Gemeinsam tauchen wir in die besondere Zeit des Übergangs ein – jene Wochen zwischen Sommer und Herbst, in denen sich die Natur verändert und auch unser Körper nach Ausgleich sucht. Ayurveda beschreibt diese Phase als eine sensible Zeit, in der unser System Stabilität braucht. Wenn du dich in dieser Jahreszeit öfter unruhig, müde oder emotional unausgeglichen fühlst, bist du nicht allein – dein Körper zeigt dir nur, dass Veränderung in der Luft liegt. 🌬️
Inhalt der Folge
Warum Übergangszeiten besonders fordernd für Körper und Geist sind
Wie du dein Verdauungsfeuer (Agni) stabil hältst, wenn das Wetter wechselt
Welche Nahrungsmittel dich jetzt erden, nähren und wärmen
Warum Routinen in dieser Zeit dein bester Anker sind
Wie Nahrungsmittel-Konsistenzen, Geschmacksrichtungen und Ernährungs-Routinen dich beeinflussen
Inspirationen für den Alltag: einfache Rezepte und kleine Rituale, die dich stärken
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https://jadeflower.academy/wp-content/uploads/2025/10/ursula-melchhammer-oedmuehle.jpg506900jadefabjhttps://jadeflower.academy/wp-content/uploads/2023/02/logo-jadeflower_ayurveda.pngjadefabj2025-10-23 09:47:062025-10-23 09:53:21Ayurveda Ernährung in der Übergangszeit zum Herbst mit Ursula Melchhammer
Im Interview hörst Du Daniela Wolff, Ernährungsberaterin und Ayurveda Expertin mit jahrzehntelanger Erfahrung. Im Interview spricht sie über 17 Faktoren, mit denen wir täglich den Zustand unserer Gesundheit prüfen können.
Das erfährst Du im Interview:
Was ist Gesundheit aus Ayurveda Sicht
17 Faktoren der Gesundheit
Die Rolle der Verdauung auf unsere Gesundheit
Wie es zu Energiemangel kommt
Gesund Essen aus Ayurveda Sicht
Warum Gesundheit und Schönheit Hand in Hand gehen
Tipps für einen Tagesablauf, der Dir Energie schenkt
Chronobiologie ist das Wissen um biologische Rhythmen im Innen und Außen. Ayurveda erklärt, wie unsere innere Uhr mit den natürlichen Rhythmen der Natur schwingt. Unser Körper ist Teil der Natur und reagiert ebenso wie Pflanzen und Tiere auf Einflüsse wie Tageszeit, Jahreszeit, Klima, Lebensumstände usw. Das Wissen, wie uns diese Faktoren beeinflussen, bringt uns in unsere Kraft und lässt uns die Energie jeden Moments bestmöglich nutzen. Die Rhythmuslehre des Ayurveda bringt uns nicht nur in Einklang mit den Rhythmen der Natur, sondern auch in Einklang mit uns selbst. Die Anwendung dieser Empfehlungen bringt uns zurück in ein natürliches Gleichgewicht mit oft erstaunlichen Effekten.
„In meinen Kochbüchern findest du gesunde vegetarische und vegane Gerichte. Sie basieren auf der ayurvedischen Ernährungslehre, aber sind keine typischen Ayurvedabücher. Ich verzichte auf einengende „Dosha”-Boxen und arbeite mit allen Tools, die die Verdauungskraft stärken, was für ALLE Konstitutionen hilfreich ist.“ – Daniela Wolff
https://jadeflower.academy/wp-content/uploads/2023/05/podcast-daniela-wolff.jpg6441200jadefabjhttps://jadeflower.academy/wp-content/uploads/2023/02/logo-jadeflower_ayurveda.pngjadefabj2024-11-27 08:18:392024-12-06 08:00:26Podcast: Die 17 Faktoren der Gesundheit, Krankheit an ihrer Wurzel erkennen mit Daniela Wolff
Ein zu hoher Zuckerkonsum ist ein Laster, mit dem viele von uns kämpfen. Erfahre im Artikel, wie die Ayurveda Sicht auf Zucker ist. Inhalte in diesem Artikel:
Die Ayurveda Sicht auf Zucker hat unterschiedliche Blickwinkel
Der süße Geschmack Zucker wird im Ayurveda zum einen über die Wirkung seiner Geschmacksrichtung betrachtet. Der süße Geschmack ist aufbauend, spendet Energie und wirkt erdend und kühlend.
Wirkung auf die Doshas Zucker erhöht das Erd- und Wasserelement in uns und wirkt dadurch Kapha erhöhend.
Zucker und der Stoffwechsel Zucker baut Schlacken und Toxine auf, er ist Ama-bildend. Industriell aufbereiteter Zucker ist ein verarbeitetes Lebensmittel, das keine Lebensenergie mehr enthält und so zu (Energie)Stauungen und zur Bildung von Ama (unverdauten Rückständen) führt.
Wirkung von Zucker auf unseren Geist Zucker erhöht Begierde und Trägheit in uns. Zucker ist Rajas und Tamas zugleich. Rajas und Tamas zählen zu den großen geistigen Eigenschaften im Ayurveda. Rajas steht für Begierde, Antrieb und Leidenschaft. Tamas steht für Trägheit und Dumpfheit. Zucker bringt erst Stimulation (Rajas), der Blutzucker steigt, wir fühlen uns (kurz) wach und großartig. Bis der Blutzucker dann rapide wieder absinkt und wir uns müde und schlapp fühlen (Tamas).
Noch eine Ayurveda Betrachtungsweise auf die energetische Wirkung der Geschmacksrichtungen: Süß fördert die männliche Shiva-Energie in uns – weitermachen, weiterpowern. Salzig fördert die weibliche Shakti Energie – loslassen, da sein, ganz sein.
Das Verdauungsfeuer wird träge, Agni wird geschwächt – dies führt zur Bildung von Ama, unverdauten Rückständen (Toxine, Schlacken, Ablagerungen).
Die Folge sind z.B. Konzentrationsschwäche, Appetitverlust, Übergewicht, Wassereinlagerungen, Blutzuckerschwankungen.
Langfristige Nebenwirkungen
Lymphstau, Ödeme, Tumorbildung, Typ 2 Diabetes (die Ursache aus Ayurveda Sicht ist eine Kapha Störung gepaart mit geschwächtem Agni), Veränderungen am Bindegewebe in den Brüsten
Suchtmittel Zucker
Zucker führt zur Freisetzung von Dopamin im Belohnungssystem des Gehirns, ähnlich wie bei anderen süchtig machenden Substanzen wie Nikotin oder Kokain. Dopamin ist ein Neurotransmitter, der für das Gefühl von Vergnügen und Belohnung verantwortlich ist.
Wiederholter Konsum von Zucker kann dazu führen, dass das Gehirn immer mehr Zucker benötigt, um das gleiche Belohnungsgefühl zu erzeugen, was zu einer Art Toleranzentwicklung führt.
Häufige Gründe, warum es uns zum Zucker zieht
Träge Verdauung – schwaches Agni
Brennt unser Verdauungsfeuer nicht gut, dann macht Essen müde und die sonst gut verträglichen Mahlzeiten führen zum „Food Koma“. Die Trägheit verleitet zum Griff nach Kaffee oder Zucker.
Erschöpfung / Müdigkeit
Nachmittags: Der späte Nachmittag ist die Vata-Phase des Tages. Vata reagiert unter allen Doshas am meisten auf Überbelastung und Stress. Dies kann sich in einem Nachmittagstief bemerkbar machen. Dein Körper wünscht sich Ruhe und oft vor allem geistiges Abschalten.
Abends: Nach stressigen Phasen oder einem fordernden Tag fühlen wir uns erschöpft. Wenn der Abend beginnt, kommt der Körper im Rhythmus der Natur zur Ruhe und wird träger. Oft kommt bereits um acht Uhr oder früher eine Phase der Müdigkeit. Aber wer will da schon schlafen gehen? Da ist der Griff zu Keksen oder anderen stimulierenden Dingen verlockend.
Zu wenig Süße im Leben
Strenge, Engstirnigkeit, Perfektionismus und Zorn sind das Gegenteil von Süß. Wer hart mit sich und anderen ist, holt sich die fehlende Weichheit und Süße oft über die Nahrung.
Zu wenig Sattva im Leben
Sattva ist der ausgleichende Gegenpol zu Rajas (Begierde, Leidenschaft, Antrieb) und Tamas (Trägheit, Abschalten, Dumpfheit). Sattva steht für Klarheit und Reinheit.
Zucker-Konsum ist ein Suchtverhalten, das zu einem Kreislauf aus Rajas und Tamas führt. Je mehr Begierde und / oder Trägheit, desto eher sind wir verleitet Zucker, Alkohol, extreme Geschmäcker, extreme oder Aktivitäten im Übermaß zu suchen.
Sattva bringt Zufriedenheit, Glück, Harmonie – aus diesem Zustand heraus haben wir das Glück von innen und brauchen es nicht von außen durch Zuckerkonsum zuführen.
Das richtige Maß finden
Wie immer geht es um das richtige Maß. Zucker ist per se kein Feindbild im Ayurveda. Zucker bzw. der süße Geschmack haben eine nährende und aufbauende Wirkung und beruhigen Vata und Pitta. Selbstverständlich empfiehlt Ayurveda möglichst natürliche Süßmittel wie Honig, Ahornsirup oder Kokosblütenzucker.
Mit einem starken Verdauungsfeuer können wir Süßspeisen und auch mal eine ungesunde Dessert-Variante gut verkraften. Idealerweise sollten wir Desserts zu Mittag essen, wenn unser Verdauungsfeuer, im Einklang mit dem Höchststand der Sonne, am besten brennt.
Sobald wir uns träge fühlen nach dem Essen, sollten wir den Genuss von Süßspeisen ein paar Tage aussetzen und unserem Verdauungsfeuer Zeit zur Erholung geben. Tipps rund ums Thema Verdauungsfeuer und wie Du es pflegen kannst findest Du hier:
Traditionell indisch-ayurvedische Süßmittel sind Jaggery und Sharkara
Beides sind unraffinierte Süßungsmittel, die weniger verarbeitet sind und mehr Nährstoffe und Mineralien enthalten, als herkömmlicher weißer Zucker.
Jaggery ist ein unraffinierter Zucker, der aus dem Saft von Zuckerrohr oder Dattelpalmen hergestellt wird. Er wird durch Kochen des Saftes und anschließendes Abkühlen und Trocknen zu Blöcken oder Kuchen verarbeitet.
Sharkara, oft auch als „indischer Kandiszucker“ bezeichnet, ist ein traditionelles ayurvedisches Süßungsmittel, das durch Kristallisation des Zuckerrohrsaftes hergestellt wird. Sharkara wird im Ayurveda unter allen Zuckerarten als die hochwertigste angesehen.
https://jadeflower.academy/wp-content/uploads/2024/07/ayurveda-zuckerkonsum.jpg600900Ursula Feuerherdthttps://jadeflower.academy/wp-content/uploads/2023/02/logo-jadeflower_ayurveda.pngUrsula Feuerherdt2024-07-04 11:00:002024-07-04 11:19:10Was sagt Ayurveda zu Zucker?
Im Interview ist diesmal Ursula Melchhammer, die vor wenigen Wochen ihr erstes Buch veröffentlicht hat: Ayurveda Ernährung für mehr Energie und Balance im Alltag (hier erhältlich).
Das heutige Podcast-Thema ist ebenfalls Teil des Buches – es geht um eine Besonderheit der Ayurveda Ernährung, die wir aus moderner Betrachtungsweise nicht kennen. Es geht um die Wirkung von Nahrung auf unseren Geist und wie Ayurveda Lebensmittel nach drei Prinzipien gliedert, die entweder geistige Klarheit und Harmonie fördern, Leidenschaft und Begierde, oder geistige Dumpfheit und Trägheit.
Du erfährst anhand vieler Beispiele, wie Du Klarheit und Harmonie durch die richtige Ernährung fördern kannst und Du wirst vielleicht überrascht sein, welche scheinbar gesunden Lebensmittel unter bestimmten Umständen für Unwohlsein sorgen können.
Dieses Interview wurde als Newmoon Talk im September 2023 aufgenommen. Bitte beachte, dass Angaben im Bezug auf saisonal reifes Obst und Gemüse darauf bezogen sind.
Das erfährst Du im Interview:
Was bedeutet das Wort Sattva / sattvisch?
Die drei großen geistigen Eigenschaften / Doshas, mit denen auch die Wirkung von Nahrung betrachtet werden kann.
Was ist Nahrung für einen frohen Geist?
Welche Lebensmittel fördern Klarheit und Harmonie?
Welche Lebensmittel machen geistig träge bzw. aufgekratzt?
Was macht gesunde Lebensmittel unzuträglich bzw. ungesund?
Daniela Wolff ist Ernährungsberaterin, hält Vorträge und Seminare für ayurvedisches Kochen und blickt auf über 25 Jahre Ayurveda Erfahrung zurück.
Im Newmoon Talk erklärt sie, wie Ernährung uns bis ins hohe Alter vital, froh und gesund halten kann. Du erfährst, wie Ayurveda auf das Thema gesund Altern schaut und was es dafür braucht.
Mein Interview Gast ist Dag Weinmann, freiberuflicher Ayurveda Koch und Autor von den zwei Ayurveda Kochbüchern „Mit Liebe schmeckts besser“. Dag ist Ausbildner für Ayurveda Ernährung und Chefkoch an der Europäischen Akademie für Ayurveda in Birstein. Er hat über 100 Kochkurse im In- und Ausland geleitet und für Kuren gekocht.
Im Interview sprechen wir über Die Magie der Ayurveda Ernährung und wie diese den täglichen Prozess der Entgiftung unterstützt. Ich wünsche Dir viel Freude beim Hören!
Das hörst Du im Interview:
Tipps für die tägliche Entgiftung im Alltag
Was die natürlichen Reinigungsprozesse blockiert
Warum wir Haushaltszucker meiden sollten
Heimische Kräuter, die beim Entgiften helfen
Welche Rolle Mindset und Liebe beim Kochen und Essen spielen
https://jadeflower.academy/wp-content/uploads/2024/02/dag-weinmann.jpg380709Ursula Feuerherdthttps://jadeflower.academy/wp-content/uploads/2023/02/logo-jadeflower_ayurveda.pngUrsula Feuerherdt2024-04-25 06:08:002024-05-26 09:00:13Podcast Interview: Die Magie der Ayurveda Ernährung – Detox als natürlicher Prozess mit Dag Weinmann
Die Grundprinzipien der Ayurveda Küche funktionieren unabhängig davon, wo wir leben. Ayurvedische Küche muss nicht indisch schmecken. Hier erfährst Du die wichtigsten Prinzipien, mit denen Du Deine Lieblingsgerichte „ayurvedisieren“ kannst.
Was macht unsere gewohnte Ernährungsweise „un-ayurvedisch“?
Die Fülle, auf die wir heute zugreifen können, verleitet zu einer Ernährungsweise, die nicht zuträglich ist und auf Dauer zu Krankheit, Gewichtszunahme und Energieverlust führt.
Dabei sind es nicht nur die gewohnten Übeltäter wie Zucker, Kaffee und Fertignahrung. Folgende Faktoren machen Essen schwer verdaubar und somit „un-ayurvedisch“:
Chemische Inhaltsstoffe wie Farbstoffe, Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe und Pestizid-Rückstände.
Alte Lebensmittel und mehrfach aufgewärmte Speisen.
Essen in einer hektischen Atmosphäre, unterwegs oder im Auto, sowie Streitgespräche oder schwierige Diskussionen während dem Essen.
Überessen – dies stresst unsere Verdauungsorgane und führt zu unverdauten Rückständen. Stoffwechselschlacken entstehen und lagern sich als Toxine im Körper ab.
Snacken zwischen den Mahlzeiten. Dies führt ebenfalls zu unverdauten Rückständen, die zu Toxinen und auf längere Sicht zu Krankheit führen.
Nicht der Tageszeit angepasst essen (z.B. abends die Hauptmahlzeit zu sich nehmen oder kurz vor dem Zubettgehen essen).
Die wichtigsten unverträglichen Lebensmittel-Kombinationen:
unterschiedliche tierische Eiweiße zusammen in einer Mahlzeit (z.B. Fleisch mit Käse, Wurst mit Ei)
rohes Obst mit jedem anderen Lebensmittel
Milch oder Joghurt mit Obst, Käse, Eiern oder Fisch
Eier mit Obst, Bohnen, Käse, Fisch, Fleisch oder Milch
Nachtschattengewächse (Kartoffeln, Tomate, Aubergine) mit Melone, Gurken oder Milchprodukten
Was macht Ernährung nach Ayurveda aus?
Die menschliche Verdauung ist ein Wunder. Unser Körper ist darauf trainiert, unerwünschte Eindringlinge zu erkennen und zu vernichten. Nahrung wird dabei als etwas erkannt, das wir uns einverleiben und zu eigen machen können. Das Verdauungsfeuer spaltet jeden Bissen, jeden Tropfen, jedes Molekül auf, bringt die Einzelbestandteile dorthin wo sie benötigt werden und macht aus Nahrung Lebensenergie.
Ernährung nach Ayurveda bedeutet folgende Komponenten zu berücksichtigen:
Verdauungskraft
individuelle Verfassung
Qualität und Eigenschaften der Nahrung
Tages- und Jahreszeit
Die 8 Faktoren der Ernährung nach Ayurveda
Mit den 8 Faktoren der Ayurveda Ernährung kannst Du jedes Gericht zum Ayurveda Gericht machen. Was die Ayurveda Küche auszeichnet ist dabei auch, dass sich nur 5 von 8 Punkten mit dem Kochen und den Lebensmitteln an sich beschäftigen. Die anderen drei Punkte handeln vom WIE des Essens.
1. Nach persönlichen Bedürfnissen essen
2. Frisch kochen, bekömmlich zubereiten
3. Vielseitigkeit der Nahrungsmittel
4. Maßvoll essen, im Magen noch Platz lassen
5. Biologische, regionale Produkte bevorzugen
6. Saisonal kochen – von den Jahreszeiten leiten lassen
7. In entspannter, ruhiger Atmosphäre an einem sauberen Ort essen
8. Mit Liebe kochen, mit Genuss essen
Hier findest Du nähere Infos zu den ersten drei Punkten:
Nach persönlichen Bedürfnissen essen
Die Ernährung so wählen, dass sie zur momentanen Verfassung und den Lebensumständen passt.
Beispiel: In einer stressigen Phase sind Gerichte wie Eintöpfe oder Curries passend, die warm, nährend, suppig, ölig und nicht zu trocken sind.
In Zeiten, in denen wir uns träge und schwer fühlen und vielleicht etwas zugenommen haben ist alles, was das Gegenteil bringt gut: leicht, trocken, erhitzend
Frisch kochen, bekömmlich zubereiten
Unverarbeitete, frisch Lebensmittel bringen Lebensenergie zu uns. Mit der richtigen Kochweise und durch Gewürze können wir die Nahrung bestmöglich verwerten. Denn selbst das gesündeste Lebensmittel ist für uns unzuträglich, wenn wir es nicht verdauen können.
Vielseitigkeit der Lebensmittel
Manchmal fühlen wir uns auch mit vollem Magen nicht satt und haben das Gefühl, dass etwas fehlt. Dies kann z.B. an der einseitigen Zusammenstellung der Mahlzeit liegen.
Im Ayurveda werden daher Lebensmittelkategorien, Konsistenzen und Geschmacksrichtungen geschickt miteinander kombiniert, sodass ein Ayurveda Essen uns satt, zufrieden und voll Energie zurücklässt.
Die wichtigsten Bestandteile für ein nährendes Gericht:
Getreide
Proteine (vorwiegend aus Hülsenfrüchten)
Zweierlei Gemüse: Ideal ist eine Mischung aus aufbauenden Gemüsesorten (z.B. Wurzelgemüse, Zucchini, Kürbis) und reinigenden, entschlackenden Gemüsesorten (z.B. Spargel, Mangold, Brokkoli, Blumenkohl).
etwas Rohkost (z.B. Avocado oder im Sommer 2-3EL Joghurt mit frischer Gurke) und wer mag etwas Chutney (z.B. aus frischen Kräutern)
Dabei sollten alle sechs Geschmacksrichtungen vorkommen:
Süß (z.B. durch Getreide, Wurzelgemüse oder Gewürze wie Fenchel oder Basilikum)
Sauer (z.B. durch Zitronensaft oder Joghurt)
Salzig (durch Steinsalz, Meersalz oder Algen)
Scharf (z.B. durch Pfeffer, Ingwer, Anis oder Majoran)
Bitter (z.B. durch grüne Blattgemüse oder Gewürze wie Dill, Kurkuma oder Kreuzkümmel)
Zusammenziehend (z.B. Hülsenfrüchte, Geflügel, Avocado oder Gewürze wie Oregano, Petersilie, Rosmarin)
Vorteile der Ayurveda Menüplanung:
Die sechs Geschmacksrichtungen sorgen für Dosha Balance und unterstützen jeweils unterschiedliche Verdauungsprozesse.
Keine Blutzuckerspiegel Spitzen.
Man fühlt sich genährt und zufrieden.
„Normale“ Gerichte ayurvedisieren – so funktionierts
Hier findest Du ein paar Anregungen, wie Du typische Gerichte bekömmlicher und „ayurvedischer“ zubereiten kannst.
Pizza- und Pasta-Gerichte
Nudelgerichte sind oft einseitig in ihrer Zusammensetzung – werte die Sauce durch Gemüse auf (z.B. Spargel, Ofenkarotten, Zucchini, Rucola) oder serviere Gemüse als Beilage.
Füge Linsen in Deine Pastasauce, um Hülsenfrüchte als weiteren Bestandteil dabei zu haben.
Nudel Gerichte und Pizza sind ohne Tomaten kaum denkbar. Tomaten reizen allerdings alle Doshas und wirken durch ihre Säure vor allem erhöhend auf Pitta. Verwende statt Tomatensauce eine Mischung aus Rote-Beete, Karotten und Gewürzen. Hier findest Du ein Rezept.
Auf der Pizza ist der geschmolzene Käse die am schwersten verdauliche Zutat. Ersetze den Käse durch Feta oder andere Frisch-Weichkäse. Verzichte auf das Mischen von unterschiedlichen tierischen Eiweißen (z.B. Wurst und Käse).
Kuchen
Verwende Bio-Mehl, das möglichst frisch gemahlen wurde. Verwende nicht nur weißes Auszugsmehl, sondern menge Vollkornmehl bei. 1/3 der Mehlmenge kann im Normalfall problemlos durch glutenfreies Mehl ersetzt werden.
Verringere die Zuckermenge um 1/3 und ersetze Zucker durch Kokosblütenzucker.
Füge Gewürze zum Ausgleich und für eine größere Geschmacksvielfalt hinzu (z.B. Zimt, Muskatnuss, Kardamom, Nelke, Kreuzkümmel, Fenchel, Ingwer frisch oder getrocknet, Zitronenschalen-Abrieb, Vanille, etc.)
Für eine vegane Kuchenvariante kannst Du Ei mit „Leinsamen-Eiern“ ersetzen. So gehts: 1EL fein geschrotete Leinsamen (am besten frisch geschrotet) in 3EL heißem Wasser aufweichen und fünf Minuten ziehen lassen.
Fleischgerichte
Bevorzuge leicht verdauliche Fleischsorten wie Geflügel. Würze Fleisch mit verdauungsfördernden Gewürzen wie Kreuzkümmel, Kümmel, schwarzer Pfeffer, Kurkuma, Ingwer, Koriander.
Der Fleischanteil auf Deinem Teller sollte nicht mehr als die Größe Deiner Handfläche ausmachen. Die Kombination mit anderen tierischen Eiweißen (wie z.B. Käse, Ei, Sahne) verursacht unverdaubare Rückstände (Ama), die auf Dauer zu Krankheit führen.
Verzichte auf verarbeitete Fleischprodukte wie Wurst.
Salat
Winter: Reduziere Deinen Salatkonsum im Winter auf ein Minimum. Verwende etwas saisonalen Salat wie Chicorée oder Feldsalat zum Dekorieren und als Zutat für den bitteren Geschmack. Als Abwechslung kannst Du auch Salatbeilagen aus warmen oder abgekühlten Brokkoli oder Rosenkohl zaubern. Hier findest Du ein Rezept.
Sommer: Auch im Sommer solltest Du Salat vorwiegend mittags essen, da dann unsere Verdauungskraft am stärksten ist. Der trockenen Qualität der Salatblätter wirkst Du mit ölhaltigem Dressing entgegen. Je nach Verdauungskraft sollten die Zutaten nicht zu bunt gemischt sein. Verzichte auf frisches Obst als Einlage in den Salat, da Obst am Besten für sich allein genossen werden sollte. Obst wird in der Regel schnell verdaut – wird es jedoch mit anderen Lebensmitteln gleichzeitig verzehrt, so bleibt es länger im Verdauungstrakt und beginnt dort zu gären.
Gemüse-Gerichte
Achte bei Gemüsegerichten auf die Verträglichkeit. Kreuzblütler-Gemüse wie z.B. Blumenkohl, Kohl, Brokkoli oder Kohlrabi könnn, vor allem abends, zu Blähungen führen, wenn sie nicht ausreichend weich oder ohne Gewürze wie Fenchel, Kreuzkümmel, Koriander oder Anis gekocht werden.
Gemüse sollte ein fixer Hauptbestandteil Deiner Ernährung sein. Damit es nicht langweilig wird – variiere Gemüse in der Art der Zubereitung, z.B. im Ofen gebacken oder gedünstet, in dünne Scheibchen geschnitten oder würfelig, püriert usw.
Dünste das Gemüse mit wenig Wasser und verwende auch die Flüssigkeit als Teil Deiner Mahlzeit. Mit Zitrone und etwas Tahin, oder Joghurt verfeinert hast Du eine schnelle Sauce gemacht.
Sandwiches / Brotzeit / Jause
Verwende hochwertiges Sauerteig-Brot und Gebäck ohne Hefe, bei dem der Teig möglichst langsam reifen konnte (so wird das Korn durch die Milchsäurebakterien im Sauerteig „vorverdaut“ und so verträglicher für uns).
Toaste oder backe Brot und Gebäck vor dem Essen noch einmal kurz auf, um es aufzufrischen und je nach Brotart die teigige, verschleimende Qualität durch mehr Trockenheit auszugleichen.
Achte auf passende Kombinationen für den Belag – unterschiedliche tierische Eiweiße sollten nicht gemeinsam konsumiert werden.
So könnte Dein Sandwich aussehen:
Aufstrich aus Hülsenfrucht, wie z.B. Hummus
Gemüse-Einlage (z.B. Zucchini-Scheiben aus dem Ofen oder Reste vom Ofengemüse wie Karotten oder Kürbis)
Einlage aus Frischkäse (leichter verdaulich als gereifte Käse), mit schwarzem Pfeffer gewürzt
Ernährung ist eine der wichtigsten Säulen der Gesundheit – im Kurs lernst Du wie Ayurveda Ernährung Dich gesund hält und wieder in Balance bringen kann. Du erfährst was es heißt, sich typgerecht zu ernähren und nach welchen Prinzipien Ayurveda Ernährung funktioniert.
In diesem Kurs dreht sich alles um die praktische Umsetzung der Ayurveda Küche im Alltag: Praxistipps für die Küche, ayurvedische Menüplanung, typgerechte Ernährung, die 6 Geschmacksrichtungen und ihre Wirkung, Gewürzkunde
Neben Wissen und praktischen Tipps für die Umsetzung im Alltag erwarten Dich abwechslungsreiche Rezepte für Herbst und Winter.
https://jadeflower.academy/wp-content/uploads/2024/03/ayurvedisieren-kochen.jpg600900Ursula Feuerherdthttps://jadeflower.academy/wp-content/uploads/2023/02/logo-jadeflower_ayurveda.pngUrsula Feuerherdt2024-03-28 15:23:312025-06-12 08:12:23Ayurveda und Europäische Küche verbinden – so machst Du „normale“ Gerichte zu Ayurveda Gerichten
Volker Mehl ist Deutschlands angesagtester Ayurveda-Koch, Yogalehrer, Visionär, Küchenphilosoph, 15-facher Buchautor, Spiegel Bestseller Autor und zweifacher Gewinner des Gourmand World Cookbook Award.
Im Interview sprechen wir über sein Buch „Koch Dich gesund – Ayurveda meets Klosterheilkunde“. Dabei kommen nicht nur die heimischen Heilkräuter zur Sprache, wir sprechen auch über Volkers eigene spirituelle Weltsicht und seine Einsichten, die er im Zuge der Buchrecherche im Benediktiner Kloster erlangt hat.
Das hörst Du im Interview:
Was Atmung und Ernährung gemeinsam haben
Das Wunder von Ernährung und wie alles miteinander in Verbindung steht
https://jadeflower.academy/wp-content/uploads/2024/03/blog-preview-volker-mehl.jpg380709Ursula Feuerherdthttps://jadeflower.academy/wp-content/uploads/2023/02/logo-jadeflower_ayurveda.pngUrsula Feuerherdt2024-03-21 09:08:002024-03-21 09:17:55Podcast Interview: Volker Mehl über heimische Kräuter und Heilpflanzen – die Ayurveda Sicht auf unsere Wurzeln und Heilung
Zu Gast ist Daniela Wolff, Ernährungsberaterin mit jahrzehntelanger und passionierter Spezialisierung auf Ayurveda. Im Interview erfährst Du, wie Ayurveda auf das Thema Gewichtszunahme und Abnehmen schaut, welche Rolle die Verdauung für das Körpergewicht spielt und wie unsere individuelle Konstitution dazu beiträgt. Du erhältst außerdem viele praktische Ayurveda Tipps für Ernährung und Lebensstil, mit denen Du schlank und vor allem gesund alt werden kannst.
Das hörst Du im Interview:
Wie der Körper immer wieder zurück in sein Idealgewicht pendelt
Gründe fürs Gewichtszunahme aus Ayurveda Sicht
Wie das Idealgewicht mit unserer individuellen Konstitution zusammenhängt
Das Wohlgewicht ohne Waage und Spiegel erkennen
Welche Faktoren unserer Ess- und Lebenskultur zum Entstehen von Schlacken und Übergewicht beitragen
Warum eine gesunde Verdauung essenziell ist, um nicht zuzunehmen
Chronobiologie ist das Wissen um biologische Rhythmen im Innen und Außen. Ayurveda erklärt, wie unsere innere Uhr mit den natürlichen Rhythmen der Natur schwingt. Unser Körper ist Teil der Natur und reagiert ebenso wie Pflanzen und Tiere auf Einflüsse wie Tageszeit, Jahreszeit, Klima, Lebensumstände usw. Das Wissen, wie uns diese Faktoren beeinflussen, bringt uns in unsere Kraft und lässt uns die Energie jeden Moments bestmöglich nutzen. Die Rhythmuslehre des Ayurveda bringt uns nicht nur in Einklang mit den Rhythmen der Natur, sondern auch in Einklang mit uns selbst. Die Anwendung dieser Empfehlungen bringt uns zurück in ein natürliches Gleichgewicht mit oft erstaunlichen Effekten.
https://jadeflower.academy/wp-content/uploads/2024/02/podcast-daniela-wolff-gewicht.jpg380709Ursula Feuerherdthttps://jadeflower.academy/wp-content/uploads/2023/02/logo-jadeflower_ayurveda.pngUrsula Feuerherdt2024-02-29 06:08:002024-10-17 14:59:11Podcast Interview: Idealgewicht ohne Diät – Ayurveda Tipps für den Wohlfühlkörper mit Daniela Wolff
Einfach essen, worauf Du Lust hast und spontan das wählen, das Dir und Deinem Körper gut tut. Das wär’s doch, oder?
Intuitives Essen Vorgehen erfordert Wissen
Freiheit beim Essen und dabei gesund, schlank und voller Energie bleiben. Was utopisch klingt, ist im Ayurveda ganz normal. Wie kommt man in die glückliche Lage des intuitiv (richtig) Essens?
Ein Ziel zu erreichen, ohne den Weg dorthin zu kennen, dauert lange und macht die Reise mitunter frustrierend. Wenn wir uns auf den Weg machen ohne Navigation und Vorbereitung, dann ist das Ergebnis der Reise ein Zufallsprodukt und wir sind nicht in der Lage, den Weg ein zweites Mal zu finden und zu reproduzieren.
Beim Essen ist es nicht anders – ist Dein Ziel, ab jetzt intuitiv das Richtige zu essen beginnt ein Ratespiel. Das Wissen um Ernährung ist größer und besser erforscht als je zuvor, und gleichzeitig herrscht große Verwirrung um das, was Richtig ist.
Wenn Du schneller zum Ergebnis kommen möchtest und wissen, was Dir eigentlich wirklich guttut, brauchst Du Methoden, die einfach sind. Du brauchst Methoden und Wissen, die alltagstauglich und unkompliziert ist. Nur wenn Du die Ergebnisse Deiner täglichen Entscheidungen erkennst, kannst Du auch die richtigen Rückschlüsse ziehen.
Ayurveda Wissen für intuitive Ernährung
Der Ayurveda gibt detaillierte Informationen, welche Lebensmittel wie wirken, wie uns Geschmacksrichtungen und Konsistenz beeinflussen und welche Ernährung für welche Art von Mensch gut ist. Es gibt dafür eine Reihe von Kriterien und Empfehlungen, die jeder lernen und am eigenen Körper nachvollziehen kann.
Kriterien, nach denen Ayurveda Lebensmittel und Ernährung einteilt:
Geschmacksrichtung
Eigenschaften
Thermische Wirkung
Wirkung auf die Doshas
WIE wir essen! Menge, Tageszeit, Rahmen (Zeitdruck, unterwegs, …)
Was braucht es, um sich intuitiv ernähren zu können:
Basiswissen, was gesunde Ernährung ist (z.B. unverarbeitet, frisch und biologisch, saisonal, etc.).
Wissen, welche Signale des Körpers auf ein Unwohlsein hinweisen Vieles von dem, was wir als „normal“ betrachten (z.B. Müdigkeit nach dem Essen) ist ein Zeichen des Körpers, das etwas nicht stimmt.
Körper-Erfahrung, wie es sich anfühlt, wenn der Körper sagt „Ja, bitte mehr davon.“ Oder „Oh, ich brauche Unterstützung“.
Achtsamkeit gegenüber den eigenen Empfindungen. Das beginnt bei der Auswahl „was esse ich heute?“ und endet beim Hineinspüren in den Körper „Wie geht’s mir nach dem Essen?“.
Geduld – Ursache und Auswirkung sind oft nicht sofort sichtbar Die Ergebnisse unserer Ernährungsauswahl sind oft nicht unmittelbar nach dem Essen zu beobachten. Oft braucht es einige Zeit, bis sich Zustände akkumulieren und es zu Symptomen kommt. Während der eine Mensch krank wird, wenn er mit einem Krankheitserreger in Berührung kommt, bleibt der andere gesund. Genauso verhält es sich mit der Ernährung – wie der Körper auf bestimmte Nahrungsmittel reagiert, liegt immer an unserem generellen Gesundheitszustand und vor allem am Zustand unseres Verdauungsfeuers, Agni. Umgekehrt macht sich auch eine gesunde Umstellung beim Essen nicht sofort bemerkbar. Es hat Zeit gebraucht, um eine Dysbalance herzustellen und es braucht Zeit, um wieder in den Zustand von Balance zurückzukehren.
Einen Zustand von Balance, der uns die richtige „Spürnase“ schenkt Ayurveda arbeitet mit dem Grundsatz: Gleiches zieht Gleiches an und das Gegenteil bringt Balance. Das bedeutet, dass uns z.B. ein Zustand von überhöhtem Vata nach Lebensmitteln greifen lässt, wie z.B. Cracker, Salat und Kaffee, die den Zustand weiter verschlimmern. Das Gegenteil bringt Balance. Bei einer Vata Erhöhung wäre das warmes, gekochtes, breiiges und suppiges Essen.
Vertrauen in den eigenen Körper Unser gelerntes Wissen über Ernährung sitzt tief. Hier etwas Neues auszuprobieren, das mitunter widersprüchlich ist nicht einfach. Glaubenssätze rund um „gesundes Essen“ sind z.B. rohes Obst und Gemüse ist besser als gekochtes, Getreide führt zu Leakey Gut, Kohlenhydrate führen zu Übergewicht und Diabetes, uvm. Hier ist den alten Pfad zu verlassen und einen neuen Pfad des Bei-sich-seins und Spürens zu gehen, erfordert etwas Mut.
Ein gesundes Verdauungsfeuer, Agni Je besser das eigene Verdauungsfeuer brennt, desto besser kann unsere Nahrung in Lebensenergie umgewandelt werden. Ein gesundes Agni heißt auch, dass wir wenige Schlacken und Giftstoffe im Körper haben, die unsere intuitive Auswahl beeinflussen.
Intuitiv essen ist Freiheit beim Essen
Essen heißt für Manche eingesperrt sein in strikte Verhaltensregeln, die entweder selbst auferlegt sind oder von Ernährungstrends geprägt sind. Für andere heißt Essen ständiges Bereuen, weil es zu viel, zu wenig oder das Falsche war. Wenige sind mit dem Essen im Reinen. In jegliches Essverhalten sind Körper und Geist gleichermaßen involviert. Das Schöne ist – emotionales Essen kann auch über den Körper geheilt werden und ein gesunder Geisteszustand wiederum fördert einen gesunden Körper und positives Essverhalten. Egal aus welcher Ecke Du kommst, jede Zuwendung bringt Dich weiter. Essen ist nichts anderes als Selbstfürsorge.
Freiheit beim Essen heißt also nicht, dass wir unseren Körper dazu bringen, dass Schokoriegel und Tiefkühlpizza täglich auf dem Speiseplan stehen könnten. Freiheit beim Essen heißt, dass wir nicht nur intellektuell wissen, was uns gut tut. Es ist vor allem zur gelernten Erfahrung geworden, auf die wir gerne zurück greifen, weil wir die positiven Auswirkungen der passenden Ernährung erfahren und integriert haben.
In unseren 12-wöchigen Akademie Kursen lernst Du die richtige Ernährung für Deine individuelle Konstitution, Deinen Alltag und Deine Tagesverfassung. Mit dem Integrieren des Ayurveda in Dein Leben kommt Freiheit ins Essen.
Die Akademie-Kurse finden in kleinen Kursgruppen statt, in denen jede Teilnehmer:in persönlich in Einzelberatungen begleitet wird. Hier gehts zu unserem Ayurveda Kursangebot.
https://jadeflower.academy/wp-content/uploads/2023/12/kurkuma.jpg8001200Ursula Feuerherdthttps://jadeflower.academy/wp-content/uploads/2023/02/logo-jadeflower_ayurveda.pngUrsula Feuerherdt2023-12-19 08:21:282023-12-20 10:53:34Hype oder Superfood? Ist Kurkuma gesund?
Ayurveda-Expertin und Autorin Anke Pachauer erzählt, warum Ayurveda nicht exotisch ist. Im Interview erzählt sie, wie Retreat-Momente im Alltag und gelebte Selbstfürsorge auch ohne viel Aufwand funktionieren. Sie gibt exklusive Tipps aus ihrem neu erschienenen Buch, das sie gemeinsam mit ihrem Mann Volker Mehl geschrieben hat: „Unser Ayurveda Kitchen Retreat“ (erschienen bei GU)
https://jadeflower.academy/wp-content/uploads/2023/11/anke-pachauer-volker-mehl-1.jpg483900Ursula Feuerherdthttps://jadeflower.academy/wp-content/uploads/2023/02/logo-jadeflower_ayurveda.pngUrsula Feuerherdt2023-11-02 06:00:052023-11-02 09:23:43Wetten, dass Du schon ganz viel Ayurveda im Alltag lebst?! / Podcast Interview mit Anke Pachauer
Wie lässt sich der eigene Ayurveda Weg mit dem Familienalltag verbinden und wie können wir unsere Kinder mit Ayurveda stärken?
Inhalte:
»Den eigenen Ayurveda Weg mit dem Familienalltag verbinden Umgang mit Unverständnis aus der Familie für Ayurveda & Co Unser inneres Strahlen erwacht – ein Geschenk für uns selbst und unser Umfeld Essensgewohnheiten aufeinander abstimmen – geht das?
Das Leben als Familie ist eines der größten Lernfelder. Die Vorstellungen zu Tagesabläufen und Ernährung gehen bei den Kindern spätestens in der Teenie-Phase auseinander, wenn man Glück hat, isst der Partner gerne ähnlich wie man selbst. Da wird viel gefordert an Geduld, Einfühlungsvermögen und Geschick was den Umgang miteinander und das aufeinander achten angeht.
Umgang mit Unverständnis aus der Familiefür Ayurveda & Co
Mit Ayurveda entdeckt man erstmal viel über sich selbst. Was tut mir eigentlich gut, wie möchte ich meinen Alltag und meine Beziehungen führen, welches Essen tut mir gut? Das mag zu einigen Veränderungen im Alltag führen, die im Umfeld mitunter erstmal Unverständnis auslösen. Wenn Du Dir z.B. mehr Auszeiten gönnst für Yoga, Meditation oder in die Natur gehen, oder bewusste Pausen machst, wenn Du anders isst, als die Familie es gewohnt ist oder klarer aussprechen kannst, was in Dir vorgeht und was Du Dir wünschst.
Manches Familienmitglied mag diesen Weg vielleicht sogar mit ein Argwohn betrachten und als egoistisch auslegen. Die Tatsache, dass das Umfeld reagiert, zeigt uns, dass wir uns verändern. Dies ist auch eine Chance für uns klar zu werden über die eigenen Werte und Potenziale.
Unser inneres Strahlen erwacht – ein Geschenk für uns selbst und unser Umfeld
Mit Ayurveda und Yoga lernen wir uns erstmal selber besser verstehen. Wir werden achtsamer und sind verbundener mit uns. Wir hören auf gegen uns selbst anzukämpfen.
Was ist die natürliche Folge davon? Das Verständnis und der liebevollere Umgang, den wir uns selbst entgegenbringen, können wir im nächsten Schritt auch unserer Familie, unseren Freunden und unserem Umfeld schenken. Wir lernen nicht nur uns selbst besser verstehen, wir verstehen mit der Zeit auch andere immer besser. Das macht uns zu geduldigeren und liebevolleren Mitmenschen. Je mehr wir selbst in Balance kommen, desto ruhiger, geduldiger und klarer können wir unseren Alltag leben. Mit mehr Energie steigt auch die Lebensfreude. All dies strahlt auch positiv auf andere und unser Umfeld wird es uns danken.
Essensgewohnheiten aufeinander abstimmen – geht das?
Ayurvedisch essen ist in seinen Grundprinzipien gar nicht schwierig. Es lässt sich sogar sehr gut mit den Bedürfnissen der ganzen Familie verbinden. Es braucht kein Dosha-Wissen, um ayurvedisch zu kochen. Einiges können wir sehr einfach als „Familien-Gewohnheit“ einführen, z.B. keine kalten Getränke vor oder zum Essen zu trinken, das Mittagessen zur Hauptmahlzeit des Tages zu machen und abends früher und leichter zu essen, essen zu geregelten Tageszeiten, kein Snacken abends nach dem Abendessen, etc.
Was zu den gemeinsamen Mahlzeiten auf den Tisch kommt, erfordert vielleicht etwas mehr Geschick und Flexibilität. Kinder gewöhnen sich jedoch auch an neue Gerichte, wenn man sie nur immer wieder anbietet. Besteht das Essen aus mehreren Komponenten wie z.B. Getreide, Gemüse, etwas Rohes und etwas Proteinreiches wie Linsen, Eier oder Fleisch, so lassen sich die Einzelbestandteile oft gut kombinieren, sodass für jeden etwas dabei ist. So einigt man sich z.B. auf Gemüse, das allen schmeckt, Reis und Salat. Dazu gibt es je nach Bedürfnis und Laune für die einen Fleisch oder Ei, für die anderen ein leckeres Linsen-Dhal.
Wenn das eigene Verdauungsfeuer funktioniert kann man auch mal ein Stück der selbst gemachten Pizza, die die Tochter gemacht hat, mitessen.
Wer kennt das nicht – Kinder essen am liebsten Süßes, Schnitzel und Pommes, möchten nie früh ins Bett gehen und fordern ihren Körper gern bis an die Belastungsgrenze. Später kommen dann Handy- und Medienkonsum dazu, mitsamt seinen unangenehmen Begleiterscheinungen.
Als Eltern wollen wir das Beste für unsere Kinder. Wer Ayurveda liebt, der möchte die wunderbaren Prinzipien auch für seine Kinder anwenden. Doch die haben ihren eigenen Kopf und eigene Vorstellungen zu Tagesablauf und Essen.
Ayurveda mit Kindern ist ein gemeinsamer Tanz, der nie perfekt sein wird und sehr lehrreich (für die Erwachsenen) sein kann.
Unterscheiden lernen – was ist wichtig, was ist weniger wichtig
Die Kinder tun und essen nicht das, was wir wollen. Es müssen Kompromisse her – aber welche? Kindern haben von Hause aus noch ein sehr starkes Verdauungsfeuer, Agni. Sie können meist viel und gut verdauen (Nahrung sowie Sinneseindrücke und Lebenserfahrungen). Das bringt mit sich, dass die Auswirkungen von ungesunden Entscheidungen nicht sofort spürbar sind. Die Empfehlungen oder Vorgaben von Elternseite sind dann für die Kinder nicht nachvollziehbar, scheinbar ohne Nutzen und werden vielleicht als sinnlose Schikane empfunden. Die Diskussion ums Essen oder den Handykonsum bringt oft sogar Konflikte mit sich, die Kinder öffnen sich den gut gemeinten Weisheiten von uns Eltern noch weniger.
Wenn wir wissen, was Wichtig ist, braucht es weniger Kämpfe um Details.
Was ist das Wichtigste für die Gesundheit unserer Kinder?
Vata in Balance halten
Vata ist das Dosha der Bewegung. Unsere Kinder haben von Hause aus viel Bewegungsdrang und Durst nach Aktivität. Wenn wir dem Drang nach Abwechslung, Bewegung und Aktivität jedoch zu viel Raum geben, erhöht sich Vata Dosha in uns und die Kinder verlieren an Stabilität und Erdung.
Freizeitaktivitäten und Medienkonsum reduzieren, damit wieder Ruhe ins System kommen kann
Frühes Zubettgehen (viel qualitativ hochwertiger Nachtschlaf vor Mitternacht)
Unterstützende Maßnahmen, z.B. vor dem Schlafengehen eine Fußmassage mit Öl, eine beruhigende Gedankenreise, Yoga Entspannungsposen, Entspannungsmusik oder Naturgeräusche im Hintergrund
Bewusstsein für den eigenen Körper und die eigenen Gedanken (das macht Kinder eigenständig)
Den Körper von Innen spüren Unsere (kleineren) Kinder haben noch nicht verlernt, ihren Körper natürlich von innen zu spüren. Sie sind noch nicht voller Ideen, Regeln und Konzepte, was gesund ist und was zu tun sei. Sie sind noch nicht fest gefahren in gelernten Mustern und nachgelebten Routinen.
Kinder sind nicht angewiesen auf äußere Tools wie Body-Uhr, Waage oder Laborwerte, um zu erfühlen, was sie grade brauchen. Kinder, die in guter Balance sind, machen intuitiv das Richtige. Sie schlafen, wenn sie müde sind. Sie hören auf zu essen, wenn sie satt sind. Sie zeigen ihre Emotionen und schleppen diese nicht länger als nötig als Ballast mit sich herum. Sie sind nicht nachtragend und streben immer so schnell es geht zurück in einen Zustand von Harmonie.
Der Blick von Außen – Korrekturstift und Regeln für den eigenen Körper – den eigenen Körper „manipulieren“, damit er so aussieht und funktioniert, wie wir das möchten.
Unsere Kinder werden sehr früh mit dem Thema Aussehen konfrontiert. Die Selbst-Darstellung ist ab dem Besitzen eines Handys und dem Benutzen von Chat-Diensten ein Thema. Dank Selfie-Filtern ist das eigene Gesicht bald langweilig und der Einfluss von TikTok, Insta und Youtube geben ihr Übriges zum „Soll-Bild“ unserer Youngster.
Was passiert mit unseren Kindern, wenn die Außenorientierung mehr wird?
Auch der eigene Körper wird immer mehr von außen betrachtet. Während kleinere Kinder nach dem eigenen Körpergefühl gehen (was fühle ich in meinem Körper, fühle ich mich wohl), wird bei älteren Kindern das Außenbild wichtiger. Wie sehe ich aus, wie möchte ich aussehen. Der Vergleich mit anderen wird wichtiger und damit einhergehend der Versuch, den eigenen Körper zu manipulieren. Und das unabhängig davon, ob das „interne Körper-wohl-gefühl“ gut ist oder nicht.
Wir können unsere Kinder unterstützen, indem wir sie immer wieder anregen hinzuhören, wie sie sich fühlen. Was ist im eigenen Körper los? fühle ich mich leicht, flexibel, gesättigt, hungrig, schmerzt es irgendwo, ist ein Körperteil unruhig, …
Wie geht es mir geistig emotional? Mag ich die Gedanken, die in dem Moment da sind? Habe ich Sorgen, bin ich froh, bin ich vorfreudig, wo spüre ich das im Körper?
Mit nur fünf Minuten Achtsamkeit pro Tag wird automatisch mehr Bewusstsein kreiert für die eigene Ganzheit. Die Kinder lernen automatisch mehr bei sich zu sein und werden so Widerstandsfähiger gegen Außeneinflüsse.
Begeisterung für frische Lebensmittel und Selbstkochen (das macht Kinder eigenständig)
Wenn es um Ernährung geht, sind frische Lebensmittel eines der wichtigsten Dinge, die wir unseren Kindern geben können. Also unverarbeitete Lebensmittel, die nicht aus der Tüte oder Dose sind, keine Fertiggerichte oder Tiefkühl-Essen, kein schnelles, kaltes Essen aus dem Kühlschrank.
Was sollte es sein?
Lebensmittel, die so aussehen wie sie in der Natur gewachsen sind.
Mit dem Zeitpunkt der Verarbeitung verlieren Lebensmittel an Prana (Lebensenergie). Prana ist die kosmische Intelligenz, die durch das Sonnenlicht auch in die Pflanzen gelangt und die wir durch Lebensmittel aufnehmen. Pranareiche Ernährung hilft uns dabei, gesunde Zellen aufzubauen und die eigene Lebensenergie und die Energien im Körper im Fluss zu halten.
Mit Nahrung, die keine Lebensenergie mehr enthält, ist unser Körper nicht vollständig genährt. Wir fühlen uns dann nicht gesättigt und haben Hunger nach mehr. Der Einfluss unserer Nahrung ist auch geistig spürbar, wer viel Fertigessen zu sich nimmt oder extreme Geschmäcker liebt, wird geistig träge, vielleicht sogar traurig oder wird rastlos und zornig.
Ideen zur Motivation der Kinder in Richtung Frisches und Selbstgekochtes:
Kräutertöpfe im Garten oder auf der Fensterbank, die die Kinder selbst pflegen.
Gemüse selbst ziehen.
Frisches Gemüse am Markt aussuchen lassen.
Die Kinder kochen lassen. Kinderkochbücher, in denen man stöbern kann, sind eine tolle Motivation.
Gemeinsam Essen zu geregelten Tageszeiten
Mit einem geregelten Tagesablauf und Essen zu den gleichen Tageszeiten fühlt sich unser Körper „sicher“. Unser Körper lernt außerdem zu welchen Zeiten er mit Nahrung rechnen darf und unser Verdauungsfeuer stellt sich darauf ein. Das wiederum hilft uns beim Aufnehmen von Energie und Nährstoffen aus unserer Nahrung.
Beim gemeinsamen Essen kann man außerdem die achtsame Zuwendung zum Essen kultivieren (z.B. ganz bewusst Geschmacksrichtungen oder Zutaten raus schmecken, vor Augen führen, dass die Zutaten und Gewürze auf dem Teller aus der ganzen Welt und durch die Mithilfe vieler Hände zu uns gefunden haben, keine Ablenkung beim Essen wie Handy, leichte und freudvolle Gespräche).
Dies alles hilft uns beim Verdauen der Nahrung. Unser Körper kann sich dann ganz seiner Verdauungsaufgabe widmen und wir fühlen uns nach dem Essen leicht und energiegeladen.
Frühes und leichtes Abendessen
Gegen Abend und mit dem Sonnenuntergang wird auch unser Verdauungsfeuer deutlich schwächer. Ein optimales Abendessen ist leicht und früh, je nach Jahreszeit zwischen 17:30 und 19:00 Uhr. Es sollten jedenfalls mindestens 2 Stunden Verdauungszeit vor dem Schlafengehen eingeplant werden. Damit ist der Schlaf um vieles erholsamer.
Dosha Wissen integrieren (das macht Kinder eigenständig)
Den Kindern ein Bewusstsein für die Doshas und ihre Qualitäten zu schenken, macht sie selbstständig.
Gleiches zieht Gleiches an und das Gegenteil schafft Balance. Das ist alles, was wir wissen müssen, um unseren Körper gesund zu halten.
Wie kommen wir in die Lage, diesen einen Satz leben zu können? (unten am Beispiel von erhöhtem Kapha Dosha)
1. Wissen, welche Qualitäten es gibt und wie sie zustande kommen. (z.B. Schwere, verursacht durch zu viel Essen mit vorwiegend süßem Geschmack) 2. Die Zeichen im eigenen Körper wahrnehmen (z.B. morgens schwer aus dem Bett kommen) 3. Wissen, welche Qualitäten Ausgleich schaffen (z.B. schwer / träge – leicht / mobil)
Die Kinder haben Spaß am spielerischen Lernen und erraten und erkunden gerne, was sie umgibt. Beispiele für Dosha-Ratespielchen mit Kindern:
Tierarten: Welches Dosha ist vorherrschend und warum? (z.B. Katze: Vata weil sie ihre Freiheit liebt und Kapha weil sie viel und gerne schläft)
Welches Dosha ist aus der Balance, wenn wir verschleimt sind?
Welche Geschmäcker sind gut wenn wir zu viel Hitze in uns haben (z.B. bei Durchfall, Hautreizungen, Perfektionismus, Wettbewerbsdenken, Zorn)?
Was machen Süßigkeiten im Körper und wie merke ich das?
Mit welchem Gewürz kann ich Käse besser verdauen?
usw.
Das können wir von unseren Kindern lernen
Flexibilität
Als Eltern möchten wir unsere Kinder schützen. Besonders Mütter haben meist das ganze Familiensystem im Blick und wissen oft genau, was bei jedem einzelnen Familienmitglied los ist – was heute bei jedem ansteht, wer wann was gegessen hat, wer Verdauungsthemen oder andere Wehwehchen hat und wie die momentane Gefühlslage ist.
Dennoch sind wir oft überrascht, wenn sich etwas Neues zeigt – Traurigkeit, Wut, Zerstreutheit, Unruhe. Unsere Kinder sind die besten Lehrmeister, wenn es darum geht flexibel mit dem Hier und Jetzt zu werden, Pläne über Bord zu werfen und das zu tun, was grade ansteht. Manchmal heißt das, unsere „Gesundheitsideen“ für die Kinder loszulassen, ein anderes Mal unsere eigenen Bedürfnisse kurz warten zu lassen oder aber den Kindern zu zeigen, was Selbstfürsorge heißt und ihnen liebevoll zu erklären, warum manches nicht möglich ist, weil man sich als Elternteil damit in Überforderung oder einen Konflikt bringt.
Verstehen lernen
Unsere Kinder verbringen oft schon früh einen Großteil ihres Tages außer Haus. Wir wissen nicht im Detail, was sie den ganzen Tag erleben und wie die Eindrücke auf sie wirken. Da mag ein Streit mit der Freundin oder ein böser Blick genügen, um etwas bei den Kleinen ins Wanken zu bringen. Genau wie wir unser Essen mal besser und mal schlechter verdauen können, so können wir auch soziale und emotionale Eindrücke mal besser, mal schlechter verdauen.
Für all das ist übrigens unser Verdauungsfeuer (Agni) zuständig.
Als Eltern sind wir dann gefordert die Gefühlslagen unserer Kinder anzunehmen und konstruktiv damit umzugehen. Dabei können wir gut beobachten, wo wir selber stehen und wie wir reagieren, wenn das Kind zornig wird, wenn es traurig wird oder über andere lästert.
Mit Ayurveda können wir als Eltern besser verstehen lernen, warum unsere Sprösslinge so ticken, wie sie ticken. Warum das eine Kind schneller zornig wird und das andere mit Ängsten zu kämpfen hat, warum ein Kind morgens nicht aus dem Bett mag, während das andere mit Sonnenaufgang alle in der Familie aufweckt, weil nicht mehr schlafen kann.
Häufige Symptome unserer Kinder lassen sich aus ayurvedischer Sicht sehr gut erklären und behandeln, wie zum Beispiel:
Verschleimung
Gereiztheit (Überforderung)
Unruhe (hibbelig, nicht zur Ruhe kommen)
Unausgewogener Geschmack (möchte nur Süßes)
Überempfindlichkeit (Geräusche, Schmerzempfinden, Gerüche und Geschmäcker, – Sachen sind schnell eklig)
In unseren Akademie-Kursen lernst Du Ayurveda für Dich und Deinen Alltag anzuwenden. Dazu gehört, dass das Gelernte zu Deinem Leben passt – egal, ob mit kleinen oder großen Kindern, mit einem vollen Arbeitsalltag, mit herausfordernden Beziehungen oder anderen herausfordernden Lebenslagen.
Lernen bei uns heißt, Zeit für Dich und Deinen Alltag haben. Das Gelernte lässt sich fließend in Dein Leben integrieren und geht weit über intellektuelles Lernen hinaus. Du lernst Dich selbst besser verstehen und kannst über 12 Kurswochen hinweg die Auswirkungen von Ayurveda auf Deine Gesundheit, Dein Wohlbefinden und Dein Energielevel spüren. Du wirst erkennen, wie Deine vielen kleinen Alltagsentscheidungen zu Balance oder Unwohlsein führen. Der Kurs ist so aufgebaut, dass Du Deinen Alltag weiterführst und dabei lernst, diesen geschmeidiger und entspannter zu gestalten. Hier gehts zu unseren Kursen.
Ghee wird im Ayurveda als flüssiges Gold bezeichnet und kommt nicht nur in der Küche zum Einsatz, sondern wird auch für therapeutische und kosmetische Zwecke verwendet.
In diesem Artikel erfährst Du, was Ghee ist und warum es so viele gesundheitliche Vorteile mit sich bringt.
Ghee ist ist verdauungsfördernd und hilft den Transport und die Aufnahme von Nährstoffen zu verbessern. Es gilt im Ayurveda als Verjüngungsmittel, Rasayana, da es unsere Vitalität und Immunität nährt. Ghee erhöht die Gedächtnisleistung und schärft den Verstand. Es ist nährend, macht den Körper flexibel, schmiert die Gelenke und sorgt für elastisches Bindegewebe.
Ghee ist in seinen Eigenschaften schwer, ölig und süß. Es beruhigt daher Vata und Pitta. Obwohl die genannten Eigenschaften Kapha reizen, wird Ghee aufgrund seiner zahlreichen positiven Eigenschaften in Maßen auch für Kapha empfohlen.
Einsatz von Ghee im Ayurveda
Für die tägliche Ernährung: In der täglichen Ayurveda Küche ist Ghee nicht wegzudenken. Es regt Agni an und ist trotz seiner schweren und öligen Qualität leicht zu verdauen. Ghee ist kühlend und unterstützt die Verwertung und Absorption der Nahrung. Ghee ist außerdem ein sattvisches Lebensmittel, fördert also auch die geistige Klarheit.
Therapeutisch: Ghee wird bei ayurvedischen Reinigungskuren (Panchakarma Kuren) äußerlich und innerlich verwendet, da es die Körperkanäle reinigt und hilft fettlösliche Toxine aus den Geweben zu spülen. Es hilft überschüssige Doshas abzutransportieren.
Kosmetisch: Die Ayurveda Devise lautet – verwende für die Haut nur das, was Du auch essen würdest. Ghee ist ein wunderbares Mittel zur Hautpflege. Es ist ideal für trockene oder entzündete Haut, es entfernt Talg und sorgt für ein ebenes Hautbild. Es eignet sich daher z.B. optimal als Abschminkmittel für die empfindliche Augenpartie. Ghee ist kühlend und kann zur Wundheilung, bei Verbrennungen, Sonnenbrand, und bei Narben verwendet werden.
Sonstiges Einsatzmöglichkeiten: Im Ayurveda ist die Nasendusche mit einem Nasenspülkännchen Teil der regelmäßigen Reinigung und Körperpflege. Die Nasenspülung mit Salzwasser hilft dabei, Schleim aus den oberen Nebenhöhlen zu lösen, sie beseitigt Schmutz, Staub, Pollen, Bakterien und Viren und sorgt für geistige Klarheit. Um die Nasenschleimhäute nicht auszutrocknen, sollte nach der Nasendusche ein bisschen Ghee oder ein paar Tropfen Nasenöl hochgeschnupft werden.
Ghee kommt auch bei Schnupfen zum Einsatz. Ein paar Tropfen flüssiges Ghee in jedes Nasenloch beruhigt die irritierte Nasenschleimhaut und hilft Schleim abzutransportieren.
Ghee wissenschaftlich betrachtet
Ghee – auch als geklärte Butter, Butterreinfett oder Butterfett bezeichnet – wird auch wissenschaftlich betrachtet als eines der gesündesten Fette besprochen.
Bei der Herstellung werden der Butter Milchweiß und Milchzucker entzogen, weshalb Ghee auch bei Laktoseunverträglichkeit verzehrt werden kann.
Ghee kann bedenkenlos zum Braten verwendet werden, da sein Rauchpunkt erst bei 260° liegt.
Ghee ist reich an Omega-3 Fettsäuren, die entzündungshemmend wirken. Es enthält außerdem einen hohen Anteil Vitamin A, sowie die Vitamine D, E und K.
Ghee fördert das gute HDL-Cholesterin, das vor Arterienverkalkung und Herzerkrankungen schützt.
Das schlechte LDL-Cholesterin hingegen fördert das Risiko von Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall. Der schädliche LDL-Cholesterinspiegel erhöht sich vor allem durch Essen von Transfetten, die beim Erhitzen von Pflanzenölen über 130°C entstehen. Diese Temperatur wird beim Braten in der Pfanne oder beim Grillen überschritten. Transfette finden sich außerdem in großen Mengen in Fertignahrung, Fast Food, Margarine, Frittiertem, Chips etc.
Dr. Marianne Teitelbaum über Cholesterin und Ghee als Unterstützung zum Abnehmen und zum Muskelaufbau:
Viele Patienten sind schockiert, als sie herausfinden, dass ihr Cholesterin tatsächlich sinkt, wenn sie Ghee essen! Dies liegt daran, dass Ghee hohe Konzentrationen an einfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren enthält. Diese nützlichen Fette halten auch die Arterien sauber und beugen Herzinfarkten vor. Tatsächlich verhindern die Nährstoffe in Ghee tatsächlich, dass sich klebrige Plaques an den Wänden der Arterien festsetzen.
Und Sie haben vielleicht gehört, dass Ghee konjugierte Linolsäure oder CLA enthält. CLA hilft, Fett zu verbrennen und Muskelmasse aufzubauen, weshalb viele Menschen abnehmen, wenn sie Ghee in ihre Ernährung aufnehmen. Dies ist auch der Grund, warum Bodybuilder CLA-Tabletten einnehmen, aber CLA-Ergänzungen bieten nicht die gleichen Vorteile wie CLA aus Lebensmitteln, da sie die synthetische Version sind, die in einem Labor hergestellt wird, und daher die heilende Schwingung der Natur, bekannt als Prana, fehlt. Sogar die moderne Medizin hat diesen Punkt bewiesen: Studien zeigen, dass die synthetische Version von CLA eine andere Mischung von Isomeren aufweist als das, was natürlich vorkommt, wenn das Original aus der Nahrung gewonnen wird, und daher einen geringeren Nutzen bietet. Und stellen Sie sicher, dass Ihr Ghee von grasgefütterten Kühen stammt, da dieses höhere Mengen an CLA sowie andere nützliche Fette enthält. CLA verhindert auch Entzündungen in den Arterienwänden und Verhärtung der Arterien, die beide Herzinfarkte verursachen können.
als Hautpflegemittel und Augen-Makeup Entferner geeignet
hilft äußerlich bei leichten Verbrennungen und Rötungen und zur Behandlung von Narben
zum Braten geeignet
lange Haltbarkeit ohne Kühlung
Ghee selber machen
Ghee kann mit geringem Aufwand in weniger als einer Stunde selbst hergestellt werden. Die meiste Zeit davon ist Kochzeit, bei der Du nur warten muss.
Mit selbst gemachtem Ghee hast Du die Herkunft der Butter und den Kochprozess in der Hand. Gekauftes Ghee bringt außerdem manchmal einen starken Eigengeruch mit sich, der bei der zuhause gemachten Variante nicht zustande kommt. Du solltest zur Herstellung von Ghee biologische Butter verwenden, die von grasgefütterten Weidekühen stammt.
Kochen nach Ayurveda beinhaltet Aspekte, die wir aus unserer westlichen Sichtweise nicht oder nur wenig kennen. Die Ayurveda Küche nährt nicht nur den Körper, sie blickt auch auf unseren Geist und unsere Emotionen. Sie berücksichtigt Konsistenz und Geschmacksrichtungen und hat keine allgemeingültigen Empfehlungen, die zu jeder Zeit gleich sind. Und obwohl es sehr klare Prinzipien und Empfehlungen gibt, ist dennoch das eigene Befinden und Empfinden das Maß der Dinge.
Worum geht es bei der ayurvedischen Ernährung? Ursula Melchhammer, zertifzierte Ayurveda Köchin
Wie immer schaut Ayurveda auch beim Kochen auf den Menschen und sein Lebensumfeld als Ganzheit. So gibt es z.B. Empfehlungen für das Essen auf Reisen, während der Menstruation, nach Tages- und Jahreszeit und zur jeweiligen individuellen körperlichen und geistigen Verfassung passend.
Verdauungsfeuer (Agni) als Essenz der Ayurveda Ernährungsprinzipien
Was die Ayurveda Ernährungslehre grundlegend von modernen Ernährungslehren und -Trends unterscheidet ist die Erwägung, dass wir alle ein unterschiedlich starkes Verdauungsfeuer haben. Wir können gleiche Lebensmittel daher besser oder schlechter verstoffwechseln und transformieren. Das bedeutet, dass wir bei der Zufuhr identer Lebensmittel unterschiedliche, individuelle Ergebnisse erfahren werden.
Du bist, was Du isst. Du bist, was Du verdaust.
Ayurvedisches Sprichwort
Es ist sogar so, dass die gesündesten Lebensmittel bei einem schwachen Verdauungsfeuer zu unverdaubaren Rückständen (Ama) im Körper führen können, die dann wiederum Krankheit verursachen.
Der gelernte (westliche) Blick auf Ernährung
Wir legen den Fokus bei Ernährung heute stark auf Mikronährstoffe. Im Labor wird gemessen, wie groß der Gehalt bestimmter Inhaltsstoffen in unseren Lebensmitteln ist. Der schnelle Trugschluss ist, dass die Säule Ernährung durch eine ausreichende Zufuhr von Vitaminen, Spurenelementen, Eiweißen, Mineralstoffen, Aminosäuren, Fettsäuren usw. „abgehakt“ ist.
Seit einiger Zeit spricht man auch vermehrt von Anti-Nährstoffen wie z.B. Lektine, Gluten, Saponine, Phytinsäure oder Goitrogene. Durch Vermeidung dieser Antinährstoffe soll Krankheit verhindert werden. Wertvolle Lebensmittel werden nicht selten aufgrund dieser Inhaltstoffe auf die „No Go“ Liste gesetzt und komplett vermieden. Und das, obwohl Anti-Nährstoffe z.B. durch die richtige Kochweise unschädlich werden.
Ein weiterer Zugang ist die evidenzbasierte Forschung anhand derer Trends erkennbar sind, die auf einen Großteil der Menschen unter gegebenen Bedingungen zutreffen, für den Einzelnen aber in seiner individuellen Situation unpassend sein mögen.
Was macht die moderne Betrachtungsweise mit uns?
Wir sind es von Kindesbeinen an gewohnt nach äußeren Vorgaben zu handeln. In der Schule lernen wir die Ernährungspyramide und welche Nährstoffe ein menschlicher Körper braucht. Wir lernen, was wir zuführen und vermeiden sollen. Wir lernen aber nicht, wie eine gesunde Verdauung aussieht und wie sich unser gesunder Körper von innen „anfühlen“ soll.
Wir lassen damit innere Weisheit auf der Strecke und praktisches Wissen, wie wir unseren Körper selbst lesen und handhaben können. Wir bauen keine „Erfahrungsweisheit“ mit unserem Körper auf.
Nahrung für Geist und Körper
Unser Essen kann uns dabei helfen liebevolle Gedanken hervorzubringen oder uns in Unruhe zu versetzen. Es kann dazu führen, dass wir schneller zornig, träge und antriebslos werden oder rücksichtsvoll und hilfsbereit.
Warum ist das so?
Jedes Lebensmittel besteht aus den fünf Elementen (Erde, Wasser, Feuer, Luft, Äther) und bringt Qualitäten mit, die uns beeinflussen. Was wir zu uns führen, wird ein Teil von uns. Unser Körper ist in der Lage das zugeführte Essen und Trinken in kleinste Moleküle aufzuspalten und zu verwerten, bis aus sichtbarer Materie Energie geworden ist.
Die Qualität dieser Energie wird von dem bestimmt, was wir durch unsere fünf Sinne zu uns nehmen. Ayurveda spricht von drei geistigen Eigenschaften, die wir alle in uns tragen – den drei Mahagunas (Sattva, Rajas, Tamas).
Die geistigen Qualitäten im Ayurveda – die Mahagunas
Ayurveda spricht von drei geistigen Qualitäten, die sich durch bestimmte Eigenschaften ausdrücken. Wir können diese geistigen Qualitäten durch Ernährung, Aktivität und unsere eigene Denkweise beeinflussen.
SATTVA
RAJAS
TAMAS
steht für Klarheit, Weisheit und Harmonie
steht für Antrieb und Leidenschaft
steht für Trägheit und Dumpfheit
drückt sich aus durch Empathie, Intelligenz, Liebe, Dankbarkeit, Reinheit, Toleranz, Frieden, Intuition
drückt sich aus durch Mut, Tatkraft, Entschlossenheit, Euphorie
drückt sich aus durch Ruhe, Erdung, Stabilität
Es gibt keine negativen Aspekte von Sattva. Es kann nie zu viel Sattva sein.
Zu viel Rajas führt zu Reizbarkeit, Unruhe, Zorn, exzessivem Verhalten, Perfektionismus etc.
Zu viel Tamas führt zu Trägheit, Traurigkeit, Abhängigkeit, Unwissenheit
Praktisches Wissen – so spürst Du die drei geistigen Eigenschaften, die Mahagunas, in Dir
Die Mahagunas, unsere geistigen Eigenschaften zeigen sich ständig. Wir können durch einfaches Beobachten erkennen, welche vorherrschend ist und wie diese in uns tanzen.
Hast Du Dich schon mal gefragt:
… warum Du Dich mit vollem Magen nicht satt fühlst? (R/T)
… warum Du nach einem Tag voller Aktivität nicht zur Ruhe kommen magst, sondern die nächste Aktivität suchst? (R)
… warum schöne menschliche Begegnungen „erfüllend“ sind? (S)
… warum Du von bestimmten Aktivitäten oder Substanzen immer mehr möchtest und trotzdem kein Gefühl der Sättigung eintritt? (R)
… warum Dich Schlaf bis in die Mittagszeit noch müder macht? (T)
… warum uns der Anblick vom weiten Meer oder dem Sonnenaufgang ruhig und glücklich macht? (S)
Was nährt uns und was kostet Energie?
Wir können lernen zu fühlen, was uns nährt und glücklich macht. Nährend und sattvisch ist dabei in vielen Fällen deckungsgleich.
Hier ein grober Überblick zur Inspiration für Dich:
NÄHRENDE ERNÄHRUNG
Energieräuber
frische, saisonale Bio-Lebensmittel
abgepacktes lange haltbares Essen (enthält keine Lebensenergie mehr)
unverarbeitete Lebensmittel
Stimulanzien wie Kaffee, Alkohol, Nikotin
warm und bekömmlich zubereitet (durch Gewürze und Kochweise)
extreme Geschmäcker
mit Liebe gekochte Speisen
Fertigessen / altes bzw. wieder aufgewärmtes Essen
Lebensmittel, die dem Zustand der eigenen Verdauungskraft angepasst sind
Lebensmittel essen, auf die der Körper mit Unwohlsein reagiert (z.B. mit Müdigkeit, Verdauungsprobleme, Gaumenjucken, häufiges Räuspern nach dem Essen, Hitzewallungen, etc.)
Mahlzeit beenden, wenn der Magen zu 80% gefüllt ist
Überessen (Überforderung der eigenen Verdauungskapazität – führt zu Ansammlung von Ama, unverdauten Stoffwechselprodukten, welche die Ursache von Krankheit sind)
NÄHRENDE GEDANKEN / EMOTIONEN
Energieräuber
Liebe
negative Gedanken über sich selbst
Dankbarkeit
negative Gedanken über andere
Freude und Mitfreude
Bereuen etwas getan, gesagt oder gedacht zu haben
NÄHRENDE AKTIVITÄTEN
Energieräuber
Lachen, Lieben, Spaß haben
Überaktivität / Übermäßige Nutzung unserer Sinne
Erholsamer Schlaf in angemessenem Ausmaß und Uhrzeit
Schlechte Schlafqualität (Uhrzeit, Dauer, Tiefe)
in der Natur sein
unruhiges, lautes oder hektisches Umfeld
Meditieren
Ablenkung im Außen suchen / keine Verbindung zu sich selbst finden
Innehalten, Pause machen
zu viel Medienkonsum / Aktivität am Handy
für andere da sein / etwas tun
nicht sinnstiftend für andere da sein können
Selbstfürsorge (z.B. sich selbst bekochen, Ölmassage, Zeit für Rückzug, Journaling, Zeit in der Natur, Achtsamkeitsübungen)
Bedürfnisse des eigenen Körpers ignorieren (z.B. Harndrang, Weinen, Müdigkeit)
erfüllende menschliche Begegnungen
Konflikte
Resumez: Ayurveda Ernährung nährt Lebensenergie und Lebensfreude
Wenn wir genährt sind, dann sind wir satt. Das gilt für den Magen und fürs Leben. Was uns nährt ist nur bedingt von nachweisbaren Inhaltsstoffen abhängig. Mit dem was wir täglich konsumieren können wir Lebensenergie und Lebensfreude tanken.
Mit Ayurveda können wir lernen in den natürlichen Fluss der Dinge zu kommen. Wir lernen uns besser zu spüren, intuitiver mit unserem Körper umzugehen und uns die Dinge zu geben, die uns jetzt und heute gut tun.
Kochen und Ernährung nach Ayurveda bringt uns näher zu uns selbst.
Und was nährt Dich? Was wünschst Du Dir? Jetzt und in diesem Moment?
In dieser Episode spreche ich mit Ayurveda Köchin Ursula Melchhammer über die Herausforderungen der Übergangszeit. Du erfährst im Interview, welche Ernährungsroutinen, Geschmacksrichtungen und Konstistenzen dich für den Winter stärken.
Zu Gast ist Daniela Wolff, Ernährungsberaterin und Ayurveda Expertin mit jahrzehntelanger Erfahrung. Im Interview spricht sie über 17 Faktoren, mit denen wir täglich den Zustand unserer Gesundheit prüfen können.
Ein zu hoher Zuckerkonsum ist ein Laster, mit dem viele von uns kämpfen. Erfahre im Artikel, wie die Ayurveda Sicht auf Zucker ist.
https://jadeflower.academy/wp-content/uploads/2023/09/ayurvedisch-kochen.jpg707900Ursula Feuerherdthttps://jadeflower.academy/wp-content/uploads/2023/02/logo-jadeflower_ayurveda.pngUrsula Feuerherdt2023-09-06 14:13:492024-10-18 11:50:02Was die Ayurveda Küche besonders macht – Verdauungsfeuer und Nahrung für den Geist
Die heiße Jahreszeit verändert auch die Elemente in unserem Körper. Das Feuer-Element, das dem Pitta-Dosha zugeordnet ist, steigt und beeinflusst uns körperlich und geistig.
Was Du im Sommer beobachten kannst – die natürliche Intelligenz Deines Körpers!
In den heißen Sommermonaten haben wir automatisch weniger Appetit. Unser Verdauungsfeuer ist im Sommer weniger stark – die innere Hitze brennt also weniger stark. als Ausgleich zur erhöhten Temperatur im Außen.
Wir haben außerdem mehr Lust auf kühlende und leichte Mahlzeiten. Alles schwere und schwer verdaubare würde uns zusätzlich erhitzen.
Was macht zu viel Hitze und zu viel Pitta mit uns?
Körperlich:
Hautunreinheiten oder Irritationen
Ungeformten Stuhl (damit werden Nährstoffe nicht mehr ausreichend aufgenommen, zusätzlich bildet sich Ama)
Gefühl von Brennen beim Stuhlgang
Sodbrennen
Übelkeit oder übermäßiger Hunger
Übermäßiges Hitzeempfinden
Rote, irritierte oder lichtempfindliche Augen
Geistig:
Intoleranz und kritisches Denken
Vermehrtes Wettbewerbsdenken
Gefühle von Frust, Ungeduld und Zorn
Perfektionismus
Die Qualitäten von Pitta hervorbringen
Pitta Dosha ist für Verdauung und Transformation zuständig. Ist Pitta in Balance, zeigt sich das in Durchhaltevermögen, Ausstrahlung und Klarheit. Wir sind dann gut organisiert, entschlossen und mutig. Menschen mit hohem Pitta sind oft gute Führungspersönlichkeiten und gute Redner, sie überzeugen mit ihrem Charisma und ihrer Intelligenz.
Ausgleichende Maßnahmen für den Sommer oder bei hohem Pitta
1. ERNÄHRUNG
Geschmacksrichtungen: Die Geschmäcker süß, bitter und zusammenziehend (herb) wirken kühlend.
Gemüse: Greife vor allem zu süßem oder bitterem Gemüse (abends in gekochter Form). z.B. Spargel, Brokkoli, Gurke, Artischocken, Fenchel, gekochte rote Beete, grüne Bohnen, grünes Blattgemüse, Kürbis, Zucchini
Milchprodukte: Ghee, Buttermilch, Frischkäse / nicht gereifter Käse, Joghurt (frisch zubereitet oder verdünnt, es sollte mild im Geschmack sein und nicht sauer)
Das solltest Du vermeiden: Saures oder unreifes Obst, scharfe Gewürze (z.B. Chilli, Knoblauch, Zwiebeln), Lebensmittel mit überwiegend salzigem Geschmack wie z.B. Sojasauce, Essig (verwende stattdessen Limettensaft), fermentiertes Essen und Getränke, Alkohol, Kaffee, frittiertes Essen
2. LIFESTYLE
Aktivitäten und Freizeit: Gönn Dir spielerische, kreative Aktivitäten, die Dir vor allem Spaß machen. Damit wirkst Du Gefühlen wie Verbissenheit und Ungeduld entgegen. Umgib Dich mit Menschen, mit denen Du Dich wohl und entspannt fühlst. Schenk Dir genug Zeit ohne To-Dos und Screentime, vor allem abends zum Abschalten. Höre beruhigende Musik. Mache Ausflüge in die Natur. Genieße den Anblick von Wasser oder schwimme darin. Schütze Deine Augen mit einer Sonnenbrille und trage eine Kopfbedeckung.
Farben: Umgib Dich mit den Farben blau und grün.
Sport und Bewegung: Mach vor allem Sport, der Dir Spaß macht und geh nicht bis an Deine Grenzen. Vermeide Überlastung und Auspowern. Vermeide Sport in der heißen Mittagssonne. Optimal sind z.B. Schwimmen, Yoga, Radfahren, Wandern.
Yoga: Körperhaltungen (Asanas) mit Drehungen und Vorbeugen wirken kühlend. Halte die Posen kurz und ohne Anstrengung. Gib nur 70% Deiner Kraft und bleib spielerisch im Geist.
Meditation: Meditation beruhigt und kühlt Deinen Geist.
Ölmassage: Gönn Dir eine Ölmassage mit warmem Kokosöl.
https://jadeflower.academy/wp-content/uploads/2023/07/sommer-pitta.jpg800800Ursula Feuerherdthttps://jadeflower.academy/wp-content/uploads/2023/02/logo-jadeflower_ayurveda.pngUrsula Feuerherdt2023-07-27 15:58:302023-12-20 08:06:57Ayurveda Tipps für die heißen Monate – Pitta Dosha beruhigen
Eine Essstörung ist Ausdruck einer gestörten Balance von Körper und Geist. Erfahre hier, wie Dir Ayurveda dabei helfen kann, diese Balance wieder herzustellen und zu einem natürlichen Essverhalten zurück zu finden.
Zu Gast im Podcast ist Ursula Melchhammer. Die zertifizierte Ayurveda Köchin hält Ayurveda Kochworkshops und inspiriert durch ihr Essen, das auch ohne Erklärung „wirkt“. „Mir geht’s nach Deinem Essen so gut. Ich habe danach keine Müdigkeit, sondern Energie zum Weitermachen.“, sind Aussagen, die Ursula regelmäßig nach ihren Workshops und Caterings hört. Ursula unterrichtet Ayurveda Ernährung an der Jadeflower Academy.
Wir sprechen unter anderem über das individuelle „Verdauungsfeuer“, unser Agni. Und warum es bei jedem Menschen anders ist. Und auch darüber, warum es Menschen gibt, die bestimmte Nahrungsmittel besser vertragen als andere.
Das erfährst Du außerdem:
warum regelmäßiges Essen und der Verzehr von warmen Speisen von Vorteil sind
Essen den verschiedenen Tageszeiten anzupassen. Es gibt kein starres „System“.
die 80-20-Regel als ein Ansatz
Gewürze als Hilfe zur Balance
Veränderungen in der Ernährung im Laufe des Jahres.
Bist Du neugierig geworden? Diese Episode mit Ursula Melchhammer könnte Deine Sicht auf Deine Ernährung und Deine Verdauung verändern.
Mach den Test und finde heraus, ob Dein Kapha Dosha im Gleichgewicht ist. Mit unseren Erste Hilfe Maßnahmen für erhöhtes Kapha erhältst Du Tipps für Deinen Alltag und Deine Ernährung, um Dich schnell wieder energiegeladen und leicht zu fühlen.
https://jadeflower.academy/wp-content/uploads/2023/05/kapha-dosha.jpg988800Ursula Feuerherdthttps://jadeflower.academy/wp-content/uploads/2023/02/logo-jadeflower_ayurveda.pngUrsula Feuerherdt2023-05-23 16:54:552024-03-10 11:35:28[Online Test] – Ist mein Kapha Dosha erhöht? Erste Hilfe bei erhöhtem Kapha
Zu Gast in dieser Folge ist Daniela Wolff. Sie ist Ernährungsberaterin, hält Vorträge und Seminare für ayurvedisches Kochen und blickt auf über 25 Jahre Ayurveda Erfahrung zurück. Du erfährst, warum die Grundprinzipien der ayurvedischen Küche wichtiger sind, als das Kochen nach Doshas. Daniela erklärt, warum Ayurveda intuitiv und individuell vorgeht und nicht nach strengen Regeln und Verboten.
Inhalte – Interview Teil 1:
Grundprinzipien – was macht ayurvedisch Kochen aus?
Warum unser westlich analytisches Denken ein Hindernis im Verständnis von Ayurveda sein kann.
Empfehlungen für ein optimales Frühstück, Mittag- und Abendessen.
Tipps, wie Du den Tagesrythmus optimal nutzen kannst, sodass Du Energie für Deinen Alltag hast.
Das Langlebensgeheimnis der 100-jährigen, die Bewohner der Blue Zones.
Die Blue Zones ernähren sich von völlig unterschiedlichen Lebensmitteln, dennoch leben sie gleiche Ernährungsprinzipien – hier erfährst Du welche dies sind.
Wie unser Lebensstil und soziale Kontakte zu einem langen Leben beitragen.
Chronobiologie ist das Wissen um biologische Rhythmen im Innen und Außen. Ayurveda erklärt, wie unsere innere Uhr mit den natürlichen Rhythmen der Natur schwingt. Unser Körper ist Teil der Natur und reagiert ebenso wie Pflanzen und Tiere auf Einflüsse wie Tageszeit, Jahreszeit, Klima, Lebensumstände usw. Das Wissen, wie uns diese Faktoren beeinflussen, bringt uns in unsere Kraft und lässt uns die Energie jeden Moments bestmöglich nutzen. Die Rhythmuslehre des Ayurveda bringt uns nicht nur in Einklang mit den Rhythmen der Natur, sondern auch in Einklang mit uns selbst. Die Anwendung dieser Empfehlungen bringt uns zurück in ein natürliches Gleichgewicht mit oft erstaunlichen Effekten.
„In meinen Kochbüchern findest du gesunde vegetarische und vegane Gerichte. Sie basieren auf der ayurvedischen Ernährungslehre, aber sind keine typischen Ayurvedabücher. Ich verzichte auf einengende „Dosha”-Boxen und arbeite mit allen Tools, die die Verdauungskraft stärken, was für ALLE Konstitutionen hilfreich ist.“ – Daniela Wolff
https://jadeflower.academy/wp-content/uploads/2023/05/podcast-daniela-wolff.jpg6441200Ursula Feuerherdthttps://jadeflower.academy/wp-content/uploads/2023/02/logo-jadeflower_ayurveda.pngUrsula Feuerherdt2023-05-10 08:00:072024-10-17 14:59:17Ayurvedisch kochen ohne Dosha-Wissen – die Grundprinzipien der Ayurveda Küche