Leichter durch die Festtage – mit Ayurveda gegen Erschöpfung, Festtags-Kilos und Winterblues

Die Winterzeit mit ihrer Dunkelheit und rauem Wetter ist für viele körperlich und mental herausfordernd. In dieser Podcast Solofolge mit Ursula Feuerherdt hörst Du einen Auszug aus unserem kostenfreien Audiokurs „Leichter durch die Festtage – Ayurveda gegen Erschöpfung, Festtagskilos und Winterblues“. Die Anmeldung zum Kurs ist bis Ende 2024 kostenfrei möglich.

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Das erfährst Du in dieser Folge:

  • Die Ayurveda Sicht auf Winterblues
  • Den Unterschied zwischen Trägheit und Erschöpfung erkennen
  • Warum wir im Winter leichter an Gewicht zulegen

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Audio-Transkript der Podcast Folge „Übergänge im Leben mit Ayurveda meistern“ (automatisch erstellt)

„Das zweite Thema oder Schlagwort, dem wir uns widmen werden, sind die Festtagskilos. Im Winter geht es ja vielen so, dass man vielleicht ein, zwei Kilo zunimmt, die dann im Frühling oder im Sommer spätestens sich wieder automatisch verabschieden. Zur Beruhigung, es ist gar nicht schlimm, wenn man im Winter zunimmt, es ist sogar natürlich.“

Herzlich willkommen zu Folge 36 von Verstehe Ayurveda. Verstehe dich.

Mein Name ist Ursula Feuerherdt und du hörst den Podcast der Jadeflower Academy.

In dieser Folge hörst du einen Auszug aus unserem kostenfreien Audiokurs Leichter durch die Festtage, Ayurveda gegen Erschöpfung, Festtagskilos und Winter Blues.

Du erhältst einen Überblick zur Ayurveda-Sicht auf diese Themen und einen Einblick in den kostenfreien Audiokurs.

Ich wünsche dir viel Freude beim Hören.

Herzlich willkommen bei diesem Audiokurs.

Mein Name ist Ursula Feuerherd und ich bin die Gründerin der Jade Flower Academy.

Unser Ziel für diesen Kurs mit Ayurveda gegen Erschöpfung, Festtagskilos und Winter Blues ist, dass du wieder mehr Energie für deinen Alltag hast, dass du stabiler bleibst in stressigen Phasen und dass du die Ernährung findest, mit der du dich am wohlsten fühlst.

Ich möchte dir dieses großartige Wissen, das mir selber in meinem Leben ganz viel Heilung gebracht hat, ein Stück weit weitergeben und dich dafür inspirieren und dass du am Ende dieser sieben Tage mehr von dir weißt, dich besser verstehst und weißt, was es genau für dich braucht, dass dir gut geht.

Bevor ich dir erzähle, was dich in den sieben Tagen erwartet, schauen wir uns mal diese drei Schlagworte an, die dir gefallen sind.

Das erste war die Erschöpfung.

Erschöpfung ist leider ein Zeitgeistphänomen, das ganz viele von uns kennen.

Um die Erschöpfung überhaupt mal zu definieren, ist es wichtig zu unterscheiden zwischen Trägheit und Erschöpfung.

Bei der Trägheit, da handelt es sich um einen Zustand, das ist eine Eigenschaft, die im Ayurveda genau definiert wird.

Das ist ein Zustand der Schwere, Stagnation, Trägheit, Faulheit, also man kommt nicht so richtig in die Gänge.

Der Unterschied zur Erschöpfung ist allerdings, dass man das gut überwinden kann.

Das kann man sich so vorstellen wie eine große, schwere Kugel.

Bis die einmal losrollt, das dauert und das ist auch anstrengend, dass man die in die Gänge bringt.

Aber wenn die da einmal rollt, dann wird es leicht, dann wird es lustig und man hat wieder Energie und Spaß an der Sache.

Diese Trägheit, die bringt oft mit sich, dass man vielleicht lustloser ist auf Aktivitäten, auf Bewegung.

Das kann sich morgens zeigen beim Aufstehen, das kann sich zeigen bei der Einladung zum Nachmittagsspaziergang oder gemeinsam Sport zu machen oder auf einer Wanderung oder generell unterwegs zu sein.

Aber wenn man das dann überwindet, diese anfängliche Trägheit oder Lustlosigkeit, dann macht es Spaß.

Also man hat die Energie, das zu tun.

Erschöpfung hingegen ist eher ein Zustand, bei dem man einen Mangel an Energie hört, einen Mangel an Vitalität, wo das Immunsystem vielleicht so geschwächt ist.

Man hat weniger Widerstandskraft und das zeigt sich nicht nur, dass man schneller krank wird, man ist auch mental weniger belastbar.

Das zeigt sich bei Feeling zu Beginn, zum Beispiel am späten Nachmittag, dass man da in einen Tief kommt oder am frühen Abend, dass dann, wenn die Energie richtig runter geht, was auch ganz natürlich ist, aber dass man dann so niedrig ist in seinem Batterielevel, dass man das Gefühl hat, ich schaffe es nicht mehr und sich richtig erschöpft und überfordert fühlt vom Leben.

Vielleicht kennst du das auch, dass man in solchen Phasen dann oft überreagiert auf Kleinigkeiten und bei Dingen, die man normalerweise locker wegsteckt und freundlich bleibt, dass man dann gereizt reagiert.

Im Audiokurs wirst du hören, wie Ayurveda genau auf diese Thematik schaut und was man da dagegen tun kann.

Das zweite Thema oder Schlagwort, dem wir uns widmen werden, sind die Festtagskilos.

Im Winter geht es ja vielen so, dass man vielleicht ein, zwei Kilo zunehmt, die dann im Frühling oder im Sommer spätestens sich wieder automatisch verabschieden.

Und das liegt ja nicht nur an den Keksen, die es zu Weihnachten gibt und an den schönen Weihnachtsfeiern und an den Weihnachtsfestmenüs, die wir genießen, sondern das liegt auch am Winter per se.

Wir haben nämlich im Winter mehr Lust auf erdende Nahrung und auf den süßen Geschmack.

Und das hat auch einen Grund und zwar, dass im Außen dieses Nährende, Erdende, das ist jetzt einfach weniger im Winter.

Das merkt man ja an der Natur.

Die Bäume verlieren ihre Blätter und es ist windig und rau draußen und es ist kalt.

Und deswegen sucht unser Körper automatisch diese Eigenschaften, die jetzt im Außen weniger sind, weil das auch unser System beeinflusst.

Also wir kennen gar nicht aus, wir leben in dieser Welt und man merkt es dann vielleicht auch durch trockene Haut, trockene Nägel, Haare.

Und man merkt es vielleicht auch mental, dass man weniger belastbar ist.

Dieses Unruhige draußen, das zeigt sich auch mental bei uns.

Und so sind im Herbst viele von uns ein bisschen gestresster und man muss sich wieder einfinden in diese neue Jahreszeit.

Und das kann man auch mit Ayurveda unterstützen, davon werden wir auch noch sprechen.

Aber vor allem was die Festtagskilos angeht, ist es erstmal zur Beruhigung.

Es ist gar nicht schlimm, wenn man im Winter zunimmt, es ist sogar natürlich.

Es soll natürlich nicht überhand nehmen und du sollst dich nach wie vor wohlfühlen in deinem Körper.

Dass man von Fett, Zucker und Mehl in Kombination zunimmt, das ist jetzt kein Geheimnis aus dem Ayurveda.

Das ist glaube ich etwas, was der Hausverstand uns schon sagt.

Ich möchte dir dann in den nächsten Tagen ein paar Alternativen aufzeigen und auch zeigen, wie dein Körper reagiert auf bestimmte Lebensmittel und wie du vielleicht andere Qualitäten reinbringen kannst oder auch ausgleichen kannst, damit du auch gar nicht so viel Lust hast auf die zuckersüßen Kekse und dass die geliebte Ausnahme bleiben kann, auf die man sich dann richtig freut und die genießen kann.

Und das dritte Stichwort war der Winterblues.

Und der Winterblues, der betrifft auch viele, auch wenn es sich nicht in Form einer Depression äußert, aber auch das, was ich vorhin schon angesprochen habe, dass wir uns in der Zeit vielleicht weniger belastbar fühlen, dass wir merken, man ist weniger unternehmungsfreudig, man hat generell dieses innere Leuchten, dieses innere Feuer brennt vielleicht ein bisschen weniger.

Und das hat auch etwas mit der Jahreszeit zu tun, aber vor allem auch mit unserem Zustand, in dem wir in die Jahreszeit reingehen.

Das Besondere an den Ayurveda-Methoden ist, dass man bei mentalen Themen, wie zum Beispiel am Winterblues, auch über den Körper arbeiten kann und über den Körper darauf reagieren kann.

Da ist liebevolle Selbstfürsorge ein Schlüsselwort und auch darüber werden wir im Kurs reden und du kriegst ganz konkrete Tipps und Methoden für deinen Alltag, damit du heuer gut gelaunt und fröhlich durch den Winter kommst.

Also du merkst schon, das, was du hier kriegst, ist sehr ganzheitlich, das schaut auf dich, auf dein Leben, auf die Umstände rundherum.

Und das ist auch der Grund, warum so viele Leute zum Ayurveda heute ziehen, weil uns das ganz viel Selbstwirksamkeit gibt.

Das heißt, wir haben ganz viel in der Hand und wir sind nicht in äußeren Umständen ausgeliefert.

Ich selber liebe meine Ayurveda-Methoden für stressige Phasen und ich stehe jeden Tag mit meiner Routine auf, die mir körperlich ganz viel Stabilität gibt, geistig viel Stabilität gibt und komme damit einfach viel viel besser durch mein Leben und lege die Grundlage für einen stabilen und fröhlichen Tag, der dann zu einer stabilen und fröhlichen Woche führt und so im Endeffekt ein glückliches Leben ausmacht.

Am Ende der 7 Tage wirst du dich besser verstehen und du hast eine Idee, wie du dich langfristig gesund und froh halten kannst.

Ich wünsche dir von Herzen viel Freude mit dem Kurs, viele Aha-Momente und vor allem viel Nutzen für dein Leben und dass es dir großartig geht.

Ayurveda Stress Management – Welche Methoden Ayurveda gegen Stress bietet

Stress ist ein allgegenwärtiges Thema in unserer modernen Welt, und es scheint, als ob wir alle ständig auf der Suche nach Wegen sind, ihn zu reduzieren. In diesem Artikel erfährst Du, was Ayurveda über Stress sagt und welche Methoden Ayurveda gegen Stress bereithält.

» Stress und Ursachen von Stress aus Ayurveda Sicht
» Wie Ayurveda die individuelle Auswirkung von Stress erklärt
» Psychische Faktoren bei Stress
» Warum Stress vor allem Vata erhöht
» Warum die Pitta Grundkonstitution anfälliger ist für Burnout
» Ayurveda gegen Stress – Methoden zum Ausgleich
» Ayurveda Mentaltest


Stress aus Ayurveda Sicht

Stress spüren wir dann, wenn wir Schwierigkeiten haben uns zu entspannen und wohlzufühlen mit dem was, grade rundherum los ist.

Aus ayurvedischer Sicht wird Stress als ein Zustand verstanden, in dem das innere Gleichgewicht des Körpers und des Geistes gestört ist.

Ursachen von Stress nach Ayurveda:

Ernährung: Unpassende oder unausgewogene Ernährung kann zu körperlichem Stress führen. Beispiele: zu wenig Flüssigkeit, unregelmäßige Essenszeiten, Überessen, Überbetonung von bestimmten Qualitäten in der Nahrung wie Trockenes (z.B. Cracker, Rohkost), Süßes, Scharfes

Lebensstil: Eine Überbelastung unserer Sinne führt ebenfalls zu Stress und seinen Folgeerscheinungen. Beispiele: zu wenig Schlaf, Überarbeitung, spät arbeiten, übermäßiger Medienkonsum und/oder Handyzeit, übermäßig Sport treiben, sehr viel Sprechen, andauernd laute Musik, Lärmbelastung, etc.

Eine Unterbelastung führt ebenfalls zu Stress. Beispiele: zu wenig Bewegung, geistige Langeweile, keine Aufgabe im Leben, nicht gebraucht werden

Emotionale Belastung: Lang anhaltende emotionale Belastung wie Trauer, Wut oder Angst zehren an unserer Substanz. Belastende Lebensphasen und/oder negative Gedankenmuster rauben uns auf Dauer Energie. Wir fühlen uns ausgelaugt und spüren weniger Vitalität und Freude. Ayurveda betrachtet dies als körperliche und mentale Erschöpfung gleichermaßen.

Übergeordnete Faktoren / Umwelt & Gesellschaft: Dinge, die wir normalerweise nicht in Betracht ziehen, sind ebenso belastend für unser System und können zu Stress führen. Beispiele:

Der Wechsel zwischen den Jahreszeiten ist eine Zeit, in der die Doshas leicht aus der Balance geraten. Wetterumschwünge, wie plötzliche Kälteeinbrüche im Frühjahr oder ungewohnte und übermäßige Hitze.

Unser Lebensraum – hektische Stadt oder ruhiges Landleben. Umweltgifte, Elektrosmog uvm.

Die schulmedizinische Sicht auf Stress

Auch in der modernen Wissenschaft wird Stress als wesentlicher Faktor anerkannt, der sowohl die psychische als auch die physische Gesundheit beeinträchtigen kann. Chronischer Stress wird mit einer Vielzahl von Gesundheitsproblemen in Verbindung gebracht, einschließlich Herzkrankheiten, Angststörungen und Immunstörungen. Die Faktoren, die zu einer invidivuellen Auswirkung von Stress führen sind jedoch kaum erforscht. Ayurveda betrachtet den Menschen als Ganzheit und behandelt so auch Stress-Symptome individuell an ihrer Wurzel.

Wie Ayurveda die individuelle Auswirkung von Stress erklärt

Jeder Mensch besteht aus einer einzigartigen Mischung aus drei Energien oder Doshas: Vata, Pitta und Kapha. Ein Ungleichgewicht der Doshas kann zu Stress führen und zeigt sich je nach Dosha-Verteilung anders.

Vata-Stress:

Vata ist das Prinzip der Bewegung und Veränderung. Wenn Vata aus dem Gleichgewicht gerät, können Symptome wie Ängstlichkeit, Schlaflosigkeit und Verdauungsstörungen auftreten. Um Vata zu beruhigen, ist es hilfreich, regelmäßige Routinen zu etablieren und entspannende Aktivitäten wie Yoga zu praktizieren. Nahrhafte, warme Mahlzeiten sind ebenfalls vorteilhaft.

Pitta-Stress:

Pitta steuert die Verdauung und den Stoffwechsel. Ein Ungleichgewicht kann sich in Form von Reizbarkeit, Wut und entzündlichen Zuständen äußern. Kühlende Aktivitäten und Lebensmittel, Meditation und ausreichend Zeit zur Entspannung können helfen, Pitta auszugleichen.

Kapha-Stress:

Kapha ist das Prinzip der Stabilität und Struktur. Übermäßiges Kapha führt Trägheit und Schwere führen. Aktiv zu bleiben, zum Beispiel durch regelmäßiges Joggen oder Aerobic, kann Kapha ausgleichen und die Energie wieder in Fluss bringen.

Hier findest Du einen Überblick, welche Stress-Symptome auf eine Erhöhung welcher Doshas hinweisen:

Vata Dosha

Gedankenkarussell
Durchschlafprobleme
innere Unruhe
Verstopfung, Blähungen
Erschöpfung
Sorgen, Ängste
Konzentrationsprobleme

Das kann sich so anfühlen:

Pitta Dosha

Ungeduld, Gereiztheit, Hitze
Einschlafprobleme
Rastlosigkeit, Workaholic
ungeformter, saurer Stuhl
Sodbrennen, Magendrücken
Frustration
Schwierigkeiten abzuschalten

Das macht sich so bemerkbar:

Kapha Dosha

Kapha sorgt für Stabilität und erdet bei Stress.

Im Übermaß führt es zu:
Mangel an Motivation
düstere Gedanken, Depression
hoher Schlafbedarf, Müdigkeit
verlangsamter Stoffwechsel

Das könnte so aussehen:

Welcher Stress Typ bist Du?

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Dein Umgang mit Herausforderungen und Stress gibt Hinweise auf Deine Konstitution. Mit dem Testergebnis erhältst Du individuelle Empfehlungen für Deinen individuellen Umgang mit Stress und Herausforderungen im Alltag. 

Psychische Faktoren bei Stress:
Die Rolle der drei großen mentalen Qualitäten – Sattva, Rajas und Tamas

Die ayurvedische Philosophie spricht auch von den drei Mahagunas – Rajas, Tamas und Sattva – die unsere psychologischen und emotionalen Zustände beeinflussen.

Rajas (Antrieb, Leidenschaft)

Rajas steht für Aktivität, Leidenschaft und Unruhe. Ein Übermaß an Rajas kann zu erhöhtem Stress führen, da es Unzufriedenheit und ständigen Wandel fördert. Wir sind dann impulsiv, überehrgeizig, ungeduldig, gereizt, schnell zornig, intolerant und instabil.

Was Rajas erhöht:

Übermäßige Aktivität:
Ständige Aktivität ohne angemessene Pausen oder Ruhezeiten

Ständige Erregung und Stimulation: Übermäßige Stimulation durch äußere Reize wie laute Geräusche, grelles Licht, Bildschirme, Medienkonsum, etc.

Unausgewogene Ernährung: Eine Ernährung, die reich an stimulierenden oder aufputschenden Substanzen wie Koffein, Zucker oder stark gewürzten Speisen ist

Starker Wettbewerbsgeist: Ein übermäßiger Drang nach Wettbewerb und Erfolg kann dazu führen, dass der Geist ständig aufgeregt und rastlos ist, was Rajas fördert.

Stress: Stress und Druck, sei es durch Arbeit, Beziehungen oder andere Lebensumstände

Emotionale Unruhe: Ständige emotionale Turbulenzen, wie z. B. intensive Ängste, Wutausbrüche oder übermäßige Sorgen

Tipps zum Ausgleich:

  • Entspannungstechniken
    wie Meditation, Progressive Muskel-entspannung, Atemübungen oder Yoga
  • Regelmäßige Pausen einlegen
  • Achtsamkeit praktizieren
  • Zeit in der Natur verbringen
  • Regelmäßige Bewegung
  • Gesunde Ernährung
  • Prioritäten setzen
    Überdenke die eigenen Prioritäten und stelle sicher, dass Du Dich auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben konzentrierst.

Tamas (Trägheit, Schwere)

Tamas repräsentiert Dunkelheit, Trägheit und Ignoranz. Ein Übermaß an Tamas führt zu Lethargie, Ziellosigkeit, Unbeweglichkeit, Depression, Hoffnungslosigkeit, Feigheit, Gier und Hinterhältigkeit.

Was Tamas erhöht:

Inaktivität: Mangel an körperlicher Bewegung und Aktivität kann dazu führen

Schlafstörungen: Übermäßiger Schlaf oder ein gestörter Schlafzyklus

Übermäßiger Konsum von schwerem oder verarbeitetem Essen: Eine Ernährung, die reich an schwer verdaulichen, fettigen oder verarbeiteten Lebensmitteln ist

Übermäßiger Gebrauch von Betäubungsmitteln: Der übermäßige Konsum von Alkohol, Drogen oder anderen Betäubungsmitteln

Isolation und Rückzug: Sich zurückzuziehen und sich von sozialen Interaktionen und Aktivitäten zu isolieren

Negative Denkmuster: Sich in negativen Denkmustern, Selbstzweifeln und einem Mangel an Selbstwertgefühl zu verfangen

Tipps zum Ausgleich:

  • Regelmäßige körperliche Aktivität
  • Gesunde Ernährung
  • Regelmäßiger und erholsamer Schlaf
    (ideal ab 22 Uhr)      
  • Tageslicht und frische Luft
  • Geistige Stimulation
  • Soziale Interaktion, Zeit mit Freunden und Familie
  • Achtsamkeitspraktiken wie Meditation, Atemübungen oder Yoga

Sattva (Harmonie, Klarheit)

Sattva ist das Ideal, es repräsentiert Balance, Reinheit und geistige Klarheit. Ein sattvischer Lebensstil macht uns resilient im Umgang mit Stress. Sattva fördert Gesundheit, Zufriedenheit, Weisheit.

Sattvische Ernährung

  • frische, saisonale Bio-Lebensmittel
  • unverarbeitete Lebensmittel
  • warme und bekömmlich zubereitete Speisen (durch Gewürze und Kochweise)
  • mit Liebe gekochte Speisen
  • Lebensmittel, die dem Zustand der eigenen Verdauungskraft angepasst sind
  • Mahlzeit beenden, wenn der Magen zu 80% gefüllt ist

Sattvische Emotionen

  • Liebe
  • Dankbarkeit
  • Freude / Mitfreude

Sattvische Aktivitäten

  • Lachen, Lieben, Spaß haben          
  • Erholsamer Schlaf in angemessenem Ausmaß und Uhrzeit      
  • in der Natur sein
  • Meditieren
  • Innehalten, Pause machen
  • für andere da sein / etwas tun
  • Selbstfürsorge (z.B. sich selbst bekochen, Ölmassage, Zeit für Rückzug, Journaling, Zeit in der Natur, Achtsamkeitsübungen)
  • erfüllende menschliche Begegnungen

Warum Stress vor allem Vata erhöht

Vata Dosha, das durch die Elemente Luft und Äther repräsentiert wird, ist besonders anfällig für Stress aufgrund seiner beweglichen und subtilen Qualitäten und seiner Rolle im Körper. Hier sind einige Gründe, warum Vata am meisten durch Stress beeinflusst wird:

Natur von Vata: Vata ist das Prinzip der Bewegung und Veränderung. Es ist von Natur aus schnell, leicht, kalt, rau und trocken. Diese Eigenschaften bedeuten, dass Vata leicht aus dem Gleichgewicht geraten kann, besonders in Zeiten hoher Anforderungen, Veränderungen oder Unsicherheit – all das sind typische Stressoren.

Vata reguliert das Nervensystem: Vata reagiert besonders empfindlich auf Stress, weil es das Nervensystem und die Prozesse des Denkens und der Bewegung steuert. Stress kann daher direkt die für Vata typischen Bereiche beeinträchtigen, wie Schlafmuster, Verdauung und emotionale Stabilität. Das führt oft zu typischen Stresssymptomen wie Angst, Schlafstörungen und unregelmäßiger Verdauung.

Vata ist mobil und instabil: Aufgrund seiner mobilen und veränderlichen Natur neigt Vata dazu, schnell zu „wandern“. Unter Stress kann diese Tendenz zu Überstimulation und Nervosität führen, was das Dosha weiter destabilisiert. Personen mit einem vorherrschenden Vata können sich unter Stress „zerstreut“ oder „aufgelöst“ fühlen.

Körperliche Zusammenhänge: Vata reguliert auch wichtige Funktionen wie die Atmung, die Herzschlagfrequenz und die Muskelbewegungen. Stress kann diese Systeme beeinträchtigen, was zu Symptomen wie erhöhter Herzschlagfrequenz, unregelmäßiger Atmung und muskulärer Verspannung führt – alles Anzeichen einer Vata-Imbalance.

Jahreszeitliche und tägliche Einflüsse: Vata wird auch durch klimatische Einflüsse verstärkt, insbesondere in den windigen, kühlen Jahreszeiten (Herbst und früher Winter) und während der Vata-Zeiten des Tages (früher Morgen und späten Abend). Stressfaktoren, die in diesen Zeiten auftreten, können Vata besonders beeinflussen, was das Risiko einer Dysbalance erhöht.

Maßnahmen zur Stabilisierung von Vata

Um Vata unter Kontrolle zu halten, empfiehlt Ayurveda warme, nahrhafte und leicht verdauliche Mahlzeiten, einen regelmäßigen Tagesablauf und Schlaf, ausreichend Ruhe und Vermeiden von übermäßiger körperlicher oder mentaler Anstrengung. Praktiken wie Yoga, Meditation und Abhyanga (ayurvedische Ölmassage) können ebenfalls sehr hilfreich sein, um Vata zu beruhigen und das Nervensystem zu stabilisieren.

Warum die Pitta Grundkonstitution anfälliger ist für Burnout

Menschen mit einem hohen Pitta-Anteil haben eine starke, zielgerichtete und leidenschaftliche Natur, die sie oft dazu treibt, hart zu arbeiten und hohe Standards anzustreben. Diese Eigenschaften machen sie tendenziell anfälliger für ein Burnout.

Pitta-Personen setzen sich oft hohe Ziele und erwarten viel von sich selbst. Sie streben nach Erfolg und Perfektion in allem, was sie tun. Dieser Drang nach Exzellenz kann zu einem ständigen Druck führen, der es schwierig macht, sich zu entspannen oder Auszeiten zu nehmen.

Darüber hinaus haben Pitta-Menschen oft eine starke Arbeitsethik und sind bereit, hart zu arbeiten, um ihre Ziele zu erreichen. Sie neigen dazu, sich stark in ihre Arbeit zu vertiefen und können Schwierigkeiten haben, Grenzen zu setzen oder Pausen einzulegen, um sich zu regenerieren.

Pitta wird von den Elementen Feuer und Wasser dominiert, was dazu führt, dass Pitta-Personen dazu neigen, sich leicht zu überhitzen, sowohl physisch als auch emotional. Überarbeitung, lange Arbeitszeiten und der Mangel an Ausgleich können zu einem Anstieg der inneren Hitze führen, was zu Erschöpfung, Reizbarkeit und emotionaler Instabilität führen kann. Dieses innere „Ausbrennen“ kann auf Dauer zu Burnout führen.

Vor allem von ihrer Arbeit können Menschen mit hoem Pitta-Anteil schwer abschalten. Sie haben oft Schwierigkeiten loszulassen und sich zu entspannen, insbesondere wenn sie sich stark mit ihrer Arbeit identifizieren. Sie können dazu neigen, sich in einem ständigen Zustand der Aktivität und des Engagements zu befinden, was es schwierig macht, sich zu erholen und zu regenerieren.

Aufgrund dieser Faktoren sind Pitta-Personen anfälliger für ein Burnout, insbesondere wenn sie nicht lernen, ihre Grenzen zu erkennen, Selbstfürsorge zu praktizieren und ein Gleichgewicht zwischen Arbeit und Erholung herzustellen.

Ayurveda gegen Stress – Methoden zum Ausgleich

Ayurvedische Methoden zur Stressbewältigung: Mehr Harmonie und Ruhe im Leben

Hier sind einige der effektivsten ayurvedischen Methoden zum Umgang mit Stress:

Die Verbindung von Körper und Geist stärken

Wenn der Körper unter Stress steht, reagiert er mit einer Reihe von physiologischen Veränderungen, wie erhöhtem Herzschlag, erhöhtem Blutdruck und einem Anstieg des Stresshormons Cortisol. Diese körperlichen Reaktionen beeinflussen auch den Geist und können zu Angst, Unruhe und Reizbarkeit führen.

Umgekehrt können negative emotionale Zustände wie Angst, Wut oder Traurigkeit auch physische Symptome auslösen, wie Muskelverspannungen, Magenbeschwerden oder Kopfschmerzen. Eine starke Verbindung von Körper und Geist ermöglicht es, diese Wechselwirkungen zu erkennen und darauf zu reagieren.

Eine starke Verbindung von Körper und Geist

… lässt uns bewusster und achtsamer werden, was hilft, Stressreaktionen frühzeitig zu erkennen und effektiv darauf zu reagieren.

… ermöglicht es dem Körper, sich selbst zu regulieren und zu heilen. Dies geschieht durch die Aktivierung des parasympathischen Nervensystems, das für Entspannung und Regeneration verantwortlich ist, sowie durch die Freisetzung von Endorphinen und anderen körpereigenen Substanzen, die Stress reduzieren und das Wohlbefinden fördern.

… lässt ein tieferes Verständnis für sich selbst entstehen, womit wir besser in der Lage sind liebevoll auf uns zu achten.

Dosha-Balance verstehen

Jedes Dosha reagiert unterschidlich auf Stress und zeigt spezifische Symptome. Eine wichtige Maßnahme zur Stressbewältigung ist es daher, die Dosha-Balance wieder herzustellen. Dies kann durch Selbstbeobachtung und dem Wissen des Ausgleichens, oder eine ayurvedische Beratung geschehen.

  • Vata-Stress: Vata aus dem Gleichgewicht zeigt sich oft als Nervosität, Angst und Schlaflosigkeit. Um Vata zu beruhigen, sind regelmäßige Routinen, warme Mahlzeiten und entspannende Aktivitäten wie Yoga und Meditation hilfreich.
  • Pitta-Stress: Pitta-Überschuss äußert sich oft als Reizbarkeit, Wut und Magenbeschwerden. Kühlende Aktivitäten, Zeit in der Natur und eine ausgewogene Ernährung können helfen, Pitta zu beruhigen.
  • Kapha-Stress: Kapha-Ungleichgewicht zeigt sich oft als Trägheit, Gewichtszunahme und emotionale Blockaden. Aktive Bewegung, leichte Ernährung und geistige Stimulation können helfen, Kapha zu aktivieren und Stress abzubauen.

Sattva fördern: Für inneren Frieden und Klarheit

Sattva ist die Qualität des Gleichgewichts, der Reinheit und der Klarheit im Ayurveda. Durch die Förderung von Sattva im täglichen Leben können wir inneren Frieden und Gelassenheit erreichen, selbst in stressigen Zeiten. Tipps zum Stärken von Sattva findest Du oben.

Kräutermedizin: Die Kraft der Natur nutzen

Ayurvedische Kräutermedizin bietet eine Vielzahl von Kräutern und Pflanzen, die zur Stressbewältigung eingesetzt werden können. Suche hier Rücksprache mit einem Ayurveda Arzt / Ärztin oder Therapeut:in.

Lebensstil-Anpassungen: Den Alltag stressfrei gestalten

Schaffe Rahmenbedingungen, die in stressreichen Phasen Unterstützung für Körper und Geist sind. Das kann beispielsweise das Einführen regelmäßiger Schlaf- und Essenszeiten sein, das bewußte Reduzieren von belastenden Eindrücken, denen wir uns freiwillig aussetzen, z.B. Medienkonsum oder belastende Gespräche, Reduzierung von Stimulanzien wie Koffein und Alkohol, oder die Pflege von unterstützenden, harmonischen Beziehungen.

Welcher Stress Typ bist Du?

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Dein Umgang mit Herausforderungen und Stress gibt Hinweise auf Deine Konstitution. Mit dem Testergebnis erhältst Du individuelle Empfehlungen für Deinen individuellen Umgang mit Stress und Herausforderungen im Alltag. 

Finde heraus, was Dich vom Meditieren abhält – die 5 häufigsten Hürden

Meditation ist für viele ein tägliches Lebenselixier, anderen stehen beim Gedanken an Herumsitzen und „Nichtstun“ die Haare zu Berge. 

Das erfährst Du in diesem Artikel:

» Warum meditieren? Wissenschaftliche Erkenntnisse
» Die häufigsten Hürden beim Meditieren
» Warum es Anleitung braucht

Es ist wie beim Essen – man muss es essen, um den Geschmack zu erleben

Stell Dir vor, Du hattest noch nie in Deinem Leben ein warmes Schokotörtchen mit einer Eiskugel obendrauf. Wenn ich Dir jetzt beschreibe, wie der Duft ist und die Konsistenz im Mund, welche Geschmäcker dabei sind und wie wunderbar der Kuchen das schmelzende Eis in sich aufnimmt … Du wirst dabei kein inneres Erleben haben. 

Beim Meditieren ist es das Gleiche – ohne Tun kommst Du nicht in den Genuss!

Mit Meditation arbeiten wir an der Wurzel unseres Glücks. Meditation ändert im Laufe der Zeit unsere Einstellung zum Leben, unsere Sicht auf die Welt – und zwar in eine positive Richtung! Und wie wir die Welt erleben, bestimmt darüber, ob wir froh sind oder frustriert.

Meditieren verändert uns – das sagt auch die Wissenschaft 

Wissenschaftliche Erkenntnisse, die zum Meditieren inspirieren:

Reduzierte Stressreaktion
Meditation beruhigt unser Nervensystem und reduziert die „Kampf-oder-Flucht“-Reaktion. Regelmäßige Meditation senkt den Cortisolspiegel, ein Hormon, das mit Stress in Verbindung steht. Dies führt mit der Zeit zu einem dauerhaft stabileren Gemütszustand, auch in stressigen Situationen.

Verbesserte Konzentration und Aufmerksamkeit
In der Meditation lernt man den eigenen Geist zu lenken. Dadurch wird die Fähigkeit, sich auf Aufgaben zu konzentrieren und Ablenkungen zu widerstehen, signifikant verbessert. Studien zeigen, dass bereits acht Wochen regelmäßiger Meditationstraining zu messbaren Veränderungen in Hirnregionen führen kann, die mit Aufmerksamkeit und Entscheidungsfindung verbunden sind.

Emotionale Stabilität und Resilienz
Meditation fördert positive Emotionen und reduziert negative, wie Angst oder Depression. Menschen, die regelmäßig meditieren, entwickeln eine höhere Resilienz gegenüber emotionalen Rückschlägen.

Förderung von Mitgefühl und sozialer Verbundenheit
Viele Meditationstechniken fördern aktiv Verbundenheit und Mitgefühl. Studien zeigen, dass regelmäßige Meditation so nicht nur das eigene Wohlbefinden steigert, sondern auch die Beziehungen zu anderen verbessert.

Verbesserung der Schlafqualität
Meditation beruhigt den Geist und verbessert die Schlafqualität. Untersuchungen haben gezeigt, dass Meditation die Schlaflatenz verkürzt, also die Zeit, die man benötigt, um einzuschlafen, und die Schlafkontinuität erhöht.

Meditation ist weit mehr ist als nur eine Entspannungstechnik. Sie ist ein mächtiges Werkzeug, das unser Leben auf vielfältige Weise positiv beeinflussen kann. Das regelmäßige Üben von Meditation kann Dir nicht nur helfen, gelassener durch den Alltag zu gehen, sondern auch Deine geistige und körperliche Gesundheit nachhaltig stärken. Warum also nicht ein paar Minuten pro Tag investieren?

Die häufigsten Hürden beim Meditieren

1. Liebe auf den ersten Blick– wahrscheinlich nicht beim Meditieren
Die Phase der Verliebtheit kommt in Punkto Meditation meist nicht sofort. Das gute Gefühl beim Meditieren ist zwar unmittelbar spürbar, aber der Unterschied zur frischen Liebe ist, dass der Wunsch nach “mehr und immer wieder” erst mit der Zeit kommt. Die Gewohnheit, Meditation auch am nächsten Tag wieder in den Tagesablauf einzubauen, erfordert liebevolle Disziplin. 

2. Einmal ist keinmal 
Die Ergebnisse der Meditation wirst Du erst mit der Zeit bemerken.  Wir haben nie gelernt, unsere geistigen Regungen zu beobachten – meditieren ist ein Üben mit dem Geist.

Wir sind es von Kindesbeinen an gewohnt unseren Geist mit neuen Dingen zu füttern und neue Fähigkeiten zu lernen. Unser Geist ist aber viel größer als unser Intellekt, unser Geist ist mehr als die Gedanken und Gefühle, die sich ständig ändern. Um den Ozean zu entdecken, der unter der Oberfläche liegt, braucht es etwas Übung. Das Dranbleiben ist dann ein Geschenk, das nicht nur Dir nutzt, sondern für das Dir auch Dein Umfeld danken wird. 

3. Falsche Vorstellungen und Erwartungen
Wir meditieren nicht für Ergebnisse in der Meditation – es gibt nichts zuerreichen und es gibt nichts, was Dich dort erwartet. Beim Meditieren geht’s um SEIN, ohne was hinzuzugeben oder wegzunehmen, ohne erwarten, bereuen oder hoffen. 
Das ist ein großer Zustand und der Weg dorthin ist „Üben mit dem Geist“. 

Und genau das Üben bringt Dich im Alltag weiter und lässt Dich Gedanken hören, die Du normalerweise nicht hinterfragt hättest. Es gibt Dir Abstand zu Deinen Emotionen, sodass Du einen Schritt zurücktreten kannst und überlegen – „Nehm ich das jetzt wirklich ernst?“. Du wirst schneller erkennen, was bei Dir los ist und so wächst auch Deine Empathie für andere. 

4. Fehlende Motivation / Inspiration 
Wenn die Ergebnisse nicht gleich sichtbar sind, warum sollte ich dann meditieren? 
Weil es Dein Leben fundamental positiv verändert! 
Meditation macht Dich zum besseren Menschen. Ja, das ist wirklich so einfach!
Durch das Beruhigen des Geistes kommen automatisch die großen menschlichen Qualitäten wie Mitgefühl und Weisheit ins uns hoch. Wann willst Du damit beginnen, wenn nicht jetzt? 
Wenn Du heute startest und nur 10 Minuten pro Tag meditierst, hast Du in einem Monat bereits 5 Stunden geübt und Deinen Geist besser kennen gelernt. 
Such Dir den Weg, der zu Dir passt – es gibt etliche Meditationsformen und Ansätze. Schau Dich um und wähle die Methode und das Umfeld, das Dich wirklich inspiriert.  

5. Fehlendes Grundverständnis 
Jeder von uns hat bereits Momente des Eins-Seins mit allem erlebt, z.B. bei der Geburt unserer Kinder oder beim Sex. Wir haben aber nicht gelernt, wie man bewusst in diesen Zustand kommt. Meditieren hat eine äußere Form, die wir nachahmen können. Ohne Anleitung wird es aber schnell langweilig oder wir gehen in Zustände geistiger Dumpfheit und verwechseln dies mit Meditation. 

Meditation lernen – warum es Anleitung braucht

Es ist wichtig zu wissen, wie unser Geist funktioniert und wie Meditation funktioniert. Eine Anleitung für Meditation ist besonders für Anfänger hilfreich, da Meditation eine erlernbare Fähigkeit ist, die oft Struktur und Klarheit erfordert. Viele wissen nicht genau, wie sie beginnen sollen, und eine Anleitung bietet klare Schritte, um den Prozess zu verstehen und sich besser zu konzentrieren. Ohne diese Unterstützung kann es leicht passieren, dass man von seinen Gedanken abgelenkt wird oder unsicher ist, ob man richtig meditiert. Eine geführte Meditation hilft, Ablenkungen zu reduzieren und die Technik korrekt auszuführen.

Zusätzlich kann eine Anleitung helfen, die Motivation und Ausdauer für eine regelmäßige Meditationspraxis zu stärken, insbesondere zu Beginn, wenn es schwerfallen kann, dranzubleiben. Sie klärt auch Missverständnisse auf, wie die Annahme, dass Meditation völlige Gedankenstille erfordert.


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Übergänge im Leben mit Ayurveda meistern

Unser Leben verläuft in Rhythmen und Wandlungsphasen – die Übergänge zwischen den Phasen des Lebens sind meist fordernd und machen uns empfindlicher für äußere Einflüsse. Mit Ayurveda lernen wir die richtigen Dinge zur richtigen Zeit zu tun und Achtsamkeit in die Gestaltung unseres Tages bringen. Mit den richtigen Routinen zur richtigen Zeit haben wir die Zügel in der Hand, um auch schwierige Wandlungsphasen zu meistern.

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Das erfährst Du im Interview:

  • Warum es hilfreich ist, Phasen der Veränderung bewusst zu gestalten.
  • Wie das richtige Timing dabei helfen kann, den gegenwärtigen Moment bestmöglich zu nutzen.
  • Wie wir mit Ayurveda lernen mit dem Strom zu schwimmen und mit Energie durchs Leben zu gehen, anstatt Kräfte raubend gegen den Strom zu scheimmen.
  • Wie Ayurveda auf die unterschiedlichen Tages- und Jahreszeiten schaut.
  • Wie wir die Übergänge zwischen den Jahreszeiten meistern können.
  • Anregungen für gelungene Übergänge im Alltag.

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Audio-Transkript der Podcast Folge „Übergänge im Leben mit Ayurveda meistern“ (automatisch erstellt)

„Und so verstreichen ganz viele Augenblicke, die uns eigentlich dabei helfen würden, dass wir ein ganz spannendes Leben führen, indem wir einfach mitkriegen, was rundherum passiert und nicht nur mit dem beschäftigt sind, was wir eh schon kennen, weil es unser Gehirn quasi in Dauerschleife reproduziert.“

Herzlich Willkommen bei Folge 33 von Verstehe Ayurveda, Verstehe Dich.

Heute gibt es eine Solo-Folge mit mir, Ursula Feuerherdt, und Du hörst den Podcast der Jadeflower Academy.

Heute geht es um das Meistern von Wandelphasen mit Ayurveda.

Wir alle kennen Phasen des Wandels aus unserem eigenen Leben oder Phasen des Übergangs.

Ich denke da jetzt zum Beispiel, unsere größte Wandlungsphase oder Übergangsphase, die wir alle schon gemeistert haben, war unsere eigene Geburt.

Und die Herausforderung an solchen Phasen ist, dass da zieht schon eine Energie in die neue Richtung, aber gleichzeitig sind wir auch noch nicht fertig mit dem Alten und uns hält noch etwas fest.

Eine andere Situation, die mir einfällt, ist zum Beispiel ein Umzug, Übersiedeln, wie man in Österreich sagt. Und da ist es auch so, diese Übergangsphase, wo sich dann schon die Schachteln zu Hause stapeln und man ist noch nicht dort und auch noch nicht so richtig, also man ist noch nicht am neuen Ort angekommen und das alte Zuhause ist auch nicht mehr wirklich gemütlich.

Diese Phasen sind unangenehm.

Und im Ayurveda, da geht es ganz viel um Rhythmus und Balance.

Also Ayurveda wird auch als Balancelehre bezeichnet, aber auch als Rhythmuslehre und es ist auf jeden Fall eine Naturwissenschaft, die sich an die Natur orientiert.

Es gibt ja ganz viele natürliche Rhythmen, denen wir unterlegen sind und die wir einfach so hinnehmen, ohne groß darüber nachzudenken.

Da gibt es zum Beispiel im Großen eben wie gesagt Geburt und Tod, also das bleibt uns alle nicht erspart.

Dann gibt es große Lebensphasen, das Babyalter, Kleinkindalter, Jugendliche, junge Erwachsene und so weiter.

Und wenn wir dann ins Kleinere schauen, dann verändern wir uns auch im Laufe eines Jahres, also es passiert ja was mit uns, je nachdem wie die Jahreszeit draußen ist, unser Körper ist im Sommer anders als im Winter, wir mögen andere Sachen, wir tun andere Sachen und wenn wir dann nur mehr herunterbrechen auf die Ebene von einem Tag, dann ist es da genauso, dass wir morgens anders drauf sind wie abends und untertags, wir tun andere Sachen, wir spüren andere Energien und wenn wir dann noch mehr ins Detail gehen, dann bricht sich das noch runter auf Rhythmen wie Einatmen und Ausatmen oder unser Herzschlag oder alles was unseren Körper so steuert, also die Verdauung, das sind Dinge die passieren ganz automatisch und rhythmisch und wenn wir unser Leben gut führen und gut essen, dann ist das auch sehr regelmäßig und wir fühlen uns einfach gut.

Warum ist es überhaupt wichtig, dass man Übergänge bewusst gestaltet oder warum gibt es diesen Podcast überhaupt zu dem Thema?

Es ist ja so, dass wir viele Situationen im Leben tagtäglich gar nicht mitkriegen, also wir sind beschäftigt mit dem was vor uns liegt oder im besten Fall mit dem was vor der Nase liegt und ansonsten denken wir an das was noch war oder was wir tun sollen und was in der Zukunft liegt und in diesem ewigen Gedankenstrom der nie aufhört, da fallen uns ganz viele Sachen gar nicht auf, also das Leben zieht quasi an uns vorbei und wir sind in unserer eigenen Gedankenglocke gefangen und kriegen gar nicht mit was rundherum passiert und so verstreichen ganz viele Augenblicke, die uns eigentlich dabei helfen würden, dass wir ein ganz spannendes Leben führen, indem wir einfach mitkriegen was rundherum passiert und nicht nur mit dem beschäftigt sind, was wir eh schon kennen, weil es unser Gehirn quasi in Dauerschleife reproduziert, wir machen ja alle immer die gleichen Gedankenschleifen und so weiter und da kann ich nur empfehlen, Meditation ist da ein Weg, um da ein bisschen breiter zu werden und achtsamer im Tag oder ihr könnt es auch für diejenigen, die Yoga machen, da gibt es ja auch einen Grund, warum man am Anfang und am Ende der Yoga Praxis erst einmal in sich geht und schaut, was ist jetzt gerade los bei mir, wie geht es meinem Körper, was passiert mit meinen Gedanken, wo ist mein Geist und dann versucht man auch bei der Yoga Praxis so anwesend wie möglich zu bleiben und das wirklich zu genießen und das ist auch das, was dann die Yoga Praxis, warum die so viel Energie bringt, weil damit auch Körper und Geist wieder in Einklang kommen und das schenkt uns wahnsinnig viel Energie.

Wenn wir das machen, dann sind wir quasi im Energiesparmodus unterwegs und nicht immer dagegen oder quasi Gas geben mit Handbremse eingezogen.

Und am Ende der Yoga Praxis, da fragen wir uns dann wieder, ok, wie geht es mir jetzt, was möchte ich mitnehmen davon und einfach nochmal so ein Moment der Achtsamkeit und genau diese Achtsamkeit, um die soll es heute gehen, die uns bei den Übergängen hilft.

Wenn wir was erlebt haben und wir wollen das integrieren, wir haben da was, was wir gelernt haben, was uns hilft, dann ist es gut, wenn man kurz innehält und dann sich auch nochmal fragt, ok, was ist jetzt gerade passiert und ganz bewusst weiß, ok, das liegt hinter mir, ich habe das abgeschlossen und jetzt setze ich ganz bewusst den Schritt hinaus in die nächste Tätigkeit.

Ich muss mir das selber immer sehr ermahnen, zum Beispiel beim Arbeiten, also liebevoll daran erinnern, sagen wir es mal so, wenn ich was geschafft habe, also es ist eine Sache abgeschlossen und ich denke mir, cool, oder ich denke mir es eben auch nicht und mache dann einfach weiter.

Mein eigener Wunsch an mich ist, da kurz Pause zu machen und mich auch innerlich zu loben, super, das hast du jetzt geschafft und dann vielleicht kurze Pause machen, aufstehen, frische Luft schnappen, kurz bewegen, was trinken und nicht sofort in die nächste Aktivität reingehen, sondern ganz bewusst, ok, das ist abgeschlossen und mich auch freuen drüber, weil die Arbeit, die hört sowieso nie auf, also meine Tendenz ist viel zu arbeiten und ich liebe das, aber es gibt dann auch die Tendenz, dass es einfach nie genug ist und wenn man sich dann bewusst sagt, toll, das hast du heute gemacht und das hast du geschafft oder sich am Abend dann nochmal herholt, was alles passiert ist, dann ist das wahnsinnig hilfreich, weil das Mindset, mit dem man dann auf den eigenen Tag schaut, ist ein anderes, man kann dankbar sein für das, was man geschafft hat, man kann vielleicht nochmal reflektieren, einfach dankbar sein für das, was passiert ist und was gut gelaufen ist.

Jetzt schauen wir aber mal auf die Ayurveda Sicht zum Thema Übergänge.

Es gibt ja das Dhinacharya, die ayurvedische Morgen- bzw.

Tagesroutinen und übersetzt heißt es den Tag meistern und den Tag zu meistern heißt, dass ich so präsent bin, dass ich die Energien, die im jeweiligen Moment präsent sind, bestmöglich nutzen kann.

Das ist so wie vorhin erwähnt, dann ist man im Energiesparmodus unterwegs oder noch viel besser, man hat quasi ständig den Finger in der Steckdose und kriegt ganz viel Energie, wenn man die richtigen Sachen zur richtigen Zeit macht, während wir aber oft unser Leben so führen, dass wir wie mit angezogener Handbremse Gas geben.

Ein Beispiel, wenn ich jeden Abend mir die Nächte um die Ohren schlage und bis nach Mitternacht arbeite, dann raubt mir das auf Dauer ganz viel Energie.

Die meisten von euch wissen ja, ab 22 Uhr sind wir dann wieder in der Pitta-Zeit und die Pitta-Zeit, die schenkt uns Energie.

Und diese Energie, die wird aber so vorgesehen, dass wir schlafen und dass in dieser Schlafenszeit die Transformation innerlich passiert, d.h. unser Körper macht Aufräumarbeiten, sowohl körperlich als auch mental, da werden die Eindrücke vom Tag verdaut, es wird alles, was wir über unsere 5 Sinne zu uns genommen haben, verdaut und es werden einfach, wie gesagt, Aufräumarbeiten gemacht.

Wenn wir diese Energie nutzen zum Arbeiten, dann fehlt uns die Aufräumarbeit im Körper und wir werden das merken, also es wird am nächsten Tag vielleicht noch nicht gleich merkbar sein, aber wenn das unser Lebensstil ist, dann betreiben wir auf Dauer Raubbau.

Und im Ayurveda, da geht es ganz viel darum, welche Tageszeiten haben welche Qualität und was kann ich da am besten machen.

Diese Rhythmen der Natur, das ist ja in den Faktor Zeit eingebunden und der Faktor Zeit, der gibt uns Struktur und der gibt auch unserem Körper und unserem Geist die Möglichkeit, sich fallen zu lassen und wenn wir diese Strukturen gut gestalten, dann hat unser Körper immer das Gefühl von Sicherheit und wenn sich unser Körper sicher fühlt, dann kann sich auch unser Geist wohler darin fühlen.

Da spreche ich zum Beispiel von regelmäßigen Aufsteh- und Schlafenszeiten, von regelmäßigen Essenszeiten, von einem halbwegs geregelten Lebensstil, der nicht jede Woche anders ist.

Ich möchte jetzt ein paar konkrete Beispiele bringen für Zeitpunkte des Tages, die ganz besonders sind.

Wenn wir mal in der Früh anfangen, im Ayurveda wird ja empfohlen, vor Sonnenaufgang aufzustehen, also vor 6 Uhr auf jeden Fall und in dieser Zeit, da herrscht eine ganz besondere Qualität.

Da sind wir noch in der Vata-Phase des Tages, da sind wir noch nicht in diesem erdigen Element von Kapha, sondern da sind wir noch in so einer luftigen Qualität, wo die Erde erwacht.

Da ist eine ganz besondere Energie und laut Ayurveda ist da die meiste Prana-Energie auch zu spüren im Universum und wir haben auch mit diesem vorherrschenden Vata in uns eine sehr gute Möglichkeit, uns damit zu verbinden, weil wir eben diese Elemente Luft und Äther noch mehr in uns haben und das unterstützt sehr zum Beispiel das Meditieren.

Dieser Übergang von Tag, Nacht und Nacht, Tag, das ist ja schon der Aufwach-Moment und der Einschlaf-Moment sind ganz besondere Momente, wo sich beim Einschlafen das Bewusstsein zurückzieht in unterbewusste Ebenen und beim Aufwachen erwachen wir einfach wieder und das sind so besondere Momente, die wir gar nicht greifen können, aber wir können lernen ein Ritual daraus zu machen, zum Beispiel, dass man das Aufwachen eben bewusst gestaltet, dass man die Uhrzeit, wenn man aufwacht, bewusst gestaltet und da gibt es im Ayurveda eben diesen besonderen Moment, also diese besondere Zeitspanne, die wird Brahma-Muhurta genannt.

Muhurta können all diejenigen, die mit vedischer Astrologie vertraut sind, das ist ein glücksverheißender Moment und das ist 48 bis 96 Minuten vor Sonnenaufgang, wenn man es ganz traditionell betrachtet.

Das ist quasi die sattwische Stunde des Tages, das ist die Schwingung des Raums am reinsten und am erfülltesten von Prana, wie schon erwähnt und wenn wir unsere Aufstehzeit bewusst so gestalten, dann nehmen wir schon mal beim Aufstehen die beste Energie mit und so kann man nach ayurvedischen Prinzipien seinen Tagesablauf so gestalten, dass der restliche Tag auch die meiste Energie nutzt, die gerade da ist, also die Qualität der Tageszeit immer nutzen und dann schauen, dass man damit so bewusst wie möglich umgeht.

Wenn die das interessiert, haben wir dazu auch einen Online-Kurs, Leben im Flow, Ayurveda und Chronobiologie mit der Daniela Wolf und da erfährt man dann mehr, welche Qualität des Tages, zu welcher Uhrzeit herrscht und wie man das am besten nutzen kann, der startet am 20.

Oktober, findest du auf unserer Website.

Wenn wir jetzt wieder ein bisschen größer schauen auf die Jahreszeiten, dann ist ganz klar, dass die schon immer einen großen Einfluss auf unsere Gesundheit gehabt haben, deswegen kennen wir am Ayurveda auch jahreszeitliche Routinen, das sogenannte Rutajarya und das ist angepasst eben an die jeweilige Klimazonen, Lebensbedingungen, aber je nachdem wie das Jahr voranschreitet, verhält man sich anders, also es kann sein, dass sich dann unser Schlafrhythmus anpasst, dass wir unsere Ernährung anpassen, unsere Bewegung und was wir sonst als ausgleichende Maßnahme setzen.

Es gibt im Ayurveda grob drei Jahreszeiten, das ist der Spätwinter, Frühling, der dauert von Februar bis Juni und da ist das Kapha Dosha vorherrschend, da haben wir so diese Schneeschmelze, also das heißt draußen ist es nass, kalt, feucht und der Frühling, der ist auch vom Kapha Dosha beherrscht, das ist ja die Elemente Erde und Wasser und das ist die Jahreszeit Spätwinter Frühling, dann geht es über in den Sommer, Früh, Herbst, der dauert von Juni bis Oktober und da ist das heiße Pitta Dosha vorherrschend, das Feuerelement und wenn es dann in den Herbst, Früh, Winter geht, da ist Vata Dosha vorherrschend, also die Elemente Luft und Äther, also Raum und in dieser Zeit, da geht es auch darum, dass wir unser Nervensystem stärken.

Die Herbstzeit, die ist besonders fordernd, weil da viel Bewegung ist, also es ist nicht nur die Bewegung in unserem Leben, es ist die Bewegung im Außen, diese windige, raue, trockene und sehr unstete Bewegung des Wetters, die hat einen Einfluss auf uns und so wie sich draußen die Natur zurückzieht, die Pflanzen hören auf zu wachsen, man sieht den Vergänglichkeitssterbeprozess an den Pflanzen und so geht auch unser Körper in einen Rückzug.

Jetzt wo ich den Podcast aufnehme, haben wir noch August, aber die Übergangszeit zur Vataphase des Jahres, die steht uns kurz bevor und tatsächlich spüren wir jetzt schon die ersten Einflüsse dieser Übergangszeit.

Klassischerweise betrachtet man die astrologisch und zwar ist die Tag-Nacht-Gleiche, die ist jeweils genau in der Mitte zwischen dem längsten und dem kürzesten Tag des Jahres, die sind nicht immer am 20.

März, sondern am 20.

September und in der Zeit ist so der klassische Übergang und der geht natürlich nicht von einem Tag auf den anderen, aber unser System ist damit beschäftigt, also um die Übergangszeiten, da kann es sein, dass wir feinfühliger sind auf das Wetter, auf äußere Umstände, auf Stress oder dass unsere Verdauung vielleicht nicht so toll funktioniert, also wir merken einfach, unser System ist beschäftigt und das ist bekannt im Ayurveda, dass es uns da ein bisschen durchrüttelt, da sind wir wieder bei diesen Übergangsphasen, die unangenehm sind.

Und auch da gibt es eine Empfehlung vom Ayurveda, wie man damit umgehen kann und zwar, dass man genau in diesen Übergangsphasen in einen Detox geht, das heißt man oder in einen Retreat, also Reset, wie auch immer du es nennen magst, da geht es darum, dass wir unserem Verdauungsfeuer erstmal weniger zumuten, das geht nicht nur um die Ernährung, es geht auch um Sinneseindrücke, also man stärkt ganz bewusst die Verdauung, indem man erstmal reduziert und so gibt man dem Körper auch die Möglichkeit, Schlacken und Giftstoffe abzubauen, das kann man dann unterstützen mit Kräutern oder mit Bewegung natürlich und man kann diese Zeit ganz bewusst nutzen, um in Reduktion zu gehen und wieder ins Spüren zu kommen.

Und das Schöne an solchen Detox oder Reset Phasen ist, dass man dann wieder merkt, dass man mit mehr Leichtigkeit durchs Leben geht, dass man mehr geistige Klarheit hat, dass der Geschmackssinn wieder geschärft ist, für mich persönlich auch zu merken, dass ich nach ein paar Tagen in so einem Reset keine Probleme mehr habe, auf Süßes nach dem Essen zu verzichten und auch, dass ich jedes Mal überschüssige Kilos verliere, die sie jetzt so angesammelt haben im Laufe des Sommers und Urlaub fahren und Freunde treffen und so weiter, einfach ein schönes Leben führen und dann geht man wieder bewusst in die Reduktion und schenkt seinem Körper diesen Reset.

Im Ayurveda wird da unterschieden zwischen der Intensität, wie man das durchführt, da gibt es die klassische Reinigung, wo auch eine Ausleitung damit verbunden ist, die Toxine werden ausgeleitet, das kann man nicht alleine zu Hause machen, da braucht man medizinische Begleitung und das ist ein sehr intensives Verfahren, das auch körperlich und emotional mitunter fordernd ist und die andere, weniger intensive Umsetzungsmöglichkeit ist das Shamana-Ritual, das ist ein Linderungsverfahren, also das eine ist wirklich intensive Reinigung und das Shamana-Ritual geht um eine Linderung, beide Verfahren unterstützen, dass die Doshas wieder in Gleichgewicht kommen, dass das Akne gestärkt wird, unser Verdauungsfeuer, dass man Giftstoffe ausscheiden und abbauen und das Shamana-Ritual ist einfach alltagstauglicher, man kann es für sich alleine zu Hause machen und es ist ein sehr sanftes Verfahren und etwas das man auch sehr gut in den normalen Alltag integrieren kann, also man kann sich viele Teile davon mitnehmen und auch im restlichen Jahr immer wieder mal durchführen, zum Beispiel einmal in der Woche oder einmal im Monat, einfach um so eine Gewohnheit der Reinigung und der Reduktion mit ins Leben zu nehmen.

Wenn du da Begleitung möchtest in dieser Übergangsphase jetzt im September oder auch im Frühling, kannst du auf unserer Webseite im Kursangebot schauen, wir haben jetzt wieder einen Ayurveda Herbst Reset, der startet am 22.

September, das ist genau diese Tag-Nacht-Gleiche und da machen wir gemeinsam eine Woche Detox bzw.

Reset und da geht es nicht nur um Körperliches, sondern da geht es auch um das Nervensystem, also du lernst auch ayurvedische Methoden um das Nervensystem zu beruhigen und das funktioniert auch über die Ernährung, aber auch über die Yoga-Übungen, die da geboten werden.

Wir begleiten dich da eine Woche, damit du eine schöne Zeit haben kannst, die auf dich besinnen und deinem Körper wieder mehr Leichtigkeit schenken und dann frisch gestärkt für die kalte Jahreszeit da raus kommst.

Also wir starten da am 22.9. und bis 22.8. gibt es einen Frühbucher-Rabatt, den du da nutzen kannst.

Abschließend möchte ich da noch ein Beispiel nennen, das mir persönlich sehr wichtig ist und das mein Zugang war zum Ayurveda und zwar das war das Essen und auch hier sind Übergänge damit verbunden, also Essen und Ernährung ist für mich ein wichtiges Thema und ich liebe es und auch beim Essen kann man so ganz bewusst reingehen und rausgehen, so wie beim Yoga und abgesehen davon, dass regelmäßige Essenszeiten uns helfen, unser Essen besser zu verdauen, weil unser Körper stellt sich auf die Zeiten ein, das kennt jeder, der regelmäßig isst, also wenn die Essenszeit ist, dann sagt der Körper, hallo Hunger, wo ist das Essen, jetzt ist doch Essenszeit und wenn man unregelmäßig isst, dann kennt man das nicht und der Nachteil davon ist, dass sie unser Verdauungsfeuer nicht drauf einstellen kann.

Auch wenn man regelmäßig isst, kann sich unser Verdauungsfeuer umso besser darauf einstellen, was jetzt kommt, wenn wir uns vorher einen Moment nehmen und nicht sofort, also hinsetzen, essen, vielleicht abgelenkt sein, in ein Gespräch gehen, am Handy schauen, würde ich sowieso nicht empfehlen, aber wenn wir uns hinsetzen und zum Beispiel bewusst drei Atemzüge nehmen, vor dem Essen, vor dem wunderbaren Teller, das vor uns steht und wo uns der Geruch schon in die Nase steigt, man kann dann mal dran riechen und sich an dem Geruch und den Farben erfreuen und vielleicht, wenn man selber gekocht hat, weiß man, was drinnen ist, ansonsten kann man sich die Frage stellen, welche Gewürze kann ich erschnuppern und Allah bereitet unseren Körper auf das vor, was gerade passiert, man merkt es dann, dass einem vielleicht das Wasser im Mund zusammenläuft, man freut sich drauf und der Körper stellt sich darauf ein.

Und dann kann man sich aber auch noch einen Moment der Dankbarkeit nehmen und drei Atemzüge, indem man zum Beispiel beim ersten Atemzug sich bewusst macht, welches Wunder das ist, dass auf diesem Teller Zutaten aus der ganzen Welt zu uns gefunden haben, also welcher Reichtum und welches Glück ist uns beschert, dass wir sowas haben dürfen.

Dieses Privileg haben nicht alle auf der Welt.

Dann beim zweiten Atemzug können wir daran denken, wie viele Menschen da beteiligt waren, wie viele Hände haben geholfen, dass uns dieses Essen da beschert wurde.

Und am dritten Atemzug können wir an unser eigenes Verdauungsfeuer denken, an unsere Agni und da auch Richtung Solarplexus fokussieren und auch unserem Körper danken für dieses Wunder, dass aus einem Körper Fremdes, dass er das uns zu eigen machen kann und Lebensenergie daraus kreiert wird.

Und dann kann man beim Essen natürlich auch wieder ganz bewusst und langsam und wer gerne schnell isst, der kann vielleicht üben langsamer zu essen oder auszuprobieren, weil dieses gründliche Kauen, das ist eines der wichtigsten Dinge für eine gute Verdauung.

Und wer gewohnt ist schnell zu essen, der könnte zum Beispiel nach jedem Bissen das Besteck kurz ablegen, dann ein bisschen kauen und dann das Besteck wieder aufnehmen.

Und beim Essen ist auch gut, wenn man keine belastenden Gespräche führt, keine Streitereien, keine Nachrichten liest, weil man muss sich vorstellen, dass unser Verdauungsfeuer alles verdauen muss, was über unsere fünf Sinne auf uns einströmt.

Und wenn wir dann beim Essen zum Beispiel Streitgespräch führen, dann verdauen wir, dann müssen wir das mit verdauen.

Mit dem Streitthema macht es unserer Verdauungskraft einfach schwer, dieses gute Essen zu verdauen.

Und wenn wir dann fertig gegessen haben, dann können wir es wieder so machen wie beim Yoga, kurz sitzen bleiben und einen Moment nehmen.

Also es ist wirklich gut, nach dem Essen eine Pause zu machen, vielleicht nicht sofort aufzustehen und das Geschirr weg bringen oder gleich wieder an den Schreibtisch setzen und weiterarbeiten, sondern vielleicht nur ein paar Minuten sogar am Platz sitzen zu bleiben, einfach noch den Zustand genießen, in dem man gerade ist und dann ganz bewusst den Vorgang des Essens beenden und sich bewusst machen, dass der Körper jetzt alles bekommen hat, was er braucht und dass du ihm gerade das Bestmögliche gegeben hast.

Und wenn man dann aufsteht und man hat Zeit, dann ist es auch gut, wenn man sich noch ein paar Minuten auf die linke Seite legt.

Das hilft dann die Verdauungshälfte zu aktivieren.

Also ich merke den Effekt sehr, sehr stark, wenn ich mir die Zeit nehme und es kurz mache.

Tut mir wahnsinnig gut und dann kann man natürlich auch noch einen kurzen Verdauungsspaziergang machen.

Was nicht empfohlen wird, ist ein Verdauungsschlaf, weil das auch unseren Stoffwechsel runterfährt.

Also es fährt das ganze System runter und nach dem Essen braucht man ja einen aktiven Stoffwechsel, damit das Essen eben verstoffwechselt wird.

Und wenn wir uns dann hinlegen, dann ist das eigentlich kontraproduktiv.

Da baut man einerseits Kaffee auf, das heißt, wir schüren die Trägheit in uns und das Element der Schwere und Trägheitsstabilität wird mehr.

Und durch das, dass wir da so träge sind, ist auch unsere Verdauung träge in dem Moment und das Essen will verdaut werden und kann aber dann nicht optimal verdaut werden, wenn wir schlafen.

Und somit bauen wir auch Giftstoffe auf, also Arma bildet sich, es werden unverdaute Rückstände bleiben, die nicht ordentlich verdaut sind und die belasten auf Dauer das System und gelten immer wieder als Grundursache für Krankheit.

Und so gibt es jeden Tag ganz viele kleine Begebenheiten, wo es ein Anfang und ein Ende gibt und einen Übergang.

Und ich hoffe, ich konnte dir ein bisschen inspirieren, diese Übergänge ganz bewusst zu gestalten oder überhaupt erstmal wahrzunehmen.

Und diese Tage, die wir so gestalten, das heißt der Morgen, der Mittag, der Abend, die Zeit dazwischen, all das ist ja ein Mikrokosmos für den Makrokosmos, der unser Leben ist.

Das heißt, wenn ich gut in den Tag starte, dann habe ich einen guten Tag.

Und wenn ich einen guten Tag habe, dann habe ich eine gute Woche.

Und wenn ich eine gute Woche habe, dann habe ich einen guten Monat.

Und so kann ich mir den Grundstein setzen für ein gutes Leben, wo es nicht nur mir selber gut geht, sondern wo ich auch umso besser für andere da sein kann und wirklich auch bemerke, was überhaupt rund um mich passiert.

Danke, dass du zugehört hast und ich wünsche dir viele schöne Stunden und bewusste Übergänge in deinem Tag und in deinem Leben.

Bis zum nächsten Mal.

Deine Ursula

Warum uns die Zeit zwischen Sommer und Herbst fordert – Ayurveda Herbst-Reset für die Übergangszeit

» Der ayurvedische Jahreskreis
» Der Übergang vom Sommer zum Herbst fordert uns
» Was bringt eine Ayurveda Reset-Woche im Herbst?
» Tipps für Deinen Herbst-Reset zuhause
» Lass Dich begleiten – online Herbst-Reset
» Reset, Detox, Detox mit Ausleitung – wo ist der Unterschied?

Jedes Jahr um den 20. September hält die Natur mit der Tag-Nacht-Gleiche kurz inne – Tag und Nacht sind an diesem Tag exakt gleich lang. Nach diesem besonderen Moment werden die Nächte wieder länger und die Strahlkraft der Sonne wird mit jedem Tag spürbar schwächer.

Die Tag-Nacht-Gleiche markiert die Mitte zwischen dem längstem und dem kürzesten Tag des Jahres. An diesem Tag ist der Einfluss der drei Doshas im Tagesverlauf exakt in Balance. Die ayurvedische Dosha-Uhr ist dann tatsächlich so wie im Lehrbuch – jedes Dosha ist jeweils 4 Stunden lang vorherrschend und wird dann vom nächsten abgelöst. 

Mit dem Übergang in die kalte Jahreszeit ändern sich die äußeren Einflüsse und somit auch der Einfluss der Doshas in uns. Tatsächlich beginnt der Einfluss von Vata bereits im August, wenn die Erde durch die andauernde Hitze trockener wird und wir Tropennächte im Freien genießen. Die feucht schwüle Hitze geht dann in eine trockene, raue Hitze über. Zu Trockenheit und Rauheit kommen dann innerhalb weniger Wochen weitere Eigenschaften hinzu, die Vata in uns erhöhen – draußen wird es windig, veränderlich und kalt.

Der ayurvedische Jahreskreis wird grob in drei Hauptjahreszeiten eingeteilt

Im Frühling löst sich das schwere und kühle Kapha des Winters langsam auf und macht Platz für das leichtere, erwachende Pitta. Im Herbst hingegen nimmt das heiße, intensive Pitta des Sommers ab, während das leichte, bewegliche Vata zunimmt. Diese Wechselphasen erfordern besondere Achtsamkeit, da unser System leicht aus dem Gleichgewicht geraten kann.

  • Im Frühling: Das Schwere und Kühle von Kapha kann zu Stagnation und Trägheit führen, weshalb Reinigungsrituale und anregende Praktiken empfohlen werden.
  • Im Herbst: Das aufsteigende Vata kann Unruhe und Trockenheit fördern, sodass Beruhigung und Erdung wichtig sind.

Der Übergang vom Sommer zum Herbst fordert uns

Mit der Tag-Nacht-Gleiche im Herbst ist da nimmt die Kraft der Sonne merklich ab. Die Erde kühlt immer mehr aus und die ersten Frühnebel kündigen den Herbst an. Die Zeit, in der sich die Tage langsam zurückziehen und die Pflanzen aufhören zu wachsen, bringt auch für uns Veränderung. Die Umstellungsphase von warm auf kalt belastet auch unsere innere Natur, in der Anpassungsphase ist unser Verdauungsfeuer vorübergehend geschwächt, wir beginnen zu frieren und auch unser Körper zieht sich zusammen. In dieser Phase sind wir besonders empfindlich für äußere Einflüsse. 

Übergänge schenken uns die Chance wieder in Balance zu kommen

Im Zeitraum der Tag-Nacht-Gleiche ist unser System besonders empfänglich für äußere Einflüsse. Der Körper kann in dieser Zeit empfindlicher auf Stress, Wetterveränderungen und Änderungen in der Ernährung reagieren.

Die Übergangszeiten im Frühling und Herbst werden im Ayurveda als optimale Zeiten für sanfte Reinigungsphasen und eine Anpassung der Ernährungs- und Lebensgewohnheiten an die neue Jahreszeit genutzt. 

Ein sanfter Reset zu Beginn des Herbstes hilft uns, den Übergang in die kalte Jahreszeit harmonisch zu gestalten und uns auf die kommenden Monate vorzubereiten. Eine Woche bewusster Entgiftung und Selbstfürsorge wirkt erdend, beruhigend und bringt gleichzeitig Energie und Vitalität zurück.

Was bringt eine Ayurveda Reset-Woche im Herbst?

Eine Reset-Woche nach Ayurveda ist mehr als nur eine Entgiftung. Sie hilft uns wieder körperlich und mental in Balance zu kommen und uns dabei ein Stück besser kennen zu lernen. 

  1. Innere Balance wiederherstellen: Wir fühlen uns wieder zentriert, geerdet und klar im Geist.
  2. Sanfte Reinigung: Durch die richtige Ernährung und einfache Lebensstil-Anpassungen wie tägliche leichte Bewegung, Spaziergänge an der frischen Luft und ausreichend Schlaf vor Mitternacht, wird die natürliche Entgiftung unseres Körpers unterstützt. 
  3. Stärkung von Stoffwechsel und Immunsystem: Die Reset Woche stärkt das Verdauungsfeuer und somit auch Stoffwechsel und Abwehrkräfte. Ein starkes Agni versetzt uns aber auch in die Lage emotionale Eindrücke und Stress besser zu verdauen. 
  4. Neue Energie tanken: Eine Woche der Selbstfürsorge hilft uns dabei, Kraft für die kommende kalte Jahreszeit zu sammeln und uns vital und ausgeglichen zu fühlen.
  5. Gesunde Gewohnheiten aufbauen: Durch das bewusste Einführen gesunder Routinen in der Reset-Woche lernen wir, auf unseren Körper zu hören und uns besser zu verstehen. Das macht es leichter, gesunde Routinen beizubehalten. 

Tipps für Deinen Herbst-Reset zuhause

Der Ablauf einer sanften Reset-Woche ist einfach und lässt sich gut in den Alltag integrieren. Hier sind einige Tipps, die Du einfach zuhause umsetzen kannst:

Reinigungs-Rituale am Morgen

Erweitere Deine morgendliche Hygiene kann um drei einfache Schritte, die Deinem Körper helfen die nächtlich freigesetzten Abfallprodukte loszuwerden.

  1. Zunge schaben
  2. Öl ziehen
  3. Ein Glas heißes Wasser trinken (mit Zitrone und/oder Ingwer)
Morgenritual – Zeit für mich

Starte Deinen Tag mit ein paar Minuten Achtsamkeit – dies kann eine Meditation sein oder eine sanfte Yoga-Routine. Diese Minuten des Tages helfen Dir dabei, Achtsamkeit über die Vorgänge in Deinen Körper und Geist zu bringen – dieser Effekt dehnt sich nach und nach auch auf den restlichen Tag aus. Meditation und Yoga sind ein Geschenk an Dich selbst, das Dir dabei hilft auch im Alltag präsent und resilient zu bleiben.

Selbstmassage mit Öl

Eine Massage mit erwärmten Öl (z.B. Mandelöl oder Jojoba-Öl) wird in der Reset-Woche idealerweise täglich vor dem Duschen durchgeführt. Man sollte sich mindestens 20 Minuten dafür nehmen und das Öl 10 Minuten oder länger einwirken lassen. Anschließend wird am besten heiß gebadet, duschen ist allerdings auch möglich. Das heiße Wasser hilft das Öl noch besser in die Poren eindringen zu lassen.

Vorteile der Selbstmassage mit Öl:
Trägt dazu bei, Giftstoffe aus dem Körper zu entfernen. Verbessert den Blutkreislauf. Hilft Verspannungen zu lösen und die Haut zu pflegen. Wirkt beruhigend auf das Nervensystem. Fördert einen erholsamen Schlaf.

Kitchari - das Ayurveda Detox Essen fürs ganze Jahr
Entlastende Ernährung

Achte auf eine warme, beruhigende Ernährung. Wähle leicht verdauliche, gekochte Speisen wie Suppen, Eintöpfe, gedünstetes Gemüse und Dal-Gerichte oder Kitchari. Achte dabei auf eine bekömmliche Zubereitung und verwende Gewürze wie z.B. Ingwer, Zimt und Kurkuma, die Vata beruhigen und den Körper wärmen.

Verzichte in Deiner Reset-Woche auf Milchprodukte, Kaffee, Alkohol und Zucker und nimm Deine Hauptmahlzeit zu Mittag zu Dir.

Verzichte auf Zwischenmahlzeiten und nimm die letzte Mahlzeit abends nicht später als 18 Uhr zu Dir.

Ingwer-Zitronen-Getränk
Warmes Wasser / Ingwerwasser und Detox-Tee

Trinke über den Tag verteilt abgekochtes Wasser, Ingwerwasser (mit oder ohne Zitrone) und/oder täglich 1 Liter Detox-Tee. Das Rezept findest Du hier.

Verdauungssamen
Verdauungsfördernde Maßnahmen vor und nach dem Essen

Um die Verdauung vor dem Essen anzuregen nimm ein paar dünne Scheiben Ingwer mit dem von 1/8 Zitrone zu Dir.
Nach dem Essen hilft 1TL der verdauungsfördernde Samenmischung, um die Mahlzeit leichter zu verdauen. Das Rezept findest Du hier.

Tägliche Bewegung

Sanfte Bewegung, wie Yoga oder Spaziergänge in der Natur, unterstützt den Reset-Prozess. Sie hilft, Vata in Balance zu halten und fördert gleichzeitig die Durchblutung und den Energiefluss.

Achtsame Pausen

Reduziere den Konsum von digitalen Medien. Plane feste Zeiten ein, in denen du bildschirmfrei bist. Nutze diese Momente, um spazieren zu gehen, zu lesen oder einfach nur die Stille zu genießen.

Lass Dich begleiten: Online Herbst-Reset mit Andrea Geir

Ayurveda Herbst-Detox mit Andrea Geir

Lass Dich durch die fordernde Übergangszeit von uns begleiten – unseren Herbst-Reset kannst Du jederzeit online starten!

Die sanfte Detox-Woche wirkt entschlackend und sorgt so für neue Energie und Leichtigkeit im Alltag. Der Stoffwechsel wird angeregt und unterstützt so eine sanfte Entgiftung. Dies kräftigt das Immunsystem für die bevorstehende kalte Jahreszeit. Ein weiterer Fokus für den Detox im Herbst ist traditionell das Nervensystem, gesunder Schlaf, Erdung und Klarheit. Du lernst dabei gesunde Routinen nach Ayurveda für das ganze Jahr.

Im Kurs inkludiert:

Umfangreiche Skripten // Rezepte für jeden Tag // Yoga-Videos // Ayurveda Routinen für den Herbst und das ganze Jahr // Community Zugang für Fragen und Austausch // Vertiefung Nervensystem stärken – Ayurveda Empfehlungen für die kalte Jahreszeit // tägliche Anregungen und Begleitung über die Kurs-App (am Computer und Handy) // Zugriff bis 31.12.2025

Kosten: €125

Wo liegt der Unterschied zwischen einem Reset, einem Detox und einem Detox mit Ausleitung?

Der in diesem Artikel besprochene „Reset bzw. Detox“ kommt dem ayurvedischen Shamana-Ritual gleich. Es eignet sich, um die Dosha-Balance wieder herzustellen, die Verdauung anzuregen und Giftstoffe sanft abzubauen. Es ist für jedermann anwendbar und kann zweimal jährlich als vorbeugende Maßnahme gegen Krankheit durchgeführt werden.

Der Unterschied zu einem klassischen Ayurveda Detox mit Ausleitung ist, dass die Umsetzung alltagstauglicher und weniger Kräfte raubend ist. Ausleitung bedeutet, dass Giftstoffe am Höhepunkt der Kur mithilfe von Kräutern, einem abführenden Cocktail und/oder einem Einlauf ausgeleitet werden.

Hintergrundwissen Reinigungsverfahren im Ayurveda

In der Ayurveda-Medizin gibt es zwei Hauptansätze zur Reinigung und Heilung des Körpers: Shodana und Shamana. Beide Methoden haben das Ziel, das Gleichgewicht der Doshas (Vata, Pitta, Kapha) wiederherzustellen, unterscheiden sich jedoch in ihrer Intensität und Anwendung.

1. Shodana (Reinigungsverfahren)

Shodana bedeutet „Reinigung“ oder „Entgiftung“ und bezieht sich auf intensive Reinigungs- und Ausleitungsverfahren, die darauf abzielen, tiefsitzende Toxine (Ama) aus dem Körper zu entfernen. Zu Shodana zählen die fünf medizinischen Ausleitungsverfahren des Ayurveda (Panchacarma). Diese Methode wird in der Regel eingesetzt, wenn die Toxine im Körper sehr stark angestiegen sind und eine grundlegende Reinigung erforderlich ist.

2. Shamana (Linderungsverfahren)

Shamana bedeutet „Linderung“ oder „Beruhigung“ und bezieht sich auf milde, schonende Methoden zur Wiederherstellung des Dosha-Gleichgewichts. Shamana ist weniger intensiv als Shodana und wird eingesetzt, wenn die Ungleichgewichte weniger ausgeprägt sind oder wenn eine sanftere, alltagstaugliche Methode bevorzugt wird.

Shamana wird bei leichten bis mäßigen Ungleichgewichten angewendet und kann oft selbstständig durchgeführt werden. Es eignet sich auch zur Vorbeugung von Krankheiten und zur Unterstützung des allgemeinen Wohlbefindens.

Sexualität in der Menopause mit Petra Wolfinger

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Petra Wolfinger erzählt im Interview, wie Ayurveda auf Sexualität schaut und wie sich Lust und Erleben von Sexualität in der Menopause verändern. Dieses Interview ist keineswegs nur für Frauen spannend … Petra gibt auch Einblicke in die tiefgründige Ayurveda Sichtweise auf weibliche und männliche Energien, die in uns spielen und, dass sich Frauen und Männer gegenseitig von einem „zu viel“ der eigenen Energie erlösen und uns so ganz werden lässt. Ein Thema, das sich nicht von einmal hören intellektuell verstehen und integrieren lässt.

Dieses Interview deckt viele spannende Facetten des Frau-Seins und der Polarität im weiblich-männlichen (Miteinander-)Seins ab und wird durch Petras Beobachtungen und Erfahrung aus über 20 Jahren Ayurveda lebendig und lebensnahe.

Petra Wolfinger ist Frau, Mutter von 2 erwachsenen Töchtern und begeisterte Ayurveda Praktizierende seit über 22 Jahren, Lehrende an der Rosenberg Akademie Schwerpunkt Frauengesundheit und Massage, Rasayana Kurleitung im Kurzentrum Birstein, Yogalehrerin, Co-Autorin des Buches Ayurveda in den Wechseljahren, Podcasterin.

Das erfährst Du im Interview:

  • Was der Ayurveda zu Weiblichkeit und Männlichkeit zu sagen hat
  • Petras Sicht auf das Thema Weiblichkeit
  • Warum wir Frauen mit der Menopause in unsere Kraft kommen
  • Was braucht es, dass man als Paar Lust aufeinander hat?
  • Wie sich Lust und Erleben von Sexualität in der Menopause verändert
  • Wie Sexualität in der Menopause eine neue Tiefe bekommen kann

Mehr über Petra Wolfinger:

WebSite: www.petra-wolfinger.com
Instagram: www.instagram.com/ayurveda_petra/
Podcast „Spirelli & Lifestyle“: auf Spotify
Buch: Mit Ayurveda durch die Wechseljahre (Kerstin Rosenberg, Petra Wolfinger)


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Interview Transkript (automatisch erstellt)

„Und wenn man Paare beobachtet und das ist auch so eine schöne Feldstudie, die man machen kann, wenn man eben einkaufen geht oder so und so Paaren zuschaut, wer so den Ton angibt und wer so in seiner männlichen oder weiblichen Kraft ist, da kann man dann schon ungefähr sehen, wer noch miteinander sich sexuell austauscht oder nicht.“

Herzlich willkommen bei Folge 31 von Verstehe Ayurveda, Verstehe dich.

Mein Name ist Ursula Feuerherdt und du hörst den Podcast der Jadeflower Academy.

Sexualität in der Menopause ist das Thema dieser Episode mit Petra Wolfinger.

Und gleich vorneweg, liebe Männer, bitte nicht weghören, das ist auch für euch spannend.

Im Interview sprechen wir darüber, was es braucht, um überhaupt Lust aufeinander zu haben und wie sich Lust und Erleben von Sexualität in der Menopause verändern.

Petra Wolfinger ist Frau, Mutter von zwei erwachsenen Töchtern und begeisterte Ayurveda-Praktizierende seit über 22 Jahren. Sie ist Lehrende an der Rosenberg Akademie mit Schwerpunkt auf Frauengesundheit und Massage. Sie ist für die Rasayana Kurleitung im Kurzentrum Birstein verantwortlich. Petra ist außerdem Yoga-Lehrerin, Co-Auteurin des Buches Ayurveda in den Wechseljahren und Podcasterin.

Im Interview erzählt Petra darüber, wie die Sexualität in der Menopause eine neue Tiefe bekommen kann, weil wir Frauen dann umso mehr in unsere Kraft kommen und dass beim Sex das Erleben und die Qualität umso mehr in den Vordergrund gelangen. Dieses Interview wird auch beim zweiten Mal hören nicht langweilig versprochen. Ich wünsche dir viel Freude beim Hören.

Herzlich willkommen, liebe Petra Wolfinger.

Ich freue mich sehr, dass du heute bei mir im Podcast bist.

Ich freue mich auch, dass wir uns kennengelernt haben, vor allen Dingen persönlich, und dass das gar nicht mehr so eine unpersönliche Entfernung oder so ist, sondern dass wir uns sprechen konnten an den Ayurveda Days und freue mich sehr, dass du mich eingeladen hast.

Genau, wir haben uns in Wien kennengelernt und jetzt sitzt du in deinem Zuhause in Malaga in Spanien und in Salzburg funktioniert alles wunderbar, auch über die Entfernung.

Das ist schön, dass wir heutzutage so gut connected sein können.

Petra, wir sprechen heute über das Thema Sexualität in der Menopause.

Du hast gemeinsam mit der Kerstin Rosenberg das Thema herausgebracht mit Ayurveda durch die Wechseljahre.

Warum ist dieses Thema überhaupt so wichtig für dich, bevor wir jetzt einsteigen in die Verbindung mit der Sexualität?

Ja, das ist eine spannende Frage.

Ich hatte immer das Gefühl, dass das mein Thema ist.

Also schon, wie ich jünger war, mit 30 oder auch mit Ende 30, nach der ersten Schwangerschaft, hatte ich immer das Gefühl, das Thema Menopause sollte ich nicht vernachlässigen, warum auch immer.

Das war wie so eine innere Eingebung.

Für mich waren die Frauen Thema, immer Thema.

Es ist auch witzig, ich habe ja im OP gearbeitet, als OP-Schwester, und meine Schwerpunkte waren tatsächlich die Gynäkologie und die Urologie.

Also das Thema Frauenheilkunde und alles rund um die Frauengesundheit war bei mir immer da.

Und aus unerfindlichen Gründen hatte ich immer einen sehr guten Zugang sowohl zu meinem Menstruationszyklus, als auch, wie ich dann schwanger war, bis hin, dass ich sehr, sehr früh in die Wechseljahre gekommen bin.

Also ich habe die Prämenopausale-Phase schon erlebt, da war ich mit meiner jüngsten Tochter gerade schwanger.

So ungefähr hatte ich das Gefühl, das geht nicht mehr lange mit meinem Zyklus.

Ja, also das war so ein inneres Gefühl.

Und ich weiß noch, wie ich beim Frauenarzt war.

Und der sagte dann auch ganz klar, ja, wie ich nachfragte, ob er die Hormone mal nachschauen kann.

Sagt der klar, wieso?

Sie haben doch letzten Monat noch geblutet.

Und ich sage, nein, aber ich weiß, da ist jetzt was.

Und das wollte er mit mir wirklich nicht diskutieren.

Und dann habe ich gesagt, okay, wir können wetten.

Und dann rief er mich tatsächlich zwei Wochen später an und sagt, ja, Sie sind tatsächlich drin.

Es kommt nicht mehr.

Also ich hatte wirklich so einen inneren Zugang zu mir.

Und ich bin da sehr dankbar dafür, weil ich, ich meine, es hat mich natürlich trotzdem gecatcht.

Ich war gerade 46.

Also ich war irgendwie so gefühlt noch mittendrin, zwei kleine Kinder zu Hause.

Also ich hatte alle Zeichen, dass es noch nicht so weit ist.

Und trotzdem war es so weit.

Und das war einfach ein inneres, so ein innerer Kompass.

Und ich habe mich einfach mit Ayurveda entsprechend entwickelt und habe schon die ersten Konzepte auch für so Retreats und so herausgeschrieben. Für Birstein und alleine und so.

Aber damals, das ist ja nun bei mir auch schon ein bisschen her, war das so, dass sich da noch keine Frau mit beschäftigen wollte.

Heute sehe ich das anders und sehe, dass das fast wie ein Trend ist, dass die Frauen sich untereinander unterstützen.

Und das ist eben ja dieses Thema Weiblichkeit, dass es einfach ein großes Thema ist in einer sehr männlich dominierten Welt.

Und dass die Frauen sich zurückziehen möchten, wie so in die Hülle zurück und miteinander austauschen und das Wissen auch weitergeben wollen.

Also da empfinde ich jetzt auch eine große Dankbarkeit dafür, dass ich so früh mit dem Ayurveda da rangekommen bin.

Ja, ich erlebe das auch so, dass das Interesse an dem Thema sehr groß ist und auch an gelebter Weiblichkeit.

Und was sind so die Unterschiede zwischen den weiblichen und männlichen Energien?

Und da hast du mir jetzt auch gerade die Rutsche gelegt für die nächste Frage, weil ich wollte darauf eingehen.

Ihr habt es in dem Buch mit Ayurveda durch die Wechseljahre, da ist das erste Kapitel, Ayurveda und die Weiblichkeit.

Also da geht es auch um die männliche Shiva-Energie, die weibliche Shakti-Energie.

Und ich habe auch von dir ein Video entdeckt, wo du darüber sprichst, die Sehnsuche nach der Weiblichkeit.

Jetzt möchte ich dich fragen, was ist denn Weiblichkeit für dich?

Das ist eine gute Frage.

Das ist so komplex.

Das wichtigste Erlebnis für mich war tatsächlich, die Schöpferkraft in mir zu spüren und zwar etwas schöpfen zu können.

Sei es mein eigenes Business, was ich initiiert habe zu einer Zeit.

Ich hatte eine Praxis bei Wien, wo ich schwangere Frauen und Kinder behandelt habe.

Und da war ich fast auch schon meiner Zeit voraus und mir war ganz klar, ich möchte mich mit Frauen beschäftigen.

Und mit Frauen zusammen spürt man so einen Verbund und so seine Kraft, die natürlich, weil wir alle zyklische Wesen sind, manchmal auch gegeneinander läuft.

Wir dürfen uns immer bewusst sein, dass wir innerhalb dieser 28 Tage im Monat nicht immer die Gleiche sind.

Und das ist das, was für mich so die Weiblichkeit ausmacht.

Ich bin nicht stringent immer nur mit meiner Pitta-Kraft unterwegs, sondern ich habe auch einen Kaffee-Anteil in mir.

Ich habe auch Phasen, wo ich Vata habe in mir.

Und das spüre ich und das spürst du auch.

Und diese Unterschiedlichkeiten, die machen für mich dieses weibliche Konzept auch aus.

Es ist nicht nur die Bereitschaft, mich zu transformieren oder mich anzupassen oder eben kreativ zu sein oder fürsorglich zu sein, sondern das ist tatsächlich das Erleben mit mir jeden Tag aufs Neue mit diesen unterschiedlichen Qualitäten von Vata, Pitta und Kaffa.

Ungeachtet meiner eigenen Grundkonstitution.

Aber diese Schwankungen in unserer gegenwärtigen Konstitution, die erleben ja auch die Männer.

Ja, die Männer erleben es aber nicht so stark ausgeprägt.

Sie sind nicht so davon abhängig.

Sie sind eben auch anders konditioniert.

Ein Mann hat ja auch viele dieser Möglichkeiten nicht.

Wir können ganz viel über Gleichstellung, Gleichberechtigung, alles Mögliche sprechen.

Aber körperlich gesehen und funktional gesehen, kommt es an seine Grenzen.

Ja, also auch die Hormone.

Also natürlich haben Männer auch Östrogene-Anteile.

Wir haben auch Testosteron-Anteile vom Hormon-Cocktail her gesehen.

Und trotzdem ist der Mann so konzipiert, wenn wir zurückgehen bis in die Höhle so ungefähr, dass er rausgeht und für die Familie sorgt.

Also er geht raus und jagt das Mammut.

Und die Frau bleibt zurück in der Höhle und kommuniziert und sieht mit den anderen Clans, wie sie in der Höhle gut klarkommt.

Und das ist tatsächlich heute ein Stück weit immer noch so.

Der Mann geht raus, er macht Karriere und er verbrennt da manchmal eben auch.

Und die Frau bleibt nicht zurück in der Höhle.

Die macht nämlich was anderes.

Die bleibt nicht nur in der Höhle, sondern geht auch noch raus und jagt auch noch.

Also die Frau hat sich noch ein bisschen was dazu genommen.

Das kommt dann eben auch zu dieser Überforderung für die Frauen.

Dadurch, dass wir in der Gleichberechtigung auch unseren Job machen wollen und toll sein wollen im Beruf.

Wir sind ja in allem ganz toll.

Also wir sehen toll aus, wir ernähren uns toll, unsere Kinder sind toll.

Weißt du, was ich meine?

Und das wird alles noch toller.

Und wir verbrennen uns da auch ein Stück weit.

Ich glaube, das ist auch eines der großen Probleme, die wir auch währenddessen, wie wir das Buch geschrieben haben, festgestellt haben bei den Interviews.

Dass die Frauen einfach so viel ableisten und so einen Druck haben.

Anerkennung im Außen, Wertschätzung und eben alles toll.

Petra, erzähl bitte noch ein bisschen mehr von den weiblichen und männlichen Qualitäten.

Weil du hast vorhin einige weibliche Qualitäten erwähnt.

Und da war unter anderem dabei, sich anzupassen.

Und da habe ich das Gefühl, das ist fast schon verpönt, dass man sowas macht.

Ja, aber das ist ja etwas, was auch der Körper macht, nicht nur der Geist.

Also wir sind so konzipiert, dass wir uns körperlich auch anpassen können.

Sonst könnten wir keine Schwangerschaft austragen.

Unser Körper passt sich komplett diesem neuen Wesen, das wir in uns kreieren, schöpfen, an.

Und auch unser Geist passt sich an, also auch auf der psychomentalen Ebene.

Wenn du mit Frauen sprichst, die in meinem Alter sind oder sagen wir mal zehn Jahre jünger, sagen wir mal um die 50, dann hat die Frau ein völlig anderes Standing und eine ganz andere Selbstverständlichkeit für sich, als sie es mit 30 hat, 20 Jahre vorher.

Wenn du in diesem Programm noch drin bist mit der Fortpflanzung, egal ob du Kinder haben möchtest oder nicht, du bist in diesem Programm drin.

Also wir sind da so ein Stück weit auch fremdgesteuert.

Und mit 50, wenn auch das Oxytocin geht dann runter, das ist ja dieses Nestbauhormon, das geht runter und dann kommt so ein bisschen diese Ich-Persönlichkeit raus, was für die Familie oftmals eine Belastung ist, weil man sich denkt, na wieso, früher ist die immer gleich aufgesprungen und hat mir den Kaffee gebracht oder das Brötchen oder sonst irgendwas, auf einmal bleibt die sitzen und sagt, du weißt ja, wo der Kühlschrank ist.

Und das liegt daran, dass die Frauen endlich mal so ein Gefühl haben von, ich muss hier gar nicht.

Also retrospektiv, wenn ich zurückschaue, dann habe ich doch, während ich jung war, mich oftmals den Bedürfnissen meines damals Ehemannes oder Partnern angepasst.

Also da lief ja ein Programm ab, das ich gar nicht mal hätte benennen können.

Wenn ich damals das Wissen gehabt hätte von heute, dann wäre ich wahrscheinlich ein bisschen unangenehmer geworden oder hätte mich mehr auseinandergesetzt und diskutiert.

Und da habe ich aber manchmal gedacht, das lohnt sich nicht, mache ich einfach nicht.

Das meine ich mit Anpassung.

Wir passen uns an, wir Frauen passen uns an, an die Umstände.

Es ist natürlich schön, wenn wir auch lieben.

Liebe hilft.

Gerade wenn es um Beziehung und um Sex und solche Sachen geht.

Aber es ist in den jungen Jahren eher geprägt davon, nicht zu gefallen.

Das klingt so doof.

Aber wir sind in diesen jungen Jahren geprägt von diesem Programm, Familie, Beziehung.

Das ist ja auch das, was wir in dieser Lebensphase aus dem Ayurveda kennen.

Das ist die Mitte unseres Lebens mit dem vielen Pitta.

Pitta will transformieren.

Pitta will umsetzen.

Pitta macht auch viel für Glanz und Gloria.

Pitta macht auch viel fürs Außen.

Mein Haus, mein Garten, mein Auto, mein Mann, meine Kinder.

Das ist alles irgendwie im Außen.

Und da passen wir uns dementsprechend dann auch an.

Und dann verändern sich die Dinge so, wie sich eben auch die Hormone verändern.

Dann ändert sich tatsächlich auf einmal auch die Sichtweise.

Und auch die Wahrnehmung ändert sich.

Und daher glaube ich, dass Anpassung ein unglaublich tolles Tool ist.

Weil sonst wären wir alle schon ausgestorben.

Dann gäbe es uns gar nicht mehr.

Und es ist auch toll, dass wir uns in Krisenzeiten auch leichter anpassen können.

Weil wir immer gewohnt sind, mit neuen Situationen umzugehen.

Das muss eine Frau.

Du weißt es selber, wie das ist als Mutter.

Du passt dich an.

Du stellst deine eigenen Bedürfnisse hinten an.

Primär geht es um die Kinder.

Selbst wenn die 20 sind wie meine inzwischen.

Wenn irgendwas wäre, ich würde mich sofort hinten anstellen und alles für meine Kinder tun.

Immer noch.

Und ich glaube, darauf basiert unser Menschsein.

Und darauf basiert auch Fortpflanzung.

Denn ohne das ginge es nicht.

Ich will nicht sagen, dass wir die Männer nicht brauchen.

Um Gottes Willen.

Die brauchen wir auch.

Wir brauchen natürlich auch jemanden, der sich vorne hinstellt.

Und die Sippe verteidigt.

Dafür sorgt, dass das Essen reinkommt.

Und, und, und.

Und das ist vielleicht noch etwas, was ich vorhin vergessen habe zu erwähnen, wie wir darüber gesprochen haben.

Was ich unter Weiblichkeit verstehe.

Ich spüre meine Weiblichkeit sehr deutlich.

Also in der Energie, in der Gegenwart eines Mannes.

Also bei Frauen spüre ich das Verbindende.

Und wenn ich in Front of, wenn ich mit Männern einfach konfrontiert werde.

Und da stehe, dann spüre ich erstmal meine Weiblichkeit.

Ich nehme das sonst gar nicht mal so wahr.

Das ist total spannend.

Da musst du auch mal drauf achten.

Wir verhalten uns untereinander nochmal wieder anders.

Wir fühlen uns auch anders.

Aber wenn ein Mann in der Nähe ist, dann merkst du erstmal, aha, ich spüre hier meine Verletzbarkeit, meine Verletzlichkeit.

Ich spüre aber auch vielleicht meine Kommunikationsstärken, weil der Mann, der neben dir da irgendwas schwafelt oder so.

Also man nimmt vieles anders wahr in dieser männlichen Kraft, die ja sehr dominant eben auch ist.

Die hat ja so Pitta-Anteile auch ganz gerne.

Und das ist nur eine spannende Beobachtung und hat keine Wertung.

Bitte keine Wertung.

Aber wir brauchen dieses männliche Konzept eben auch, um die Weiblichkeit überhaupt wahrnehmen zu können.

Das ist eine superschöne Sichtweise.

Petra, dann lass uns über das eigentliche Thema sprechen.

Bevor wir aber jetzt diese Verbindung zwischen Sexualität und Menopause angehen, wollte ich dir nur fragen, wie schaut Ayurveda überhaupt auf das Thema Sexualität an sich?

Also Ayurveda hat ja drei Säulen oder benennt drei Säulen.

Eine Säule davon ist die Ernährung.

Darüber wird ja auch immer ganz gerne gesprochen und dafür gibt es Bücher und weiß nicht was.

Das zweite ist der Schlaf, der gute Schlaf, den wir ja, wenn wir in die Menopause eintreten, ist meistens so, dass die Frauen schon berichten, bevor sie aufhören zu gluten, dass sie schlechter schlafen.

Das ist so etwas schlechter Schlaf, schlechter Verdauen.

All diese Dinge werden irgendwie vorher schon deutlich.

Und dann die dritte Säule ist tatsächlich Sexualität.

Und da geht es darum, dass die Sexualität eine selbstbestimmte Sexualität ist.

Also das, was mir Freude macht, dass sie nicht zu viel und nicht zu wenig ist.

Und im Ayurveda ist es so, dass wir eben, das hattest du schon angedeutet, diese Shiva- und Shakti-Qualitäten haben.

Und die Frau wird energetisch gesehen, also wirklich auf der feinstofflichen Ebene mit Shakti verbunden.

Das ist diese Feuerskraft in uns, wo es auch um die Schöpferin in dir geht.

Und das ist die energetische Seite.

Und auf der körperlichen Ebene wird die Frau eher mit dem Wasser verbunden.

Und der Mann wird auf der feinstofflichen Ebene eher mit dem Wasser gesehen.

Das bedeutet, wenn Mann und Frau zusammenkommen, dann erlöst der Mann mit den Spermien die Hitze des Shakti-Feuers der Frau.

Und dann haben wir so eine Erlösung der Bipolaritäten, so nennt es der Ayurveda.

Und wenn man Paare beobachtet, und das ist auch so eine schöne Feldstudie, die man machen kann, wenn man eben einkaufen geht oder so und so Paaren zuschaut.

Wer so den Ton angibt und wer so in seiner männlichen oder weiblichen Kraft ist, da kann man dann schon ungefähr sehen, wer noch miteinander sich sexuell austauscht oder nicht.

Weil die Frauen verbrennen sonst regelrecht an diesem feinstofflichen Shakti-Feuer.

Also wenn dieses Feuer immer so straight und so scharf und so nach vorne geht, was auch so viel will.

Also Feuer will transformieren, Feuer will was, dann gibt Feuer den Ton an.

Und es braucht auch Feuer, um dass man weitergeht und so.

Aber wenn der Mann dieses Wasserelement einfach nur trägt, um die Stabilität zu bringen, dann wird er so ein Stück weit wie weibisch und weiblich.

Er kann dann Schlechtentscheidungen treffen, er kann nicht rausgehen, das Mammutjagen oder so.

Und erst wenn die beiden miteinander zusammenkommen und das können genauso gut einfach, das müssen auch nicht männlich, weiblich, geschlechtlich sein, sondern das ist einfach nur diese Energie von diesem Feuer und von diesem Wasser.

Und wenn das zusammenkommt, dann erlöst es sich und dann sind wir wieder mit uns in Einklang.

Also wirklich mit unserem eigenen Selbst im Einklappen.

Und das ist etwas, wenn wir das begriffen haben für uns, dann ist es so, das spüren wir dann auch.

Also wenn wir auch zurückgehen, wie wir jünger waren, wenn wir da Sex hatten, dann hatten wir ja auch manchmal Sex, um uns zu entladen.

Also wenn ich jetzt von mir zurückgehe mit 30, 35, da ging es dann auch mal hektisch um Ecktisch oder so.

Weißt du, was ich meine?

Dann war das einfach wie so ein Sport und dann hatte man sich entladen und dann hatte man sich irgendwie gut gefühlt.

Und das hat ja eine Funktion.

Also da ging es nicht nur darum, dass man animalisch übereinander herfällt oder sich seine Liebe beweist oder so, sondern auch da ging es um die Entladung.

Und dann ist leider in unserer Kultur vieles wird so gesehen wie, wenn du dann erst mal so alt bist, dann brauchst du das nicht mehr.

Das ist so wie, sind wir froh, dass wir die Regel nicht mehr haben?

Und ich denke mir, solange du sie hast, sei froh und dankbar, dass du sie hast, weil dir fehlt dieses Organ sonst.

Das ist ja ein Schroter im Ayurveda, das eine Funktion erfüllt.

Also nichts ist irgendwie im Körper, ohne eine Funktion zu erfüllen und zwar sie gut zu erfüllen.

Und genau das Gleiche ist eben mit der Sexualität.

Die Sexualität, wenn sie eben gut gelebt ist und wenn sie selbst gewählt ist, die hat die Funktion, diese Anspannung in dir sowohl auf der energetischen Ebene als auch auf der körperlichen Ebene zu erlösen.

Ist es eine Voraussetzung, dass man sich sexuell anziehend findet?

Es gibt ja viele Paare, die am Anfang guten Sex haben und das irgendwann dann verläuft und es ist nicht mehr spannend und man hat keine Lust mehr aufeinander.

Ja, die Sache mit der Lust.

Also es wäre viel einfacher, sich was Neues zu suchen, um das Spannend zu finden, als mit dem Alten was Spannendes zu suchen.

Also das ist ein total guter Punkt.

Vor allen Dingen, wenn du eben kurz vor den Wechseljahren stehst, also in der prämenopausalen oder auch in der peremenopausalen Phase, ist es wirklich schwierig, die Lust zu suchen.

Selbst mit einem neuen Partner wäre es nicht zwangsläufig irgendwie total klasse, weil der Körper verändert sich und die Hormone verändern sich.

Du brauchst Östrogen, um auch feucht zu werden als Frau.

Du brauchst Hormone, um jemand anderen Spannenden zu finden.

Also auch den Partner, mit dem du vielleicht schon 20, 30 Jahre zusammen bist.

All das bräuchte Hormone.

Und nun können wir uns natürlich sagen, okay, substituieren wir doch einfach, weil das ist natürlich schon etwas, warum viele Frauen das auch machen.

Also auch regelrecht normal Hormone sich geben und verschreiben lassen.

Und ich will das nicht ausschließen.

Ich denke, da muss jede Frau den Weg für sich finden, der am besten ist.

Und machen wir uns nichts vor, wenn wir ganz lange nichts machen und erst in der Krise versuchen, mit Ayurveda was zu regeln, dann funktioniert das nicht.

Das ist meine Erfahrung.

Und dann braucht es vielleicht einen anderen Impuls.

Und dann lässt man sich vielleicht eine Creme verschreiben oder wie auch immer.

Und dann kommt auch die Lust zurück.

Also die Lust ist tatsächlich abhängig von den Hormonen.

Und jetzt kommt aber das Aber.

Aber wir könnten auch liebevoller und körperlich miteinander umgehen.

Das Thema ist ja, dass wir in unserer Kultur so wahnsinnig viel im Kopf sind.

Also wir denken ganz viel darüber nach, warum wir keinen Sex haben.

Oder wir denken manchmal auch nicht darüber nach und denken lieber darüber nach, was wir anderes machen könnten, damit wir keinen Sex haben.

Also mit den Frauen, mit denen ich so spreche, das ist total spannend.

Wir sind immer so im Kopf.

Und ich glaube, dass das Wichtigste ist, in den Körper zu kommen.

Und das ist ja auch das, was wir beim Yoga beobachten.

Die Menschen sind so gerne auf der Yogamatte nicht, weil die Lehrer so toll sind, sondern weil sie sich selber spüren.

Und diesen Zugang zu finden, mich selber wieder zu spüren und vielleicht aber auch anders zu spüren.

Also mein Körper heute ist anders als vor 30 Jahren.

Ich empfinde anders.

Aber das heißt nicht, dass es schlechter ist.

Ganz, ganz, ganz, ganz im Gegenteil.

Sondern mit dem hohen Vata, das ich nachher im Alter entwickle, ist meine Empfindsamkeit eine ganz andere als noch vor 20 Jahren zum Beispiel.

Also das Bild von mir selber und auch von meinem Partner müsste ich erstmal in meinem Kopf ändern.

Also davon weggehen.

Wir haben das immer so gemacht.

Und nur weil wir es immer so gemacht haben, heißt das noch lange nicht, dass es mich jetzt heute noch erfüllt.

Vielleicht neue Wege zu gehen, dieses sich gegenseitig massieren oder mal eben mal wieder miteinander knutschen.

Ja, so, also weißt du, so Sachen machen, die man eben früher gemacht hat und die aber heute irgendwie so in so eine Mechanik übergehen.

Oder aber eben auch einen schönen Abend miteinander verbringen und danach aber wirklich auch diese Intentionen haben.

Lass uns mal wieder berühren.

Also da rührst du ja auch etwas wieder auf.

Und in dem Moment, in dem wir berühren, wird Oxytocin ausgeschüttet.

Und da können wir uns so ein Stück weit drüber helfen, indem wir wieder uns, so früher nannte man das in den 70er Jahren Padding.

Ja, heutzutage weiß ich gar nicht, ob die neu.

Auch noch in den 90ern, glaube ich.

Ja, genau.

Und darüber kann schon wieder Lust entstehen.

Das ist nur dieses erstmal wieder ran an den Körper mit dem Bewusstsein, dass sich dann auch die Hormone wieder ausschütten.

Unter Umständen brauche ich aber auch was anderes.

Also Frauen sagen auch, die Penetration irgendwie sofort ist nicht mehr erfüllend.

Dann muss man sagen, ja, dann ist es gut, wenn du einfach auch sagst, was für dich jetzt schön wäre.

Also das in die Sprache rüber zu bringen oder irgendwie anders zu signalisieren, ist gerade bei Partnerschaften, die so lange schon laufen, wo das immer so war.

Das ist so, jeden Morgen ein Brötchen.

Ja, das machen wir immer so, da ändern wir auch nichts dran.

Und ähnlich ist es dann mit dem Sex.

Das war jahrelang toll.

Ja, wieso kriege ich jetzt keinen Applaus mehr dafür?

Aber es ist ja auch eine Chance.

Ich finde das so ganz wichtig.

Jetzt kommt mir gerade eigentlich sollten wir irgendwie einen Workshop dazu machen, sodass wir uns auch wieder trauen, etwas anzusprechen und auch zu sagen, du, mir macht das und das viel mehr Freude oder das macht mir Freude so und so oder wie auch immer.

Und da ist natürlich eins ganz, ganz hilfreich, nämlich der Sex mit dir selbst.

Also ich habe letztens mit einer jungen Kollegin gesprochen, die ist so Anfang 30 und wir sprachen über Masturbation und so.

Und sie sagte, naja, sagt, sie ist auch Sex.

Und dann habe ich gedacht, das ist ein guter Punkt.

Ja, das ist wirklich ein guter Punkt.

Und wenn ich weiß, was ich brauche, wenn ich weiß, wie mein Körper sich gut fühlt währenddessen, weil das ist ja das, was wir beim Self-Pleasuring sozusagen machen.

Wir wissen genau, was uns gut tut.

Also machen wir das auch.

Und dann vielleicht mit dem Mann neue Wege zu gehen.

Selbst wenn ich mit dem schon 20 Jahre Sex habe, ihm einfach zu zeigen, dann kann das für ihn auch total toll werden und nochmal was ganz anderes sein.

Also wir haben ja immer die Chance, etwas zu verändern und vielleicht etwas mal anders zu machen.

Und vielleicht hat man früher auch ein paar Sachen mitgemacht, die man eigentlich gar nicht so den Burner gefunden hat.

Aber man hat es mal ausprobiert.

Ja, so.

Und man darf das aber auch immer mal wieder verändern.

Das muss nicht, ist nicht in Stein gemeißelt.

Sagen wir mal so, dass es die nächsten 15, 20 Jahre so weiterhin so geht.

Das wäre ja auch eine furchtbare Vorstellung, wenn das einfach nur so stringent so bleibt, weil man es mal irgendwann mal so gemacht hat.

Ja, Veränderung ist ja auch ein Geschenk.

Kann es auch sein.

Du hast jetzt gesagt, in Richtung Menopause, da verändern sich die Hormone und alleine deswegen lässt die Lust nach.

Wie ist es dann, wenn man das wieder gezielt ins Leben bringen möchte und dann mal andere Wege geht und vielleicht ein längeres Vorspiel hat und mehr Körperlichkeit reinbringt?

Hilft nur dann dem Körper, dass er diese Hormone wieder produziert?

Oder ist es dann nur in dem Moment?

Oder wie funktioniert das auf der Ebene?

Ja, also es wird in dem Moment produziert.

Es wird nicht nachhaltig gespeichert.

Das ist aber auch nicht Sinn und Zweck, weil im Allgemeinen ist es ja auch so, dass wir dann in den Wechseljahren sind.

Menostop muss man ja sagen, ist ja gar keine Menopause, wird ja nicht pausiert, sondern in dem Moment, in dem wir aufhören zu bluten und keine Menstruation mehr haben, hat unser Körper, aber auch unser Geist alles erreicht, was für die Frau persönlich vorgesehen war.

Also wenn jemand wie ich mit 46 aufhört zu bluten, dann geht der Allgemeine davon aus, dass ich zu dem Zeitpunkt alles das in mir habe, was es braucht, um eine weise, reife Frau zu sein.

Also ich werde nicht dann in die Menopause geschickt oder in die Wechseljahre geschickt, wenn irgendwie nichts mehr geht oder so, sondern dann läute ich etwas anderes ein.

Und das ist bei jeder Frau eben unterschiedlichen Alters.

Also es kann sein bei mir 46, bei der nächsten 52.

Also wenn ich gut mit mir umgehe, dann hat das einen Grund, warum ich zu diesem Zeitpunkt dort hineinkomme.

Und zu diesem Zeitpunkt habe ich vorher wahrscheinlich schon ein paar Jahre vorher gemerkt, dass mein Schlaf sich verändert hat.

Dass ich vielleicht ein bisschen Gewicht zugelegt habe, gerade in der Körpermitte, berichten das die meisten Frauen.

Das ist dann so ein bisschen das Fettgewebe, wo kleine Dosen von Östrogen und Progesteron selber gebildet werden, weil die Ovarien ein bisschen ermüden in dem Alter.

Also die Ovarien werden müde, das Gewebe wird müde und der Körper denkt, hallo, hallo, hallo, wir sind hier noch so im Geist noch so fit, wir müssen hier noch ein bisschen produzieren.

Dann legen wir das mal um und machen das jetzt im Fettgewebe.

Das passt den Frauen natürlich nicht so, finden sie nicht so klasse.

Aber das ist eine körpereigene Apotheke, kannst du sagen.

Aber das ist nichts, was wir nachhaltig speichern können.

Und diese Hormone verändern sich, die gehen runter, das Progesteron geht runter, das Östrogen geht runter und je nachdem wie schnell es runter geht.

Das ist immer eine Frage, welchen Stresslevel ich in meinem täglichen Leben habe.

Also du sprichst jetzt von der Prämenopause?

Nein, von der Prämenopausalphase.

Also die Prämenopause und dann sozusagen das Menostopp, also wir hören auf zu bluten.

Die Übergangsphase, die Prämenopausalphase, die ist mit integriert, aber das brauchen wir gar nicht so schwierig zu machen, sondern es geht wirklich darum, dass wir realisieren, dass das für jede Frau eben individuell ist, die Ausprägungen auch individuell sind.

Das kommt also wirklich darauf an, welche Grundkonstitution habe ich.

Jemand, der grundsätzlich mehr Water hat, hat ja grundsätzlich mehr Bewegung im System, Trockenheit im System und, und, und.

Jemand, der mehr Pitta hat, hat mehr Feuer im System, auch viel Trockenheit im System.

Jemand, der mehr Kaffee hat, hat mehr Wasser- und Erdenanteil, hat mehr Feuchtigkeit im System.

Und das verändert natürlich alles, weil wenn die Feuchtigkeit mehr im System ist, dann können die Hormone anders fluten, als in dem Moment, in dem die Trockenheit oder die Hitze zu hoch ist und das vergessen wir manchmal.

Und wenn wir dann noch Stress haben, dann dürfen wir eines nicht vergessen, bei Stress werden die Sexualhormone immer nachgereiht.

Es geht immer erstmal um Adrenalin, Noradrenalin, Cortisole und für Stress gibt es eben keinen Alarmknopf.

Also da geht nicht ein rotes Lämpchen an und sagt irgendwie, hallo, hallo, jetzt haben wir hier gerade großen Stress, sondern die Frauen adaptieren sich.

Das, was ich eingangs schon sagte, dass Frauen heutzutage in allen Sachen toll sind und noch toller und noch perfekter und alles so super machen, kommen sie selber in so ein Fahrwasser hinein, wo sie sich selber fast als Frau erstmal ausblenden.

Da sind sie in ihrer Funktion als Mutter, als Geliebte, als Hausfrau, als Lehrerin, als Psychologin.

Wir sind in so vielen Rollen dann unterwegs, dass wir erstmal uns selber dieses Weibliche, dieses Sanfte, dass wir das erstmal und auch dieses sexuelle Wesen erstmal hinten anstellen.

Und das ist so ein komplexer Vorgang, da geht es nicht nur um den Eustress, der ja sehr positiv sein kann.

Wie wenn ich gehe auf die Bühne und vorher bin ich aufgeregt und dann legt sich das und dann kommt so ein Entspannungsrein.

Das ist ja ganz anders, sondern wir adaptieren uns jeden Tag, um noch mehr zu leisten, um das noch toller zu machen, um auch diesen Wettbewerb und diesen Kampf da draußen, der da stattfindet, das ist ja auch nichts Leichtes.

Das geht bei Instagram bloß so und so viel Likes, so und so viel Viewer, so und so viel Follower.

Es geht ja immer um was und es geht immer um dieses sich Vergleichen mit anderen und das macht Stress.

Und nur weil wir das nicht jeden Tag sehen, irgendwo, dass da irgendwie eben die Lampe angeht oder so, heißt es ja nicht, dass es nicht da ist, sondern unser Körper zeigt uns spätestens in diesem intimen Austausch mit unserem Partner, wo wir gerade stehen.

Wie fühlt sich das jetzt an?

Kann ich mich wirklich jetzt in diesem Moment frei davon machen?

Wie fühle ich mich dabei?

Oder ist es für mich eine Pflicht?

Habe ich jetzt das Gefühl, es sind schon wieder zwei Wochen, jetzt müsste ich mal wieder.

Und wenn das wirklich von innen herauskommt und du denkst, jetzt hätte ich mal wieder Lust, Sex zu haben, ich hätte mal wieder Lust, mich berühren zu lassen, also auch die Haut, die Sensibilität, all das.

Also ich glaube, diese Begründung ist eher selten.

Es geht eher darum, es ist schon so lange her.

Und auch die Männer kommen aber und das finde ich so spannend.

Die Männer sind ja auch so müde und sagen, sie finden es so doof, wenn sie immer kommen müssen.

Aber das Ding ist, dass der Mann, wenn er sich nicht austauscht sexuell mit der Frau, dass er spürt für sich, dass er nicht mehr so gut darin ist, gute Entscheidungen zu treffen.

Männer kriegen diese Kraft aus diesem sexuellen Akt, um dieses Feuer wiederzubekommen, auch auf der energetischen Ebene, wo sie sonst so ein bisschen verwässern und dann werden sie ein bisschen weibisch und können nicht diese scharfen Kanten haben, wo sie sagen, so und jetzt machen wir aber.

Und das merken sie auch auf der beruflichen Ebene, dass sie, wenn sie Sex hatten, am nächsten Tag ganz anders in die Besprechung gehen, ganz anders Entscheidungen treffen können.

Und Frauen, wenn die gerade noch mit den Kindern zu Hause sind und im Gange sind oder sonst irgendwas, das liegt wahrscheinlich sogar, das ist mein Gefühl so, schon an unseren Müttern und Großmüttern, die irgendwie vielleicht gesagt haben, ja, das muss man halt.

Also so Sex war irgendwie was, das ging nicht aus der eigenen Lust heraus, sondern irgendwie, naja, das muss man halt so, da muss man dann mal durch.

Es braucht diese junge Generation, also auch Frauen wie dich, die jung sind und die dazu stehen und sagen, nein, Sex ist nicht nur was, was die Männer wollen, Sex ist auch was, was die Frauen wollen und auch brauchen, um eben diese weibliche Energie wahrzunehmen wieder und auch irgendwie nicht zu einer Zicke zu mutieren.

Weil das ist ja das, was dieses Feuer mit dir macht, wenn du mit diesem Shakti-Feuer, und du kannst dich nicht erlösen, dann wirst du zur Xantippe und dann gehst auch du raus und jagst das Mammut und zeigst deinem Mann, wie man das Mammut jagt und gleichzeitig noch die Wohnung zu Hause super sauber hält.

Und dann hat er das Nachsehen.

Und das ist natürlich schade.

Also das mit den Hormonen, um dazu zurückzukommen, dieser Hormon-Cocktail ist so eng verbunden mit unserem Stress, den wir jeden Tag haben.

Das heißt, dass wir Frauen Lust auf Sex haben, braucht es auch ein gewisses Setting, dass man loslassen kann, sich geborgen fühlt.

Ja, dass man das loslässt, was einen sonst im Tag stresst und wo man eben dieses Feuerige braucht, um durchzugehen.

Und das heißt, das betrifft ja nicht nur jetzt die Menopause und die Zeit bis dahin, sondern auch die Zeit zuvor.

Also wenn man voll im Leben steht, hast du vorhin gesagt, Stress ist ein absoluter Lustkiller, oder?

Ja, gibt’s nix, kann man nicht mehr dazu sagen.

Und was nicht heißt, dass Frauen nicht auch anspringen können, wenn irgendwie.

Also das bedeutet das nicht, aber es ist eben ein anderer Drive dahinter.

Das heißt noch lange nicht, dass es deswegen langweiliger ist.

Weißt du, was ich meine?

Nur weil meine Kurve eine andere ist.

Das ist ganz wichtig, dass wir Frauen das auch wahrnehmen, dass jede Frau da auch anders ist.

Also wie ihre Grundkonstitution, wie sie im Leben steht, wie sie ihren Körper selber wahrnimmt.

All diese Dinge spielen da mit rein.

Und wenn da jemand auch sagt, ich bin eigentlich immer sehr schnell sehr scharf.

Ja, also das ist ja so ein Pitta-Attribut auch, so scharf und auf den Punkt und so.

Ja, dann ist das genau richtig so.

Dann ist es auch gut, wenn du jemanden findest, der vielleicht aber auch ein bisschen Ausdauer hat und mir vielleicht ein bisschen mehr Feuchtigkeit mit reinbringt und so, damit diese Schärfe sich sehr schnell erlösen kann.

Ich denke, die Qualität auch vom Erleben ist einfach auch davon abhängig, wie nah es bei mir selbst ist.

Jemand, der eben viel Kaffee hat, ist vielleicht insgesamt gesehen etwas langsamer als jemand, der viel Vata hat.

Und wir wissen ja, dass Vata immer so ein bisschen nicht so gleichförmig ist, sondern das ist immer wechselhaft.

Da ist auch die Lust wechselhaft, in dem eben Pitta so scharf ist und auch manchmal sauer, sauer und scharf.

Also dass uns das einfach auch bewusst ist, dass das wechselhaft sein kann.

Ich glaube, das Allerwichtigste in dieser Thematik ist, dass wir uns trotzdem über das Erleben und die Qualität und das, was es mit uns macht, dass wir uns dessen bewusst sind.

Es ist einfach unglaublich schön, wenn wir uns austauschen können und wenn es nicht mehr um etwas geht.

Das ist ja so schade.

Wir können nicht mehr schwanger werden.

Das bedeutet, wir haben jetzt endlich die Freiheit, sorglos, ohne Angst uns auszutoben.

Und dann kommen wir damit und sagen, na ja, aber jetzt bin ich schon so alt, jetzt brauche ich das nicht mehr.

Wo ich mir denke, nein, jetzt erst recht.

Weißt du, was ich meine?

Und jetzt kann ich in dem Alter auch sagen, nee, darauf habe ich keine Lust und das will ich alles nicht, sondern ich habe es gern so und so.

Und das mag vielleicht für jemand anderen total langweilig klingen, ist völlig egal, weil es geht ja um mich.

Also dass ich mich vielleicht auch ein bisschen in den Vordergrund stelle und sage, es geht hier um gar nichts.

Es geht hier nur darum, dass es sich gut anfühlt.

Nicht, dass es gut aussieht, sondern dass es sich gut anfühlt.

Weil natürlich sieht der Körper nicht mehr aus wie vor 30 Jahren.

Also das hat sich einfach verändert.

Aber er fühlt doch noch so viel.

Und er kann so schnell die Dinge zuordnen, weil er ja so viel Erfahrung hat, dieser Körper.

Also das kann ja unheimlich schön und befriedigend sein, wenn wir uns dann zusammen auf so eine Reise machen, wo es um nichts geht.

Also weißt du, was ich meine?

Es geht nicht darum, sich vorzupflanzen.

Es geht nur um Lust, Genuss und Sinnlichkeit.

Petra, wie ist es jetzt, wenn man in der Menopause ist?

Man hat ja als menstruierende Frau spätestens beim Einsprung merkt man ja, dass man irgendwie mehr Lust auf Sex hat.

Und das ist dann nicht mehr da.

Also diese hormonelle Begleitung, die fehlt.

Ist es dann wirklich mehr aktive Zuwendung in diese Richtung?

Ist es so ein bisschen wie Beziehungsarbeit mit diesem Thema?

Oder wie ist das?

Ja, also du meinst, ich würde sagen, hands on.

Also alles machen, was dem Körper gut tut.

Da gehören auch alchömische Massagen zum Beispiel dazu.

Und das ist eine der wunderbarsten Erfahrungen, die man haben kann, auch um die eigenen Bedürfnisse wieder zu erkennen.

Das ist ja das, was wir auch in den Kuren immer wieder erfahren.

Allein berührt zu werden, da geht es ja.

Das ist dann vielleicht wie eine Vorstufe, sich erst mal wieder wahrzunehmen.

Ich glaube, das ist das Allerwichtigste.

Das kann ich auch machen, indem ich zum Beispiel mich selbst massiere.

Also nicht ein Creme hektisch, sondern wirklich mir Zeit nehme und mir eine Selbstmassage gönne, um dann wieder zu spüren.

Ah, das fühlt sich jetzt aber hier toll an.

Oder macht ihr mal eine Bauchmassage?

Das fühlt sich auch super an.

Also mehr in dieses Fühlen gehen.

Das ist das Um und Auf.

Also unseren Körper wieder wahrnehmen.

Dann eben mit den Händen berühren.

Die Hände, die von Herzen kommen, ist auf Herzenshöhe.

Da läuft auch der Herzmeridian.

In den Händen haben wir Ridaia, die Herzpunkte.

Also alles, was ich mit meinen Händen berühre, berühre ich eben von Herzen und mit Liebe.

Und dann einfach wirklich mit sich selbst auch ein Stück weit ehrlich sein und sagen, da tut sich heute gar nichts.

Oder aber denken, ich bin irgendwie vielleicht doch bedürftig gerade.

Könnte ja auch sein.

Ich bin lange nicht mehr berührt worden.

Das ist so auch immer eines der Feedbacks, die wir eben auch in den Kuren haben.

Die Menschen sagen, ich bin lange nicht mehr so berührt worden.

Also ich glaube, das meiste geht über Berührung, Wahrnehmung.

Und aktiv kannst du nur eben selber dich darum kümmern, dass du berührt wirst, damit du wieder den Körper wahrnimmst.

Damit du nicht im Kopf darüber nachdenkst, auch darüber nachdenkst, was könntest du dir einschmeißen?

Natürlich kannst du eine Menge machen.

Du kannst mit Jamswurzel-Drogesteron ersetzen.

Du kannst mit Isoflavonen, mit Rotklee oder Soja Östrogene ersetzen.

Es gibt natürlich auch im Ayurveda viele viele Heilkräuter, aber ich würde das auch alles nicht so einfach einschmeißen, weil es da einfach auch wichtig ist, dass man dann zu einem Ayurveda-Arzt geht oder Heilpraktiker oder wie auch immer, weil das eben auch Substanzen sind, die wirklich was können.

Und da kann man nicht einfach mal eben so sagen, ich mache, ich schmeiße mir das mal ein und dann wird alles gut.

Also die beste Form wäre dann tatsächlich, über den Körper zu gehen, weil mit der Berührung wir einfach Oxytocin ausschütten und mit der Ausschüttung von Oxytocin viele Dinge sich einfach schon mal wieder ausgleichen und ausbalancieren.

Also auch Anspannungen und alles.

Wir sind ja einfach auch in so einem wirklich schwierigen Setting da draußen.

Das haben wir ja auch alle gemerkt in der Phase, wo es Covid gab.

Also dieses sich nicht mehr berühren war schon echt schwierig.

Also ist es so zu sehen, wie der Körper vielleicht auch in dieser Phase des Lebens, wo es dann mehr in die Vata-Phase geht, dass man da andere Formen der Sexualität findet, die vielleicht nicht nur auf den Sex per se beschränkt ist, sondern dass es diese Körperlichkeit braucht, um auch die eigenen Bedürfnisse zu erfüllen und zu wissen.

Ganz bestimmt, weil wir ja auch ab 50 eben in der Lebensphase mehr Vata aufbauen.

Und Vata ist eben dieses Wind- und Äther-Raum und die Sinnesorgane, die dazugehören sind Ohr und Haut.

Also die Haut gehört als Sinnesorgan dazu.

Ist auch spannend, weil die Haut ja einfach auch geprägt wird durch das Menstruationsblut.

Also auch Rasa und Rakta sind bei der Entstehung der Haut auch ganz wichtig.

Daher, wenn das wegfällt, wenn ich nicht mehr menstruiere, ist es gut, über die Haut zu gehen und die Haut auf einer anderen Ebene oder anders eben zu pflegen und zu sehen und zu spüren und wahrzunehmen.

Da vielleicht einfach ein bisschen mehr Augenmerk drauf setzen.

Zumindest mal Anfang einmal die Woche sich selber zu ölen mit einem guten ayurvedischen Öl und das vor dem Duschen.

So wie wir das aber auch, habe ich ja auch in dem Buch so beschrieben.

Also in dem Buch stehen sehr viele Anleitungen auch drin, wie man eben so in die Praxis kommen kann.

Es ist nicht nur so ein Lesebuch, sondern eher so ein Praxishandbuch, würde ich mal sagen.

Ich glaube, diese Selbstfürsorge, was ja auch jetzt so irgendwie gerade marketingmäßig immer gerne mitgenommen wird, so diese Me-Time und so, aber die Selbstfürsorge ist, glaube ich, das Um und Auf.

Für uns Frauen allgemein, aber in der Phase besonders.

Petra, ich mag dir jetzt abschließend nur den Raum lassen, dass du vielleicht noch sagst, was dir ein Anliegen ist und was du aus deiner Erfahrung merkst.

Mensch, das würde ich gerne jeder Frau mitgeben oder die soll das erleben und erfahren.

Das hilft uns, dass du einfach aus deiner Erfahrung sprichst, was wichtig ist für uns Frauen.

Die eigenen Bedürfnisse herauszufinden.

Ich glaube, das ist das Allerwichtigste.

Sich davon zu lösen, dass wir in Partnerschaften manchmal Kompromisse eingehen, damit die Partnerschaft funktioniert.

Sich spätestens dann einfach daraus zu lösen und dich wirklich zu fragen, ist das mein Bedürfnis?

Oder ist das das Bedürfnis für uns als Paar?

Oder ist es das Bedürfnis des Mannes?

Und auch in sexueller Hinsicht einfach klar dazu zu stehen, ich habe aber diese und jene Bedürfnisse.

Es kann sein, dass ich das vorher einfach mit mir selber ausprobiere oder wie auch immer das dann aussehen kann.

Aber dieses was und wer bin ich und was und wie brauche ich es?

Wie wir eben auch im Ayurveda immer schauen, individuell Ernährung, individuell Behandlungszeit und genauso ist es hier individuell Sexualität.

Das brauchst du als Frau wirklich.

Und da gibt es kein Limit und da gibt es auch nichts, wo du dich visionieren musst.

Und selbst wenn du sagst, dir reicht es schon, wenn Streicheleinheiten da sind, wenn Blümchensex da ist, ist völlig egal.

Aber mach mit dir selber einfach auch so eine MeTime aus und probiere vielleicht für dich selber auch was aus.

Lerne dich selbst nochmal kennen unter anderen Aspekten und ohne mit Hormonen vollgepumpt fremdgesteuert zu sein.

Weil das ist ja das, was in den Jahren, wenn wir so 30 sind, wenn wir draußen auf der Pirsch sind, um den Mann unseres Lebens, für den Vater unserer Kinder zu lukrieren oder aufzustellen.

Das ist in einer ganz anderen Phase als in der Phase, wo wir alles abgeleistet haben.

Wo es nicht mehr um das Außen geht, sondern wo es ganz toll darum geht, was in uns Innen steckt.

Was brauche ich persönlich für mich.

Vielen Dank.

Petra, du gibst dein Wissen weiter.

Du hast ja nicht nur das Buch geschrieben, magst du kurz erzählen, du hast lange Zeit die Rosenberg Akademie in Österreich geleitet mit dem Angebot hier und du hast jetzt einen Kurs über Frauenheilkunde.

Stimmt das?

Ja, genau.

Ich habe einen Kurs geschrieben über die Frauenheilkunde. Der ist ein E-Kurs, den kann man auch online machen. Der ist 2022 oder 2021 online gegangen. Das richtet sich an all diejenigen, die tiefer eintauchen wollen. Das ist ein fortgeschrittener Kurs, kein Anfängerkurs. Und ansonsten bin ich ja schon berentet.

Da kann ich das selber manchmal gar nicht glauben, aber genieße es auch. Und wirke einfach immer dann auf Anfrage, sagen wir mal so. Es erreichen mich immer noch mal wieder auch Zuschriften und Kontaktaufnahmen von Frauen, die sagen, ich habe ja das und das Thema und dann mache ich auch Online-Zoom-Beratung.

Aber das ist, wie gesagt, ich freue mich, wenn ich das machen kann und darf und wenn es jemanden interessiert. Ich wirke jetzt altersgerecht, ayurvedisch altersgerecht als weise Frau und gebe mein Wissen weiter, sagen wir mal so.

Schön.

Vielen lieben Dank, Petra.

Wir werden auf jeden Fall deinen Kontakt und das Buch und deine Website in den Shownotes verlinken. Ich bedanke mich sehr für deine Zeit, für deine Tipps und es war ein super schöner Austausch mit dir.

Ja, freut mich.

Dir auch.

Lieben Dank, liebe Ursula. Bis bald wieder.

Was sagt Ayurveda zu Zucker?

Ein zu hoher Zuckerkonsum ist ein Laster, mit dem viele von uns kämpfen. Erfahre im Artikel, wie die Ayurveda Sicht auf Zucker ist. Inhalte in diesem Artikel:

» Die Ayurveda Sicht auf Zucker hat unterschiedliche Blickwinkel
» Zucker Nebenwirkungen aus Ayurveda Sicht
» Suchtmittel Zucker
» Häufige Gründe, warum es uns zum Zucker zieht
» Das richtige Maß finden
» Traditionell indisch-ayurvedische Süßmittel

Die Ayurveda Sicht auf Zucker hat unterschiedliche Blickwinkel

Der süße Geschmack
Zucker wird im Ayurveda zum einen über die Wirkung seiner Geschmacksrichtung betrachtet. Der süße Geschmack ist aufbauend, spendet Energie und wirkt erdend und kühlend.

Wirkung auf die Doshas
Zucker erhöht das Erd- und Wasserelement in uns und wirkt dadurch Kapha erhöhend. 

Zucker und der Stoffwechsel
Zucker baut Schlacken und Toxine auf, er ist Ama-bildend. Industriell aufbereiteter Zucker ist ein verarbeitetes Lebensmittel, das keine Lebensenergie mehr enthält und so zu (Energie)Stauungen und zur Bildung von Ama (unverdauten Rückständen) führt. 

Wirkung von Zucker auf unseren Geist
Zucker erhöht Begierde und Trägheit in uns. Zucker ist Rajas und Tamas zugleich. Rajas und Tamas zählen zu den großen geistigen Eigenschaften im Ayurveda. Rajas steht für Begierde, Antrieb und Leidenschaft. Tamas steht für Trägheit und Dumpfheit. Zucker bringt erst Stimulation (Rajas), der Blutzucker steigt, wir fühlen uns (kurz) wach und großartig. Bis der Blutzucker dann rapide wieder absinkt und wir uns müde und schlapp fühlen (Tamas).

Noch eine Ayurveda Betrachtungsweise auf die energetische Wirkung der Geschmacksrichtungen:
Süß fördert die männliche Shiva-Energie in uns – weitermachen, weiterpowern.
Salzig fördert die weibliche Shakti Energie – loslassen, da sein, ganz sein.


Zucker Nebenwirkungen aus Ayurveda Sicht

Rasch spürbare Nebenwirkungen

Trägheit, Verstopfung, Schleimbildung, Energiemangel, Erkältungen, verstopfte Nase

Mittelfristige Nebenwirkungen

Das Verdauungsfeuer wird träge, Agni wird geschwächt – dies führt zur Bildung von Ama, unverdauten Rückständen (Toxine, Schlacken, Ablagerungen).

Die Folge sind z.B. Konzentrationsschwäche, Appetitverlust, Übergewicht, Wassereinlagerungen, Blutzuckerschwankungen. 

Langfristige Nebenwirkungen

Lymphstau, Ödeme, Tumorbildung, Typ 2 Diabetes (die Ursache aus Ayurveda Sicht ist eine Kapha Störung gepaart mit geschwächtem Agni), Veränderungen am Bindegewebe in den Brüsten

Suchtmittel Zucker

Zucker führt zur Freisetzung von Dopamin im Belohnungssystem des Gehirns, ähnlich wie bei anderen süchtig machenden Substanzen wie Nikotin oder Kokain. Dopamin ist ein Neurotransmitter, der für das Gefühl von Vergnügen und Belohnung verantwortlich ist.

Wiederholter Konsum von Zucker kann dazu führen, dass das Gehirn immer mehr Zucker benötigt, um das gleiche Belohnungsgefühl zu erzeugen, was zu einer Art Toleranzentwicklung führt.


Häufige Gründe, warum es uns zum Zucker zieht

Träge Verdauung – schwaches Agni

Brennt unser Verdauungsfeuer nicht gut, dann macht Essen müde und die sonst gut verträglichen Mahlzeiten führen zum „Food Koma“. Die Trägheit verleitet zum Griff nach Kaffee oder Zucker.

Erschöpfung / Müdigkeit

Nachmittags: Der späte Nachmittag ist die Vata-Phase des Tages. Vata reagiert unter allen Doshas am meisten auf Überbelastung und Stress. Dies kann sich in einem Nachmittagstief bemerkbar machen. Dein Körper wünscht sich Ruhe und oft vor allem geistiges Abschalten. 

Abends: Nach stressigen Phasen oder einem fordernden Tag fühlen wir uns erschöpft. Wenn der Abend beginnt, kommt der Körper im Rhythmus der Natur zur Ruhe und wird träger. Oft kommt bereits um acht Uhr oder früher eine Phase der Müdigkeit. Aber wer will da schon schlafen gehen? Da ist der Griff zu Keksen oder anderen stimulierenden Dingen verlockend. 

Zu wenig Süße im Leben

Strenge, Engstirnigkeit, Perfektionismus und Zorn sind das Gegenteil von Süß. Wer hart mit sich und anderen ist, holt sich die fehlende Weichheit und Süße oft über die Nahrung. 

Zu wenig Sattva im Leben

Sattva ist der ausgleichende Gegenpol zu Rajas (Begierde, Leidenschaft, Antrieb) und Tamas (Trägheit, Abschalten, Dumpfheit). Sattva steht für Klarheit und Reinheit. 

Zucker-Konsum ist ein Suchtverhalten, das zu einem Kreislauf aus Rajas und Tamas führt. Je mehr Begierde und / oder Trägheit, desto eher sind wir verleitet Zucker, Alkohol, extreme Geschmäcker, extreme oder Aktivitäten im Übermaß zu suchen. 

Sattva bringt Zufriedenheit, Glück, Harmonie – aus diesem Zustand heraus haben wir das Glück von innen und brauchen es nicht von außen durch Zuckerkonsum zuführen. 

Das richtige Maß finden

Wie immer geht es um das richtige Maß. Zucker ist per se kein Feindbild im Ayurveda. Zucker bzw. der süße Geschmack haben eine nährende und aufbauende Wirkung und beruhigen Vata und Pitta. Selbstverständlich empfiehlt Ayurveda möglichst natürliche Süßmittel wie Honig, Ahornsirup oder Kokosblütenzucker.

Mit einem starken Verdauungsfeuer können wir Süßspeisen und auch mal eine ungesunde Dessert-Variante gut verkraften. Idealerweise sollten wir Desserts zu Mittag essen, wenn unser Verdauungsfeuer, im Einklang mit dem Höchststand der Sonne, am besten brennt.

Sobald wir uns träge fühlen nach dem Essen, sollten wir den Genuss von Süßspeisen ein paar Tage aussetzen und unserem Verdauungsfeuer Zeit zur Erholung geben. Tipps rund ums Thema Verdauungsfeuer und wie Du es pflegen kannst findest Du hier:

Verdauungsfeuer im Ayurveda – Podcast Interview mit Ursula Melchhammer
Zustand meines Agni – 17 Faktoren der Gesundheit

Traditionell indisch-ayurvedische Süßmittel sind Jaggery und Sharkara

Beides sind unraffinierte Süßungsmittel, die weniger verarbeitet sind und mehr Nährstoffe und Mineralien enthalten, als herkömmlicher weißer Zucker.

Jaggery ist ein unraffinierter Zucker, der aus dem Saft von Zuckerrohr oder Dattelpalmen hergestellt wird. Er wird durch Kochen des Saftes und anschließendes Abkühlen und Trocknen zu Blöcken oder Kuchen verarbeitet.

Sharkara, oft auch als „indischer Kandiszucker“ bezeichnet, ist ein traditionelles ayurvedisches Süßungsmittel, das durch Kristallisation des Zuckerrohrsaftes hergestellt wird. Sharkara wird im Ayurveda unter allen Zuckerarten als die hochwertigste angesehen.


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Videokurs Ayurveda Ernährung mit Ursula Melchhammer

Videokurs Ayurveda Ernährung mit Ursula Melchhammer

Podcast: Zeit mit sich selbst – Meditation und Spiritualität als Quelle der Kraft mit Florian Palzinsky

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Florian Palzinsky ist Meditations- und Yogalehrer. Er leitet Retreats, Kurse und Workshops rund um Yoga, Meditation und Spiritualität. Er ist Gastdozent bei Yogalehrer-Ausbildungen, schreibt regelmäßig für „Yoga Aktuell“ und ist Buch-Autor.

Im Interview teilt Florian seine Ansichten auf Meditation und Spiritualität. Er spricht über die innere Haltung, die sich ändert, wenn man Zeit mit sich selbst praktiziert.

„Den Gedanken einen Raum geben, in dem sie sich sortieren können – ohne, dass ich selbst anfange zu sortieren.“
Florian Palzinsky

Das erfährst Du im Interview:

  • Florians persönlicher Weg vom Buddhistischen Mönch zum Yoga- und Meditationslehrer
  • Wie sich im Alltag unterschiedliche Wirklichkeiten ausdrücken
  • Wie „einfach“ gelebte und religionsfreie Spiritualität aussehen kann
  • Die persönliche Yoga Praxis von Florian
  • Warum Meditation ein Lebenselixier für ihn ist
  • Ideen und Tipps für den Alltag
  • 7 Minuten Meditation zum Mitmachen

Mehr über Florian Palzinsky:

WebSite: www.yogaundmeditation.at
Facebook: facebook.com/florian.palzinsky
Youtube: youtube.com/user/palzinskyflorian
Onlinekurs auf Yoga & Socks Academy: www.yogaandsocksacademy.com


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Interview Transkript (automatisch erstellt)

„… jeder schaut nach dir rauf, niemand gibt dir ein ganz natürliches, normales Feedback und das, glaube ich, ist für die spirituelle Entfaltung, aber auch im menschlichen Leben extrem wichtig, dass wir wachsen können. Und wenn das fehlt, dass dir jemand einfach auch mal einen Spiegel vorhält, dann hast du nicht diese Möglichkeit, dass du Themen auch bei dir selber anschauen kannst, die da sind, aber dir die niemand rückmeldet.“

Herzlich willkommen bei Folge 30 von Verstehe Ayurveda. Verstehe dich.

Mein Name ist Ursula Feuerherdt und du hörst den Podcast der Jadeflower Academy.

Florian Palzinsky ist Meditations- und Yoga-Lehrer und hat als junger Erwachsener zwölf Jahre zurückgezogen und asketisch als Mönch in Asien gelebt. Heute steht er voll im Leben und lebt mit seiner Frau am Mondsee bzw. im Süden, wo die beiden gerne die Wintermonate verbringen.
Florian wird regelmäßig für Retreats, Kurse und Workshops rund um Yoga, Meditation und Spiritualität gebucht. Er ist Gastdozent bei Yogalehrerausbildungen, schreibt regelmäßig für Yoga Aktuell und hat zwei Bücher veröffentlicht.

Im Interview teilt Florian seine Ansichten auf Meditation und Spiritualität. Er spricht über die innere Haltung, die sich ändert, wenn man Zeit mit sich selbst praktiziert. Für ihn ist Spiritualität das, was sich hinter dem normalen Blick auf die materielle Welt zeigt, hinter den Konzepten mit denen wir die Welt verstehen.

Er erklärt, wie wir uns auf den Weg dorthin machen können und am Ende des Gesprächs findest du eine sieben Minuten Meditation, in der du einen Geschmack von der Einfachheit und Tiefe bekommst, mit der Florian Meditation als Zeit mit sich selbst vermittelt.

Ich wünsche dir viel Freude beim Hören.

Herzlich Willkommen Florian Palzinsky, ich freue mich sehr, dass du heute bei uns im Podcast bist.

Ja, danke Ursula für die Einladung.

Für diejenigen, die schon länger unseren Podcast verfolgen, die kennen die Daniela Wolf, die schon öfter zu Gast war zum Thema Ayurveda Ernährung.

Und vor mir sitzt jetzt der Florian, du bist Danielas Mann.

Und vielen Dank für die Einladung.

Ich bin heute in eurer schönen Wohnung am Mondsee, wo ich auch schon mit Daniela aufnehmen durfte.

Ich will kurz zu dir erzählen, du hast eine sehr interessante Geschichte.

Du hast dich nach der Matura entschieden für zwei Jahre nach Amerika zu gehen und hast aber dann mit 22 Jahren, hast dich nach Thailand und später nach Sri Lanka gezogen, wo du als buddhistischer Mönch gelebt hast.

Und du sagst selber, es brauchte zwölf asketische Jahre und den Kontakt zum Yoga, bis ich meine neuen Lebensinteressen gegen die Mönchsgrube austauschte.

Heute stehst du für Yoga und Meditation und du hast dem monastischen Leben den Rücken gekehrt und die Spiritualität ist aber nach wie vor ein ganz großer Anker oder Mittelpunkt deines Lebens, stimmt das?

Ja, man könnte das schon so sagen.

Ich würde sogar sagen, dass die Religiosität und fast so auch der blinde Glauben sich mehr gegen eine gelebte Spiritualität getauscht hat.

So würdest du rückblickend deinen buddhistischen Mönchsweg beschreiben?

Also im Rückblick sehe ich das einfach aus einer inneren Not und aus einer wortwörtlichen Notwendigkeit, das mich einfach Richtung Buddhismus gezogen hat.

Das war in einer Phase im Leben, wo ich irgendwie in eine Krise gekommen bin mit sehr jungen Jahren und eigentlich nicht mehr gewusst habe, wo es hingehen soll.

Daraus ist irgendwie das starke Interesse an psychologischen Themen entwickelt und dann auch ist die Brücke rüber zum Buddhismus irgendwie entstanden.

Und daraus habe ich dann gemerkt, da geht sehr viel um Leiden und auch natürlich um den Weg aus dem Leiden heraus und dadurch habe ich mich sehr stark identifizieren können.

Und dann habe ich mich da immer mehr reingearbeitet und war schon sehr, wie soll ich sagen, überzeugt.

Und eben zuerst habe ich gesagt, mit viel Glauben und vielleicht auch blindem Glauben habe ich mich dann in dieses Abenteuer, sage ich mal, gestürzt.

Aber der Weg, also dass man den zwölf Jahre geht, das ist ja doch eine lange Zeit.

Wie prägend ist die heute für dich oder wie sehr hat die deinen Lebensweg beeinflusst?

Auf der einen Seite muss ich zunächst einmal sagen, ich habe nicht, wie ich hier weggegangen bin, gedacht, okay, jetzt mache ich mal das zwölf Jahre und dann schauen wir weiter, sondern ich habe hier alles abgebrochen.

Für mich war es eigentlich klar, das ist der Weg und ich werde nicht mehr zurückkommen.

Also das war definitiv, dass dann natürlich ein Wandel irgendwann einmal passiert ist, hat, ich sage mal, ist wegen meinem Hausverstand und wegen einer gewissen Intuition, dass bestimmte Dinge einfach dann doch nicht so gepasst haben.

Und da bin ich sehr froh.

Und wie es mich geprägt hat, ich würde es am ehesten so bezeichnen, es war fast so eine Art Universität fürs Leben und für meinen Beruf und für meine Berufung jetzt.

Also ich habe da sehr viel mitnehmen können, was ich wahrscheinlich sonst nirgends und auch sicherlich in keiner Ausbildung und bei keinem Lehrer hätte lernen können.

Von dir gibt es ja spannende Dokumentationen, vom ARD sogar, vom ORF.

Ja, es hat einmal eine Doku gegeben, speziell über Sri Lanka, anlässlich allerdings zehnjähriger Jahrestag zur Tsunami, aber da bin ich mit einer Journalistin und Filmemacherin runtergefahren und wir haben sehr viel über mein ehemaliges Mönchleben auch gedreht und gesprochen.

Und da kommt sehr viel vor, auch an den Orten, wo ich damals als Mönch gelebt habe.

Also dieses Thema ist schon öffentlich sehr gut besprochen.

Ich wollte jetzt auch noch einmal darauf zurückkommen, was dich dann dazu bewegt hat, eben die Mönchsrobe zurückzulassen und wieder das weltliche Leben zu führen.

Ich glaube, das hat unterschiedliche Komponenten gehabt.

Eines ist, ich bin von den sehr strengen und engen Vorschriften und Vorstellungen des Buddhismus irgendwie mehr und mehr herausgewachsen.

Ich habe gemerkt, dass einiges einfach überhaupt keinen Sinn macht, dass es irgendwie in der Art, wie ich eine spirituelle Vertiefung entwickeln will, eigentlich nicht hineinpasst.

Das heißt, der blinde Glaube ist mir in den Hintergrund gegangen, das eigentliche Leben ist mir in den Vordergrund gegangen.

Und zu merken, dass die Konventionen eigentlich nicht mehr für mich in dieser Lebensphase passend sind, dieses Unterwerfen auch bestimmten Regeln und bestimmten Outfit.

Das andere ist der Kontakt zum Yoga, der mich wieder in andere Bereiche gebracht hat, sei es jetzt wirklich auch wieder Kontakt aufzunehmen mit meinem Körper und meinen Körper auch wertzuschätzen und mit ihm zu arbeiten, was im Theravada-Buddhismus ja eher tabu ist.

Das heißt, das Körper wird eher als negativ und unbedeutend gesehen.

Und es ist eher so ein Kampf gegen körperliche Bedürfnisse, als mit dem Körper zu leben und ihn als einen Organismus wertzuschätzen, sage ich einmal, mit all dem, was natürlich ein menschlicher Körper in sich hat, inklusive Thema auch natürlich Sexualität und Erotik, was als Mensch natürlich absolutes Tabu ist.

Und dann ist auch wieder irgendwie durch dieses Eindauchen in diese Yoga-Szene in Sri Lanka, bin ich wieder mit Menschen in Kontakt gekommen, die mich als Mensch sehen und auch so einfach annehmen, wie ich bin und nicht, für die es völlig egal war, ob ich jetzt Mönch bin oder nicht.

Das Mönchsein in Sri Lanka oder in diesen buddhistischen Ländern ist halt immer was Hierarchisches.

Jeder schaut nach dir rauf.

Niemand gibt dir ein ganz natürliches, normales Feedback.

Und das, glaube ich, ist für die spirituelle Entfaltung, aber auch im weltlichen Leben extrem wichtig, dass wir wachsen können.

Und wenn das fehlt, dass dir jemand einfach auch mal einen Spiegel vorhält, dann hast du nicht diese Möglichkeit, dass du Themen auch bei dir selber anschauen kannst, die da sind, aber dir den niemand rückmeldet.

Dann kommen wir gleich ins Jetzt und in den Alltag.

Du hast dir selber als Interviewthema gewünscht, dass wir über Spiritualität im Alltag leben.

Was bedeutet das für dich überhaupt, die Spiritualität?

Ich würde Spiritualität am leichtesten nicht passiv definieren, nicht aktiv, sondern eher passiv definieren.

Für mich ist Spiritualität das, was wir im Alltag nicht wertschätzen oder nicht leben.

Also auf einer feineren Ebene, all das, was im Alltag im Vordergrund steht, all das Sichtbare, all das, wo es um Stellung, um Wert geht, um Geld, um materielle Dinge, um materiellen Besitz.

Das ist sozusagen das, was bewusst dem Rücken zugewandt wird und all die Bereiche, die sich dann dahinter auftun oder die dann sichtbar werden, aber die im üblichen, im normalen Leben gar nicht wahrgenommen werden können, nicht geschätzt werden und die schon gar nicht in den normalen Nachrichten, in den News, in den Medien im Generellen vorkommen.

Und was ist es, was da auf uns wartet, wenn man auf das schaut, was sich hinter der materiellen Welt offenbart?

Ja, wenn wir jetzt wirklich ins Absolute gehen, also wenn wir ganz in die Tiefe gehen, dann erwartet uns dort eine Zeitlosigkeit, dass wir nicht mehr gedanklich in der Vergangenheit sind oder in der Zukunft, sondern mehr und mehr in diesem unmittelbaren Augenblick.

Und es erwartet uns auch so ein bisschen dieses Auflösen von, ich bin hier und da draußen ist die Welt.

Und es erwartet uns vielleicht auch dieses Aufbrechen der Illusion, ich bin machtlos und ich kann das Leben nicht gestalten, sondern ich bin mittendrin.

Und das, was eigentlich zählt, ist immer nur dieses Hier und Jetzt.

Das heißt nicht, dass ich immer das lebe, aber es ist das, was, wenn wir ein bisschen da hinein tauchen, zumindest eine Ahnung davon bekommen.

Jetzt spreche ich in zwei Extremen, das eine, du hast es vorher erklärt, dass wir davon wegkommen, hier bin ich und hier ist die Welt.

Und manchmal gibt uns diese Vorstellung halt oder auch, dass Dinge wirklich fest sind.

Das gibt dann scheinbare Sicherheit.

Dann hast du umgeschwenkt hin.

Wir kommen aber dann dazu, wenn wir dahinter schauen, dass wir die Gestalter der Welt sind.

Kannst du das noch ein bisschen näher erläutern?

Bevor ich da reingehe, muss uns einfach klar werden, dass es unterschiedliche Wirklichkeiten gibt, in denen wir leben.

Das eine ist die Alltagsebene, die wir gerade angesprochen haben.

All das, was irgendwie definierbar ist, messbar ist.

Die ganze Wissenschaft, die ganze Physik ist auf dem aufgebaut.

Und das sind auch Konventionen, wie zum Beispiel die Konvention von Geld, dass ein Geldschein einen bestimmten Wert hat.

Das ist die eine Wirklichkeit.

Die andere Wirklichkeit ist die psychische Wirklichkeit.

Das ist das, eigentlich die Realität und die Wirklichkeit, in der in erster Linie Kinder leben, die aus Nichts alles machen können, wo plötzlich ein Stein ein Auto wird und ein Ast ein Boot oder sonst irgendwas.

Das ist sehr fantasievoll angereichert, aber für das ist im Moment das die absolute Realität, also die Realität, in der sie leben.

Und es ist auch die Realität, die wir in den Träumen und den Fantasien begegnen, die aber nicht unbedingt mit dem zu tun haben, was jetzt hier so offensichtlich und genau definiert werden kann im Alltag und auch gemessen werden kann.

Und die meisten Menschen leben in erster Linie in der Alltagsrealität und hier und da schwenken sie dann über in diese innere, psychische Realität.

Es kann manchmal dann auch, wenn die Alltagsrealität sehr frustrierend ist, jetzt manchmal eine Flucht oder auch durch Drogen kannst du dich sozusagen da rausziehen aus dieser Alltagsrealität.

Aber im Grunde sollten beide einen Wert haben.

Wie macht man das, wenn man jetzt nicht aktiv danach sucht und nicht meditiert?

Du sagst, jeder Schwange schwenkt dann mal ab in diese andere Form der Realität.

Wie macht man das unbewusst oder wie passiert das?

Nicht unbewusst, einfach mehr intuitiv zu lauschen, zu hören, was sagt das Herz, sondern nicht der Verstand.

Zu spüren, irgendwas kann es nicht rational erklären, aber irgendwas fühlt sich da gerade nicht stimmig an.

Und dann kommt sofort der Ratio, der Geist und sagt, nein, nein, das macht schon Sinn oder so.

Wir werden da sehr gezogen auch, was andere darüber denken.

Aha, die Mehrheit denkt so, wir haben das sicherlich auch die letzten paar Jahre gut erlebt, wo in die Massen gehen und dann heißt es, ja, wenn so viele dran das glauben, dann ist es sicherlich richtig und wir verdrängen dann unsere Intuition, dieses feine Gefühl.

Also da geht es schon los.

Da geht es schon los.

Oder auch einfach in der Natur zu sein, einfach mal das zu beobachten, wie es ist, nicht die Natur als wissenschaftliches Objekt zu sehen, sondern einfach zu riechen, zu spüren.

Das, was wir als Kinder ganz natürlich gemacht haben, ein Gänseblümchen als ein Universum zu sehen und nicht zu denken, es ist ein Gänseblümchen wie Milliarden andere und ich weiß, was ein Gänseblümchen ist, das hat Sinn, aber das hier ist gerade etwas Einzigartiges, was immer im Wandel ist.

Also diese Art der Kommunikation mit dem Universum, sage ich einmal, und dieses Nicht-sich-getrennt-Fühlen und schon gar nicht es in Namen hineinzubringen oder zu begrenzen, sondern es namenslos zu begegnen.

Das ist schon dieser Schritt in diese Fantasien, in dieses sinnliche Erleben, sage ich einmal.

Das ist ja auch das, was im Ayurveda so schön erklärt wird, das Prana, die Lebensenergie, die wohnt all im Inne und diese übergeordnete Intelligenz, die richtet einfach alles.

Das hat eine natürliche Ordnung und die ist unbegrenzt.

Und ich finde es schön, dass du Zugang bringst zu dem Thema, der religionsfrei ist.

Das heißt, es braucht dazu keinen religiösen Hintergrund.

Überhaupt nicht.

Ganz im Gegenteil.

Der religiöse Hintergrund oder irgendwelche Glaubensbekenntnisse gehen ja außen Kopf wieder raus.

Das ist ja oft das, wo wir intuitiv vielleicht überhaupt keinen Zugang haben, sondern wo es einfach sagt, das ist das Gebot oder nach dem sollen wir leben, obwohl es vielleicht intuitiv ein ganz anderes Bedürfniskriterium ist.

Nur ein Beispiel, ich gehe zurück noch einmal auf mein Mönchsein.

Es gab die Regel, dass du nur ab dem Morgen kaum bis zur Mittagszeit essen darfst.

Das heißt, du ignorierst dieses natürliche Gefühl des Hungers ab dem Nachmittag, am Abend oder wann auch immer.

Aber das ist die Regel.

Das heißt, du gehst eigentlich gegen ein Naturgesetz und der Geist muss extrem stark sein, dass er das aushaltet, weil sonst würde er sagen, ja, ich habe Hunger, warum soll ich jetzt nicht essen?

Und deswegen ist diese Erfahrung auch, die ich als Mönch gehabt habe, wo ich merke, das bringt überhaupt nichts und das hat überhaupt nichts damit zu tun, dass ich spiritueller bin, wenn ich so eine Regel einhalte.

Ganz im Gegenteil, ich bin zwar religiös, aber nicht unbedingt spirituell, weil ich das Lauschen auf den Organismus eigentlich ignorieren muss.

Nun mal ein anderer Blickwinkel auf Spiritualität.

Wie zeigt sich das deiner Meinung nach in einem Menschen, dass er eine spirituelle Verwirklichung oder einen spirituellen Weg schon gegangen ist?

Wie zeigt sich denn das im Umgang mit anderen oder im Leben?

Mir fällt da immer dieses Beispiel ein, das ich in einem Buch gelesen habe vom Jack Kornfield, das heißt, es heißt so irgendwie, es heißt, wie heißt das Buch?

Genau, Nach der Erleuchtung, Kartoffeln schälen und Wäsche waschen und so irgendwas.

Aber den Titel kann ich dir genau sagen.

Darin gibt es die Story, es ist ein extrem interessantes Buch, weil es eigentlich ganz ehrliche Interviews und Berichte sind von Leuten, die jahrzehntelang in einem spirituellen oder religiösen Weg gegangen sind und die einfach so den Schein einmal ablegen, den sie nach außen hin abstrahlen und wirklich sagen, wie es ihnen eigentlich geht.

Und da gibt es so die Story darin, wo ein Meister gefragt wird, sag mir, wie erleuchtet du bist.

Und er sagt, frag nicht mich, sondern frag meine Frau, meine Kinder, meine Nachbarn, meinen Arbeitgeber, meinen Arbeitnehmer oder so auch immer.

Das heißt, in diesem alltäglichen Umgang ist eigentlich das, wo man sieht, okay, hat sich da schon eine spirituelle Entwicklung ergeben oder nicht.

Und das drehe ich jetzt um.

Ich würde sagen, es gibt einige Leute, die schon Jahrzehnte sehr intensiv und auch manchmal sehr asketisch auf einem sogenannten spirituellen Weg sind, aber eigentlich die Qualität von Lebensfreude, von Sanftheit, von Freundlichkeit überhaupt nicht umgesetzt haben.

Weder mit sich selber, noch mit anderen.

Und andererseits gibt es Leute, die überhaupt nicht das Gefühl haben, dass sie spirituell sind, die sich um nichts kümmern, im Sinne von, die auch keine routinierte Praxis haben, nicht regelmäßig meditieren oder Joggen machen und die aber trotzdem ein unglaublich tiefes spirituelles Leben leben.

Also es ist nicht so das, was wir nach außen hin vielleicht schon irgendwann einmal gemacht haben oder machen an Routine.

Es ist eher das, wie ist die Lebenseinstellung.

Wie ist die Einstellung zu mir, wie ist die Einstellung nach außen, wie ist meine innere Haltung, wie ist meine äußere Haltung, wie ist meine Lebenshaltung.

Kannst du noch ein bisschen Einblicke geben in diese innere Haltung?

Was hat sich da verändert bei dir?

Du hast ja schon ganz früh angefangen, vielleicht ist das gar nicht mehr so präsent, aber was ändert sich denn da im inneren Erleben und wie man in die Welt schaut?

Das, was ich am ehesten so bewusster wahrnehme, ist diese entspannte Gelassenheit mir selber gegenüber zunächst einmal.

Das heißt dieses Wegkommen vom Perfektionismus, Wegkommen von Erwartungen, Wegkommen von das muss ich so machen und das darf nicht anders sein und Wegkommen von dem mich selber vorurteilen oder ein Schuldgefühl haben, wenn irgendwas mal nicht gelingt.

Also dieses eher, ja dann ist es so, diese Entspanntheit, dieses einfach auch zulassen können, dieses mehr mit dem Lebensfluss zu gehen als den Weg vorzubestimmen.

Und wenn das mit mir selber möglich ist, mit meinem Körper, der natürlich seine Grenzen immer wieder aufzeigt, mit meinen Gedanken, mit meinem Geist, die auch ihre Grenzen und ihr Eigenleben haben, mit meinen Gefühlen, mit meinen Emotionen, mit den ganz normalen alltäglichen Lebenssituationen, wenn das möglich ist, dann ist auch das möglich gegenüber den wichtigsten Menschen, denen ich begegne.

Das ist immer der, der mir gerade gegenüber sitzt.

Und gegen die wichtigsten Situationen im Leben, das ist immer die, die ich jetzt gerade mache.

Und der wichtigsten Zeit im Leben, das ist einfach der Augenblick, den ich jetzt in diesem Moment gerade erleben darf.

Ach, das ist superschön.

Das klingt sehr hochgestochen und wenn du jetzt die Daniela fragen würdest, und wie lebt er das?

Ja, da hinkt er schon noch ganz schön nach.

Aber es ist schon immer wieder so ein Rückkoppeln oder so, das sich immer wieder bewusst machen.

Ich merke schon, die Mühen malen langsam, aber irgendwie spüre ich so zunehmend einfach eine Zufriedenheit, wo ich gerade bin.

Also dieses nicht, wenn ich gerade dort wäre, oder ach, das war schön in der Vergangenheit, sondern okay, das ist jetzt gerade da.

Das ist auch okay.

Dann ist es halt die Buchhaltung.

Ich finde es echt irgendwie spannend, eine Buchhaltung zu machen.

Es klingt zwar blöd, aber solche Sachen, wo ich mir denke, ja.

Man schätzt dann das, was vor der Nase ist.

Ja, irgendwie.

Was hat das Yoga dann verändert?

Du hast auch davon gesprochen, dass das Yoga dich wieder in Kontakt mit deinem Körper gebracht hat und du stehst ja heute für Yoga und Meditation.

Was war da das große Aha-Erlebnis?

Na ja, da muss man zunächst einmal wissen, dass ich kann jetzt nur über den Theravada-Buddhismus sprechen, in dem ich groß geworden bin und einige Jahre gelebt habe.

Aber da ist ja eigentlich der Körper etwas, gegen das du kontinuierlich irgendwie kämpfen musst und den du erziehen musst.

Das heißt, du gehst nicht intuitiv nach dem, wie sich gerade der Körper anspürt, sondern es gibt bestimmte Regeln und es gibt bestimmte Ziele und du sollst eigentlich deine körperlichen Bedürfnisse eher möglichst, zumindest im Zaum halten oder möglichst auch reduzieren.

Ich spreche jetzt nur ein paar wichtige Grundbedürfnisse, möglichst wenig schlafen und möglichst wenig essen.

Das Ausleben der Sexualität ist sowieso ein Tabu.

Also all das, was eigentlich, wo man denkt, warum arbeite ich jetzt an meinem Körper?

Und durch dieses wieder mit dem Körper zu praktizieren und speziell auch, ich hatte am Anfang sehr eine, wie soll ich sagen, interessante und sehr, Yoga-Lehrerin, die sehr intensiv auch die Asanas praktiziert hat.

Genau das habe ich gebraucht, weil Meditation war eh schon zu genüge abgedeckt, aber ich brauchte wirklich den eher akrobatischen Zugang zu dem Ganzen und das hat mich wirklich fasziniert und das hat eigentlich so wieder Energien freigesetzt im Körper, die irgendwie sehr verschüttet waren.

Und das ist dieses wieder mit dem Körper zu leben, statt gegen den Körper zu leben.

Mit den Bedürfnissen zu leben, wirklich zu lauschen, okay, wie fühlt sich das an?

Ich meine, bei mir war es halt so extrem, dass dieses, ich habe so lange mein Hungerbedürfnis halt kontinuierlich unterdrückt, bis ich mir im Endeffekt Gastritis gekriegt habe über Jahre und solche Sachen.

Genau, und das ist einfach ein völlig anderer Zugang.

Und natürlich, wenn man jetzt genauer anschaut, wenn man ganzheitlich Yoga betrachtet, sind Asanas eigentlich nur ein Teil.

Dann gibt es ja noch diese Übungen, wo es mehr um Lebensenergie geht oder um Prana und dann gibt es eben meditative Aspekte und der transpersonale oder der tiefere Aspekt, wo es mehr um die eigentliche Essenz geht.

Aber jetzt das, was mich wirklich wieder eine Spur mehr in Balance gebracht hat, war eben dieses wirklich intensive, in diese intensive Asana-Praxis.

Und jetzt natürlich ist es wirklich so, wo du denkst, ja, ich mache es, weil es meinen Körper gut tut, relativ reduziert.

Und für mich ist Yoga mehr eine ganzheitliche Form der Ausrichtung.

Wie schaut denn der eigene Yoga-Praxis aus?

Also, das sind wenige Übungen und die adressieren im Grunde das, was so meine Schwachstellen sind, wo ich weiß, ich muss mit denen lernen umzugehen.

Ich habe eine ziemlich eigenartige Wirbelsäule, aber es ist im Grunde eher so, dass ich jetzt so keinen sehr ausgiebigen Asana oder körperlichen Workout habe in der Yoga-Praxis.

Da ist für mich eher im Vordergrund, dass ich in die Natur gehe, oder auf den Berg gehe, oder mit dem Rad fahre, oder wandern gehe, oder solche Sachen.

Das sind die Sachen, aber so eine regelmäßige Praxis, das ist nicht lang, das sind vielleicht 15, 20 Minuten, aber die muss ich fast gezwungenerweise machen.

Und das tut auch dann gut, aber es ist nicht so, dass ich jeden Tag, als Mönch hatte ich die Zeit, drei Stunden am Tag einfach nur auf der Yogamatte zu sein.

Deswegen habe ich da Dinge machen können, die mittlerweile undenkbar sind, und ich habe auch nicht mehr den Ehrgeiz dazu, alles Mögliche machen zu können.

Aber das klingt so, du hast dich auch schon wieder befreit.

Ja, natürlich.

Du hast den extremen Weg und dann…

Ja, ja, aber völlig.

Das ist auch schon eine Phase, die ich wieder durchgegangen bin, die wichtig war, weil ich weiß, was es heißt, auf volle Dupe reinzuhauen, aber die auch wieder, wenn alles, was ins Extrem getrieben wird, ist einfach irgendwie nicht gesund.

Aber manchmal muss man die Extreme austesten, um dann zu schauen, okay, was ist die eigentliche Mitte.

Und die Meditation, wie lebst du die heute und was gibst du da weiter?

Du bist ja Meditationslehrer und auch Yogalehrer, du verbindest die beiden Elemente.

Wie machst du das?

Also Meditation ist immer relativ.

Meditation kann unterschiedlich verstanden oder interpretiert werden, aber für mich einfach dieses stille Sitzen, sei es nur am Morgen für 20, 25 Minuten oder am Abend noch einmal für 5 oder 10 Minuten vorm Einschlafen.

Es ist irgendwie so, wieder in diesen Kontakt aufnehmen, in diese Zeitlosigkeit, in diese Grenzenlosigkeit, in dieses Aufgeben der eigenen Persönlichkeit, die eigenen Gedanken nicht ernst nehmen, sich nicht mehr mit dem identifizieren, was auf der Alltagsebene ich natürlich bin.

Und das ist irgendwie so ein Erholungspol, sich wirklich so rauszunehmen und alles nicht mehr so ernst zu nehmen.

Das gelingt mir im Alltag in dieser Form einfach nicht, als wenn ich wirklich innehalte und die Augen schließe.

Das heißt jetzt nicht, dass das absolute, tiefe, transartige Meditationszustände sind, aber es ist einfach so ein Innehalten, ein Wachsein, aber trotzdem nicht mehr ein Mitgerissen werden von dem, was gerade in meinem Alltag oder draußen in der Welt passiert.

Das ist eigentlich für mich fast so wie ein Lebenselixier.

Das brauche ich mehr als die körperliche Praxis.

Ich kann eher auf die körperliche Praxis verzichten, aber auf das schwierig.

Wie kommt man denn dorthin, dass das so wertvoll wird?

Weil wenn man nicht meditiert, dann ist das vielleicht ein bisschen abstrakt, dass man dann dort sitzt.

Ja, das ist ja langweilig, weil das so abseits dessen ist, was wir gewohnt sind, mit unserem Geist zu tun.

Wie kommt man denn dorthin, dass man sagt, das gibt mir so viel Kraft, ich möchte nicht mehr darauf verzichten.

Da gehe ich jetzt zurück auf meine ersten Anfänge der Meditation.

Das war mit 17 Jahren, 16, 17 Jahren ungefähr.

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wo der Impuls gekommen ist, vielleicht sogar von unserem Religionslehrer oder so irgendwas, aber da war der starke Impuls da.

Ist es möglich, dass ich mit mir selber für 10 oder 15 Minuten einfach nur bin, ohne Ablenkung, ohne was zu lesen, ohne sonst irgendwie die Sinne nach außen zu richten, ohne was Schönes zu betrachten, ohne was Angenehmes zu hören.

Das war mein Impuls, dass ich angefangen habe, einfach diese 15, sage ich mal, 15 Minuten, 10 oder 15 Minuten mit mir auszuhalten.

Und das sind damals und bis heute nicht unbedingt immer nur schöne, wunderbare Momente.

Aber ich habe gelernt, mit dem auch zu sein, auch wenn es gerade nicht angenehm ist.

Das heißt, diese Kunst dem Unangenehmen oder dem, was sich gerade nicht okay anfühlt, ein Okay zu geben.

Und wenn mir das in diesem klaren Zeitrahmen möglich ist, dann ist es mir auch wesentlich leichter möglich, in meinem Alltag und mit all dem, was herum ist, auch dem ein Okay geben, auch wenn es gerade nicht für mich stimmig ist.

Also es geht nicht nur darum, jetzt in der Form, wie ich praktiziere, immer nur möglichst den schönen Erfahrungen nachzulaufen in der Meditation, weil dann kann ich gleich jedem sagen, fange gar nicht an, weil das wird nie passieren.

Es gibt unterschiedliche Phasen der Meditation, aber wenn du mal gelernt hast, mit dem unangenehmen Phasen auch entspannt zu sein, freundlich zu sein, dich nicht so sehr persönlich zu nehmen, dich nicht damit zu identifizieren, zu sehen, dass eine Wut oder eine Angst, die Kata ist auch einfach nur eine Wut oder eine Angst ist und auch entsteht und wieder vergeht.

Wenn du das mehr und mehr bei dir selber auch erlebst, dann nimmst du die Meditation auch nicht mehr als Ziel wahr.

Das heißt, ich muss in die Ruhe kommen, ich muss in die Liebe kommen, sondern du nimmst es als einen Prozess wahr, wo du einfach mit dabei bist und das du beobachtest.

Und es gibt natürlich unterschiedliche Formen der Meditation.

Das eine ist, du konzentrierst dich auf ein Thema und das andere ist, du setzt dich einfach hin und bist gewahr, was an Themen gerade in dir hochkommt in diesem Moment.

Und das kann einfach nur gewahr sein, was gerade da ist, außen an Geräuschen oder auch körperlich an Empfindungen oder es kann ein seelisches Thema hochkommen.

Wie geht man damit um, mit den Gedanken, die hochkommen?

Das eine sind Gedanken, das andere sind wirklich auch Emotionen.

Ja, das ist jetzt die Frage.

Man geht am besten gar nicht um.

Also man versucht, sie nicht zu verändern, zu korrigieren, zu bewerten, was wir normalerweise im Alltag immer machen, sondern lässt sie einfach mal zu und beobachtet sie wertfrei, siehst, wie sie sich verändern, nimmst all das nicht persönlich, lässt sie entstehen, wenn sie kommen, lässt sie gehen, wenn sie ziehen und bist nur der Beobachter, der Betrachter von dem Ganzen.

Wie unterrichtest du das als Meditationslehrer, dass man lernt, das zu tun, was du gerade beschrieben hast?

Gibt es dafür verschiedene Typen von Menschen, verschiedene Formen, wie man den Zugang findet?

Ich glaube, ich unterrichte in einer Art, wie ich es nie gelernt bekommen habe, dass man unterrichtet.

Und ich schätze, ich unterrichte jetzt seit 1999, 25 Jahre Meditation.

Also das ist natürlich wesentlich.

Ich meditiere länger, aber ich unterrichte aktiv jetzt 25 Jahre.

Das ist jetzt schwierig, das in Worte zu fassen, weil ich glaube, ich unterrichte intuitiv und nicht so nach einer Methode.

Ich habe eine bestimmte Idee, aber ich glaube, ich spüre dann einfach hin, welche Worte dann kommen.

Es ist schwierig, zu beschreiben.

Also es ist vielleicht weniger technisch, weil man könnte ja auch beschreiben, wie man einen Geist lenken kann, einen Körper.

Oder hilfst du den Leuten eher, dass sie in einen bestimmten Zustand kommen, wo totale Entspannung entsteht und wo man überhaupt in das Beobachten kommt?

Genau, ich versuche, die Leute in keine Zustände zu bringen.

Ich versuche ganz im Gegenteil, die Leute dazu einzuladen, alles, was im Moment gerade da ist, einfach nur mal sein zu lassen.

Nicht zu verändern, nicht wegzuatmen, nicht zu bewerten, nicht persönlich zu nehmen, sondern einfach nur mal da sein zu lassen.

Und ich glaube, ich habe die Vermutung, ich bin kein Psychologe, ich bin kein Psychotherapeut, aber ich glaube, dass diese Methode mir als Mönch, dass das dadurch ganz viele Themen einfach gelöst hat, ohne dass ich sie jetzt aktiv bearbeitet habe.

Du kannst dich, wenn du Wochen, Monate lang einfach nur allein bist, in einer Gegend, wo du nicht abgelenkt bist, speziell jetzt in den Höhlen oder in den Urwäldern, wo ich gelebt habe, es kommen einfach Themen hoch.

Und ich glaube, ich habe einfach gelernt, mit dem sein zu können.

So wie in diesen 10, 15 Minuten, dieses Rendezvous, ich nenne es manchmal Rendezvous mit mir selber.

Und dass ich da ohne äußere Hilfe, sondern einfach mit dieser Geduld und mit dieser Freundlichkeit mir und meinen Themen gegenüber, dass ich da ganz viel lösen konnte.

Und dass eigentlich, ich sage mal, alle Leichen ausgegraben wurden, die da irgendwo im Keller sind, weil wir alle Menschen sind.

Das kommt von selber dann hoch.

Du kannst es, ich meine, du hast ja keine Chance, das irgendwie zu unterdrücken.

Du kannst es eine gewisse Zeit deckeln, aber auch, wenn du intensive Retreats machst, wo du dann, ich sage mal, über einen Monat lang, 14, 16 Stunden meditierst, es kommt alles hoch, was irgendwie hochkommt.

Muss oder kann.

Und das gibt dann so eine Leichtigkeit, du musst von nichts mehr wirklich davonlaufen.

Weil du auf langen Zeiträumen einfach dich so aufgemacht hast, dass alles aus dem Unterbewussten oder aus der Vergangenheit hochkommen darf.

Und ich glaube, das ist vielleicht auch das, warum es so schön ist, einfach für mich, einfach sich hinzusetzen, die Augen zu schließen, einfach zu schauen, weil keine Angst da ist, dass irgendwas ganz Schreckliches kommt.

Oder dass irgendwas kommen muss.

Ich habe ja keine Erwartung, dass das jetzt jedes Mal ekstatische Erfahrungen sind.

Sondern das, was ist, es ist der einzige Augenblick, und den lebe ich in dieser meditativen Haltung einfach bewusster als auf der Alltagsebene.

Du hast am Anfang davon gesprochen, dass man in diesem zeitlosen Raum, in dem man sich da begeben darf, dass man dann auch drauf kommt, wir sind ja die Gestalter unserer Welt.

Magst du das erklären?

Wenn nicht wir selber, wer dann?

Naja, ich bin gerade stark vom Taoismus fasziniert.

Und die Frage ist immer wieder, und die gibt es aber auch in anderen spirituellen Strömungen, Traditionen.

Magst du kurz erklären, was Taoismus bedeutet?

Tao heißt eigentlich der Weg, es ist eigentlich eine nicht-religiöse Religion.

Weil du absolut keine Gesetzen folgst und keine Autoritäten hast, und an nichts glaubst, sage ich einmal.

Aber deswegen umso mehr spontan mit dem Leben in Verbindung stehst.

Ohne dass die ganzen Konstrukte, die ich sehr wohl durchgelebt habe, durch den Buddhismus, auch durch den Yoga, diese ganzen Regeln, diese ganzen, was wir auch sagen, Disziplinen und ethischen, moralischen Vorstellungen, die wir herumtragen, und natürlich das Katholische.

Ich meine, ich bin ja auch bei den Benediktinen ins Internat gegangen, bei den Herz-Jesu-Messnern in die Schule gegangen.

Das heißt, all das, das hat dort überhaupt keinen Platz.

Sondern intuitiv, die Spontanität, wo du versuchst, schneller zu sein als deine Gedanken, die dir irgendwas einreden.

Und mehr im unmittelbaren Kontakt mit dem, was gerade ist.

Mehr in der Intuition.

Mit dem, was wir eigentlich vorher zuerst auch angesprochen haben.

Genau, dieses Intuitive.

Ja, und da sage ich einmal, wir sind die Gestalter.

Naja, es gibt immer wieder die Frage, naja, was ist jetzt der Unterschied von jemandem, der erleuchtet ist so ein blödes Wort, aber jemand, der wahrscheinlich tiefe Erkenntnisse gewonnen hat?

Was ist der Unterschied von so einer Person zu einer anderen Person, die das nicht hat?

Was ist der Perspektivenwechsel, der geschehen ist oder der zumindest hier und da passiert?

Und die eine Person ist völlig überzeugt, dass er oder sie in der Welt ist.

Ich bin hier und da draußen ist die Welt.

Und vieles geschieht mir einfach.

Und die andere Person ist umgekehrt überzeugt, dass die Welt in mir ist.

Danke.

Was soll man da noch sagen?

Wenn man jetzt den Wunsch hat, mehr Spiritualität ins eigene Leben bringen zu wollen, ich merke, ich bin vielleicht noch nicht dort, wo ich hin möchte.

Was rätst du da, wie man anfangen kann?

Ja, ich meine, im Grunde gibt es so viele unterschiedliche Ebenen, wo man beginnen könnte.

Es gibt, glaube ich, kein erstes oder zweites oder drittes.

Je achtsamer du mit dir selber umgehst, je freundlicher du mit dir selber umgehst und mit all deinen Themen, die auch unangenehm sind, die schmerzhaft sind, die eigentlich nicht passen, die aber trotzdem da sind, umso mehr wird es von dieser Art des Umgangs mit dir selber, also ich sage wiederum, von dieser inneren Haltung in eine körperliche Haltung gehen und diese innere Haltung und diese äußere Haltung wird in eine Lebenshaltung übergehen.

Und das natürlich, man kann auch ganz gezielt ein Buch lesen oder zu irgendeinem Vortrag gehen oder zu einer Yogastunde gehen, aber das ist vielleicht gar nicht so wichtig, sondern vielleicht genügt es einfach, jeden Tag einmal einen bewussten Spaziergang zu machen, das Handy beiseite zu legen, wieder einfach zu spüren in diesem Gehen, wie erlebe ich das im Moment?

Auch nicht versuchen, die Gedanken zu verdrängen, sondern den Gedanken selber in den Raum zu geben, wo sie sich auch sortieren können, ohne dass ich selber anfange zu sortieren.

Einfach wieder mehr Zeit mit mir alleine zu verbringen und mehr bewusste Zeit mit Menschen, die mir wichtig sind, zu verbringen, um das Gefühl der Zugehörigkeit wieder zu erleben, also wirklich lernen, auch zuzuhören und wieder einfach in Verbindung zu treten mit der Welt, weil ich in Verbindung bin mit mir.

Das ist diese Synchronicität, die einfach passiert.

Das heißt, ich muss gar nicht so sehr irgendwas suchen oder den Weg, wie ich das finde, sondern den Geist zur Ruhe kommen lassen, in Verbindung gehen mit mir, mit der Natur und dann mit der Welt.

Das macht schon so viel mit uns, dass sich in unserer Geisteshaltung auch nachhaltig etwas verändern wird, sagst du.

Es gibt Leute, die sagen, naja, ich meditiere, wenn ich einfach im Wald gehe und spazieren gehe und ich finde das extrem stimmig und wichtig und für mich auch nachvollziehbar.

Aber ich glaube trotzdem, egal was es für eine Praxis gibt, egal wo du dich wohlfühlst, das ist, glaube ich, wichtig, dass man das erkennt und das auch kultiviert.

Ich finde aber dennoch, dieses wirklich einmal sich fünf oder zehn Minuten Zeit zu nehmen, die Augen zu schließen, dabei nicht einschlafen zu wollen und einfach nur einmal mit sich selber sein zu können, das ist unumgänglich.

Das ist meine Erfahrung und das ist das, was ich auch den Leuten immer wieder sage.

Dann natürlich, man kann Audio-Meditationen hören oder man kann ein tolles Buch lesen oder man kann auch wandern gehen oder man kann auch beim Geschirrspülen scheinbar meditieren oder Titanila sagt beim Kochen und so, alles okay.

Aber das ersetzt nicht diese Fähigkeit, einfach einmal ein paar Minuten, ich sage mal zehn Minuten sollten es wahrscheinlich schon sein, einfach nur einmal mit sich zu sein.

Und das braucht zwei Sachen.

Das braucht die Liebe zu dieser subjektiven Wahrheit, die du dann erleben wirst, und es braucht den Mut zu dieser subjektiven Wahrheit, die du in diesem Moment erleben wirst.

Und wenn du beides nicht hast, wirst du wahrscheinlich nie in diese Praxis gehen und bleibst vielleicht immer in praktischen, ich sage bewusst stecken, wo du immer von außen Inputs kriegst.

Direkt geführte Meditation und die Yoga-Stunde und die Meditationsstunde und ein Meditationsbuch und ein Buch über dies oder jenes.

Aber das ersetzt nicht diese Fähigkeit, mal wirklich nichts zu tun und nichts zu sein und nichts zu müssen und nicht einmal ein Ziel zu haben.

Wieso braucht es dafür den Mut, das andere loszulassen?

Vielleicht brauchen einige Leute keinen Mut, weil sie keine Themen in sich haben, aber der durchschnittliche Mensch schließt die Augen und dann schaut, was passiert.

Die meisten ist es nicht leicht, mit sich und geschlossenen Augen einmal für eine längere Zeit zu sein.

Das ist der Mut.

Ich finde es auch superschön, dass man inspiriert wird zum Meditieren, weil du da die Schwelle ganz niedrig machst durch das, wie du es beschreibst.

Nämlich, ich muss jetzt gar nicht fancy Meditationstechniken lernen, es ist der Mut, mit sich selber zu sein, sein zu können.

Und das ist schon Meditation nach deiner Definition.

Ich glaube, das ist eher abschreckend, diese fancy Meditationstechniken.

Das ist das, was du machst, die Erwartungen sind so extrem hoch und die Enttäuschung dadurch auch.

Und du bist immer zielorientiert.

Das heißt, du setzt dich hin zur Meditation und die Vorgabe ist, du sollst dich auf das konzentrieren oder auf jenes und das muss dann passieren und so weiter.

Und wenn es einmal nicht so ist und es wird in vielen Fällen auch dann nicht so sein, dann heißt es wieder, ach ich kann das nicht und ich muss nämlich noch mehr anstreben und das ist so ein Teufelskreis.

Statt zu sagen, alles, wirklich alles, was passiert ist okay, aber habe ich die Liebe und den Mut mit diesen Wahrheiten, die da hochkommen und das sind nicht nur angenehme.

Das heißt ja nicht nur, dass ich, wenn ich die Augen schließe und still bin, dass es in mir still ist, ganz im Gegenteil.

Aber kann ich mal mit dem sein, kann ich das aushalten, was da gerade für irgendwelche eigenartigen, blöden Gedanken kommen, was für unangenehme Emotionen sind und ich lasse das einfach mal zu und ich nehme es nicht einmal persönlich.

Ich kann es einfach mal nur anschauen, sein lassen und bin aber mit dem, was gerade ist.

Und vielleicht kommt auch mal ganz was Schönes und Wunderbares, ja umso besser.

Aber es ist meistens eine ganz menschliche Mischung, die dann einfach passiert.

Was wünschst du dir aus deiner Erfahrung, was denkst du, was bei uns braucht in der Gesellschaft, damit wir glücklicher sind?

Also ich glaube, wichtig ist wieder mehr intuitiv zu werden, weniger in Medien sich zu verlieren, inklusive Social Media und ehrlich zu sich selber sein und den Mut zu haben, diese Ehrlichkeit dann auch zu leben und auszudrücken und umzuwandeln.

Und das ist so etwas Intimes und Subjektives, das kann dir niemand abnehmen.

Was ist wirklich mein Herzenswunsch ins Leben?

Was will ich wirklich in die Welt setzen?

Wo ist meine Leidenschaft?

Also das, was Ikigai beschreibt in vier Arten, was liebe ich, was kann ich gut, was hilft der Welt und wovon kann ich leben?

Und das kannst du nirgends draußen erfahren.

Das kannst du nur du selber, für dich selber erkennen.

Und das ist was, wo du sagst, das würde unseren Kindern helfen, wenn wir ihnen das zum Beispiel mitgeben.

Also meine Einstellung ist, beginn nicht bei deinen Kindern.

Ja, das sowieso.

Ja, aber das ist, wenn die Kinder merken, dass du das lebst, dann musst du ihnen nichts lehren.

Weil die Kinder gehen nicht von dem, was ihre Eltern ihnen sagen, sondern was sie leben.

Ja, das stimmt.

Ja, vielen Dank, Florian.

Hast du abschließend noch etwas, was du teilen magst zu dem Thema?

Zum Abschluss, das ist eigentlich ein Zitat, mit dem ich sehr oft Retreats zum Schluss zu Ende bringe, weil es einfach irgendwie die Essenz der Spiritualität und vielleicht auch die Essenz des Lebens gut widerspiegelt.

Es ist ein Zitat von einer der verrücktesten Heiligen in Indien.

Und zwar Nisargadatta Maharaj heißt er, der hat in Bombay gelebt im letzten Jahrhundert.

Und er hat einmal folgende Worte gesagt.

Wenn ich erkenne, dass ich alles bin, das ist Liebe.

Wenn ich erkenne, dass ich nichts bin, das ist Weisheit.

Und zwischen diesen beiden fließt mein Leben.

Vielen Dank.

Danke für das Interview mit dir, Florian.

Vielen Dank.

Bitte.

Du hörst jetzt direkt im Anschluss die angekündigte Meditation mit Florian.

Achte mal darauf, dass du eine für dich stimmige Sitzhaltung einnimmst.

Sei es auf einem Stuhl oder auch am Boden sitzend oder gerne auch liegend.

Und wenn sich das körperlich gut und angenehm anfühlt, dann schliesse mal ganz entspannt deine Augen.

Und habe mal gar keine Vorstellung, was in diesem Moment passieren muss.

Spür einfach nur mal den Boden, auf dem du gerade sitzt oder liegst.

Und spür, wie in diesem Moment du getragen wirst.

Wie der Körper nichts tun muss, um gehalten zu werden.

Und je bewusster du dieses Getragensein von Mutter Erde wahrnimmst, umso mehr kann sich dein Körper entspannen.

Und umso mehr sich dein Körper entspannt, umso eher wirst du dieses Getragensein in diesem Moment wahrnehmen.

Auf körperlicher Ebene.

Und vielleicht wirst du auch spüren, wie dich in diesem Moment das Leben trägt.

Ohne, dass du irgendwas tun musst.

Vielleicht spürst du auch, wie du jetzt gerade von innen und außen belebt und gelebt wirst.

Ohne Ziel.

Ohne Sinn.

Ohne Bewertung.

Ohne irgendwas verstehen zu müssen.

Und dennoch ganz unmittelbar lebendig und offen.

Dann einmal tiefer ein- und ausatmen und die Finger und die Zehen bewegen.

Wenn es sich grad stimmig anfühlt, kannst du auch die Hände in eine Gebetshaltung bringen.

Im Moment nochmal spüren, wie es ist, in diesem Moment gegenwärtig zu sein und in diesem Moment auch dankbar zu sein.

Ganz egal für wen und für was.

Namaste.

Ernährung für gesundes Altern mit Daniela Wolff

Daniela Wolff ist Ernährungsberaterin, hält Vorträge und Seminare für ayurvedisches Kochen und blickt auf über 25 Jahre Ayurveda Erfahrung zurück.

Im Newmoon Talk erklärt sie, wie Ernährung uns bis ins hohe Alter vital, froh und gesund halten kann. Du erfährst, wie Ayurveda auf das Thema gesund Altern schaut und was es dafür braucht.

Video auf Youtube ansehen (Dauer: 1 Stunde mit Kapitelmarken)

Das erfährst Du im Interview:

  • Gesundes Altern aus Ayurveda Sicht
  • Lebensenergie über die Nahrung gewinnen
  • Wie Vitalität über die Nahrung im Körper ankommt
  • Die eigene Küche als Möglichkeit gesund alt zu werden
  • Die Vorteile des selber Kochens und was beim Auswärts-Essen verloren geht
  • Tipps für einfaches und gesundes Kochen zuhause

Mehr über Daniela Wolff:

Podcast Interview: Im Einklang mit den Gesetzen der Natur – gesund alt werden mit Dr. Johannes Neuhofer

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Mein Interview Gast Dr. Johannes Neuhofer ist Dermatologe mit Praxis in Linz, seit 2013 Bundesfachgruppenvorsitzender für Dermatologie, Experte für indonesische Pflanzenheilkunde, Honorarkonsul für Indonesien und Buchautor (u.a. Patienten brauchen mehr als nur ein Rezept, Die Jamu Therapie – das indonesische Geheimnis für Heilung und Gesundheit, Die Kosmetikrevolution – Schönheit kommt von Innen). Der vierfache Vater und Visionär hat 2012 den Johannesweg, ein Pilgerweg im Mühlviertel, gegründet.

Im Interview sprechen wir unter anderem über psychisch bedingte Hautprobleme, die Rolle der Arzt-Patienten-Beziehung bei der Heilung und wie unsere Einstellung und Lebensweise unsere Gesundheit beeinflussen. Dr. Neuhofer erzählt, warum er sich selbst auf die Suche nach dem Subtilen gemacht hat, aus Frustration darüber, dass er mit rein schulmedizinischen Methoden oft nicht weiterhelfen konnte. Wir sprechen über die heilbringende Natur, die 12 Lebensweisheiten seines Johanneswegs und wie wir Gesundheit selbst in die Hand nehmen können.

Mehr über Dr. Johannes Neuhofer:

WebSite: www.dr-neuhofer.com
Johannesweg: www.johannesweg.at

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Podcast Interview: Die Magie der Ayurveda Ernährung – Detox als natürlicher Prozess mit Dag Weinmann

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Mein Interview Gast ist Dag Weinmann, freiberuflicher Ayurveda Koch und Autor von den zwei Ayurveda Kochbüchern „Mit Liebe schmeckts besser“. Dag ist Ausbildner für Ayurveda Ernährung und Chefkoch an der Europäischen Akademie für Ayurveda in Birstein. Er hat über 100 Kochkurse im In- und Ausland geleitet und für Kuren gekocht.

Im Interview sprechen wir über Die Magie der Ayurveda Ernährung und wie diese den täglichen Prozess der Entgiftung unterstützt. Ich wünsche Dir viel Freude beim Hören!

Das hörst Du im Interview:

  • Tipps für die tägliche Entgiftung im Alltag
  • Was die natürlichen Reinigungsprozesse blockiert
  • Warum wir Haushaltszucker meiden sollten
  • Heimische Kräuter, die beim Entgiften helfen
  • Welche Rolle Mindset und Liebe beim Kochen und Essen spielen
  • Wie man die Küche zum Tempel macht
  • Nahrung als Abbild der kosmischen Harmonien

Mehr über Dag Weinmann:

WebSite: www.pure-sattva.de
Kochbücher „Mit Liebe schmeckts besser“

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Podcast Interview: Volker Mehl über heimische Kräuter und Heilpflanzen – die Ayurveda Sicht auf unsere Wurzeln und Heilung

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Volker Mehl ist Deutschlands angesagtester Ayurveda-Koch, Yogalehrer, Visionär, Küchenphilosoph, 15-facher Buchautor, Spiegel Bestseller Autor und zweifacher Gewinner des Gourmand World Cookbook Award.

Im Interview sprechen wir über sein Buch „Koch Dich gesund – Ayurveda meets Klosterheilkunde“. Dabei kommen nicht nur die heimischen Heilkräuter zur Sprache, wir sprechen auch über Volkers eigene spirituelle Weltsicht und seine Einsichten, die er im Zuge der Buchrecherche im Benediktiner Kloster erlangt hat.

Das hörst Du im Interview:

  • Was Atmung und Ernährung gemeinsam haben
  • Das Wunder von Ernährung und wie alles miteinander in Verbindung steht
  • Wie Heilkräuter auf uns wirken
  • Warum Heilkräuter unsere Selbstheilungskräfte aktivieren
  • Müssen es immer die indischen Heilkräuter sein?
  • Wie man durch den Fokus auf 1 Sache innere Freiheit erlangt

Mehr über Volker Mehl:

WebSite: www.volkermehl.com/
Instagram: instagram.com/volkermehl/
Facebook: facebook.com/volkermehl.de
Youtube: youtube.com/@volkermehl8471

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Podcast Interview: Idealgewicht ohne Diät – Ayurveda Tipps für den Wohlfühlkörper mit Daniela Wolff

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Zu Gast ist Daniela Wolff, Ernährungsberaterin mit jahrzehntelanger und passionierter Spezialisierung auf Ayurveda. Im Interview erfährst Du, wie Ayurveda auf das Thema Gewichtszunahme und Abnehmen schaut, welche Rolle die Verdauung für das Körpergewicht spielt und wie unsere individuelle Konstitution dazu beiträgt. Du erhältst außerdem viele praktische Ayurveda Tipps für Ernährung und Lebensstil, mit denen Du schlank und vor allem gesund alt werden kannst.

Das hörst Du im Interview:

  • Wie der Körper immer wieder zurück in sein Idealgewicht pendelt
  • Gründe fürs Gewichtszunahme aus Ayurveda Sicht
  • Wie das Idealgewicht mit unserer individuellen Konstitution zusammenhängt
  • Das Wohlgewicht ohne Waage und Spiegel erkennen
  • Welche Faktoren unserer Ess- und Lebenskultur zum Entstehen von Schlacken und Übergewicht beitragen
  • Warum eine gesunde Verdauung essenziell ist, um nicht zuzunehmen

Mehr über Daniela Wolff:

WebSite: https://danielawolff.com
Rezepte: https://danielawolff.com/rezepte/
Kochbücher: https://danielawolff.com/kochbuecher-2/

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Onlinekurs mit Daniela Wolff:
Leben im Flow – Ayurveda und Chronobiologie

Chronobiologie ist das Wissen um biologische Rhythmen im Innen und Außen. Ayurveda erklärt, wie unsere innere Uhr mit den natürlichen Rhythmen der Natur schwingt. Unser Körper ist Teil der Natur und reagiert ebenso wie Pflanzen und Tiere auf Einflüsse wie Tageszeit, Jahreszeit, Klima, Lebensumstände usw. Das Wissen, wie uns diese Faktoren beeinflussen, bringt uns in unsere Kraft und lässt uns die Energie jeden Moments bestmöglich nutzen.
Die Rhythmuslehre des Ayurveda bringt uns nicht nur in Einklang mit den Rhythmen der Natur, sondern auch in Einklang mit uns selbst. Die Anwendung dieser Empfehlungen bringt uns zurück in ein natürliches Gleichgewicht mit oft erstaunlichen Effekten.

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Podcast Interview: Die Macht der Gewohnheit mit Theresa Wolf – wie man gesunde Routinen nachhaltig integriert

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Im Podcast Interview mit Theresa Wolf von Körpergut erfährst Du, wie Du positive Routinen bewusst zur Gewohnheit werden lässt und wie Du das anfängliche Feuer der Motivation aufrecht erhältst.

Das hörst Du im Interview:

  • Wie kleine bewusste Alltagsrituale dazu beitragen, dass Du für den Rest Deines Tages stabiler und resilienter bist.
  • Warum es schwer ist neue Gewohnheiten aufzubauen.
  • Wie man gesunde Gewohnheiten erfolgreich aufbaut und integriert.
  • Wie Du Dein Körpergedächtnis mit wenig Aufwand auf positive Gewohnheiten hin trainierst.
  • Warum nur 10 Minuten Bewegung pro Tag den Unterschied machen.

Theresa Wolf setzt sich als Psychologin und Sportwissenschafterin für mehr Gesundheit auf dieser Welt ein. Ihr Wissen rund um ganzheitliche Gesundheit und die nachhaltige Integration von gesunden Gewohnheiten gibt sie im Rahmen der Körpergut Akademie in Form von Ausbildungen weiter.

Mehr über Körpergut und Theresa Wolf:

Zur Körpergut Akademie: www.koerpergut.at
Körpergut Summit von 20.-22. Feb. 2024: www.koerpergut.at/koerpergut-summit-2024/
Instagram: www.instagram.com/koerpergut_official
Kostenlose 10-Minuten Videos: www.koerpergut.at/10-minuten-videos/
Kostenlose Anleitung zur Energielevel-Methode: www.koerpergut.at/anleitung-energielevel-methode/

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Authentisch leben mit Ayurveda / Podcast Interview mit Bernadette Fuschlberger-Pühringer

Im Interview ist Bernadette Fuschlberger-Pühringer, diplomierte Ayurveda Praktikerin in Salzburg und Lehrende an der Jadeflower Academy. Wir sprechen über unsere ureigenen Anlagen und Qualitäten, die wir mitbringen und warum wir diese oft nicht leben. Bernadette erzählt aus ihrer Sicht als Ayurveda-Therapeutin, wie es sich auch körperlich auswirken kann, wenn wir nicht authentisch leben und wie Ayurveda dabei helfen kann unser Potenzial zu entfalten.

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Das erfährst Du im Interview:

  • Die Ayurveda Sicht auf unsere Einzigartigkeit
  • Qualitäten, in denen sich unsere Urkonstitution zeigt
  • Wie die Konstitution als Ayurveda Praktikerin erkennbar ist
  • Wie sich ein emotionales Ungleichgewicht auf körperlicher Ebene zeigt
  • Was dazu führt, dass wir unser ureignes Wesen verlassen
  • Wie es sich zeigt, wenn wir nicht authentisch leben

Mehr über Bernadette Fuschlberger-Pühringer:

WebSite: www.ayurveda4you.at
Infos zu Bernadette als Lehrende an der Jadeflower Academy

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Lernen durch Beobachten, die Ayurveda-Brille im Alltag / Podcast Folge mit Ursula Feuerherdt

Durch Beobachten der Prozesse in Körper, Geist und im Außen stellen wir die Körper-Geist-Verbindung wieder her und können selbstwirksam erkennen, was wir brauchen und präventiv gegensteuern – damit es gar nicht erst so weit kommen muss, dass es uns schlecht geht, körperlich oder geistig.

In dieser Solofolge mit Ursula Feuerherdt erfährst Du, warum das Beobachten überhaupt eines der wichtigsten Instrumente im Ayurveda ist, was Du beobachten kannst im Innen und Außen, wie man beobachtet und wie man die gewonnenen Erkenntnissen anwenden kann. Du erfährst außerdem, wie uns tägliche Routinen unterstützen und welche Schwierigkeiten beim Beobachten auftreten können.

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Downloads zur Podcast Folge

Das erfährst Du im Interview:

  • Warum das Beobachten eines der wichtigsten Instrumente im Ayurveda ist
  • Was Du beobachten kannst im Innen und im Außen
  • Wie man beobachtet und wie man dieses Wissen dann auch anwenden kann
  • Welche Schwierigkeiten auftreten können
  • Wie man mit Routinen die Gewohnheit des richtigen Beobachtens unterstützen kann

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Audio-Transkript der Podcast Folge „Lernen durch Beobachten, die Ayurveda-Brille im Alltag“

Herzlich Willkommen bei Folge 21 von Verstehe Ayurveda, verstehe Dich.

Mein Name ist Ursula Feuerherdt und Du hörst den Podcast der Jade Flower Academy.

In dieser Solo-Folge geht es um das Thema Lernen durch Beobachten, die Ayurveda-Brille im Alltag.

Wenn ich von meinen Ayurveda-Anfängen erzähle, dann sage ich immer, es war damals für mich wie die Welt durch eine neue Brille sehen.

Und beobachten ist etwas, das können wir täglich tun, es braucht keinen Zusatzaufwand, man braucht nur die richtige Brille dazu.

Hat man einmal die Prinzipien des Ayurveda verstanden, dann kann man durch diese Ayurveda-Brille tagtäglich schauen und man wird dazu lernen. Es ist ein lebenslanges Lernen.

In dieser Folge erfährst Du, warum das Beobachten überhaupt eines der wichtigsten Instrumente ist, was Du überhaupt beobachten kannst im Innen und im Außen, wie man beobachtet und wie man dieses Wissen dann auch anwenden kann, Du erfährst, wie Routinen eine unterstützende Maßnahme dafür sind und warum Du das Beobachten lernen solltest und auch welche Schwierigkeiten dabei auftreten können.

Außerdem habe ich zwei kostenfreie Downloads für Dich dabei, zum einen ein Gesundheitstagebuch, damit Du immer tiefer ins Beobachten kommen kannst oder mal einsteigen kannst damit und zum anderen die wichtigsten Eigenschaften der Doshas und wie man diese jeweils ausgleichen kann.

Dann legen wir los, warum ist Beobachten überhaupt eines der wichtigsten Instrumente im Ayurveda?

Die Ursprünge des Ayurveda sind ja Jahrtausende alt und damals gab es keine Laborwerte, auf die man sich berufen konnte und Beobachten war das Instrument der Ärzte.

So wie die Ärzte auch heute noch bei einem Patienten etwas abtasten, die Zunge anschauen, durch Anamnese und ein Gespräch ganz viel erfahren, so war das damals aber auch in die Tiefe das Instrument, um sich ein Bild über den Gesundheitszustand zu machen.

Aber was kann man überhaupt beobachten?

Man kann bei einem selbst beobachten, die Körperprozesse, die Ausscheidungen, wie ist mein äußeres Erscheinungsbild und wie sind meine geistigen Tendenzen.

Im Außen kann ich beobachten, wie ist die Qualität der Jahreszeit, welche Tageszeit herrscht, wie ist gerade das Wetter, wie sind die Beziehungen rund um mich, wie geht es mir eigentlich mit dem, was ich gerade tue im Leben, bin ich davon erfüllt oder gestresst, welche Stressfaktoren herrschen, unsere Schnelllebigkeit, die ständige Verfügbarkeit, die vielen vielen Eindrücke, die wir über unser Handy kriegen, über den Medienkonsum und so weiter.

Und in unserer modernen Welt haben wir nicht mehr gelernt, uns auf das Beobachten zu berufen.

Und in unserer modernen Welt haben wir nicht mehr so dieses Gefühl der Verbundenheit mit der Natur, dass es innen und außen sich gegenseitig bedingt und dass wir ständig auch den Rhythmen der Natur unterworfen sind, die wirken auf uns.

Früher war es ganz normal, im Rhythmus der Jahreszeiten zu leben.

Da hat man im Frühling das Feld vorbereitet, im Frühsommer ausgesät, im Herbst geerntet und ist dann im Winter in den Rückzug gegangen und war dann mehr an den eigenen vier Wänden und hat dort die Arbeit im Haus verrichtet.

Und heute gehen wir ja davon aus, dass unser Körper das ganze Jahr gleich funktioniert.

Wir stellen uns den gleichen Aufgaben, es gibt kaum einen Unterschied zwischen Sommer und Winter.

Im Winter ist man vielleicht noch eher drinnen, aber was uns unsere geistigen Aktivitäten angeht, ist es ja sehr gleich getaktet.

Darüber hinaus haben wir natürlich ganz viel Zugriff auf wissenschaftliche Erkenntnisse, die uns auch in der Gesundheit dienen.

Es gibt Laborwerte für die Schilddrüse, für den Blutzucker, wir können den Blutdruck messen, wir haben unsere Waage, um das Körpergewicht und die Körperfettwerte zu messen und wir haben die Gesundheitsuhr, die uns sagt, wie viele Schritte haben wir gemacht, wie ist unser Blutdruck oder unser Puls und all das bringt uns davon weg, dass wir da selber hinschauen und erkennen, was ist eigentlich gerade los bei mir.

Und die Folgen davon sind, dass unsere Körper-Geist-Verbindung verloren geht.

Wir leben sehr viel im Kopf, wir haben sehr, sehr viel intellektuelles Wissen und wir übersteuern oft unsere Körperbedürfnisse durch unsere geistige Willenskraft.

Wo unser Körper immer im Hier und Jetzt ist und uns auch sagt, was Sache ist, ist unser Geist meistens nicht in der Gegenwart, sondern in der Vergangenheit oder in der Zukunft und wir sind tief mit unseren Gedanken und Prozessen beschäftigt und auch den Aktivitäten, die wir in die Welt bringen wollen.

Und dabei vergessen wir, dass wir unsere Messinstrumente immer dabei haben, weil der Körper ist immer anwesend und sagt immer, was Sache ist und die Folge davon ist, dass wir diese Verbindung verloren haben, dass wir uns ausgeliefert fühlen, wenn es uns mal nicht so gut geht.

Wir verstehen dann nicht, wo kommt es her, was kann ich tun, wie geht es mir besser, bleibt der Zustand ewig, wie sich das manchmal anfühlt und es kann körperlich als auch geistig sein.

Und durch Beobachten der Prozesse im Innen, im Außen und was geistig passiert und das zusammenzubringen, da wieder eine Einheit zu spüren, das versetzt uns in die Lage, dass wir ganz viel selbstwirksam werden können und es gar nicht erst so weit kommen muss, dass es uns schlecht geht, körperlich oder geistig.

Schauen wir uns mal an, was man überhaupt beobachten kann.

Schauen wir mal auf den Körper, da gibt es drei Ebenen, die man sich anschauen kann.

Wie ist der Körper im Außen, wie sind die Körperprozesse, also was passiert innen und wie sind die geistigen Tendenzen.

Beim Körper im Außen kann ich mir als erstes mal dieses grundlegende Erscheinungsbild anschauen.

Wie ist das Strahlen der Augen, wie ist das Strahlen der Haut, wie ist die Körperform und wie ist so die Energie, die darüber kommt.

Ich kann mir anschauen, wie schaut die Haut aus, ist die trocken und faltig oder ist sie glatt und seidig.

Ich kann mir anschauen, wie die Nägel aussehen, die Haare.

Ich kann mir anschauen, wie schaut die Zunge aus, also das tägliche Zungenschaben, zum Beispiel ist ja eine der Morgenroutinen im Ayurveda und ich erfahre darüber ganz viel über die Organe, ob Giftstoffe im Körper sind, wie die Verdauung funktioniert.

Das ist ein ganz aufschlussreiches Instrument, die Zunge zu beobachten.

Dann kann ich mir meine Ausscheidungen anschauen, wie schaut der Urin aus, wie oft kann ich Urin lassen, wie ist dann die Farbe und der Geruch.

Dann kann ich mir anschauen, wie es mit dem Stuhlgang ist.

Gibt es täglich Stuhlgang, wie ist der Stuhlgang, wie schaut dann der Stuhl aus.

Dann gibt es im Ayurveda auch ganz viel Wissen, was man zum Beispiel im Gesicht oder in den Händen lesen kann.

Also manche Dinge, die sind ja auch für uns ganz offensichtlich, wie zum Beispiel Augenringe oder eine fahle Gesichtsfarbe oder ganz eingefallene Schläfen, wie schauen die Zähne aus und so weiter.

Also das sagt alles ganz viel über den Gesundheitszustand.

Dann kann man anschauen, wie sind die Körperprozesse, also was passiert innen.

Da kann ich zum Beispiel schauen, wie ist mein Hitze-Kälte-Empfinden, habe ich viel Hitze in mir, habe ich vielleicht viel Durst oder bin ich eher auf der kälteren Seite, mir friert schnell, meine Hände und Füße sind kalt und ich habe ganz wenig Durst.

Ich kann schauen, wie geht es mir morgens nach dem Aufstehen, bin ich da träge und müde und muss den Wecker zehnmal nachstellen oder springe ich aus dem Bett und bin wach und bereit für den Tag.

Ich kann schauen, wie geht es mir nach dem Essen, bin ich erschöpft nach dem Essen, möchte mir am liebsten hinlegen, weil mich das ermüdet oder habe ich die Energie, die ich mir gegeben habe durch das Essen, kann ich die wirklich auch leben danach.

Dann natürlich die Verdauung generell, wie geht es mir da nach dem Essen, habe ich vielleicht Magendrücken, Magenschmerzen, habe ich vielleicht Sodbrennen, wie geht es mir mit Lebensmitteln, vertrage ich alles oder gibt es Unverträglichkeiten, habe ich von manchen Sachen Bauchweh, habe ich vielleicht manchmal zwei, drei Stunden nach dem Essen Blähungen oder direkt nach dem Essen.

All das sind Körperprozesse, die uns ganz viel sagen drüber, was uns guttun würde.

Und dann kann ich natürlich auch geistige Tendenzen beobachten.

Bin ich schnell zornig und aufgebracht, bin ich ungeduldig oder bin ich eher lethargisch und träge, vielleicht sogar ein bisschen traurig und depressiv oder gibt es da eine Unruhe im Geist, kann ich eher schlecht abschalten, möchte ich am liebsten ständig aktiv sein, habe ich Sorgen, Ängste, bin ich eher auf der unruhigen Seite.

Und auf diesen drei Ebenen kann ich schon mal ganz viel bei mir sehen, was ist bei mir los.

Und um beobachten zu können, braucht es überhaupt kein Doscherwissen.

Im Ayurveda gibt es das Prinzip des Ausgleichens und das besagt, dass Gleiches Gleiches anzieht und die Gegensätze sich ausgleichen.

Der Ayurveda spricht davon 20 Eigenschaften, mit denen jede Erfahrung und jede physische Substanz beschrieben werden können und die Eigenschaften lassen sich in 10 Paaren gegenüberstellen.

Und mit dieser Liste an gegensätzlichen Qualitäten kann man immer selber wieder Balance herstellen.

Also einfache Beispiele wären zum Beispiel heiß, kalt, flüssig, trocken, weich und hart.

Wenn man sich zum Beispiel körperlich schwer und träge fühlt, dann sind das Zustände von schwer, statisch, vielleicht sogar dumpf.

Und das Gegenteil davon wäre leicht, mobil und klar.

Und was würde das jetzt heißen?

Mit dem Zustand von Schwere im Körper und Trägheit kann man zum Beispiel Ausgleich schaffen durch einen flotten Spaziergang, durch Sport, durch anregende Tätigkeiten, durch Tanzen, die auch geistige Anregung bringen, beim Essen durch anregende Gewürze, das heißt eher schärfere Gewürze oder herbere Gewürze, die anregen.

Ein anderes Beispiel wäre, wenn man innerlich gereizt ist und in einem Zustand von Überaktivität.

Die Eigenschaften dafür wären heiß, scharf, mobil und ausgleichend dazu ist der süße Geschmack, der diese Überhitze im Körper reduziert, zum Beispiel durch Datteln oder eben mildes Essen, also auf keinen Fall nur mit scharfem Essen arbeiten oder mit Kaffee und auch vielleicht mehr Süße ins Leben bringen, das heißt Aktivitäten, die leicht sind, die spielerisch sind, die freudvoll sind, alles was so ein bisschen Weichheit reinbringt.

Ganz viel lässt sich beobachten bei der Verdauung.

Da ist es zum Beispiel so, dass wir eine schlechtere Verdauung haben, wenn wir einen Infekt abwehren, wir haben eine schwächere Verdauung, wenn wir gestresst sind, da muss der Körper generell mehr verdauen, da hat er ganz viele Eindrücke, die auf einen einströmen, das heißt je mehr im Außen los ist und je mehr der Körper verarbeiten muss über die fünf Sinne, alles was über unsere fünf Sinne auf uns einströmt, desto besser ist es einfach ernähren.

Die einfache Ernährung, die erleichtert unseren Verdauungsfeuer auch alles andere gut zu verdauen.

Ich gebe hier ein paar Beispiele, damit man sich das besser vorstellen kann, was man beobachten kann, was es bedeutet und wie man es ausgleichen kann.

Tendiert man zum Beispiel zu Blähungen, dann ist der Ursprung meist im Vata Dosha, ein Zuviel an Vata, das aus den Elementen Luft und Raum besteht.

Vata hat die Eigenschaften trocken, leicht, kalt, rau, feinstofflich, mobil und klar.

Und wenn wir dann ans Essen denken, dann kann es sein, dass jemand der zu viel Vata momentan hat und sowieso in der Verdauung darunter leidet, eben zum Beispiel durch Blähungen, Verstopfungen, unregelmäßigen Stuhlgang, dass dann so einfache Dinge wie ein roher Apfel das noch zusätzlich befeuern.

Das heißt, wenn man jetzt zum Beispiel mit einer Konstitution von gegenwärtig zu viel Vata etwas isst, was eigentlich gesund ist und zwar einen rohen Apfel, dann bringt er aber Eigenschaften mit, die für den momentanen Zustand nicht zuträglich sind.

Der Apfel ist rau, wenn man da reinbeißt, der ist so crunchy, knusprig, der ist rau, wenn man den runterschluckt und diese Eigenschaft rau, die ist zum Beispiel schon vorhanden im Vatadosha, das ist etwas, was es mitbringt und wenn ich jetzt noch mehr davon gebe, dann bringe ich noch mehr Vata und mehr Luft in den Körper.

Generell ist alles, was so knusprig ist und ein bisschen luftig, wie Reiswaffeln oder alles was so Crackers sind und so knusprige Dinge, die fördern noch mehr Vata im Körper, weil ich beim Essen quasi noch mehr Luft in den Körper befördere.

Alles was breiig ist, suppig ist, mit Flüssigkeit, ölig, das beruhigt Vata.

Ein anderes Vata-Beispiel wäre Luft im Körper, die man auch hört durch Knacksen von Gelenken, das kennen ganz viele, dass das vielleicht auch im Winter mehr ist oder manche haben das als Dauerzustand, dass die Gelenke knacksen oder dass die Haut trocken ist und rau und da kann man auch beobachten, dass sich das verändert, wenn man regelmäßige Ölmassagen macht.

Das Öl, das dringt ganz tief ein in die Haut bis in die Gelenke und bringt dort Linderung.

Auf der Ebene der Körperprozesse lässt sich auch ganz viel beobachten und ausgleichen.

Zum Beispiel viel Durst zu haben, das kann einerseits ein Zeichen sein für viel Pitta, das heißt viel Hitze im Körper, Scharfes, Heißes wäre dann genau das Falsche.

Da muss ich für Kühlung sorgen und Kühlung kann ich zum Beispiel durch einen süßen Geschmack erwirken, durch den bitteren Geschmack oder durch kühlende Aktivitäten, wie Schwimmen gehen, durch kühlende Aktivitäten im Geist, wie vorhin schon erwähnt, also was Leichtes, Spielerisches, Freudvolles und wegkommen von diesem Aktionismus oft.

Und was wir durch das Beobachten auch lernen, ist, wie unterschiedlich die Tage sind und wie unterschiedlich wir da funktionieren.

Das ist je nach Stresslevel, je nachdem, was wir sonst so ausgesetzt sind, je nach Jahreszeit funktioniert auch unsere Verdauung anders und auch bei uns Frauen ist es während der Menstruation anders, da ist die Verdauung auch geschwächt, da ist der Körper ganz viel beschäftigt mit Reinigung und unser Verdauungsfeuer ist dann nicht so stark.

Wie merkt man das jetzt zum Beispiel?

Wenn ich nach dem Essen müde und träge bin, dann war das Essen wahrscheinlich nicht das Richtige für mich und nicht passend für meinen Zustand.

Und das kennt bestimmt jeder, dass man manche Lebensmittel zu gewissen Zeiten besser verträgt und dann wieder weniger gut und das liegt immer nur am Zustand unserer Verdauung.

Es liegt nicht am Essen, es liegt am Zustand unserer Verdauung.

Anderes Beispiel aus meiner jüngsten Vergangenheit, ich hatte nach einer stressigen Phase einen Tag, wo ich abends in eine richtige Migräne gefallen bin, also es war nichts mehr möglich, der Schmerz war gar nicht mehr lokalisierbar am Kopf, weil auch das gibt Aufschluss darüber, welche Art von Kopfweh das ist, also von welchem Zustand der ausgelöst wurde.

In meinem Fall war die Migräne ausgelöst von einem zu viel an Vata und das ist oft der Grund, warum es zu Migräne kommt, wenn man zu viel Vata im Körper hat, das heißt zu viel Unruhe im Leben, zu wenig Erdung.

Und was mir da geholfen hat, natürlich Ruhe und Schlafen und nachdem ich eine Nacht geschlafen hatte, war es leider am nächsten Morgen noch immer da und dann war mein Wundermittel eine Ölmassage.

Ich habe mir mit Mandelöl den ganzen Körper inklusive Kopf eingeölt, richtig viel, also das Öl vorher in einem Wasserbad erwärmen und dann den ganzen Körper einölen damit inklusive Kopfhaut und dann so eine Viertelstunde wirken lassen, einziehen lassen und dann heiß duschen und das war die Sofortlösung, das Kopfweh war danach weg.

Und ich bin selber immer wieder erstaunt, wie enorm wirksam manche Ayurveda-Mittel sind.

Und ich kann nur ermutigen, da wirklich hinzuschauen, weil diese Erkenntnisse, die man da gewinnt, die sind so wertvoll im Alltag, ich kann nur von mir selber berichten, dass ich das mittlerweile so genau spüre, was mich gerade gut tut und welche Gewürze jetzt gerade passend sind und ob es dann vielleicht einmal Kaffee sein darf oder ob ich lieber darauf verzichte.

Das bringt alles diese Kraft des Beobachtens.

Was können jetzt Schwierigkeiten sein, die beim Beobachten auftreten oder die uns vielleicht falsche Rückschlüsse ziehen lassen?

Zum einen ist es so, dass manche Zustände zeitverzögert auftreten.

Es kann zum Beispiel sein, dass uns das Mittagessen nicht gut getan hat und wir das aber erst bei der nächsten Mahlzeit erkennen.

Oder wenn wir Hülsenfrüchte essen.

Hülsenfrüchte sind generell ein Lebensmittel, das den Darm reinigt.

Und je nachdem, welchen Zustand der Darm hat, also was da alles vielleicht noch an Resten herumlungert, so wird sich das dann auch auswirken.

Und wenn wir noch Hülsenfrüchte und Blähungen haben, dann kann das ein Zeichen dafür sein, dass der Darm noch nicht das los wurde, was vorher drin war, oder dass Schlacken und Abfallstoffe vorhanden sind.

Eine andere Schwierigkeit, die beim Beobachten auftreten kann, ist, dass je mehr unser Körper weg ist von einem Zustand von Balance, desto zeitverzögerter treten mitunter Symptome auf.

Und das macht es dann schwierig, das Richtige zu beobachten.

So kann es zum Beispiel sein, dass im Beispiel der Migräne dieser Zustand aufgetreten ist als Ergebnis von einem Zustand, der sich in den letzten zwei bis vier Wochen angesammelt hat.

Oder dass das Verdauungsfeuer Tag für Tag ein bisschen schwächer wird, weil wir keine Essenspausen einlegen.

Wenn wir Unverdautes noch im System haben und neues Essen dazukommt, das schwächt die Verdauung und das sammelt Schlacken im Körper an.

Wie kommt man jetzt dazu, dass dieses Beobachten ein ganz natürlicher Teil des Alltags wird, ohne dass es zum Hindernis wird oder dass es aufwendig wird?

Und da sind die Routinen eine unterstützende Maßnahme.

Und die Routinen sind im Ayurveda das, was uns ausmacht.

Routinen ist nichts anderes, als das, was wir täglich wiederholen, was wir tagtäglich tun in unserem Alltag.

Das sind die vielen kleinen Entscheidungen, das sind unsere Alltagsroutinen.

Und im Ayurveda gibt es viele Routinen, die uns nützen, dass wir den Tag und den Alltag so gestalten, dass wir das Beste rausholen.

Dass wir in jedem Moment die Qualität des Tages und der Tageszeit nutzen und das Beste aus dem Moment machen, der uns Gott zur Verfügung steht und wirklich anwesend sind.

Und da hilft zum Beispiel die tägliche Morgenroutine, die es im Ayurveda gibt, dass man auch mehr Achtsamkeit seinem Körper gegenüber und diesen Zuständen, die körperlich und geistig da sind, entwickelt.

Rollt man zum Beispiel täglich seine Yogamatte aus und macht seine tägliche Yoga-Praxis, dann gewinnt man so viel Einblick in den Körper, das man sonst nicht hat.

Das Yoga beginnt ja damit, dass man kurz einen Moment achtsam wird und den Körper reinspürt und erstmal ankommt bei dem, was man tut.

Und in diesem ersten Ankommen bringt man die Aufmerksamkeit nach innen, in den Körper und in die geistigen Zustände.

Mit den ersten Bewegungen spürt man sofort den Unterschied zum Vortag.

Wenn ich mich zum Beispiel in die Haltung des Kindes strecke, dann merke ich schon, wie geht es meinem Nacken, wie geht es meinem Rücken, was hat sich da verändert zu gestern?

Eine andere tägliche Routine, die mehr Achtsamkeit bringt, ist das Meditieren.

Und das können nur ein paar Atemzüge sein und das muss auch nicht morgens sein.

Morgens ist es begünstigt, weil wir da aufstehen und wir haben noch keine Eindrücke vom Tag.

Der Geist ist noch frisch und die Qualität draußen ist, alles erwacht, alles kommt wieder in die Gänge und ist aber noch in so einem leisen, feinen, subtilen Zustand, der uns auch diese geistige Zuwendung leichter macht.

Und wenn man Dinge wiederholt, und das kann auch was ganz Kleines sein, wie zum Beispiel, dass man vorm Essen drei Atemzüge nimmt und bevor man dann wieder aufsteht vom Essen noch mal drei Atemzüge nimmt und kurz Pause macht und kurz innehält und das wahrnimmt, was man gerade getan hat und was sich jetzt gerade wieder ändern wird, dann bringt es einen wahnsinnigen Nutzen in unsere geistige Haltung im Körper gegenüber.

Wir verbinden wieder den Körper mit dem Geist.

Es sind ganz viele kleine Momente, wo wir wieder in so eine Einheit kommen und durch die tägliche Wiederholung wird es zur natürlichen Routine.

Und so habe ich im Alltag dann viel öfter diese Momente, wo ich merke, ah, jetzt habe ich aber gespürt, was eigentlich gerade los ist bei mir.

Ich kann mich bei mir selber erinnern, diese Momente der Freude, wenn ich dann merke, ich bin unruhig und ein tiefer Atemzug wird mir jetzt total gut tun.

Und das ist so eine Kleinigkeit, das kann jeder immer machen.

Es geht nur um die geistige Ausrichtung, um die Brille, die wir brauchen, um die richtigen Dinge zu beobachten.

Auf Englisch gibt es das Sprichwort, das heißt, the energy flows where the focus goes.

Das bedeutet, dort, wo wir unseren Fokus haben, da fließt die Energie hin.

Und die täglichen Routinen, die lassen unseren Fokus dorthin gehen, wo es nützlich ist für uns.

Weil Routinen haben wir ohnehin, die haben wir sowieso jeden Tag.

Sei es, wie wir aufstehen, was wir denken, was wir essen, was wir in Pausen tun, wie wir uns ausruhen möchten, ob wir überhaupt ausruhen und so weiter.

Wir haben unsere täglichen Routinen.

Wenn wir bewusste Routinen machen, die positiv sind, dann haben wir einen enormen Nutzen.

Wir lernen uns selber besser verstehen, wir lernen die Zusammenhänge von innen und außen und werden wieder eine Einheit mit unserem Körper, unserem Geist und allem, was im Außen passiert.

Wir werden auch andere besser verstehen, wir können das nutzen im Job für Kollegen und Mitarbeiter, als Führungskraft kann man zum Beispiel sich besser darauf einstellen, wie kann ich mein Team zusammenstellen.

Als Mutter kann ich mich besser in die Kinder hineinversetzen, ich verstehe viel besser, was die brauchen.

Ich möchte wirklich ermutigen, dieses Beobachten zu starten, weil es uns einfach diese Selbstbestimmtheit zurückgibt.

Wir sind nicht ausgeliefert unserem Körper, unserem Zustand, unserer Gesundheit.

Wir haben sie täglich selber in der Hand und dieses Gefühl ist einfach großartig.

In den Show Notes findest du zwei Downloads und zwar ein Gesundheitstagebuch, das dich unterstützt, in dieses Beobachten reinzukommen und die Eigenschaften, die Balance bringen.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Ausprobieren, beim Entdecken und hoffentlich beim Nicht-mehr-Absetzen dieser wunderbaren Brille, die du jeden Tag aufhaben kannst, ohne irgendeine Zusatzmühe und die dich jeden Tag ein Stück weiter bringt in Richtung zu dir selbst.

Ayurveda Wissen für Eltern – wie ein entspannter Umgang mit Ernährung, Handy & Co gelingt / Podcast Interview mit Sina Kunz

Zu Gast bei mir ist diesmal Sina Kunz, die Familien als ganzheitlicher Gesundheitscoach mit Spezialisierung auf Ayurveda begleitet. Wir sprechen im Interview über das oft leidige Thema gesunde Ernährung bei Kindern, den Balanceakt zwischen elterlicher Führung und kindlicher Selbstverantwortung und warum es nur funktioniert, wenn jeder in der Familie er selbst sein darf.

Sina ist selbst zweifache Mutter und ayurvedischer Kindergesundheitscoach, Ayurveda Koch Practicioner, Ayurveda Lifestyle Coach, Vastu-Beraterin, Kinder-Yogalehrerin, Innere-Kind-Mentorin und Human Design Coach.

Das Interview mit ihr ist vollgepackt mit praktischen Beispielen aus dem Familienalltag. Ich wünsch Dir viel Spaß beim Hören!

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Das erfährst Du im Interview:

  • Warum es nur funktioniert, wenn in der Familie jeder er selbst sein darf.
  • Ernährung als Problemthema mit Kindern.
  • Wie man Selbstverantwortung bei Kindern fördert.
  • Kompensationsmechanismen bei Kindern aufdecken.
  • Der Balanceakt zwischen Führung und Selbstverantwortung.
  • Was Eltern lernen dürfen, damit sie ihren Kindern Gutes tun können.

Mehr über Sina Kunz:

WebSite: https://sinakunz.com
Instagram: https://www.instagram.com/sina__kunz/

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Überessen aus ayurvedischer Sicht

Was Ayurveda zum Thema Überessen sagt

Das erfährst Du in diesem Artikel:

» DIE MENGE ALS EINES DER WICHTIGSTEN PRINZIPIEN
FÜR GESUNDE ERNÄHRUNG
» Was passiert, wenn wir überessen?
» So erkennst Du, dass zu viel gegessen hast
» Was ist die optimale Menge?
» GRÜNDE FÜR ÜBERESSEN
» So erkennst Du, wann Du satt bist
» Wann sind wir bereit für die nächste Mahlzeit?
» SO KANNST DU ÜBERESSEN VERMEIDEN

Die Menge als eines der wichtigsten Prinzipien für gesunde Ernährung 

Ayurveda gibt Empfehlungen zur Ernährung, die sehr individuell sind. Die Empfehlungen reichen von Geschmacksrichtungen über die Wahl der spezifischen Lebensmittel, bis hin zu Konsistenz und Kochweise. 

Bevor es jedoch individuell wird, gibt es Grundprinzipien, die für jedermann gelten.

Die zwei wichtigsten Prinzipien einer gesunden Ernährung nach Ayurveda lauten:

  1. Menge / Ausmaß: 
    die richtige Menge zu sich nehmen
  2. Tageszeit:
    zur richtigen Zeit essen
  3. Die weiteren Grundprinzipien des ayurvedischen Kochens kannst Du hier hören: Podcast Interview mit Daniela Wolff an „Ayurvedisch kochen ohne Dosha Wissen“

Was passiert, wenn wir überessen?

Essen über unsere Verdauungskapazität hinaus, bleiben unverdaute Rückstände. 

Diese unverdauten Rückstände nennt der Ayurveda Ama. Das Prinzip von Ama kann beim ersten Betrachten mit Schlacken, Toxinen oder Stoffwechselrückständen verglichen werden. Beim genaueren Betrachten ist Ama jedoch weit mehr. Ama bedeutet wörtlich übersetzt „das, was nicht zu mir gehört“. Wo Ama ist, kann Krankheit entstehen. 

Überessen schwächt unser Verdauungsfeuer und somit Kapazität zu unterscheiden, was uns guttut, und was nicht. Beim Verdauungsprozess zerkleinert unser Körper alles Grobstoffliche bis ins Kleinste, spaltet auf, transformiert, nimmt Mikronährstoffe auf, bekämpft unerwünschte Keime und scheidet das aus, was uns nicht nützt. Unser Verdauungsfeuer beschränkt diese Fähigkeit zu unterscheiden jedoch nicht nur auf Nahrung, sie findet mit allem statt, das wir durch unsere fünf Sinne in unser „System“ eintreten lassen.

„… wenn Agni geschwächt ist, dann heißt es, dass ich das, was ich zu mir nehme, durch das Essen oder durch andere Sinneswahrnehmungen, nicht richtig verarbeite. Das heißt es sind unverarbeitete Dinge in mir, ich sage jetzt einfach mal Komplexe in mir, sowohl auf der psychischen als auch der körperlichen Ebene.

Das nennt man im Ayurveda Ama und wenn Ama da ist, dann verändert sich natürlich unsere Persönlichkeit. Da wird unsere Persönlichkeit von diesen unverarbeiteten Dingen überschattet und kann sich nicht so ausdrücken, wie sie eigentlich ist. Das führt dann zu Müdigkeit und auf emotionaler Ebene auch zu Entgleisungen.“

Dr. Wolfgang Schachinger – Auszug aus seinem Podcast Interview zum Thema Agni und Ama

So erkennst Du, dass zu viel gegessen hast:

  • Schweregefühl und Unwohlsein nach dem Essen
  • Müdigkeit nach dem Essen
  • Magendrücken oder Magenschmerzen
  • Das Essen bleibt länger als gewöhnlich im Magen, wir fühlen uns ungewöhnlich lange „voll“
  • Wiederkehrendes Aufstoßen mit dem Geruch / Geschmack Deiner letzten Mahlzeit

Du solltest Dich auch nach dem Essen leicht fühlen und frische Energie verspüren.

Was ist die optimale Menge?

Unser Körper liefert auch hier eine individuelle Antwort. Forme Deine beiden Hände zu einer Schüssel – die Menge an Essen, die hier Platz findet ist Deine optimale Menge.

Unser Magen soll beim Essen zu 2/3 gefüllt werden. Lass ein Drittel frei, damit Dein Magen seine Arbeit – Vermengen des Speisebreis und Vorverdauen – problemlos durchführen kann. 

Gründe für Überessen

1. AMA – unverdaute Rückstände / Toxine im Körper

Ama – unverdaute Rückstände – können dazu führen, dass wir Überessen. Warum? Ama verstopft die groben und feinen Körperkanäle, die für den Transport von Nährstoffen, der Reinigung des Körpers, der Energiegewinnung uvm. zuständig sind. 

Sind wir nicht mehr in der Lage die Nährstoffe aus unserer Nahrung aufzunehmen, fallen wir in ein Defizit und unser Körper verlangt automatisch nach mehr Nahrung. 

Auch der Geschmackssinn stumpft ab, was dazu führt, dass wir uns extreme Geschmäcker oder einfach „Mehr“ wünschen.

2. EMOTIONALES UNGLEICHGEWICHT

Essen wirkt erdend, beruhigend, stabilisierend. Wenn wir phasenweise oder generell zu Überessen neigen, dann ist die Ursache oft auf emotionaler Ebene zu finden.

Fragen, die Du Dir stellen kannst, wenn Überessen Dein Thema ist:

  • Bin ich liebevoll im Umgang mit mir selbst?
    Habe ich abwertende Gedanken über mich?
    Übergehe ich meine Grenzen, körperlich und/oder emotional?
  • Bin ich glücklich und erfüllt mit dem, was ich täglich tue? (beruflich und privat)
  • Wie laufen Tage, an denen ich überesse? 
    Wie ist das Stresslevel an Tagen wie diesen? 
    Habe ich mir Pausen gegönnt? Konnte ich zwischendurch für mich sorgen (körperlich und emotional)? Hatte ich Ärger, Streit oder Sorgen?
  • Was wünsche ich mir eigentlich an Tagen, an denen ich überesse?
    Eine Pause vom Arbeiten, eine Pause vom Leben, geistiges Abschalten, eine Umarmung, dass mir jemand zuhört, etc.

3. GEWOHNHEIT

Essen ist großteils Gewohnheit. Das, was wir täglich tun, formt uns am Meisten. Unsere Gewohnheiten machen uns zu dem, was wir heute sind.

Alles, was wir aus Gewohnheit tun, erfordert keine Anstrengung. Die gute Nachricht ist daher – wir können neue Gewohnheiten entwickeln, die Gesundheit und Wohlbefinden fördern.

Überessen an sich kann zur Gewohnheit werden. Wenn wir gewohnt sind zwei Teller, statt einem zu essen, verändert auch der Magen sein Fassungsvermögen und wir werden dauerhaft zu viel essen wollen. Auch das Gefühl von einem schweren Magen und einer gewissen Lethargie durch das Essen kann zur geliebten Gewohnheit werden. 

4. UNGLEICHGEWICHT DER DOSHAS

Sind die Doshas nicht im Gleichgewicht, kann auch das zu Überessen führen. 

Vata im Übermaß beispielsweise kann einerseits dazu führen, dass man im hektischen Alltag auf Essen vergisst und schließlich das Gefühl von Hunger verliert und immer weniger isst. Andererseits kann ein Vata Überschuss auch zu Überessen führen. Wenn wir die Bodenhaftung verlieren und uns in einem Strom von nicht-enden-wollenden Gedankenspiralen, Sorgen und Überforderung wiederfinden, ist (Über)Essen oft der unbewusste Versuch, die fehlende Erdung wiederherzustellen.

Pitta im Übermaß kann dazu führen, dass wir zu schnell verdauen – wir neigen zu Durchfällen oder ungeformten Stuhl. Es können sich auch Nahrungsmittelreste im Stuhl befinden. Dies alles sind Anzeichen dafür, dass wir die Nährstoffe und Energie aus unserer Nahrung nicht aufnehmen. Dies führt zu vermehrtem Hunger und Durst.

So erkennst Du, wann Du satt bist

1. Höre auf Deinen Magen
Unser Magen gibt ein eindeutiges Zeichen, wenn er genug hat: Du musst aufstoßen, Luft entweicht. Wenn Du achtsam isst, wirst Du das Aufstoßen bemerken. Je nachdem, was Du zuvor gegessen hast, wie lange die Essenspause war und wie der Zustand Deiner Verdauung ist, wird das Aufstoßen früher oder später kommen.

Beende Dein Essen mit oder vor dem ersten Aufstoßen, um Dein Essen optimal verdauen zu können und so auch alle Nährstoffe optimal aufnehmen zu können.

2. Höre auf Deine Sinne
Wenn wir hungrig sind, schmeckt und riecht das Essen besser und intensiver. Wenn wir bereits gesättigt sind, ist auch unser Geschmacks- und Geruchssinn gedämpft. Das ist ein natürlicher Schutz vor Überessen. Ist unser Essen jedoch extrem gewürzt, mit chemischen Konservierungsstoffen angereichert oder übermäßig süß, versagt dieser Mechanismus (denk z.B. an Chips oder Fertigessen). Teste Deine Sinne mit milden Speisen, um herauszufinden wie sie sich im Laufe einer Mahlzeit verhalten. 

3. Geistiges Unwohlsein, das während dem Essen auftritt
Wenn wir über das Sättigungsgefühl hinaus essen, ist das Stress und Überforderung für unseren Körper. Diese Überforderung kannst Du mitunter auch emotional spüren, indem Dich z.B. die Tischsituation plötzlich (subtil) stresst und Du nicht mehr geistig entspannt und zufrieden bist beim Essen.

Wann sind wir bereit für die nächste Mahlzeit?

1. Je nachdem, was wir gegessen haben, sollte ein Abstand von vier bis sechs Stunden zwischen unseren Mahlzeiten liegen.

2. Prüfe, welches Nasenloch blockierter ist als das andere

Es gibt eine einfache Methode, um zu prüfen, ob Dein Körper noch mit dem Verdauen der letzten Mahlzeit beschäftigt ist. Prüfe, welches Nasenloch mehr Luftstrom durchlässt und freier ist. Den ganzen Tag über ist jeweils eines der beiden unserer Nasenlöser mehr blockiert als das andere. Die rechte Körperhälfte steht für die männliche Sonnenenergie, die aktiviert wird, wenn wir verdauen. Die linke Körperhälfte steht für die kühlende, weibliche Energie.

Wenn Du Hunger spürst und Dein rechtes Nasenloch freier als das Linke, solltest Du bereit für die nächste Mahlzeit sein.

3. Lerne Hunger und Appetit zu unterscheiden.
Hast Du häufig Lust auf Zwischenmahlzeiten oder Süßes, können sich dahinter andere Themen verbergen. Bei einem körperlichen Energietief beispielsweise liegt der Griff zu Süßem oder Kaffee nahe, bei emotionalen Themen allerdings ebenso. Frag Dich, was Du wirklich brauchst. Gönn Dir eine Pause und sei für kurze Zeit nur für Dich da.
Trink ein Glas warmes Wasser oder Tee, setz Dich in Ruhe hin, schließ die Augen und nimm ein paar tiefe Atemzüge. Versuch die Gedanken für ein paar Atemzüge oder Minuten vorbeiziehen zu lassen, wie Wolken am Himmel. Spür Deinen Körper und sei einfach nur da. Eine kurze Zuwendung in einer Form wie dieser lässt die Lust auf Essen häufig versiegen.

So kannst Du Überessen vermeiden:

Gründlich kauen
Der Mund ist die erste Station der Verdauung. Je gründlicher kauen, desto leichter haben es Magen und Darm, um das Essen in Energie zu verwandeln und vollständig zu verwerten.
Kaue jeden Bissen so lange, bis es zu Speisebrei geworden ist. Jeder Bissen, den Du schluckst sollte vollständig mit Speichel bedeckt sein. Du entschleunigst Dein Essen dadurch und gibst Deinem Körper Zeit die richtigen Verdauungsenzyme zu produzieren.

Besteck nach jedem Bissen weglegen
Auch das hilft Dir beim Entschleunigen Deiner Mahlzeit und dem bewußten Essen. Es braucht an die 20 Minuten, bis sich ein bewußtes Gefühl von Sattsein einstellt. Wenn wir zu hastig essen, ist in dieser Zeit schnell mal das Doppelte von dem Gegessen, was uns gut tut.

Mengenkontrolle beim Kochen
Koche bewusst nur so viel, wie Du essen kannst. Wenn Du so großgeworden bist wie ich, ist „Aufessen müssen“ ein tief eingeprägtes Muster. Essen wegzuschmeißen ist nie wünschenswert, aber wenn es mal passiert, dass Du zu viel gekocht hast mach Dir bewußt, dass Dein Magen kein Ersatz-Biomülleimer ist. Wenn Du das Essen nicht für später aufheben kannst oder möchtest, ist es auch gut, es über den Biomüll wieder in den Kreislauf zurück zu schicken. Ein übervoller Magen schadet Deiner Gesundheit und Du hilfst damit Niemandem.

Verwende kleinere Teller / Schüsseln
Im Restaurant sind halb leere Teller schick. Das Essen lässt sich wunderschön anrichten und kommt besonders zur Geltung. Unser Gehirn ist aber auf volle Teller programmiert. Ein halb leeres Teller hinterlässt uns mit dem Gefühl, dass wir nicht genug bekommen. Das verleitet dazu, die Teller zu voll zu packen.
Verwende stattdessen kleines Geschirr und hol Dir lieber einen kleinen Nachschlag, um das Gefühl zu haben, dass Du nichts entbehren musst.

Zelebriere Dein Essen
Mach aus jedem Essen eine bewußte Pause für Dich. Setz Dich zu einem hübsch gedeckten Tisch, zünde eine Kerze an oder finde ein anderes Ritual rund um Dein Essen. Bevor Du isst, nimm ein paar tiefe, ruhige Atemzüge. Mach Dir bewusst, dass das Essen auf Deinem Teller ein Geschenk der ganzen Welt ist und Dich und Deinem Körper mit Lebensenergie versorgt. Denk vor dem ersten Bissen an das Verdauungsfeuer in der Mitte Deines Körpers und stell Dir vor, wie es das Essen gleich in Energie umwandeln wird. Wende Dich Deinem Essen zu – nimm die Farben, Gerüche und den Geschmack wahr. Versuche die verschiedenen Geschmacksrichtungen heraus zu schmecken und nimm die unterschiedlichen Texturen wahr.

Beende Dein Essen bewußt
Bleib nach dem Essen sitzen und beende bewußt den Prozess des Essens. Stell Dir vor wie das, was Du grade gegessen hast Dich nun mit Energie versorgt. Freu dich bewußt und mit Dankbarkeit darüber, dass du in der kostbaren Lage bist, ein warmes und nahrhaftes Essen zu genießen.

Keine Ablenkung beim Essen
Lass Dich beim Essen nicht ablenken von Handy, Fernsehen oder Arbeit. Führe auch keine schwierigen Gespräche beim Essen. Wende Dich bewusst dem Prozess des Essens zu. Damit erleichterst Du Deinem Verdauungsfeuer die Arbeit.

Frag Dich – was brauche ich grade?
Wenn Du nach dem Beenden Deiner Mahlzeit noch weiter essen möchtest, frag Dich – was brauche ich gerade?
Wonach suchst Du eigentlich, was tut Dir in dem Moment gut?

Lenk Dich mitunter ein paar Minuten ab, indem Du beginnst die Küche aufzuräumen, oder ein paar Minuten nach draußen an die frische Luft gehst. Du kannst auch Zähne putzen, um den Geschmack im Mund und die Lust nach Mehr zu neutralisieren. Der Appetit auf mehr Essen vergeht meist von alleine. Und erinnere Dich daran – Du hast Deinem Körper gerade alles gegeben, was er braucht. Du bist gut genährt. Freu Dich bewusst auf Deine nächste Mahlzeit.

Dr. Wolfgang Schachinger im Interview: Agni und Ama als zentrale Säulen für mentale und körperliche Gesundheit

Dr. Wolfgang Schachinger ist ein Pionier des Ayurveda im deutschsprachigen Raum und bereits seit den frühen 1980er Jahren als Mediziner und Ayurveda-Arzt tätig. Sein Wirken in den letzten 40 Jahren hat dazu beigetragen, dass der Ayurveda im deutschsprachigen Raum Fuß gefasst hat.
Im Interview sprechen wir über zwei zentrale Säulen der Gesundheit – Agni unser Verdauungsfeuer und Ama als Ursache von Krankheit.

Wetten, dass Du schon ganz viel Ayurveda im Alltag lebst?! / Podcast Interview mit Anke Pachauer

Ayurveda-Expertin und Autorin Anke Pachauer erzählt, warum Ayurveda nicht exotisch ist. Im Interview erzählt sie, wie Retreat-Momente im Alltag und gelebte Selbstfürsorge auch ohne viel Aufwand funktionieren. Sie gibt exklusive Tipps aus ihrem neu erschienenen Buch, das sie gemeinsam mit ihrem Mann Volker Mehl geschrieben hat: „Unser Ayurveda Kitchen Retreat“ (erschienen bei GU)

Podcast Episode anhören:

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Das hörst Du im Interview:

  • Warum Ayurveda Wissen nicht exotisch ist.
  • Der wichtigste Aspekt für mehr Energie im Alltag.
  • Warum Ayurveda nur dauerhaft funktioniert, wenn wir brutal ehrlich zu uns sind.
  • Das richtige Essen zur falschen Tageszeit – was viele nicht wissen.
  • Wie man seine Intuition schult und lernt zu erkennen, was man braucht.
  • Wie Ayurveda zu einer gelungenen Paarbeziehung beitragen kann.

Mehr erfahren:

http://kitchen-retreat.com
https://ankepachauer.de
https://volkermehl.com

Zum Buch bei GU (inklusive Leseprobe)

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Geht’s auch ohne Disziplin? / Podcast Interview mit Eva Karel

Eva Karel ist Yogalehrerin, Unilektorin und Malerin. Die zweifache Mama lebt in Wien und ist Autorin der beiden Yoga-Bücher „Om, Oida! – Yoga ohne Maskerade“ und „Om, Oida! 2 – Yoga lehren ohne Maskerade“. Ihr Anliegen ist eine Welt mit weniger zähneknirschender Disziplin, weniger Dogmen und So-tun-als-ob. Dafür plädiert sie für mehr Humor und Menschlichkeit, vor allem im Umgang mit sich selbst.

Im Interview heute erzählt sie uns, wie sie sich selbst aus Leistungsdenken und der Disziplinierung befreit hat und dadurch nicht nur ihre Essstörung los werden konnte, sondern sich auch sonst alles in ihrem Leben ins Positive verändert hat. Ihre Lebenserfahrung und Erkenntnisse hat sie in zwei Büchern nachvollziehbar und nachlebbar weitergegeben.

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Das erfährst Du im Interview:

  • Evas persönlicher Reißaus von Disziplin, Essstörung und als angehende buddhistische Nonne.
  • Warum es für jeden das richtige Yoga gibt und was die alten Schriften dazu sagen.
  • Wie wir zwischen unserem Wesenskern und unserem Ego unterscheiden lernen.
  • Tipps für den Umgang mit dem ständig aktiven Monkeymind.
  • Yoga in den Alltag integrieren.
  • Wie wir unsere innere Schweinehunde unter die Fittiche nehmen.
  • Freudvolle Disziplinlosigkeit im Alltag und dabei trotzdem die richtigen Entscheidungen treffen.

Mit Eva Karel connecten

Facebook: https://www.facebook.com/eva.karel.1
Instagram: https://www.instagram.com/eva_karel_om_oida/
Homepage: www.evakarel.at

Hier gibts die Bücher von Eva Karel:
Om, Oida! – Yoga ohne Maskerade
https://verlag-punktgenau.at/produkt/om-oida-yoga-ohne-maskerade/

Om, Oida! 2 – Yoga lehren ohne Maskerade
https://verlag-punktgenau.at/produkt/om-oida-2-yoga-lehren-ohne-maskerade/

Zur Podcast Folge:

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Ayurveda im Familienalltag

Wie lässt sich der eigene Ayurveda Weg mit dem Familienalltag verbinden und wie können wir unsere Kinder mit Ayurveda stärken?

Inhalte:

» Den eigenen Ayurveda Weg mit dem Familienalltag verbinden
Umgang mit Unverständnis aus der Familie für Ayurveda & Co
Unser inneres Strahlen erwacht – ein Geschenk für uns selbst und unser Umfeld
Essensgewohnheiten aufeinander abstimmen – geht das?

» Was Ayurveda für unsere Kinder zu bieten hat
Was ist wichtig für die Gesundheit unserer Kinder?
Was können wir von unseren Kindern lernen

» Ayurveda lernen mit Familie

Den eigenen Ayurveda Weg mit dem Familienalltag verbinden

Das Leben als Familie ist eines der größten Lernfelder. Die Vorstellungen zu Tagesabläufen und Ernährung gehen bei den Kindern spätestens in der Teenie-Phase auseinander, wenn man Glück hat, isst der Partner gerne ähnlich wie man selbst. Da wird viel gefordert an Geduld, Einfühlungsvermögen und Geschick was den Umgang miteinander und das aufeinander achten angeht.

Umgang mit Unverständnis aus der Familie für Ayurveda & Co

Mit Ayurveda entdeckt man erstmal viel über sich selbst. Was tut mir eigentlich gut, wie möchte ich meinen Alltag und meine Beziehungen führen, welches Essen tut mir gut?
Das mag zu einigen Veränderungen im Alltag führen, die im Umfeld mitunter erstmal Unverständnis auslösen. Wenn Du Dir z.B. mehr Auszeiten gönnst für Yoga, Meditation oder in die Natur gehen, oder bewusste Pausen machst, wenn Du anders isst, als die Familie es gewohnt ist oder klarer aussprechen kannst, was in Dir vorgeht und was Du Dir wünschst.

Manches Familienmitglied mag diesen Weg vielleicht sogar mit ein Argwohn betrachten und als egoistisch auslegen. Die Tatsache, dass das Umfeld reagiert, zeigt uns, dass wir uns verändern. Dies ist auch eine Chance für uns klar zu werden über die eigenen Werte und Potenziale. 

Unser inneres Strahlen erwacht – ein Geschenk für uns selbst und unser Umfeld 

Mit Ayurveda und Yoga lernen wir uns erstmal selber besser verstehen. Wir werden achtsamer und sind verbundener mit uns. Wir hören auf gegen uns selbst anzukämpfen.

Was ist die natürliche Folge davon? Das Verständnis und der liebevollere Umgang, den wir uns selbst entgegenbringen, können wir im nächsten Schritt auch unserer Familie, unseren Freunden und unserem Umfeld schenken. Wir lernen nicht nur uns selbst besser verstehen, wir verstehen mit der Zeit auch andere immer besser. Das macht uns zu geduldigeren und liebevolleren Mitmenschen. Je mehr wir selbst in Balance kommen, desto ruhiger, geduldiger und klarer können wir unseren Alltag leben. Mit mehr Energie steigt auch die Lebensfreude. All dies strahlt auch positiv auf andere und unser Umfeld wird es uns danken. 

Essensgewohnheiten aufeinander abstimmen – geht das?

Ayurvedisch essen ist in seinen Grundprinzipien gar nicht schwierig. Es lässt sich sogar sehr gut mit den Bedürfnissen der ganzen Familie verbinden. Es braucht kein Dosha-Wissen, um ayurvedisch zu kochen. Einiges können wir sehr einfach als „Familien-Gewohnheit“ einführen, z.B. keine kalten Getränke vor oder zum Essen zu trinken, das Mittagessen zur Hauptmahlzeit des Tages zu machen und abends früher und leichter zu essen, essen zu geregelten Tageszeiten, kein Snacken abends nach dem Abendessen, etc.

Was zu den gemeinsamen Mahlzeiten auf den Tisch kommt, erfordert vielleicht etwas mehr Geschick und Flexibilität. Kinder gewöhnen sich jedoch auch an neue Gerichte, wenn man sie nur immer wieder anbietet. Besteht das Essen aus mehreren Komponenten wie z.B. Getreide, Gemüse, etwas Rohes und etwas Proteinreiches wie Linsen, Eier oder Fleisch, so lassen sich die Einzelbestandteile oft gut kombinieren, sodass für jeden etwas dabei ist. So einigt man sich z.B. auf Gemüse, das allen schmeckt, Reis und Salat. Dazu gibt es je nach Bedürfnis und Laune für die einen Fleisch oder Ei, für die anderen ein leckeres Linsen-Dhal. 

Wenn das eigene Verdauungsfeuer funktioniert kann man auch mal ein Stück der selbst gemachten Pizza, die die Tochter gemacht hat, mitessen. 

Im Podcast Interview mit Daniela Wolff kannst Du mehr über die wichtigsten Grundprinzipien der Ayurveda Ernährung lernen.

Was Ayurveda für unsere Kinder zu bieten hat

Wer kennt das nicht – Kinder essen am liebsten Süßes, Schnitzel und Pommes, möchten nie früh ins Bett gehen und fordern ihren Körper gern bis an die Belastungsgrenze. Später kommen dann Handy- und Medienkonsum dazu, mitsamt seinen unangenehmen Begleiterscheinungen.

Als Eltern wollen wir das Beste für unsere Kinder. Wer Ayurveda liebt, der möchte die wunderbaren Prinzipien auch für seine Kinder anwenden. Doch die haben ihren eigenen Kopf und eigene Vorstellungen zu Tagesablauf und Essen.

Ayurveda mit Kindern ist ein gemeinsamer Tanz, der nie perfekt sein wird und sehr lehrreich (für die Erwachsenen) sein kann. 

Unterscheiden lernen – was ist wichtig, was ist weniger wichtig

Die Kinder tun und essen nicht das, was wir wollen. Es müssen Kompromisse her – aber welche? Kindern haben von Hause aus noch ein sehr starkes Verdauungsfeuer, Agni. Sie können meist viel und gut verdauen (Nahrung sowie Sinneseindrücke und Lebenserfahrungen). Das bringt mit sich, dass die Auswirkungen von ungesunden Entscheidungen nicht sofort spürbar sind. Die Empfehlungen oder Vorgaben von Elternseite sind dann für die Kinder nicht nachvollziehbar, scheinbar ohne Nutzen und werden vielleicht als sinnlose Schikane empfunden. Die Diskussion ums Essen oder den Handykonsum bringt oft sogar Konflikte mit sich, die Kinder öffnen sich den gut gemeinten Weisheiten von uns Eltern noch weniger.

Wenn wir wissen, was Wichtig ist, braucht es weniger Kämpfe um Details.

Was ist das Wichtigste für die Gesundheit unserer Kinder?

Vata in Balance halten

Vata ist das Dosha der Bewegung. Unsere Kinder haben von Hause aus viel Bewegungsdrang und Durst nach Aktivität. Wenn wir dem Drang nach Abwechslung, Bewegung und Aktivität jedoch zu viel Raum geben, erhöht sich Vata Dosha in uns und die Kinder verlieren an Stabilität und Erdung.

Wie erkennt man zu viel Vata bei den Kindern?

Rastlosigkeit (Bewegungsdrang oder -zwang), Ängstlichkeit, Sorgen, Schlafprobleme, Verdauungsprobleme (z.B. Verstopfung, Unverträglichkeiten), innere Unruhe, Überforderung, Aggressivität

Was ist zu tun bei zu viel Vata:

  • Regelmäßigkeit im Tagesablauf (Aufsteh- und Zubettgehzeiten, Essenszeiten, Aktivitäten und Ruhephasen planen)
  • Ernährung: warme, leicht verdauliche Speisen / rohes Essen reduzieren / breiige Speisen bevorzugen / Luftiges, Knuspriges und Kaltes weglassen (z.B. Popcorn, Reiswaffeln, Cracker, Nüsse, Eiscreme, kalte Getränke)
  • Freizeitaktivitäten und Medienkonsum reduzieren, damit wieder Ruhe ins System kommen kann
  • Frühes Zubettgehen (viel qualitativ hochwertiger Nachtschlaf vor Mitternacht)
  • Unterstützende Maßnahmen, z.B. vor dem Schlafengehen eine Fußmassage mit Öl, eine beruhigende Gedankenreise, Yoga Entspannungsposen, Entspannungsmusik oder Naturgeräusche im Hintergrund

Bewusstsein für den eigenen Körper und die eigenen Gedanken
(das macht Kinder eigenständig)

Den Körper von Innen spüren
Unsere (kleineren) Kinder haben noch nicht verlernt, ihren Körper natürlich von innen zu spüren. Sie sind noch nicht voller Ideen, Regeln und Konzepte, was gesund ist und was zu tun sei. Sie sind noch nicht fest gefahren in gelernten Mustern und nachgelebten Routinen.

Kinder sind nicht angewiesen auf äußere Tools wie Body-Uhr, Waage oder Laborwerte, um zu erfühlen, was sie grade brauchen. Kinder, die in guter Balance sind, machen intuitiv das Richtige. Sie schlafen, wenn sie müde sind. Sie hören auf zu essen, wenn sie satt sind. Sie zeigen ihre Emotionen und schleppen diese nicht länger als nötig als Ballast mit sich herum. Sie sind nicht nachtragend und streben immer so schnell es geht zurück in einen Zustand von Harmonie.

Der Blick von Außen –  Korrekturstift und Regeln für den eigenen Körper
– den eigenen Körper „manipulieren“, damit er so aussieht und funktioniert, wie wir das möchten.

Unsere Kinder werden sehr früh mit dem Thema Aussehen konfrontiert. Die Selbst-Darstellung ist ab dem Besitzen eines Handys und dem Benutzen von Chat-Diensten ein Thema. Dank Selfie-Filtern ist das eigene Gesicht bald langweilig und der Einfluss von TikTok, Insta und Youtube geben ihr Übriges zum „Soll-Bild“ unserer Youngster.

Was passiert mit unseren Kindern, wenn die Außenorientierung mehr wird?

Auch der eigene Körper wird immer mehr von außen betrachtet. Während kleinere Kinder nach dem eigenen Körpergefühl gehen (was fühle ich in meinem Körper, fühle ich mich wohl), wird bei älteren Kindern das Außenbild wichtiger. Wie sehe ich aus, wie möchte ich aussehen. Der Vergleich mit anderen wird wichtiger und damit einhergehend der Versuch, den eigenen Körper zu manipulieren. Und das unabhängig davon, ob das „interne Körper-wohl-gefühl“ gut ist oder nicht. 

Wir können unsere Kinder unterstützen, indem wir sie immer wieder anregen hinzuhören, wie sie sich fühlen. Was ist im eigenen Körper los? fühle ich mich leicht, flexibel, gesättigt, hungrig, schmerzt es irgendwo, ist ein Körperteil unruhig, …

Wie geht es mir geistig emotional? Mag ich die Gedanken, die in dem Moment da sind? Habe ich Sorgen, bin ich froh, bin ich vorfreudig, wo spüre ich das im Körper?

Mit nur fünf Minuten Achtsamkeit pro Tag wird automatisch mehr Bewusstsein kreiert für die eigene Ganzheit. Die Kinder lernen automatisch mehr bei sich zu sein und werden so Widerstandsfähiger gegen Außeneinflüsse. 

Begeisterung für frische Lebensmittel und Selbstkochen
(das macht Kinder eigenständig)

Wenn es um Ernährung geht, sind frische Lebensmittel eines der wichtigsten Dinge, die wir unseren Kindern geben können. Also unverarbeitete Lebensmittel, die nicht aus der Tüte oder Dose sind, keine Fertiggerichte oder Tiefkühl-Essen, kein schnelles, kaltes Essen aus dem Kühlschrank.

Was sollte es sein?

Lebensmittel, die so aussehen wie sie in der Natur gewachsen sind. 

Mit dem Zeitpunkt der Verarbeitung verlieren Lebensmittel an Prana (Lebensenergie). Prana ist die kosmische Intelligenz, die durch das Sonnenlicht auch in die Pflanzen gelangt und die wir durch Lebensmittel aufnehmen. Pranareiche Ernährung hilft uns dabei, gesunde Zellen aufzubauen und die eigene Lebensenergie und die Energien im Körper im Fluss zu halten.

Mit Nahrung, die keine Lebensenergie mehr enthält, ist unser Körper nicht vollständig genährt. Wir fühlen uns dann nicht gesättigt und haben Hunger nach mehr. Der Einfluss unserer Nahrung ist auch geistig spürbar, wer viel Fertigessen zu sich nimmt oder extreme Geschmäcker liebt, wird geistig träge, vielleicht sogar traurig oder wird rastlos und zornig.

Ideen zur Motivation der Kinder in Richtung Frisches und Selbstgekochtes: 

  • Kräutertöpfe im Garten oder auf der Fensterbank, die die Kinder selbst pflegen.
  • Gemüse selbst ziehen.
  • Frisches Gemüse am Markt aussuchen lassen.
  • Die Kinder kochen lassen. Kinderkochbücher, in denen man stöbern kann, sind eine tolle Motivation. 

Gemeinsam Essen zu geregelten Tageszeiten 

Mit einem geregelten Tagesablauf und Essen zu den gleichen Tageszeiten fühlt sich unser Körper „sicher“. Unser Körper lernt außerdem zu welchen Zeiten er mit Nahrung rechnen darf und unser Verdauungsfeuer stellt sich darauf ein. Das wiederum hilft uns beim Aufnehmen von Energie und Nährstoffen aus unserer Nahrung.

Beim gemeinsamen Essen kann man außerdem die achtsame Zuwendung zum Essen kultivieren (z.B. ganz bewusst Geschmacksrichtungen oder Zutaten raus schmecken, vor Augen führen, dass die Zutaten und Gewürze auf dem Teller aus der ganzen Welt und durch die Mithilfe vieler Hände zu uns gefunden haben, keine Ablenkung beim Essen wie Handy, leichte und freudvolle Gespräche).

Dies alles hilft uns beim Verdauen der Nahrung. Unser Körper kann sich dann ganz seiner Verdauungsaufgabe widmen und wir fühlen uns nach dem Essen leicht und energiegeladen. 

Frühes und leichtes Abendessen 

Gegen Abend und mit dem Sonnenuntergang wird auch unser Verdauungsfeuer deutlich schwächer. Ein optimales Abendessen ist leicht und früh, je nach Jahreszeit zwischen 17:30 und 19:00 Uhr. Es sollten jedenfalls mindestens 2 Stunden Verdauungszeit vor dem Schlafengehen eingeplant werden. Damit ist der Schlaf um vieles erholsamer.

Dosha Wissen integrieren
(das macht Kinder eigenständig)

Den Kindern ein Bewusstsein für die Doshas und ihre Qualitäten zu schenken, macht sie selbstständig.

Gleiches zieht Gleiches an und das Gegenteil schafft Balance. Das ist alles, was wir wissen müssen, um unseren Körper gesund zu halten.

Wie kommen wir in die Lage, diesen einen Satz leben zu können?
(unten am Beispiel von erhöhtem Kapha Dosha)

1. Wissen, welche Qualitäten es gibt und wie sie zustande kommen.
(z.B. Schwere, verursacht durch zu viel Essen mit vorwiegend süßem Geschmack)
2. Die Zeichen im eigenen Körper wahrnehmen (z.B. morgens schwer aus dem Bett kommen)
3. Wissen, welche Qualitäten Ausgleich schaffen (z.B. schwer / träge – leicht / mobil)

Die Kinder haben Spaß am spielerischen Lernen und erraten und erkunden gerne, was sie umgibt. Beispiele für Dosha-Ratespielchen mit Kindern:

  • Tierarten: Welches Dosha ist vorherrschend und warum? (z.B. Katze: Vata weil sie ihre Freiheit liebt und Kapha weil sie viel und gerne schläft)
  • Welches Dosha ist aus der Balance, wenn wir verschleimt sind?
  • Welche Geschmäcker sind gut wenn wir zu viel Hitze in uns haben (z.B. bei Durchfall, Hautreizungen, Perfektionismus, Wettbewerbsdenken, Zorn)?
  • Was machen Süßigkeiten im Körper und wie merke ich das?
  • Mit welchem Gewürz kann ich Käse besser verdauen? 
  • usw.

Das können wir von unseren Kindern lernen

Flexibilität 

Als Eltern möchten wir unsere Kinder schützen. Besonders Mütter haben meist das ganze Familiensystem im Blick und wissen oft genau, was bei jedem einzelnen Familienmitglied los ist – was heute bei jedem ansteht, wer wann was gegessen hat, wer Verdauungsthemen oder andere Wehwehchen hat und wie die momentane Gefühlslage ist. 

Dennoch sind wir oft überrascht, wenn sich etwas Neues zeigt – Traurigkeit, Wut, Zerstreutheit, Unruhe. Unsere Kinder sind die besten Lehrmeister, wenn es darum geht flexibel mit dem Hier und Jetzt zu werden, Pläne über Bord zu werfen und das zu tun, was grade ansteht. Manchmal heißt das, unsere „Gesundheitsideen“ für die Kinder loszulassen, ein anderes Mal unsere eigenen Bedürfnisse kurz warten zu lassen oder aber den Kindern zu zeigen, was Selbstfürsorge heißt und ihnen liebevoll zu erklären, warum manches nicht möglich ist, weil man sich als Elternteil damit in Überforderung oder einen Konflikt bringt.

Verstehen lernen 

Unsere Kinder verbringen oft schon früh einen Großteil ihres Tages außer Haus. Wir wissen nicht im Detail, was sie den ganzen Tag erleben und wie die Eindrücke auf sie wirken. Da mag ein Streit mit der Freundin oder ein böser Blick genügen, um etwas bei den Kleinen ins Wanken zu bringen. Genau wie wir unser Essen mal besser und mal schlechter verdauen können, so können wir auch soziale und emotionale Eindrücke mal besser, mal schlechter verdauen. 

Für all das ist übrigens unser Verdauungsfeuer (Agni) zuständig. 

Als Eltern sind wir dann gefordert die Gefühlslagen unserer Kinder anzunehmen und konstruktiv damit umzugehen. Dabei können wir gut beobachten, wo wir selber stehen und wie wir reagieren, wenn das Kind zornig wird, wenn es traurig wird oder über andere lästert.

Mit Ayurveda können wir als Eltern besser verstehen lernen, warum unsere Sprösslinge so ticken, wie sie ticken. Warum das eine Kind schneller zornig wird und das andere mit Ängsten zu kämpfen hat, warum ein Kind morgens nicht aus dem Bett mag, während das andere mit Sonnenaufgang alle in der Familie aufweckt, weil nicht mehr schlafen kann.

Häufige Symptome unserer Kinder lassen sich aus ayurvedischer Sicht sehr gut erklären und behandeln, wie zum Beispiel:

  • Verschleimung
  • Gereiztheit (Überforderung)
  • Unruhe (hibbelig, nicht zur Ruhe kommen)
  • Unausgewogener Geschmack (möchte nur Süßes)
  • Überempfindlichkeit (Geräusche, Schmerzempfinden, Gerüche und Geschmäcker, – Sachen sind schnell eklig)
  • Häufige Infekte
  • Probleme beim Ein- oder Durchschlafen
  • Morgens keinen Appetit
  • Zwischendurch immer Hunger
  • nervöse Bauchschmerzen
  • unregelmäßige Verdauung

Ayurveda lernen mit Familie

In unseren Akademie-Kursen lernst Du Ayurveda für Dich und Deinen Alltag anzuwenden. Dazu gehört, dass das Gelernte zu Deinem Leben passt – egal, ob mit kleinen oder großen Kindern, mit einem vollen Arbeitsalltag, mit herausfordernden Beziehungen oder anderen herausfordernden Lebenslagen.

Lernen bei uns heißt, Zeit für Dich und Deinen Alltag haben. Das Gelernte lässt sich fließend in Dein Leben integrieren und geht weit über intellektuelles Lernen hinaus. Du lernst Dich selbst besser verstehen und kannst über 12 Kurswochen hinweg die Auswirkungen von Ayurveda auf Deine Gesundheit, Dein Wohlbefinden und Dein Energielevel spüren. Du wirst erkennen, wie Deine vielen kleinen Alltagsentscheidungen zu Balance oder Unwohlsein führen. Der Kurs ist so aufgebaut, dass Du Deinen Alltag weiterführst und dabei lernst, diesen geschmeidiger und entspannter zu gestalten. Hier gehts zu unseren Kursen.

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» Ayurveda aus Kinderaugen betrachtet – Interview mit der 11-jährigen Hannah
» Dinacharya – den Tag meistern. Wie unsere Gewohnheiten uns zu dem machen, was wir sind.


Ayurveda Rezepte für die ganze Familie

Dinacharya – den Tag meistern. Wie unsere Gewohnheiten uns zu dem machen, was wir sind.

Ayurveda heißt im Einklang zu leben – im Einklang mit unserem inneren Universum und mit der Welt um uns herum. Unser Körper ist ein Teil der Natur und unweigerlich mit den Tagesrhythmen, den Jahreszeiten, dem Wetter und allem, was uns umgibt verbunden.

Genau wie die Natur wiederkehrende Rhythmen zeigt wie Sonnenaufgang, Mondphasen, Jahreszeiten, so funktioniert auch unser Körper in wiederkehrenden Rhythmen …

Geburt – Leben – Tod / Essen – Verdauen – Ausscheiden / Schlaf – Wach sein / Einatmen – Ausatmen / Herzschlag / Lidschlag / Menstruationszyklus etc.

Unsere innere Körperuhr ist mit der Natur verbunden. Ayurveda lehrt seit Jahrtausenden die Prinzipien der Chronobiologie, der Kunst unsere biologische Uhr mit der chronologischen Uhr der Natur in Einklang zu bringen. Dinacharya ist die ayurvedische Art den Tag zu meistern.

Inhalt dieses Artikels

» Was ist Dinacharya?
» Das Ziel von Dinacharya
» Gewohnheiten machen uns zu dem, was wir sind
» Fragen zum Erkennen / Entlarven Deiner Routinen
» Dinacharya – die ayurvedische Art den Tag zu meistern
» Vorteile von Dinacharya
» Einführen von Routinen – so gelingts
» Umgang mit Widerständen
» Die wichtigsten Routinen für den Start

Was ist Dinacharya?

Unter Dinacharya versteht man im Ayurveda Empfehlungen für die Gestaltung des Tages. Die Wurzel des Sanskrit-Wortes setzt sich so zusammen: Din ist Tag. Acharya bedeutet Lehrer. Chara bedeutet etwas in Bewegung bringen. Charya heißt Verhalten, Antwort, Reaktion, Ausdruck.

Dinachary bedeutet also lernen, den Tag zu meistern, uns bestmöglich durch den Tag zu bewegen.

Das Ziel von Dinacharya

Jeder Tag ist einzigartig und wird nie wieder zurückkommen. Das Ziel von Dinacharya ist in Harmonie mit jedem Moment und jedem Tag zu leben. Das Beste aus den Möglichkeiten des Moments zu machen.

Dinacharya bringt Achtsamkeit in die Dinge, die wir tun und Bewusstsein für das, was ist.

Gewohnheiten machen uns zu dem, was wir sind

Wir alle haben unsere Routinen – ob wir uns dessen bewusst sind, oder nicht. Unser Körper liebt gewohnte Abläufe. Dabei ist es völlig egal, ob diese Abläufe dienlich oder schädlich sind. Alles, was gewohnt ist, gibt Sicherheit.

Dabei leben wir oft unbewusste Abläufe und Routinen, die uns nicht guttun. Ohne es zu merken, führen sie im Laufe der Zeit zu Problemen und Symptomen, die wir nicht mit unserem Alltag verbinden können. Wir machen doch alles so wie immer? Warum geht es mir plötzlich nicht gut?

Der Grund ist, dass einem Zustand von Unwohlsein oder Krankheit eine längere Zeit von Akkumulation vorausgeht. Ayurveda kennt sechs Phasen der Krankheit. Schulmedizinisch wird Krankheit erst im fünften Stadion als solche entdeckt. Mit Ayurveda kann jeder lernen frühe Stadien von Krankheit zu erkennen und so schwerwiegenden Problemen vorbeugen – Dinacharya ist ein Werkzeug dazu.

Fragen zum Erkennen / Entlarven Deiner Routinen

Jeder lebt in Routinen – selbst dann, wenn Du von Dir sagst, dass Du Routinen nicht leiden kannst und am liebsten Abwechslung suchst.

In vielen kleinen Alltagssituationen wiederholen wir uns – in Gedanken, Worten oder im Handeln. Hier ein paar Denkanstöße zum Entlarven Deiner persönlichen Tagesroutinen.

  1. Wie starte ich den Tag?
    Was denkst Du als erstes morgens, wenn Du aufwachst?
    Bist Du müde und drückst den Wecker mehrfach auf Schlummern?
    Checkst Du Dein Handy?
  2. Wann esse ich?
    Hast Du geregelte Essenszeiten?
    Isst Du gerne auch zwischendurch, wenn Dir etwas Leckeres „in die Quere kommt“?
    Vergisst Du, dass es Zeit zu essen ist und lässt Mahlzeiten aus?
  3. Was machst Du, während Du isst?
  4. Was machst Du unmittelbar nach dem Essen?
    Aufstehen und Weitermachen? Das Essen fortsetzen mit etwas Süßem? Kaffee trinken? Einen Moment Pause machen? Einen Spaziergang machen?
  5. Was machst Du, wenn Du an der Ampel stehst?
  6. Wie nutzt Du Deine Zeit, bevor Du morgens außer Haus gehst?
  7. Wann bewegst Du Deinen Körper? Was ist Deine Motivation dafür?
  8. Nimmst Du Dir gern zu viel vor?
  9. Gibt es Zeiten für Spaß, Freizeit, Freude in Deinem Leben?
  10. Gibt es Zeiten für Erholung in Deinem Leben?
  11. Welche Gedanken hast Du vor dem Einschlafen?
  12. Was machst Du, wenn Du unter Tags müde bist?
  13. Wie gehst Du mit schlechter Laune um?
    Wie gehst Du mit schlechter Laune anderer Menschen um?
  14. Was ist Dein erster Gedanke, wenn etwas schiefläuft?

Dinacharya – die ayurvedische Art den Tag zu meistern

Die ayurvedischen Empfehlungen für Tagesabläufe richten sich nach den Rhythmen der Natur. Wir fühlen uns wach und energiegeladen, wenn wir im Einklang mit den Rhythmen der Natur leben. Dinacharya ist die Kunst Kapha in der Kapha-Zeit im Gleichgewicht zu halten, Pitta in der Pitta-Zeit und Vata in der Vata-Zeit zu balancieren.

Vata-Zeit

Wann: 2-6 Uhr / 14-18 Uhr
Prinzip: Bewegung
Elemente: Raum, Luft
Eigenschaften: rau, trocken, kalt, schnell, leicht, beweglich, feinstofflich
Balancieren: durch das Gegenteil der oben genannten Eigenschaften, z.B. Meditation, Ölmassage

Pitta-Zeit

Wann: 10-14 Uhr / 22-2 Uhr
Prinzip: Energie, Transformation
Elemente: Feuer, Wasser
Eigenschaften: heiß, scharf, leicht, flüssig, durchdringend, sauer, ölig
Balancieren: durch das Gegenteil der oben genannten Eigenschaften, z.B. spielerische Aktivitäten, erdende kühlende Mahlzeiten (mittags die Hauptmahlzeit)

Kapha-Zeit

Wann: 6-10 Uhr / 18-22 Uhr
Prinzip: Stabilität, Struktur
Elemente: Wasser, Erde
Eigenschaften: kalt, feucht, schwer, langsam / träge, dicht, weich, stabil
Balancieren: durch das Gegenteil der oben genannten Eigenschaften, z.B. leichtes Essen, Bewegung

Vorteile von Dinacharya

  • Geistige und körperliche Stabilität
  • Krankheiten werden früh erkannt und vorgebeugt:
    Durch bewusste Zuwendung und Interesse an unserem Körper lernen wir ihn zu lesen. Das kann zum Beispiel beim Zungenschaben morgens sein, beim Betrachten unserer Ausscheidungen, beim Beobachten unserer Energie im Tagesverlauf oder durch Erkennen, auf welche Aktivitäten oder Nahrungsmittel wir Lust haben.
  • Agieren statt reagieren:
    Mit dem Einführen bewusster Gewohnheiten werden unbewusste Gewohnheiten ersetzt oder treten ans Licht. Das versetzt uns immer mehr in die Lage bewusst zu entscheiden, wie wir den Moment leben wollen.
  • Unsere Bewusstheit für Körper und Geist steigt.
    Indem wir Aufmerksamkeit auf etwas lenken, fließt Energie dorthin. Das bringt Bewusstsein in unsere Handlungen und wir sind in der Lage die Ergebnisse unseres Handelns zu erkennen.

Einführen von Routinen – so gelingt es

Gute Gewohnheiten können uns zu Wohlbefinden und Gesundheit tragen, während Gewohnheiten, die uns nicht dienen, über längere Zeit das Gegenteil bewirken.

Mit alten Verhaltensmustern zu brechen, die nicht dienlich sind und dafür Neue einzuführen kann zu Widerständen führen. Es erfordert Aufmerksamkeit und bewusste Zuwendung in Form von extra Energie. Das empfinden wir als anstrengend.

Die gute Nachricht ist – Gewohnheiten können wir ganz schnell entwickeln und dann braucht es keinen extra Aufwand mehr. So wie Autofahren lernen – anfangs ist es schwierig und erfordert viel Aufmerksamkeit und Denkleistung. Später haben wir die Prozesse so weit verinnerlicht, dass wir ohne großes Nachdenken Autofahren können.

Gute Gewohnheiten sind Gewohnheiten, die wir unser restliches Leben fortsetzen können. Es geht dabei nicht um schnelle Erfolge. Vielmehr geht es darum, dem Körper ein liebevolles Angebot zu machen und nach 4-8 Wochen zu sehen, wie er drauf reagiert. Es ist nichts, was wir im Sprint schaffen. Es ist besser weniger zu machen und konstant bei einer Sache zu bleiben, damit sie zur Gewohnheit werden kann. So wird daraus eine tatsächliche ERFAHRUNG. Intuitives Wissen kann entstehen, ob diese Gewohnheit dienlich ist oder nicht. Es ist eine andere Erfahrung, als intellektuell etwas einzuführen und Regeln zu befolgen. Das braucht Zeit.

Es ist ein liebevolles Experiment und liebevolles Lenken der eigenen Energie. Positive Tagesroutinen beruhigen Vata und ermöglichen einen guten Energiefluss, der uns unterstützt. Gewohnheiten und Routinen haben außerdem den Vorteil, dass wir unsere Energie bewusst kanalisieren und so auch immer besser in der Lage sind, die Antwort unseres Körpers wahrzunehmen.

Also im ersten Schritt – bewusst machen von Gewohnheiten, die uns nicht nützen und diese langsam durch positive Gewohnheiten ersetzen. Dranbleiben, ohne Stress und mit Nachsicht. Beobachten und Evaluieren.

Jede Kleinigkeit, für die wir heute nur 10 Minuten aufwenden, ergibt im Monat 5 Stunden. Jeder kleine Schritt ist ein Schritt in die richtige Richtung.

Weniger ist mehr

Für optimale Ergebnisse versuche nicht, alles auf einmal umsetzen zu wollen. Nimm Dir kleine Änderungen vor, setze sie um und bleib dabei. Halte inne, reflektiere und bauen auf dem auf, was Du erreicht hast. Nutze die Ergebnisse Deiner eingeführten Routine, um Kraft und Ausdauer für das Einführen einer nächsten, neuen Praxis zu haben.

Richte Deine Aufmerksamkeit auf die Gewohnheiten, nicht auf das Ergebnis

Wenn Du neue Gewohnheiten einführst und dabei nur das Ziel im Auge hast, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Du diese nicht dauerhaft in Dein Leben integrierst oder aufhörst, bevor Ergebnisse sichtbar sind.

Warum ist das so?
Möchtest Du z.B. Abnehmen hast Du ein klares Ziel vor Augen.
Du bist so lange motiviert etwas zu ändern, bis Du das Ziel erreicht hast. Danach kannst Du endlich wieder Dein „normales Leben“ weiterführen.
Dein „normales Leben“ hat Dich allerdings an den Punkt geführt, an den Du nicht mehr kommen möchtest.

Für dauerhafte Ergebnisse richte Deine Aufmerksamkeit daher ausschließlich auf die tägliche Gewohnheit, die Dir dabei hilft Deine Ziele zu erreichen. Freue Dich jeden Tag, an dem Du die Gewohnheit gelebt hast, die Dich langfristig gesund und froh macht und bleiben lässt. So kannst Du jeden Tag feiern.

Wenn wir gute Gewohnheiten leben, werden sich Ergebnisse unweigerlich einstellen.

Umgang mit Widerständen

Die Art und Weise wie wir neue Gewohnheiten in unser Leben bringen möchten, zeigt uns viel über uns selbst. Vielleicht erkennst Du Dich in einem oder mehreren dieser drei Muster wieder?

  • A) Du gehst bedacht vor und führst die Dinge schrittweise ein, wartest Ergebnisse ab und tastest Dich dann weiter vor.
    Folge: Du lernst nicht nur intellektuell, sondern auch physiologisch. Du gibst Deinem Körper Zeit, um sich mit der neuen Gewohnheit anzufreunden und kommst in ein intuitives Spüren, was das Richtige für Dich ist.
  • B) Du möchtest alles auf einmal einführen und richtig machen.
    Folge: Da es Dir zu viel wird brichst Du vielleicht vorzeitig ab und/oder kommst nicht in ein tieferes Spüren der Ergebnisse. Die Gewohnheiten können nicht zu Erfahrungen werden. Du kommst nicht ins Spüren und in Deine Intuition, um Ergebnisse richtig beurteilen zu können.
  • C) Du fühlst Dich überfordert und lässt es daher lieber gleich bleiben.
    Folge: Du kommst schwer ins Tun. Du wartest auf einen äußeren Anstoß, wie z.B. eine Aufforderung durch den Arzt, um etwas in Bewegung zu setzen. Du bist verwirrt ob der vielen Möglichkeiten und hast innere Widerstände Dich damit zu befassen.

Die Vorgehensweisen oben entsprechen unseren geistigen Doshas – den Mahagunas.
A = Sattva / B = Rajas / C = Tamas

Mehr zu den Mahagunas erfährst Du hier.

Erkenne Dein Verhalten und lächle drüber. Nimm an was ist und vergib Dir, wenn Du Dich dafür verurteilst.

Das Erkennen Deines Verhaltens ist der erste Schritt zur Lösung. Erkennen und Annehmen hilft Dir, künftig weniger verbissen, frustriert oder lustlos an die Sachen heranzugehen.

Die wichtigsten Routinen für den Start

Egal wo Du im Leben stehst, mit diesen Routinen bringst du Stabilität und Wohlbefinden in Geist und Körper.

  • Zur gleichen Zeit essen (zwischen 7 und 8:30 Frühstück, zwischen 12:00 und 14 Uhr Mittagessen, vor 19 Uhr Abendessen).
  • Um 22 Uhr ins Bett gehen.
  • Tägliche Bewegung in einem für Dich passenden Ausmaß.

Weitere Ayurveda Routinen für Deinen Alltag

frühes Aufstehen
Nasenspülung
Zungenschaben
Ölziehen
Ölmassage
Yoga / Bewegung am Morgen
Meditation
Achtsamkeitsrituale / Ausrichten für den Tag
Dankbarkeits-/ Achtsamkeitsritual vor dem Schlafen gehen

Podcast Episode – Ungelebte Qualitäten leben mit Ayurveda

Authentisch sprechen und handeln erfordert Mut. Ayurveda hilft uns zu erkennen, wo wir uns zurückhalten, wo unsere Grenzen sind und welche ungelebten Qualitäten noch in uns stecken. In dieser Folge mit Ursula Feuerherdt geht es um die Ayurveda Sicht auf ungelebte Potenziale und Erfahrungen aus ihrem eigenen Ayurveda Weg.

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Ghee – geklärte Butter als tägliche Medizin des Ayurveda

Ghee wird im Ayurveda als flüssiges Gold bezeichnet und kommt nicht nur in der Küche zum Einsatz, sondern wird auch für therapeutische und kosmetische Zwecke verwendet.

In diesem Artikel erfährst Du, was Ghee ist und warum es so viele gesundheitliche Vorteile mit sich bringt.

Inhalt dieses Artikels

» Ghee aus Ayurveda Sicht
» Ghee wissenschaftlich betrachtet
» Die Vorteile im Überblick
» Ghee selber machen

Ghee aus Ayurveda Sicht

Ghee ist ist verdauungsfördernd und hilft den Transport und die Aufnahme von Nährstoffen zu verbessern.
Es gilt im Ayurveda als Verjüngungsmittel, Rasayana, da es unsere Vitalität und Immunität nährt. Ghee erhöht die Gedächtnisleistung und schärft den Verstand. Es ist nährend, macht den Körper flexibel, schmiert die Gelenke und sorgt für elastisches Bindegewebe.

Ghee ist in seinen Eigenschaften schwer, ölig und süß. Es beruhigt daher Vata und Pitta. Obwohl die genannten Eigenschaften Kapha reizen, wird Ghee aufgrund seiner zahlreichen positiven Eigenschaften in Maßen auch für Kapha empfohlen.

Einsatz von Ghee im Ayurveda

Für die tägliche Ernährung:
In der täglichen Ayurveda Küche ist Ghee nicht wegzudenken. Es regt Agni an und ist trotz seiner schweren und öligen Qualität leicht zu verdauen. Ghee ist kühlend und unterstützt die Verwertung und Absorption der Nahrung.
Ghee ist außerdem ein sattvisches Lebensmittel, fördert also auch die geistige Klarheit.

Therapeutisch:
Ghee wird bei ayurvedischen Reinigungskuren (Panchakarma Kuren) äußerlich und innerlich verwendet, da es die Körperkanäle reinigt und hilft fettlösliche Toxine aus den Geweben zu spülen. Es hilft überschüssige Doshas abzutransportieren.

Kosmetisch:
Die Ayurveda Devise lautet – verwende für die Haut nur das, was Du auch essen würdest. Ghee ist ein wunderbares Mittel zur Hautpflege. Es ist ideal für trockene oder entzündete Haut, es entfernt Talg und sorgt für ein ebenes Hautbild. Es eignet sich daher z.B. optimal als Abschminkmittel für die empfindliche Augenpartie. Ghee ist kühlend und kann zur Wundheilung, bei Verbrennungen, Sonnenbrand, und bei Narben verwendet werden.

Sonstiges Einsatzmöglichkeiten:
Im Ayurveda ist die Nasendusche mit einem Nasenspülkännchen Teil der regelmäßigen Reinigung und Körperpflege. Die Nasenspülung mit Salzwasser hilft dabei, Schleim aus den oberen Nebenhöhlen zu lösen, sie beseitigt Schmutz, Staub, Pollen, Bakterien und Viren und sorgt für geistige Klarheit. Um die Nasenschleimhäute nicht auszutrocknen, sollte nach der Nasendusche ein bisschen Ghee oder ein paar Tropfen Nasenöl hochgeschnupft werden.

Ghee kommt auch bei Schnupfen zum Einsatz. Ein paar Tropfen flüssiges Ghee in jedes Nasenloch beruhigt die irritierte Nasenschleimhaut und hilft Schleim abzutransportieren.


Ghee wissenschaftlich betrachtet

Ghee – auch als geklärte Butter, Butterreinfett oder Butterfett bezeichnet – wird auch wissenschaftlich betrachtet als eines der gesündesten Fette besprochen.

Bei der Herstellung werden der Butter Milchweiß und Milchzucker entzogen, weshalb Ghee auch bei Laktoseunverträglichkeit verzehrt werden kann.

Ghee kann bedenkenlos zum Braten verwendet werden, da sein Rauchpunkt erst bei 260° liegt.

Ghee ist reich an Omega-3 Fettsäuren, die entzündungshemmend wirken. Es enthält außerdem einen hohen Anteil Vitamin A, sowie die Vitamine D, E und K.

Ghee fördert das gute HDL-Cholesterin, das vor Arterienverkalkung und Herzerkrankungen schützt.

Das schlechte LDL-Cholesterin hingegen fördert das Risiko von Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall. Der schädliche LDL-Cholesterinspiegel erhöht sich vor allem durch Essen von Transfetten, die beim Erhitzen von Pflanzenölen über 130°C entstehen. Diese Temperatur wird beim Braten in der Pfanne oder beim Grillen überschritten. Transfette finden sich außerdem in großen Mengen in Fertignahrung, Fast Food, Margarine, Frittiertem, Chips etc.

Dr. Marianne Teitelbaum über Cholesterin und Ghee als Unterstützung zum Abnehmen und zum Muskelaufbau:

Viele Patienten sind schockiert, als sie herausfinden, dass ihr Cholesterin tatsächlich sinkt, wenn sie Ghee essen! Dies liegt daran, dass Ghee hohe Konzentrationen an einfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren enthält. Diese nützlichen Fette halten auch die Arterien sauber und beugen Herzinfarkten vor. Tatsächlich verhindern die Nährstoffe in Ghee tatsächlich, dass sich klebrige Plaques an den Wänden der Arterien festsetzen.

Und Sie haben vielleicht gehört, dass Ghee konjugierte Linolsäure oder CLA enthält. CLA hilft, Fett zu verbrennen und Muskelmasse aufzubauen, weshalb viele Menschen abnehmen, wenn sie Ghee in ihre Ernährung aufnehmen. Dies ist auch der Grund, warum Bodybuilder CLA-Tabletten einnehmen, aber CLA-Ergänzungen bieten nicht die gleichen Vorteile wie CLA aus Lebensmitteln, da sie die synthetische Version sind, die in einem Labor hergestellt wird, und daher die heilende Schwingung der Natur, bekannt als Prana, fehlt. Sogar die moderne Medizin hat diesen Punkt bewiesen: Studien zeigen, dass die synthetische Version von CLA eine andere Mischung von Isomeren aufweist als das, was natürlich vorkommt, wenn das Original aus der Nahrung gewonnen wird, und daher einen geringeren Nutzen bietet. Und stellen Sie sicher, dass Ihr Ghee von grasgefütterten Kühen stammt, da dieses höhere Mengen an CLA sowie andere nützliche Fette enthält.
CLA verhindert auch Entzündungen in den Arterienwänden und Verhärtung der Arterien, die beide Herzinfarkte verursachen können.

Dr. Marianne Teitelbaum (https://drmteitelbaum.com/ghee-the-ultimate-superfood/)

Die Vorteile von Ghee im Überblick

  • verdauungsfördernd
  • entzündungshemmend
  • gesund für Arterien und Herz
  • hilft Nährstoffe aufzunehmen
  • reich an Omega 3 und Vitaminen
  • auch bei Laktoseintoleranz verträglich
  • hilft Fett zu verbrennen und Muskeln aufzubauen
  • fördert Langlebigkeit und Gedächtnisleistung
  • als Hautpflegemittel und Augen-Makeup Entferner geeignet
  • hilft äußerlich bei leichten Verbrennungen und Rötungen und zur Behandlung von Narben
  • zum Braten geeignet
  • lange Haltbarkeit ohne Kühlung

Ghee selber machen

Ghee kann mit geringem Aufwand in weniger als einer Stunde selbst hergestellt werden. Die meiste Zeit davon ist Kochzeit, bei der Du nur warten muss.

Mit selbst gemachtem Ghee hast Du die Herkunft der Butter und den Kochprozess in der Hand. Gekauftes Ghee bringt außerdem manchmal einen starken Eigengeruch mit sich, der bei der zuhause gemachten Variante nicht zustande kommt. Du solltest zur Herstellung von Ghee biologische Butter verwenden, die von grasgefütterten Weidekühen stammt.

Ghee selber machen ist ganz einfach – hier gehts zum Rezept.

Menstruation aus ayurvedischer Sicht

Ayurveda betrachtet die Zeit der Menstruation als eine besondere Zeit im weiblichen Zyklus. Frauen, die während dieser Tage achtsam mit sich umgehen, können unerwünschte Symptome wie Regelschmerzen, Bauchkrämpfe oder PMS los werden und darüber hinaus späteren gynäkologischen Problemen vorbeugen.

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Mein Interview Gast ist Dr. Upasana Sharma, Ayurveda Ärztin mit Spezialisierung auf Gynäkologie und Geburtshilfe. Einer ihrer Schwerpunkte ist Dysmenorrhö, Probleme rund um die Regelblutung. Die heute in Dresden lebende Inderin hat bereits mehrere wissenschaftliche Artikel zu gynäkologischen Themen veröffentlicht und war zuletzt als Ayurveda Ärztin am Government Ayurveda Hospital in Jaipur, Indien tätig und unterrichtete Ayurveda Medizin am Government Ayurveda and Yoga College. Sie ist Garbhsamskar Therapeutin, eine alte ayurvedische Methode, um den Fötus im Mutterleib beim Entwickeln seines Intellekts zu unterstützen. Dr. Upassana ist außerdem zertifizierte Yogalehrerin und Gutachterin des Yoga Certification Board, Ministry of Ayush, Neu-Delhi, Indien.

Konsultationen bei Dr. Upasana Sharma sind online oder vor Ort in Dresden möglich:
Anmeldung per Email: upasana22sharma@gmail.com
Oder via WhatsApp: +49 176 67829141

Das erfährst Du im Interview:

  • Die besondere Sicht des Ayurveda auf die Zeit der Menstruation.
  • Empfehlungen für die Zeit der Menstruation für Ernährung, Lebensführung und Psyche.
  • Menstruationszyklus und die Doshas
  • Einflüsse auf den Menstruationszyklus
  • Wie sieht eine normale Periode aus?

Zur Podcast Folge:

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Rezept-Empfehlungen aus dem Interview:


Reisezeit ist Vata-Zeit – Ayurveda Tipps auf Reisen 

Wenn wir unseren Körper aus seiner gewohnten Umgebung an einen anderen Ort bewegen, der weiter weg ist als die üblichen Tagesdistanzen, verändert sich etwas in uns.

Was verändert das Reisen in uns?

Auf Reisen und in Bewegung zu sein verändert die Elemente in uns. Die Aktivität der Bewegung und der (positive) Stress erhöhen die Elemente Luft und Raum (Äther) und somit Vata-Dosha in uns. Vata ist das Prinzip von Bewegung – Reisen ist somit eine „Vata Aktivität“. 

Vata-erhöhende Eigenschaften, die uns auf Reisen begegnen 

  • Schnelligkeit / Mobilität (schnelle Fortbewegung)
  • Raues (z.B. holprige Straßen, Turbulenzen im Flugzeug, raues Auf und Ab im Schiff)
  • Kaltes (z.B. kalte Getränke und Speisen unterwegs, Frieren beim Reisen in der Nacht)
  • Unregelmäßigkeit (z.B. andere Essens- und Schlafenszeiten)
  • Antrieb (z.B. wenig Pausen, erhöhtes Aktivitätslevel im Urlaub, permanente Fortbewegung auf dem Weg zum Reiseziel)
  • Wind (z.B. am Strand, am Berg oder beim Segeln)
  • Trockenheit (z.B. durch Klimaanlagen oder beim Urlaub in trockenen Regionen)

Wie macht sich erhöhtes Vata im Urlaub oder danach bemerkbar?

Erhöhtes Vata bringt Unregelmäßigkeit, Trockenheit und Unruhe in unser System. Das zeigt sich zum Beispiel durch unruhigen Schlaf, Verdauungsprobleme (Verstopfung oder Durchfall, oder abwechselnd), trockene Haut, Rastlosigkeit oder Kopfschmerzen (am Hinterkopf).

Vata, das uns die Kreativität und den Antrieb für das Reisen schenkt, ist dann aus der Balance geraten. 

Vata wieder in Balance bringen

Vata bringt Anregung und Aktivität. Auf Reisen sind diese beiden Aspekte im Übermaß vorhanden. Schlaf und Essen finden nicht mehr zu den gewohnten Zeiten statt, eine neue Umgebung verursacht subtil oder weniger subtil Stress und das Verdauen der vielen neuen Eindrücke kostet Kraft. Das kann dazu führen, dass sich unser Körper nicht mehr „sicher“ fühlt, das Nervensystem ist übermäßig aktiviert und unser System startet mitunter einen Modus von erhöhter Alarmbereitschaft „Achtung, wir befinden uns eventuell in einem Notfall.“.

Ausgleichend sind Ruhe und liebevolle Fürsorge – alles, das weich, ruhig, warm und regelmäßig ist. 


ERNÄHRUNG

Bevorzuge weiches, breiiges, öliges Essen wie Curry, Eintöpfe, Sushi, Reis, Wurzelgemüse. Greife zu gekochten und warmen Speisen und verzichte auf Eis und kalte Getränke. Nimm statt trockenen und knusprigen Speisen (Cracker, Knäckebrot, Popcorn) etwas weiches und nährendes wie Dattel-Cashew-Creme oder blanchierte Mandeln.


TRINKEN

Mit Zufuhr von Feuchtigkeit können wir den austrocknenden Eigenschaften von Vata entgegenwirken. Trinke ausreichend (warmes) Wasser, beruhigende Kräutertees oder Wasser mit einem Spritzer Limettensaft.
Verzichte möglichst auf koffeinhaltige oder zuckerhaltige Getränke, die Vata noch weiter verstärken.


ÖL-MASSAGE


Es gibt wenige Dinge, die erdender sind als eine Ganzkörpermassage mit Öl. Dafür brauchst Du nur etwas Öl (kühlendes Kokosöl oder wärmendes Sesamöl, je nach Jahreszeit). Erwärme das Öl und massiere damit Deinen Körper ein. Lass das Öl mindestens 10 Minuten einwirken, bevor Du es abduschst.
Als Minimalvariante kannst Du vor dem Schlafen einen Tropfen Öl auf Deine Scheitelkrone einmassieren und die Fußsohlen einölen.

Auch eine Massage ohne Öl ist beruhigend und erdend. Achte dabei auf lange, ausstreichende und ruhige Bewegungen.


REGELMÄßIGKEIT UND PAUSEN


Routinen und Regelmäßigkeit geben uns Sicherheit und reduzieren Vata. Gestalte Deinen Tagesablauf auch im Urlaub bewusst mit Zeiten für Schlafen, Essen, Pausen und Aktivität.

So kannst Du auch bewusster mit Deiner Energie umgehen, die Dir momentan zur Verfügung steht.


ERDUNG UND GEISTIGE BALANCE


Erde und verbinde Dich mit dem Ort, an dem Du Dich befindest. Laufe zum Beispiel barfuß durch das Gras oder am Strand und spüre die Erde unter Dir.

Such Dir einen ruhigen Ort und gönn Dir eine kurze Meditation, um Deinen Geist zu entspannen und wieder in Deine Mitte zu finden. Hier gehts zum Podcast Interview zum Thema Meditation.

Gönn Dir eine ruhige Yoga-Einheit mit langem Halten der Posen, langem Ausatmen, sanften Dehnungen im unteren Rücken, und einer langen Savasana Einheit.

Ayurveda Tipps für die heißen Monate – Pitta Dosha beruhigen

Die heiße Jahreszeit verändert auch die Elemente in unserem Körper. Das Feuer-Element, das dem Pitta-Dosha zugeordnet ist, steigt und beeinflusst uns körperlich und geistig. 

Was Du im Sommer beobachten kannst – die natürliche Intelligenz Deines Körpers! 

In den heißen Sommermonaten haben wir automatisch weniger Appetit. Unser Verdauungsfeuer ist im Sommer weniger stark – die innere Hitze brennt also weniger stark. als Ausgleich zur erhöhten Temperatur im Außen. 

Wir haben außerdem mehr Lust auf kühlende und leichte Mahlzeiten. Alles schwere und schwer verdaubare würde uns zusätzlich erhitzen.

Was macht zu viel Hitze und zu viel Pitta mit uns? 

Körperlich:

  • Hautunreinheiten oder Irritationen 
  • Ungeformten Stuhl (damit werden Nährstoffe nicht mehr ausreichend aufgenommen, zusätzlich bildet sich Ama)
  • Gefühl von Brennen beim Stuhlgang
  • Sodbrennen
  • Übelkeit oder übermäßiger Hunger
  • Übermäßiges Hitzeempfinden
  • Rote, irritierte oder lichtempfindliche Augen

Geistig: 

  • Intoleranz und kritisches Denken
  • Vermehrtes Wettbewerbsdenken 
  • Gefühle von Frust, Ungeduld und Zorn
  • Perfektionismus 

Die Qualitäten von Pitta hervorbringen

Pitta Dosha ist für Verdauung und Transformation zuständig. Ist Pitta in Balance, zeigt sich das in Durchhaltevermögen, Ausstrahlung und Klarheit. Wir sind dann gut organisiert, entschlossen und mutig. Menschen mit hohem Pitta sind oft gute Führungspersönlichkeiten und gute Redner, sie überzeugen mit ihrem Charisma und ihrer Intelligenz. 

Ausgleichende Maßnahmen für den Sommer oder bei hohem Pitta

1. ERNÄHRUNG

Geschmacksrichtungen:
Die Geschmäcker süß, bitter und zusammenziehend (herb) wirken kühlend.

Gemüse:
Greife vor allem zu süßem oder bitterem Gemüse (abends in gekochter Form).
z.B. Spargel, Brokkoli, Gurke, Artischocken, Fenchel, gekochte rote Beete, grüne Bohnen, grünes Blattgemüse, Kürbis, Zucchini

Obst:
Wähle bevorzugt süße Früchte und vermeide Saure.
z.B. süße Äpfel, Aprikosen (Marillen), Granatäpfel (Geschmacksrichtung zusammenziehend), Kokosnuss, Pflaumen, Rosinen, Datteln, Wassermelone, Avocado, Birnen

Ausgleichende Gewürze:
Fenchel, Kardamom, Koriander, Kurkuma, Korianderblätter, Zitronengras, Dill, Safran, Vanille, Minze

Kühlende Tees:
Rosenblüten, Minze, Hibiskusblüten, Zitronengras, Jasmin

Milchprodukte:
Ghee, Buttermilch, Frischkäse / nicht gereifter Käse, Joghurt (frisch zubereitet oder verdünnt, es sollte mild im Geschmack sein und nicht sauer)

Tierische Produkte:
Fisch (Süßwasser), Eier (nur Eißweiß), Huhn, Pute, Kaninchen, Garnelen, Kaninchen, Wild

Das solltest Du vermeiden:
Saures oder unreifes Obst, scharfe Gewürze (z.B. Chilli, Knoblauch, Zwiebeln), Lebensmittel mit überwiegend salzigem Geschmack wie z.B. Sojasauce, Essig (verwende stattdessen Limettensaft), fermentiertes Essen und Getränke, Alkohol, Kaffee, frittiertes Essen

2. LIFESTYLE

Aktivitäten und Freizeit:
Gönn Dir spielerische, kreative Aktivitäten, die Dir vor allem Spaß machen. Damit wirkst Du Gefühlen wie Verbissenheit und Ungeduld entgegen.
Umgib Dich mit Menschen, mit denen Du Dich wohl und entspannt fühlst.
Schenk Dir genug Zeit ohne To-Dos und Screentime, vor allem abends zum Abschalten.
Höre beruhigende Musik.
Mache Ausflüge in die Natur. Genieße den Anblick von Wasser oder schwimme darin.
Schütze Deine Augen mit einer Sonnenbrille und trage eine Kopfbedeckung.

Farben:
Umgib Dich mit den Farben blau und grün.

Sport und Bewegung:
Mach vor allem Sport, der Dir Spaß macht und geh nicht bis an Deine Grenzen. Vermeide Überlastung und Auspowern.
Vermeide Sport in der heißen Mittagssonne. Optimal sind z.B. Schwimmen, Yoga, Radfahren, Wandern.

Yoga:
Körperhaltungen (Asanas) mit Drehungen und Vorbeugen wirken kühlend. Halte die Posen kurz und ohne Anstrengung. Gib nur 70% Deiner Kraft und bleib spielerisch im Geist.

Meditation:
Meditation beruhigt und kühlt Deinen Geist.

Ölmassage:
Gönn Dir eine Ölmassage mit warmem Kokosöl.

Ayurveda und Essstörungen

Eine Essstörung ist Ausdruck einer gestörten Balance von Körper und Geist. Erfahre hier, wie Dir Ayurveda dabei helfen kann, diese Balance wieder herzustellen und zu einem natürlichen Essverhalten zurück zu finden.

Entdecke Deine Urnatur: Ayurveda und Identität / Podcast Interview mit Anke Pachauer

Anke Pachauer ist als Beraterin, Coach und Dozentin auf das Thema Ayurveda und Identität spezialisiert. Sie unterstützt Menschen und Unternehmen gleichermaßen bei der Findung ihrer ureigenen Persönlichkeit. Das Thema Identität bietet Anke auch in Form von Farb- und Stilberatung an – wobei auch hier Ayurveda die Basis bildet. Anke Pachauer unterrichtet Ayurveda Psychologie an der Volker Mehl Akademie für Ayurveda und ist zertifizierte Yin Yoga Lehrerin. Im Herbst 2023 und Frühjahr 2024 erscheinen zwei Bücher von ihr zu verschiedenen Aspekten des Ayurveda. 

Mehr erfahren zu Anke Pachauer auf Ihrer WebSite ankepachauer.de

Inhalte des Interviews

Im Interview erzählt sie, was unseren Wesenskern ausmacht und wie wir mit Ayurveda an unsere Urnatur und die damit verbundene Kraft und Lebensfreude kommen. Sie gibt praktische Beispiele, wie sich unsere Qualitäten äußerlich und innerlich zeigen und wie wir uns selber besser kennen lernen können. Das Interview macht neugierig auf die Entdeckungsreise zum eigenen Wesenskern, um die dort verborgenen und vergessenen Schätze zu heben.

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