anders und sehe, dass das fast wie ein Trend ist, dass die Frauen sich untereinander unterstützen.

Und das ist eben ja dieses Thema Weiblichkeit, dass es einfach ein großes Thema ist in einer sehr männlich dominierten Welt.

Und dass die Frauen sich zurückziehen möchten, wie so in die Hülle zurück und miteinander austauschen und das Wissen auch weitergeben wollen.

Also da empfinde ich jetzt auch eine große Dankbarkeit dafür, dass ich so früh mit dem Ayurveda da rangekommen bin.

Ja, ich erlebe das auch so, dass das Interesse an dem Thema sehr groß ist und auch an gelebter Weiblichkeit.

Und was sind so die Unterschiede zwischen den weiblichen und männlichen Energien?

Und da hast du mir jetzt auch gerade die Rutsche gelegt für die nächste Frage, weil ich wollte darauf eingehen.

Ihr habt es in dem Buch mit Ayurveda durch die Wechseljahre, da ist das erste Kapitel, Ayurveda und die Weiblichkeit.

Also da geht es auch um die männliche Shiva-Energie, die weibliche Shakti-Energie.

Und ich habe auch von dir ein Video entdeckt, wo du darüber sprichst, die Sehnsuche nach der Weiblichkeit.

Jetzt möchte ich dich fragen, was ist denn Weiblichkeit für dich?

Das ist eine gute Frage.

Das ist so komplex.

Das wichtigste Erlebnis für mich war tatsächlich, die Schöpferkraft in mir zu spüren und zwar etwas schöpfen zu können.

Sei es mein eigenes Business, was ich initiiert habe zu einer Zeit.

Ich hatte eine Praxis bei Wien, wo ich schwangere Frauen und Kinder behandelt habe.

Und da war ich fast auch schon meiner Zeit voraus und mir war ganz klar, ich möchte mich mit Frauen beschäftigen.

Und mit Frauen zusammen spürt man so einen Verbund und so seine Kraft, die natürlich, weil wir alle zyklische Wesen sind, manchmal auch gegeneinander läuft.

Wir dürfen uns immer bewusst sein, dass wir innerhalb dieser 28 Tage im Monat nicht immer die Gleiche sind.

Und das ist das, was für mich so die Weiblichkeit ausmacht.

Ich bin nicht stringent immer nur mit meiner Pitta-Kraft unterwegs, sondern ich habe auch einen Kaffee-Anteil in mir.

Ich habe auch Phasen, wo ich Vata habe in mir.

Und das spüre ich und das spürst du auch.

Und diese Unterschiedlichkeiten, die machen für mich dieses weibliche Konzept auch aus.

Es ist nicht nur die Bereitschaft, mich zu transformieren oder mich anzupassen oder eben kreativ zu sein oder fürsorglich zu sein, sondern das ist tatsächlich das Erleben mit mir jeden Tag aufs Neue mit diesen unterschiedlichen Qualitäten von Vata, Pitta und Kaffa.

Ungeachtet meiner eigenen Grundkonstitution.

Aber diese Schwankungen in unserer gegenwärtigen Konstitution, die erleben ja auch die Männer.

Ja, die Männer erleben es aber nicht so stark ausgeprägt.

Sie sind nicht so davon abhängig.

Sie sind eben auch anders konditioniert.

Ein Mann hat ja auch viele dieser Möglichkeiten nicht.

Wir können ganz viel über Gleichstellung, Gleichberechtigung, alles Mögliche sprechen.

Aber körperlich gesehen und funktional gesehen, kommt es an seine Grenzen.

Ja, also auch die Hormone.

Also natürlich haben Männer auch Östrogene-Anteile.

Wir haben auch Testosteron-Anteile vom Hormon-Cocktail her gesehen.

Und trotzdem ist der Mann so konzipiert, wenn wir zurückgehen bis in die Höhle so ungefähr, dass er rausgeht und für die Familie sorgt.

Also er geht raus und jagt das Mammut.

Und die Frau bleibt zurück in der Höhle und kommuniziert und sieht mit den anderen Clans, wie sie in der Höhle gut klarkommt.

Und das ist tatsächlich heute ein Stück weit immer noch so.

Der Mann geht raus, er macht Karriere und er verbrennt da manchmal eben auch.

Und die Frau bleibt nicht zurück in der Höhle.

Die macht nämlich was anderes.

Die bleibt nicht nur in der Höhle, sondern geht auch noch raus und jagt auch noch.

Also die Frau hat sich noch ein bisschen was dazu genommen.

Das kommt dann eben auch zu dieser Überforderung für die Frauen.

Dadurch, dass wir in der Gleichberechtigung auch unseren Job machen wollen und toll sein wollen im Beruf.

Wir sind ja in allem ganz toll.

Also wir sehen toll aus, wir ernähren uns toll, unsere Kinder sind toll.

Weißt du, was ich meine?

Und das wird alles noch toller.

Und wir verbrennen uns da auch ein Stück weit.

Ich glaube, das ist auch eines der großen Probleme, die wir auch währenddessen, wie wir das Buch geschrieben haben, festgestellt haben bei den Interviews.

Dass die Frauen einfach so viel ableisten und so einen Druck haben.

Anerkennung im Außen, Wertschätzung und eben alles toll.

Petra, erzähl bitte noch ein bisschen mehr von den weiblichen und männlichen Qualitäten.

Weil du hast vorhin einige weibliche Qualitäten erwähnt.

Und da war unter anderem dabei, sich anzupassen.

Und da habe ich das Gefühl, das ist fast schon verpönt, dass man sowas macht.

Ja, aber das ist ja etwas, was auch der Körper macht, nicht nur der Geist.

Also wir sind so konzipiert, dass wir uns körperlich auch anpassen können.

Sonst könnten wir keine Schwangerschaft austragen.

Unser Körper passt sich komplett diesem neuen Wesen, das wir in uns kreieren, schöpfen, an.

Und auch unser Geist passt sich an, also auch auf der psychomentalen Ebene.

Wenn du mit Frauen sprichst, die in meinem Alter sind oder sagen wir mal zehn Jahre jünger, sagen wir mal um die 50, dann hat die Frau ein völlig anderes Standing und eine ganz andere Selbstverständlichkeit für sich, als sie es mit 30 hat, 20 Jahre vorher.

Wenn du in diesem Programm noch drin bist mit der Fortpflanzung, egal ob du Kinder haben möchtest oder nicht, du bist in diesem Programm drin.

Also wir sind da so ein Stück weit auch fremdgesteuert.

Und mit 50, wenn auch das Oxytocin geht dann runter, das ist ja dieses Nestbauhormon, das geht runter und dann kommt so ein bisschen diese Ich-Persönlichkeit raus, was für die Familie oftmals eine Belastung ist, weil man sich denkt, na wieso, früher ist die immer gleich aufgesprungen und hat mir den Kaffee gebracht oder das Brötchen oder sonst irgendwas, auf einmal bleibt die sitzen und sagt, du weißt ja, wo der Kühlschrank ist.

Und das liegt daran, dass die Frauen endlich mal so ein Gefühl haben von, ich muss hier gar nicht.

Also retrospektiv, wenn ich zurückschaue, dann habe ich doch, während ich jung war, mich oftmals den Bedürfnissen meines damals Ehemannes oder Partnern angepasst.

Also da lief ja ein Programm ab, das ich gar nicht mal hätte benennen können.

Wenn ich damals das Wissen gehabt hätte von heute, dann wäre ich wahrscheinlich ein bisschen unangenehmer geworden oder hätte mich mehr auseinandergesetzt und diskutiert.

Und da habe ich aber manchmal gedacht, das lohnt sich nicht, mache ich einfach nicht.

Das meine ich mit Anpassung.

Wir passen uns an, wir Frauen passen uns an, an die Umstände.

Es ist natürlich schön, wenn wir auch lieben.

Liebe hilft.

Gerade wenn es um Beziehung und um Sex und solche Sachen geht.

Aber es ist in den jungen Jahren eher geprägt davon, nicht zu gefallen.

Das klingt so doof.

Aber wir sind in diesen jungen Jahren geprägt von diesem Programm, Familie, Beziehung.

Das ist ja auch das, was wir in dieser Lebensphase aus dem Ayurveda kennen.

Das ist die Mitte unseres Lebens mit dem vielen Pitta.

Pitta will transformieren.

Pitta will umsetzen.

Pitta macht auch viel für Glanz und Gloria.

Pitta macht auch viel fürs Außen.

Mein Haus, mein Garten, mein Auto, mein Mann, meine Kinder.

Das ist alles irgendwie im Außen.

Und da passen wir uns dementsprechend dann auch an.

Und dann verändern sich die Dinge so, wie sich eben auch die Hormone verändern.

Dann ändert sich tatsächlich auf einmal auch die Sichtweise.

Und auch die Wahrnehmung ändert sich.

Und daher glaube ich, dass Anpassung ein unglaublich tolles Tool ist.

Weil sonst wären wir alle schon ausgestorben.

Dann gäbe es uns gar nicht mehr.

Und es ist auch toll, dass wir uns in Krisenzeiten auch leichter anpassen können.

Weil wir immer gewohnt sind, mit neuen Situationen umzugehen.

Das muss eine Frau.

Du weißt es selber, wie das ist als Mutter.

Du passt dich an.

Du stellst deine eigenen Bedürfnisse hinten an.

Primär geht es um die Kinder.

Selbst wenn die 20 sind wie meine inzwischen.

Wenn irgendwas wäre, ich würde mich sofort hinten anstellen und alles für meine Kinder tun.

Immer noch.

Und ich glaube, darauf basiert unser Menschsein.

Und darauf basiert auch Fortpflanzung.

Denn ohne das ginge es nicht.

Ich will nicht sagen, dass wir die Männer nicht brauchen.

Um Gottes Willen.

Die brauchen wir auch.

Wir brauchen natürlich auch jemanden, der sich vorne hinstellt.

Und die Sippe verteidigt.

Dafür sorgt, dass das Essen reinkommt.

Und, und, und.

Und das ist vielleicht noch etwas, was ich vorhin vergessen habe zu erwähnen, wie wir darüber gesprochen haben.

Was ich unter Weiblichkeit verstehe.

Ich spüre meine Weiblichkeit sehr deutlich.

Also in der Energie, in der Gegenwart eines Mannes.

Also bei Frauen spüre ich das Verbindende.

Und wenn ich in Front of, wenn ich mit Männern einfach konfrontiert werde.

Und da stehe, dann spüre ich erstmal meine Weiblichkeit.

Ich nehme das sonst gar nicht mal so wahr.

Das ist total spannend.

Da musst du auch mal drauf achten.

Wir verhalten uns untereinander nochmal wieder anders.

Wir fühlen uns auch anders.

Aber wenn ein Mann in der Nähe ist, dann merkst du erstmal, aha, ich spüre hier meine Verletzbarkeit, meine Verletzlichkeit.

Ich spüre aber auch vielleicht meine Kommunikationsstärken, weil der Mann, der neben dir da irgendwas schwafelt oder so.

Also man nimmt vieles anders wahr in dieser männlichen Kraft, die ja sehr dominant eben auch ist.

Die hat ja so Pitta-Anteile auch ganz gerne.

Und das ist nur eine spannende Beobachtung und hat keine Wertung.

Bitte keine Wertung.

Aber wir brauchen dieses männliche Konzept eben auch, um die Weiblichkeit überhaupt wahrnehmen zu können.

Das ist eine superschöne Sichtweise.

Petra, dann lass uns über das eigentliche Thema sprechen.

Bevor wir aber jetzt diese Verbindung zwischen Sexualität und Menopause angehen, wollte ich dir nur fragen, wie schaut Ayurveda überhaupt auf das Thema Sexualität an sich?

Also Ayurveda hat ja drei Säulen oder benennt drei Säulen.

Eine Säule davon ist die Ernährung.

Darüber wird ja auch immer ganz gerne gesprochen und dafür gibt es Bücher und weiß nicht was.

Das zweite ist der Schlaf, der gute Schlaf, den wir ja, wenn wir in die Menopause eintreten, ist meistens so, dass die Frauen schon berichten, bevor sie aufhören zu gluten, dass sie schlechter schlafen.

Das ist so etwas schlechter Schlaf, schlechter Verdauen.

All diese Dinge werden irgendwie vorher schon deutlich.

Und dann die dritte Säule ist tatsächlich Sexualität.

Und da geht es darum, dass die Sexualität eine selbstbestimmte Sexualität ist.

Also das, was mir Freude macht, dass sie nicht zu viel und nicht zu wenig ist.

Und im Ayurveda ist es so, dass wir eben, das hattest du schon angedeutet, diese Shiva- und Shakti-Qualitäten haben.

Und die Frau wird energetisch gesehen, also wirklich auf der feinstofflichen Ebene mit Shakti verbunden.

Das ist diese Feuerskraft in uns, wo es auch um die Schöpferin in dir geht.

Und das ist die energetische Seite.

Und auf der körperlichen Ebene wird die Frau eher mit dem Wasser verbunden.

Und der Mann wird auf der feinstofflichen Ebene eher mit dem Wasser gesehen.

Das bedeutet, wenn Mann und Frau zusammenkommen, dann erlöst der Mann mit den Spermien die Hitze des Shakti-Feuers der Frau.

Und dann haben wir so eine Erlösung der Bipolaritäten, so nennt es der Ayurveda.

Und wenn man Paare beobachtet, und das ist auch so eine schöne Feldstudie, die man machen kann, wenn man eben einkaufen geht oder so und so Paaren zuschaut.

Wer so den Ton angibt und wer so in seiner männlichen oder weiblichen Kraft ist, da kann man dann schon ungefähr sehen, wer noch miteinander sich sexuell austauscht oder nicht.

Weil die Frauen verbrennen sonst regelrecht an diesem feinstofflichen Shakti-Feuer.

Also wenn dieses Feuer immer so straight und so scharf und so nach vorne geht, was auch so viel will.

Also Feuer will transformieren, Feuer will was, dann gibt Feuer den Ton an.

Und es braucht auch Feuer, um dass man weitergeht und so.

Aber wenn der Mann dieses Wasserelement einfach nur trägt, um die Stabilität zu bringen, dann wird er so ein Stück weit wie weibisch und weiblich.

Er kann dann Schlechtentscheidungen treffen, er kann nicht rausgehen, das Mammutjagen oder so.

Und erst wenn die beiden miteinander zusammenkommen und das können genauso gut einfach, das müssen auch nicht männlich, weiblich, geschlechtlich sein, sondern das ist einfach nur diese Energie von diesem Feuer und von diesem Wasser.

Und wenn das zusammenkommt, dann erlöst es sich und dann sind wir wieder mit uns in Einklang.

Also wirklich mit unserem eigenen Selbst im Einklappen.

Und das ist etwas, wenn wir das begriffen haben für uns, dann ist es so, das spüren wir dann auch.

Also wenn wir auch zurückgehen, wie wir jünger waren, wenn wir da Sex hatten, dann hatten wir ja auch manchmal Sex, um uns zu entladen.

Also wenn ich jetzt von mir zurückgehe mit 30, 35, da ging es dann auch mal hektisch um Ecktisch oder so.

Weißt du, was ich meine?

Dann war das einfach wie so ein Sport und dann hatte man sich entladen und dann hatte man sich irgendwie gut gefühlt.

Und das hat ja eine Funktion.

Also da ging es nicht nur darum, dass man animalisch übereinander herfällt oder sich seine Liebe beweist oder so, sondern auch da ging es um die Entladung.

Und dann ist leider in unserer Kultur vieles wird so gesehen wie, wenn du dann erst mal so alt bist, dann brauchst du das nicht mehr.

Das ist so wie, sind wir froh, dass wir die Regel nicht mehr haben?

Und ich denke mir, solange du sie hast, sei froh und dankbar, dass du sie hast, weil dir fehlt dieses Organ sonst.

Das ist ja ein Schroter im Ayurveda, das eine Funktion erfüllt.

Also nichts ist irgendwie im Körper, ohne eine Funktion zu erfüllen und zwar sie gut zu erfüllen.

Und genau das Gleiche ist eben mit der Sexualität.

Die Sexualität, wenn sie eben gut gelebt ist und wenn sie selbst gewählt ist, die hat die Funktion, diese Anspannung in dir sowohl auf der energetischen Ebene als auch auf der körperlichen Ebene zu erlösen.

Ist es eine Voraussetzung, dass man sich sexuell anziehend findet?

Es gibt ja viele Paare, die am Anfang guten Sex haben und das irgendwann dann verläuft und es ist nicht mehr spannend und man hat keine Lust mehr aufeinander.

Ja, die Sache mit der Lust.

Also es wäre viel einfacher, sich was Neues zu suchen, um das Spannend zu finden, als mit dem Alten was Spannendes zu suchen.

Also das ist ein total guter Punkt.

Vor allen Dingen, wenn du eben kurz vor den Wechseljahren stehst, also in der prämenopausalen oder auch in der peremenopausalen Phase, ist es wirklich schwierig, die Lust zu suchen.

Selbst mit einem neuen Partner wäre es nicht zwangsläufig irgendwie total klasse, weil der Körper verändert sich und die Hormone verändern sich.

Du brauchst Östrogen, um auch feucht zu werden als Frau.

Du brauchst Hormone, um jemand anderen Spannenden zu finden.

Also auch den Partner, mit dem du vielleicht schon 20, 30 Jahre zusammen bist.

All das bräuchte Hormone.

Und nun können wir uns natürlich sagen, okay, substituieren wir doch einfach, weil das ist natürlich schon etwas, warum viele Frauen das auch machen.

Also auch regelrecht normal Hormone sich geben und verschreiben lassen.

Und ich will das nicht ausschließen.

Ich denke, da muss jede Frau den Weg für sich finden, der am besten ist.

Und machen wir uns nichts vor, wenn wir ganz lange nichts machen und erst in der Krise versuchen, mit Ayurveda was zu regeln, dann funktioniert das nicht.

Das ist meine Erfahrung.

Und dann braucht es vielleicht einen anderen Impuls.

Und dann lässt man sich vielleicht eine Creme verschreiben oder wie auch immer.

Und dann kommt auch die Lust zurück.

Also die Lust ist tatsächlich abhängig von den Hormonen.

Und jetzt kommt aber das Aber.

Aber wir könnten auch liebevoller und körperlich miteinander umgehen.

Das Thema ist ja, dass wir in unserer Kultur so wahnsinnig viel im Kopf sind.

Also wir denken ganz viel darüber nach, warum wir keinen Sex haben.

Oder wir denken manchmal auch nicht darüber nach und denken lieber darüber nach, was wir anderes machen könnten, damit wir keinen Sex haben.

Also mit den Frauen, mit denen ich so spreche, das ist total spannend.

Wir sind immer so im Kopf.

Und ich glaube, dass das Wichtigste ist, in den Körper zu kommen.

Und das ist ja auch das, was wir beim Yoga beobachten.

Die Menschen sind so gerne auf der Yogamatte nicht, weil die Lehrer so toll sind, sondern weil sie sich selber spüren.

Und diesen Zugang zu finden, mich selber wieder zu spüren und vielleicht aber auch anders zu spüren.

Also mein Körper heute ist anders als vor 30 Jahren.

Ich empfinde anders.

Aber das heißt nicht, dass es schlechter ist.

Ganz, ganz, ganz, ganz im Gegenteil.

Sondern mit dem hohen Vata, das ich nachher im Alter entwickle, ist meine Empfindsamkeit eine ganz andere als noch vor 20 Jahren zum Beispiel.

Also das Bild von mir selber und auch von meinem Partner müsste ich erstmal in meinem Kopf ändern.

Also davon weggehen.

Wir haben das immer so gemacht.

Und nur weil wir es immer so gemacht haben, heißt das noch lange nicht, dass es mich jetzt heute noch erfüllt.

Vielleicht neue Wege zu gehen, dieses sich gegenseitig massieren oder mal eben mal wieder miteinander knutschen.

Ja, so, also weißt du, so Sachen machen, die man eben früher gemacht hat und die aber heute irgendwie so in so eine Mechanik übergehen.

Oder aber eben auch einen schönen Abend miteinander verbringen und danach aber wirklich auch diese Intentionen haben.

Lass uns mal wieder berühren.

Also da rührst du ja auch etwas wieder auf.

Und in dem Moment, in dem wir berühren, wird Oxytocin ausgeschüttet.

Und da können wir uns so ein Stück weit drüber helfen, indem wir wieder uns, so früher nannte man das in den 70er Jahren Padding.

Ja, heutzutage weiß ich gar nicht, ob die neu.

Auch noch in den 90ern, glaube ich.

Ja, genau.

Und darüber kann schon wieder Lust entstehen.

Das ist nur dieses erstmal wieder ran an den Körper mit dem Bewusstsein, dass sich dann auch die Hormone wieder ausschütten.

Unter Umständen brauche ich aber auch was anderes.

Also Frauen sagen auch, die Penetration irgendwie sofort ist nicht mehr erfüllend.

Dann muss man sagen, ja, dann ist es gut, wenn du einfach auch sagst, was für dich jetzt schön wäre.

Also das in die Sprache rüber zu bringen oder irgendwie anders zu signalisieren, ist gerade bei Partnerschaften, die so lange schon laufen, wo das immer so war.

Das ist so, jeden Morgen ein Brötchen.

Ja, das machen wir immer so, da ändern wir auch nichts dran.

Und ähnlich ist es dann mit dem Sex.

Das war jahrelang toll.

Ja, wieso kriege ich jetzt keinen Applaus mehr dafür?

Aber es ist ja auch eine Chance.

Ich finde das so ganz wichtig.

Jetzt kommt mir gerade eigentlich sollten wir irgendwie einen Workshop dazu machen, sodass wir uns auch wieder trauen, etwas anzusprechen und auch zu sagen, du, mir macht das und das viel mehr Freude oder das macht mir Freude so und so oder wie auch immer.

Und da ist natürlich eins ganz, ganz hilfreich, nämlich der Sex mit dir selbst.

Also ich habe letztens mit einer jungen Kollegin gesprochen, die ist so Anfang 30 und wir sprachen über Masturbation und so.

Und sie sagte, naja, sagt, sie ist auch Sex.

Und dann habe ich gedacht, das ist ein guter Punkt.

Ja, das ist wirklich ein guter Punkt.

Und wenn ich weiß, was ich brauche, wenn ich weiß, wie mein Körper sich gut fühlt währenddessen, weil das ist ja das, was wir beim Self-Pleasuring sozusagen machen.

Wir wissen genau, was uns gut tut.

Also machen wir das auch.

Und dann vielleicht mit dem Mann neue Wege zu gehen.

Selbst wenn ich mit dem schon 20 Jahre Sex habe, ihm einfach zu zeigen, dann kann das für ihn auch total toll werden und nochmal was ganz anderes sein.

Also wir haben ja immer die Chance, etwas zu verändern und vielleicht etwas mal anders zu machen.

Und vielleicht hat man früher auch ein paar Sachen mitgemacht, die man eigentlich gar nicht so den Burner gefunden hat.

Aber man hat es mal ausprobiert.

Ja, so.

Und man darf das aber auch immer mal wieder verändern.

Das muss nicht, ist nicht in Stein gemeißelt.

Sagen wir mal so, dass es die nächsten 15, 20 Jahre so weiterhin so geht.

Das wäre ja auch eine furchtbare Vorstellung, wenn das einfach nur so stringent so bleibt, weil man es mal irgendwann mal so gemacht hat.

Ja, Veränderung ist ja auch ein Geschenk.

Kann es auch sein.

Du hast jetzt gesagt, in Richtung Menopause, da verändern sich die Hormone und alleine deswegen lässt die Lust nach.

Wie ist es dann, wenn man das wieder gezielt ins Leben bringen möchte und dann mal andere Wege geht und vielleicht ein längeres Vorspiel hat und mehr Körperlichkeit reinbringt?

Hilft nur dann dem Körper, dass er diese Hormone wieder produziert?

Oder ist es dann nur in dem Moment?

Oder wie funktioniert das auf der Ebene?

Ja, also es wird in dem Moment produziert.

Es wird nicht nachhaltig gespeichert.

Das ist aber auch nicht Sinn und Zweck, weil im Allgemeinen ist es ja auch so, dass wir dann in den Wechseljahren sind.

Menostop muss man ja sagen, ist ja gar keine Menopause, wird ja nicht pausiert, sondern in dem Moment, in dem wir aufhören zu bluten und keine Menstruation mehr haben, hat unser Körper, aber auch unser Geist alles erreicht, was für die Frau persönlich vorgesehen war.

Also wenn jemand wie ich mit 46 aufhört zu bluten, dann geht der Allgemeine davon aus, dass ich zu dem Zeitpunkt alles das in mir habe, was es braucht, um eine weise, reife Frau zu sein.

Also ich werde nicht dann in die Menopause geschickt oder in die Wechseljahre geschickt, wenn irgendwie nichts mehr geht oder so, sondern dann läute ich etwas anderes ein.

Und das ist bei jeder Frau eben unterschiedlichen Alters.

Also es kann sein bei mir 46, bei der nächsten 52.

Also wenn ich gut mit mir umgehe, dann hat das einen Grund, warum ich zu diesem Zeitpunkt dort hineinkomme.

Und zu diesem Zeitpunkt habe ich vorher wahrscheinlich schon ein paar Jahre vorher gemerkt, dass mein Schlaf sich verändert hat.

Dass ich vielleicht ein bisschen Gewicht zugelegt habe, gerade in der Körpermitte, berichten das die meisten Frauen.

Das ist dann so ein bisschen das Fettgewebe, wo kleine Dosen von Östrogen und Progesteron selber gebildet werden, weil die Ovarien ein bisschen ermüden in dem Alter.

Also die Ovarien werden müde, das Gewebe wird müde und der Körper denkt, hallo, hallo, hallo, wir sind hier noch so im Geist noch so fit, wir müssen hier noch ein bisschen produzieren.

Dann legen wir das mal um und machen das jetzt im Fettgewebe.

Das passt den Frauen natürlich nicht so, finden sie nicht so klasse.

Aber das ist eine körpereigene Apotheke, kannst du sagen.

Aber das ist nichts, was wir nachhaltig speichern können.

Und diese Hormone verändern sich, die gehen runter, das Progesteron geht runter, das Östrogen geht runter und je nachdem wie schnell es runter geht.

Das ist immer eine Frage, welchen Stresslevel ich in meinem täglichen Leben habe.

Also du sprichst jetzt von der Prämenopause?

Nein, von der Prämenopausalphase.

Also die Prämenopause und dann sozusagen das Menostopp, also wir hören auf zu bluten.

Die Übergangsphase, die Prämenopausalphase, die ist mit integriert, aber das brauchen wir gar nicht so schwierig zu machen, sondern es geht wirklich darum, dass wir realisieren, dass das für jede Frau eben individuell ist, die Ausprägungen auch individuell sind.

Das kommt also wirklich darauf an, welche Grundkonstitution habe ich.

Jemand, der grundsätzlich mehr Water hat, hat ja grundsätzlich mehr Bewegung im System, Trockenheit im System und, und, und.

Jemand, der mehr Pitta hat, hat mehr Feuer im System, auch viel Trockenheit im System.

Jemand, der mehr Kaffee hat, hat mehr Wasser- und Erdenanteil, hat mehr Feuchtigkeit im System.

Und das verändert natürlich alles, weil wenn die Feuchtigkeit mehr im System ist, dann können die Hormone anders fluten, als in dem Moment, in dem die Trockenheit oder die Hitze zu hoch ist und das vergessen wir manchmal.

Und wenn wir dann noch Stress haben, dann dürfen wir eines nicht vergessen, bei Stress werden die Sexualhormone immer nachgereiht.

Es geht immer erstmal um Adrenalin, Noradrenalin, Cortisole und für Stress gibt es eben keinen Alarmknopf.

Also da geht nicht ein rotes Lämpchen an und sagt irgendwie, hallo, hallo, jetzt haben wir hier gerade großen Stress, sondern die Frauen adaptieren sich.

Das, was ich eingangs schon sagte, dass Frauen heutzutage in allen Sachen toll sind und noch toller und noch perfekter und alles so super machen, kommen sie selber in so ein Fahrwasser hinein, wo sie sich selber fast als Frau erstmal ausblenden.

Da sind sie in ihrer Funktion als Mutter, als Geliebte, als Hausfrau, als Lehrerin, als Psychologin.

Wir sind in so vielen Rollen dann unterwegs, dass wir erstmal uns selber dieses Weibliche, dieses Sanfte, dass wir das erstmal und auch dieses sexuelle Wesen erstmal hinten anstellen.

Und das ist so ein komplexer Vorgang, da geht es nicht nur um den Eustress, der ja sehr positiv sein kann.

Wie wenn ich gehe auf die Bühne und vorher bin ich aufgeregt und dann legt sich das und dann kommt so ein Entspannungsrein.

Das ist ja ganz anders, sondern wir adaptieren uns jeden Tag, um noch mehr zu leisten, um das noch toller zu machen, um auch diesen Wettbewerb und diesen Kampf da draußen, der da stattfindet, das ist ja auch nichts Leichtes.

Das geht bei Instagram bloß so und so viel Likes, so und so viel Viewer, so und so viel Follower.

Es geht ja immer um was und es geht immer um dieses sich Vergleichen mit anderen und das macht Stress.

Und nur weil wir das nicht jeden Tag sehen, irgendwo, dass da irgendwie eben die Lampe angeht oder so, heißt es ja nicht, dass es nicht da ist, sondern unser Körper zeigt uns spätestens in diesem intimen Austausch mit unserem Partner, wo wir gerade stehen.

Wie fühlt sich das jetzt an?

Kann ich mich wirklich jetzt in diesem Moment frei davon machen?

Wie fühle ich mich dabei?

Oder ist es für mich eine Pflicht?

Habe ich jetzt das Gefühl, es sind schon wieder zwei Wochen, jetzt müsste ich mal wieder.

Und wenn das wirklich von innen herauskommt und du denkst, jetzt hätte ich mal wieder Lust, Sex zu haben, ich hätte mal wieder Lust, mich berühren zu lassen, also auch die Haut, die Sensibilität, all das.

Also ich glaube, diese Begründung ist eher selten.

Es geht eher darum, es ist schon so lange her.

Und auch die Männer kommen aber und das finde ich so spannend.

Die Männer sind ja auch so müde und sagen, sie finden es so doof, wenn sie immer kommen müssen.

Aber das Ding ist, dass der Mann, wenn er sich nicht austauscht sexuell mit der Frau, dass er spürt für sich, dass er nicht mehr so gut darin ist, gute Entscheidungen zu treffen.

Männer kriegen diese Kraft aus diesem sexuellen Akt, um dieses Feuer wiederzubekommen, auch auf der energetischen Ebene, wo sie sonst so ein bisschen verwässern und dann werden sie ein bisschen weibisch und können nicht diese scharfen Kanten haben, wo sie sagen, so und jetzt machen wir aber.

Und das merken sie auch auf der beruflichen Ebene, dass sie, wenn sie Sex hatten, am nächsten Tag ganz anders in die Besprechung gehen, ganz anders Entscheidungen treffen können.

Und Frauen, wenn die gerade noch mit den Kindern zu Hause sind und im Gange sind oder sonst irgendwas, das liegt wahrscheinlich sogar, das ist mein Gefühl so, schon an unseren Müttern und Großmüttern, die irgendwie vielleicht gesagt haben, ja, das muss man halt.

Also so Sex war irgendwie was, das ging nicht aus der eigenen Lust heraus, sondern irgendwie, naja, das muss man halt so, da muss man dann mal durch.

Es braucht diese junge Generation, also auch Frauen wie dich, die jung sind und die dazu stehen und sagen, nein, Sex ist nicht nur was, was die Männer wollen, Sex ist auch was, was die Frauen wollen und auch brauchen, um eben diese weibliche Energie wahrzunehmen wieder und auch irgendwie nicht zu einer Zicke zu mutieren.

Weil das ist ja das, was dieses Feuer mit dir macht, wenn du mit diesem Shakti-Feuer, und du kannst dich nicht erlösen, dann wirst du zur Xantippe und dann gehst auch du raus und jagst das Mammut und zeigst deinem Mann, wie man das Mammut jagt und gleichzeitig noch die Wohnung zu Hause super sauber hält.

Und dann hat er das Nachsehen.

Und das ist natürlich schade.

Also das mit den Hormonen, um dazu zurückzukommen, dieser Hormon-Cocktail ist so eng verbunden mit unserem Stress, den wir jeden Tag haben.

Das heißt, dass wir Frauen Lust auf Sex haben, braucht es auch ein gewisses Setting, dass man loslassen kann, sich geborgen fühlt.

Ja, dass man das loslässt, was einen sonst im Tag stresst und wo man eben dieses Feuerige braucht, um durchzugehen.

Und das heißt, das betrifft ja nicht nur jetzt die Menopause und die Zeit bis dahin, sondern auch die Zeit zuvor.

Also wenn man voll im Leben steht, hast du vorhin gesagt, Stress ist ein absoluter Lustkiller, oder?

Ja, gibt’s nix, kann man nicht mehr dazu sagen.

Und was nicht heißt, dass Frauen nicht auch anspringen können, wenn irgendwie.

Also das bedeutet das nicht, aber es ist eben ein anderer Drive dahinter.

Das heißt noch lange nicht, dass es deswegen langweiliger ist.

Weißt du, was ich meine?

Nur weil meine Kurve eine andere ist.

Das ist ganz wichtig, dass wir Frauen das auch wahrnehmen, dass jede Frau da auch anders ist.

Also wie ihre Grundkonstitution, wie sie im Leben steht, wie sie ihren Körper selber wahrnimmt.

All diese Dinge spielen da mit rein.

Und wenn da jemand auch sagt, ich bin eigentlich immer sehr schnell sehr scharf.

Ja, also das ist ja so ein Pitta-Attribut auch, so scharf und auf den Punkt und so.

Ja, dann ist das genau richtig so.

Dann ist es auch gut, wenn du jemanden findest, der vielleicht aber auch ein bisschen Ausdauer hat und mir vielleicht ein bisschen mehr Feuchtigkeit mit reinbringt und so, damit diese Schärfe sich sehr schnell erlösen kann.

Ich denke, die Qualität auch vom Erleben ist einfach auch davon abhängig, wie nah es bei mir selbst ist.

Jemand, der eben viel Kaffee hat, ist vielleicht insgesamt gesehen etwas langsamer als jemand, der viel Vata hat.

Und wir wissen ja, dass Vata immer so ein bisschen nicht so gleichförmig ist, sondern das ist immer wechselhaft.

Da ist auch die Lust wechselhaft, in dem eben Pitta so scharf ist und auch manchmal sauer, sauer und scharf.

Also dass uns das einfach auch bewusst ist, dass das wechselhaft sein kann.

Ich glaube, das Allerwichtigste in dieser Thematik ist, dass wir uns trotzdem über das Erleben und die Qualität und das, was es mit uns macht, dass wir uns dessen bewusst sind.

Es ist einfach unglaublich schön, wenn wir uns austauschen können und wenn es nicht mehr um etwas geht.

Das ist ja so schade.

Wir können nicht mehr schwanger werden.

Das bedeutet, wir haben jetzt endlich die Freiheit, sorglos, ohne Angst uns auszutoben.

Und dann kommen wir damit und sagen, na ja, aber jetzt bin ich schon so alt, jetzt brauche ich das nicht mehr.

Wo ich mir denke, nein, jetzt erst recht.

Weißt du, was ich meine?

Und jetzt kann ich in dem Alter auch sagen, nee, darauf habe ich keine Lust und das will ich alles nicht, sondern ich habe es gern so und so.

Und das mag vielleicht für jemand anderen total langweilig klingen, ist völlig egal, weil es geht ja um mich.

Also dass ich mich vielleicht auch ein bisschen in den Vordergrund stelle und sage, es geht hier um gar nichts.

Es geht hier nur darum, dass es sich gut anfühlt.

Nicht, dass es gut aussieht, sondern dass es sich gut anfühlt.

Weil natürlich sieht der Körper nicht mehr aus wie vor 30 Jahren.

Also das hat sich einfach verändert.

Aber er fühlt doch noch so viel.

Und er kann so schnell die Dinge zuordnen, weil er ja so viel Erfahrung hat, dieser Körper.

Also das kann ja unheimlich schön und befriedigend sein, wenn wir uns dann zusammen auf so eine Reise machen, wo es um nichts geht.

Also weißt du, was ich meine?

Es geht nicht darum, sich vorzupflanzen.

Es geht nur um Lust, Genuss und Sinnlichkeit.

Petra, wie ist es jetzt, wenn man in der Menopause ist?

Man hat ja als menstruierende Frau spätestens beim Einsprung merkt man ja, dass man irgendwie mehr Lust auf Sex hat.

Und das ist dann nicht mehr da.

Also diese hormonelle Begleitung, die fehlt.

Ist es dann wirklich mehr aktive Zuwendung in diese Richtung?

Ist es so ein bisschen wie Beziehungsarbeit mit diesem Thema?

Oder wie ist das?

Ja, also du meinst, ich würde sagen, hands on.

Also alles machen, was dem Körper gut tut.

Da gehören auch alchömische Massagen zum Beispiel dazu.

Und das ist eine der wunderbarsten Erfahrungen, die man haben kann, auch um die eigenen Bedürfnisse wieder zu erkennen.

Das ist ja das, was wir auch in den Kuren immer wieder erfahren.

Allein berührt zu werden, da geht es ja.

Das ist dann vielleicht wie eine Vorstufe, sich erst mal wieder wahrzunehmen.

Ich glaube, das ist das Allerwichtigste.

Das kann ich auch machen, indem ich zum Beispiel mich selbst massiere.

Also nicht ein Creme hektisch, sondern wirklich mir Zeit nehme und mir eine Selbstmassage gönne, um dann wieder zu spüren.

Ah, das fühlt sich jetzt aber hier toll an.

Oder macht ihr mal eine Bauchmassage?

Das fühlt sich auch super an.

Also mehr in dieses Fühlen gehen.

Das ist das Um und Auf.

Also unseren Körper wieder wahrnehmen.

Dann eben mit den Händen berühren.

Die Hände, die von Herzen kommen, ist auf Herzenshöhe.

Da läuft auch der Herzmeridian.

In den Händen haben wir Ridaia, die Herzpunkte.

Also alles, was ich mit meinen Händen berühre, berühre ich eben von Herzen und mit Liebe.

Und dann einfach wirklich mit sich selbst auch ein Stück weit ehrlich sein und sagen, da tut sich heute gar nichts.

Oder aber denken, ich bin irgendwie vielleicht doch bedürftig gerade.

Könnte ja auch sein.

Ich bin lange nicht mehr berührt worden.

Das ist so auch immer eines der Feedbacks, die wir eben auch in den Kuren haben.

Die Menschen sagen, ich bin lange nicht mehr so berührt worden.

Also ich glaube, das meiste geht über Berührung, Wahrnehmung.

Und aktiv kannst du nur eben selber dich darum kümmern, dass du berührt wirst, damit du wieder den Körper wahrnimmst.

Damit du nicht im Kopf darüber nachdenkst, auch darüber nachdenkst, was könntest du dir einschmeißen?

Natürlich kannst du eine Menge machen.

Du kannst mit Jamswurzel-Drogesteron ersetzen.

Du kannst mit Isoflavonen, mit Rotklee oder Soja Östrogene ersetzen.

Es gibt natürlich auch im Ayurveda viele viele Heilkräuter, aber ich würde das auch alles nicht so einfach einschmeißen, weil es da einfach auch wichtig ist, dass man dann zu einem Ayurveda-Arzt geht oder Heilpraktiker oder wie auch immer, weil das eben auch Substanzen sind, die wirklich was können.

Und da kann man nicht einfach mal eben so sagen, ich mache, ich schmeiße mir das mal ein und dann wird alles gut.

Also die beste Form wäre dann tatsächlich, über den Körper zu gehen, weil mit der Berührung wir einfach Oxytocin ausschütten und mit der Ausschüttung von Oxytocin viele Dinge sich einfach schon mal wieder ausgleichen und ausbalancieren.

Also auch Anspannungen und alles.

Wir sind ja einfach auch in so einem wirklich schwierigen Setting da draußen.

Das haben wir ja auch alle gemerkt in der Phase, wo es Covid gab.

Also dieses sich nicht mehr berühren war schon echt schwierig.

Also ist es so zu sehen, wie der Körper vielleicht auch in dieser Phase des Lebens, wo es dann mehr in die Vata-Phase geht, dass man da andere Formen der Sexualität findet, die vielleicht nicht nur auf den Sex per se beschränkt ist, sondern dass es diese Körperlichkeit braucht, um auch die eigenen Bedürfnisse zu erfüllen und zu wissen.

Ganz bestimmt, weil wir ja auch ab 50 eben in der Lebensphase mehr Vata aufbauen.

Und Vata ist eben dieses Wind- und Äther-Raum und die Sinnesorgane, die dazugehören sind Ohr und Haut.

Also die Haut gehört als Sinnesorgan dazu.

Ist auch spannend, weil die Haut ja einfach auch geprägt wird durch das Menstruationsblut.

Also auch Rasa und Rakta sind bei der Entstehung der Haut auch ganz wichtig.

Daher, wenn das wegfällt, wenn ich nicht mehr menstruiere, ist es gut, über die Haut zu gehen und die Haut auf einer anderen Ebene oder anders eben zu pflegen und zu sehen und zu spüren und wahrzunehmen.

Da vielleicht einfach ein bisschen mehr Augenmerk drauf setzen.

Zumindest mal Anfang einmal die Woche sich selber zu ölen mit einem guten ayurvedischen Öl und das vor dem Duschen.

So wie wir das aber auch, habe ich ja auch in dem Buch so beschrieben.

Also in dem Buch stehen sehr viele Anleitungen auch drin, wie man eben so in die Praxis kommen kann.

Es ist nicht nur so ein Lesebuch, sondern eher so ein Praxishandbuch, würde ich mal sagen.

Ich glaube, diese Selbstfürsorge, was ja auch jetzt so irgendwie gerade marketingmäßig immer gerne mitgenommen wird, so diese Me-Time und so, aber die Selbstfürsorge ist, glaube ich, das Um und Auf.

Für uns Frauen allgemein, aber in der Phase besonders.

Petra, ich mag dir jetzt abschließend nur den Raum lassen, dass du vielleicht noch sagst, was dir ein Anliegen ist und was du aus deiner Erfahrung merkst.

Mensch, das würde ich gerne jeder Frau mitgeben oder die soll das erleben und erfahren.

Das hilft uns, dass du einfach aus deiner Erfahrung sprichst, was wichtig ist für uns Frauen.

Die eigenen Bedürfnisse herauszufinden.

Ich glaube, das ist das Allerwichtigste.

Sich davon zu lösen, dass wir in Partnerschaften manchmal Kompromisse eingehen, damit die Partnerschaft funktioniert.

Sich spätestens dann einfach daraus zu lösen und dich wirklich zu fragen, ist das mein Bedürfnis?

Oder ist das das Bedürfnis für uns als Paar?

Oder ist es das Bedürfnis des Mannes?

Und auch in sexueller Hinsicht einfach klar dazu zu stehen, ich habe aber diese und jene Bedürfnisse.

Es kann sein, dass ich das vorher einfach mit mir selber ausprobiere oder wie auch immer das dann aussehen kann.

Aber dieses was und wer bin ich und was und wie brauche ich es?

Wie wir eben auch im Ayurveda immer schauen, individuell Ernährung, individuell Behandlungszeit und genauso ist es hier individuell Sexualität.

Das brauchst du als Frau wirklich.

Und da gibt es kein Limit und da gibt es auch nichts, wo du dich visionieren musst.

Und selbst wenn du sagst, dir reicht es schon, wenn Streicheleinheiten da sind, wenn Blümchensex da ist, ist völlig egal.

Aber mach mit dir selber einfach auch so eine MeTime aus und probiere vielleicht für dich selber auch was aus.

Lerne dich selbst nochmal kennen unter anderen Aspekten und ohne mit Hormonen vollgepumpt fremdgesteuert zu sein.

Weil das ist ja das, was in den Jahren, wenn wir so 30 sind, wenn wir draußen auf der Pirsch sind, um den Mann unseres Lebens, für den Vater unserer Kinder zu lukrieren oder aufzustellen.

Das ist in einer ganz anderen Phase als in der Phase, wo wir alles abgeleistet haben.

Wo es nicht mehr um das Außen geht, sondern wo es ganz toll darum geht, was in uns Innen steckt.

Was brauche ich persönlich für mich.

Vielen Dank.

Petra, du gibst dein Wissen weiter.

Du hast ja nicht nur das Buch geschrieben, magst du kurz erzählen, du hast lange Zeit die Rosenberg Akademie in Österreich geleitet mit dem Angebot hier und du hast jetzt einen Kurs über Frauenheilkunde.

Stimmt das?

Ja, genau.

Ich habe einen Kurs geschrieben über die Frauenheilkunde. Der ist ein E-Kurs, den kann man auch online machen. Der ist 2022 oder 2021 online gegangen. Das richtet sich an all diejenigen, die tiefer eintauchen wollen. Das ist ein fortgeschrittener Kurs, kein Anfängerkurs. Und ansonsten bin ich ja schon berentet.

Da kann ich das selber manchmal gar nicht glauben, aber genieße es auch. Und wirke einfach immer dann auf Anfrage, sagen wir mal so. Es erreichen mich immer noch mal wieder auch Zuschriften und Kontaktaufnahmen von Frauen, die sagen, ich habe ja das und das Thema und dann mache ich auch Online-Zoom-Beratung.

Aber das ist, wie gesagt, ich freue mich, wenn ich das machen kann und darf und wenn es jemanden interessiert. Ich wirke jetzt altersgerecht, ayurvedisch altersgerecht als weise Frau und gebe mein Wissen weiter, sagen wir mal so.

Schön.

Vielen lieben Dank, Petra.

Wir werden auf jeden Fall deinen Kontakt und das Buch und deine Website in den Shownotes verlinken. Ich bedanke mich sehr für deine Zeit, für deine Tipps und es war ein super schöner Austausch mit dir.

Ja, freut mich.

Dir auch.

Lieben Dank, liebe Ursula. Bis bald wieder.

Podcast: Zeit mit sich selbst – Meditation und Spiritualität als Quelle der Kraft mit Florian Palzinsky

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Florian Palzinsky ist Meditations- und Yogalehrer. Er leitet Retreats, Kurse und Workshops rund um Yoga, Meditation und Spiritualität. Er ist Gastdozent bei Yogalehrer-Ausbildungen, schreibt regelmäßig für „Yoga Aktuell“ und ist Buch-Autor.

Im Interview teilt Florian seine Ansichten auf Meditation und Spiritualität. Er spricht über die innere Haltung, die sich ändert, wenn man Zeit mit sich selbst praktiziert.

„Den Gedanken einen Raum geben, in dem sie sich sortieren können – ohne, dass ich selbst anfange zu sortieren.“
Florian Palzinsky

Das erfährst Du im Interview:

  • Florians persönlicher Weg vom Buddhistischen Mönch zum Yoga- und Meditationslehrer
  • Wie sich im Alltag unterschiedliche Wirklichkeiten ausdrücken
  • Wie „einfach“ gelebte und religionsfreie Spiritualität aussehen kann
  • Die persönliche Yoga Praxis von Florian
  • Warum Meditation ein Lebenselixier für ihn ist
  • Ideen und Tipps für den Alltag
  • 7 Minuten Meditation zum Mitmachen

Mehr über Florian Palzinsky:

WebSite: www.yogaundmeditation.at
Facebook: facebook.com/florian.palzinsky
Youtube: youtube.com/user/palzinskyflorian
Onlinekurs auf Yoga & Socks Academy: www.yogaandsocksacademy.com


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Interview Transkript (automatisch erstellt)

„… jeder schaut nach dir rauf, niemand gibt dir ein ganz natürliches, normales Feedback und das, glaube ich, ist für die spirituelle Entfaltung, aber auch im menschlichen Leben extrem wichtig, dass wir wachsen können. Und wenn das fehlt, dass dir jemand einfach auch mal einen Spiegel vorhält, dann hast du nicht diese Möglichkeit, dass du Themen auch bei dir selber anschauen kannst, die da sind, aber dir die niemand rückmeldet.“

Herzlich willkommen bei Folge 30 von Verstehe Ayurveda. Verstehe dich.

Mein Name ist Ursula Feuerherdt und du hörst den Podcast der Jadeflower Academy.

Florian Palzinsky ist Meditations- und Yoga-Lehrer und hat als junger Erwachsener zwölf Jahre zurückgezogen und asketisch als Mönch in Asien gelebt. Heute steht er voll im Leben und lebt mit seiner Frau am Mondsee bzw. im Süden, wo die beiden gerne die Wintermonate verbringen.
Florian wird regelmäßig für Retreats, Kurse und Workshops rund um Yoga, Meditation und Spiritualität gebucht. Er ist Gastdozent bei Yogalehrerausbildungen, schreibt regelmäßig für Yoga Aktuell und hat zwei Bücher veröffentlicht.

Im Interview teilt Florian seine Ansichten auf Meditation und Spiritualität. Er spricht über die innere Haltung, die sich ändert, wenn man Zeit mit sich selbst praktiziert. Für ihn ist Spiritualität das, was sich hinter dem normalen Blick auf die materielle Welt zeigt, hinter den Konzepten mit denen wir die Welt verstehen.

Er erklärt, wie wir uns auf den Weg dorthin machen können und am Ende des Gesprächs findest du eine sieben Minuten Meditation, in der du einen Geschmack von der Einfachheit und Tiefe bekommst, mit der Florian Meditation als Zeit mit sich selbst vermittelt.

Ich wünsche dir viel Freude beim Hören.

Herzlich Willkommen Florian Palzinsky, ich freue mich sehr, dass du heute bei uns im Podcast bist.

Ja, danke Ursula für die Einladung.

Für diejenigen, die schon länger unseren Podcast verfolgen, die kennen die Daniela Wolf, die schon öfter zu Gast war zum Thema Ayurveda Ernährung.

Und vor mir sitzt jetzt der Florian, du bist Danielas Mann.

Und vielen Dank für die Einladung.

Ich bin heute in eurer schönen Wohnung am Mondsee, wo ich auch schon mit Daniela aufnehmen durfte.

Ich will kurz zu dir erzählen, du hast eine sehr interessante Geschichte.

Du hast dich nach der Matura entschieden für zwei Jahre nach Amerika zu gehen und hast aber dann mit 22 Jahren, hast dich nach Thailand und später nach Sri Lanka gezogen, wo du als buddhistischer Mönch gelebt hast.

Und du sagst selber, es brauchte zwölf asketische Jahre und den Kontakt zum Yoga, bis ich meine neuen Lebensinteressen gegen die Mönchsgrube austauschte.

Heute stehst du für Yoga und Meditation und du hast dem monastischen Leben den Rücken gekehrt und die Spiritualität ist aber nach wie vor ein ganz großer Anker oder Mittelpunkt deines Lebens, stimmt das?

Ja, man könnte das schon so sagen.

Ich würde sogar sagen, dass die Religiosität und fast so auch der blinde Glauben sich mehr gegen eine gelebte Spiritualität getauscht hat.

So würdest du rückblickend deinen buddhistischen Mönchsweg beschreiben?

Also im Rückblick sehe ich das einfach aus einer inneren Not und aus einer wortwörtlichen Notwendigkeit, das mich einfach Richtung Buddhismus gezogen hat.

Das war in einer Phase im Leben, wo ich irgendwie in eine Krise gekommen bin mit sehr jungen Jahren und eigentlich nicht mehr gewusst habe, wo es hingehen soll.

Daraus ist irgendwie das starke Interesse an psychologischen Themen entwickelt und dann auch ist die Brücke rüber zum Buddhismus irgendwie entstanden.

Und daraus habe ich dann gemerkt, da geht sehr viel um Leiden und auch natürlich um den Weg aus dem Leiden heraus und dadurch habe ich mich sehr stark identifizieren können.

Und dann habe ich mich da immer mehr reingearbeitet und war schon sehr, wie soll ich sagen, überzeugt.

Und eben zuerst habe ich gesagt, mit viel Glauben und vielleicht auch blindem Glauben habe ich mich dann in dieses Abenteuer, sage ich mal, gestürzt.

Aber der Weg, also dass man den zwölf Jahre geht, das ist ja doch eine lange Zeit.

Wie prägend ist die heute für dich oder wie sehr hat die deinen Lebensweg beeinflusst?

Auf der einen Seite muss ich zunächst einmal sagen, ich habe nicht, wie ich hier weggegangen bin, gedacht, okay, jetzt mache ich mal das zwölf Jahre und dann schauen wir weiter, sondern ich habe hier alles abgebrochen.

Für mich war es eigentlich klar, das ist der Weg und ich werde nicht mehr zurückkommen.

Also das war definitiv, dass dann natürlich ein Wandel irgendwann einmal passiert ist, hat, ich sage mal, ist wegen meinem Hausverstand und wegen einer gewissen Intuition, dass bestimmte Dinge einfach dann doch nicht so gepasst haben.

Und da bin ich sehr froh.

Und wie es mich geprägt hat, ich würde es am ehesten so bezeichnen, es war fast so eine Art Universität fürs Leben und für meinen Beruf und für meine Berufung jetzt.

Also ich habe da sehr viel mitnehmen können, was ich wahrscheinlich sonst nirgends und auch sicherlich in keiner Ausbildung und bei keinem Lehrer hätte lernen können.

Von dir gibt es ja spannende Dokumentationen, vom ARD sogar, vom ORF.

Ja, es hat einmal eine Doku gegeben, speziell über Sri Lanka, anlässlich allerdings zehnjähriger Jahrestag zur Tsunami, aber da bin ich mit einer Journalistin und Filmemacherin runtergefahren und wir haben sehr viel über mein ehemaliges Mönchleben auch gedreht und gesprochen.

Und da kommt sehr viel vor, auch an den Orten, wo ich damals als Mönch gelebt habe.

Also dieses Thema ist schon öffentlich sehr gut besprochen.

Ich wollte jetzt auch noch einmal darauf zurückkommen, was dich dann dazu bewegt hat, eben die Mönchsrobe zurückzulassen und wieder das weltliche Leben zu führen.

Ich glaube, das hat unterschiedliche Komponenten gehabt.

Eines ist, ich bin von den sehr strengen und engen Vorschriften und Vorstellungen des Buddhismus irgendwie mehr und mehr herausgewachsen.

Ich habe gemerkt, dass einiges einfach überhaupt keinen Sinn macht, dass es irgendwie in der Art, wie ich eine spirituelle Vertiefung entwickeln will, eigentlich nicht hineinpasst.

Das heißt, der blinde Glaube ist mir in den Hintergrund gegangen, das eigentliche Leben ist mir in den Vordergrund gegangen.

Und zu merken, dass die Konventionen eigentlich nicht mehr für mich in dieser Lebensphase passend sind, dieses Unterwerfen auch bestimmten Regeln und bestimmten Outfit.

Das andere ist der Kontakt zum Yoga, der mich wieder in andere Bereiche gebracht hat, sei es jetzt wirklich auch wieder Kontakt aufzunehmen mit meinem Körper und meinen Körper auch wertzuschätzen und mit ihm zu arbeiten, was im Theravada-Buddhismus ja eher tabu ist.

Das heißt, das Körper wird eher als negativ und unbedeutend gesehen.

Und es ist eher so ein Kampf gegen körperliche Bedürfnisse, als mit dem Körper zu leben und ihn als einen Organismus wertzuschätzen, sage ich einmal, mit all dem, was natürlich ein menschlicher Körper in sich hat, inklusive Thema auch natürlich Sexualität und Erotik, was als Mensch natürlich absolutes Tabu ist.

Und dann ist auch wieder irgendwie durch dieses Eindauchen in diese Yoga-Szene in Sri Lanka, bin ich wieder mit Menschen in Kontakt gekommen, die mich als Mensch sehen und auch so einfach annehmen, wie ich bin und nicht, für die es völlig egal war, ob ich jetzt Mönch bin oder nicht.

Das Mönchsein in Sri Lanka oder in diesen buddhistischen Ländern ist halt immer was Hierarchisches.

Jeder schaut nach dir rauf.

Niemand gibt dir ein ganz natürliches, normales Feedback.

Und das, glaube ich, ist für die spirituelle Entfaltung, aber auch im weltlichen Leben extrem wichtig, dass wir wachsen können.

Und wenn das fehlt, dass dir jemand einfach auch mal einen Spiegel vorhält, dann hast du nicht diese Möglichkeit, dass du Themen auch bei dir selber anschauen kannst, die da sind, aber dir den niemand rückmeldet.

Dann kommen wir gleich ins Jetzt und in den Alltag.

Du hast dir selber als Interviewthema gewünscht, dass wir über Spiritualität im Alltag leben.

Was bedeutet das für dich überhaupt, die Spiritualität?

Ich würde Spiritualität am leichtesten nicht passiv definieren, nicht aktiv, sondern eher passiv definieren.

Für mich ist Spiritualität das, was wir im Alltag nicht wertschätzen oder nicht leben.

Also auf einer feineren Ebene, all das, was im Alltag im Vordergrund steht, all das Sichtbare, all das, wo es um Stellung, um Wert geht, um Geld, um materielle Dinge, um materiellen Besitz.

Das ist sozusagen das, was bewusst dem Rücken zugewandt wird und all die Bereiche, die sich dann dahinter auftun oder die dann sichtbar werden, aber die im üblichen, im normalen Leben gar nicht wahrgenommen werden können, nicht geschätzt werden und die schon gar nicht in den normalen Nachrichten, in den News, in den Medien im Generellen vorkommen.

Und was ist es, was da auf uns wartet, wenn man auf das schaut, was sich hinter der materiellen Welt offenbart?

Ja, wenn wir jetzt wirklich ins Absolute gehen, also wenn wir ganz in die Tiefe gehen, dann erwartet uns dort eine Zeitlosigkeit, dass wir nicht mehr gedanklich in der Vergangenheit sind oder in der Zukunft, sondern mehr und mehr in diesem unmittelbaren Augenblick.

Und es erwartet uns auch so ein bisschen dieses Auflösen von, ich bin hier und da draußen ist die Welt.

Und es erwartet uns vielleicht auch dieses Aufbrechen der Illusion, ich bin machtlos und ich kann das Leben nicht gestalten, sondern ich bin mittendrin.

Und das, was eigentlich zählt, ist immer nur dieses Hier und Jetzt.

Das heißt nicht, dass ich immer das lebe, aber es ist das, was, wenn wir ein bisschen da hinein tauchen, zumindest eine Ahnung davon bekommen.

Jetzt spreche ich in zwei Extremen, das eine, du hast es vorher erklärt, dass wir davon wegkommen, hier bin ich und hier ist die Welt.

Und manchmal gibt uns diese Vorstellung halt oder auch, dass Dinge wirklich fest sind.

Das gibt dann scheinbare Sicherheit.

Dann hast du umgeschwenkt hin.

Wir kommen aber dann dazu, wenn wir dahinter schauen, dass wir die Gestalter der Welt sind.

Kannst du das noch ein bisschen näher erläutern?

Bevor ich da reingehe, muss uns einfach klar werden, dass es unterschiedliche Wirklichkeiten gibt, in denen wir leben.

Das eine ist die Alltagsebene, die wir gerade angesprochen haben.

All das, was irgendwie definierbar ist, messbar ist.

Die ganze Wissenschaft, die ganze Physik ist auf dem aufgebaut.

Und das sind auch Konventionen, wie zum Beispiel die Konvention von Geld, dass ein Geldschein einen bestimmten Wert hat.

Das ist die eine Wirklichkeit.

Die andere Wirklichkeit ist die psychische Wirklichkeit.

Das ist das, eigentlich die Realität und die Wirklichkeit, in der in erster Linie Kinder leben, die aus Nichts alles machen können, wo plötzlich ein Stein ein Auto wird und ein Ast ein Boot oder sonst irgendwas.

Das ist sehr fantasievoll angereichert, aber für das ist im Moment das die absolute Realität, also die Realität, in der sie leben.

Und es ist auch die Realität, die wir in den Träumen und den Fantasien begegnen, die aber nicht unbedingt mit dem zu tun haben, was jetzt hier so offensichtlich und genau definiert werden kann im Alltag und auch gemessen werden kann.

Und die meisten Menschen leben in erster Linie in der Alltagsrealität und hier und da schwenken sie dann über in diese innere, psychische Realität.

Es kann manchmal dann auch, wenn die Alltagsrealität sehr frustrierend ist, jetzt manchmal eine Flucht oder auch durch Drogen kannst du dich sozusagen da rausziehen aus dieser Alltagsrealität.

Aber im Grunde sollten beide einen Wert haben.

Wie macht man das, wenn man jetzt nicht aktiv danach sucht und nicht meditiert?

Du sagst, jeder Schwange schwenkt dann mal ab in diese andere Form der Realität.

Wie macht man das unbewusst oder wie passiert das?

Nicht unbewusst, einfach mehr intuitiv zu lauschen, zu hören, was sagt das Herz, sondern nicht der Verstand.

Zu spüren, irgendwas kann es nicht rational erklären, aber irgendwas fühlt sich da gerade nicht stimmig an.

Und dann kommt sofort der Ratio, der Geist und sagt, nein, nein, das macht schon Sinn oder so.

Wir werden da sehr gezogen auch, was andere darüber denken.

Aha, die Mehrheit denkt so, wir haben das sicherlich auch die letzten paar Jahre gut erlebt, wo in die Massen gehen und dann heißt es, ja, wenn so viele dran das glauben, dann ist es sicherlich richtig und wir verdrängen dann unsere Intuition, dieses feine Gefühl.

Also da geht es schon los.

Da geht es schon los.

Oder auch einfach in der Natur zu sein, einfach mal das zu beobachten, wie es ist, nicht die Natur als wissenschaftliches Objekt zu sehen, sondern einfach zu riechen, zu spüren.

Das, was wir als Kinder ganz natürlich gemacht haben, ein Gänseblümchen als ein Universum zu sehen und nicht zu denken, es ist ein Gänseblümchen wie Milliarden andere und ich weiß, was ein Gänseblümchen ist, das hat Sinn, aber das hier ist gerade etwas Einzigartiges, was immer im Wandel ist.

Also diese Art der Kommunikation mit dem Universum, sage ich einmal, und dieses Nicht-sich-getrennt-Fühlen und schon gar nicht es in Namen hineinzubringen oder zu begrenzen, sondern es namenslos zu begegnen.

Das ist schon dieser Schritt in diese Fantasien, in dieses sinnliche Erleben, sage ich einmal.

Das ist ja auch das, was im Ayurveda so schön erklärt wird, das Prana, die Lebensenergie, die wohnt all im Inne und diese übergeordnete Intelligenz, die richtet einfach alles.

Das hat eine natürliche Ordnung und die ist unbegrenzt.

Und ich finde es schön, dass du Zugang bringst zu dem Thema, der religionsfrei ist.

Das heißt, es braucht dazu keinen religiösen Hintergrund.

Überhaupt nicht.

Ganz im Gegenteil.

Der religiöse Hintergrund oder irgendwelche Glaubensbekenntnisse gehen ja außen Kopf wieder raus.

Das ist ja oft das, wo wir intuitiv vielleicht überhaupt keinen Zugang haben, sondern wo es einfach sagt, das ist das Gebot oder nach dem sollen wir leben, obwohl es vielleicht intuitiv ein ganz anderes Bedürfniskriterium ist.

Nur ein Beispiel, ich gehe zurück noch einmal auf mein Mönchsein.

Es gab die Regel, dass du nur ab dem Morgen kaum bis zur Mittagszeit essen darfst.

Das heißt, du ignorierst dieses natürliche Gefühl des Hungers ab dem Nachmittag, am Abend oder wann auch immer.

Aber das ist die Regel.

Das heißt, du gehst eigentlich gegen ein Naturgesetz und der Geist muss extrem stark sein, dass er das aushaltet, weil sonst würde er sagen, ja, ich habe Hunger, warum soll ich jetzt nicht essen?

Und deswegen ist diese Erfahrung auch, die ich als Mönch gehabt habe, wo ich merke, das bringt überhaupt nichts und das hat überhaupt nichts damit zu tun, dass ich spiritueller bin, wenn ich so eine Regel einhalte.

Ganz im Gegenteil, ich bin zwar religiös, aber nicht unbedingt spirituell, weil ich das Lauschen auf den Organismus eigentlich ignorieren muss.

Nun mal ein anderer Blickwinkel auf Spiritualität.

Wie zeigt sich das deiner Meinung nach in einem Menschen, dass er eine spirituelle Verwirklichung oder einen spirituellen Weg schon gegangen ist?

Wie zeigt sich denn das im Umgang mit anderen oder im Leben?

Mir fällt da immer dieses Beispiel ein, das ich in einem Buch gelesen habe vom Jack Kornfield, das heißt, es heißt so irgendwie, es heißt, wie heißt das Buch?

Genau, Nach der Erleuchtung, Kartoffeln schälen und Wäsche waschen und so irgendwas.

Aber den Titel kann ich dir genau sagen.

Darin gibt es die Story, es ist ein extrem interessantes Buch, weil es eigentlich ganz ehrliche Interviews und Berichte sind von Leuten, die jahrzehntelang in einem spirituellen oder religiösen Weg gegangen sind und die einfach so den Schein einmal ablegen, den sie nach außen hin abstrahlen und wirklich sagen, wie es ihnen eigentlich geht.

Und da gibt es so die Story darin, wo ein Meister gefragt wird, sag mir, wie erleuchtet du bist.

Und er sagt, frag nicht mich, sondern frag meine Frau, meine Kinder, meine Nachbarn, meinen Arbeitgeber, meinen Arbeitnehmer oder so auch immer.

Das heißt, in diesem alltäglichen Umgang ist eigentlich das, wo man sieht, okay, hat sich da schon eine spirituelle Entwicklung ergeben oder nicht.

Und das drehe ich jetzt um.

Ich würde sagen, es gibt einige Leute, die schon Jahrzehnte sehr intensiv und auch manchmal sehr asketisch auf einem sogenannten spirituellen Weg sind, aber eigentlich die Qualität von Lebensfreude, von Sanftheit, von Freundlichkeit überhaupt nicht umgesetzt haben.

Weder mit sich selber, noch mit anderen.

Und andererseits gibt es Leute, die überhaupt nicht das Gefühl haben, dass sie spirituell sind, die sich um nichts kümmern, im Sinne von, die auch keine routinierte Praxis haben, nicht regelmäßig meditieren oder Joggen machen und die aber trotzdem ein unglaublich tiefes spirituelles Leben leben.

Also es ist nicht so das, was wir nach außen hin vielleicht schon irgendwann einmal gemacht haben oder machen an Routine.

Es ist eher das, wie ist die Lebenseinstellung.

Wie ist die Einstellung zu mir, wie ist die Einstellung nach außen, wie ist meine innere Haltung, wie ist meine äußere Haltung, wie ist meine Lebenshaltung.

Kannst du noch ein bisschen Einblicke geben in diese innere Haltung?

Was hat sich da verändert bei dir?

Du hast ja schon ganz früh angefangen, vielleicht ist das gar nicht mehr so präsent, aber was ändert sich denn da im inneren Erleben und wie man in die Welt schaut?

Das, was ich am ehesten so bewusster wahrnehme, ist diese entspannte Gelassenheit mir selber gegenüber zunächst einmal.

Das heißt dieses Wegkommen vom Perfektionismus, Wegkommen von Erwartungen, Wegkommen von das muss ich so machen und das darf nicht anders sein und Wegkommen von dem mich selber vorurteilen oder ein Schuldgefühl haben, wenn irgendwas mal nicht gelingt.

Also dieses eher, ja dann ist es so, diese Entspanntheit, dieses einfach auch zulassen können, dieses mehr mit dem Lebensfluss zu gehen als den Weg vorzubestimmen.

Und wenn das mit mir selber möglich ist, mit meinem Körper, der natürlich seine Grenzen immer wieder aufzeigt, mit meinen Gedanken, mit meinem Geist, die auch ihre Grenzen und ihr Eigenleben haben, mit meinen Gefühlen, mit meinen Emotionen, mit den ganz normalen alltäglichen Lebenssituationen, wenn das möglich ist, dann ist auch das möglich gegenüber den wichtigsten Menschen, denen ich begegne.

Das ist immer der, der mir gerade gegenüber sitzt.

Und gegen die wichtigsten Situationen im Leben, das ist immer die, die ich jetzt gerade mache.

Und der wichtigsten Zeit im Leben, das ist einfach der Augenblick, den ich jetzt in diesem Moment gerade erleben darf.

Ach, das ist superschön.

Das klingt sehr hochgestochen und wenn du jetzt die Daniela fragen würdest, und wie lebt er das?

Ja, da hinkt er schon noch ganz schön nach.

Aber es ist schon immer wieder so ein Rückkoppeln oder so, das sich immer wieder bewusst machen.

Ich merke schon, die Mühen malen langsam, aber irgendwie spüre ich so zunehmend einfach eine Zufriedenheit, wo ich gerade bin.

Also dieses nicht, wenn ich gerade dort wäre, oder ach, das war schön in der Vergangenheit, sondern okay, das ist jetzt gerade da.

Das ist auch okay.

Dann ist es halt die Buchhaltung.

Ich finde es echt irgendwie spannend, eine Buchhaltung zu machen.

Es klingt zwar blöd, aber solche Sachen, wo ich mir denke, ja.

Man schätzt dann das, was vor der Nase ist.

Ja, irgendwie.

Was hat das Yoga dann verändert?

Du hast auch davon gesprochen, dass das Yoga dich wieder in Kontakt mit deinem Körper gebracht hat und du stehst ja heute für Yoga und Meditation.

Was war da das große Aha-Erlebnis?

Na ja, da muss man zunächst einmal wissen, dass ich kann jetzt nur über den Theravada-Buddhismus sprechen, in dem ich groß geworden bin und einige Jahre gelebt habe.

Aber da ist ja eigentlich der Körper etwas, gegen das du kontinuierlich irgendwie kämpfen musst und den du erziehen musst.

Das heißt, du gehst nicht intuitiv nach dem, wie sich gerade der Körper anspürt, sondern es gibt bestimmte Regeln und es gibt bestimmte Ziele und du sollst eigentlich deine körperlichen Bedürfnisse eher möglichst, zumindest im Zaum halten oder möglichst auch reduzieren.

Ich spreche jetzt nur ein paar wichtige Grundbedürfnisse, möglichst wenig schlafen und möglichst wenig essen.

Das Ausleben der Sexualität ist sowieso ein Tabu.

Also all das, was eigentlich, wo man denkt, warum arbeite ich jetzt an meinem Körper?

Und durch dieses wieder mit dem Körper zu praktizieren und speziell auch, ich hatte am Anfang sehr eine, wie soll ich sagen, interessante und sehr, Yoga-Lehrerin, die sehr intensiv auch die Asanas praktiziert hat.

Genau das habe ich gebraucht, weil Meditation war eh schon zu genüge abgedeckt, aber ich brauchte wirklich den eher akrobatischen Zugang zu dem Ganzen und das hat mich wirklich fasziniert und das hat eigentlich so wieder Energien freigesetzt im Körper, die irgendwie sehr verschüttet waren.

Und das ist dieses wieder mit dem Körper zu leben, statt gegen den Körper zu leben.

Mit den Bedürfnissen zu leben, wirklich zu lauschen, okay, wie fühlt sich das an?

Ich meine, bei mir war es halt so extrem, dass dieses, ich habe so lange mein Hungerbedürfnis halt kontinuierlich unterdrückt, bis ich mir im Endeffekt Gastritis gekriegt habe über Jahre und solche Sachen.

Genau, und das ist einfach ein völlig anderer Zugang.

Und natürlich, wenn man jetzt genauer anschaut, wenn man ganzheitlich Yoga betrachtet, sind Asanas eigentlich nur ein Teil.

Dann gibt es ja noch diese Übungen, wo es mehr um Lebensenergie geht oder um Prana und dann gibt es eben meditative Aspekte und der transpersonale oder der tiefere Aspekt, wo es mehr um die eigentliche Essenz geht.

Aber jetzt das, was mich wirklich wieder eine Spur mehr in Balance gebracht hat, war eben dieses wirklich intensive, in diese intensive Asana-Praxis.

Und jetzt natürlich ist es wirklich so, wo du denkst, ja, ich mache es, weil es meinen Körper gut tut, relativ reduziert.

Und für mich ist Yoga mehr eine ganzheitliche Form der Ausrichtung.

Wie schaut denn der eigene Yoga-Praxis aus?

Also, das sind wenige Übungen und die adressieren im Grunde das, was so meine Schwachstellen sind, wo ich weiß, ich muss mit denen lernen umzugehen.

Ich habe eine ziemlich eigenartige Wirbelsäule, aber es ist im Grunde eher so, dass ich jetzt so keinen sehr ausgiebigen Asana oder körperlichen Workout habe in der Yoga-Praxis.

Da ist für mich eher im Vordergrund, dass ich in die Natur gehe, oder auf den Berg gehe, oder mit dem Rad fahre, oder wandern gehe, oder solche Sachen.

Das sind die Sachen, aber so eine regelmäßige Praxis, das ist nicht lang, das sind vielleicht 15, 20 Minuten, aber die muss ich fast gezwungenerweise machen.

Und das tut auch dann gut, aber es ist nicht so, dass ich jeden Tag, als Mönch hatte ich die Zeit, drei Stunden am Tag einfach nur auf der Yogamatte zu sein.

Deswegen habe ich da Dinge machen können, die mittlerweile undenkbar sind, und ich habe auch nicht mehr den Ehrgeiz dazu, alles Mögliche machen zu können.

Aber das klingt so, du hast dich auch schon wieder befreit.

Ja, natürlich.

Du hast den extremen Weg und dann…

Ja, ja, aber völlig.

Das ist auch schon eine Phase, die ich wieder durchgegangen bin, die wichtig war, weil ich weiß, was es heißt, auf volle Dupe reinzuhauen, aber die auch wieder, wenn alles, was ins Extrem getrieben wird, ist einfach irgendwie nicht gesund.

Aber manchmal muss man die Extreme austesten, um dann zu schauen, okay, was ist die eigentliche Mitte.

Und die Meditation, wie lebst du die heute und was gibst du da weiter?

Du bist ja Meditationslehrer und auch Yogalehrer, du verbindest die beiden Elemente.

Wie machst du das?

Also Meditation ist immer relativ.

Meditation kann unterschiedlich verstanden oder interpretiert werden, aber für mich einfach dieses stille Sitzen, sei es nur am Morgen für 20, 25 Minuten oder am Abend noch einmal für 5 oder 10 Minuten vorm Einschlafen.

Es ist irgendwie so, wieder in diesen Kontakt aufnehmen, in diese Zeitlosigkeit, in diese Grenzenlosigkeit, in dieses Aufgeben der eigenen Persönlichkeit, die eigenen Gedanken nicht ernst nehmen, sich nicht mehr mit dem identifizieren, was auf der Alltagsebene ich natürlich bin.

Und das ist irgendwie so ein Erholungspol, sich wirklich so rauszunehmen und alles nicht mehr so ernst zu nehmen.

Das gelingt mir im Alltag in dieser Form einfach nicht, als wenn ich wirklich innehalte und die Augen schließe.

Das heißt jetzt nicht, dass das absolute, tiefe, transartige Meditationszustände sind, aber es ist einfach so ein Innehalten, ein Wachsein, aber trotzdem nicht mehr ein Mitgerissen werden von dem, was gerade in meinem Alltag oder draußen in der Welt passiert.

Das ist eigentlich für mich fast so wie ein Lebenselixier.

Das brauche ich mehr als die körperliche Praxis.

Ich kann eher auf die körperliche Praxis verzichten, aber auf das schwierig.

Wie kommt man denn dorthin, dass das so wertvoll wird?

Weil wenn man nicht meditiert, dann ist das vielleicht ein bisschen abstrakt, dass man dann dort sitzt.

Ja, das ist ja langweilig, weil das so abseits dessen ist, was wir gewohnt sind, mit unserem Geist zu tun.

Wie kommt man denn dorthin, dass man sagt, das gibt mir so viel Kraft, ich möchte nicht mehr darauf verzichten.

Da gehe ich jetzt zurück auf meine ersten Anfänge der Meditation.

Das war mit 17 Jahren, 16, 17 Jahren ungefähr.

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wo der Impuls gekommen ist, vielleicht sogar von unserem Religionslehrer oder so irgendwas, aber da war der starke Impuls da.

Ist es möglich, dass ich mit mir selber für 10 oder 15 Minuten einfach nur bin, ohne Ablenkung, ohne was zu lesen, ohne sonst irgendwie die Sinne nach außen zu richten, ohne was Schönes zu betrachten, ohne was Angenehmes zu hören.

Das war mein Impuls, dass ich angefangen habe, einfach diese 15, sage ich mal, 15 Minuten, 10 oder 15 Minuten mit mir auszuhalten.

Und das sind damals und bis heute nicht unbedingt immer nur schöne, wunderbare Momente.

Aber ich habe gelernt, mit dem auch zu sein, auch wenn es gerade nicht angenehm ist.

Das heißt, diese Kunst dem Unangenehmen oder dem, was sich gerade nicht okay anfühlt, ein Okay zu geben.

Und wenn mir das in diesem klaren Zeitrahmen möglich ist, dann ist es mir auch wesentlich leichter möglich, in meinem Alltag und mit all dem, was herum ist, auch dem ein Okay geben, auch wenn es gerade nicht für mich stimmig ist.

Also es geht nicht nur darum, jetzt in der Form, wie ich praktiziere, immer nur möglichst den schönen Erfahrungen nachzulaufen in der Meditation, weil dann kann ich gleich jedem sagen, fange gar nicht an, weil das wird nie passieren.

Es gibt unterschiedliche Phasen der Meditation, aber wenn du mal gelernt hast, mit dem unangenehmen Phasen auch entspannt zu sein, freundlich zu sein, dich nicht so sehr persönlich zu nehmen, dich nicht damit zu identifizieren, zu sehen, dass eine Wut oder eine Angst, die Kata ist auch einfach nur eine Wut oder eine Angst ist und auch entsteht und wieder vergeht.

Wenn du das mehr und mehr bei dir selber auch erlebst, dann nimmst du die Meditation auch nicht mehr als Ziel wahr.

Das heißt, ich muss in die Ruhe kommen, ich muss in die Liebe kommen, sondern du nimmst es als einen Prozess wahr, wo du einfach mit dabei bist und das du beobachtest.

Und es gibt natürlich unterschiedliche Formen der Meditation.

Das eine ist, du konzentrierst dich auf ein Thema und das andere ist, du setzt dich einfach hin und bist gewahr, was an Themen gerade in dir hochkommt in diesem Moment.

Und das kann einfach nur gewahr sein, was gerade da ist, außen an Geräuschen oder auch körperlich an Empfindungen oder es kann ein seelisches Thema hochkommen.

Wie geht man damit um, mit den Gedanken, die hochkommen?

Das eine sind Gedanken, das andere sind wirklich auch Emotionen.

Ja, das ist jetzt die Frage.

Man geht am besten gar nicht um.

Also man versucht, sie nicht zu verändern, zu korrigieren, zu bewerten, was wir normalerweise im Alltag immer machen, sondern lässt sie einfach mal zu und beobachtet sie wertfrei, siehst, wie sie sich verändern, nimmst all das nicht persönlich, lässt sie entstehen, wenn sie kommen, lässt sie gehen, wenn sie ziehen und bist nur der Beobachter, der Betrachter von dem Ganzen.

Wie unterrichtest du das als Meditationslehrer, dass man lernt, das zu tun, was du gerade beschrieben hast?

Gibt es dafür verschiedene Typen von Menschen, verschiedene Formen, wie man den Zugang findet?

Ich glaube, ich unterrichte in einer Art, wie ich es nie gelernt bekommen habe, dass man unterrichtet.

Und ich schätze, ich unterrichte jetzt seit 1999, 25 Jahre Meditation.

Also das ist natürlich wesentlich.

Ich meditiere länger, aber ich unterrichte aktiv jetzt 25 Jahre.

Das ist jetzt schwierig, das in Worte zu fassen, weil ich glaube, ich unterrichte intuitiv und nicht so nach einer Methode.

Ich habe eine bestimmte Idee, aber ich glaube, ich spüre dann einfach hin, welche Worte dann kommen.

Es ist schwierig, zu beschreiben.

Also es ist vielleicht weniger technisch, weil man könnte ja auch beschreiben, wie man einen Geist lenken kann, einen Körper.

Oder hilfst du den Leuten eher, dass sie in einen bestimmten Zustand kommen, wo totale Entspannung entsteht und wo man überhaupt in das Beobachten kommt?

Genau, ich versuche, die Leute in keine Zustände zu bringen.

Ich versuche ganz im Gegenteil, die Leute dazu einzuladen, alles, was im Moment gerade da ist, einfach nur mal sein zu lassen.

Nicht zu verändern, nicht wegzuatmen, nicht zu bewerten, nicht persönlich zu nehmen, sondern einfach nur mal da sein zu lassen.

Und ich glaube, ich habe die Vermutung, ich bin kein Psychologe, ich bin kein Psychotherapeut, aber ich glaube, dass diese Methode mir als Mönch, dass das dadurch ganz viele Themen einfach gelöst hat, ohne dass ich sie jetzt aktiv bearbeitet habe.

Du kannst dich, wenn du Wochen, Monate lang einfach nur allein bist, in einer Gegend, wo du nicht abgelenkt bist, speziell jetzt in den Höhlen oder in den Urwäldern, wo ich gelebt habe, es kommen einfach Themen hoch.

Und ich glaube, ich habe einfach gelernt, mit dem sein zu können.

So wie in diesen 10, 15 Minuten, dieses Rendezvous, ich nenne es manchmal Rendezvous mit mir selber.

Und dass ich da ohne äußere Hilfe, sondern einfach mit dieser Geduld und mit dieser Freundlichkeit mir und meinen Themen gegenüber, dass ich da ganz viel lösen konnte.

Und dass eigentlich, ich sage mal, alle Leichen ausgegraben wurden, die da irgendwo im Keller sind, weil wir alle Menschen sind.

Das kommt von selber dann hoch.

Du kannst es, ich meine, du hast ja keine Chance, das irgendwie zu unterdrücken.

Du kannst es eine gewisse Zeit deckeln, aber auch, wenn du intensive Retreats machst, wo du dann, ich sage mal, über einen Monat lang, 14, 16 Stunden meditierst, es kommt alles hoch, was irgendwie hochkommt.

Muss oder kann.

Und das gibt dann so eine Leichtigkeit, du musst von nichts mehr wirklich davonlaufen.

Weil du auf langen Zeiträumen einfach dich so aufgemacht hast, dass alles aus dem Unterbewussten oder aus der Vergangenheit hochkommen darf.

Und ich glaube, das ist vielleicht auch das, warum es so schön ist, einfach für mich, einfach sich hinzusetzen, die Augen zu schließen, einfach zu schauen, weil keine Angst da ist, dass irgendwas ganz Schreckliches kommt.

Oder dass irgendwas kommen muss.

Ich habe ja keine Erwartung, dass das jetzt jedes Mal ekstatische Erfahrungen sind.

Sondern das, was ist, es ist der einzige Augenblick, und den lebe ich in dieser meditativen Haltung einfach bewusster als auf der Alltagsebene.

Du hast am Anfang davon gesprochen, dass man in diesem zeitlosen Raum, in dem man sich da begeben darf, dass man dann auch drauf kommt, wir sind ja die Gestalter unserer Welt.

Magst du das erklären?

Wenn nicht wir selber, wer dann?

Naja, ich bin gerade stark vom Taoismus fasziniert.

Und die Frage ist immer wieder, und die gibt es aber auch in anderen spirituellen Strömungen, Traditionen.

Magst du kurz erklären, was Taoismus bedeutet?

Tao heißt eigentlich der Weg, es ist eigentlich eine nicht-religiöse Religion.

Weil du absolut keine Gesetzen folgst und keine Autoritäten hast, und an nichts glaubst, sage ich einmal.

Aber deswegen umso mehr spontan mit dem Leben in Verbindung stehst.

Ohne dass die ganzen Konstrukte, die ich sehr wohl durchgelebt habe, durch den Buddhismus, auch durch den Yoga, diese ganzen Regeln, diese ganzen, was wir auch sagen, Disziplinen und ethischen, moralischen Vorstellungen, die wir herumtragen, und natürlich das Katholische.

Ich meine, ich bin ja auch bei den Benediktinen ins Internat gegangen, bei den Herz-Jesu-Messnern in die Schule gegangen.

Das heißt, all das, das hat dort überhaupt keinen Platz.

Sondern intuitiv, die Spontanität, wo du versuchst, schneller zu sein als deine Gedanken, die dir irgendwas einreden.

Und mehr im unmittelbaren Kontakt mit dem, was gerade ist.

Mehr in der Intuition.

Mit dem, was wir eigentlich vorher zuerst auch angesprochen haben.

Genau, dieses Intuitive.

Ja, und da sage ich einmal, wir sind die Gestalter.

Naja, es gibt immer wieder die Frage, naja, was ist jetzt der Unterschied von jemandem, der erleuchtet ist so ein blödes Wort, aber jemand, der wahrscheinlich tiefe Erkenntnisse gewonnen hat?

Was ist der Unterschied von so einer Person zu einer anderen Person, die das nicht hat?

Was ist der Perspektivenwechsel, der geschehen ist oder der zumindest hier und da passiert?

Und die eine Person ist völlig überzeugt, dass er oder sie in der Welt ist.

Ich bin hier und da draußen ist die Welt.

Und vieles geschieht mir einfach.

Und die andere Person ist umgekehrt überzeugt, dass die Welt in mir ist.

Danke.

Was soll man da noch sagen?

Wenn man jetzt den Wunsch hat, mehr Spiritualität ins eigene Leben bringen zu wollen, ich merke, ich bin vielleicht noch nicht dort, wo ich hin möchte.

Was rätst du da, wie man anfangen kann?

Ja, ich meine, im Grunde gibt es so viele unterschiedliche Ebenen, wo man beginnen könnte.

Es gibt, glaube ich, kein erstes oder zweites oder drittes.

Je achtsamer du mit dir selber umgehst, je freundlicher du mit dir selber umgehst und mit all deinen Themen, die auch unangenehm sind, die schmerzhaft sind, die eigentlich nicht passen, die aber trotzdem da sind, umso mehr wird es von dieser Art des Umgangs mit dir selber, also ich sage wiederum, von dieser inneren Haltung in eine körperliche Haltung gehen und diese innere Haltung und diese äußere Haltung wird in eine Lebenshaltung übergehen.

Und das natürlich, man kann auch ganz gezielt ein Buch lesen oder zu irgendeinem Vortrag gehen oder zu einer Yogastunde gehen, aber das ist vielleicht gar nicht so wichtig, sondern vielleicht genügt es einfach, jeden Tag einmal einen bewussten Spaziergang zu machen, das Handy beiseite zu legen, wieder einfach zu spüren in diesem Gehen, wie erlebe ich das im Moment?

Auch nicht versuchen, die Gedanken zu verdrängen, sondern den Gedanken selber in den Raum zu geben, wo sie sich auch sortieren können, ohne dass ich selber anfange zu sortieren.

Einfach wieder mehr Zeit mit mir alleine zu verbringen und mehr bewusste Zeit mit Menschen, die mir wichtig sind, zu verbringen, um das Gefühl der Zugehörigkeit wieder zu erleben, also wirklich lernen, auch zuzuhören und wieder einfach in Verbindung zu treten mit der Welt, weil ich in Verbindung bin mit mir.

Das ist diese Synchronicität, die einfach passiert.

Das heißt, ich muss gar nicht so sehr irgendwas suchen oder den Weg, wie ich das finde, sondern den Geist zur Ruhe kommen lassen, in Verbindung gehen mit mir, mit der Natur und dann mit der Welt.

Das macht schon so viel mit uns, dass sich in unserer Geisteshaltung auch nachhaltig etwas verändern wird, sagst du.

Es gibt Leute, die sagen, naja, ich meditiere, wenn ich einfach im Wald gehe und spazieren gehe und ich finde das extrem stimmig und wichtig und für mich auch nachvollziehbar.

Aber ich glaube trotzdem, egal was es für eine Praxis gibt, egal wo du dich wohlfühlst, das ist, glaube ich, wichtig, dass man das erkennt und das auch kultiviert.

Ich finde aber dennoch, dieses wirklich einmal sich fünf oder zehn Minuten Zeit zu nehmen, die Augen zu schließen, dabei nicht einschlafen zu wollen und einfach nur einmal mit sich selber sein zu können, das ist unumgänglich.

Das ist meine Erfahrung und das ist das, was ich auch den Leuten immer wieder sage.

Dann natürlich, man kann Audio-Meditationen hören oder man kann ein tolles Buch lesen oder man kann auch wandern gehen oder man kann auch beim Geschirrspülen scheinbar meditieren oder Titanila sagt beim Kochen und so, alles okay.

Aber das ersetzt nicht diese Fähigkeit, einfach einmal ein paar Minuten, ich sage mal zehn Minuten sollten es wahrscheinlich schon sein, einfach nur einmal mit sich zu sein.

Und das braucht zwei Sachen.

Das braucht die Liebe zu dieser subjektiven Wahrheit, die du dann erleben wirst, und es braucht den Mut zu dieser subjektiven Wahrheit, die du in diesem Moment erleben wirst.

Und wenn du beides nicht hast, wirst du wahrscheinlich nie in diese Praxis gehen und bleibst vielleicht immer in praktischen, ich sage bewusst stecken, wo du immer von außen Inputs kriegst.

Direkt geführte Meditation und die Yoga-Stunde und die Meditationsstunde und ein Meditationsbuch und ein Buch über dies oder jenes.

Aber das ersetzt nicht diese Fähigkeit, mal wirklich nichts zu tun und nichts zu sein und nichts zu müssen und nicht einmal ein Ziel zu haben.

Wieso braucht es dafür den Mut, das andere loszulassen?

Vielleicht brauchen einige Leute keinen Mut, weil sie keine Themen in sich haben, aber der durchschnittliche Mensch schließt die Augen und dann schaut, was passiert.

Die meisten ist es nicht leicht, mit sich und geschlossenen Augen einmal für eine längere Zeit zu sein.

Das ist der Mut.

Ich finde es auch superschön, dass man inspiriert wird zum Meditieren, weil du da die Schwelle ganz niedrig machst durch das, wie du es beschreibst.

Nämlich, ich muss jetzt gar nicht fancy Meditationstechniken lernen, es ist der Mut, mit sich selber zu sein, sein zu können.

Und das ist schon Meditation nach deiner Definition.

Ich glaube, das ist eher abschreckend, diese fancy Meditationstechniken.

Das ist das, was du machst, die Erwartungen sind so extrem hoch und die Enttäuschung dadurch auch.

Und du bist immer zielorientiert.

Das heißt, du setzt dich hin zur Meditation und die Vorgabe ist, du sollst dich auf das konzentrieren oder auf jenes und das muss dann passieren und so weiter.

Und wenn es einmal nicht so ist und es wird in vielen Fällen auch dann nicht so sein, dann heißt es wieder, ach ich kann das nicht und ich muss nämlich noch mehr anstreben und das ist so ein Teufelskreis.

Statt zu sagen, alles, wirklich alles, was passiert ist okay, aber habe ich die Liebe und den Mut mit diesen Wahrheiten, die da hochkommen und das sind nicht nur angenehme.

Das heißt ja nicht nur, dass ich, wenn ich die Augen schließe und still bin, dass es in mir still ist, ganz im Gegenteil.

Aber kann ich mal mit dem sein, kann ich das aushalten, was da gerade für irgendwelche eigenartigen, blöden Gedanken kommen, was für unangenehme Emotionen sind und ich lasse das einfach mal zu und ich nehme es nicht einmal persönlich.

Ich kann es einfach mal nur anschauen, sein lassen und bin aber mit dem, was gerade ist.

Und vielleicht kommt auch mal ganz was Schönes und Wunderbares, ja umso besser.

Aber es ist meistens eine ganz menschliche Mischung, die dann einfach passiert.

Was wünschst du dir aus deiner Erfahrung, was denkst du, was bei uns braucht in der Gesellschaft, damit wir glücklicher sind?

Also ich glaube, wichtig ist wieder mehr intuitiv zu werden, weniger in Medien sich zu verlieren, inklusive Social Media und ehrlich zu sich selber sein und den Mut zu haben, diese Ehrlichkeit dann auch zu leben und auszudrücken und umzuwandeln.

Und das ist so etwas Intimes und Subjektives, das kann dir niemand abnehmen.

Was ist wirklich mein Herzenswunsch ins Leben?

Was will ich wirklich in die Welt setzen?

Wo ist meine Leidenschaft?

Also das, was Ikigai beschreibt in vier Arten, was liebe ich, was kann ich gut, was hilft der Welt und wovon kann ich leben?

Und das kannst du nirgends draußen erfahren.

Das kannst du nur du selber, für dich selber erkennen.

Und das ist was, wo du sagst, das würde unseren Kindern helfen, wenn wir ihnen das zum Beispiel mitgeben.

Also meine Einstellung ist, beginn nicht bei deinen Kindern.

Ja, das sowieso.

Ja, aber das ist, wenn die Kinder merken, dass du das lebst, dann musst du ihnen nichts lehren.

Weil die Kinder gehen nicht von dem, was ihre Eltern ihnen sagen, sondern was sie leben.

Ja, das stimmt.

Ja, vielen Dank, Florian.

Hast du abschließend noch etwas, was du teilen magst zu dem Thema?

Zum Abschluss, das ist eigentlich ein Zitat, mit dem ich sehr oft Retreats zum Schluss zu Ende bringe, weil es einfach irgendwie die Essenz der Spiritualität und vielleicht auch die Essenz des Lebens gut widerspiegelt.

Es ist ein Zitat von einer der verrücktesten Heiligen in Indien.

Und zwar Nisargadatta Maharaj heißt er, der hat in Bombay gelebt im letzten Jahrhundert.

Und er hat einmal folgende Worte gesagt.

Wenn ich erkenne, dass ich alles bin, das ist Liebe.

Wenn ich erkenne, dass ich nichts bin, das ist Weisheit.

Und zwischen diesen beiden fließt mein Leben.

Vielen Dank.

Danke für das Interview mit dir, Florian.

Vielen Dank.

Bitte.

Du hörst jetzt direkt im Anschluss die angekündigte Meditation mit Florian.

Achte mal darauf, dass du eine für dich stimmige Sitzhaltung einnimmst.

Sei es auf einem Stuhl oder auch am Boden sitzend oder gerne auch liegend.

Und wenn sich das körperlich gut und angenehm anfühlt, dann schliesse mal ganz entspannt deine Augen.

Und habe mal gar keine Vorstellung, was in diesem Moment passieren muss.

Spür einfach nur mal den Boden, auf dem du gerade sitzt oder liegst.

Und spür, wie in diesem Moment du getragen wirst.

Wie der Körper nichts tun muss, um gehalten zu werden.

Und je bewusster du dieses Getragensein von Mutter Erde wahrnimmst, umso mehr kann sich dein Körper entspannen.

Und umso mehr sich dein Körper entspannt, umso eher wirst du dieses Getragensein in diesem Moment wahrnehmen.

Auf körperlicher Ebene.

Und vielleicht wirst du auch spüren, wie dich in diesem Moment das Leben trägt.

Ohne, dass du irgendwas tun musst.

Vielleicht spürst du auch, wie du jetzt gerade von innen und außen belebt und gelebt wirst.

Ohne Ziel.

Ohne Sinn.

Ohne Bewertung.

Ohne irgendwas verstehen zu müssen.

Und dennoch ganz unmittelbar lebendig und offen.

Dann einmal tiefer ein- und ausatmen und die Finger und die Zehen bewegen.

Wenn es sich grad stimmig anfühlt, kannst du auch die Hände in eine Gebetshaltung bringen.

Im Moment nochmal spüren, wie es ist, in diesem Moment gegenwärtig zu sein und in diesem Moment auch dankbar zu sein.

Ganz egal für wen und für was.

Namaste.

Wie Nahrung auf unseren Geist wirkt – Sattvische Ernährung mit Ursula Melchhammer

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Im Interview ist diesmal Ursula Melchhammer, die vor wenigen Wochen ihr erstes Buch veröffentlicht hat: Ayurveda Ernährung für mehr Energie und Balance im Alltag (hier erhältlich).

Das heutige Podcast-Thema ist ebenfalls Teil des Buches – es geht um eine Besonderheit der Ayurveda Ernährung, die wir aus moderner Betrachtungsweise nicht kennen. Es geht um die Wirkung von Nahrung auf unseren Geist und wie Ayurveda Lebensmittel nach drei Prinzipien gliedert, die entweder geistige Klarheit und Harmonie fördern, Leidenschaft und Begierde, oder geistige Dumpfheit und Trägheit.

Du erfährst anhand vieler Beispiele, wie Du Klarheit und Harmonie durch die richtige Ernährung fördern kannst und Du wirst vielleicht überrascht sein, welche scheinbar gesunden Lebensmittel unter bestimmten Umständen für Unwohlsein sorgen können.

Dieses Interview wurde als Newmoon Talk im September 2023 aufgenommen. Bitte beachte, dass Angaben im Bezug auf saisonal reifes Obst und Gemüse darauf bezogen sind.

Das erfährst Du im Interview:

  • Was bedeutet das Wort Sattva / sattvisch?
  • Die drei großen geistigen Eigenschaften / Doshas, mit denen auch die Wirkung von Nahrung betrachtet werden kann.
  • Was ist Nahrung für einen frohen Geist?
  • Welche Lebensmittel fördern Klarheit und Harmonie?
  • Welche Lebensmittel machen geistig träge bzw. aufgekratzt?
  • Was macht gesunde Lebensmittel unzuträglich bzw. ungesund?
  • Sattvisch Essen im Alltag – Praxistipps

Mehr über Ursula Melchhammer:

WebSite: www.koriandergruen.at
Instagram: instagram.com/koriandergruen_
Als Lehrende bei Jadeflower Academy


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Podcast Interview: Im Einklang mit den Gesetzen der Natur – gesund alt werden mit Dr. Johannes Neuhofer

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Mein Interview Gast Dr. Johannes Neuhofer ist Dermatologe mit Praxis in Linz, seit 2013 Bundesfachgruppenvorsitzender für Dermatologie, Experte für indonesische Pflanzenheilkunde, Honorarkonsul für Indonesien und Buchautor (u.a. Patienten brauchen mehr als nur ein Rezept, Die Jamu Therapie – das indonesische Geheimnis für Heilung und Gesundheit, Die Kosmetikrevolution – Schönheit kommt von Innen). Der vierfache Vater und Visionär hat 2012 den Johannesweg, ein Pilgerweg im Mühlviertel, gegründet.

Im Interview sprechen wir unter anderem über psychisch bedingte Hautprobleme, die Rolle der Arzt-Patienten-Beziehung bei der Heilung und wie unsere Einstellung und Lebensweise unsere Gesundheit beeinflussen. Dr. Neuhofer erzählt, warum er sich selbst auf die Suche nach dem Subtilen gemacht hat, aus Frustration darüber, dass er mit rein schulmedizinischen Methoden oft nicht weiterhelfen konnte. Wir sprechen über die heilbringende Natur, die 12 Lebensweisheiten seines Johanneswegs und wie wir Gesundheit selbst in die Hand nehmen können.

Mehr über Dr. Johannes Neuhofer:

WebSite: www.dr-neuhofer.com
Johannesweg: www.johannesweg.at

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Podcast Interview: Die Magie der Ayurveda Ernährung – Detox als natürlicher Prozess mit Dag Weinmann

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Mein Interview Gast ist Dag Weinmann, freiberuflicher Ayurveda Koch und Autor von den zwei Ayurveda Kochbüchern „Mit Liebe schmeckts besser“. Dag ist Ausbildner für Ayurveda Ernährung und Chefkoch an der Europäischen Akademie für Ayurveda in Birstein. Er hat über 100 Kochkurse im In- und Ausland geleitet und für Kuren gekocht.

Im Interview sprechen wir über Die Magie der Ayurveda Ernährung und wie diese den täglichen Prozess der Entgiftung unterstützt. Ich wünsche Dir viel Freude beim Hören!

Das hörst Du im Interview:

  • Tipps für die tägliche Entgiftung im Alltag
  • Was die natürlichen Reinigungsprozesse blockiert
  • Warum wir Haushaltszucker meiden sollten
  • Heimische Kräuter, die beim Entgiften helfen
  • Welche Rolle Mindset und Liebe beim Kochen und Essen spielen
  • Wie man die Küche zum Tempel macht
  • Nahrung als Abbild der kosmischen Harmonien

Mehr über Dag Weinmann:

WebSite: www.pure-sattva.de
Kochbücher „Mit Liebe schmeckts besser“

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Den Wurzeln des Yoga auf der Spur mit Lea Le Mang

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Yoga Lehrerin Lea Le Mang aus Hamburg spricht im Interview mit mir über Indien und die Wurzeln des Yoga. Lea ist Indien Fan und erzählt im Interview, was sie am Yoga-Unterricht dort begeistert und wo der Unterschied zu den Yoga-Klassen hier bei uns liegt. Du erhältst lebendige Einblicke in die Kultur Indiens und wie Yoga-Tradition gelebt wird. Viel Spaß beim Hören!

Über Lea Le Mang:
Ich bin Lea – ganzheitliche Yogalehrerin & -mentorin. Meine Ausbildungen habe ich überwiegend in Indien absolviert. Neben den 500 Ausbildungsstunden nach Yoga Alliance in Hatha und Tantra Yoga, habe ich eine Hormon-Yoga-Therapieausbildung und diverse Weiterbildungen u.a. in Pranayama, Meditation, Ayurveda, Yin Yoga & Yoga Nidra abgeschlossen.
Ich habe Yoga als meinen Lebensweg gewählt, gehe einer intensiven Praxis nach und besuche regelmäßig Retreats und meine LehrerInnen in Indien. Die Yogalehre hat mir den lang gesuchten Sinn und die Zufriedenheit gebracht, die ich zuvor zeitweise schmerzlich vermisst habe. Dies mit anderen zu teilen, empfinde ich als mein Dharma – meine Lebensaufgabe.

Mehr über Lea Le Mang:

Online-Studio: Make Yoga Your Lifestyle – Community
Indien-Retreat – Embrace Your Inner Balance – LeaLeMang
Instagram: www.instagram.com/lea.lemang

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Podcast Interview: Volker Mehl über heimische Kräuter und Heilpflanzen – die Ayurveda Sicht auf unsere Wurzeln und Heilung

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Volker Mehl ist Deutschlands angesagtester Ayurveda-Koch, Yogalehrer, Visionär, Küchenphilosoph, 15-facher Buchautor, Spiegel Bestseller Autor und zweifacher Gewinner des Gourmand World Cookbook Award.

Im Interview sprechen wir über sein Buch „Koch Dich gesund – Ayurveda meets Klosterheilkunde“. Dabei kommen nicht nur die heimischen Heilkräuter zur Sprache, wir sprechen auch über Volkers eigene spirituelle Weltsicht und seine Einsichten, die er im Zuge der Buchrecherche im Benediktiner Kloster erlangt hat.

Das hörst Du im Interview:

  • Was Atmung und Ernährung gemeinsam haben
  • Das Wunder von Ernährung und wie alles miteinander in Verbindung steht
  • Wie Heilkräuter auf uns wirken
  • Warum Heilkräuter unsere Selbstheilungskräfte aktivieren
  • Müssen es immer die indischen Heilkräuter sein?
  • Wie man durch den Fokus auf 1 Sache innere Freiheit erlangt

Mehr über Volker Mehl:

WebSite: www.volkermehl.com/
Instagram: instagram.com/volkermehl/
Facebook: facebook.com/volkermehl.de
Youtube: youtube.com/@volkermehl8471

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Podcast Interview: Idealgewicht ohne Diät – Ayurveda Tipps für den Wohlfühlkörper mit Daniela Wolff

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Zu Gast ist Daniela Wolff, Ernährungsberaterin mit jahrzehntelanger und passionierter Spezialisierung auf Ayurveda. Im Interview erfährst Du, wie Ayurveda auf das Thema Gewichtszunahme und Abnehmen schaut, welche Rolle die Verdauung für das Körpergewicht spielt und wie unsere individuelle Konstitution dazu beiträgt. Du erhältst außerdem viele praktische Ayurveda Tipps für Ernährung und Lebensstil, mit denen Du schlank und vor allem gesund alt werden kannst.

Das hörst Du im Interview:

  • Wie der Körper immer wieder zurück in sein Idealgewicht pendelt
  • Gründe fürs Gewichtszunahme aus Ayurveda Sicht
  • Wie das Idealgewicht mit unserer individuellen Konstitution zusammenhängt
  • Das Wohlgewicht ohne Waage und Spiegel erkennen
  • Welche Faktoren unserer Ess- und Lebenskultur zum Entstehen von Schlacken und Übergewicht beitragen
  • Warum eine gesunde Verdauung essenziell ist, um nicht zuzunehmen

Mehr über Daniela Wolff:

WebSite: https://danielawolff.com
Rezepte: https://danielawolff.com/rezepte/
Kochbücher: https://danielawolff.com/kochbuecher-2/

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Onlinekurs mit Daniela Wolff:
Leben im Flow – Ayurveda und Chronobiologie

Chronobiologie ist das Wissen um biologische Rhythmen im Innen und Außen. Ayurveda erklärt, wie unsere innere Uhr mit den natürlichen Rhythmen der Natur schwingt. Unser Körper ist Teil der Natur und reagiert ebenso wie Pflanzen und Tiere auf Einflüsse wie Tageszeit, Jahreszeit, Klima, Lebensumstände usw. Das Wissen, wie uns diese Faktoren beeinflussen, bringt uns in unsere Kraft und lässt uns die Energie jeden Moments bestmöglich nutzen.
Die Rhythmuslehre des Ayurveda bringt uns nicht nur in Einklang mit den Rhythmen der Natur, sondern auch in Einklang mit uns selbst. Die Anwendung dieser Empfehlungen bringt uns zurück in ein natürliches Gleichgewicht mit oft erstaunlichen Effekten.

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Podcast Interview: Die Macht der Gewohnheit mit Theresa Wolf – wie man gesunde Routinen nachhaltig integriert

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Im Podcast Interview mit Theresa Wolf von Körpergut erfährst Du, wie Du positive Routinen bewusst zur Gewohnheit werden lässt und wie Du das anfängliche Feuer der Motivation aufrecht erhältst.

Das hörst Du im Interview:

  • Wie kleine bewusste Alltagsrituale dazu beitragen, dass Du für den Rest Deines Tages stabiler und resilienter bist.
  • Warum es schwer ist neue Gewohnheiten aufzubauen.
  • Wie man gesunde Gewohnheiten erfolgreich aufbaut und integriert.
  • Wie Du Dein Körpergedächtnis mit wenig Aufwand auf positive Gewohnheiten hin trainierst.
  • Warum nur 10 Minuten Bewegung pro Tag den Unterschied machen.

Theresa Wolf setzt sich als Psychologin und Sportwissenschafterin für mehr Gesundheit auf dieser Welt ein. Ihr Wissen rund um ganzheitliche Gesundheit und die nachhaltige Integration von gesunden Gewohnheiten gibt sie im Rahmen der Körpergut Akademie in Form von Ausbildungen weiter.

Mehr über Körpergut und Theresa Wolf:

Zur Körpergut Akademie: www.koerpergut.at
Körpergut Summit von 20.-22. Feb. 2024: www.koerpergut.at/koerpergut-summit-2024/
Instagram: www.instagram.com/koerpergut_official
Kostenlose 10-Minuten Videos: www.koerpergut.at/10-minuten-videos/
Kostenlose Anleitung zur Energielevel-Methode: www.koerpergut.at/anleitung-energielevel-methode/

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Authentisch leben mit Ayurveda / Podcast Interview mit Bernadette Fuschlberger-Pühringer

Im Interview ist Bernadette Fuschlberger-Pühringer, diplomierte Ayurveda Praktikerin in Salzburg und Lehrende an der Jadeflower Academy. Wir sprechen über unsere ureigenen Anlagen und Qualitäten, die wir mitbringen und warum wir diese oft nicht leben. Bernadette erzählt aus ihrer Sicht als Ayurveda-Therapeutin, wie es sich auch körperlich auswirken kann, wenn wir nicht authentisch leben und wie Ayurveda dabei helfen kann unser Potenzial zu entfalten.

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Das erfährst Du im Interview:

  • Die Ayurveda Sicht auf unsere Einzigartigkeit
  • Qualitäten, in denen sich unsere Urkonstitution zeigt
  • Wie die Konstitution als Ayurveda Praktikerin erkennbar ist
  • Wie sich ein emotionales Ungleichgewicht auf körperlicher Ebene zeigt
  • Was dazu führt, dass wir unser ureignes Wesen verlassen
  • Wie es sich zeigt, wenn wir nicht authentisch leben

Mehr über Bernadette Fuschlberger-Pühringer:

WebSite: www.ayurveda4you.at
Infos zu Bernadette als Lehrende an der Jadeflower Academy

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Lernen durch Beobachten, die Ayurveda-Brille im Alltag / Podcast Folge mit Ursula Feuerherdt

Durch Beobachten der Prozesse in Körper, Geist und im Außen stellen wir die Körper-Geist-Verbindung wieder her und können selbstwirksam erkennen, was wir brauchen und präventiv gegensteuern – damit es gar nicht erst so weit kommen muss, dass es uns schlecht geht, körperlich oder geistig.

In dieser Solofolge mit Ursula Feuerherdt erfährst Du, warum das Beobachten überhaupt eines der wichtigsten Instrumente im Ayurveda ist, was Du beobachten kannst im Innen und Außen, wie man beobachtet und wie man die gewonnenen Erkenntnissen anwenden kann. Du erfährst außerdem, wie uns tägliche Routinen unterstützen und welche Schwierigkeiten beim Beobachten auftreten können.

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Downloads zur Podcast Folge

Das erfährst Du im Interview:

  • Warum das Beobachten eines der wichtigsten Instrumente im Ayurveda ist
  • Was Du beobachten kannst im Innen und im Außen
  • Wie man beobachtet und wie man dieses Wissen dann auch anwenden kann
  • Welche Schwierigkeiten auftreten können
  • Wie man mit Routinen die Gewohnheit des richtigen Beobachtens unterstützen kann

Zur Podcast Folge:

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Audio-Transkript der Podcast Folge „Lernen durch Beobachten, die Ayurveda-Brille im Alltag“

Herzlich Willkommen bei Folge 21 von Verstehe Ayurveda, verstehe Dich.

Mein Name ist Ursula Feuerherdt und Du hörst den Podcast der Jade Flower Academy.

In dieser Solo-Folge geht es um das Thema Lernen durch Beobachten, die Ayurveda-Brille im Alltag.

Wenn ich von meinen Ayurveda-Anfängen erzähle, dann sage ich immer, es war damals für mich wie die Welt durch eine neue Brille sehen.

Und beobachten ist etwas, das können wir täglich tun, es braucht keinen Zusatzaufwand, man braucht nur die richtige Brille dazu.

Hat man einmal die Prinzipien des Ayurveda verstanden, dann kann man durch diese Ayurveda-Brille tagtäglich schauen und man wird dazu lernen. Es ist ein lebenslanges Lernen.

In dieser Folge erfährst Du, warum das Beobachten überhaupt eines der wichtigsten Instrumente ist, was Du überhaupt beobachten kannst im Innen und im Außen, wie man beobachtet und wie man dieses Wissen dann auch anwenden kann, Du erfährst, wie Routinen eine unterstützende Maßnahme dafür sind und warum Du das Beobachten lernen solltest und auch welche Schwierigkeiten dabei auftreten können.

Außerdem habe ich zwei kostenfreie Downloads für Dich dabei, zum einen ein Gesundheitstagebuch, damit Du immer tiefer ins Beobachten kommen kannst oder mal einsteigen kannst damit und zum anderen die wichtigsten Eigenschaften der Doshas und wie man diese jeweils ausgleichen kann.

Dann legen wir los, warum ist Beobachten überhaupt eines der wichtigsten Instrumente im Ayurveda?

Die Ursprünge des Ayurveda sind ja Jahrtausende alt und damals gab es keine Laborwerte, auf die man sich berufen konnte und Beobachten war das Instrument der Ärzte.

So wie die Ärzte auch heute noch bei einem Patienten etwas abtasten, die Zunge anschauen, durch Anamnese und ein Gespräch ganz viel erfahren, so war das damals aber auch in die Tiefe das Instrument, um sich ein Bild über den Gesundheitszustand zu machen.

Aber was kann man überhaupt beobachten?

Man kann bei einem selbst beobachten, die Körperprozesse, die Ausscheidungen, wie ist mein äußeres Erscheinungsbild und wie sind meine geistigen Tendenzen.

Im Außen kann ich beobachten, wie ist die Qualität der Jahreszeit, welche Tageszeit herrscht, wie ist gerade das Wetter, wie sind die Beziehungen rund um mich, wie geht es mir eigentlich mit dem, was ich gerade tue im Leben, bin ich davon erfüllt oder gestresst, welche Stressfaktoren herrschen, unsere Schnelllebigkeit, die ständige Verfügbarkeit, die vielen vielen Eindrücke, die wir über unser Handy kriegen, über den Medienkonsum und so weiter.

Und in unserer modernen Welt haben wir nicht mehr gelernt, uns auf das Beobachten zu berufen.

Und in unserer modernen Welt haben wir nicht mehr so dieses Gefühl der Verbundenheit mit der Natur, dass es innen und außen sich gegenseitig bedingt und dass wir ständig auch den Rhythmen der Natur unterworfen sind, die wirken auf uns.

Früher war es ganz normal, im Rhythmus der Jahreszeiten zu leben.

Da hat man im Frühling das Feld vorbereitet, im Frühsommer ausgesät, im Herbst geerntet und ist dann im Winter in den Rückzug gegangen und war dann mehr an den eigenen vier Wänden und hat dort die Arbeit im Haus verrichtet.

Und heute gehen wir ja davon aus, dass unser Körper das ganze Jahr gleich funktioniert.

Wir stellen uns den gleichen Aufgaben, es gibt kaum einen Unterschied zwischen Sommer und Winter.

Im Winter ist man vielleicht noch eher drinnen, aber was uns unsere geistigen Aktivitäten angeht, ist es ja sehr gleich getaktet.

Darüber hinaus haben wir natürlich ganz viel Zugriff auf wissenschaftliche Erkenntnisse, die uns auch in der Gesundheit dienen.

Es gibt Laborwerte für die Schilddrüse, für den Blutzucker, wir können den Blutdruck messen, wir haben unsere Waage, um das Körpergewicht und die Körperfettwerte zu messen und wir haben die Gesundheitsuhr, die uns sagt, wie viele Schritte haben wir gemacht, wie ist unser Blutdruck oder unser Puls und all das bringt uns davon weg, dass wir da selber hinschauen und erkennen, was ist eigentlich gerade los bei mir.

Und die Folgen davon sind, dass unsere Körper-Geist-Verbindung verloren geht.

Wir leben sehr viel im Kopf, wir haben sehr, sehr viel intellektuelles Wissen und wir übersteuern oft unsere Körperbedürfnisse durch unsere geistige Willenskraft.

Wo unser Körper immer im Hier und Jetzt ist und uns auch sagt, was Sache ist, ist unser Geist meistens nicht in der Gegenwart, sondern in der Vergangenheit oder in der Zukunft und wir sind tief mit unseren Gedanken und Prozessen beschäftigt und auch den Aktivitäten, die wir in die Welt bringen wollen.

Und dabei vergessen wir, dass wir unsere Messinstrumente immer dabei haben, weil der Körper ist immer anwesend und sagt immer, was Sache ist und die Folge davon ist, dass wir diese Verbindung verloren haben, dass wir uns ausgeliefert fühlen, wenn es uns mal nicht so gut geht.

Wir verstehen dann nicht, wo kommt es her, was kann ich tun, wie geht es mir besser, bleibt der Zustand ewig, wie sich das manchmal anfühlt und es kann körperlich als auch geistig sein.

Und durch Beobachten der Prozesse im Innen, im Außen und was geistig passiert und das zusammenzubringen, da wieder eine Einheit zu spüren, das versetzt uns in die Lage, dass wir ganz viel selbstwirksam werden können und es gar nicht erst so weit kommen muss, dass es uns schlecht geht, körperlich oder geistig.

Schauen wir uns mal an, was man überhaupt beobachten kann.

Schauen wir mal auf den Körper, da gibt es drei Ebenen, die man sich anschauen kann.

Wie ist der Körper im Außen, wie sind die Körperprozesse, also was passiert innen und wie sind die geistigen Tendenzen.

Beim Körper im Außen kann ich mir als erstes mal dieses grundlegende Erscheinungsbild anschauen.

Wie ist das Strahlen der Augen, wie ist das Strahlen der Haut, wie ist die Körperform und wie ist so die Energie, die darüber kommt.

Ich kann mir anschauen, wie schaut die Haut aus, ist die trocken und faltig oder ist sie glatt und seidig.

Ich kann mir anschauen, wie die Nägel aussehen, die Haare.

Ich kann mir anschauen, wie schaut die Zunge aus, also das tägliche Zungenschaben, zum Beispiel ist ja eine der Morgenroutinen im Ayurveda und ich erfahre darüber ganz viel über die Organe, ob Giftstoffe im Körper sind, wie die Verdauung funktioniert.

Das ist ein ganz aufschlussreiches Instrument, die Zunge zu beobachten.

Dann kann ich mir meine Ausscheidungen anschauen, wie schaut der Urin aus, wie oft kann ich Urin lassen, wie ist dann die Farbe und der Geruch.

Dann kann ich mir anschauen, wie es mit dem Stuhlgang ist.

Gibt es täglich Stuhlgang, wie ist der Stuhlgang, wie schaut dann der Stuhl aus.

Dann gibt es im Ayurveda auch ganz viel Wissen, was man zum Beispiel im Gesicht oder in den Händen lesen kann.

Also manche Dinge, die sind ja auch für uns ganz offensichtlich, wie zum Beispiel Augenringe oder eine fahle Gesichtsfarbe oder ganz eingefallene Schläfen, wie schauen die Zähne aus und so weiter.

Also das sagt alles ganz viel über den Gesundheitszustand.

Dann kann man anschauen, wie sind die Körperprozesse, also was passiert innen.

Da kann ich zum Beispiel schauen, wie ist mein Hitze-Kälte-Empfinden, habe ich viel Hitze in mir, habe ich vielleicht viel Durst oder bin ich eher auf der kälteren Seite, mir friert schnell, meine Hände und Füße sind kalt und ich habe ganz wenig Durst.

Ich kann schauen, wie geht es mir morgens nach dem Aufstehen, bin ich da träge und müde und muss den Wecker zehnmal nachstellen oder springe ich aus dem Bett und bin wach und bereit für den Tag.

Ich kann schauen, wie geht es mir nach dem Essen, bin ich erschöpft nach dem Essen, möchte mir am liebsten hinlegen, weil mich das ermüdet oder habe ich die Energie, die ich mir gegeben habe durch das Essen, kann ich die wirklich auch leben danach.

Dann natürlich die Verdauung generell, wie geht es mir da nach dem Essen, habe ich vielleicht Magendrücken, Magenschmerzen, habe ich vielleicht Sodbrennen, wie geht es mir mit Lebensmitteln, vertrage ich alles oder gibt es Unverträglichkeiten, habe ich von manchen Sachen Bauchweh, habe ich vielleicht manchmal zwei, drei Stunden nach dem Essen Blähungen oder direkt nach dem Essen.

All das sind Körperprozesse, die uns ganz viel sagen drüber, was uns guttun würde.

Und dann kann ich natürlich auch geistige Tendenzen beobachten.

Bin ich schnell zornig und aufgebracht, bin ich ungeduldig oder bin ich eher lethargisch und träge, vielleicht sogar ein bisschen traurig und depressiv oder gibt es da eine Unruhe im Geist, kann ich eher schlecht abschalten, möchte ich am liebsten ständig aktiv sein, habe ich Sorgen, Ängste, bin ich eher auf der unruhigen Seite.

Und auf diesen drei Ebenen kann ich schon mal ganz viel bei mir sehen, was ist bei mir los.

Und um beobachten zu können, braucht es überhaupt kein Doscherwissen.

Im Ayurveda gibt es das Prinzip des Ausgleichens und das besagt, dass Gleiches Gleiches anzieht und die Gegensätze sich ausgleichen.

Der Ayurveda spricht davon 20 Eigenschaften, mit denen jede Erfahrung und jede physische Substanz beschrieben werden können und die Eigenschaften lassen sich in 10 Paaren gegenüberstellen.

Und mit dieser Liste an gegensätzlichen Qualitäten kann man immer selber wieder Balance herstellen.

Also einfache Beispiele wären zum Beispiel heiß, kalt, flüssig, trocken, weich und hart.

Wenn man sich zum Beispiel körperlich schwer und träge fühlt, dann sind das Zustände von schwer, statisch, vielleicht sogar dumpf.

Und das Gegenteil davon wäre leicht, mobil und klar.

Und was würde das jetzt heißen?

Mit dem Zustand von Schwere im Körper und Trägheit kann man zum Beispiel Ausgleich schaffen durch einen flotten Spaziergang, durch Sport, durch anregende Tätigkeiten, durch Tanzen, die auch geistige Anregung bringen, beim Essen durch anregende Gewürze, das heißt eher schärfere Gewürze oder herbere Gewürze, die anregen.

Ein anderes Beispiel wäre, wenn man innerlich gereizt ist und in einem Zustand von Überaktivität.

Die Eigenschaften dafür wären heiß, scharf, mobil und ausgleichend dazu ist der süße Geschmack, der diese Überhitze im Körper reduziert, zum Beispiel durch Datteln oder eben mildes Essen, also auf keinen Fall nur mit scharfem Essen arbeiten oder mit Kaffee und auch vielleicht mehr Süße ins Leben bringen, das heißt Aktivitäten, die leicht sind, die spielerisch sind, die freudvoll sind, alles was so ein bisschen Weichheit reinbringt.

Ganz viel lässt sich beobachten bei der Verdauung.

Da ist es zum Beispiel so, dass wir eine schlechtere Verdauung haben, wenn wir einen Infekt abwehren, wir haben eine schwächere Verdauung, wenn wir gestresst sind, da muss der Körper generell mehr verdauen, da hat er ganz viele Eindrücke, die auf einen einströmen, das heißt je mehr im Außen los ist und je mehr der Körper verarbeiten muss über die fünf Sinne, alles was über unsere fünf Sinne auf uns einströmt, desto besser ist es einfach ernähren.

Die einfache Ernährung, die erleichtert unseren Verdauungsfeuer auch alles andere gut zu verdauen.

Ich gebe hier ein paar Beispiele, damit man sich das besser vorstellen kann, was man beobachten kann, was es bedeutet und wie man es ausgleichen kann.

Tendiert man zum Beispiel zu Blähungen, dann ist der Ursprung meist im Vata Dosha, ein Zuviel an Vata, das aus den Elementen Luft und Raum besteht.

Vata hat die Eigenschaften trocken, leicht, kalt, rau, feinstofflich, mobil und klar.

Und wenn wir dann ans Essen denken, dann kann es sein, dass jemand der zu viel Vata momentan hat und sowieso in der Verdauung darunter leidet, eben zum Beispiel durch Blähungen, Verstopfungen, unregelmäßigen Stuhlgang, dass dann so einfache Dinge wie ein roher Apfel das noch zusätzlich befeuern.

Das heißt, wenn man jetzt zum Beispiel mit einer Konstitution von gegenwärtig zu viel Vata etwas isst, was eigentlich gesund ist und zwar einen rohen Apfel, dann bringt er aber Eigenschaften mit, die für den momentanen Zustand nicht zuträglich sind.

Der Apfel ist rau, wenn man da reinbeißt, der ist so crunchy, knusprig, der ist rau, wenn man den runterschluckt und diese Eigenschaft rau, die ist zum Beispiel schon vorhanden im Vatadosha, das ist etwas, was es mitbringt und wenn ich jetzt noch mehr davon gebe, dann bringe ich noch mehr Vata und mehr Luft in den Körper.

Generell ist alles, was so knusprig ist und ein bisschen luftig, wie Reiswaffeln oder alles was so Crackers sind und so knusprige Dinge, die fördern noch mehr Vata im Körper, weil ich beim Essen quasi noch mehr Luft in den Körper befördere.

Alles was breiig ist, suppig ist, mit Flüssigkeit, ölig, das beruhigt Vata.

Ein anderes Vata-Beispiel wäre Luft im Körper, die man auch hört durch Knacksen von Gelenken, das kennen ganz viele, dass das vielleicht auch im Winter mehr ist oder manche haben das als Dauerzustand, dass die Gelenke knacksen oder dass die Haut trocken ist und rau und da kann man auch beobachten, dass sich das verändert, wenn man regelmäßige Ölmassagen macht.

Das Öl, das dringt ganz tief ein in die Haut bis in die Gelenke und bringt dort Linderung.

Auf der Ebene der Körperprozesse lässt sich auch ganz viel beobachten und ausgleichen.

Zum Beispiel viel Durst zu haben, das kann einerseits ein Zeichen sein für viel Pitta, das heißt viel Hitze im Körper, Scharfes, Heißes wäre dann genau das Falsche.

Da muss ich für Kühlung sorgen und Kühlung kann ich zum Beispiel durch einen süßen Geschmack erwirken, durch den bitteren Geschmack oder durch kühlende Aktivitäten, wie Schwimmen gehen, durch kühlende Aktivitäten im Geist, wie vorhin schon erwähnt, also was Leichtes, Spielerisches, Freudvolles und wegkommen von diesem Aktionismus oft.

Und was wir durch das Beobachten auch lernen, ist, wie unterschiedlich die Tage sind und wie unterschiedlich wir da funktionieren.

Das ist je nach Stresslevel, je nachdem, was wir sonst so ausgesetzt sind, je nach Jahreszeit funktioniert auch unsere Verdauung anders und auch bei uns Frauen ist es während der Menstruation anders, da ist die Verdauung auch geschwächt, da ist der Körper ganz viel beschäftigt mit Reinigung und unser Verdauungsfeuer ist dann nicht so stark.

Wie merkt man das jetzt zum Beispiel?

Wenn ich nach dem Essen müde und träge bin, dann war das Essen wahrscheinlich nicht das Richtige für mich und nicht passend für meinen Zustand.

Und das kennt bestimmt jeder, dass man manche Lebensmittel zu gewissen Zeiten besser verträgt und dann wieder weniger gut und das liegt immer nur am Zustand unserer Verdauung.

Es liegt nicht am Essen, es liegt am Zustand unserer Verdauung.

Anderes Beispiel aus meiner jüngsten Vergangenheit, ich hatte nach einer stressigen Phase einen Tag, wo ich abends in eine richtige Migräne gefallen bin, also es war nichts mehr möglich, der Schmerz war gar nicht mehr lokalisierbar am Kopf, weil auch das gibt Aufschluss darüber, welche Art von Kopfweh das ist, also von welchem Zustand der ausgelöst wurde.

In meinem Fall war die Migräne ausgelöst von einem zu viel an Vata und das ist oft der Grund, warum es zu Migräne kommt, wenn man zu viel Vata im Körper hat, das heißt zu viel Unruhe im Leben, zu wenig Erdung.

Und was mir da geholfen hat, natürlich Ruhe und Schlafen und nachdem ich eine Nacht geschlafen hatte, war es leider am nächsten Morgen noch immer da und dann war mein Wundermittel eine Ölmassage.

Ich habe mir mit Mandelöl den ganzen Körper inklusive Kopf eingeölt, richtig viel, also das Öl vorher in einem Wasserbad erwärmen und dann den ganzen Körper einölen damit inklusive Kopfhaut und dann so eine Viertelstunde wirken lassen, einziehen lassen und dann heiß duschen und das war die Sofortlösung, das Kopfweh war danach weg.

Und ich bin selber immer wieder erstaunt, wie enorm wirksam manche Ayurveda-Mittel sind.

Und ich kann nur ermutigen, da wirklich hinzuschauen, weil diese Erkenntnisse, die man da gewinnt, die sind so wertvoll im Alltag, ich kann nur von mir selber berichten, dass ich das mittlerweile so genau spüre, was mich gerade gut tut und welche Gewürze jetzt gerade passend sind und ob es dann vielleicht einmal Kaffee sein darf oder ob ich lieber darauf verzichte.

Das bringt alles diese Kraft des Beobachtens.

Was können jetzt Schwierigkeiten sein, die beim Beobachten auftreten oder die uns vielleicht falsche Rückschlüsse ziehen lassen?

Zum einen ist es so, dass manche Zustände zeitverzögert auftreten.

Es kann zum Beispiel sein, dass uns das Mittagessen nicht gut getan hat und wir das aber erst bei der nächsten Mahlzeit erkennen.

Oder wenn wir Hülsenfrüchte essen.

Hülsenfrüchte sind generell ein Lebensmittel, das den Darm reinigt.

Und je nachdem, welchen Zustand der Darm hat, also was da alles vielleicht noch an Resten herumlungert, so wird sich das dann auch auswirken.

Und wenn wir noch Hülsenfrüchte und Blähungen haben, dann kann das ein Zeichen dafür sein, dass der Darm noch nicht das los wurde, was vorher drin war, oder dass Schlacken und Abfallstoffe vorhanden sind.

Eine andere Schwierigkeit, die beim Beobachten auftreten kann, ist, dass je mehr unser Körper weg ist von einem Zustand von Balance, desto zeitverzögerter treten mitunter Symptome auf.

Und das macht es dann schwierig, das Richtige zu beobachten.

So kann es zum Beispiel sein, dass im Beispiel der Migräne dieser Zustand aufgetreten ist als Ergebnis von einem Zustand, der sich in den letzten zwei bis vier Wochen angesammelt hat.

Oder dass das Verdauungsfeuer Tag für Tag ein bisschen schwächer wird, weil wir keine Essenspausen einlegen.

Wenn wir Unverdautes noch im System haben und neues Essen dazukommt, das schwächt die Verdauung und das sammelt Schlacken im Körper an.

Wie kommt man jetzt dazu, dass dieses Beobachten ein ganz natürlicher Teil des Alltags wird, ohne dass es zum Hindernis wird oder dass es aufwendig wird?

Und da sind die Routinen eine unterstützende Maßnahme.

Und die Routinen sind im Ayurveda das, was uns ausmacht.

Routinen ist nichts anderes, als das, was wir täglich wiederholen, was wir tagtäglich tun in unserem Alltag.

Das sind die vielen kleinen Entscheidungen, das sind unsere Alltagsroutinen.

Und im Ayurveda gibt es viele Routinen, die uns nützen, dass wir den Tag und den Alltag so gestalten, dass wir das Beste rausholen.

Dass wir in jedem Moment die Qualität des Tages und der Tageszeit nutzen und das Beste aus dem Moment machen, der uns Gott zur Verfügung steht und wirklich anwesend sind.

Und da hilft zum Beispiel die tägliche Morgenroutine, die es im Ayurveda gibt, dass man auch mehr Achtsamkeit seinem Körper gegenüber und diesen Zuständen, die körperlich und geistig da sind, entwickelt.

Rollt man zum Beispiel täglich seine Yogamatte aus und macht seine tägliche Yoga-Praxis, dann gewinnt man so viel Einblick in den Körper, das man sonst nicht hat.

Das Yoga beginnt ja damit, dass man kurz einen Moment achtsam wird und den Körper reinspürt und erstmal ankommt bei dem, was man tut.

Und in diesem ersten Ankommen bringt man die Aufmerksamkeit nach innen, in den Körper und in die geistigen Zustände.

Mit den ersten Bewegungen spürt man sofort den Unterschied zum Vortag.

Wenn ich mich zum Beispiel in die Haltung des Kindes strecke, dann merke ich schon, wie geht es meinem Nacken, wie geht es meinem Rücken, was hat sich da verändert zu gestern?

Eine andere tägliche Routine, die mehr Achtsamkeit bringt, ist das Meditieren.

Und das können nur ein paar Atemzüge sein und das muss auch nicht morgens sein.

Morgens ist es begünstigt, weil wir da aufstehen und wir haben noch keine Eindrücke vom Tag.

Der Geist ist noch frisch und die Qualität draußen ist, alles erwacht, alles kommt wieder in die Gänge und ist aber noch in so einem leisen, feinen, subtilen Zustand, der uns auch diese geistige Zuwendung leichter macht.

Und wenn man Dinge wiederholt, und das kann auch was ganz Kleines sein, wie zum Beispiel, dass man vorm Essen drei Atemzüge nimmt und bevor man dann wieder aufsteht vom Essen noch mal drei Atemzüge nimmt und kurz Pause macht und kurz innehält und das wahrnimmt, was man gerade getan hat und was sich jetzt gerade wieder ändern wird, dann bringt es einen wahnsinnigen Nutzen in unsere geistige Haltung im Körper gegenüber.

Wir verbinden wieder den Körper mit dem Geist.

Es sind ganz viele kleine Momente, wo wir wieder in so eine Einheit kommen und durch die tägliche Wiederholung wird es zur natürlichen Routine.

Und so habe ich im Alltag dann viel öfter diese Momente, wo ich merke, ah, jetzt habe ich aber gespürt, was eigentlich gerade los ist bei mir.

Ich kann mich bei mir selber erinnern, diese Momente der Freude, wenn ich dann merke, ich bin unruhig und ein tiefer Atemzug wird mir jetzt total gut tun.

Und das ist so eine Kleinigkeit, das kann jeder immer machen.

Es geht nur um die geistige Ausrichtung, um die Brille, die wir brauchen, um die richtigen Dinge zu beobachten.

Auf Englisch gibt es das Sprichwort, das heißt, the energy flows where the focus goes.

Das bedeutet, dort, wo wir unseren Fokus haben, da fließt die Energie hin.

Und die täglichen Routinen, die lassen unseren Fokus dorthin gehen, wo es nützlich ist für uns.

Weil Routinen haben wir ohnehin, die haben wir sowieso jeden Tag.

Sei es, wie wir aufstehen, was wir denken, was wir essen, was wir in Pausen tun, wie wir uns ausruhen möchten, ob wir überhaupt ausruhen und so weiter.

Wir haben unsere täglichen Routinen.

Wenn wir bewusste Routinen machen, die positiv sind, dann haben wir einen enormen Nutzen.

Wir lernen uns selber besser verstehen, wir lernen die Zusammenhänge von innen und außen und werden wieder eine Einheit mit unserem Körper, unserem Geist und allem, was im Außen passiert.

Wir werden auch andere besser verstehen, wir können das nutzen im Job für Kollegen und Mitarbeiter, als Führungskraft kann man zum Beispiel sich besser darauf einstellen, wie kann ich mein Team zusammenstellen.

Als Mutter kann ich mich besser in die Kinder hineinversetzen, ich verstehe viel besser, was die brauchen.

Ich möchte wirklich ermutigen, dieses Beobachten zu starten, weil es uns einfach diese Selbstbestimmtheit zurückgibt.

Wir sind nicht ausgeliefert unserem Körper, unserem Zustand, unserer Gesundheit.

Wir haben sie täglich selber in der Hand und dieses Gefühl ist einfach großartig.

In den Show Notes findest du zwei Downloads und zwar ein Gesundheitstagebuch, das dich unterstützt, in dieses Beobachten reinzukommen und die Eigenschaften, die Balance bringen.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Ausprobieren, beim Entdecken und hoffentlich beim Nicht-mehr-Absetzen dieser wunderbaren Brille, die du jeden Tag aufhaben kannst, ohne irgendeine Zusatzmühe und die dich jeden Tag ein Stück weiter bringt in Richtung zu dir selbst.

Ayurveda Wissen für Eltern – wie ein entspannter Umgang mit Ernährung, Handy & Co gelingt / Podcast Interview mit Sina Kunz

Zu Gast bei mir ist diesmal Sina Kunz, die Familien als ganzheitlicher Gesundheitscoach mit Spezialisierung auf Ayurveda begleitet. Wir sprechen im Interview über das oft leidige Thema gesunde Ernährung bei Kindern, den Balanceakt zwischen elterlicher Führung und kindlicher Selbstverantwortung und warum es nur funktioniert, wenn jeder in der Familie er selbst sein darf.

Sina ist selbst zweifache Mutter und ayurvedischer Kindergesundheitscoach, Ayurveda Koch Practicioner, Ayurveda Lifestyle Coach, Vastu-Beraterin, Kinder-Yogalehrerin, Innere-Kind-Mentorin und Human Design Coach.

Das Interview mit ihr ist vollgepackt mit praktischen Beispielen aus dem Familienalltag. Ich wünsch Dir viel Spaß beim Hören!

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Das erfährst Du im Interview:

  • Warum es nur funktioniert, wenn in der Familie jeder er selbst sein darf.
  • Ernährung als Problemthema mit Kindern.
  • Wie man Selbstverantwortung bei Kindern fördert.
  • Kompensationsmechanismen bei Kindern aufdecken.
  • Der Balanceakt zwischen Führung und Selbstverantwortung.
  • Was Eltern lernen dürfen, damit sie ihren Kindern Gutes tun können.

Mehr über Sina Kunz:

WebSite: https://sinakunz.com
Instagram: https://www.instagram.com/sina__kunz/

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Jyotish – die vedische Astrologie: Interview mit Daria Aichinger

Daria Aichinger ist Praktizierende der vedischen Astrologie, einer Schwesterwissenschaft des Ayurveda. Erfahre im Interview, wie Jyotish uns helfen kann, unsere inneren und äußeren Potenziale zu entwickeln und zu unserem Wesenskern zurückzukehren.

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Das erfährst Du im Interview (auf Englisch):

  • Die Wurzeln von Jyotish und der Zusammenhang mit Ayurveda.
  • Warum und wie Planeten Einfluss auf uns haben.
  • Wie sich Karma in unserem astrologischen Horoskop widerspiegelt.
  • Warum es bei der Arbeit mit der vedischen Astrologie nicht um Glauben oder Schicksal geht.
  • Warum das richtige Timing entscheidend ist.
  • Wie die Jyotish-Perspektive uns hilft, unsere Qualitäten zu entwickeln und die richtigen Dinge zur richtigen Zeit zu tun.

Mehr über Daria Aichinger:

Homepage: www.jyotish.coach
Lehrerin in der Jadeflower Academy

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Dr. Wolfgang Schachinger im Interview: Agni und Ama als zentrale Säulen für mentale und körperliche Gesundheit

Dr. Wolfgang Schachinger ist ein Pionier des Ayurveda im deutschsprachigen Raum und bereits seit den frühen 1980er Jahren als Mediziner und Ayurveda-Arzt tätig. Sein Wirken in den letzten 40 Jahren hat dazu beigetragen, dass der Ayurveda im deutschsprachigen Raum Fuß gefasst hat.
Im Interview sprechen wir über zwei zentrale Säulen der Gesundheit – Agni unser Verdauungsfeuer und Ama als Ursache von Krankheit.

Wetten, dass Du schon ganz viel Ayurveda im Alltag lebst?! / Podcast Interview mit Anke Pachauer

Ayurveda-Expertin und Autorin Anke Pachauer erzählt, warum Ayurveda nicht exotisch ist. Im Interview erzählt sie, wie Retreat-Momente im Alltag und gelebte Selbstfürsorge auch ohne viel Aufwand funktionieren. Sie gibt exklusive Tipps aus ihrem neu erschienenen Buch, das sie gemeinsam mit ihrem Mann Volker Mehl geschrieben hat: „Unser Ayurveda Kitchen Retreat“ (erschienen bei GU)

Podcast Episode anhören:

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Das hörst Du im Interview:

  • Warum Ayurveda Wissen nicht exotisch ist.
  • Der wichtigste Aspekt für mehr Energie im Alltag.
  • Warum Ayurveda nur dauerhaft funktioniert, wenn wir brutal ehrlich zu uns sind.
  • Das richtige Essen zur falschen Tageszeit – was viele nicht wissen.
  • Wie man seine Intuition schult und lernt zu erkennen, was man braucht.
  • Wie Ayurveda zu einer gelungenen Paarbeziehung beitragen kann.

Mehr erfahren:

http://kitchen-retreat.com
https://ankepachauer.de
https://volkermehl.com

Zum Buch bei GU (inklusive Leseprobe)

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Geht’s auch ohne Disziplin? / Podcast Interview mit Eva Karel

Eva Karel ist Yogalehrerin, Unilektorin und Malerin. Die zweifache Mama lebt in Wien und ist Autorin der beiden Yoga-Bücher „Om, Oida! – Yoga ohne Maskerade“ und „Om, Oida! 2 – Yoga lehren ohne Maskerade“. Ihr Anliegen ist eine Welt mit weniger zähneknirschender Disziplin, weniger Dogmen und So-tun-als-ob. Dafür plädiert sie für mehr Humor und Menschlichkeit, vor allem im Umgang mit sich selbst.

Im Interview heute erzählt sie uns, wie sie sich selbst aus Leistungsdenken und der Disziplinierung befreit hat und dadurch nicht nur ihre Essstörung los werden konnte, sondern sich auch sonst alles in ihrem Leben ins Positive verändert hat. Ihre Lebenserfahrung und Erkenntnisse hat sie in zwei Büchern nachvollziehbar und nachlebbar weitergegeben.

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Das erfährst Du im Interview:

  • Evas persönlicher Reißaus von Disziplin, Essstörung und als angehende buddhistische Nonne.
  • Warum es für jeden das richtige Yoga gibt und was die alten Schriften dazu sagen.
  • Wie wir zwischen unserem Wesenskern und unserem Ego unterscheiden lernen.
  • Tipps für den Umgang mit dem ständig aktiven Monkeymind.
  • Yoga in den Alltag integrieren.
  • Wie wir unsere innere Schweinehunde unter die Fittiche nehmen.
  • Freudvolle Disziplinlosigkeit im Alltag und dabei trotzdem die richtigen Entscheidungen treffen.

Mit Eva Karel connecten

Facebook: https://www.facebook.com/eva.karel.1
Instagram: https://www.instagram.com/eva_karel_om_oida/
Homepage: www.evakarel.at

Hier gibts die Bücher von Eva Karel:
Om, Oida! – Yoga ohne Maskerade
https://verlag-punktgenau.at/produkt/om-oida-yoga-ohne-maskerade/

Om, Oida! 2 – Yoga lehren ohne Maskerade
https://verlag-punktgenau.at/produkt/om-oida-2-yoga-lehren-ohne-maskerade/

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Podcast Episode – Ungelebte Qualitäten leben mit Ayurveda

Authentisch sprechen und handeln erfordert Mut. Ayurveda hilft uns zu erkennen, wo wir uns zurückhalten, wo unsere Grenzen sind und welche ungelebten Qualitäten noch in uns stecken. In dieser Folge mit Ursula Feuerherdt geht es um die Ayurveda Sicht auf ungelebte Potenziale und Erfahrungen aus ihrem eigenen Ayurveda Weg.

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Menstruation aus ayurvedischer Sicht

Ayurveda betrachtet die Zeit der Menstruation als eine besondere Zeit im weiblichen Zyklus. Frauen, die während dieser Tage achtsam mit sich umgehen, können unerwünschte Symptome wie Regelschmerzen, Bauchkrämpfe oder PMS los werden und darüber hinaus späteren gynäkologischen Problemen vorbeugen.

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Mein Interview Gast ist Dr. Upasana Sharma, Ayurveda Ärztin mit Spezialisierung auf Gynäkologie und Geburtshilfe. Einer ihrer Schwerpunkte ist Dysmenorrhö, Probleme rund um die Regelblutung. Die heute in Dresden lebende Inderin hat bereits mehrere wissenschaftliche Artikel zu gynäkologischen Themen veröffentlicht und war zuletzt als Ayurveda Ärztin am Government Ayurveda Hospital in Jaipur, Indien tätig und unterrichtete Ayurveda Medizin am Government Ayurveda and Yoga College. Sie ist Garbhsamskar Therapeutin, eine alte ayurvedische Methode, um den Fötus im Mutterleib beim Entwickeln seines Intellekts zu unterstützen. Dr. Upassana ist außerdem zertifizierte Yogalehrerin und Gutachterin des Yoga Certification Board, Ministry of Ayush, Neu-Delhi, Indien.

Konsultationen bei Dr. Upasana Sharma sind online oder vor Ort in Dresden möglich:
Anmeldung per Email: upasana22sharma@gmail.com
Oder via WhatsApp: +49 176 67829141

Das erfährst Du im Interview:

  • Die besondere Sicht des Ayurveda auf die Zeit der Menstruation.
  • Empfehlungen für die Zeit der Menstruation für Ernährung, Lebensführung und Psyche.
  • Menstruationszyklus und die Doshas
  • Einflüsse auf den Menstruationszyklus
  • Wie sieht eine normale Periode aus?

Zur Podcast Folge:

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Rezept-Empfehlungen aus dem Interview:


Ayurveda aus Kinderaugen betrachtet – Interview mit der 11-jährigen Hannah

Wie Ayurveda die Selbstkompetenz unserer Kinder stärkt.

Im Interview ist meine 11-jährige Tochter Hannah, die uns erzählt, wie sie Ayurveda erlebt und welche Rolle es in ihrem Alltag spielt. Die Idee das Interview zu geben, kam von Hannah selbst und entstand aus meiner Frage an sie, welche Inhalte für kommende Interviews spannend wären.

Sie erzählt, wie sie selbst merkt, dass sie aus der Balance ist und was Bauchweh mit Stress zu tun hat. Spannende Einblicke, wie ein Kind die ganzheitliche Sichtweise des Ayurveda ganz natürlich integrieren kann.

Wir hatten beide viel Spaß beim Aufnehmen dieser Folge. Danke Hannah. ❤️

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Erschöpfung und Müdigkeit mit Ayurveda überwinden / Podcast Interview mit Miriam Söthe

Im Interview begrüße ich Miriam Söthe, Fachärztin für Anästhesie und Ayurveda Expertin in Berlin. Sie ist spezialisiert auf die Themen Migräne, Depression und Long/Post Covid bzw. chronischen Erkrankungen. Sie hilft Menschen mit cleverem und nachhaltigem Energiemanagement wieder ein gutes Leben zu führen, das zu ihnen passt.

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Das erfährst Du im Interview:

  • Wie es aus ayurvedischer Sicht zu Müdigkeit und Erschöpfungszuständen kommt.
  • Was wir tun können, um dauerhaft Energie zu haben.
  • Der Unterschied zwischen der medizinischen und ayurvedischen Sicht auf das Thema Erschöpfung.
  • Warum Ayurveda uns erste leise Vorzeichen schon lange vor einer möglichen schulmedizinischen Diagnose erkennen lässt.
  • Der Vorteil vom „Pause-machen“ und warum Pausen normaler Bestandteil jedes Tagesablaufs sein sollten.
  • Praktische Tipps für Deinen Alltag und Dein Energiemanagement.

Mehr erfahren zu Miriam Söthe:
miriamsoethe.de

Zur Podcast Folge:

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Meditation – Blick hinter Deine eigenen Kulissen / Podcast Interview mit Eva Kim Schitter-Heu

In dieser Podcast-Folge begrüße ich Yoga Lehrerin Eva Kim Schitter-Heu aus Graz. Sie unterrichtet Yoga und Meditation an der Jadeflower Academy. Eine sehr frühe Krankheitsgeschichte ließ sie viele Zusammenhänge zwischen Geist und Körper erkennen. Nichts zuletzt deshalb ist die zweifache Mama heute im Gesundheitsbereich mit Yoga und Shiatsu zuhause und meditiert täglich als praktizierende Buddhistin.

Im Interview erzählt sie uns, warum Meditation spannend und erkenntnisreich ist, wie Meditation wirkt und wie wir im Alltag davon profitieren. Sie gibt Tipps und Inspiration für Deine Meditation oder den Start damit.

Viel Spaß beim Hören und Ausprobieren!

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Ayurveda und Heilung – Podcast Interview mit Dr. Lisa Mandl

Dr. Lisa Mandl ist Ärztin für Allgemeinmedizin und ganzheitliche Medizin in Salzburg mit Schwerpunkt auf Ayurveda.
Bei der Arbeit mit ihren PatientInnen ist ihr Blick ganzheitlich – hinter körperlichen Symptomen und Gesundheitsbeschwerden verstecken sich oft emotionale Themen, die Heilung verzögern oder verhindern können. Sie bezieht daher in vielen Fällen auch die Seelenebene als natürlichen Teil des Heilungsprozesses mit ein.

Im Interview erzählt sie uns, wie emotionale Themen Heilung beeinflussen. Sie erklärt, warum das Verstehen unseres Selbst auch aus ihrer Sicht als Ärztin von entscheidender Bedeutung ist und wie uns Ayurveda dabei helfen kann uns selbst immer besser zu verstehen. Sie gibt praktische Beispiele aus dem Alltag und erklärt, wie wir erste leise Vorboten von Krankheit erkennen können.

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Entdecke Deine Urnatur: Ayurveda und Identität / Podcast Interview mit Anke Pachauer

Anke Pachauer ist als Beraterin, Coach und Dozentin auf das Thema Ayurveda und Identität spezialisiert. Sie unterstützt Menschen und Unternehmen gleichermaßen bei der Findung ihrer ureigenen Persönlichkeit. Das Thema Identität bietet Anke auch in Form von Farb- und Stilberatung an – wobei auch hier Ayurveda die Basis bildet. Anke Pachauer unterrichtet Ayurveda Psychologie an der Volker Mehl Akademie für Ayurveda und ist zertifizierte Yin Yoga Lehrerin. Im Herbst 2023 und Frühjahr 2024 erscheinen zwei Bücher von ihr zu verschiedenen Aspekten des Ayurveda. 

Mehr erfahren zu Anke Pachauer auf Ihrer WebSite ankepachauer.de

Inhalte des Interviews

Im Interview erzählt sie, was unseren Wesenskern ausmacht und wie wir mit Ayurveda an unsere Urnatur und die damit verbundene Kraft und Lebensfreude kommen. Sie gibt praktische Beispiele, wie sich unsere Qualitäten äußerlich und innerlich zeigen und wie wir uns selber besser kennen lernen können. Das Interview macht neugierig auf die Entdeckungsreise zum eigenen Wesenskern, um die dort verborgenen und vergessenen Schätze zu heben.

Podcast Episode anhören:

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Podcast: Ayurveda und der liebevolle Umgang mit uns selbst

mit Ursula Feuerherdt

In dieser Podcast-Episode spreche ich über meine Erfahrungen mit Ayurveda und wie es mir geholfen hat, auf meine innere Stimme zu hören und besser auf meinen Körper und Geist zu achten.

Wo sagt mir mein Körper, was ich wirklich als weise Intuition annehmen darf und wo gehe ich gerade Gelüsten nach oder einer Lust, die mich vielleicht noch mehr aus der Balance bringt. Vielleicht erkennst du das ein oder andere auch bei dir und kannst es auf dich adaptieren.

Einen liebevolleren und gesünderen Umgang mit uns selbst lernen – darum geht es auch in unseren Akademie-Kursen. 12 Wochen, die das Leben verändern können. Dabei begleiten unsere Lehrer:innen jede Teilnehmer:in persönlich auf ihrem Weg.

Interessiert Dich das? Hör Dir den Podcast an oder lies hier weiter zu unseren Akademie-Kursen. Im Podcast hörst Du, was die Akademie-Kurse beinhalten und wie sie aufgebaut sind.

Ist deine App nicht dabei? 
Nutze den Pod-Link

Podcast Interview mit Ayurveda Köchin Ursula Melchhammer: Verdauungsfeuer im Ayurveda

Zu Gast im Podcast ist Ursula Melchhammer. Die zertifizierte Ayurveda Köchin hält Ayurveda Kochworkshops und inspiriert durch ihr Essen, das auch ohne Erklärung „wirkt“. „Mir geht’s nach Deinem Essen so gut. Ich habe danach keine Müdigkeit, sondern Energie zum Weitermachen.“, sind Aussagen, die Ursula regelmäßig nach ihren Workshops und Caterings hört. Ursula unterrichtet Ayurveda Ernährung an der Jadeflower Academy.

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Das hörst Du im Interview:

Wir sprechen unter anderem über das individuelle „Verdauungsfeuer“, unser Agni. Und warum es bei jedem Menschen anders ist. Und auch darüber, warum es Menschen gibt, die bestimmte Nahrungsmittel besser vertragen als andere.

Das erfährst Du außerdem:

  • warum regelmäßiges Essen und der Verzehr von warmen Speisen von Vorteil sind
  • Essen den verschiedenen Tageszeiten anzupassen. Es gibt kein starres „System“.
  • die 80-20-Regel als ein Ansatz
  • Gewürze als Hilfe zur Balance
  • Veränderungen in der Ernährung im Laufe des Jahres.

Bist Du neugierig geworden? Diese Episode mit Ursula Melchhammer könnte Deine Sicht auf Deine Ernährung und Deine Verdauung verändern.

Zur Website von Ursula Melchhammer: www.koriandergruen.at


Videokurse mit Ursula


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Podcast Interview mit Hilde Peer: unser Atem als Wegweiser für den Umgang mit unseren eigenen Energien

Interview Gast Hilde Peer ist Yogalehrerin mit über 30 Jahren Erfahrung, zertifizierte Yoga-Therapeutin und Vedic-Chanting-Lehrerin. Sie gibt Gruppenkurse, ist Leiterin der Ausbildungsschule YogazentrumAlpen, war Dozentin für Yoga an der Universität Salzburg und der Experimental Academy of Dance in Salzburg. Sie hält Workshops für Firmen und Bildungsinstitute sowie Weiterbildungen für Yoga-LehrerInnen und gibt ihr Wissen auf internationalen Kongressen weiter.

Das erfährst Du im heutigen Interview:

Warum wir uns selbst über das Beobachten unseres Atems besser kennen lernen und wie wir das im Yoga üben können. Du hörst, warum Yoga weit mehr als ein Üben mit dem Körper ist. Hilde Peer erklärt, wie Yoga auch geistig mehr Raum schafft und uns Stabilität und Halt für unseren Alltag schenkt.

Zur Website von Hilde Peer: www.yoga-peer.at


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Ayurvedisch kochen ohne Dosha-Wissen – die Grundprinzipien der Ayurveda Küche

Zu Gast in dieser Folge ist Daniela Wolff. Sie ist Ernährungsberaterin, hält Vorträge und Seminare für ayurvedisches Kochen und blickt auf über 25 Jahre Ayurveda Erfahrung zurück. Du erfährst, warum die Grundprinzipien der ayurvedischen Küche wichtiger sind, als das Kochen nach Doshas. Daniela erklärt, warum Ayurveda intuitiv und individuell vorgeht und nicht nach strengen Regeln und Verboten.

Inhalte – Interview Teil 1:

  • Grundprinzipien – was macht ayurvedisch Kochen aus?
  • Warum unser westlich analytisches Denken ein Hindernis im Verständnis von Ayurveda sein kann.
  • Empfehlungen für ein optimales Frühstück, Mittag- und Abendessen.
  • Tipps, wie Du den Tagesrythmus optimal nutzen kannst, sodass Du Energie für Deinen Alltag hast.

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Inhalte – Interview Teil 2:

  • Das Langlebensgeheimnis der 100-jährigen, die Bewohner der Blue Zones.
  • Die Blue Zones ernähren sich von völlig unterschiedlichen Lebensmitteln, dennoch leben sie gleiche Ernährungsprinzipien – hier erfährst Du welche dies sind.
  • Wie unser Lebensstil und soziale Kontakte zu einem langen Leben beitragen.

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Onlinekurs mit Daniela Wolff:
Leben im Flow – Ayurveda und Chronobiologie

Chronobiologie ist das Wissen um biologische Rhythmen im Innen und Außen. Ayurveda erklärt, wie unsere innere Uhr mit den natürlichen Rhythmen der Natur schwingt. Unser Körper ist Teil der Natur und reagiert ebenso wie Pflanzen und Tiere auf Einflüsse wie Tageszeit, Jahreszeit, Klima, Lebensumstände usw. Das Wissen, wie uns diese Faktoren beeinflussen, bringt uns in unsere Kraft und lässt uns die Energie jeden Moments bestmöglich nutzen.
Die Rhythmuslehre des Ayurveda bringt uns nicht nur in Einklang mit den Rhythmen der Natur, sondern auch in Einklang mit uns selbst. Die Anwendung dieser Empfehlungen bringt uns zurück in ein natürliches Gleichgewicht mit oft erstaunlichen Effekten.

MEHR ERFAHREN ZUM KURS


Weitere Informationen und leckere Rezepte findest du auf Danielas Website.
Viel Spaß beim Zuhören und Entdecken deiner inneren Balance!

Zur Website von Daniela Wolff: www.danielawolff.com

Zur Kochbuchserie von Daniela Wolff
„Kochen für die innere Balance“

„In meinen Kochbüchern findest du gesunde vegetarische und vegane Gerichte. Sie basieren auf der ayurvedischen Ernährungslehre, aber sind keine typischen Ayurvedabücher. Ich verzichte auf einengende „Dosha”-Boxen und arbeite mit allen Tools, die die Verdauungskraft stärken, was für ALLE Konstitutionen hilfreich ist.“ – Daniela Wolff